Weiter geht es Richtung Straße von Messina

Wir halten aber erst mal auf Catania zu. Die zweitgrößte Stadt Siziliens. Dort hin haben wir schönstes segeln und es macht richtig Spaß. Peter perfektioniert das Ausbaum-System des Vorsegels. So das wir es jeder Zeit verkleinern oder vergrößern können und das der Baum nach vorne und hinten mit Leinen gesichert ist. Auf diese Weise kann er nicht schlagen. So können wir einen gesicherten Schmetterling segeln wenn wir platt vor dem Wind sind.

Kurz vor dem riesigen Containerhafen von Catania packen wir nach sieben Stunden das Segel wieder ein und fahren ganz nach hinten ins letzte Eck. Dort machen wir in einer kleinen Marina fest. Hier liegen wir quasi im Zentrum der Stadt die nur durch eine große Straße und der Eisenbahn uns den Weg dorthin etwas erschwert.

In der Stadt finden wir viele attraktive Plätze, elegante Villen aus dem 18. Jahrhundert, natürlich Kirchen und das berühmte Teatro Massimo Bellini. Catania hat natürlich auch einen Dom auf dessen Platz findet man das Wahrzeichen der Stadt, den Elefantenbrunnen.

In der Nähe des Hafens ist jeden Tag ein Fischmarkt durch den wir uns treiben lassen.

Vieles ist in der Stadt mit dem dunklen Lavastein des Ätna gebaut. Die der Stadt einen gewissen morbiden Scharm vermittelt. Es wird nicht alles toll gepflegt. Vielleicht ist man ja der Meinung das es dann nicht so schlimm ist wenn wie 1670 die Stadt von Lava vernichtet wird😁.Uns hat es sehr gefallen. Aber wir müssen leider weiter auch wenn das Wetter nicht richtig passt.

Und so passiert es auch, dass bei hohen Wellen und blödem Wind wieder eine Naht unseres Großsegels reißt. (aber eine andere, unsere von Hand genähte Naht hält super🤣).Wir rollen es auf, mit etwas Gewalt und versuchen nur mit dem Vorsegel weiter zu kommen. Das klappt leider nicht und wir müssen den Motor nach Riposto einsetzen.

In Riposto kennen wir einen Segler den ich umgehend nach einen Segelmacher frage. Und tatsächlich er kennt jemanden. Und so können wir schon im Hafen am selben Abend mit ihm Kontakt aufnehmen und wir machen einen Termin für den nächsten Tag.

Nun heißt es aber erst mal das Segel wieder aus den Mast zu bekommen.

Ich ziehe den Peter in den Mast und er zerrt oben und ich unten, so haben wir es dann nach einer Stunde mit vereinten Kräften am Boden, zusammengefaltet im Segelsack.

Leider habe ich von diesen Aktionen keine Bilder, da ich keine Hand frei hatte.😉

Tatsächlich wird das Segel Tags drauf abgeholt und wir können uns in Riposto etwas umschauen.

Das gute daran ist, das wir weiter segeln können. Denn der Segelmacher kommt vom Norden. Und so segeln wir ihm quasi entgegen. Ist doch super, oder?!

Überall wo wir in Riposto laufen sieht man die Schäden des verheerenden Sturms Harry im Januar.

Der Sturm hat Häuser und Straßen weggerissen die Stadt mit Sand und Schotter gefüllt und die Hafenmauer mit seinen riesen Beton-Blöcken von ca. 20t, schwer beschädigt.

Viele Boote im Hafen sind schwer beschädigt worden. Doch überall wird repariert und gebaut. Die Leute machen einfach weiter.

Nur ein Bild geht mir nicht aus dem Kopf.

Wir laufen am Strand entlang und sehen ein Haus direkt an der Strand Kante. Ich vermute ein ehemaliges Fischer-Haus. Es ist total zerstört. Man kann in die Küche und das Bad schauen da die Wände weggerissen wurden. Und vor diesem Haus kehrt ein alter Mann vor der Haustüre den Sand weg und geht dann in das letzte verbliebene Zimmer des Hauses zurück.

