Unser Lift-In Termin ist um 10.30. Wir stehen um sieben auf. Es ist noch dunkel und kalt. Dies ist einfach nicht unsere Zeit.
Nach dem Frühstück geht Peter das defekte Seeventil kaufen und wir warten auf den Kran. Der ist pünktlich und wir werden ohne Stress und Hektik ins Wasser gelassen.
Die letzte Arbeit, die Gastlandflagge setzenJetzt kommt die gr0ße Wahrheit. Sind die Borddurchlässe dicht?
Wir kontrollieren alle Seeventile und die frisch gemachten Borddurchlässe. Alles dicht!
Nach dem tanken in Preveza fahren wir bei absoluter Windstille und glatter See in den Ambrakischen Golf Richtung neuer Marina.
Irgendwann kommt etwas Wind. Aber da wir das Segel wieder weggeräumt haben motoren wir den Rest auch noch. Die See wird richtig kibbelig. Es läuft die Strömung gegen den Wind. Schaumkronen bilden sich, aber alles ist gut um 14 Uhr sind wir in der Rougar Bucht beim Hainzl und schmeißen den Anker.
Unser neues Zuhause
Das Dinghi berührt das erste mal das Wasser und Peter saust strahlend durch die Gegend 🙂
Wir melden uns beim Hainzl an und spazieren noch über das Gelände um manchen Leuten „Hallo“ zu sagen.
Wieder an Bord beginnen wir schon für den Winter alles einzupacken. Bei den Fendern lassen wir die Luft raus und können so alle vorne am Ankerkasten verstauen.
Die Winschen werden verpackt und am Mast auch einige Leinen. Am Vorsegel wickel ich die Genua-Einhol- Leine ganz auf den Furler und packe alles gut ein.
1. ProbefahrtAufräumenAlles für den Winter einpacken
Wir sind für morgen wenn es wieder raus geht, gut vorbereitet.
Nun genießen wir die einzigen Urlaubsmomente mit schwimmen, lesen und chillen.
Na nicht ganz. Am Vormittag räumen wir noch etwas auf. Außerdem stand neben dem Container wieder mal was brauchbares 🙂
Ein alter Windgenerator. Den könnten wir doch als Projekt für Lukas mit nach Hause nehmen, meint Peter.
Kaum ausgesprochen bugsieren wir den Flattermann unter Deck. Gar nicht so einfach das Ding ist ziemlich schwer. Bin mal gespannt. Er soll laut Zettel noch funktionieren. Wir werden sehen.
Mit dem Fahrrad fahren wir noch über das ganze Gelände und finden noch so manches.
Uns fällt dann noch ein das wir die Seeventile alle bewegen und kontrollieren wollten. Das tuen wir jetzt auch und prompt hat der Peter einen Hebel in der Hand. So ein Mist! Müssen wir gleich morgen früh besorgen. Dann ist aber endlich Feierabend.
Wir essen eine Kleinigkeit und wandern durch die Marina zur Lagune. Endlich etwas Natur und das Wasser.
Das tut gutBlick nach vorne zum Ambrakischen GolfBlick zurück in die Marina
Danach gehen wir zum Abschied noch mal lecker essen
Letztes Bild unserer Marinestraße K
Die letzte Nacht in dieser riesigen Trocken Marina bricht an
Als wir gestern angekommen waren haben wir auch gleich den Wassertank gefüllt. Das hätten wir vielleicht nicht sofort nach der anstrengenden Fahrt machen sollen. Sondern erst mal eine Nacht schlafen. Denn wir haben vergessen den Wasserablass Hahn zu zu machen. Der war offen da wir ja das Boot im März Winterfest gemacht haben und dort den letzten Rest Wasser aus den Leitungen gezogen haben.
Sorry. Aber so eine Schei….!
Über Nacht ist also das Wasser was wir getankt haben komplett in die Bilge gelaufen. Das ist der tiefste Ort im Schiff. Also haben wir erst mal einen dreiviertel Tag gebraucht um wieder alles raus zu pumpen und von Hand heraus zu schöpfen. Bis wieder alles trocken war hat es ganz schön gedauert. Wir haben über die nächsten Tage immer wieder den Heißlüfter drin laufen lassen um die Feuchtigkeit wieder raus zu bringen.
