„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.
(Mark Twain)
Im Porto Turistico Marina di Ragusa (ja, ein sehr langer Name😁) sind viele Segler die hier den Winter verbringen. So lernen wir viele nette Leute kennen mit denen wir viel Spaß haben.
Beim gemeinsamen spielen, Eis essen gehen, wandern, grillen oder zusammen Musik machen.
Ausflug zum Strand und zu den DünenGemeinsames grillen dortMusik machenFreunde treffen
Es gibt viele Gelegenheiten etwas zusammen zu machen. Auch die Hilfe die von Peters Fachwissen ausgeht, ist immer gerne gesehen und genutzt.
Wir machen aber auch immer wieder schöne Ausflüge ins Hinterland oder die Küste entlang.
Palast Donnafugata……aus dem 14.Jahrhundert……mit dazugehörigem Hof,Weingut und Käserei……tollem Park mit Labyrint……und uraltem Baumbestand.Alte GräberHier wurde früher in Höhlen gewohntScicli mit Cavalkata…= feierlicher ReiterzugAusflug ins Zentrum von SizilienEnna
Mit Freunden wandern und den Frühling genießen.
Patronsfest von RagusaAlles strömt zusammenBrot ersteigert
Zwischen drin werden kleinere Arbeiten gemacht und das Boot ist nun fertig für die Weiterfahrt.
Teak PflegeSo geht es von Bord und unser Drahtesel im Hintergrund
Aber das Wetter lässt es noch nicht wirklich zu um zu starten. Also genießen wir einfach noch unsere letzten Tage im Hafen. Denn der schlimme Abschied kommt noch früh genug. Denn fast alle gehen Richtung Griechenland und nur zwei Boote, wo wir es wissen gehen Richtung Nordwesten.
Also Richtung Sardinien, Korsika und Festland Frankreich/Spanien.
Sizilien finde ich sehr schön. Es ist hier im Süden sehr landwirtschaftlich geprägt. Aber leider auch viel Plastik- Gewächshäuser ( Mare Plastico ).
Aber auch die Geschichte hat diese Ecke geprägt. Dies zeige ich einfach mal mit Fotos.
Erst mal wünsche ich allen frohe Ostern, auf das ihr einen wunderschönen Tag habt.
Heute möchte ich mal erklären warum es etwas ruhig um uns war.
Wir liegen immer noch in unserem Winterhafen aus verschiedenen Gründen. Ich weiß nicht ob man das in Deutschland registriert. Im Mittelmeerraum aber auch auf dem Atlantik spielt irgendwie alles verrückt. Wir sind gefühlt am südlichsten Punkt von Europa und es schneit in den höheren Lagen von Sizilien. Auf dem Ätna liegt Meterhoch der Schnee und es kommt immer wieder neuer Schnee dazu. Hier stürmt es unentwegt und es regnet sehr viel. Somit haben wir natürlich keine Lust schon weiter zu segeln. Gut das wir eine Heizung haben.😁 Ein kleines Fenster öffnet sich am Dienstag nach Ostern vielleicht das sich aber schon wieder am Freitag mit stürmischen Winden aus Osten verabschiedet. Und wenn wir am Dienstag starten, wären wir auf der Ostseite von Sizilien relativ Schutzlos. Also werden wir wohl noch warten müssen. Wir werden sehen.
Höhere Lagen
Aber warum ich eigentlich aktuell schreibe ist dieser.
Letzte Woche wäre unsere Alina fast abgefackelt!
Wir waren mit Freunden am Sonntagmittag einen Kaffee trinken. Plötzlich zog es mich wieder zurück zum Boot und wir brachen auf.
Als ich die Luke zum Niedergang öffnete kam mir dichter, beißender Geruch entgegen. Peter schaltete sofort den Hauptschalter aus und ich riss alle Fenster auf. Nach kurzer Suche sah ich das von der Decke der Küche Öl lief. Ich stürmte nach draußen und fühlte an der Elektro- Winsch und diese war sehr, sehr heiß .
Wir bauten die Decke in der Küche ab und sahen das der Motor kurz vor dem Brand stand. Der Außenlack war schon verkohlt und das GFK oben drüber hatte auch schon einen dunkel braunen Fleck. Also Motor raus bauen und auf Fehlersuche gehen.