Das Haus des alten Mannes

Ich finde das sehr traurig und doch zeugt es von Stärke des alten Mannes. Er hat bestimmt Familie, und in Italien ist die Familie das höchste Gut. Aber er will einfach in sein zerstörtes Haus. Denn das ist seine Heimat.

Die schlimmsten Schäden sind natürlich im ärmsten Teil Italiens. Doch überall wird wieder aufgebaut.

Nur der alte Mann?! Der wird das Geld nicht dafür haben.

Dieses Bild werde ich wohl nie vergessen.

Für uns geht es nun weiter und wir kommen der Straße von Messina immer näher.

Der Ätna begleitet uns und raucht wieder ziemlich

Syrakus

Nach der geruhsamen Zeit in der Bucht von Portopalo und das erste Bad dieses Jahr ( das allerdings nur sehr kurz war🥶) ging es weiter nach Syrakus.

Auf diese Stadt freuen wir uns schon eine ganze Weile. Der Törn dorthin geht leider die meiste Zeit unter Motor. Aber die Stadt zieht uns irgendwie magisch an und ein passendes Wetterfenster für besseres segeln zeigt sich die ganze Woche nicht. Also muss es auch mal unter Motor sein.

Wenn man in die große Bucht hereinfährt soll man sich bei der Hafenpolizei über Funk anmelden. Das tun wir auch und sind so auf der sicheren Seite. Darum müssen wegen irgendwelcher Strafen keine Angst haben. Denn über diese Bucht wird manches gemunkelt, das aber bei uns nicht eintraf.

Kurz nach dem ankommen machen wir auch zum ersten Mal das Dingi fertig um an Land zu fahren. Es ist alles noch etwas ungewohnt, besonders die schwere Kette um den Motor und das Dingi im Hafen fest zu schließen. Das fühlt sich auch total falsch an. Aber es wird hier leider empfohlen.

Die historische Stadt ist wunderschön an zu sehen. Da sie strategisch günstig lag war sie schon in der Antike ein blühendes Handelszentrum und wurde so zu bedeutendsten Stadt Italiens lange bevor Rom oder Alexandria zu Weltmächten wurden. Man findet auch an jeder Ecke, die Macht und den Reichtum aus dieser Zeit. Das historische Zentrum ist auf der Halbinsel Ortygia und ist auch das Herz der Stadt. Nur ein paar Meter breit ist die Durchfahrt zwischen der neuen Stadt und Ortygia. Die Altstadt ist im Barrock gebaut und wurde auch wieder nach einem schweren Erdbeben im 17. Jahrhundert in diesem Stil aufgebaut

Wir genießen einen Sundowner und lassen uns durch das Gewirr von kleinen Gassen treiben.

Überall sieht man kunstvolle Portale und Fassaden. Einfach nur schön.

Am nächsten Tag geht es früh los. Wir besuchen den Archäologischen Park und besichtigen das Griechische Theater aus dem 5. Jahrhundert mit einer Größe von 15000 Zuschauern. Das Aushängeschild ist aber das römische Amphitheater in dem die brutalen Gladiatoren Kämpfe ausgetragen wurden. Es ist vollständig in einen Felshügel gebaut.

Außerdem besuchen wir dort das Ohr des Dionysos. Es ist eine Höhle in der Dionysos seine Gefangenen belauscht hat. Diese hat er zu tausenden in dieser Höhle verrecken lassen.

Auf dem Weg dorthin besuchen wir noch die futuristische Kirche der weinenden Madonna . Die Kirche ist 80m hoch (Sieht aus wie ein Faltenrock) und wurde 1950 gebaut nachdem ein Madonnen Bildnis ungefähr an dieser Stelle zu weinen anfing. Die Träne wurde untersucht und es war wirklich vom Menschen. Nach der Untersuchung weinte sie nicht mehr. 🤔

Wir sehen uns viele andere Dinge an. Den Dom , die berühmte Quelle „Fonte Aretusa mit seinem Papyrus und der Legende von Arethusa und Alpheios und natürlich der berühmte Dianabrunnen im Zentrum der Altstadt. Er stellt den Mythos der Nymphe Arethusa dar die von Artemis(Diana) in eine Quelle verwandelt wird während sie vor dem Flussgott Alpheios flieht.