Das passiert uns hoffentlich nicht mehr. Mache für in den März wenn wir wieder hier sind einen riesen Zettel 🙂
In den folgenden Tagen arbeiten wir sehr viel. Wir sehen eigentlich nur unser Boot und die Sanitären Einrichtungen. Abends gehen wir auch mal essen, aber das ist auch hier im Hafen.
Ja was haben wir bisher gemacht?
Als erstes bin ich an die Borddurchlässe gegangen, damit diese fiesen großen Löcher im Boden des Schiffes wieder geschlossen werden. Es hat sehr gut geklappt. Nochmal sauber geschliffen, Aktivator drauf getan und dann hat Peter sie gut mit Sika von außen eingeklebt. Am nächsten Tag dann das gleiche von innen. Fertig! Wenn wir ins Wasser kommen sehen wir ob alles dicht ist.
Das nächste war es in den Mast zu gehen und die Lampen auf LED zu wechseln und alles zu kontrollieren.
Ein schwieriges Unterfangen. Die erste Winsch am Mast war fast fest. Abbruch! Zu gefährlich!!
Die zweite Winsch noch schlimmer. Die dritte ging dann. Ich habe aber trotzdem tausend Ängste erlebt bis ich den Peter wieder unten hatte. Winschen sind die Rollen über die die Taue der Segel laufen. Das kann man dann mit Kurbeln machen oder wie bei uns auch elektrisch.
Für uns heißt es, alle Winschen warten und reinigen!!!!!
Am heutigen Tag machen wir aber erst noch das Vorsegel dran um zu schauen ob das neue Segel passt.
Und es passt! Wunderbar.
Während Peter den Hauptkasten vom Victron Strom System einbaut schrubbe ich das Deck von anderthalb Jahren Dreck sauber. Eine wahnsinnige Arbeit. Darum gehen wir heute auch Essen.
Am nächsten Tag gehen wir an die Winsch Wartung. Um an die erste ran zu kommen müssen wir die Decke unseres Schlafzimmers demontieren. Da die Schrauben durch die Decke gehen.
Wir machen von jedem Schritt der Demontage Bilder damit wir beim Zusammenbau keine Probleme bekommen. Wir schaffen so an diesem Tag zwei Stück. Allein die Reinigung von allen Teilen dauert je Winsch zwei Stunden. Uraltes verharztes und festes Fett hat alles unbrauchbar gemacht. Danach laufen sie wie neu. Da wurde viele Jahre nichts mehr gemacht.
Nach einem frühen Abendessen packt uns noch mal die Arbeitswut. Peter macht den Dinghi Motor flott und ich räume und verstaue und schmeiß immer noch einiges vom Voreigner weg. Und finden so auch einen guten Platz für meine Eismaschine. 🙂
Es wird immer mehr zu unserem Boot.
Deck schrubbenUnser neues SegelGewürze hängen auch schonNun ist die Familie bei unsWinschen warten, viele einzelne TeileDie aufwendigste Arbeit , die ReinigungPeters Arbeitsplatz zum Winschen zerlegenPeter baut den Victron ein
Um an die eine Winsch zu kommen müssen wir in unserem Zimmer die Decke abschrauben
Das warten hat nun ein Ende. Es ist Freitag der 21.9.22 . Wir packen den Rest in den Bus und machen uns auf den Weg nach München.
Denn wir nutzen die Gelegenheit und besuchen David und Nina und gehen gemeinsam essen. Wir treffen uns auf dem Oktoberfest. Ich habe es gewusst, dieses Fest ist nicht meins.
Ist mir einfach zu voll!!
Der Abend mit den beiden ist sehr schön und wir genießen es sehr, gehen aber auch bald schlafen.
Früh um sechs geht es wieder raus. David steht mit auf und macht uns einen leckeren Kaffee und kurz drauf sind wir unterwegs.
