Malta

Wir wollen nach Malta! Aber nicht mit dem eigenen Boot sondern mit der Fähre die hier im Hafen liegt und regelmäßig rüber rast. Denn das Wetter lässt es für uns noch nicht zu dies mit der Alina zu machen.

Ich buche für den Katamaran online unsere 25 € Karten und wir rauschen mit 30kn (was sehr sehr schnell ist) in knapp zwei Stunden rüber nach Valletta. Ein etwas schlingerndes Gefühl😊.

Auf der Fähre

Der Fährhafen ist ziemlich weg von unserer Unterkunft und so rufe ich für wenig Geld ein Uber Taxi und wir sind ratz fatz im Hotel. Da es schon sehr spät ist, denn die Fähre fährt am späten Abend hin und am sehr frühen Morgen zurück, trinken wir nur noch etwas und gehen früh ins Bett. Denn wir wollen früh raus um viel zu sehen und zu erleben. Wir bewegen uns nur mit dem Bus oder zu Fuß und das klappt wunderbar. Ein fünf Tage Ticket kommt her und das Bus-System versteht man sehr schnell.

Auf Malta waren in der Antike schon Karthager, Römer, Byzantiner und Araber unterwegs. Später waren es die Italiener und Engländer. Seid 1964 ist Malta eigenständig und die Amtssprache ist wieder maltesisch aber auch englisch.

1530 kam der Malteserorden und dessen Kreuz ist heute das nationale Symbol der Insel.

Wir waren hauptsächlich im Norden der Insel unterwegs die zwischen Italien und Tunesien liegt.

Am meisten hat uns die wunderschöne Stadt Valletta gefallen. Wunderschöne uralte Gebäude, Festungsanlagen, prächtige Paläste, unzählige kleine Gassen, Studentenstadt, Kultur und multikulti.

Zwei Tage haben wir uns durch sie und den three Cities treiben lassen. Sind mit dem Boot über die Buchten oder mit dem Bus dorthin gefahren.

Haben uns den Böllerschuss um zwölf angeschaut, der schon mehr als hundert Jahre zur Uhreinstellung genutzt wird und sind durch herrliche alte Palazzos gezogen.

Echt eine empfehlenswerte Stadt.

Im Krieg wurden schwere Ketten über die Bucht gezogen damit die Feinde nicht ein marschieren konnten. Wirklich Geschichte an jeder Ecke.

Außerdem waren wir in der alten Hauptstadt Mdina im Zentrum der Insel unterwegs und konnten uns herrlich in die Ritterzeit versetzen.

Natürlich mussten auch Wanderungen dabei sein , denn nach drei Tagen Stadt brauche ich wieder Natur😁.

Dies haben wir an der Steilküste an der Ostseite und in Marsaxlokk gemacht.

Jeden Abend war der Abschluss des Tages in Valletta und diese Abende bei Livemusik und kleinen Tavernen im Studentenvierteln haben wir sehr genossen.

Valletta bei Nacht ist wirklich atemberaubend mit den alten Gebäuden die herrlich beleuchtet werden.

Am letzten Morgen hieß es um halb fünf aufstehen und um fünf in das Uber Taxi und ab zum Fährterminal. Denn um sechs ging es wieder in den Sonnenaufgang aus der Bucht von Valletta zurück nach Marina di Ragusa.

Abschied bei Sonnenaufgang

Es war eine herrliche Woche auf Malta. Wir haben es sehr genossen.

Bordleben im Hafen

Nun sind wir schon drei Wochen wieder an Bord, aber gefühlt sind wir erst gestern angekommen.

Bisher haben wir die Winter mit Alina immer an Land verbracht. Dieses Leben waren wir gewohnt. Nun liegt Alina im Wasser und alles ist anders. Keine Leiter die wir immer rauf und runter müssen, oder einsame Boat Yards wo kaum jemand ist. Dies haben wir genossen aber das hier ist auch herrlich.

Hier verbringen viele Leute den gesamten Winter und fahren gar nicht nach Hause. Die Gemeinschaft ist hier sehr eng und sehr aktiv.