Die Stadt ist voll von solchen Legenden und an jeder Ecke sieht man die Geschichte.

Wir bummeln aber auch durch die Geschäfte ( wie ich das hasse!!😊) und finden endlich unser Outfit für die Hochzeit von Nina und David.👏👏👏👏👏 Gott sei Dank😂

Wir haben die Zeit hier sehr genossen und segeln nach ein paare Tagen mit tollem Schmetterling weiter Richtung Catania.

Und dann ist es endlich soweit

Wir sind nach unserem Winsch-Disaster soweit und könnten los. Peter hat sie auf manuell umgebaut.

Aber das Wetter spielt einfach nicht mit. So „müssen“ wir noch das Hafenleben genießen.😁

Wir helfen Nachbarn, genießen das „Dolce Vita“, machen Ausflüge und besuchen nochmal mit unseren Freunden Bine und Peter, im Landesinnern die Provinz Hauptstadt Ragusa mit Ragusa Ibla.

Im Hintergrund Ragusa Ibla mit Bine + Peter von der SY Joy

Dort kündigt sich dann plötzlich der Gutachter für den nächsten Tag an. Das ist doch perfekt. Gut das wir noch nicht weg sind.

Er schaut sich ganz genau den Schalter an der das Überhitzen der Winsch verursacht hat. Sein Ergebnis ist das über die Jahre die Kontakte immer mehr ( mikroskopisch) durch die feuchte Luft korrigiert sind und so langsam zusammen gewachsen sind. Wohlgemerkt in 25 Jahren!

So haben sie sich irgendwann berührt und es floss Dauerstrom der den Motor überhitzt hat.

Er war sehr freundlich und sehr kompetent hat unsere Eigenleistung gesehen und gelobt.

Jetzt warten wir einfach ab was kommt. Bin echt gespannt.

So ist das für uns auch erst mal erledigt. Was sehr schön war, er hat den Zustand und die Pflege von unserer Alina sehr gelobt.

Und das von einem Maritimen Gutachter! Ist doch toll, oder?!

Nun müssen wir noch den nächsten Sturm mit um die 50 kn abwettern und dann könnte unser Wetterfenster für den Saisonstart kommen.

Und am 15.4.26 ist es soweit. Wir wissen das es noch kein tolles segeln ist da wir noch sehr hohe Wellen haben aber wir wollen jetzt einfach los. Es ist Zeit!

Und so müssen wir uns von allen verabschieden, die sogar in der frühen Stunde an unsern Steg kommen und Tschüss sagen. Danke euch, es war toll euch alle kennen zu lernen.

Draußen kann man schön segeln. Wir sind nicht schnell! Aber wir segeln!!

Zwischen drin geht für zwei Stunden leider gar nichts mehr, aber dann kommt der Wind wieder und aus anderer Richtung, so das wir direkt auf unser Ziel, Portopalo zusteuern können.

Die Wellen waren noch enorm und immer wieder kam eine Haushohe Welle auf uns zu die aber gut zu reiten war. Am Nachmittag sind wir glücklich in Portopalo angekommen und haben es sehr genossen in der Bucht zu liegen.

Unsere Zeit im Winterhafen

Im Porto Turistico Marina di Ragusa (ja, ein sehr langer Name😁) sind viele Segler die hier den Winter verbringen. So lernen wir viele nette Leute kennen mit denen wir viel Spaß haben.

Beim gemeinsamen spielen, Eis essen gehen, wandern, grillen oder zusammen Musik machen.

Es gibt viele Gelegenheiten etwas zusammen zu machen. Auch die Hilfe die von Peters Fachwissen ausgeht, ist immer gerne gesehen und genutzt.