Es läuft sehr gut. Wir sind schnell in Salzburg. Dort ist es zwar sehr voll da es nun Berufsverkehr ist aber es ist gar kein Problem.
Mittags sind wir schon auf Höhe von Zagreb und gehen dort in einem kleinen Ort zu Mittag essen.
Der Wirt ist goldig. Erst wirkt er als wenn er uns fressen will und fünf Minuten später erzählt er seine Geschichte und lässt uns nicht gehen bevor der Beifahrer nicht einen Kräuter getrunken hat. Das ist eine sehr nette Begegnung.
40km vor Belgrad in Sremska Mitrovica suchen wir uns eine Unterkunft.
Auf der Suche nach einer Unterkunft
Wir brauchen bald 3 Std. um etwas zu finden. Alles ist voll. Das ist uns eine Lehre. Morgen Abend fangen wir früher an. Da ich immer wieder Google fragen musste ist auch mein Auslands Soll von max. 60 € voll. Ich bin total geschockt. So viel Geld. Aber wir sind halt in Serbien das nicht zur EU zählt. Das ist man einfach nicht mehr gewöhnt. Ich habe daraus gelernt ;-). Wird sobald nicht mehr passieren.
Das Zimmer ist super.. Hoher Standard . Aber es gab eben nichts mehr anderes.
Um halb neun morgens geht es weiter. Wir fahren quer durch Serbien. Es wirkt wie die Nahrungsquelle des Balkans. Ein Getreide, Gemüse oder Obstfeld neben dem anderen. Alles ist eben und wirkt wie die riesige Rheinebene.
Wir fahren noch durch das kleine Mazedonien und kurz hinter der Grenze in Griechenland suchen wir uns die nächste Unterkunft. Mazedonien ist wunderschön bergig. Ein Gegensatz zu tausend Kilometern Feldern in Serbien und Kroatien.
Der Ort in Griechenland ist klein und arm. Wir finden sehr schnell eine sehr einfache Unterkunft von einem zahnlosen Alten. Sie ist in Ordnung . Wir gehen nett essen und dann früh ins Bett.
Am morgen finden wir ein kleines Cafe‘, frühstücken und machen uns dann auf zur letzten Etappe.
Später ist es nochmal stressig. Unser Tank ist fast leer und alle Tankstellen die wir sehen gibt es nicht mehr.
Kurz vor Ende klappt es dann doch noch. Und wir können ganz entspannt nach Preveza fahren und erst mal einen Ankunfts- Cafe‘ trinken.
Angekommen!
Aber wir nehmen uns nicht viel Zeit denn Alina ruft uns. Wir wollen sie endlich sehen.
Als wir in die Marina rein fahren ist es wie nach Hause kommen. Wir sehen sie sofort und freuen uns das alles in Ordnung ist.
Gleich kommen unsere Sachen hoch und werden verstaut. Auch die Matratzen werden schon gewechselt. Und wir freuen uns das sie perfekt passen. Nun noch lecker Essen gehen und dann ab ins Bett auf unsere neuen Matratzen. Gute Nacht. Das haben wir uns verdient! :*
Da es mit dem Umbau in der Werkstatt gut voran geht beschäftige ich mich langsam mit der Reise ins schöne Griechenland.
Wir müssen etwas mit dem Termin jonglieren, da wir noch auf einer Hochzeit eingeladen sind und noch ein Konzert des Musikvereins ansteht. Peter sagt zwar immer dass der Termin egal ist und er im Konzert ersetzbar wäre. Aber ich habe immer gemerkt dass er dies mit Bauchweh sagt. Irgendwann war klar, er spielt doch mit, da die andere Tuba beruflich wegzieht. Ich glaube er ist ganz froh drum dass es so entschieden wird.
Jetzt aber endlich steht der Termin fest. Ich maile an die Marina und bitte um einen „Lift in“ Termin am 3.10.22. Nach ein paar e-Mails hin und her, wird mir der Termin bestätigt.
Wir werden also am 23.9. starten und erst den David in München besuchen. Wir werden die Strecke dieses Mal komplett fahren und keine Fähre nehmen. Wir wollen lieber gemütlich über zwei oder drei Nächte durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Nordmazedonien nach Griechenland fahren.
