Kaum ist unser lieber Besuch weg , geht es für uns auch gleich weiter. Denn wir haben uns am Vormittag an die Tankstelle gelegt damit die beiden von dort in das Taxi steigen können. Aber dort müssen wir ja auch wieder gehen.
Unser grobes Ziel ist Carlaforte auf der Insel San Pietro mit einigen Steps unterwegs.
Der Wind ist sehr gut. Wir müssen zwar aus den Golf von Cagliari raus kreutzen aber das macht nichts da wir guten Wind haben. Wir kommen den wartenden Tankern an der Raffinerie manchmal etwas nah aber es ist immer noch Platz genug. Es macht riesen Spass. Die Tanker sind mit ihrer Größe schon etwas Angst einflößend. Man kommt sich daneben echt winzig vor!

Unser erster Stopp ist der Archäologische Park Nora. Diese antike Stadt ist eine der wichtigsten auf Sardinien und vermittelt einen Hauch von Pompeii. Sie ist neben Bosa wohl die älteste Siedlung auf Sardinien und von den Phöniziern gegründet. Es war mal das wichtigste Handelszentrum unter den Puniern und später den Römern.


Ich war schon mal mit meiner Schwester dort und so sind wir nicht an Land sondern weiter Richtung Porto Pino. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde.
Ein riesen Strand mit Dünenlandschaft und einer dahinter liegenden Lagune in der allerhand Vögel unterwegs sind.



Wir müssen allerdings am nächsten Tag gleich weiter da es bald Starkwind gibt und den wollen wir in Carlaforte abwettern und uns die Insel anschauen.
Wir halten noch in einer Bucht auf der Südseite von San Pietro bevor wir in den Hafen gehen.


Die Insel wurde in der Antike von Phöniziern, Griechen und Römern als geschützter Hafen genutzt. Sie bauten Ocker ab und betrieben den Thunfischfang (Mattanza). Auch der Apostel Petrus soll der Legende nach hier im Sturm Zuflucht gesucht, und der Insel so den Namen gegeben haben.
Genuesische Korallenfischer wurden von Tunesien hierhin vertrieben und der König Karl Emanuel III. Schenkte diesen Flüchtlingen 1738 die Insel als neue Heimat.





Carlaforte ist ein wirklich liebenswertes Städtchen und wir genießen es sehr. Wir wandern um die alte Saline mit unzähligen Flamingos, Säbelschnabel, Stelzenläufer, weißen Reihern und vielen mehr.



Wandern in die Höhe und mieten uns einen Roller um die Insel zu erkunden. Sehen von oben die Netze der Mattanza, wandern zu einem einfach spektakulären natürlichen Pool an der südwestlichen Steilküste mit riesiger Brandung im Hintergrund und genießen diese Natur in vollen Zügen.










Eine wirklich liebenswerte Insel. Das manche sie lieben
(gelle, liebe Susanne😘)
kann ich sehr gut verstehen.
Aber dann heißt es leider Abschied nehmen. Das Wetterfenster passt für die Westseite Sardiniens und wir machen uns auf den Weg.
