Familie (deswegen etwas kürzer da privat😉)

Die Hochzeit von Nina und David steht kurz bevor und wir haben es rechtzeitig nach Castellammare di Golfo geschafft.

Hier lassen wir das Boot die nächsten 7 Tage in der Obhut des Hafenmeisters. Am ersten Tag im Hafen plane ich die Fahrt nach Palermo zum Flughafen. Wir können mit dem Bus fahren. Leider sehr früh und 45Min. zu laufen. Aber das ist kein Problem für uns. Das sind wir gewohnt.

Nur wenn wir wieder zum Boot wollen wird es etwas blöd. Denn der letzte Bus ist nach unserer Landung schon weg. Ich frage den Hafenmeister ob er jemanden kennt der uns dann abholen würde. Und ja er kennt jemanden. So können wir mit gutem Gefühl los. Der Bus startet zwar an einer anderen Stelle, aber wir haben Glück wir kommen auch dort rechtzeitig an.

Bis Rom ist dann alles perfekt nur unser Autovermieter macht wiedermal Probleme. Der Standort des Shuttles stimmt nicht und auch der Name der Firma nicht. So suchen wir ewig am Flughafen Rom nach dem Shuttle und kommen somit zu spät an der Station an. Dort sagt man uns das es unser Auto nicht mehr gibt, da es nur eine Stunde länger zur Verfügung gestellt wird. Obwohl ich mehrmals angerufen und Bescheid gegeben habe. So müssen wir ein größeres nehmen und natürlich drauf bezahlen. „Ein nagelneuer Fiat 600, sagt die Person ganz stolz. Ach und bevor ich es vergesse der Wagen muss innen und außen sauber wieder gebracht werden.“

What? Wie soll das denn gehen?

„Nun, Sie können aber auch 14€ für die Reinigung bezahlen.“😮.

Ich fasse es nicht. Immer ein neuer Trick.

Aber egal. Wir haben das Auto und können zu Hochzeit nach Orvieto fahren.

Zur Hochzeit halte ich mich zurück. Denn das ist einfach Privat. Der Ort, ein Weingut, ist ein Traum und die Feier genauso. Auch wenn uns das Wetter ärgert und wir ins Haus flüchten müssen, so ist es rund herum ein tolles Fest. Vielleicht auch deswegen!

Es ist schön mitfeiern zu dürfen. Und die Rede eines Freundes zur Trauzeremonie, war einfach der Hammer. Wir hatten eine tolle Zeit!

Danke euch beiden! Es war eine perfekte Hochzeit.

Danach fuhren wir mit Anja, Lukas, Lira und Lio noch vier Tage in die schöne Toskana. Haben Thermalbäder besucht, sind wandern gegangen und haben einfach die Familie genossen.

Wir haben einfach eine tolle Familie mit euch sechs. Wir sind sehr stolz und glücklich euch zu haben. Danke das es euch gibt.

Die Rückreise lief ohne Probleme. Sogar unser privater Shuttle zum Hafen war pünktlich da. Ein perfekter Abschluss.

Der Alina erging es auch gut und es war alles in Ordnung als wir ankamen. Das Paket mit den Ersatzteilen war auch im Hafen und so konnten wir dann in der nächsten Bucht loslegen.

Aber dazu später.

Cefalu + Palermo

Alina ist wieder komplett! Das Groß-Segel ist wieder am Mast und wir segeln gemütlich nach Cefalu. Wir sind etwas vorsichtig😊und gehen ins erste Reff. Nicht das wieder etwas passiert.🤔

Was ich nicht glaube, da er alle Nähte nach genäht hat.

Es sind noch hohe Wellen unterwegs aber es geht. Nach einer rolligen Nacht in einer Bucht haben wir super Wind und segeln mit dem Para nach Cefalu. Wir entscheiden uns aber kurzfristig nicht in den Hafen zu gehen sondern auf die andere Seite der Stadt in die Bucht. Denn der Wind steht voll in den Hafen und da ist es auf der anderen Seite viel ruhiger.