Das Ergebnis ist, das durch den Betätigungsschalter wohl Feuchtigkeit eingedrungen ist und der Motor unter Dauerstrom kam. Die Winsch hat aber nur halb gedreht weil in der Wicklung ein Draht den Motor blockiert hat. Aber Strom floss weiter Und durch die entstehende Hitze ist der Innenraum unter Rauch gesetzt worden.
Der beißende Geruch des Rauchs war das schlimmste und wir haben nun eine Woche gekämpft um wieder einen Lebensraum zu haben.
Alles abgewaschen, alle Decken Paneelen runter, denn dahinter sind die Hohlräume alle miteinander verbunden. Dort alles abwaschen und danach alles mit Alkohol reinigen. Dann haben wir alles gestrichen und lüften , lüften.
Die Sachen die rumlagen wie Kissen, Decken, Kleidung etc. musste gewaschen werden. Also einfach eine heiden Arbeit.
BrandfleckDa sieht man die BlockadeLüften
Nun sind wir soweit das es kaum noch da ist. Wenn eine Schublade aufgeht kommt etwas Geruch heraus. Aber man kann wieder auf der Alina leben. In der Dusche wo es noch am meisten riecht, habe ich Kaffee hingestellt. Kaffee frisst den Geruch. Hätte ich nie gedacht wie gut das klappt.
Jetzt kommen wir langsam wieder zur Ruhe und gehen später mit den gleichen Freunden wieder einen Kaffee trinken. Machen aber vorher den Strom-Hauptschalter aus😉😊
Da es für die Winsch nichts mehr gibt, haben wir sie auf manuell umgebaut und können dann wenn das Wetter passt trotzdem los.
Wir suchen aber sicher noch eine Lösung für die Winsch. Und ich habe alle Schalter gesichert das bei den anderen nichts passiert.
Jetzt gehe ich erst mal auf Eiersuche. 😊 Frohe Ostern nochmal 👋
Wir wollen nach Malta! Aber nicht mit dem eigenen Boot sondern mit der Fähre die hier im Hafen liegt und regelmäßig rüber rast. Denn das Wetter lässt es für uns noch nicht zu dies mit der Alina zu machen.
Ich buche für den Katamaran online unsere 25 € Karten und wir rauschen mit 30kn (was sehr sehr schnell ist) in knapp zwei Stunden rüber nach Valletta. Ein etwas schlingerndes Gefühl😊.
Auf der Fähre
Der Fährhafen ist ziemlich weg von unserer Unterkunft und so rufe ich für wenig Geld ein Uber Taxi und wir sind ratz fatz im Hotel. Da es schon sehr spät ist, denn die Fähre fährt am späten Abend hin und am sehr frühen Morgen zurück, trinken wir nur noch etwas und gehen früh ins Bett. Denn wir wollen früh raus um viel zu sehen und zu erleben. Wir bewegen uns nur mit dem Bus oder zu Fuß und das klappt wunderbar. Ein fünf Tage Ticket kommt her und das Bus-System versteht man sehr schnell.
Fortbewegungsmittel, Bus oder Boot
Auf Malta waren in der Antike schon Karthager, Römer, Byzantiner und Araber unterwegs. Später waren es die Italiener und Engländer. Seid 1964 ist Malta eigenständig und die Amtssprache ist wieder maltesisch aber auch englisch.
1530 kam der Malteserorden und dessen Kreuz ist heute das nationale Symbol der Insel.
Wir waren hauptsächlich im Norden der Insel unterwegs die zwischen Italien und Tunesien liegt.
Am meisten hat uns die wunderschöne Stadt Valletta gefallen. Wunderschöne uralte Gebäude, Festungsanlagen, prächtige Paläste, unzählige kleine Gassen, Studentenstadt, Kultur und multikulti.
Casa Rocca Picola>>
Zwei Tage haben wir uns durch sie und den three Cities treiben lassen. Sind mit dem Boot über die Buchten oder mit dem Bus dorthin gefahren.