Ja, es wird sicherlich ziemlich anstrengend aber es wird auch das letzte Mal mit dem Auto sein.
Der Bus ist wieder voll mit Material das wir gesammelt haben wie zum Beispiel unser Energie Management mit Solarpanelen, die Matratzen, das Coppercoad, das Tauchequipment, das Segel und vieles mehr.
In Zukunft reisen wir dann nur noch mit kleinem Gepäck.
Vielleicht nehmen wir uns ja auch etwas Zeit und schauen uns genauer um
Nach ganz kurzer Recherche habe ich beschlossen unsere neuen Matratzen für das Boot selber passend zu schneiden. Maßanfertigung ist mir dann doch zu teuer und sooo schwer kann es nach meinen naiven Überlegungen ja eigentlich nicht sein. Am Boot habe ich Maße genommen und weiß also genau wie es werden soll.
Da sollen sie mal reinpassen
Nun muss ich erst mal Matratzen kaufen. Das hasse ich!! Matratzen und Fliesen sind die schlimmsten Dinge beim kaufen. Es gibt gefühlte Trilliarden Möglichkeiten. 😮 Schrecklich!
Es soll eine Federkern Matratze sein da diese sich am besten Durchlüften was bei Hitze ja nicht schlecht ist.
Die Matratzen sind schnell gefunden, oh Wunder. Bei meiner fange ich gleich an aber Peter soll erst mal drauf schlafen denn er ist bei der Härte ein wenig Diva 🙂
Als er grünes Licht gibt fange ich auch an seiner an.
Von so zu so soll es werden.
Erst mal den Bezug wegnehmen und darunter den, na ich nenne es mal Strumpf. Nun liegt nur der äußere Schaumstoff vor mir. Ich male die Maße der Länge und der Seitenteile darauf, nehme mein schärfstes und längste Messer aus der Küche und kürze alles um 4cm und nehme die Ecken der Seite weg.
Die Matratze hat einen dicken Schaumstoffrahmen. Den nehme ich weg und ebenfalls die Federn bis zum Maß und dann noch die Breite des Rahmens. Denn der soll ja wieder hin.
Das ist mit den Federn schon ein wenig Gefriemel aber es geht leichter wie gedacht. Wenn alles passend ist klebe ich es an manchen Stellen mit Heißkleber. Das geht recht gut, ich habe es vorher am Abfall ausprobiert. Dann ziehe ich die Matratze wieder mit dem Strumpf und dem Schoner an.
Ja ja, das war es noch lange nicht! Das war nur der leichte Teil!
Nun muss der Schoner passend gemacht werden. Dieser hat aber einen Reißverschluss außen herum den ich so gut es geht erhalten will. Das kostet ganz schön Überlegungskünste. Zumindest für mich. Für Profis bestimmt nicht.
Ich entferne an der geschnittenen Seite mit 1cm Reserve den Reißverschluss vom Deckel, markiere den Boden und schneide dort weg was nun zu viel ist. Nähe alles so zusammen das ich auf dieser Seite den Reißverschluss schließen kann, fixiere dies mit Heißkleber damit es sich nicht mehr öffnet, setze den Reißverschluss neu an und kann den Rest des Schoners schließen. An den Ecken improvisiere ich etwas aber da kommt ja eh ein Laken rüber.
Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Und es war bis auf ein paar Dinge auch kein Hexenwerk. Ich würde sagen mit etwas Handwerklichem Geschick gut machbar.
So sehen sie fertig aus 🙂
Ich bin sehr zufrieden. Jetzt müssen sie nur noch passen.
Unsere Fähre wurde ja gestrichen. Somit mussten wir umbuchen und eine morgens um 0.30Uhr nehmen. Eine etwas unmenschliche Uhrzeit aber man kann ja dann schlafen.
Da wir um drei Nachmittags mit allem fertig sind packen wir alles ein und fahren gemütlich nach Ighumenitsa auf Höhe von Korfu wo der Fährhafen ist.