Wir lassen uns durch die tolle Altstadt von Cefalu treiben, essen Eis auf den Treppen des Domes ( ein Juwel mit dem glitzernden goldenen Mosaik), besichtigen den historischen Waschplatz,“Lavatoio Medievale“ und wandern auf den 270m hohen Rocca von Cefalu der über die Stadt wacht. Auf dem Weg dorthin blüht die Natur und auch die riesigen Kakteen. Oben auf dem Felsen gibt es einen über 2000 Jahre alten vorrömischen Tempel (Tempio di Diana). Schon beeindruckend. Wir picknicken auf dem großen Plateau mit einer sagenhaften Aussicht auf die Stadt und die Bucht mit Alina.

Irgendwann ist es aber Zeit weiter zu segeln denn der Termin der Hochzeit ruft.

Aber erst entdecken wir noch Palermo denn da wurde das leckere Eis erfunden. Wir bleiben drei Tage und lassen uns durch diese riesige Stadt treiben. Es ist viel los. Denn jeden Tag liegen zwei Cruiser im Hafen und schütten die Menschen aus. Außer Sonntags, da sind die Italiener aus dem Umland unterwegs😁.

Wir wandern quer durch die Stadt zum Kapuzinerkloster um uns die 2000 Mumien aus dem 16. – 20 Jahrhundert an zu schauen. Etwas gruselig aber doch beeindruckend.

Das ist ein muss aber ab dort lassen wir uns durch die fünftgrößte Stadt Italiens mit seinen über 50000 Studenten treiben.

Die Stadt ist auch wegen seiner Street Food Tradition bekannt und gibt dieser dadurch einen tollen Fair den wir auch sehr genießen und auskosten.

Wir besuchen den großen Brunnen „Fontana Pretoria.

Dieser war ursprünglich von einer privaten Villa beauftragt worden. Landete aber in der Stadt und wurde dort sehr skandalös gesehen, da alle Figuren nackt sind. Heute haben sich die Gemüter beruhigt aber der Beiname,“Brunnen der Schande (Fontana della Vergogna) ist bis heute geblieben.

Die wunderschöne Kathedrale Maria Santissima, das Teatro Massimo und die Kreuzung Quattro Canti (vier Ecken) haben uns begeistert. Besonders das letztere. Dort haben wir gerne verweilt da immer wunderschöne Straßenmusik gespielt wurde. Eigentlich hat er acht Ecken mit einer ausgeprägten Symbolsprache. Denn in jeder Ecke sind illustere Figuren. Mann sieht sehr viel.

Die Palermitaner nennen diesen Platz das Sonnentheater.

Wir lassen uns durch die tolle Altstadt treiben und genießen es sehr.

Aber das beste ist, in dem Moment als ich auf unseren Ponton gehen will, kommt hinter mir ein fragendes: Martina?

Ich drehe mich um und sehe Chris und Stefan vor mir stehen. Gute Bekannte aus dem Nachbarort unserer Heimat.

Was für ein Zufall! Wir gehen gemeinsam zum Boot und überraschen Peter und feiern diese zufällige Begegnung.

Abends gehen wir noch gemeinsam Essen. Ein wirklich toller Zufall. Schön das Ihr da wart.

Leider trennen uns dann schon wieder die Wege, denn die beiden machen eine Rundreise und wir müssen nach Castellmmare di Golfo um dort unser Boot für die Hochzeit zu Parken.

Also genießt eure weitere Tour über Sizilien. Ciao

Wieder durch die Straße von Messina

Letztes Jahr sind wir von der Festlandseite schon mal durch die Straße von Messina durchgekommen. Zu dieser Zeit waren die Schwertfischer schon unterwegs. Dieses Jahr geht es von der Sizilianischen Seite durch.

Die Meerenge Messina

Wir haben ja unser Segel dem Segelmacher zum nähen gegeben und sind so nur mit dem Vorsegel unterwegs. Das ist oft nicht schön und wir müssen den Motor zur Hilfe nehmen denn das Wetter ist nicht optimal um durch die Meerenge zu fahren. Aber uns sitzt eine Hochzeit im Nacken die wir nicht verpassen wollen😁.

Als wir Riposto verlassen, haben wir eine klare Sicht auf den Ätna. Es sieht Atemberaubend aus und dieses Bild begleitet uns lange.

Da wir erst mal die Nase voll von Großstädten haben bewegen wir uns Step by Step Richtung Norden.

Wir ankern unterhalb von Taomina und genießen den Blick und einer relativ ruhigen Nacht.