Für uns wäre das nichts denn die Zeit daheim empfinde ich für mich als sehr wichtig.

Wir haben einige Boote mit denen wir etwas unternehmen aber man kann eben nicht alle kennen lernen.

Wir machen viele kleine Arbeiten oder Verbesserungen die wir uns über das Segeljahr ausgedacht haben aber genießen auch unsere Freunde von hier.

Fast jeden Abend ist jemand an Bord oder wir sind auf einem anderen Boot. Ab und zu brauche ich dann aber mal einen Abend für mich und bleibe an Bord.

Man kann jeder Zeit zum Markt, zum Supermarkt oder wir probieren Eisdielen aus die es hier im kleinen Ort reichlich gibt. Und ein Eis ist besser als das andere . Was dieses angeht sind wir im Paradies. Denn Eis konnten die Griechen wirklich nicht🤣.

Genießen

Peter ist auch oft auf anderen Booten und hilft bei technischen Problemen. So ist er eben!

Die Starkwinde sind immer noch nicht vorbei und es ist ziemlich kalt. Definitiv noch keine Segelsaison. Alle bereiten sich schon fleißig vor aber die meisten werden wohl erst im April oder Mai gehen.

In den vergangenen drei Wochen waren wir auch auf Malta. Aber zu dieser Insel mache ich einen seperaten Beitrag. Das ist sie wirklich wert!

Am Wochenende mieten wir uns ein Auto und schauen uns im Inland etwas um. Darauf freue ich mich schon sehr.

Kalt aber wunderschön!

Bis wir wieder unterwegs sind gibt es kürzere Berichte da unser Alltag eigentlich immer gleich aussieht. Frühstück, eine Arbeit für heute, Freunde, Essen, schlafen.

Die Reise beginnt

Und das ist auch schön so. Abschied ist nie leicht aber jedes Ankommen an einem neuen Ort ist wie ein Neubeginn.

Und wir beginnen das Jahr mit Rom. Die Stadt die ich echt lieb gewonnen habe. Eine kosmopolitische Stadt mit einer fast 3000 Jahre alten Geschichte. Man braucht sich nur treiben lassen und findet an jeder Ecke tolle Architektur und Kunstgeschichte. Überall findet man antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum das die einstige römische Macht zeigt. Und natürlich die pompöse Vatikanstadt die die römisch-katholische Kirche beheimatet. Der Petersdom mit Sitz des Papstes, das riesige Vatikanische Museum mit der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle und den wundervollen Bildern des Michelangelos.

Diesmal haben wir uns auch ein paar Sachen angeschaut aber meistens haben wir uns wieder treiben lassen und dabei tolle Orte entdeckt die es gefühlt an jeder Ecke gibt. Ich glaube wir sind jeden Quadratmeter erlaufen😊. Zumindest haben wir uns Abends immer so gefühlt.

Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Sizilien. Wir sind dieses mal geflogen. Ich hatte aber Angst das unser Flieger in Rom wegen dem Sturm der wieder mal über Sizilien fegte nicht startet. Aber wir starteten. Allerdings nachdem erst mal ein Reifen gewechselt werden musste🤔.

Der Pilot sagte zur Begrüßung, dass er versuchen würde dem Stark Wind zu umgehen. Oje. Was da wohl kommt?

Aber außer etwas wackeln hat er den Flieger gut in Catania auf den Boden bekommen. Gott sei Dank!

Jetzt noch mit dem Bus 2 Stunden nach Marina di Ragusa und dann haben wir es geschafft.

Wir stolpern aufs Boot, lassen alles von uns fallen, richten unser Bett und fallen todmüde hinein.

Vier Tage Großstadt ist für mich als Dorfkind anstrengend. Nun freue ich mich darauf das Boot herzurichten.

Denn nächste Woche wollen wir mit der Fähre nach Malta. Aber jetzt erst mal ankommen und Freunde wiedersehen.

Unser Winter Zuhause

Es geht wieder los! Wir sind wieder unterwegs!