St. John KathedraleTitus Brunnen
Haben uns den Böllerschuss um zwölf angeschaut, der schon mehr als hundert Jahre zur Uhreinstellung genutzt wird und sind durch herrliche alte Palazzos gezogen.
In der Stadt unterwegsClubhaus der Philharmoniker………Werft-BuchtStudentenviertelBöllerschuss
Echt eine empfehlenswerte Stadt.
Im Krieg wurden schwere Ketten über die Bucht gezogen damit die Feinde nicht ein marschieren konnten. Wirklich Geschichte an jeder Ecke.
Hier wurden die Ketten bedient
Außerdem waren wir in der alten Hauptstadt Mdina im Zentrum der Insel unterwegs und konnten uns herrlich in die Ritterzeit versetzen.
Eintritt nach MdinaTürklopferKirche von Mosta
Natürlich mussten auch Wanderungen dabei sein , denn nach drei Tagen Stadt brauche ich wieder Natur😁.
MarsaxlokkWanderung
Dies haben wir an der Steilküste an der Ostseite und in Marsaxlokk gemacht.
Valletta bei Nacht
Jeden Abend war der Abschluss des Tages in Valletta und diese Abende bei Livemusik und kleinen Tavernen im Studentenvierteln haben wir sehr genossen.
Valletta bei Nacht ist wirklich atemberaubend mit den alten Gebäuden die herrlich beleuchtet werden.
Kanonen als Poller
Am letzten Morgen hieß es um halb fünf aufstehen und um fünf in das Uber Taxi und ab zum Fährterminal. Denn um sechs ging es wieder in den Sonnenaufgang aus der Bucht von Valletta zurück nach Marina di Ragusa.
Abschied bei Sonnenaufgang
Es war eine herrliche Woche auf Malta. Wir haben es sehr genossen.
Nun sind wir schon drei Wochen wieder an Bord, aber gefühlt sind wir erst gestern angekommen.
Bisher haben wir die Winter mit Alina immer an Land verbracht. Dieses Leben waren wir gewohnt. Nun liegt Alina im Wasser und alles ist anders. Keine Leiter die wir immer rauf und runter müssen, oder einsame Boat Yards wo kaum jemand ist. Dies haben wir genossen aber das hier ist auch herrlich.
Hier verbringen viele Leute den gesamten Winter und fahren gar nicht nach Hause. Die Gemeinschaft ist hier sehr eng und sehr aktiv.
Für uns wäre das nichts denn die Zeit daheim empfinde ich für mich als sehr wichtig.
Wir haben einige Boote mit denen wir etwas unternehmen aber man kann eben nicht alle kennen lernen.
Schöne Wanderung mit Freunden wie Bine und Peter
Wir machen viele kleine Arbeiten oder Verbesserungen die wir uns über das Segeljahr ausgedacht haben aber genießen auch unsere Freunde von hier.
VerbesserungenDas Cover neu genäht. FERTIG!!!!
Fast jeden Abend ist jemand an Bord oder wir sind auf einem anderen Boot. Ab und zu brauche ich dann aber mal einen Abend für mich und bleibe an Bord.
Man kann jeder Zeit zum Markt, zum Supermarkt oder wir probieren Eisdielen aus die es hier im kleinen Ort reichlich gibt. Und ein Eis ist besser als das andere . Was dieses angeht sind wir im Paradies. Denn Eis konnten die Griechen wirklich nicht🤣.
Genießen
Peter ist auch oft auf anderen Booten und hilft bei technischen Problemen. So ist er eben!
Die Starkwinde sind immer noch nicht vorbei und es ist ziemlich kalt. Definitiv noch keine Segelsaison. Alle bereiten sich schon fleißig vor aber die meisten werden wohl erst im April oder Mai gehen.
Nach den großen Stürmen wird aufgeräumt
In den vergangenen drei Wochen waren wir auch auf Malta. Aber zu dieser Insel mache ich einen seperaten Beitrag. Das ist sie wirklich wert!
Am Wochenende mieten wir uns ein Auto und schauen uns im Inland etwas um. Darauf freue ich mich schon sehr.
Kalt aber wunderschön!