Die Stadt liegt auf einem Plateau in 200m Höhe auf dem Monte Tauro von der man bestimmt einen tollen Blick hat. Wir genießen ihn von unten nach oben😉. Die beeindruckenste Sehenswürdigkeit ist das Griechische Theater mit Blick auf den Ätna.

Für uns geht es aber weiter und wir kämpfen uns bei ziemlich Wind und Welle durch die Enge, und retten uns für eine Nacht in einen stillgelegten Hafen bevor es am frühen Morgen dann hindurch geht.

Da es noch zu früh im Jahr ist, sind keine Schwertfischer unterwegs und auch die Großschiffe sind wenige. Also geht es ganz entspannt mit Vorsegel in eine Bucht vor Milazzo.

Jeden Abend senden wir dem Segelmacher unseren Standort. Aber leider tut sich noch nichts.

Nächster Stopp ist Tindari in dem wir sehr ruhig liegen und den Abend genießen. Hier sind wir sehr nah an der Werkstatt des Segelmachers. Aber leider…..

Der letzte Ort an dem es klappen könnte ist Capo di Orlando. Dort gehen wir in dem Hafen und bleiben drei Nächte. Der Hafen ist etwas außerhalb und so laufen wir die drei Kilometer und genießen es sehr.

Eine schöne Stadt in der man alles bekommt besonders das glaube ich beste Eis was ich auf Sizilien je gegessen habe. Am nächsten Tag ist der erste Mai und wir leihen uns die Hafen eigenen Fahrräder aus. Sie bräuchten mal etwas Pflege aber wir können uns aus den zehn Rädern was zusammenstellen was dann gerade so geht.

Es macht riesen Spaß auf Maitour zu gehen und wir genießen es sehr. Wir fahren die Küste entlang bis es nicht mehr geht. Denn hier ist der Rand von den Januar Stürmen weggefressen. Zurück geht es durch die Stadt und wir können noch einen Absacker nehmen.

Dann kommt die Nachricht das es mit dem Segel heute klappen könnte.👏👏👏

Abends als wir schon nicht mehr dran glaubten, war es dann soweit. Er brachte uns das Segel und zeigte uns was er gemacht hatte. Alles super. Er hat alle Nähte nach genäht und das zerrissene Stück repariert. Für den Service des Abholens und des Bringens, die ganze Arbeit, hat uns der Spaß mit Trinkgeld 350€ gekostet. Unschlagbar, oder?!!

Es wäre sicherlich auch schneller gegangen wenn in dieser Woche nicht zwei Feiertage gewesen wären.

Wir sind überaus glücklich und können am nächsten Morgen weiter segeln.

Denn es ist ja wohl klar. Obwohl es schon dunkel wurde, haben wir das Segel sofort wieder gehisst.

Endlich wieder kompletto!

Weiter geht es Richtung Straße von Messina

Wir halten aber erst mal auf Catania zu. Die zweitgrößte Stadt Siziliens. Dort hin haben wir schönstes segeln und es macht richtig Spaß. Peter perfektioniert das Ausbaum-System des Vorsegels. So das wir es jeder Zeit verkleinern oder vergrößern können und das der Baum nach vorne und hinten mit Leinen gesichert ist. Auf diese Weise kann er nicht schlagen. So können wir einen gesicherten Schmetterling segeln wenn wir platt vor dem Wind sind.

Kurz vor dem riesigen Containerhafen von Catania packen wir nach sieben Stunden das Segel wieder ein und fahren ganz nach hinten ins letzte Eck. Dort machen wir in einer kleinen Marina fest. Hier liegen wir quasi im Zentrum der Stadt die nur durch eine große Straße und der Eisenbahn uns den Weg dorthin etwas erschwert.

In der Stadt finden wir viele attraktive Plätze, elegante Villen aus dem 18. Jahrhundert, natürlich Kirchen und das berühmte Teatro Massimo Bellini. Catania hat natürlich auch einen Dom auf dessen Platz findet man das Wahrzeichen der Stadt, den Elefantenbrunnen.

In der Nähe des Hafens ist jeden Tag ein Fischmarkt durch den wir uns treiben lassen.

