Und das ist auch schön so. Abschied ist nie leicht aber jedes Ankommen an einem neuen Ort ist wie ein Neubeginn.
Und wir beginnen das Jahr mit Rom. Die Stadt die ich echt lieb gewonnen habe. Eine kosmopolitische Stadt mit einer fast 3000 Jahre alten Geschichte. Man braucht sich nur treiben lassen und findet an jeder Ecke tolle Architektur und Kunstgeschichte. Ăberall findet man antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum das die einstige römische Macht zeigt. Und natĂŒrlich die pompöse Vatikanstadt die die römisch-katholische Kirche beheimatet. Der Petersdom mit Sitz des Papstes, das riesige Vatikanische Museum mit der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle und den wundervollen Bildern des Michelangelos.
PantheonHochwasser am Tiber mit Engelsburganstehen zum Petersdom mit ein paar anderenđPetersdomBlick nach 551 Stufen bis in die KuppelGröĂter und Ă€ltester FriedhofKolosseumAbschieds -Aperol
Diesmal haben wir uns auch ein paar Sachen angeschaut aber meistens haben wir uns wieder treiben lassen und dabei tolle Orte entdeckt die es gefĂŒhlt an jeder Ecke gibt. Ich glaube wir sind jeden Quadratmeter erlaufenđ. Zumindest haben wir uns Abends immer so gefĂŒhlt.
Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Sizilien. Wir sind dieses mal geflogen. Ich hatte aber Angst das unser Flieger in Rom wegen dem Sturm der wieder mal ĂŒber Sizilien fegte nicht startet. Aber wir starteten. Allerdings nachdem erst mal ein Reifen gewechselt werden mussteđ€.
Der Pilot sagte zur BegrĂŒĂung, dass er versuchen wĂŒrde dem Stark Wind zu umgehen. Oje. Was da wohl kommt?
Aber auĂer etwas wackeln hat er den Flieger gut in Catania auf den Boden bekommen. Gott sei Dank!
Jetzt noch mit dem Bus 2 Stunden nach Marina di Ragusa und dann haben wir es geschafft.
Wir stolpern aufs Boot, lassen alles von uns fallen, richten unser Bett und fallen todmĂŒde hinein.
Vier Tage GroĂstadt ist fĂŒr mich als Dorfkind anstrengend. Nun freue ich mich darauf das Boot herzurichten.
Noch ein Absacker und dann ab in die FalleFrĂŒhstĂŒck bei Mac da wir erst einkaufen mĂŒssen
Denn nÀchste Woche wollen wir mit der FÀhre nach Malta. Aber jetzt erst mal ankommen und Freunde wiedersehen.
Unser Winter in Deutschland war sehr intensiv und ich habe es sehr genossen. Neben Familie und Freunden ist es tatsĂ€chlich die Kultur die mir sehr gefehlt hat. Ein Freund sagte zu mir als ich dies mal erwĂ€hnt habe: âAber du hast doch jeden Tag Kultur auf deiner Reise. In jeder Ecke findet man AltertĂŒmer und uralte Geschichte.!â
Ja er hat schon Recht, aber es gibt noch andere Kultur. Die Konzerte die ich mit Freunden genieĂen kann, Theater , Ausstellungen in der man die Geburtssprache hört, Kino wo ich alles verstehe đ(da war ich mehrmals, sogar ganz alleine) und einiges andere. Vieles merke ich erst, das es fehlt, wenn ich lange nicht mehr da bin.
Was war denn noch so?
Die standesamtliche Trauung von David und Nina zum Beispiel, WeihnachtsmĂ€rkte, Familie genieĂen bei Nikolaus (das ist der Peter đ€Ł), Mama zu Weihnachten holen, spontan im Garten einen Weihnachtsmarkt veranstalten, Weihnachten zelebrieren, wandern mit Freunden, Infinity in der heilig Geist Kirche erleben, Familienwochenende im Schwarzwald, die liebe Schwester am Rhein besuchen und an unserer Geburts-Heimat vorbei spazieren.