Bis wir wieder unterwegs sind gibt es kürzere Berichte da unser Alltag eigentlich immer gleich aussieht. Frühstück, eine Arbeit für heute, Freunde, Essen, schlafen.
Und das ist auch schön so. Abschied ist nie leicht aber jedes Ankommen an einem neuen Ort ist wie ein Neubeginn.
Und wir beginnen das Jahr mit Rom. Die Stadt die ich echt lieb gewonnen habe. Eine kosmopolitische Stadt mit einer fast 3000 Jahre alten Geschichte. Man braucht sich nur treiben lassen und findet an jeder Ecke tolle Architektur und Kunstgeschichte. Überall findet man antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum das die einstige römische Macht zeigt. Und natürlich die pompöse Vatikanstadt die die römisch-katholische Kirche beheimatet. Der Petersdom mit Sitz des Papstes, das riesige Vatikanische Museum mit der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle und den wundervollen Bildern des Michelangelos.
PantheonHochwasser am Tiber mit Engelsburganstehen zum Petersdom mit ein paar anderen😂PetersdomBlick nach 551 Stufen bis in die KuppelGrößter und ältester FriedhofKolosseumAbschieds -Aperol
Diesmal haben wir uns auch ein paar Sachen angeschaut aber meistens haben wir uns wieder treiben lassen und dabei tolle Orte entdeckt die es gefühlt an jeder Ecke gibt. Ich glaube wir sind jeden Quadratmeter erlaufen😊. Zumindest haben wir uns Abends immer so gefühlt.
Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Sizilien. Wir sind dieses mal geflogen. Ich hatte aber Angst das unser Flieger in Rom wegen dem Sturm der wieder mal über Sizilien fegte nicht startet. Aber wir starteten. Allerdings nachdem erst mal ein Reifen gewechselt werden musste🤔.
Der Pilot sagte zur Begrüßung, dass er versuchen würde dem Stark Wind zu umgehen. Oje. Was da wohl kommt?
Aber außer etwas wackeln hat er den Flieger gut in Catania auf den Boden bekommen. Gott sei Dank!
Jetzt noch mit dem Bus 2 Stunden nach Marina di Ragusa und dann haben wir es geschafft.
Wir stolpern aufs Boot, lassen alles von uns fallen, richten unser Bett und fallen todmüde hinein.
Vier Tage Großstadt ist für mich als Dorfkind anstrengend. Nun freue ich mich darauf das Boot herzurichten.
Noch ein Absacker und dann ab in die FalleFrühstück bei Mac da wir erst einkaufen müssen
Denn nächste Woche wollen wir mit der Fähre nach Malta. Aber jetzt erst mal ankommen und Freunde wiedersehen.
Unser Winter in Deutschland war sehr intensiv und ich habe es sehr genossen. Neben Familie und Freunden ist es tatsächlich die Kultur die mir sehr gefehlt hat. Ein Freund sagte zu mir als ich dies mal erwähnt habe: „Aber du hast doch jeden Tag Kultur auf deiner Reise. In jeder Ecke findet man Altertümer und uralte Geschichte.!“
Ja er hat schon Recht, aber es gibt noch andere Kultur. Die Konzerte die ich mit Freunden genießen kann, Theater , Ausstellungen in der man die Geburtssprache hört, Kino wo ich alles verstehe 😊(da war ich mehrmals, sogar ganz alleine) und einiges andere. Vieles merke ich erst, das es fehlt, wenn ich lange nicht mehr da bin.
Was war denn noch so?
Die standesamtliche Trauung von David und Nina zum Beispiel, Weihnachtsmärkte, Familie genießen bei Nikolaus (das ist der Peter 🤣), Mama zu Weihnachten holen, spontan im Garten einen Weihnachtsmarkt veranstalten, Weihnachten zelebrieren, wandern mit Freunden, Infinity in der heilig Geist Kirche erleben, Familienwochenende im Schwarzwald, die liebe Schwester am Rhein besuchen und an unserer Geburts-Heimat vorbei spazieren.