Unser Winter in Deutschland war sehr intensiv und ich habe es sehr genossen. Neben Familie und Freunden ist es tatsächlich die Kultur die mir sehr gefehlt hat. Ein Freund sagte zu mir als ich dies mal erwähnt habe: „Aber du hast doch jeden Tag Kultur auf deiner Reise. In jeder Ecke findet man Altertümer und uralte Geschichte.!“

Ja er hat schon Recht, aber es gibt noch andere Kultur. Die Konzerte die ich mit Freunden genießen kann, Theater , Ausstellungen in der man die Geburtssprache hört, Kino wo ich alles verstehe 😊(da war ich mehrmals, sogar ganz alleine) und einiges andere. Vieles merke ich erst, das es fehlt, wenn ich lange nicht mehr da bin.

Was war denn noch so?

Die standesamtliche Trauung von David und Nina zum Beispiel, Weihnachtsmärkte, Familie genießen bei Nikolaus (das ist der Peter 🤣), Mama zu Weihnachten holen, spontan im Garten einen Weihnachtsmarkt veranstalten, Weihnachten zelebrieren, wandern mit Freunden, Infinity in der heilig Geist Kirche erleben, Familienwochenende im Schwarzwald, die liebe Schwester am Rhein besuchen und an unserer Geburts-Heimat vorbei spazieren.

Und immer wieder sorgenvoll das Wetter bei der Alina beobachten.

Denn es zogen viele Stürme und Gewitter durch. Besonders dirty Harry machte uns Sorgen. Dieser Cyclon sollte bis zu 16m hohe Wellen aus Osten bringen. Jemand nannte es den 50iger Jahre Schwell (Wellen).

Denn die Wellen hatten 1300km um sich aufzubauen und nichts würde sie bremsen. Es war enorm! Der Meeresspiegel stieg noch dazu und ließ alles mit voller Wucht auf die Küste prallen. Es ist im armen Sizilien und anderen Regionen, viel zerstört worden. Auch von den noch folgenden Stürmen. Aber um es kurz zu machen, wir haben einen guten Hafen ausgewählt.

Hier ist nichts passiert und wir hatten auch einen lieben Freund der immer nach unserem Bötchen geschaut hat.

Im Ort selber sind die Lokale auf dem Strand zerstört worden. Sie waren zwar ungefähr 300 m vom Wasser entfernt aber dieses kam bis an die Promenade hoch und hat alles mit Sand gefüllt.

Gemeinsam sind die Boat-Leute zum aufräumen an den Strand gegangen. Man hilft sich gegenseitig und das ist in dieser Notlage auch sehr wichtig.

Es hat auch sehr viel geregnet. Und dieser Regen hat den Sahara-Sand auf alles gelegt. Wiedermal ist alles orange.

Wir mussten alles aus der Ferne mitmachen. Und ich weiß echt nicht was besser ist. Zittern vor Ort oder in der Ferne wenn man sich sehr hilflos fühlt.

Nun geht es aber wieder nach Sizilien. Die Pakete für DHL sind losgeschickt und wir sitzen auf dem Weg nach Rom im Flieger. Wir freuen uns schon sehr, wollen aber erst noch mal Rom genießen. Eine wirklich tolle Stadt.

Weit weg

Wir sind nun schon eine Weile zuhause und der Alltag kehrt wieder ein. Einerseits geht das viel zu schnell und zu intensiv, und andererseits ist es schön diesen Alltag wieder erleben zu dürfen.

1. Großeinkauf denn die Schränke sind leer 🙂

Ich habe es ja schon erwähnt das wir in der Ferne ein paar Probleme gehabt haben. Da möchte ich etwas näher drauf eingehen.

Dazu muss ich kurz erwähnen das die Alina das erste Mal seid wir sie haben über Winter im Wasser bleibt. Denn in Italien ist es nicht üblich das das Schiff an Land überwintert und darum gibt es auch nicht so viele Möglichkeiten.

Die Alina liegt aber in einem sicheren Hafen mit einer guten Segler Gemeinschaft. Und das ist auch gut so wie wir bitter erleben durften.

Ich war mit meinem Enkel bei seinem ersten Lauf auf dem Hockenheimring als ich beim gehen feststellen musste das ein Segler Freund mehrfach versucht hat mich zu erreichen.