Vieles ist in der Stadt mit dem dunklen Lavastein des Ätna gebaut. Die der Stadt einen gewissen morbiden Scharm vermittelt. Es wird nicht alles toll gepflegt. Vielleicht ist man ja der Meinung das es dann nicht so schlimm ist wenn wie 1670 die Stadt von Lava vernichtet wird😁.Uns hat es sehr gefallen. Aber wir müssen leider weiter auch wenn das Wetter nicht richtig passt.

Und so passiert es auch, dass bei hohen Wellen und blödem Wind wieder eine Naht unseres Großsegels reißt. (aber eine andere, unsere von Hand genähte Naht hält super🤣).Wir rollen es auf, mit etwas Gewalt und versuchen nur mit dem Vorsegel weiter zu kommen. Das klappt leider nicht und wir müssen den Motor nach Riposto einsetzen.

In Riposto kennen wir einen Segler den ich umgehend nach einen Segelmacher frage. Und tatsächlich er kennt jemanden. Und so können wir schon im Hafen am selben Abend mit ihm Kontakt aufnehmen und wir machen einen Termin für den nächsten Tag.

Nun heißt es aber erst mal das Segel wieder aus den Mast zu bekommen.

Ich ziehe den Peter in den Mast und er zerrt oben und ich unten, so haben wir es dann nach einer Stunde mit vereinten Kräften am Boden, zusammengefaltet im Segelsack.

Leider habe ich von diesen Aktionen keine Bilder, da ich keine Hand frei hatte.😉

Tatsächlich wird das Segel Tags drauf abgeholt und wir können uns in Riposto etwas umschauen.

Das gute daran ist, das wir weiter segeln können. Denn der Segelmacher kommt vom Norden. Und so segeln wir ihm quasi entgegen. Ist doch super, oder?!

Überall wo wir in Riposto laufen sieht man die Schäden des verheerenden Sturms Harry im Januar.

Der Sturm hat Häuser und Straßen weggerissen die Stadt mit Sand und Schotter gefüllt und die Hafenmauer mit seinen riesen Beton-Blöcken von ca. 20t, schwer beschädigt.

Viele Boote im Hafen sind schwer beschädigt worden. Doch überall wird repariert und gebaut. Die Leute machen einfach weiter.

Nur ein Bild geht mir nicht aus dem Kopf.

Wir laufen am Strand entlang und sehen ein Haus direkt an der Strand Kante. Ich vermute ein ehemaliges Fischer-Haus. Es ist total zerstört. Man kann in die Küche und das Bad schauen da die Wände weggerissen wurden. Und vor diesem Haus kehrt ein alter Mann vor der Haustüre den Sand weg und geht dann in das letzte verbliebene Zimmer des Hauses zurück.

Das Haus des alten Mannes

Ich finde das sehr traurig und doch zeugt es von Stärke des alten Mannes. Er hat bestimmt Familie, und in Italien ist die Familie das höchste Gut. Aber er will einfach in sein zerstörtes Haus. Denn das ist seine Heimat.

Die schlimmsten Schäden sind natürlich im ärmsten Teil Italiens. Doch überall wird wieder aufgebaut.

Nur der alte Mann?! Der wird das Geld nicht dafür haben.

Dieses Bild werde ich wohl nie vergessen.

Für uns geht es nun weiter und wir kommen der Straße von Messina immer näher.

Der Ätna begleitet uns und raucht wieder ziemlich

Syrakus

Nach der geruhsamen Zeit in der Bucht von Portopalo und das erste Bad dieses Jahr ( das allerdings nur sehr kurz war🥶) ging es weiter nach Syrakus.

Auf diese Stadt freuen wir uns schon eine ganze Weile. Der Törn dorthin geht leider die meiste Zeit unter Motor. Aber die Stadt zieht uns irgendwie magisch an und ein passendes Wetterfenster für besseres segeln zeigt sich die ganze Woche nicht. Also muss es auch mal unter Motor sein.

Wenn man in die große Bucht hereinfährt soll man sich bei der Hafenpolizei über Funk anmelden. Das tun wir auch und sind so auf der sicheren Seite. Darum müssen wegen irgendwelcher Strafen keine Angst haben. Denn über diese Bucht wird manches gemunkelt, das aber bei uns nicht eintraf.