Wir machen aber auch immer wieder schöne Ausflüge ins Hinterland oder die Küste entlang.

Mit Freunden wandern und den Frühling genießen.

Zwischen drin werden kleinere Arbeiten gemacht und das Boot ist nun fertig für die Weiterfahrt.

Aber das Wetter lässt es noch nicht wirklich zu um zu starten. Also genießen wir einfach noch unsere letzten Tage im Hafen. Denn der schlimme Abschied kommt noch früh genug. Denn fast alle gehen Richtung Griechenland und nur zwei Boote, wo wir es wissen gehen Richtung Nordwesten.

Also Richtung Sardinien, Korsika und Festland Frankreich/Spanien.

Sizilien finde ich sehr schön. Es ist hier im Süden sehr landwirtschaftlich geprägt. Aber leider auch viel Plastik- Gewächshäuser ( Mare Plastico ).

Aber auch die Geschichte hat diese Ecke geprägt. Dies zeige ich einfach mal mit Fotos.

Aktuell

Erst mal wünsche ich allen frohe Ostern, auf das ihr einen wunderschönen Tag habt.

Heute möchte ich mal erklären warum es etwas ruhig um uns war.

Wir liegen immer noch in unserem Winterhafen aus verschiedenen Gründen. Ich weiß nicht ob man das in Deutschland registriert. Im Mittelmeerraum aber auch auf dem Atlantik spielt irgendwie alles verrückt. Wir sind gefühlt am südlichsten Punkt von Europa und es schneit in den höheren Lagen von Sizilien. Auf dem Ätna liegt Meterhoch der Schnee und es kommt immer wieder neuer Schnee dazu. Hier stürmt es unentwegt und es regnet sehr viel. Somit haben wir natürlich keine Lust schon weiter zu segeln. Gut das wir eine Heizung haben.😁 Ein kleines Fenster öffnet sich am Dienstag nach Ostern vielleicht das sich aber schon wieder am Freitag mit stürmischen Winden aus Osten verabschiedet. Und wenn wir am Dienstag starten, wären wir auf der Ostseite von Sizilien relativ Schutzlos. Also werden wir wohl noch warten müssen. Wir werden sehen.

Aber warum ich eigentlich aktuell schreibe ist dieser.

Letzte Woche wäre unsere Alina fast abgefackelt!

Wir waren mit Freunden am Sonntagmittag einen Kaffee trinken. Plötzlich zog es mich wieder zurück zum Boot und wir brachen auf.

Als ich die Luke zum Niedergang öffnete kam mir dichter, beißender Geruch entgegen. Peter schaltete sofort den Hauptschalter aus und ich riss alle Fenster auf. Nach kurzer Suche sah ich das von der Decke der Küche Öl lief. Ich stürmte nach draußen und fühlte an der Elektro- Winsch und diese war sehr, sehr heiß .

Wir bauten die Decke in der Küche ab und sahen das der Motor kurz vor dem Brand stand. Der Außenlack war schon verkohlt und das GFK oben drüber hatte auch schon einen dunkel braunen Fleck. Also Motor raus bauen und auf Fehlersuche gehen.

Das Ergebnis ist, das durch den Betätigungsschalter wohl Feuchtigkeit eingedrungen ist und der Motor unter Dauerstrom kam. Die Winsch hat aber nur halb gedreht weil in der Wicklung ein Draht den Motor blockiert hat. Aber Strom floss weiter Und durch die entstehende Hitze ist der Innenraum unter Rauch gesetzt worden.

Der beißende Geruch des Rauchs war das schlimmste und wir haben nun eine Woche gekämpft um wieder einen Lebensraum zu haben.

Alles abgewaschen, alle Decken Paneelen runter, denn dahinter sind die Hohlräume alle miteinander verbunden. Dort alles abwaschen und danach alles mit Alkohol reinigen. Dann haben wir alles gestrichen und lüften , lüften.

