Wir wollen uns mit Freunden treffen also geht es weiter. Doch im Golf von Lyon-oder auch Löwengolf, ist es nach unserem Empfinden gar nicht so einfach einen passenden Hafen zu finden. Und in einen Hafen müssen wir da es hier keinen Schutz gibt und wir bei den jetzigen Witterungsbedingungen leider nicht ankern können. Wir entschließen uns nach Gruissan zu gehen. Der Hafen liegt in einem Etang (Binnensee) und hat nur eine gesicherte Tiefe von 2,5m. Unser Tiefgang ist 1,95m und uns ist ziemlich mulmig als wir dort hinein fahren. Aber es ist alles gut markiert und überhaupt kein Problem. Ich habe mir wieder unnötig Sorgen gemacht.
Als wir fest sind melden wir uns gleich bei Conny und Friedhelm die von unserm Nachbardorf daheim kommen und die Winzer unseres Vertrauens waren. Die beiden sind seid über 25 Jahren in dieser Gegend im Urlaub und kennen jede Ecke hier.
Sie kommen zum Frühstück an Bord und nehmen sich dann unendlich viel Zeit um uns hier die Gegend zu zeigen. Wir sind in der Region Languedoc-Roussillon die von Weinbergen, alten Städten, Altertum bis ins Mittelalter und natürlich Genuss und Entspannung, geprägt ist. Hier kommen die Seealpen bis ans Meer und bringen den ständig stark wehenden Wind mit. Außerdem wird hier die Region von den vielen Binnenseen (Etangs) mit seinen Kanälen geprägt die im Mittelalter sehr wichtig für den Handel waren.
Heute sehen wir eigentlich nur Hausboote die an den Platanen bewachsenen Kanälen bis an den Atlantik oder bis nach Koblenz fahren könnten.
Wir gehen nach dem Regen in den Ort und schauen uns den Etang mal von oben an.




Eine sehr schöne Landschaft. Da wir aber fast weggeblasen werden steigen wir ins Auto und fahren nach Narbonne in der Region Okzitanien.
Narbonne hatte durch den Canal de la Robine Anschluss an den Canal du Midi und somit auch einen Hafen zum Mittelmeer. Außerdem führte hier die Via Domitia durch. Die erste Römerstraße in Gallien. Und somit entwickelte sich hier die erste römische Kolonie.
Dort schauen wir uns die unvollendete Kathedrale an und laufen etwas in der Altstadt herum.







Friedhelm erzählt viel aus dieser Gegend. Es ist unheimlich interessant. Wir genießen es sehr. Beeindruckend fand ich die einzige Häuserbrücke aus römischen Ursprungs.
Die beiden laden uns zu sich ein und wir grillen lecker.
Am nächsten Tag geht es nach Beziers. Wir laufen zur Kathedrale hoch, lassen uns treiben und finden sogar eine sehr nette Brauerei. Bewundern die Kanalbrücke und die Schleusentreppe Fonseranes aus dem 18. Jahrhundert mit ihren 9 Schleusen.












Zum Abschluss gehen wir in der alten Markthalle essen. Es war eine wunderbare Zeit mit euch beiden. Ihr habt euch so viel Mühe gegeben und diese Region nahe zu bringen. Und ihr habt es geschafft. Ich kann nur sagen , ihr habt einen tollen Ort für eure Zufluchtszeit gefunden.
Am Hafen müssen wir uns leider verabschieden. Danke noch mal für alles.
Für uns geht es am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang weiter. Der nächste Mistral kündigt sich an und wir wollen soweit aus dem Löwengolf wie es geht.










Mit Zwischenstopp in einer schönen Buchten geht es dann in schnellen Schritten nach Spanien.