Die Überfahrt beginnt mit Schwachwind und Para und Endet bei knapp 18kn, hohen Wellen und Para. Das heißt wir waren schnell aber die See war sehr ruppig.

Elba gehört zur Toskana und ist die größte des Archipels. Es gibt tolle Sandstrände, malerische Granitfelsen, alte Eisenerzgruben und Bergdörfer, dicht an dicht.





Wir waren 2 Wochen hier und ich werde jetzt nicht jede einzelne Bucht erwähnen. Wir haben die Insel umrundet und verstehen das sie sehr beliebt ist.


Der westliche Teil ist geprägt vom höchsten Berg Monte Capanne (1019m) auf den wir natürlich auch hoch wandern wollen. Aber es ist einfach zu heiß. Wir liegen vor der Marciana Marina vor Anker und beschließen mit dem Bus zum Berg zu fahren. Und fahren mit der ungewöhnlichen Cabinovia (Bergbahn) bis zum Gipfel denn auch oben im Bergdorf ist es über 30°C und zum wandern ungeeignet. Ist schon ein mulmiges Gefühl in einem offenen Käfig zu steigen und 30m, 18 Minuten lang über dem Grund zu schweben.





Auf diesem Gipfel soll im Winter auch mal Schnee liegen, was ich mir heute absolut nicht vorstellen kann. Regen fällt hier im Winter und Frühjahr scheins genug denn die Insel ist toll bewaldet und überall grün von Kork-und Steineichen. Wir haben eine tolle Sicht über die ganze Insel und in der Ferne sieht man sogar Korsika.
Hoffen wir das die sommerlichen Feuer weg bleiben!



Die Ostseite wurde früher vom Bergbau dominiert. Schon die Etrusker bauten hier Eisen ab und 1981 wurde die letzte Grube geschlossen. Sie ist flacher, und überall findet man alte Gruben mit den rostroten Halden. Hier wurde auch Magnetit gefördert und darum sollte man sich nicht 100%ig auf seinen Magnetkurs verlassen sondern auch mit den Augen navigieren. 😉
Hier liegt auch der Hauptort Portoferreio. Wir ankern in der Bucht und wollen uns die Stadt genauer anschauen denn dies ist der wichtigste Hafen von Elba.
Die Altstadt wird von zwei Festungshügeln dominiert die die Stadt im 16. Jahrhundert vor den Korsen erfolgreich verteidigten. Auch wenn man in den Hafen einfährt wirkt es wie eine Riesen Festung. Echt schön.





Wir wollen hoch über die Altstadt und uns das Haus eines berühmten Bewohners anschauen. Napoleon Bonaparte!
Er war hier 10 Monate mit einer Gefolgschaft im Exil und regierte Elba in dieser Zeit als eigenes Fürstentum.
Das Museum ist leider geschlossen aber wir sehen so auch genug.
Marina di Campo ist ein großer Ferienort mit Riesen Stränden, aber wir können nicht bleiben da der Wind ungünstig ist. So verlegen wir uns in die Bucht von Porto Azzurro.
Hier versuchen wir dann doch mal zu wandern. Wir stehen sehr früh auf und machen uns auf den Weg zu einer Kirche in den Bergen und vielleicht zum Croce (Kreuz) ganz oben. Es ist echt schön aber auch am Morgen einfach schon zu heiß. Also lassen wir das Kreuz auf dem Gipfel aus und wandern nach der Besichtigung der Kirche wieder zurück nach Azzurro. Dieser Ort gefällt uns super gut. Hier sind wir wegen den Winden auch zweimal. Eine echt süße Stadt mit einer großen Piazza auf dem Ende Juli und den ganzen August immer wieder Konzerte und andere Vorstellungen sind. Wir fahren mit dem Bus ins Bergdorf lernen in der Bucht ein nettes Pärchen kennen mit denen wir mit einem Englisch-Italienisch und deutsch Mix sehr viel Spaß haben.






Wir genießen hier unseren 33. Hochzeitstag und die Ferien Atmosphäre.






Es ist wirklich eine tolle Insel mit vielen gut ausgewiesenen Wanderwegen, Mountainbike Routen, Tauchspots, Kajak Routen etc. Aber ich würde sagen nicht im Juni,Juli,August. Da ist es einfach zu heiß.
Durch das größte umfassendste Meeresschutzgebiet in Europa ist das Wasser einfach herrlich kristallklar und man kann Wale und Delfine sehen.
Uns sagt aber nun der Wind das es weiter gehen muss denn es kommt ein starker Mistral aus dem Rhone Gebiet und dann wird es hier sehr ungemütlich.
Wirklich eine schöne Insel!
Wegen des Mistrals geht es ans Festland und nicht nach Korsika zurück.