Da es aber im Stadion so laut war habe ich nichts mitbekommen.

So schnell wie möglich melde ich mich bei ihm und erfahre das auf der Alina, 2000km von uns entfernt ein Alarm brüllt. Was für ein Schock! Was denn nun? Was kann es sein

Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf.

Schnell ist herausgefunden das Wasser im Boot ist und der Wasseralarm den ich überall montiert habe, schreit. Unser Segler Freund muss tief ins Innere der Alina krabbeln um dann auf Anfrage von mir, fest zu stellen, das es Süßwasser ist.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Kein Salzwasser! Die Ventile die wir noch kurz vorm gehen gewechselt haben sind dicht. Absaufen werden wir dann wohl nicht denn die Trinkwassertanks haben wir vorm gehen geleert.

Was kann es aber sein!

Unser Freund schaut nach den Fenstern da ich vermutet habe das vielleicht was eingeklemmt ist und nach den dauernden Gewittern dort, Wasser eindringt.

Dem war nicht ganz so, aber fast🤔

Unser Freund stellt fest das in Peters Bad das Fenster auf ist und die Gewitter ungebremst eindringen konnten. Er schließt es und macht sogar alles trocken damit über Winter nichts schimmelt. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet und werden wenn wir wieder dort sind auch gemeinsam was tolles machen. Danke dir, Dirk.

Nun können wir mit einem guten Gefühl hier in der Heimat unseren Winter verbringen, die Natur genießen und auch schon wieder ans zurückfahren denken.

Ich nähe, soweit es mit meinen Vorlagen geht, ein neues Cover für unser Dingi. Die Schablonen und das alte Cover habe ich hier, aber dennoch ist es irgendwie, wie blind nähen.

Ich kann vieles fertig machen aber nicht alles. Dafür brauche ich dann das Dingi zum genauen anpassen. Aber ich bin guter Dinge. Wird schon! Die Nähmaschine muss dann halt mit nach Italien😁.

Nach vier Wochen merke ich, das auch unsere Alina meine Heimat ist, nur eben anders. Ich vermisse sie schon. Aber die Zeit geht sehr schnell rum.

Ich mache jetzt meine Winterpause und melde mich im Februar wieder wenn es zurück zur Alina geht.

Vielleicht bringe ich Peter dazu auch mal etwas zum Abschluss zu schreiben. Ich mache mir aber nicht so viel Hoffnung.

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2026

Auguro a tutti un felice Natale e un felice anno nuovo 2026.🎄

Heimat

Heimat, das sind die Menschen,
die man kennt, die man
Verwandte, Nachbarn und
Freunde nennt.
Heimat, das ist die Sprache, die
man spricht, die man hört, liest
und versteht wie ein Gedicht.
Heimat, das sind der Hof, das
Haus und die Räume, das sind das
Feld, die Wiese, der Garten, die
Bäume.
Heimat, das sind die Wälder, die
Berge und die Quellen, das sind
die Bäche, die Ufer und der Flüsse
Wellen.
Heimat, das ist der Ort, seine
Straßen und Brücken, das sind die
Blumen, die wir am Wegrand
pflücken.
Heimat, das ist die Luft, die wir
atmen, das ist die Sonne, das Licht
der Sterne, das ist unsere Erde, die
Nähe und die Ferne.
Heimat, das ist was wir lieben, ist
all das Vertraute, was unser
Vorfahr hier einst erbaute.
Heimat, das ist die Vergangenheit,
von der unsere Mütter und Väter berichten, in
vielen alten und fernen
Geschichten.
Heimat, das ist die Gegenwart mit
Freude und Sorgen, das ist
unserer Kinder leuchtendes
morgen.
Heimat, das ist wo wir wirken,
schaffen und streben, das ist wo
wir lieben, leiden und leben.
Heimat, viele Wege führen von
dir hinaus, aber alle führen einmal
zurück nach Haus.
(Arnold Scherner)

Nun sind wir schon einige Zeit Zuhause und ich genieße es sehr. Freunde besuchen, Kinder und Enkelkinder bobbeln, Familie treffen, ins Kino gehen, Konzerte besuchen, wandern, den riesigen Garten in Ordnung bringen, und das Theater besuchen. Und ich kann dies immer tuen wann ich es will, und das ist das schönste.