Trauung Nikolaus (Peter)Wanderung mit FreundenMit Mama unterwegsEnkel bobbelnUnser…WeihnachtsmarktWeihnachten mit allenâ€ïžDie neue Familie genieĂenWerkeln mit den EnkelnMit Schwesterchen in der Heimat
Und immer wieder sorgenvoll das Wetter bei der Alina beobachten.
Denn es zogen viele StĂŒrme und Gewitter durch. Besonders dirty Harry machte uns Sorgen. Dieser Cyclon sollte bis zu 16m hohe Wellen aus Osten bringen. Jemand nannte es den 50iger Jahre Schwell (Wellen).
Denn die Wellen hatten 1300km um sich aufzubauen und nichts wĂŒrde sie bremsen. Es war enorm! Der Meeresspiegel stieg noch dazu und lieĂ alles mit voller Wucht auf die KĂŒste prallen. Es ist im armen Sizilien und anderen Regionen, viel zerstört worden. Auch von den noch folgenden StĂŒrmen. Aber um es kurz zu machen, wir haben einen guten Hafen ausgewĂ€hlt.
Hier ist nichts passiert und wir hatten auch einen lieben Freund der immer nach unserem Bötchen geschaut hat.
Es tobtSaharastaub im AnmarschVielerorts …..sieht es so ausDas Strandlokal ist zerstört und mit Sand gefĂŒlltDer nĂ€chste Sturm ist im Anmarsch
Im Ort selber sind die Lokale auf dem Strand zerstört worden. Sie waren zwar ungefĂ€hr 300 m vom Wasser entfernt aber dieses kam bis an die Promenade hoch und hat alles mit Sand gefĂŒllt.
Gemeinsam sind die Boat-Leute zum aufrÀumen an den Strand gegangen. Man hilft sich gegenseitig und das ist in dieser Notlage auch sehr wichtig.
Es hat auch sehr viel geregnet. Und dieser Regen hat den Sahara-Sand auf alles gelegt. Wiedermal ist alles orange.
Wir mussten alles aus der Ferne mitmachen. Und ich weiĂ echt nicht was besser ist. Zittern vor Ort oder in der Ferne wenn man sich sehr hilflos fĂŒhlt.
Nun geht es aber wieder nach Sizilien. Die Pakete fĂŒr DHL sind losgeschickt und wir sitzen auf dem Weg nach Rom im Flieger. Wir freuen uns schon sehr, wollen aber erst noch mal Rom genieĂen. Eine wirklich tolle Stadt.
Unsere diesjÀhrige Route 216 Tage und 10280km. Dies ist Polarstep und dort sieht man immer wo wir ganz aktuell sind.
Ich habe mich wahnsinnig auf Italien gefreut. Die tolle MentalitĂ€t, das schöne Singsang der italienischen Sprache, Familie ĂŒber alles, âDolce Vitaâ und âBella Figuraâ, Pizza, Pasta, Eis und viel Geschichte. Und das ist auch so wie ich es mir vorgestellt habe.
Von Griechenland kommend sind wir um den gesamten Stiefel bis nach Rom hoch in den Norden gesegelt.
Hier bin ich schon irgendwie an meine Grenzen herangetreten. Keine Buchten in denen wir uns vor den Wellen und Winden retten konnten. FĂŒr eine ruhige Nacht mussten wir uns in HĂ€fen flĂŒchten und diese sind in Italien wahnsinnig teuer. Lagen wir mal in einer Bucht konnten wir nicht an Land denn die allgegenwĂ€rtigen Lidos (das sind Strandabschnitte die durch Liegen und Sonnenschirm Vermieter, bewirtschaftet werden) lieĂen es nicht zu das wir unser Dingi an den Strand legten um dann zu wandern oder einfach nur einkaufen zu gehen.
Jedes Fleckchen der KĂŒste ist in ihren HĂ€nden. Oft haben wir gehört;âNo,No! Privatâ
So konnten wir vom Landesinnere nicht wahnsinnig viel kennen lernen und auch die Menschen wahren weit weg und nicht erreichbar. Das war echt schade!