Trauung Nikolaus (Peter)Wanderung mit FreundenMit Mama unterwegsEnkel bobbelnUnser…WeihnachtsmarktWeihnachten mit allen❤️Die neue Familie genießenWerkeln mit den EnkelnMit Schwesterchen in der Heimat
Und immer wieder sorgenvoll das Wetter bei der Alina beobachten.
Denn es zogen viele Stürme und Gewitter durch. Besonders dirty Harry machte uns Sorgen. Dieser Cyclon sollte bis zu 16m hohe Wellen aus Osten bringen. Jemand nannte es den 50iger Jahre Schwell (Wellen).
Denn die Wellen hatten 1300km um sich aufzubauen und nichts würde sie bremsen. Es war enorm! Der Meeresspiegel stieg noch dazu und ließ alles mit voller Wucht auf die Küste prallen. Es ist im armen Sizilien und anderen Regionen, viel zerstört worden. Auch von den noch folgenden Stürmen. Aber um es kurz zu machen, wir haben einen guten Hafen ausgewählt.
Hier ist nichts passiert und wir hatten auch einen lieben Freund der immer nach unserem Bötchen geschaut hat.
Es tobtSaharastaub im AnmarschVielerorts …..sieht es so ausDas Strandlokal ist zerstört und mit Sand gefülltDer nächste Sturm ist im Anmarsch
Im Ort selber sind die Lokale auf dem Strand zerstört worden. Sie waren zwar ungefähr 300 m vom Wasser entfernt aber dieses kam bis an die Promenade hoch und hat alles mit Sand gefüllt.
Gemeinsam sind die Boat-Leute zum aufräumen an den Strand gegangen. Man hilft sich gegenseitig und das ist in dieser Notlage auch sehr wichtig.
Es hat auch sehr viel geregnet. Und dieser Regen hat den Sahara-Sand auf alles gelegt. Wiedermal ist alles orange.
Wir mussten alles aus der Ferne mitmachen. Und ich weiß echt nicht was besser ist. Zittern vor Ort oder in der Ferne wenn man sich sehr hilflos fühlt.
Nun geht es aber wieder nach Sizilien. Die Pakete für DHL sind losgeschickt und wir sitzen auf dem Weg nach Rom im Flieger. Wir freuen uns schon sehr, wollen aber erst noch mal Rom genießen. Eine wirklich tolle Stadt.
Wir sind nun schon eine Weile zuhause und der Alltag kehrt wieder ein. Einerseits geht das viel zu schnell und zu intensiv, und andererseits ist es schön diesen Alltag wieder erleben zu dürfen.
1. Großeinkauf denn die Schränke sind leer 🙂
Ich habe es ja schon erwähnt das wir in der Ferne ein paar Probleme gehabt haben. Da möchte ich etwas näher drauf eingehen.
Dazu muss ich kurz erwähnen das die Alina das erste Mal seid wir sie haben über Winter im Wasser bleibt. Denn in Italien ist es nicht üblich das das Schiff an Land überwintert und darum gibt es auch nicht so viele Möglichkeiten.
Die Alina liegt aber in einem sicheren Hafen mit einer guten Segler Gemeinschaft. Und das ist auch gut so wie wir bitter erleben durften.
Ich war mit meinem Enkel bei seinem ersten Lauf auf dem Hockenheimring als ich beim gehen feststellen musste das ein Segler Freund mehrfach versucht hat mich zu erreichen.
Da es aber im Stadion so laut war habe ich nichts mitbekommen.
So schnell wie möglich melde ich mich bei ihm und erfahre das auf der Alina, 2000km von uns entfernt ein Alarm brüllt. Was für ein Schock! Was denn nun? Was kann es sein
Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf.
Schnell ist herausgefunden das Wasser im Boot ist und der Wasseralarm den ich überall montiert habe, schreit. Unser Segler Freund muss tief ins Innere der Alina krabbeln um dann auf Anfrage von mir, fest zu stellen, das es Süßwasser ist.
Mir fällt ein Stein vom Herzen. Kein Salzwasser! Die Ventile die wir noch kurz vorm gehen gewechselt haben sind dicht. Absaufen werden wir dann wohl nicht denn die Trinkwassertanks haben wir vorm gehen geleert.
Was kann es aber sein!