Die Alina liegt sicher in Marina di Ragusa im Wasser. Das erste mal seid wir sie haben und das erste mal das wir Probleme in der Ferne haben. Aber Dank ganz lieber Menschen die ein Auge auf sie haben, haben wir davon erfahren.

Aber darüber mehr im nächsten Blog.

Gaeta,

ist für uns zuerst einmal ein Zufluchtsort denn über Ventotene geht ein Starkwind Feld und wir suchen einen Ort der uns etwas Schutz bietet. Das bedeutet 30 Seemeilen Richtung Festland segeln. Diese Strecke ist etwas besonderes für uns denn wir sehen zwei junge Finnwale. Erst denken wir, es ist ein verloren gegangener Container und das Wasserblasen wird durch die Wellen verursacht. Aber dann können wir es genau erkennen. Einfach magisch. Die Tiere sind eine ganze Weile an der Wasseroberfläche und lassen sich einfach treiben. Als aber ein Motorboot angerauscht kommt tauchen sie ab und wir sehen die großen Fluken wie sie vor dem Abtauchen in die Höhe gehen. Echt ein Wow-Moment. Mit Walen habe ich hier nun gar nicht gerechnet aber scheinbar gibt es in dieser Gegend ein Schutzgebiet. Außerdem sehen wir viele jagende Tunfische die von unserem Köder aber leider nichts wissen wollen😥.Und am Ende des Tages besuchen uns noch Delfine. Was für ein Segeltag.

Wir haben vorher noch nie etwas von Gaeta gehört und sind schon beeindruckt als wir an diesem riesen Felsen vorbeisegeln auf dem das Castello Angioino-Aragonese steht.

Gaeta liegt genau zwischen Rom und Neapel und wir können uns dort vor dem Hafen in die Bucht legen. Dieser Bereich bietet uns genügend Schutz. Wir nutzen die Zeit und gehen mal wieder größer einkaufen, können in der Marina die Waschmaschinen nutzen und mal die Bettwäsche und die Handtücher durch waschen. Alles wird mal wieder klar Schiff gemacht.

Abends sind wir dann in der Stadt unterwegs denn dann werden die Temperaturen langsam erträglich.

Im mittelalterlichen Stadtkern lassen wir uns über viele Treppen und engen Gassen hoch zur Kirche San Francesco treiben. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über den Golf von Gaeta.

Unten im Hafenviertel steht der Dom von Gaeta mit seinem charakteristischen Glockenturm.Die Altstadt ist sehr lebendig und wir genießen es sehr hier zu sein.

An einem Tag wandern wir den Monte Orlando rauf. Wir wollten wegen der Hitze eigentlich früh los aber es wurde doch wieder zwölf Uhr🤣.

Dort oben liegt eine der schönsten Sehenswürdigkeiten, die Montagna Spaccata = gespaltener Berg. Der Legende nach soll sich der Fels bei der Kreuzigung Christi gespalten haben. Dort liegt nun die Wallfahrtskirche aus dem 15. Jahrhundert und ist ein bekanntes Pilgerziel. Zur Grotta del Turco geht es über Treppen zu einer wunderschönen Meeresgrotte. Aber leider haben wir Pech und es ist alles zu.

Also wandern wir weiter zum Mausoleum auf dem Gipfel, das aber leider wegen Restaurationsarbeiten zu ist 😏. Irgendwie haben wir Pech.

Über einen schönen Weg laufen wir zurück in die Stadt, genießen ein Eis und gehen an Bord kochen. Wir sehen mal wieder ein Löschflugzeug, denn im Umland von Gaeta brennt es. Aber er schafft es bis Sonnenuntergang, und das Feuer ist aus.

Da der Wind uns immer noch zu stark ist, bleiben wir noch etwas und besuchen das Castello.