Auf den Inseln, wie Liparische Inseln, Procida, Ischia, Ventutene, Ponza, Sardinien und Sizilien war es besser. Dort waren wir auch bei tollen Wanderungen unterwegs. Capri haben wir ausgelassen da es uns wirklich zu voll war.
Die Inseln haben wir sehr genossen, da es einfach wieder Buchten gab in denen wir gut schlafen konnten und wir so auch mehr Kontakt zu anderen Seglern hatten. Das Land mit seinen Menschen ist echt toll! Nur das maritime Italien gefÀllt mir nicht so besonders.
Italien ist ein Motorboot Land. Je gröĂer das Boot desto besser und einflussreicher bin ich. Wenn der Italiener was darstellen will besitzt er es. Es gibt nur Stopp oder Vollgas. Die HĂ€fen sind ĂŒberfĂŒllt und ĂŒberteuert und leider lernt man sie nicht kennen da die wenigsten , gefĂŒhlt keiner, Englisch spricht.
Auf der Festland Seite fĂŒhlte ich mich manchmal wie eine AussĂ€tzige die man nicht haben will die aber sooo gerne den Menschen dort kennen lernen möchte. Denn das ist das einzig wichtige! Die Begegnungen! Denn die KĂŒste ist immer wieder traumhaft schön aber ziemlich Ă€hnlich. Auf dieser Seite sind kaum auslĂ€ndische Segler unterwegs und die Italiener die da sind können sich eben nicht verstĂ€ndigen.
Viele glauben, wir leben im Paradies und einen Traum. Doch dieser Traum kann auch zum Horror Film werden und ist in der meisten Zeit sehr anstrengend. Wenn wir nicht an Land kommen ist das auch fĂŒr uns nicht gut. Wir brauchen Bewegung, Begegnungen, verschiedene Persönlichkeiten und Begebenheiten um uns wohl zu fĂŒhlen. Und ohne diese wird unsere kleine Alina fĂŒr uns immer kleiner und enger.
Ich brauche es, das ich an Land gehen kann wann ich will sonst fĂŒhle ich mich eingesperrt. Und das war sehr oft so! Ich hatte oft den Gedanken, aufzuhören. So möchte ich das nicht. Ich mag das Land kennen lernen. Die Menschen. Und das Boot ist nur unser Fortbewegungsmittel!!
Das hat dieses Jahr gar nicht geklappt. Wir sind hauptsĂ€chlich gesegelt. Es fĂŒhlte sich oft an wie das abhaken eines neuen Ortes und dann weiter.
Das lag aber auch daran das wir mehr als 700 Seemeilen zurĂŒcklegen mussten um Besuch zu einem geplanten Termin aufzunehmen. Und das bereitet eben sehr viel Stress. Ein anderer Besuch meldete sich und sagte:âHey ich bin jetzt da ich könnte morgen an Bord kommen.â Einfach perfekt. đ Nur so machen wir es jetzt in Zukunft. Denn ich mag einfach nicht mehr hetzen.
Seglerisch ist das Tyrrhenische Meer sehr anspruchsvoll. Trotzdem hatten wir öfter wunderbare Segel Phasen und dann wieder sehr anstrengende.
Durch das enger werden an Bord habe ich gelernt das es wichtig ist seinen eigenen Raum zu behalten. Seine eigenen Aufgaben und Themen. Ich hatte zwischen drin das GefĂŒhl das dieser Raum immer kleiner fĂŒr mich wird. Das meine Persönlichkeit verschwindet wie in einem Vakuum. Meine Geschichten werden ĂŒbernommen, meine Themen und Meinungen. Gibt es mich noch? Oder bin ich nur noch Partner vonâŠ? Wie war noch der Name ? , Marina oder Martina?