Kurz nach dem ankommen machen wir auch zum ersten Mal das Dingi fertig um an Land zu fahren. Es ist alles noch etwas ungewohnt, besonders die schwere Kette um den Motor und das Dingi im Hafen fest zu schließen. Das fühlt sich auch total falsch an. Aber es wird hier leider empfohlen.

Die historische Stadt ist wunderschön an zu sehen. Da sie strategisch günstig lag war sie schon in der Antike ein blühendes Handelszentrum und wurde so zu bedeutendsten Stadt Italiens lange bevor Rom oder Alexandria zu Weltmächten wurden. Man findet auch an jeder Ecke, die Macht und den Reichtum aus dieser Zeit. Das historische Zentrum ist auf der Halbinsel Ortygia und ist auch das Herz der Stadt. Nur ein paar Meter breit ist die Durchfahrt zwischen der neuen Stadt und Ortygia. Die Altstadt ist im Barrock gebaut und wurde auch wieder nach einem schweren Erdbeben im 17. Jahrhundert in diesem Stil aufgebaut

Wir genießen einen Sundowner und lassen uns durch das Gewirr von kleinen Gassen treiben.

Überall sieht man kunstvolle Portale und Fassaden. Einfach nur schön.

Am nächsten Tag geht es früh los. Wir besuchen den Archäologischen Park und besichtigen das Griechische Theater aus dem 5. Jahrhundert mit einer Größe von 15000 Zuschauern. Das Aushängeschild ist aber das römische Amphitheater in dem die brutalen Gladiatoren Kämpfe ausgetragen wurden. Es ist vollständig in einen Felshügel gebaut.

Außerdem besuchen wir dort das Ohr des Dionysos. Es ist eine Höhle in der Dionysos seine Gefangenen belauscht hat. Diese hat er zu tausenden in dieser Höhle verrecken lassen.

Auf dem Weg dorthin besuchen wir noch die futuristische Kirche der weinenden Madonna . Die Kirche ist 80m hoch (Sieht aus wie ein Faltenrock) und wurde 1950 gebaut nachdem ein Madonnen Bildnis ungefähr an dieser Stelle zu weinen anfing. Die Träne wurde untersucht und es war wirklich vom Menschen. Nach der Untersuchung weinte sie nicht mehr. 🤔

Wir sehen uns viele andere Dinge an. Den Dom , die berühmte Quelle „Fonte Aretusa mit seinem Papyrus und der Legende von Arethusa und Alpheios und natürlich der berühmte Dianabrunnen im Zentrum der Altstadt. Er stellt den Mythos der Nymphe Arethusa dar die von Artemis(Diana) in eine Quelle verwandelt wird während sie vor dem Flussgott Alpheios flieht.

Die Stadt ist voll von solchen Legenden und an jeder Ecke sieht man die Geschichte.

Wir bummeln aber auch durch die Geschäfte ( wie ich das hasse!!😊) und finden endlich unser Outfit für die Hochzeit von Nina und David.👏👏👏👏👏 Gott sei Dank😂

Wir haben die Zeit hier sehr genossen und segeln nach ein paare Tagen mit tollem Schmetterling weiter Richtung Catania.

Und dann ist es endlich soweit

Wir sind nach unserem Winsch-Disaster soweit und könnten los. Peter hat sie auf manuell umgebaut.

Aber das Wetter spielt einfach nicht mit. So „müssen“ wir noch das Hafenleben genießen.😁

Wir helfen Nachbarn, genießen das „Dolce Vita“, machen Ausflüge und besuchen nochmal mit unseren Freunden Bine und Peter, im Landesinnern die Provinz Hauptstadt Ragusa mit Ragusa Ibla.

Im Hintergrund Ragusa Ibla mit Bine + Peter von der SY Joy

Dort kündigt sich dann plötzlich der Gutachter für den nächsten Tag an. Das ist doch perfekt. Gut das wir noch nicht weg sind.

Er schaut sich ganz genau den Schalter an der das Überhitzen der Winsch verursacht hat. Sein Ergebnis ist das über die Jahre die Kontakte immer mehr ( mikroskopisch) durch die feuchte Luft korrigiert sind und so langsam zusammen gewachsen sind. Wohlgemerkt in 25 Jahren!

So haben sie sich irgendwann berührt und es floss Dauerstrom der den Motor überhitzt hat.