Der eine Teil wird heute von der Gardia Finanzia als Seeschule verwendet. Den anderen Teil besichtigen wir. Ein Teil gab es schon seid dem 6.-7. Jahrhundert und wurde über die vielen Jahrhunderte ständig erweitert oder umgebaut.

Von 1881 – 1990 !! wurde es als Militärgefängnis für Kriegsdienstverweigerer und politische Häftlinge benutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden hier auch die beiden Nazioffiziere Walter Reder, der für das Massaker von Marzabote verantwortlich war und Herbert Kappler der federführend beim Massenmord in Rom von 335 Menschen war, eingesperrt.

Den beiden ging es aber nicht schlecht, sie hatten ein Apartment und andere Häftlinge die für sie arbeiten mussten. Obwohl sie ein vielfaches an Lebenslang bekommen hatten, kamen sie Mitte der siebziger frei und konnten in ihre Heimat zurück. Man munkelt es ist Geld geflossen damit sie diese Privilegien haben können.

Da wird mir ganz schlecht und ich habe mich als Deutsche bei diesen Äußerungen echt nicht wohl gefühlt. Schlimm kann ich nur sagen!

Danach lassen wir uns wieder durch die Altstadt treiben.

Nach ein paar Tagen geht es dann aber weiter denn der Wind stimmt für Ponza.

Neapel

Wir legen uns in die große Bucht direkt vor die Altstadt und neben das Castel dell’ Ovo.

Mir ist schon etwas mulmig vor dieser riesigen Stadt. Sie ist mit fast einer Millionen Einwohner die drittgrößte von Italien und wir liegen mit unserer kleinen Alina direkt davor.

Erst mal müssen wir versuchen an Land zu kommen das ist hier in Italien ja leider nicht so einfach.

Wir fahren mit dem Dingi in den Yachthafen und werden erst mal freundlich verjagt. Privat!

Also fahren wir an eine Mauer die nach Stadthafen aussieht. Hier kann aber auch jeder hin!

Aber uns bleibt gar nichts übrig und wir müssen dieses Risiko in Kauf nehmen.

Wir lassen uns treiben. Erst an der Promenade mit seinen Straßenmusikern und dann biegen wir in die Stadt ab.

Diese ist wirklich sehenswert. Lebendig und etwas chaotisch aber liebenswert. Hier leben die einfachen Leute die stolz auf ihren Fußballverein sind der zum 4. mal Meister wurde. Und sie zeigen auch überall das sie Maradona und ihre Stars, vergöttern.

Überall hängt noch der Festschmuck

In ihrer lebendigen Atmosphäre hat Neapel auch eine lange Geschichte und viele Sehenswürdigkeiten.

Wir lassen uns durch das Centrum Storico treiben das zum UNESCO_Weltkulturerbe gehört, wandern die Himmelsleiter hoch zum Castel Sant’ Elmo und genießen auf dem Weg nach unten eine selbstgemachte Zitronenlimonade und dann die Altstadt.

Wir schauen in die Galleria Umberto und sind von der Baukunst total geflasht.

Wir kommen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei wie das Castel Nuovo, das Teatro di San Carlo und die Basilika San Francesco mit seinem großen Platz davor.

Neapel hat seinen Reiz und viel Energie. Mir hat es sehr gut gefallen da sie sehr ehrlich wirkt.

Am ersten Tag war auch alles gut als wir zum Dingi zurück kamen.

Nur am zweiten Tag hatte man uns an einem Teil des Bodens die Luft abgelassen. Aber das waren wohl eher spielende Kinder vermute ich.

Wir genießen die Stadt sehr und sind aber dann auch froh weiter zu ziehen. Nun ist das Wochenende vorbei und man kann es wagen nach Ischia zu segeln. Denn am Wochenende ist es wie überall brutal voll.

PS.

Leider sind ein paar Bilder verloren gegangen denn mein Handy ist leider doch kaputt gegangen. Von wegen wasserdich 😥

Amalfiküste

In Agropoli freuen wir uns auf unseren Besuch. Ute, Elia und Jochen kommen an Bord und wollen uns eine Woche begleiten. Ich mache mir lange Gedanken welche Route wohl am besten ist da hier in Italien die Strecken immer recht lang sind.