Wir genießen die Fahrt durch eine tolle Natur. Sehr bergig mit schönen Tälern in denen immer wieder Gehöfte mit prall gefüllten leuchtend orangen ( denn kurz vor der Ernte) Orangenbäumen sind. Auch die Zitronenbäume sind berstend voll. Überall sind orange und gelb leuchtende Punkte in der Gegend. Neben dran leuchten die Frühblüher wie Ginster und andere. Echt schön, man merkt den kommenden Frühling.
Unterwegs fahren wir einfach mal die steile Küste runter in eine wunderschöne Bucht und trinken Kaffee. Der Besitzer unterhält sich nett mit uns. Ich merke an ihm wie die Gastronomie sich auf die baldige und hoffentlich gute Saison freut. Alles steht in den Startlöchern. Die ersten Flieger kommen aus England und dann folgt am 9.4. Deutschland.
Ighumenitsa ist ein schönes Städtchen und wir genießen dort die Zeit mit bummeln und lecker essen gehen. Bis wir dann zum einchecken der Fähre zum Terminal fahren.
Wir müssen noch eine halbe Stunde warten bis es los geht und bekommen dann gesagt das uns das
OH nein nicht schon wieder!! Deutschland verlangt es doch gar nicht mehr 😮
Aber der nette Mann erklärt uns das es Italien noch haben will.
Ok. Also gut. Raus aus der Schlange und das Handy geschnappt. Gut das ich seid kurzem mobiles Internet habe. Was machen die, die kein Handy haben?!
Wir fliegen des öfteren raus und brauchen eine Stunde bis wir dann eingecheckt sind. Ich war ziemlich genervt.
In Ighumenitsa darf nur der Fahrer aufs Gelände fahren und es wird auch richtig im Fahrzeug nach illegalen Personen geschaut. Ich werde wie am Flughafen beim rein laufen durchleuchtet. Alles ist total abgeriegelt. Ganz anders wie in Ancona/Italien. Man ist auf dem kompletten Gelände eingezäunt und kann auch nicht mehr raus.
Wir genießen die Zeit bis die Fähre kommt und suchen uns nach dem befahren der Fähre einen schönen Schlafplatz. Schauen uns noch eine Weile das beladen an, trinken unser letztes Bier und hauen uns in die Schlafsäcke. Die Fahrt ist unspektakulär. Es sind nur Trucker an Bord . Alles ist schön ruhig.
In Ancona angekommen gehen wir gleich auf die Autobahn Richtung Heimat. In Südtirol können wir dann erst mal nicht mehr und schlafen hinten im Bus unterhalb eines Weinberges erst mal ein paar Stunden. Nach einem leckeren Kaffee im Ort geht es dann durch bis nach Hause.
Auch wenn jetzt noch 2 Stunden Stau waren kann man sagen das alles super geklappt hat.
Jetzt erst mal ausruhen.
Kaffeepause auf der FahrtDa kommt die FähreDie müssen alle auf die FähreVorwärts+Rückwärts echt spannendUnser SchlafplatzUnterwegsIn der Ferne eine HybridfähreAngekommen. Gleich gehts losUnterwegs. Blick auf die Zugspitze
Wir haben viel geschafft in den zehn Tagen. Der Wassermacher ist drin! Das war das größte Projekt vor dem wir auch am meisten Bammel gehabt haben. Der Peter hat es super gemeistert und wir haben fast alles dabei gehabt was wir brauchten. Es waren wenige Teile die fehlten aber das ist immer ein Problem in einem fremden Land in dem eine andere Sprache gesprochen wird. Aber es hat geklappt, auch wenn wir lange suchen und mit Händen und Füßen erklären mussten. Das gute dabei ist das wir dann auch mal raus aus unserem Boots-Keller gekommen sind. Wenn ich Peter nicht zu helfen konnte habe ich andere Projekte gemacht. Zum Beispiel habe ich in den Räumen schon alles auf LED umgestellt. Draußen hat es leider nicht geklappt da ich eine falsche Fassungsart gekauft habe das muss ich jetzt von daheim organisieren. Letzten Sommer habe ich auch gesehen das im Bimini (das ist das Dach aus Soff über dem Ruderstand) am Reisverschluss etwas ausgerissen war. Ich habe extra die Nähmaschine mitgebracht und diese Naht repariert und andere verstärkt. Als das mit den Borddurchlässen passiert ist habe ich sehr lange recherchiert um festzustellen dass es gar nicht so einfach ist einfach neu zu bestellen. Bei einem 20 Jahre alten Boot gibt es wohl so manches nicht mehr. Ich habe an Schöchl geschrieben, das ist die Werft die das Boot gebaut hat, aber sie antwortet einfach nicht. Hier in den Bootsläden kennen sie die Marke nicht und heben nur die Schultern. Das muss ich auch auf zuhause verschieben. Peter hat an den Löchern alles schön eben gemacht und ich habe alles mit Bilgenfarbe gestrichen. Wenn wir das nächste mal da sind und wir welche bekommen haben geht das alles sehr flott mit dem Einbau. Aber wir müssen sie erst mal bekommen!