Die Sachen die rumlagen wie Kissen, Decken, Kleidung etc. musste gewaschen werden. Also einfach eine heiden Arbeit.

Nun sind wir soweit das es kaum noch da ist. Wenn eine Schublade aufgeht kommt etwas Geruch heraus. Aber man kann wieder auf der Alina leben. In der Dusche wo es noch am meisten riecht, habe ich Kaffee hingestellt. Kaffee frisst den Geruch. Hätte ich nie gedacht wie gut das klappt.

Jetzt kommen wir langsam wieder zur Ruhe und gehen später mit den gleichen Freunden wieder einen Kaffee trinken. Machen aber vorher den Strom-Hauptschalter aus😉😊

Da es für die Winsch nichts mehr gibt, haben wir sie auf manuell umgebaut und können dann wenn das Wetter passt trotzdem los.

Wir suchen aber sicher noch eine Lösung für die Winsch. Und ich habe alle Schalter gesichert das bei den anderen nichts passiert.

Jetzt gehe ich erst mal auf Eiersuche. 😊 Frohe Ostern nochmal 👋

Malta

Wir wollen nach Malta! Aber nicht mit dem eigenen Boot sondern mit der Fähre die hier im Hafen liegt und regelmäßig rüber rast. Denn das Wetter lässt es für uns noch nicht zu dies mit der Alina zu machen.

Ich buche für den Katamaran online unsere 25 € Karten und wir rauschen mit 30kn (was sehr sehr schnell ist) in knapp zwei Stunden rüber nach Valletta. Ein etwas schlingerndes Gefühl😊.

Auf der Fähre

Der Fährhafen ist ziemlich weg von unserer Unterkunft und so rufe ich für wenig Geld ein Uber Taxi und wir sind ratz fatz im Hotel. Da es schon sehr spät ist, denn die Fähre fährt am späten Abend hin und am sehr frühen Morgen zurück, trinken wir nur noch etwas und gehen früh ins Bett. Denn wir wollen früh raus um viel zu sehen und zu erleben. Wir bewegen uns nur mit dem Bus oder zu Fuß und das klappt wunderbar. Ein fünf Tage Ticket kommt her und das Bus-System versteht man sehr schnell.

Auf Malta waren in der Antike schon Karthager, Römer, Byzantiner und Araber unterwegs. Später waren es die Italiener und Engländer. Seid 1964 ist Malta eigenständig und die Amtssprache ist wieder maltesisch aber auch englisch.

1530 kam der Malteserorden und dessen Kreuz ist heute das nationale Symbol der Insel.

Wir waren hauptsächlich im Norden der Insel unterwegs die zwischen Italien und Tunesien liegt.

Am meisten hat uns die wunderschöne Stadt Valletta gefallen. Wunderschöne uralte Gebäude, Festungsanlagen, prächtige Paläste, unzählige kleine Gassen, Studentenstadt, Kultur und multikulti.

Zwei Tage haben wir uns durch sie und den three Cities treiben lassen. Sind mit dem Boot über die Buchten oder mit dem Bus dorthin gefahren.

Haben uns den Böllerschuss um zwölf angeschaut, der schon mehr als hundert Jahre zur Uhreinstellung genutzt wird und sind durch herrliche alte Palazzos gezogen.

Echt eine empfehlenswerte Stadt.

Im Krieg wurden schwere Ketten über die Bucht gezogen damit die Feinde nicht ein marschieren konnten. Wirklich Geschichte an jeder Ecke.

Außerdem waren wir in der alten Hauptstadt Mdina im Zentrum der Insel unterwegs und konnten uns herrlich in die Ritterzeit versetzen.

Natürlich mussten auch Wanderungen dabei sein , denn nach drei Tagen Stadt brauche ich wieder Natur😁.

Dies haben wir an der Steilküste an der Ostseite und in Marsaxlokk gemacht.

Jeden Abend war der Abschluss des Tages in Valletta und diese Abende bei Livemusik und kleinen Tavernen im Studentenvierteln haben wir sehr genossen.

