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Endlich geht es weiter! Wir fahren nach Griechenland!

Das warten hat nun ein Ende. Es ist Freitag der 21.9.22 . Wir packen den Rest in den Bus und machen uns auf den Weg nach München.

Denn wir nutzen die Gelegenheit und besuchen David und Nina und gehen gemeinsam essen. Wir treffen uns auf dem Oktoberfest. Ich habe es gewusst, dieses Fest ist nicht meins.

Ist mir einfach zu voll!!

Der Abend mit den beiden ist sehr schön und wir genießen es sehr, gehen aber auch bald schlafen.

Früh um sechs geht es wieder raus. David steht mit auf und macht uns einen leckeren Kaffee und kurz drauf sind wir unterwegs.

Es läuft sehr gut. Wir sind schnell in Salzburg. Dort ist es zwar sehr voll da es nun Berufsverkehr ist aber es ist gar kein Problem.

Mittags sind wir schon auf Höhe von Zagreb und gehen dort in einem kleinen Ort zu Mittag essen.

Der Wirt ist goldig. Erst wirkt er als wenn er uns fressen will und fünf Minuten später erzählt er seine Geschichte und lässt uns nicht gehen bevor der Beifahrer nicht einen Kräuter getrunken hat. Das ist eine sehr nette Begegnung.

40km vor Belgrad in Sremska Mitrovica suchen wir uns eine Unterkunft.

Auf der Suche nach einer Unterkunft

Wir brauchen bald 3 Std. um etwas zu finden. Alles ist voll. Das ist uns eine Lehre. Morgen Abend fangen wir früher an. Da ich immer wieder Google fragen musste ist auch mein Auslands Soll von max. 60 € voll. Ich bin total geschockt. So viel Geld. Aber wir sind halt in Serbien das nicht zur EU zählt. Das ist man einfach nicht mehr gewöhnt. Ich habe daraus gelernt ;-). Wird sobald nicht mehr passieren.

Das Zimmer ist super.. Hoher Standard . Aber es gab eben nichts mehr anderes.

Um halb neun morgens geht es weiter. Wir fahren quer durch Serbien. Es wirkt wie die Nahrungsquelle des Balkans. Ein Getreide, Gemüse oder Obstfeld neben dem anderen. Alles ist eben und wirkt wie die riesige Rheinebene.

Wir fahren noch durch das kleine Mazedonien und kurz hinter der Grenze in Griechenland suchen wir uns die nächste Unterkunft. Mazedonien ist wunderschön bergig. Ein Gegensatz zu tausend Kilometern Feldern in Serbien und Kroatien.

Der Ort in Griechenland ist klein und arm. Wir finden sehr schnell eine sehr einfache Unterkunft von einem zahnlosen Alten. Sie ist in Ordnung . Wir gehen nett essen und dann früh ins Bett.

Am morgen finden wir ein kleines Cafe‘, frühstücken und machen uns dann auf zur letzten Etappe.

Später ist es nochmal stressig. Unser Tank ist fast leer und alle Tankstellen die wir sehen gibt es nicht mehr.

Kurz vor Ende klappt es dann doch noch. Und wir können ganz entspannt nach Preveza fahren und erst mal einen Ankunfts- Cafe‘ trinken.

Aber wir nehmen uns nicht viel Zeit denn Alina ruft uns. Wir wollen sie endlich sehen.

Als wir in die Marina rein fahren ist es wie nach Hause kommen. Wir sehen sie sofort und freuen uns das alles in Ordnung ist.

Gleich kommen unsere Sachen hoch und werden verstaut. Auch die Matratzen werden schon gewechselt. Und wir freuen uns das sie perfekt passen. Nun noch lecker Essen gehen und dann ab ins Bett auf unsere neuen Matratzen. Gute Nacht. Das haben wir uns verdient! :*

Weiter geht’s

Nach der Geburt eines neuen Menschleins ist für uns erst einmal die Welt etwas stehen geblieben und wir haben dieses Wunder der Natur genossen. Natürlich nicht die ganze Zeit, aber doch schon. Aber zu schnell kehrt der Alltag wieder ein und es muss weiter gehen.

