Im Porto Turistico Marina di Ragusa (ja, ein sehr langer Name😁) sind viele Segler die hier den Winter verbringen. So lernen wir viele nette Leute kennen mit denen wir viel Spaß haben.
Beim gemeinsamen spielen, Eis essen gehen, wandern, grillen oder zusammen Musik machen.
Ausflug zum Strand und zu den DünenGemeinsames grillen dortMusik machenFreunde treffen
Es gibt viele Gelegenheiten etwas zusammen zu machen. Auch die Hilfe die von Peters Fachwissen ausgeht, ist immer gerne gesehen und genutzt.
Wir machen aber auch immer wieder schöne Ausflüge ins Hinterland oder die Küste entlang.
Palast Donnafugata……aus dem 14.Jahrhundert……mit dazugehörigem Hof,Weingut und Käserei……tollem Park mit Labyrint……und uraltem Baumbestand.Alte GräberHier wurde früher in Höhlen gewohntScicli mit Cavalkata…= feierlicher ReiterzugAusflug ins Zentrum von SizilienEnna
Mit Freunden wandern und den Frühling genießen.
Patronsfest von RagusaAlles strömt zusammenBrot ersteigert
Zwischen drin werden kleinere Arbeiten gemacht und das Boot ist nun fertig für die Weiterfahrt.
Teak PflegeSo geht es von Bord und unser Drahtesel im Hintergrund
Aber das Wetter lässt es noch nicht wirklich zu um zu starten. Also genießen wir einfach noch unsere letzten Tage im Hafen. Denn der schlimme Abschied kommt noch früh genug. Denn fast alle gehen Richtung Griechenland und nur zwei Boote, wo wir es wissen gehen Richtung Nordwesten.
Also Richtung Sardinien, Korsika und Festland Frankreich/Spanien.
Sizilien finde ich sehr schön. Es ist hier im Süden sehr landwirtschaftlich geprägt. Aber leider auch viel Plastik- Gewächshäuser ( Mare Plastico ).
Aber auch die Geschichte hat diese Ecke geprägt. Dies zeige ich einfach mal mit Fotos.
Erst mal wünsche ich allen frohe Ostern, auf das ihr einen wunderschönen Tag habt.
Heute möchte ich mal erklären warum es etwas ruhig um uns war.
Wir liegen immer noch in unserem Winterhafen aus verschiedenen Gründen. Ich weiß nicht ob man das in Deutschland registriert. Im Mittelmeerraum aber auch auf dem Atlantik spielt irgendwie alles verrückt. Wir sind gefühlt am südlichsten Punkt von Europa und es schneit in den höheren Lagen von Sizilien. Auf dem Ätna liegt Meterhoch der Schnee und es kommt immer wieder neuer Schnee dazu. Hier stürmt es unentwegt und es regnet sehr viel. Somit haben wir natürlich keine Lust schon weiter zu segeln. Gut das wir eine Heizung haben.😁 Ein kleines Fenster öffnet sich am Dienstag nach Ostern vielleicht das sich aber schon wieder am Freitag mit stürmischen Winden aus Osten verabschiedet. Und wenn wir am Dienstag starten, wären wir auf der Ostseite von Sizilien relativ Schutzlos. Also werden wir wohl noch warten müssen. Wir werden sehen.
Höhere Lagen
Aber warum ich eigentlich aktuell schreibe ist dieser.
Letzte Woche wäre unsere Alina fast abgefackelt!
Wir waren mit Freunden am Sonntagmittag einen Kaffee trinken. Plötzlich zog es mich wieder zurück zum Boot und wir brachen auf.
Als ich die Luke zum Niedergang öffnete kam mir dichter, beißender Geruch entgegen. Peter schaltete sofort den Hauptschalter aus und ich riss alle Fenster auf. Nach kurzer Suche sah ich das von der Decke der Küche Öl lief. Ich stürmte nach draußen und fühlte an der Elektro- Winsch und diese war sehr, sehr heiß .
Wir bauten die Decke in der Küche ab und sahen das der Motor kurz vor dem Brand stand. Der Außenlack war schon verkohlt und das GFK oben drüber hatte auch schon einen dunkel braunen Fleck. Also Motor raus bauen und auf Fehlersuche gehen.
Das Ergebnis ist, das durch den Betätigungsschalter wohl Feuchtigkeit eingedrungen ist und der Motor unter Dauerstrom kam. Die Winsch hat aber nur halb gedreht weil in der Wicklung ein Draht den Motor blockiert hat. Aber Strom floss weiter Und durch die entstehende Hitze ist der Innenraum unter Rauch gesetzt worden.
Der beißende Geruch des Rauchs war das schlimmste und wir haben nun eine Woche gekämpft um wieder einen Lebensraum zu haben.
Alles abgewaschen, alle Decken Paneelen runter, denn dahinter sind die Hohlräume alle miteinander verbunden. Dort alles abwaschen und danach alles mit Alkohol reinigen. Dann haben wir alles gestrichen und lüften , lüften.