Valletta bei Nacht ist wirklich atemberaubend mit den alten Gebäuden die herrlich beleuchtet werden.

Am letzten Morgen hieß es um halb fünf aufstehen und um fünf in das Uber Taxi und ab zum Fährterminal. Denn um sechs ging es wieder in den Sonnenaufgang aus der Bucht von Valletta zurück nach Marina di Ragusa.

Abschied bei Sonnenaufgang

Es war eine herrliche Woche auf Malta. Wir haben es sehr genossen.

Bordleben im Hafen

Nun sind wir schon drei Wochen wieder an Bord, aber gefühlt sind wir erst gestern angekommen.

Bisher haben wir die Winter mit Alina immer an Land verbracht. Dieses Leben waren wir gewohnt. Nun liegt Alina im Wasser und alles ist anders. Keine Leiter die wir immer rauf und runter müssen, oder einsame Boat Yards wo kaum jemand ist. Dies haben wir genossen aber das hier ist auch herrlich.

Hier verbringen viele Leute den gesamten Winter und fahren gar nicht nach Hause. Die Gemeinschaft ist hier sehr eng und sehr aktiv.

Für uns wäre das nichts denn die Zeit daheim empfinde ich für mich als sehr wichtig.

Wir haben einige Boote mit denen wir etwas unternehmen aber man kann eben nicht alle kennen lernen.

Wir machen viele kleine Arbeiten oder Verbesserungen die wir uns über das Segeljahr ausgedacht haben aber genießen auch unsere Freunde von hier.

Fast jeden Abend ist jemand an Bord oder wir sind auf einem anderen Boot. Ab und zu brauche ich dann aber mal einen Abend für mich und bleibe an Bord.

Man kann jeder Zeit zum Markt, zum Supermarkt oder wir probieren Eisdielen aus die es hier im kleinen Ort reichlich gibt. Und ein Eis ist besser als das andere . Was dieses angeht sind wir im Paradies. Denn Eis konnten die Griechen wirklich nicht🤣.

Genießen

Peter ist auch oft auf anderen Booten und hilft bei technischen Problemen. So ist er eben!

Die Starkwinde sind immer noch nicht vorbei und es ist ziemlich kalt. Definitiv noch keine Segelsaison. Alle bereiten sich schon fleißig vor aber die meisten werden wohl erst im April oder Mai gehen.

In den vergangenen drei Wochen waren wir auch auf Malta. Aber zu dieser Insel mache ich einen seperaten Beitrag. Das ist sie wirklich wert!

Am Wochenende mieten wir uns ein Auto und schauen uns im Inland etwas um. Darauf freue ich mich schon sehr.

Kalt aber wunderschön!

Bis wir wieder unterwegs sind gibt es kürzere Berichte da unser Alltag eigentlich immer gleich aussieht. Frühstück, eine Arbeit für heute, Freunde, Essen, schlafen.

Die Reise beginnt

Und das ist auch schön so. Abschied ist nie leicht aber jedes Ankommen an einem neuen Ort ist wie ein Neubeginn.

Und wir beginnen das Jahr mit Rom. Die Stadt die ich echt lieb gewonnen habe. Eine kosmopolitische Stadt mit einer fast 3000 Jahre alten Geschichte. Man braucht sich nur treiben lassen und findet an jeder Ecke tolle Architektur und Kunstgeschichte. Überall findet man antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum das die einstige römische Macht zeigt. Und natürlich die pompöse Vatikanstadt die die römisch-katholische Kirche beheimatet. Der Petersdom mit Sitz des Papstes, das riesige Vatikanische Museum mit der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle und den wundervollen Bildern des Michelangelos.

Diesmal haben wir uns auch ein paar Sachen angeschaut aber meistens haben wir uns wieder treiben lassen und dabei tolle Orte entdeckt die es gefühlt an jeder Ecke gibt. Ich glaube wir sind jeden Quadratmeter erlaufen😊. Zumindest haben wir uns Abends immer so gefühlt.

Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Sizilien. Wir sind dieses mal geflogen. Ich hatte aber Angst das unser Flieger in Rom wegen dem Sturm der wieder mal über Sizilien fegte nicht startet. Aber wir starteten. Allerdings nachdem erst mal ein Reifen gewechselt werden musste🤔.

Der Pilot sagte zur Begrüßung, dass er versuchen würde dem Stark Wind zu umgehen. Oje. Was da wohl kommt?

Aber außer etwas wackeln hat er den Flieger gut in Catania auf den Boden bekommen. Gott sei Dank!

Jetzt noch mit dem Bus 2 Stunden nach Marina di Ragusa und dann haben wir es geschafft.

Wir stolpern aufs Boot, lassen alles von uns fallen, richten unser Bett und fallen todmüde hinein.

Vier Tage Großstadt ist für mich als Dorfkind anstrengend. Nun freue ich mich darauf das Boot herzurichten.

Denn nächste Woche wollen wir mit der Fähre nach Malta. Aber jetzt erst mal ankommen und Freunde wiedersehen.

Unser Winter Zuhause

Es geht wieder los! Wir sind wieder unterwegs!

Unser Winter in Deutschland war sehr intensiv und ich habe es sehr genossen. Neben Familie und Freunden ist es tatsächlich die Kultur die mir sehr gefehlt hat. Ein Freund sagte zu mir als ich dies mal erwähnt habe: „Aber du hast doch jeden Tag Kultur auf deiner Reise. In jeder Ecke findet man Altertümer und uralte Geschichte.!“

Ja er hat schon Recht, aber es gibt noch andere Kultur. Die Konzerte die ich mit Freunden genießen kann, Theater , Ausstellungen in der man die Geburtssprache hört, Kino wo ich alles verstehe 😊(da war ich mehrmals, sogar ganz alleine) und einiges andere. Vieles merke ich erst, das es fehlt, wenn ich lange nicht mehr da bin.

Was war denn noch so?

Die standesamtliche Trauung von David und Nina zum Beispiel, Weihnachtsmärkte, Familie genießen bei Nikolaus (das ist der Peter 🤣), Mama zu Weihnachten holen, spontan im Garten einen Weihnachtsmarkt veranstalten, Weihnachten zelebrieren, wandern mit Freunden, Infinity in der heilig Geist Kirche erleben, Familienwochenende im Schwarzwald, die liebe Schwester am Rhein besuchen und an unserer Geburts-Heimat vorbei spazieren.

Und immer wieder sorgenvoll das Wetter bei der Alina beobachten.

Denn es zogen viele Stürme und Gewitter durch. Besonders dirty Harry machte uns Sorgen. Dieser Cyclon sollte bis zu 16m hohe Wellen aus Osten bringen. Jemand nannte es den 50iger Jahre Schwell (Wellen).

Denn die Wellen hatten 1300km um sich aufzubauen und nichts würde sie bremsen. Es war enorm! Der Meeresspiegel stieg noch dazu und ließ alles mit voller Wucht auf die Küste prallen. Es ist im armen Sizilien und anderen Regionen, viel zerstört worden. Auch von den noch folgenden Stürmen. Aber um es kurz zu machen, wir haben einen guten Hafen ausgewählt.

Hier ist nichts passiert und wir hatten auch einen lieben Freund der immer nach unserem Bötchen geschaut hat.

Im Ort selber sind die Lokale auf dem Strand zerstört worden. Sie waren zwar ungefähr 300 m vom Wasser entfernt aber dieses kam bis an die Promenade hoch und hat alles mit Sand gefüllt.

Gemeinsam sind die Boat-Leute zum aufräumen an den Strand gegangen. Man hilft sich gegenseitig und das ist in dieser Notlage auch sehr wichtig.

Es hat auch sehr viel geregnet. Und dieser Regen hat den Sahara-Sand auf alles gelegt. Wiedermal ist alles orange.