Nun machen wir es unserem zukünftigen Mieter schön. Fehlende Lampen werden montiert und sich um seinen Strom-Anschlussplan gekümmert. Es kommt ein Schreiner rein und diese arbeiten in jedem Eck mit Maschinen. Also ist dies auch noch ganz schön Arbeit. Zum Schluss wenn alles vorbereitet ist, schließt dies ein Profi an. Es ist also alles safe! Außerdem bekommt er noch eine Empore gebaut auf die er dann seine Holzreste lagern kann. Ich würde sagen, der Mieter wird ganz schön verwöhnt 😉

Unsere Planung für Griechenland geht natürlich auch weiter. Es werden Dinge gesammelt die wir meinen zu brauchen und die wir dann mitnehmen. Am Boot werden wir dann merken das einiges doch unnötig ist und wir werden es wieder mitbringen. Aber das ist ok und ich denke normal, denn wir wissen dass es im März nur noch mit Bordgepäck im Flieger nach Griechenland geht und da können wir keine Technik oder Werkzeuge mehr mitnehmen. Darum machen wir es so.

Für unsere Stromversorgung ist auch alles da. Wir haben dann 3x 180W Paneelen die auf einen Geräteträger (der noch gebaut wird) kommen und 2x 150W für die Reling. Alle Geräte und Kabel mit Anschlüssen sind auch da. Ich hoffe dass wir an alles gedacht haben. Wir arbeiten mit Victron-Geräten die sich im Maritimen Bereich bewährt haben.

Wenn ihr genaueres darüber wissen wollt, schreibt es im Kommentar. Denn ich denke das ist vielleicht sonst zu viel. Ich werde auch noch beim Einbau darüber schreiben. Nun wünsche ich eine schöne Woche 👋

Wir wollen zu ALINA!

Da es mit dem Umbau in der Werkstatt gut voran geht beschäftige ich mich langsam  mit der Reise ins schöne Griechenland.

Wir müssen etwas mit dem Termin jonglieren, da wir noch auf einer Hochzeit eingeladen sind und noch ein Konzert des Musikvereins ansteht. Peter sagt zwar immer dass der Termin egal ist und er im Konzert ersetzbar wäre. Aber ich habe immer gemerkt dass er dies mit Bauchweh sagt. Irgendwann war klar, er spielt doch mit, da die andere Tuba beruflich wegzieht. Ich glaube er  ist ganz froh drum dass es so entschieden wird.

Jetzt aber endlich steht der Termin fest.  Ich maile an die Marina und bitte um einen „Lift in“ Termin am 3.10.22. Nach ein paar e-Mails hin und her, wird mir der Termin bestätigt.

Wir werden also am 23.9. starten und erst den David in München besuchen. Wir werden die Strecke dieses Mal komplett fahren und keine Fähre nehmen.  Wir wollen lieber gemütlich über zwei oder drei Nächte durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Nordmazedonien nach Griechenland fahren.

Ja, es wird sicherlich ziemlich anstrengend aber es wird  auch das letzte Mal mit dem Auto sein.

Der Bus ist wieder voll mit Material das wir gesammelt haben wie zum Beispiel unser Energie Management mit Solarpanelen, die Matratzen, das Coppercoad, das Tauchequipment, das Segel  und vieles mehr.

In Zukunft reisen wir dann nur noch mit kleinem Gepäck.

Vielleicht nehmen wir uns ja auch etwas Zeit und schauen uns genauer um

Umgezogen!

Der Ausstellungsraum hat sich in eine kleine schmucke Werkstatt verwandelt. Irgendwie hat es etwas von Wohnzimmer.

Jeder zweite meinte während der Umbauphase:“ Hier könnte man glatt einziehen.“

Das sind wir nun auch. Nur halt mit der Werkstatt. Sogar der kleine Holder passt noch durch die Türe. Größeres geht dann bald nicht mehr.