Unser Freund schaut nach den Fenstern da ich vermutet habe das vielleicht was eingeklemmt ist und nach den dauernden Gewittern dort, Wasser eindringt.
Dem war nicht ganz so, aber fast🤔
Unser Freund stellt fest das in Peters Bad das Fenster auf ist und die Gewitter ungebremst eindringen konnten. Er schließt es und macht sogar alles trocken damit über Winter nichts schimmelt. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet und werden wenn wir wieder dort sind auch gemeinsam was tolles machen. Danke dir, Dirk.
Nun können wir mit einem guten Gefühl hier in der Heimat unseren Winter verbringen, die Natur genießen und auch schon wieder ans zurückfahren denken.
Garten ist wieder aufgeräumtWaldspaziergängeHinterm Haus der schöne KraichgauWinterimpressionen
Ich nähe, soweit es mit meinen Vorlagen geht, ein neues Cover für unser Dingi. Die Schablonen und das alte Cover habe ich hier, aber dennoch ist es irgendwie, wie blind nähen.
Das wird hoffentlich ein neues Cover
Ich kann vieles fertig machen aber nicht alles. Dafür brauche ich dann das Dingi zum genauen anpassen. Aber ich bin guter Dinge. Wird schon! Die Nähmaschine muss dann halt mit nach Italien😁.
Nach vier Wochen merke ich, das auch unsere Alina meine Heimat ist, nur eben anders. Ich vermisse sie schon. Aber die Zeit geht sehr schnell rum.
Ich mache jetzt meine Winterpause und melde mich im Februar wieder wenn es zurück zur Alina geht.
Vielleicht bringe ich Peter dazu auch mal etwas zum Abschluss zu schreiben. Ich mache mir aber nicht so viel Hoffnung.
Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2026
Auguro a tutti un felice Natale e un felice anno nuovo 2026.🎄
Heimat, das sind die Menschen, die man kennt, die man Verwandte, Nachbarn und Freunde nennt. Heimat, das ist die Sprache, die man spricht, die man hört, liest und versteht wie ein Gedicht. Heimat, das sind der Hof, das Haus und die Räume, das sind das Feld, die Wiese, der Garten, die Bäume. Heimat, das sind die Wälder, die Berge und die Quellen, das sind die Bäche, die Ufer und der Flüsse Wellen. Heimat, das ist der Ort, seine Straßen und Brücken, das sind die Blumen, die wir am Wegrand pflücken. Heimat, das ist die Luft, die wir atmen, das ist die Sonne, das Licht der Sterne, das ist unsere Erde, die Nähe und die Ferne. Heimat, das ist was wir lieben, ist all das Vertraute, was unser Vorfahr hier einst erbaute. Heimat, das ist die Vergangenheit, von der unsere Mütter und Väter berichten, in vielen alten und fernen Geschichten. Heimat, das ist die Gegenwart mit Freude und Sorgen, das ist unserer Kinder leuchtendes morgen. Heimat, das ist wo wir wirken, schaffen und streben, das ist wo wir lieben, leiden und leben. Heimat, viele Wege führen von dir hinaus, aber alle führen einmal zurück nach Haus. (Arnold Scherner)
Nun sind wir schon einige Zeit Zuhause und ich genieße es sehr. Freunde besuchen, Kinder und Enkelkinder bobbeln, Familie treffen, ins Kino gehen, Konzerte besuchen, wandern, den riesigen Garten in Ordnung bringen, und das Theater besuchen. Und ich kann dies immer tuen wann ich es will, und das ist das schönste.
Die Alina liegt sicher in Marina di Ragusa im Wasser. Das erste mal seid wir sie haben und das erste mal das wir Probleme in der Ferne haben. Aber Dank ganz lieber Menschen die ein Auge auf sie haben, haben wir davon erfahren.
Unsere diesjährige Route 216 Tage und 10280km. Dies ist Polarstep und dort sieht man immer wo wir ganz aktuell sind.
Ich habe mich wahnsinnig auf Italien gefreut. Die tolle Mentalität, das schöne Singsang der italienischen Sprache, Familie über alles, „Dolce Vita“ und „Bella Figura“, Pizza, Pasta, Eis und viel Geschichte. Und das ist auch so wie ich es mir vorgestellt habe.