Er war sehr freundlich und sehr kompetent hat unsere Eigenleistung gesehen und gelobt.

Jetzt warten wir einfach ab was kommt. Bin echt gespannt.

So ist das für uns auch erst mal erledigt. Was sehr schön war, er hat den Zustand und die Pflege von unserer Alina sehr gelobt.

Und das von einem Maritimen Gutachter! Ist doch toll, oder?!

Nun müssen wir noch den nächsten Sturm mit um die 50 kn abwettern und dann könnte unser Wetterfenster für den Saisonstart kommen.

Und am 15.4.26 ist es soweit. Wir wissen das es noch kein tolles segeln ist da wir noch sehr hohe Wellen haben aber wir wollen jetzt einfach los. Es ist Zeit!

Und so müssen wir uns von allen verabschieden, die sogar in der frühen Stunde an unsern Steg kommen und Tschüss sagen. Danke euch, es war toll euch alle kennen zu lernen.

Draußen kann man schön segeln. Wir sind nicht schnell! Aber wir segeln!!

Zwischen drin geht für zwei Stunden leider gar nichts mehr, aber dann kommt der Wind wieder und aus anderer Richtung, so das wir direkt auf unser Ziel, Portopalo zusteuern können.

Die Wellen waren noch enorm und immer wieder kam eine Haushohe Welle auf uns zu die aber gut zu reiten war. Am Nachmittag sind wir glücklich in Portopalo angekommen und haben es sehr genossen in der Bucht zu liegen.

Unsere Zeit im Winterhafen

Im Porto Turistico Marina di Ragusa (ja, ein sehr langer Name😁) sind viele Segler die hier den Winter verbringen. So lernen wir viele nette Leute kennen mit denen wir viel Spaß haben.

Beim gemeinsamen spielen, Eis essen gehen, wandern, grillen oder zusammen Musik machen.

Es gibt viele Gelegenheiten etwas zusammen zu machen. Auch die Hilfe die von Peters Fachwissen ausgeht, ist immer gerne gesehen und genutzt.

Wir machen aber auch immer wieder schöne Ausflüge ins Hinterland oder die Küste entlang.

Mit Freunden wandern und den Frühling genießen.

Zwischen drin werden kleinere Arbeiten gemacht und das Boot ist nun fertig für die Weiterfahrt.

Aber das Wetter lässt es noch nicht wirklich zu um zu starten. Also genießen wir einfach noch unsere letzten Tage im Hafen. Denn der schlimme Abschied kommt noch früh genug. Denn fast alle gehen Richtung Griechenland und nur zwei Boote, wo wir es wissen gehen Richtung Nordwesten.

Also Richtung Sardinien, Korsika und Festland Frankreich/Spanien.

Sizilien finde ich sehr schön. Es ist hier im Süden sehr landwirtschaftlich geprägt. Aber leider auch viel Plastik- Gewächshäuser ( Mare Plastico ).

Aber auch die Geschichte hat diese Ecke geprägt. Dies zeige ich einfach mal mit Fotos.

Aktuell

Erst mal wünsche ich allen frohe Ostern, auf das ihr einen wunderschönen Tag habt.

Heute möchte ich mal erklären warum es etwas ruhig um uns war.

Wir liegen immer noch in unserem Winterhafen aus verschiedenen Gründen. Ich weiß nicht ob man das in Deutschland registriert. Im Mittelmeerraum aber auch auf dem Atlantik spielt irgendwie alles verrückt. Wir sind gefühlt am südlichsten Punkt von Europa und es schneit in den höheren Lagen von Sizilien. Auf dem Ätna liegt Meterhoch der Schnee und es kommt immer wieder neuer Schnee dazu. Hier stürmt es unentwegt und es regnet sehr viel. Somit haben wir natürlich keine Lust schon weiter zu segeln. Gut das wir eine Heizung haben.😁 Ein kleines Fenster öffnet sich am Dienstag nach Ostern vielleicht das sich aber schon wieder am Freitag mit stürmischen Winden aus Osten verabschiedet. Und wenn wir am Dienstag starten, wären wir auf der Ostseite von Sizilien relativ Schutzlos. Also werden wir wohl noch warten müssen. Wir werden sehen.

Aber warum ich eigentlich aktuell schreibe ist dieser.

