Malta

Wir wollen nach Malta! Aber nicht mit dem eigenen Boot sondern mit der Fähre die hier im Hafen liegt und regelmäßig rüber rast. Denn das Wetter lässt es für uns noch nicht zu dies mit der Alina zu machen.

Ich buche für den Katamaran online unsere 25 € Karten und wir rauschen mit 30kn (was sehr sehr schnell ist) in knapp zwei Stunden rüber nach Valletta. Ein etwas schlingerndes Gefühl😊.

Auf der Fähre

Der Fährhafen ist ziemlich weg von unserer Unterkunft und so rufe ich für wenig Geld ein Uber Taxi und wir sind ratz fatz im Hotel. Da es schon sehr spät ist, denn die Fähre fährt am späten Abend hin und am sehr frühen Morgen zurück, trinken wir nur noch etwas und gehen früh ins Bett. Denn wir wollen früh raus um viel zu sehen und zu erleben. Wir bewegen uns nur mit dem Bus oder zu Fuß und das klappt wunderbar. Ein fünf Tage Ticket kommt her und das Bus-System versteht man sehr schnell.

Auf Malta waren in der Antike schon Karthager, Römer, Byzantiner und Araber unterwegs. Später waren es die Italiener und Engländer. Seid 1964 ist Malta eigenständig und die Amtssprache ist wieder maltesisch aber auch englisch.

1530 kam der Malteserorden und dessen Kreuz ist heute das nationale Symbol der Insel.

Wir waren hauptsächlich im Norden der Insel unterwegs die zwischen Italien und Tunesien liegt.

Am meisten hat uns die wunderschöne Stadt Valletta gefallen. Wunderschöne uralte Gebäude, Festungsanlagen, prächtige Paläste, unzählige kleine Gassen, Studentenstadt, Kultur und multikulti.

Zwei Tage haben wir uns durch sie und den three Cities treiben lassen. Sind mit dem Boot über die Buchten oder mit dem Bus dorthin gefahren.

Haben uns den Böllerschuss um zwölf angeschaut, der schon mehr als hundert Jahre zur Uhreinstellung genutzt wird und sind durch herrliche alte Palazzos gezogen.

Echt eine empfehlenswerte Stadt.

Im Krieg wurden schwere Ketten über die Bucht gezogen damit die Feinde nicht ein marschieren konnten. Wirklich Geschichte an jeder Ecke.

Außerdem waren wir in der alten Hauptstadt Mdina im Zentrum der Insel unterwegs und konnten uns herrlich in die Ritterzeit versetzen.

Natürlich mussten auch Wanderungen dabei sein , denn nach drei Tagen Stadt brauche ich wieder Natur😁.

Dies haben wir an der Steilküste an der Ostseite und in Marsaxlokk gemacht.

Jeden Abend war der Abschluss des Tages in Valletta und diese Abende bei Livemusik und kleinen Tavernen im Studentenvierteln haben wir sehr genossen.

Valletta bei Nacht ist wirklich atemberaubend mit den alten Gebäuden die herrlich beleuchtet werden.

Am letzten Morgen hieß es um halb fünf aufstehen und um fünf in das Uber Taxi und ab zum Fährterminal. Denn um sechs ging es wieder in den Sonnenaufgang aus der Bucht von Valletta zurück nach Marina di Ragusa.

Abschied bei Sonnenaufgang

Es war eine herrliche Woche auf Malta. Wir haben es sehr genossen.

Bordleben im Hafen

Nun sind wir schon drei Wochen wieder an Bord, aber gefühlt sind wir erst gestern angekommen.

Bisher haben wir die Winter mit Alina immer an Land verbracht. Dieses Leben waren wir gewohnt. Nun liegt Alina im Wasser und alles ist anders. Keine Leiter die wir immer rauf und runter müssen, oder einsame Boat Yards wo kaum jemand ist. Dies haben wir genossen aber das hier ist auch herrlich.