Von Griechenland kommend sind wir um den gesamten Stiefel bis nach Rom hoch in den Norden gesegelt.
Hier bin ich schon irgendwie an meine Grenzen herangetreten. Keine Buchten in denen wir uns vor den Wellen und Winden retten konnten. Für eine ruhige Nacht mussten wir uns in Häfen flüchten und diese sind in Italien wahnsinnig teuer. Lagen wir mal in einer Bucht konnten wir nicht an Land denn die allgegenwärtigen Lidos (das sind Strandabschnitte die durch Liegen und Sonnenschirm Vermieter, bewirtschaftet werden) ließen es nicht zu das wir unser Dingi an den Strand legten um dann zu wandern oder einfach nur einkaufen zu gehen.
Jedes Fleckchen der Küste ist in ihren Händen. Oft haben wir gehört;“No,No! Privat“
So konnten wir vom Landesinnere nicht wahnsinnig viel kennen lernen und auch die Menschen wahren weit weg und nicht erreichbar. Das war echt schade!
Auf den Inseln, wie Liparische Inseln, Procida, Ischia, Ventutene, Ponza, Sardinien und Sizilien war es besser. Dort waren wir auch bei tollen Wanderungen unterwegs. Capri haben wir ausgelassen da es uns wirklich zu voll war.
Die Inseln haben wir sehr genossen, da es einfach wieder Buchten gab in denen wir gut schlafen konnten und wir so auch mehr Kontakt zu anderen Seglern hatten. Das Land mit seinen Menschen ist echt toll! Nur das maritime Italien gefällt mir nicht so besonders.
Italien ist ein Motorboot Land. Je größer das Boot desto besser und einflussreicher bin ich. Wenn der Italiener was darstellen will besitzt er es. Es gibt nur Stopp oder Vollgas. Die Häfen sind überfüllt und überteuert und leider lernt man sie nicht kennen da die wenigsten , gefühlt keiner, Englisch spricht.
Auf der Festland Seite fühlte ich mich manchmal wie eine Aussätzige die man nicht haben will die aber sooo gerne den Menschen dort kennen lernen möchte. Denn das ist das einzig wichtige! Die Begegnungen! Denn die Küste ist immer wieder traumhaft schön aber ziemlich ähnlich. Auf dieser Seite sind kaum ausländische Segler unterwegs und die Italiener die da sind können sich eben nicht verständigen.
Viele glauben, wir leben im Paradies und einen Traum. Doch dieser Traum kann auch zum Horror Film werden und ist in der meisten Zeit sehr anstrengend. Wenn wir nicht an Land kommen ist das auch für uns nicht gut. Wir brauchen Bewegung, Begegnungen, verschiedene Persönlichkeiten und Begebenheiten um uns wohl zu fühlen. Und ohne diese wird unsere kleine Alina für uns immer kleiner und enger.
Ich brauche es, das ich an Land gehen kann wann ich will sonst fühle ich mich eingesperrt. Und das war sehr oft so! Ich hatte oft den Gedanken, aufzuhören. So möchte ich das nicht. Ich mag das Land kennen lernen. Die Menschen. Und das Boot ist nur unser Fortbewegungsmittel!!
Das hat dieses Jahr gar nicht geklappt. Wir sind hauptsächlich gesegelt. Es fühlte sich oft an wie das abhaken eines neuen Ortes und dann weiter.
Das lag aber auch daran das wir mehr als 700 Seemeilen zurücklegen mussten um Besuch zu einem geplanten Termin aufzunehmen. Und das bereitet eben sehr viel Stress. Ein anderer Besuch meldete sich und sagte:“Hey ich bin jetzt da ich könnte morgen an Bord kommen.“ Einfach perfekt. 👏 Nur so machen wir es jetzt in Zukunft. Denn ich mag einfach nicht mehr hetzen.
Seglerisch ist das Tyrrhenische Meer sehr anspruchsvoll. Trotzdem hatten wir öfter wunderbare Segel Phasen und dann wieder sehr anstrengende.