Wir entscheiden uns darauf rüber zur Amalfiküste zu segeln denn das wäre eine lange Strecke am Anfang mit sehr ruhigen Bedingungen und dann wären es kürzere Etappen die Küste entlang.

Aber leider zeigt sich schon unterwegs das der Besuch nicht Seefest ist. Da steckt man nicht drin und es kann leider jeden erwischen. Auf der Fahrt über den Golf von Salerno können wir einiges noch durch Ablenkung minimieren aber angekommen an der Amalfiküste leider nicht mehr.

Hier ist es aber auch extrem. Hunderte Boote fahren die Küste rauf und runter und verursachen durch ihr Tempo hohe Wellen die uns meistens am Anker von der Seite erwischen. Und das ist sehr unangenehm. Auch für uns ist das nicht schön denn die Italiener lieben Motorboote und schnelles fahren. Und es ist auch noch Wochenende. Es kommt also alles zusammen.

Die Mädels gehen von Bord an den Strand und überlegen was sie machen wollen. Wieder an Bord ist die Entscheidung gefallen. Sie verlassen uns leider wieder, müssen aber noch eine Nacht aushalten bis sie im Hafen von Arechi wieder an Land gehen. Sie haben eine nette Unterkunft in den Bergen gefunden und werden sogar am Hafen abgeholt, genießt jetzt die gemeinsamen Tage.

Schade für euch, aber das kann jedem so gehen. Es war aber auch sehr heftig!

Wir segeln dann wieder die Amalfiküste entlang und legen uns in Minori an die Boje. Ein sehr netter Ort neben Amalfi. Der Ort ist sehr schön ruhig und wir können mit dem Bus ins überlaufene Amalfi fahren. Es sind nur 10 Minuten die aber ein paar graue Haare verursachen denn die Straße ist sehr eng und der Bus saust nur so dahin.

Als wir in die Stadt laufen entdecken wir die drei Baiertaler und erkunden somit zusammen das Städtchen Amalfi mit seiner tollen Kathedrale und dem besonderen Zitronensorbet.

Nachdem wir uns Abends wieder getrennt haben gehen wir wieder mit dem Bus zurück nach Minori.

Wir wollen noch etwas trinken und lernen dabei die Amerikaner Carmela und Mark kennen die wir auf ihrer Linda Lee schon ein paar mal gesehen haben.

Es wird ein sehr netter Abend und wir alle bemerken erst auf dem Wassertaxi zu unseren Booten das es ziemlich wild in der Bucht zugeht. Die Boote hüpfen so das wir kaum übersteigen können.

Die Nacht wird sehr unruhig und wir gehen recht früh am Morgen von der Boje weg.

Wir fahren die Amalfiküste entlang um die Landzunge von Sorrento herum und genießen den Anblick der Amalfi Küste. Auf der anderen Seite suchen wir eine ruhige Bucht in der wir erst mal etwas bleiben.

Das Problem hier in Italien für uns Segler ist das ans Land kommen. Jeder Strandabschnitt ist ein Lido und somit privat. Da dürfen wir nicht anlanden. Die Häfen wollen es in der Regel auch nicht.

Also was tun.

Da wir eine Wanderung machen wollen beschließen wir an Land zu schwimmen . Wir stecken alles in wasserfeste Säcke und dann los. Das klappt sehr gut und wir haben eine schöne Zeit an Land.

Das zurückschwimmen ist gegen den Wind etwas anstrengender, geht aber auch gut, nur merke ich das in die eine Tasche mit dem Handy Wasser eingedrungen ist. So ein Mist! Ich spüle es gleich mit Süßwasser und trockne es gut. Noch mache ich mir keine Sorgen. Es funktioniert noch alles👍

Am nächsten Morgen beschließen wir nach Neapel zu segeln da der Wind gut dafür ist.

Da wir im Winter mit dem Zug nach Hause fahren, lassen wir Sorrent mit Pompei jetzt aus und machen es dann wenn es kühler ist.