Nun zeige ich einfach mal ein paar Bilder von dem fertigen Wassermacher. Und versuche zu erklären wie er funktioniert.
Das Wasser wird durch einen Grob-Filter gepumt und dann durch diese beiden Filter die immer feiner werdenDas gelbe ist die PumpeMit dieser Hochdruckpumpe geht es dann in den OsmosefilterDas ist der Osmosefilter und der trennt jetzt das Salz vom WasserDas konzentrierte Salzwasser geht über Bord und an diesem Hahn kann ich testen wann es süß ist und dann geht es in den Tank und/oder in Trinkflaschenhier stelle ich alles einund das ist der SicherungskastenEine Pause muss auch mal seinAbends sind wir immer total müde
Immer ist etwas anderes. Als wir die Borddurchlässe am Echolot und am Tempogeber aus dem Rumpf zerren geht eine Bodenhülse kaputt. Es ist alles dick mit Sikaflex verklebt und bedarf etwas Gewalt bei der Entfernung. Das eine bricht dabei leider. Kein Problem denken wir kaufen wir halt zwei neue. Aber es ist nicht ganz so einfach. Das Boot ist jetzt zwanzig Jahre alt und die Bodenhülsen sind hier nicht zu bekommen. Das werden wir von zu Hause aus managen und im Zweifel selber welche drehen Die Borddurchlässe werden fertig vorbereitet das wir dann im Sommer nur die Hülsen einkleben müssen. Der Grund das es nicht dicht war ist dadurch entstanden das sie nicht sauber aufliegen konnten. Das hat Peter jetzt alles gemacht. Einige Lagen GFK mit Epoxid übernander drauf gelegt und alles plan geschliffen. Eine riesen Sauerei. Dieser feine Staub ist überall. Ich hatte aber alles sehr gut abgeklebt und somit blieb alles im Vorschiff das allerdings dann mehrmals geputzt werden musste. Die Löcher im Boden sehen schon etwas beängstigend aus, aber ich weiß das es beim nächsten mal Ruck Zuck gemacht ist. Heute haben wir noch alles für ein neues Vorsegel vermessen und Peter ist gerade mit dem Fahrrad unterwegs und schaut sich verschiedene Geräteträger an um Ideen zu sammeln und sich einen Plan zu machen. Den Tisch für hinten hat er auch schon auf dem Papier geplant. Ich habe heute mal alles aufgeräumt da wir gleich Besuch von einem Seglerpärchen bekommen und natürlich weil es morgen Abend schon wieder Richtung Heimat geht. Unsere Fähre wurde am 18. Abends um halb acht, gestrichen. Wir mussten umbuchen auf morgens um halb eins. Ist aber nicht schlimm da wir ja fast alles geschafft haben was wir wollten. Jetzt müssen wir morgen eigentlich nur noch alles für die Abreise fest machen. Lebensmittel mitnehmen, Löcher im Rumpf zustopfen damit keine Vögel im Boot nisten, Polster hoch und Schränke auf damit alles gut durchlüftet ist. Gestern sind wir bei schönstem Wetter noch etwas Fahrrad gefahren und haben uns ein Feuchtgebiet hier angeschaut in dem Es sogar Flamingos und Pelikane gibt. Da es wegen dem Flughafen nicht mehr weiter ging haben wir spontan beschlossen noch mit dem Auto rüber nach Lefkas zu fahren. Das war sehr schön mal was anderes zu sehen. Die Stadt ist noch richtig im Winterschlaf alles ganz ruhig ein ganz anderer Flair als im Sommer. Nun sehen wir uns schon bald wieder zuhause.