Wir mussten alles aus der Ferne mitmachen. Und ich weiß echt nicht was besser ist. Zittern vor Ort oder in der Ferne wenn man sich sehr hilflos fühlt.

Nun geht es aber wieder nach Sizilien. Die Pakete für DHL sind losgeschickt und wir sitzen auf dem Weg nach Rom im Flieger. Wir freuen uns schon sehr, wollen aber erst noch mal Rom genießen. Eine wirklich tolle Stadt.

Weit weg

Wir sind nun schon eine Weile zuhause und der Alltag kehrt wieder ein. Einerseits geht das viel zu schnell und zu intensiv, und andererseits ist es schön diesen Alltag wieder erleben zu dürfen.

1. Großeinkauf denn die Schränke sind leer 🙂

Ich habe es ja schon erwähnt das wir in der Ferne ein paar Probleme gehabt haben. Da möchte ich etwas näher drauf eingehen.

Dazu muss ich kurz erwähnen das die Alina das erste Mal seid wir sie haben über Winter im Wasser bleibt. Denn in Italien ist es nicht üblich das das Schiff an Land überwintert und darum gibt es auch nicht so viele Möglichkeiten.

Die Alina liegt aber in einem sicheren Hafen mit einer guten Segler Gemeinschaft. Und das ist auch gut so wie wir bitter erleben durften.

Ich war mit meinem Enkel bei seinem ersten Lauf auf dem Hockenheimring als ich beim gehen feststellen musste das ein Segler Freund mehrfach versucht hat mich zu erreichen.

Da es aber im Stadion so laut war habe ich nichts mitbekommen.

So schnell wie möglich melde ich mich bei ihm und erfahre das auf der Alina, 2000km von uns entfernt ein Alarm brüllt. Was für ein Schock! Was denn nun? Was kann es sein

Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf.

Schnell ist herausgefunden das Wasser im Boot ist und der Wasseralarm den ich überall montiert habe, schreit. Unser Segler Freund muss tief ins Innere der Alina krabbeln um dann auf Anfrage von mir, fest zu stellen, das es Süßwasser ist.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Kein Salzwasser! Die Ventile die wir noch kurz vorm gehen gewechselt haben sind dicht. Absaufen werden wir dann wohl nicht denn die Trinkwassertanks haben wir vorm gehen geleert.

Was kann es aber sein!

Unser Freund schaut nach den Fenstern da ich vermutet habe das vielleicht was eingeklemmt ist und nach den dauernden Gewittern dort, Wasser eindringt.

Dem war nicht ganz so, aber fast🤔

Unser Freund stellt fest das in Peters Bad das Fenster auf ist und die Gewitter ungebremst eindringen konnten. Er schließt es und macht sogar alles trocken damit über Winter nichts schimmelt. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet und werden wenn wir wieder dort sind auch gemeinsam was tolles machen. Danke dir, Dirk.

Nun können wir mit einem guten Gefühl hier in der Heimat unseren Winter verbringen, die Natur genießen und auch schon wieder ans zurückfahren denken.

Ich nähe, soweit es mit meinen Vorlagen geht, ein neues Cover für unser Dingi. Die Schablonen und das alte Cover habe ich hier, aber dennoch ist es irgendwie, wie blind nähen.

Ich kann vieles fertig machen aber nicht alles. Dafür brauche ich dann das Dingi zum genauen anpassen. Aber ich bin guter Dinge. Wird schon! Die Nähmaschine muss dann halt mit nach Italien😁.

Nach vier Wochen merke ich, das auch unsere Alina meine Heimat ist, nur eben anders. Ich vermisse sie schon. Aber die Zeit geht sehr schnell rum.

Ich mache jetzt meine Winterpause und melde mich im Februar wieder wenn es zurück zur Alina geht.

Vielleicht bringe ich Peter dazu auch mal etwas zum Abschluss zu schreiben. Ich mache mir aber nicht so viel Hoffnung.

Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2026

Auguro a tutti un felice Natale e un felice anno nuovo 2026.🎄