Letzte Woche wäre unsere Alina fast abgefackelt!

Wir waren mit Freunden am Sonntagmittag einen Kaffee trinken. Plötzlich zog es mich wieder zurück zum Boot und wir brachen auf.

Als ich die Luke zum Niedergang öffnete kam mir dichter, beißender Geruch entgegen. Peter schaltete sofort den Hauptschalter aus und ich riss alle Fenster auf. Nach kurzer Suche sah ich das von der Decke der Küche Öl lief. Ich stürmte nach draußen und fühlte an der Elektro- Winsch und diese war sehr, sehr heiß .

Wir bauten die Decke in der Küche ab und sahen das der Motor kurz vor dem Brand stand. Der Außenlack war schon verkohlt und das GFK oben drüber hatte auch schon einen dunkel braunen Fleck. Also Motor raus bauen und auf Fehlersuche gehen.

Das Ergebnis ist, das durch den Betätigungsschalter wohl Feuchtigkeit eingedrungen ist und der Motor unter Dauerstrom kam. Die Winsch hat aber nur halb gedreht weil in der Wicklung ein Draht den Motor blockiert hat. Aber Strom floss weiter Und durch die entstehende Hitze ist der Innenraum unter Rauch gesetzt worden.

Der beißende Geruch des Rauchs war das schlimmste und wir haben nun eine Woche gekämpft um wieder einen Lebensraum zu haben.

Alles abgewaschen, alle Decken Paneelen runter, denn dahinter sind die Hohlräume alle miteinander verbunden. Dort alles abwaschen und danach alles mit Alkohol reinigen. Dann haben wir alles gestrichen und lüften , lüften.

Die Sachen die rumlagen wie Kissen, Decken, Kleidung etc. musste gewaschen werden. Also einfach eine heiden Arbeit.

Nun sind wir soweit das es kaum noch da ist. Wenn eine Schublade aufgeht kommt etwas Geruch heraus. Aber man kann wieder auf der Alina leben. In der Dusche wo es noch am meisten riecht, habe ich Kaffee hingestellt. Kaffee frisst den Geruch. Hätte ich nie gedacht wie gut das klappt.

Jetzt kommen wir langsam wieder zur Ruhe und gehen später mit den gleichen Freunden wieder einen Kaffee trinken. Machen aber vorher den Strom-Hauptschalter aus😉😊

Da es für die Winsch nichts mehr gibt, haben wir sie auf manuell umgebaut und können dann wenn das Wetter passt trotzdem los.

Wir suchen aber sicher noch eine Lösung für die Winsch. Und ich habe alle Schalter gesichert das bei den anderen nichts passiert.

Jetzt gehe ich erst mal auf Eiersuche. 😊 Frohe Ostern nochmal 👋

Malta

Wir wollen nach Malta! Aber nicht mit dem eigenen Boot sondern mit der Fähre die hier im Hafen liegt und regelmäßig rüber rast. Denn das Wetter lässt es für uns noch nicht zu dies mit der Alina zu machen.

Ich buche für den Katamaran online unsere 25 € Karten und wir rauschen mit 30kn (was sehr sehr schnell ist) in knapp zwei Stunden rüber nach Valletta. Ein etwas schlingerndes Gefühl😊.

Auf der Fähre

Der Fährhafen ist ziemlich weg von unserer Unterkunft und so rufe ich für wenig Geld ein Uber Taxi und wir sind ratz fatz im Hotel. Da es schon sehr spät ist, denn die Fähre fährt am späten Abend hin und am sehr frühen Morgen zurück, trinken wir nur noch etwas und gehen früh ins Bett. Denn wir wollen früh raus um viel zu sehen und zu erleben. Wir bewegen uns nur mit dem Bus oder zu Fuß und das klappt wunderbar. Ein fünf Tage Ticket kommt her und das Bus-System versteht man sehr schnell.

Auf Malta waren in der Antike schon Karthager, Römer, Byzantiner und Araber unterwegs. Später waren es die Italiener und Engländer. Seid 1964 ist Malta eigenständig und die Amtssprache ist wieder maltesisch aber auch englisch.

1530 kam der Malteserorden und dessen Kreuz ist heute das nationale Symbol der Insel.

Wir waren hauptsächlich im Norden der Insel unterwegs die zwischen Italien und Tunesien liegt.