Peter kratztSo sieht es fertig aus nur noch streichenFahrradtour an der MarinaLefkas
Bei Ankunft war alles in Ordnung. Die Winterplane liegt noch bombenfest auf dem hinteren Teil des Bootes. Natürlich ist alles ziemlich mit Winterdreck bedeckt. Aber das kümmert uns jetzt nicht denn wir haben anderes zu tuen. Wir richten uns erst mal ein und machen es uns gemütlich. Alle Schränke waren auf und die Polster stehen in den Raum damit es alles gut durchlüftet wird. Lebensmittel rein, etwas essen und dann tot ins Bett fallen. Die erste Nacht habe ich nicht so gut geschlafen. Fremde Geräusche und überall klappert es vom Wind. Wir fangen gleich am nächsten Tag an. Es ist Montag, die Arbeitswoche beginnt. Es ist erst mal sehr viel Denkarbeit gefragt. Wie legen wir den Wassermacher damit alles seine Richtigkeit hat und für uns auch praktikabel ist. Peter ist ganz schön angespannt und konzentriert. Ich arbeite ihm zu und mache die Holzarbeiten wenn sie anfallen. Wir kommen nur zum einkaufen oder zum besorgen fehlender Teile raus. Sonst sitzen wir im Keller unseres Bootes 🙂 Zwischen drin fahren wir zum Steel Design um abzuklären wie wir es mit dem Geräteträger machen. Der Typ ist sehr locker und im Herbst hat er Zeit dafür. Dann geht es zurück zum Boot. Der Regen ist jetzt weg aber die Kälte hätten wir nicht erwartet. In den Bergen wandert der Schnee immer tiefer in die Täler. Bei uns ist nichts. Am Tag ist es kurz angenehm aber schon am frühen Nachmittag zieht es an. Die Heizer laufen den ganzen Abend und besonders morgens zum aufstehen springt einer von uns beiden aus dem Bett und macht den Heizer an. Dann erst mal wieder ins Bett und warten bis es erträglich ist um auf zu stehen. So geht es die ganze Woche. Freitags wollen wir feiern, da wir wirklich sehr weit gekommen sind, eigendlich fast fertig, und gehen vor zur Marina um etwas zu essen. Es ist eiskalt aber sehr herzlich. Ich glaube die Griechen haben keine Heizung. Dieser Restaurant Besuch wird etwas kürzer als gedacht war aber trotzdem sehr schön. Heute ist Samstag der 12.3. und wir sind fertig mit dem Wassermacher. Leider können wir ihn nicht ausprobieren und so fühlt es sich irgendwie nicht richtig fertig an. Das machen wir dann im Sommer im Wasser. Sofort fangen wir mit dem nächsten Projekt an. Im Sommer hatten wir Wassereinbruch am Echolot das kurzer Hand mit Rettungspaste abgedichtet wurde. Nun machen wir es aber richtig. Der Echolot muss raus und richtig verlegt werden und weil es so viel Spass macht (Ironie) machen wir nebendran den Tempogeber ebenfalls neu. Der Boden muss begradigt werden damit wir es wieder sauber dicht kriegen. Davon aber später. Mir tut nach der ersten Woche alles weh. Es ist anstrengend in die tiefsten und engsten Löcher zu krabbeln aber es macht auch Spaß. Abends fallen wir früh ins Bett weil wir total kaputt sind. Morgen treffen wir uns aber mal mit anderen Seglern zum Kaffee. Es ist ja dann auch Sonntag, da dürfen wir das mal. Am Montag geht es weiter.