Die Sachen die rumlagen wie Kissen, Decken, Kleidung etc. musste gewaschen werden. Also einfach eine heiden Arbeit.
BrandfleckDa sieht man die BlockadeLüften
Nun sind wir soweit das es kaum noch da ist. Wenn eine Schublade aufgeht kommt etwas Geruch heraus. Aber man kann wieder auf der Alina leben. In der Dusche wo es noch am meisten riecht, habe ich Kaffee hingestellt. Kaffee frisst den Geruch. Hätte ich nie gedacht wie gut das klappt.
Jetzt kommen wir langsam wieder zur Ruhe und gehen später mit den gleichen Freunden wieder einen Kaffee trinken. Machen aber vorher den Strom-Hauptschalter aus😉😊
Da es für die Winsch nichts mehr gibt, haben wir sie auf manuell umgebaut und können dann wenn das Wetter passt trotzdem los.
Wir suchen aber sicher noch eine Lösung für die Winsch. Und ich habe alle Schalter gesichert das bei den anderen nichts passiert.
Jetzt gehe ich erst mal auf Eiersuche. 😊 Frohe Ostern nochmal 👋
Wir wollen nach Malta! Aber nicht mit dem eigenen Boot sondern mit der Fähre die hier im Hafen liegt und regelmäßig rüber rast. Denn das Wetter lässt es für uns noch nicht zu dies mit der Alina zu machen.
Ich buche für den Katamaran online unsere 25 € Karten und wir rauschen mit 30kn (was sehr sehr schnell ist) in knapp zwei Stunden rüber nach Valletta. Ein etwas schlingerndes Gefühl😊.
Auf der Fähre
Der Fährhafen ist ziemlich weg von unserer Unterkunft und so rufe ich für wenig Geld ein Uber Taxi und wir sind ratz fatz im Hotel. Da es schon sehr spät ist, denn die Fähre fährt am späten Abend hin und am sehr frühen Morgen zurück, trinken wir nur noch etwas und gehen früh ins Bett. Denn wir wollen früh raus um viel zu sehen und zu erleben. Wir bewegen uns nur mit dem Bus oder zu Fuß und das klappt wunderbar. Ein fünf Tage Ticket kommt her und das Bus-System versteht man sehr schnell.
Fortbewegungsmittel, Bus oder Boot
Auf Malta waren in der Antike schon Karthager, Römer, Byzantiner und Araber unterwegs. Später waren es die Italiener und Engländer. Seid 1964 ist Malta eigenständig und die Amtssprache ist wieder maltesisch aber auch englisch.
1530 kam der Malteserorden und dessen Kreuz ist heute das nationale Symbol der Insel.
Wir waren hauptsächlich im Norden der Insel unterwegs die zwischen Italien und Tunesien liegt.
Am meisten hat uns die wunderschöne Stadt Valletta gefallen. Wunderschöne uralte Gebäude, Festungsanlagen, prächtige Paläste, unzählige kleine Gassen, Studentenstadt, Kultur und multikulti.
Casa Rocca Picola>>
Zwei Tage haben wir uns durch sie und den three Cities treiben lassen. Sind mit dem Boot über die Buchten oder mit dem Bus dorthin gefahren.
St. John KathedraleTitus Brunnen
Haben uns den Böllerschuss um zwölf angeschaut, der schon mehr als hundert Jahre zur Uhreinstellung genutzt wird und sind durch herrliche alte Palazzos gezogen.
In der Stadt unterwegsClubhaus der Philharmoniker………Werft-BuchtStudentenviertelBöllerschuss
Echt eine empfehlenswerte Stadt.
Im Krieg wurden schwere Ketten über die Bucht gezogen damit die Feinde nicht ein marschieren konnten. Wirklich Geschichte an jeder Ecke.
Hier wurden die Ketten bedient
Außerdem waren wir in der alten Hauptstadt Mdina im Zentrum der Insel unterwegs und konnten uns herrlich in die Ritterzeit versetzen.
Eintritt nach MdinaTürklopferKirche von Mosta
Natürlich mussten auch Wanderungen dabei sein , denn nach drei Tagen Stadt brauche ich wieder Natur😁.
MarsaxlokkWanderung
Dies haben wir an der Steilküste an der Ostseite und in Marsaxlokk gemacht.
Valletta bei Nacht
Jeden Abend war der Abschluss des Tages in Valletta und diese Abende bei Livemusik und kleinen Tavernen im Studentenvierteln haben wir sehr genossen.
Valletta bei Nacht ist wirklich atemberaubend mit den alten Gebäuden die herrlich beleuchtet werden.
Kanonen als Poller
Am letzten Morgen hieß es um halb fünf aufstehen und um fünf in das Uber Taxi und ab zum Fährterminal. Denn um sechs ging es wieder in den Sonnenaufgang aus der Bucht von Valletta zurück nach Marina di Ragusa.
Abschied bei Sonnenaufgang
Es war eine herrliche Woche auf Malta. Wir haben es sehr genossen.