Im letzten Drittel der Saison haben wir viele liebe Menschen kennengelernt und es hat die Einsamkeit in manchen Abschnitten, wieder wett gemacht. Jede Geschichte ist besonders und ich genieĂe es sie zu hören.
Das Maritime Italien. Nun wie soll ich das beschreiben?
Die Lido Situation habe ich ja schon erwĂ€hnt. GefĂŒhlt hat jeder Italiener ab dem Mittelstand ein Boot oder mietet sich eins. Zum Wochenende wird das Eigentum dann am Freitag Abend auf Hochglanz gebracht und am Samstag morgen geht es dann aus dem Hafen. Mit den vielen Mietbooten zusammen. Dann legt man sich vor den Hafen oder einer eventuellen Bucht, wirft den Anker und hĂ€ngt dort den ganzen Tag ab um Abends wieder in den Hafen zu fahren. Das wiederholt sich am Sonntag.
So entsteht am Wochenende eine richtige Rush Our in der alle Boote unterwegs sind und Wellen, zum Beispiel vor der AmalfikĂŒste, entstehen, die so hoch und unangenehm sind wie zu einem richtigen Sturm. Ist das Wetter nicht gut, sprich höhere Wellen oder Wind und Gewitter , verbringen sie den Tag genauso, nur eben im Hafen.đ€Ł
Die Menschen die wir kennenlernen durften waren wahnsinnig freundlich und wir haben uns immer wohlgefĂŒhlt. Besonders in den einfachen ArbeiterstĂ€dten, ich nenne sie âehrliche Stadtâ, war es toll.
Um mal zum Ende zu kommen. Italien ist immer eine Reise wert. Aber lieber von Land her erkunden. đđ
Das ist mein persönliches Empfinden ĂŒber dieses Jahr. Das kann beim Peter ganz anders sein. Ich versuche ihn zu ĂŒberreden das er sein eigenes ResĂŒmeeâ schreibt. Mal sehen.
Wir beschlieĂen auf der Heimreise einen Stopp in Rom einzulegen. FrĂŒh morgens geht es mit dem Bus los.
Ătna
Was wir nicht wussten, es ist wieder einmal ein âheiliges Jahr und steht unter dem Leitwort -Pilger der Hoffnung.â
Das heiĂt fĂŒr uns, die Stadt ist zum bersten voll. Denn an diesem Wochenende ist groĂes Treffen der Synodal-Teams und Beteiligungsorgane. Die kommen dann nicht in kleinen Gruppen sondern Busse weise. Ich weiĂ nicht wie viele Menschen zu Besuch waren ,aber ich kann sagen es waren einige.
FĂŒr das gesamte heilige Jahr werden ca. 32-45 Millionen Pilger erwartet.
Es ist aber nicht schlimm. Wir beschlieĂen in keine groĂen SehenswĂŒrdigkeiten zu gehen da die Schlangen der Wartenden enorm sind. Wir lassen uns einfach durch die Stadt treiben und lernen wunderschöne Ecken von Rom kennen.
Hier hat der Herbst auch schon begonnen und lÀsst die BÀume in wunderschönen Farben leuchten.
Petersplatz mit Domein paar Menschen ....auf dem Weg zum PetersdomEngelsburg + BrĂŒckeKleines CafeNavona BrunnenPiazza di NavonaDas können nur die Italiener: Eis!
Wir entdecken natĂŒrlich tolle Kirchen und PlĂ€tze mit Brunnen aber auch ganz kleine bezaubernde Cafes wo sich kein Pilger hin verirrt.
Spanische Treppe von untenSpanische Treppe mit ein paar anderen đTrevi BrunnenRom am AbendTriumpf-BogenCircus MaximusPause im Park der Villa BorghesePiazza del PopoloPalazzo Barberini
Nach drei NĂ€chten steigen wir in den Frecciarossa und fliegen mit dem roten Pfeil ĂŒber Mailand nach Hause.