Am meisten hat uns die wunderschöne Stadt Valletta gefallen. Wunderschöne uralte Gebäude, Festungsanlagen, prächtige Paläste, unzählige kleine Gassen, Studentenstadt, Kultur und multikulti.

Zwei Tage haben wir uns durch sie und den three Cities treiben lassen. Sind mit dem Boot über die Buchten oder mit dem Bus dorthin gefahren.

Haben uns den Böllerschuss um zwölf angeschaut, der schon mehr als hundert Jahre zur Uhreinstellung genutzt wird und sind durch herrliche alte Palazzos gezogen.

Echt eine empfehlenswerte Stadt.

Im Krieg wurden schwere Ketten über die Bucht gezogen damit die Feinde nicht ein marschieren konnten. Wirklich Geschichte an jeder Ecke.

Außerdem waren wir in der alten Hauptstadt Mdina im Zentrum der Insel unterwegs und konnten uns herrlich in die Ritterzeit versetzen.

Natürlich mussten auch Wanderungen dabei sein , denn nach drei Tagen Stadt brauche ich wieder Natur😁.

Dies haben wir an der Steilküste an der Ostseite und in Marsaxlokk gemacht.

Jeden Abend war der Abschluss des Tages in Valletta und diese Abende bei Livemusik und kleinen Tavernen im Studentenvierteln haben wir sehr genossen.

Valletta bei Nacht ist wirklich atemberaubend mit den alten Gebäuden die herrlich beleuchtet werden.

Am letzten Morgen hieß es um halb fünf aufstehen und um fünf in das Uber Taxi und ab zum Fährterminal. Denn um sechs ging es wieder in den Sonnenaufgang aus der Bucht von Valletta zurück nach Marina di Ragusa.

Abschied bei Sonnenaufgang

Es war eine herrliche Woche auf Malta. Wir haben es sehr genossen.

Bordleben im Hafen

Nun sind wir schon drei Wochen wieder an Bord, aber gefühlt sind wir erst gestern angekommen.

Bisher haben wir die Winter mit Alina immer an Land verbracht. Dieses Leben waren wir gewohnt. Nun liegt Alina im Wasser und alles ist anders. Keine Leiter die wir immer rauf und runter müssen, oder einsame Boat Yards wo kaum jemand ist. Dies haben wir genossen aber das hier ist auch herrlich.

Hier verbringen viele Leute den gesamten Winter und fahren gar nicht nach Hause. Die Gemeinschaft ist hier sehr eng und sehr aktiv.

Für uns wäre das nichts denn die Zeit daheim empfinde ich für mich als sehr wichtig.

Wir haben einige Boote mit denen wir etwas unternehmen aber man kann eben nicht alle kennen lernen.

Wir machen viele kleine Arbeiten oder Verbesserungen die wir uns über das Segeljahr ausgedacht haben aber genießen auch unsere Freunde von hier.

Fast jeden Abend ist jemand an Bord oder wir sind auf einem anderen Boot. Ab und zu brauche ich dann aber mal einen Abend für mich und bleibe an Bord.

Man kann jeder Zeit zum Markt, zum Supermarkt oder wir probieren Eisdielen aus die es hier im kleinen Ort reichlich gibt. Und ein Eis ist besser als das andere . Was dieses angeht sind wir im Paradies. Denn Eis konnten die Griechen wirklich nicht🤣.

Genießen

Peter ist auch oft auf anderen Booten und hilft bei technischen Problemen. So ist er eben!

Die Starkwinde sind immer noch nicht vorbei und es ist ziemlich kalt. Definitiv noch keine Segelsaison. Alle bereiten sich schon fleißig vor aber die meisten werden wohl erst im April oder Mai gehen.

In den vergangenen drei Wochen waren wir auch auf Malta. Aber zu dieser Insel mache ich einen seperaten Beitrag. Das ist sie wirklich wert!

Am Wochenende mieten wir uns ein Auto und schauen uns im Inland etwas um. Darauf freue ich mich schon sehr.

Kalt aber wunderschön!

Bis wir wieder unterwegs sind gibt es kürzere Berichte da unser Alltag eigentlich immer gleich aussieht. Frühstück, eine Arbeit für heute, Freunde, Essen, schlafen.