Hier verbringen viele Leute den gesamten Winter und fahren gar nicht nach Hause. Die Gemeinschaft ist hier sehr eng und sehr aktiv.

Für uns wäre das nichts denn die Zeit daheim empfinde ich für mich als sehr wichtig.

Wir haben einige Boote mit denen wir etwas unternehmen aber man kann eben nicht alle kennen lernen.

Wir machen viele kleine Arbeiten oder Verbesserungen die wir uns über das Segeljahr ausgedacht haben aber genießen auch unsere Freunde von hier.

Fast jeden Abend ist jemand an Bord oder wir sind auf einem anderen Boot. Ab und zu brauche ich dann aber mal einen Abend für mich und bleibe an Bord.

Man kann jeder Zeit zum Markt, zum Supermarkt oder wir probieren Eisdielen aus die es hier im kleinen Ort reichlich gibt. Und ein Eis ist besser als das andere . Was dieses angeht sind wir im Paradies. Denn Eis konnten die Griechen wirklich nicht🤣.

Genießen

Peter ist auch oft auf anderen Booten und hilft bei technischen Problemen. So ist er eben!

Die Starkwinde sind immer noch nicht vorbei und es ist ziemlich kalt. Definitiv noch keine Segelsaison. Alle bereiten sich schon fleißig vor aber die meisten werden wohl erst im April oder Mai gehen.

In den vergangenen drei Wochen waren wir auch auf Malta. Aber zu dieser Insel mache ich einen seperaten Beitrag. Das ist sie wirklich wert!

Am Wochenende mieten wir uns ein Auto und schauen uns im Inland etwas um. Darauf freue ich mich schon sehr.

Kalt aber wunderschön!

Bis wir wieder unterwegs sind gibt es kürzere Berichte da unser Alltag eigentlich immer gleich aussieht. Frühstück, eine Arbeit für heute, Freunde, Essen, schlafen.

Die Reise beginnt

Und das ist auch schön so. Abschied ist nie leicht aber jedes Ankommen an einem neuen Ort ist wie ein Neubeginn.

Und wir beginnen das Jahr mit Rom. Die Stadt die ich echt lieb gewonnen habe. Eine kosmopolitische Stadt mit einer fast 3000 Jahre alten Geschichte. Man braucht sich nur treiben lassen und findet an jeder Ecke tolle Architektur und Kunstgeschichte. Überall findet man antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum das die einstige römische Macht zeigt. Und natürlich die pompöse Vatikanstadt die die römisch-katholische Kirche beheimatet. Der Petersdom mit Sitz des Papstes, das riesige Vatikanische Museum mit der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle und den wundervollen Bildern des Michelangelos.

Diesmal haben wir uns auch ein paar Sachen angeschaut aber meistens haben wir uns wieder treiben lassen und dabei tolle Orte entdeckt die es gefühlt an jeder Ecke gibt. Ich glaube wir sind jeden Quadratmeter erlaufen😊. Zumindest haben wir uns Abends immer so gefühlt.

Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Sizilien. Wir sind dieses mal geflogen. Ich hatte aber Angst das unser Flieger in Rom wegen dem Sturm der wieder mal über Sizilien fegte nicht startet. Aber wir starteten. Allerdings nachdem erst mal ein Reifen gewechselt werden musste🤔.

Der Pilot sagte zur Begrüßung, dass er versuchen würde dem Stark Wind zu umgehen. Oje. Was da wohl kommt?

Aber außer etwas wackeln hat er den Flieger gut in Catania auf den Boden bekommen. Gott sei Dank!

Jetzt noch mit dem Bus 2 Stunden nach Marina di Ragusa und dann haben wir es geschafft.

Wir stolpern aufs Boot, lassen alles von uns fallen, richten unser Bett und fallen todmüde hinein.

Vier Tage Großstadt ist für mich als Dorfkind anstrengend. Nun freue ich mich darauf das Boot herzurichten.

Denn nächste Woche wollen wir mit der Fähre nach Malta. Aber jetzt erst mal ankommen und Freunde wiedersehen.