Also auf in die Großstadt Neapel.

Festland Italien

Tropea bis Agropoli

Nach dem Erlebnissen der Vulkane legen wir uns in die Nähe von Tropea in die Bucht. Eine wunderschöne alte Stadt die auf den Felsklippen gebaut ist. Hier bleiben wir etwas und verlegen uns Tags drauf nochmal näher zur Stadt.

Wir fahren mit dem Dinghi in den Hafen, machen dort fest und wandern zur Oberstadt zu einem Supermarkt. Es ist ziemlich weit aber uns tut diese Bewegung gut.

Als wir zurückkommen ist unser Dinghi weg! Der Schreck ist sehr groß, wir sind geschockt. Wir fragen einen jungen Mann in der Nähe ob er was gesehen hat. Er vermutet mit einem verschmitzten Lächeln, das es der Hafenmeister bestimmt geholt hat. Wir sollen mal zum Hafenbüro gehen und dort fragen. Das Büro ist auf der ganz anderen Seite des großen Hafens und wir müssen einen weiten Weg dorthin zurücklegen.

Im Büro bestätigen sie, das sie das Schlauchboot haben und belehren uns das man nicht einfach in den Hafen darf, der wäre Privat. Wir müssen 25 € dafür bezahlen.Ich erkläre das es ja nur kurz, und wir nur einkaufen waren. Er drückt noch mal ein Auge zu und lässt uns springen.

Abends machen wir es dann korrekt. Wir funken rein und fragen an und bezahlen unseren Betrag und können so ohne schlechtes Gewissen die Stadt genießen.

Hier ist die rote Zwiebel berühmt (Cipolle) und wir müssen natürlich ein Gericht mit dieser Knolle essen 🤣.

Eine tolle Stadt mit der vorgelagerten Kirche Santa Maria dell’Isola.

Tags drauf geht es weiter.

Wir bewegen uns die Kalabrische Küste hoch, essen das berühmte Tartufo-Eis in Pizzo, und wollen Richtung Maratea zur schwebenden Madonna auf dem Berg.

Doch bei einem Zwischenstopp bei Torre Sant Nicola, einem tollen Felsbogen, müssen wir Nachts flüchten da sich in die enge Bucht noch ein Pole gelegt hat und plötzlich wahnsinniger Schwell in die Bucht kommt.

Wir wurden wie ein Ping-Pong Ball hin und her geschmissen. Um halb eins in der Nacht haben wir uns entschieden zu flüchten. Es war untragbar. Draußen haben wir erst überlegt wie es weiter geht. Uns bleibt keine Wahl wir müssen über Nacht langsam über diese große Bucht segeln damit wir auf der anderen Seite im hellen ankommen. Gesagt getan!

Da ich hellwach bin habe ich Peter ins Bett geschickt und bin in die Nacht gesegelt. Auch aus der Ferne kann man in der Nacht die schwebende Madonna von Maratea sehr gut sehen.

Irgendwann höre ich immer wieder lautes prusten. Im Mondschein bemerke ich das uns eine große Gruppe Delfine ( die Alina) in die Mitte genommen haben. Fast so als würden wir dazugehören. Total magisch aber auch etwas gruselig. Als der Wind weg ist und ich den Motor anmache, verschwinden die Tiere und ich sehe sie nicht mehr.

Kurz vor Sonnenaufgang wecke ich Peter und gehe selber ins Bett. Um sieben sind wir in dem kleinen Ort Scario. Werfen den Anker und gehen erst mal schlafen.

Ein wirklich netter Ort. Schade das wir nicht noch was bleiben können aber am 13.6. müssen wir in Agropoli sein. Denn wir bekommen Besuch. Und das ist nicht mehr lange hin so das wir schon genau planen müssen.

Doch Palinuro bleiben wir noch etwas in der „ Guten Schlaf“ Bucht. Denn diese ist wirklich toll zum schnorcheln und wir können super schlafen. Wir wandern zum Ort, sind mit dem SUP unterwegs und geniessen eine neue Seglerbekanntschaft.

Aber bald müssen wir los um nach Agropoli zu segeln.