Durch das enger werden an Bord habe ich gelernt das es wichtig ist seinen eigenen Raum zu behalten. Seine eigenen Aufgaben und Themen. Ich hatte zwischen drin das Gefühl das dieser Raum immer kleiner für mich wird. Das meine Persönlichkeit verschwindet wie in einem Vakuum. Meine Geschichten werden übernommen, meine Themen und Meinungen. Gibt es mich noch? Oder bin ich nur noch Partner von…? Wie war noch der Name ? , Marina oder Martina?
Im letzten Drittel der Saison haben wir viele liebe Menschen kennengelernt und es hat die Einsamkeit in manchen Abschnitten, wieder wett gemacht. Jede Geschichte ist besonders und ich genieße es sie zu hören.
Das Maritime Italien. Nun wie soll ich das beschreiben?
Die Lido Situation habe ich ja schon erwähnt. Gefühlt hat jeder Italiener ab dem Mittelstand ein Boot oder mietet sich eins. Zum Wochenende wird das Eigentum dann am Freitag Abend auf Hochglanz gebracht und am Samstag morgen geht es dann aus dem Hafen. Mit den vielen Mietbooten zusammen. Dann legt man sich vor den Hafen oder einer eventuellen Bucht, wirft den Anker und hängt dort den ganzen Tag ab um Abends wieder in den Hafen zu fahren. Das wiederholt sich am Sonntag.
So entsteht am Wochenende eine richtige Rush Our in der alle Boote unterwegs sind und Wellen, zum Beispiel vor der Amalfiküste, entstehen, die so hoch und unangenehm sind wie zu einem richtigen Sturm. Ist das Wetter nicht gut, sprich höhere Wellen oder Wind und Gewitter , verbringen sie den Tag genauso, nur eben im Hafen.🤣
Die Menschen die wir kennenlernen durften waren wahnsinnig freundlich und wir haben uns immer wohlgefühlt. Besonders in den einfachen Arbeiterstädten, ich nenne sie „ehrliche Stadt“, war es toll.
Um mal zum Ende zu kommen. Italien ist immer eine Reise wert. Aber lieber von Land her erkunden. 😉😁
Das ist mein persönliches Empfinden über dieses Jahr. Das kann beim Peter ganz anders sein. Ich versuche ihn zu überreden das er sein eigenes Resümee‘ schreibt. Mal sehen.
Wir beschließen auf der Heimreise einen Stopp in Rom einzulegen. Früh morgens geht es mit dem Bus los.
Ätna
Was wir nicht wussten, es ist wieder einmal ein „heiliges Jahr und steht unter dem Leitwort -Pilger der Hoffnung.“
Das heißt für uns, die Stadt ist zum bersten voll. Denn an diesem Wochenende ist großes Treffen der Synodal-Teams und Beteiligungsorgane. Die kommen dann nicht in kleinen Gruppen sondern Busse weise. Ich weiß nicht wie viele Menschen zu Besuch waren ,aber ich kann sagen es waren einige.
Für das gesamte heilige Jahr werden ca. 32-45 Millionen Pilger erwartet.
Es ist aber nicht schlimm. Wir beschließen in keine großen Sehenswürdigkeiten zu gehen da die Schlangen der Wartenden enorm sind. Wir lassen uns einfach durch die Stadt treiben und lernen wunderschöne Ecken von Rom kennen.
Hier hat der Herbst auch schon begonnen und lässt die Bäume in wunderschönen Farben leuchten.
Petersplatz mit Domein paar Menschen ....auf dem Weg zum PetersdomEngelsburg + BrückeKleines CafeNavona BrunnenPiazza di NavonaDas können nur die Italiener: Eis!
Wir entdecken natürlich tolle Kirchen und Plätze mit Brunnen aber auch ganz kleine bezaubernde Cafes wo sich kein Pilger hin verirrt.
Spanische Treppe von untenSpanische Treppe mit ein paar anderen 😂Trevi BrunnenRom am AbendTriumpf-BogenCircus MaximusPause im Park der Villa BorghesePiazza del PopoloPalazzo Barberini
Nach drei Nächten steigen wir in den Frecciarossa und fliegen mit dem roten Pfeil über Mailand nach Hause.