In der alten Werkstatt läuft aber auch noch so einiges. Gestern haben wir ein Gerüst gestellt um nun die letzte Wand zu schließen. Hätte ich heute auch sehr gerne gemacht. Aber leider kam eine Wurzelbehandlung an einem sehr schmerzenden Zahn von mir dazwischen. Wand bauen wäre mir lieber gewesen 😉 . Dann halt morgen. Mal sehen.

Fertig!!

Endlich ist es geschafft. Der letzte Raum ist fertig. Nämlich der , in dem die Werkstatt weiter bestehen soll. Zumindest so lang der Senior es will. Danach sehen wir weiter.

Bei unmenschlicher Hitze habe ich unseren alten Korkparkett verlegt damit es auch im Winter von unten angenehm warm ist. Da er schon mal verlegt war,  war es um einiges mehr Arbeit da ich alle Fugen säubern oder reparieren musste. Während ich am verlegen war wurde hinter mir schon fleißig eingeräumt. Sie können es nicht abwarten.:-) Ich glaube jeder genießt diese Veränderung.

Hey Papa. Siehst du euren alten Ofen. Hier darf er wieder etwas tun. Danke dafür!

Nun kommt der letzte Raum dran

Wir ziehen uns immer weiter zurück.

Nun ist auch der Ausstellungsraum leer. Hier soll ja dann der Rest unserer kleinen Werkstatt entstehen. Zuerst um dem Senior noch einen Wirkungsbereich zur Verfügung zu stellen und später dann für uns privat und für kleine Aufträge wenn wir dann mal Zuhause sind.

Ich habe nun auch angefangen zu weißeln. Der Raum wird super hell und ist bestimmt herrlich darin zu arbeiten. mal sehen wie es wird.

Weiter geht’s

Nachdem ich das letzte mal etwas rumgejammert habe war es aber auch gleich wieder gut. Sorry dafür. Aber auch das gehört dazu. Ich werde gerade nur etwas ungeduldig.

Peter hat den Ausstellungsraum nun schon ganz leer geräumt und beginnt mit dem Durchbruch der Tür, die zu den Büros führt. Wenn der Durchbruch fertig ist kommt mein Part. Verputzen, reinigen und streichen und eventuell den Korkboden verlegen.

Dieser Raum wird dann für uns als Werkstatt bleiben damit der Senior noch etwas arbeiten kann.

Gibt es etwas neues?

Momentan sind wir in unserem ganz normalen Alltag wie die letzten 30 Jahren auch.

Die Arbeit dominiert unser Leben. Es ist gerade wieder viel zu tun. Wir sehen uns zum Essen oder geschäftlich im Büro. Abends ist etwas oder wir sind einfach müde vor dem Fernseher.

Ich bin froh das wir ein Traum vor Augen haben das zu einem Ziel wurde. Ohne dieses Ziel glaube ich, würde ich so langsam verkümmern. Wäre es mir irgendwann zu langweilig. Ich wäre nicht mehr zufrieden.

In den Nachrichten der Welt hört man meist nichts gutes. Oder sehen wir die kleinen guten und schönen Dinge schon gar nicht mehr? Ich weiß es nicht.

Für mich kann es nicht schnell genug aufs Schiff ins neue Leben gehen denn ich möchte die schönen Flecken auf dieser Welt sehen. Die fremden Menschen kennen lernen die zu Freunden werden.

Ich möchte die Hoffnung auf diese schöne Welt nicht verlieren.

Denn die leeren Regale in denen ich schon seid unserem letzten Griechenlandaufendhalt im März kein Öl mehr kaufen kann, und die Kriegsnachrichten jeden Tag und nun auch noch Massaker in Grundschulen, machen mir Angst und ich verliere langsam den Glauben an die Menschheit.

„Mensch: das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat.“ Mark Twain

Leider sind es noch vier ewig lange Monate bis es wieder nach Griechenland geht.

Aber in der Zeit passieren auch schöne Dinge. Denn ich will nicht so negativ sein. Wir werden bald Oma und Opa.

Und jedes neue Menschlein bringt Hoffnung auf unseren kaputt gehenden Planeten.

Sorry dafür, das waren einfach mal Gedanken die mich beschäftigen.