Nun sind wir schon drei Wochen wieder an Bord, aber gefühlt sind wir erst gestern angekommen.
Bisher haben wir die Winter mit Alina immer an Land verbracht. Dieses Leben waren wir gewohnt. Nun liegt Alina im Wasser und alles ist anders. Keine Leiter die wir immer rauf und runter müssen, oder einsame Boat Yards wo kaum jemand ist. Dies haben wir genossen aber das hier ist auch herrlich.
Hier verbringen viele Leute den gesamten Winter und fahren gar nicht nach Hause. Die Gemeinschaft ist hier sehr eng und sehr aktiv.
Für uns wäre das nichts denn die Zeit daheim empfinde ich für mich als sehr wichtig.
Wir haben einige Boote mit denen wir etwas unternehmen aber man kann eben nicht alle kennen lernen.
Schöne Wanderung mit Freunden wie Bine und Peter
Wir machen viele kleine Arbeiten oder Verbesserungen die wir uns über das Segeljahr ausgedacht haben aber genießen auch unsere Freunde von hier.
VerbesserungenDas Cover neu genäht. FERTIG!!!!
Fast jeden Abend ist jemand an Bord oder wir sind auf einem anderen Boot. Ab und zu brauche ich dann aber mal einen Abend für mich und bleibe an Bord.
Man kann jeder Zeit zum Markt, zum Supermarkt oder wir probieren Eisdielen aus die es hier im kleinen Ort reichlich gibt. Und ein Eis ist besser als das andere . Was dieses angeht sind wir im Paradies. Denn Eis konnten die Griechen wirklich nicht🤣.
Genießen
Peter ist auch oft auf anderen Booten und hilft bei technischen Problemen. So ist er eben!
Die Starkwinde sind immer noch nicht vorbei und es ist ziemlich kalt. Definitiv noch keine Segelsaison. Alle bereiten sich schon fleißig vor aber die meisten werden wohl erst im April oder Mai gehen.
Nach den großen Stürmen wird aufgeräumt
In den vergangenen drei Wochen waren wir auch auf Malta. Aber zu dieser Insel mache ich einen seperaten Beitrag. Das ist sie wirklich wert!
Am Wochenende mieten wir uns ein Auto und schauen uns im Inland etwas um. Darauf freue ich mich schon sehr.
Kalt aber wunderschön!
Bis wir wieder unterwegs sind gibt es kürzere Berichte da unser Alltag eigentlich immer gleich aussieht. Frühstück, eine Arbeit für heute, Freunde, Essen, schlafen.
Und das ist auch schön so. Abschied ist nie leicht aber jedes Ankommen an einem neuen Ort ist wie ein Neubeginn.
Und wir beginnen das Jahr mit Rom. Die Stadt die ich echt lieb gewonnen habe. Eine kosmopolitische Stadt mit einer fast 3000 Jahre alten Geschichte. Man braucht sich nur treiben lassen und findet an jeder Ecke tolle Architektur und Kunstgeschichte. Überall findet man antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum das die einstige römische Macht zeigt. Und natürlich die pompöse Vatikanstadt die die römisch-katholische Kirche beheimatet. Der Petersdom mit Sitz des Papstes, das riesige Vatikanische Museum mit der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle und den wundervollen Bildern des Michelangelos.
PantheonHochwasser am Tiber mit Engelsburganstehen zum Petersdom mit ein paar anderen😂PetersdomBlick nach 551 Stufen bis in die KuppelGrößter und ältester FriedhofKolosseumAbschieds -Aperol
Diesmal haben wir uns auch ein paar Sachen angeschaut aber meistens haben wir uns wieder treiben lassen und dabei tolle Orte entdeckt die es gefühlt an jeder Ecke gibt. Ich glaube wir sind jeden Quadratmeter erlaufen😊. Zumindest haben wir uns Abends immer so gefühlt.
Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Sizilien. Wir sind dieses mal geflogen. Ich hatte aber Angst das unser Flieger in Rom wegen dem Sturm der wieder mal über Sizilien fegte nicht startet. Aber wir starteten. Allerdings nachdem erst mal ein Reifen gewechselt werden musste🤔.
Der Pilot sagte zur Begrüßung, dass er versuchen würde dem Stark Wind zu umgehen. Oje. Was da wohl kommt?
Aber außer etwas wackeln hat er den Flieger gut in Catania auf den Boden bekommen. Gott sei Dank!
Jetzt noch mit dem Bus 2 Stunden nach Marina di Ragusa und dann haben wir es geschafft.
Wir stolpern aufs Boot, lassen alles von uns fallen, richten unser Bett und fallen todmüde hinein.
Vier Tage Großstadt ist für mich als Dorfkind anstrengend. Nun freue ich mich darauf das Boot herzurichten.
Noch ein Absacker und dann ab in die FalleFrühstück bei Mac da wir erst einkaufen müssen
Denn nächste Woche wollen wir mit der Fähre nach Malta. Aber jetzt erst mal ankommen und Freunde wiedersehen.