Auf nach Korsika

Wir ziehen noch etwas nach Westen, um nicht so einen weiten Schlag nach Korsika zu haben und kommen so in eine tolle Bucht neben Isola Rossa. So wie der Name schon sagt sind die Felsen in einem rosa bis rötlichen Ton. Wir machen solange die Sonne noch sehr hoch steht mit dem SUP eine Schnorchel Tour. Aber es gibt traurigerweise nicht viel zu sehen.

Am Abend paddeln wir dann mit dem SUP an Land und machen eine kleine Wandertour. Dies geht leider erst sehr spät da es immer noch sehr heiß ist. An Land ist es wunderschön. Das Licht einfach herrlich und wir genießen es sehr. Es ist einfach immer wieder wunderschön wenn wir unsere Alina alleine in so einer Traum-Landschaft ankern sehen.

Wir laufen Richtung Kap bis uns der weitere Weg versperrt ist. Vermutlich ein Schutzgebiet oder Privat. Egal, beides zwingt uns zum umdrehen. Was aber auch gut ist, denn die Sonne geht langsam unter.

Am nächsten Tag soll der Wind stimmen und wir starten sehr früh um über die Straße von Bonifatius zu segeln. Ich habe großen Respekt vor dieser Etappe denn die Winde können sich gegenüber der Prognose nicht selten verdoppeln und die starke Strömung kommt auch noch dazu.

Die Meeresstraße ist bei Seefahrern wegen ihres schwierigen Wetters, der Strömung und der Untiefen gefürchtet. Aber trotzdem ist es schon seid der Antike ein wichtiger Seeweg.

Manchmal muss man sehr lange auf ein passendes Wetterfenster warten. Wir hatten Glück doch Julius Cäsar musste auf der Rückfahrt seines Afrikafeldzuges einen Monat warten. Und wenn man das nicht tut, kann es zu einem Unglück wie 1855 kommen als eine französische Fregatte bei Sturm auf ein Riff lief und alle 693 Seelen starben.

1993 gab es hier ein schweres Tankerunglück und seidem darf kein Schiff mehr mit Gefahrgut durch die Meeresenge zu fahren.

Bei uns lief alles gut, obwohl es noch von Italienischer Seite ein großes Marine-Manöver gab.

Ohne Probleme kamen wir an den wunderschönen Klippen von Bonifatius an. Der Hafen liegt in einem Fjord der sehr schmal vom Wasser her einbiegt.

Die Festungsstadt liegt oben auf den Kreideklippen und man hat den Eindruck das diese bald ins Wasser bricht.

Der wunderbar geschützte Naturhafen wird heute als Fischer-und Yachthafen genutzt. Hier gilt es ähnlich wie in Cannes und Nizza. Sehen und gesehen werden. Je größer die Jacht desto besser. Sicher sieht man hier einige Promis wenn man sie dann auch erkennen würde 🤔. Wir nicht, denn wir kennen keine😁.

Wir ankern in der einzigen Bucht des Fjords und fahren in diesen schicken Hafen mit unserem Gummiboot ( aber grau, nicht rot🤣)

Wir spazieren durch den Hafen, genießen die schöne Altstadt mit Festung und gehen auch mal lecker essen. Eine beeindruckende Stadt mit ihrer Lage.

Wir haben Bonifatius sehr genossen.

Avatar von Unbekannt

Autor: Tina

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. (Mark Twain)

Hinterlasse einen Kommentar