Ich hatte im FrĂŒhjahr lange gesucht und mich dann fĂŒr Marina di Ragusa entschieden um dort ĂŒber Winter zu liegen. Und ich glaube das war eine gute Entscheidung. Hier befinden sich sehr viele Segler ĂŒber Winter die auch schon einige Jahre hier sind. Einige davon pflegen ganz rĂŒhrig die MdR (Marina di Ragusa)-Gruppe auf Facebook. Hier erfĂ€hrt man alles was in der Community (Gemeinschaft) los ist. Von Treffen zum Sundowner auf der Hauptmole, Happy Our in der Kneipe, wandern am Freitag, Sport, Halloween-Party, etc., bis hin zu Fragen die beantwortet werden, Ersatzteile oder Flohmarkt. Es ist einfach toll.
Neben unseren kleinen Arbeiten lernen wir viele liebe Leute kennen und haben eine tolle Zeit.
Elektrik aufrÀumenAn Deck alles aufrÀumen
Wir wechseln sogar die Ventile wÀhrend wir im Wasser sind. Das muss ich kurz erklÀren.
Bei uns gibt es einige Löcher unter der Wasserlinie nach drauĂen. Toilette (die hier im Hafen natĂŒrlich nicht verwendet wird), Abwasser Waschbecken und KĂŒche und natĂŒrlich noch andere fĂŒr den Wassermacher und den Motor. Die Ventile schlieĂen die Löcher wenn man das will.
Und davon mĂŒssen fĂŒnf gewechselt werden weil die alten sich langsam auflösen.
Normalerweise macht man das wenn das Schiff an Land ist aber ich hatte im laufe des Sommers die Idee das Loch von auĂen zu schlieĂen denn dafĂŒr gibt es schöne Holzpfropfen , die man im Normalfall von innen bei einem Leck verwendet. Wenn das schief gehen wĂŒrde, wĂŒrde das Boot sich sehr schnell mit Wasser fĂŒllen.
Aber die Idee war gut. Es hat alles wunderbar funktioniert obwohl uns einige fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€rt haben.
Ich bin auĂen mit dem SUP im Wasser und mache die âStöpselâ rein und Peter wechselt innen die Ventile. Ohne Probleme, war dies recht schnell erledigt.
Sonst haben wir nur Kleinigkeiten zu machen und Peter langweilt sich recht schnellđ.
WĂ€hrend ich unser Boot Winterfest mache ist er schon wieder auf anderen Booten unterwegs und repariert hier und hilft dort.
Alles muss verpackt werden
Es vergehen einfach nur drei/vier Tage und die Nachbarn haben es erlickert das er was kannđ.
Ich laufe dann nach der Arbeit einfach los und genieĂe den tollen Strand zum laufen oder gehe mit Freunden ein leckeres Eis essen oder etwas trinken. Mir geht es also gut dabei auch wenn es manchmal nervt.
Wieder Gewitter im AnmarschEs gibt auch ganz schön WindMan kann gut am Strand laufen
Aber er hat nun mal riesigen SpaĂ dabei zu zeigen was er kann.
Abends ist immer was los. Entweder sind wir auf anderen Booten, oder haben mit anderen Seglern einen gemĂŒtlichen Abend bei uns an Bord oder gehen wir auch mal essen. Kaum ein Abend an dem nichts los ist.
Das Wetter ist noch sehr schön im Oktober. Der Wind ist zwar oft sehr stark aber wir sind gut und sicher im Hafen, da ist es uns egal. Es regnet aber immer öfter und dann verkrĂŒmeln sich alle unter Deck. Das ist der Moment wo es sehr ruhig ist im Hafen. Er wirkt wie ausgestorben. Aber kaum ist der Regen vorbei kommen wieder alle aus ihren Höhlen.
Wir besuchen auch mal mit dem Bus die alte Stadt Ragusa Ibla die seid 2002 zum UNESCO-Menschheitserbe ernannt wurde. 1693 wurde sie wie viele andere StĂ€dte durch ein verheerendes Erdbeben fast vollstĂ€ndig zerstört aber sehr schnell auf den Ruinen wieder aufgebaut. Sie ist eine der bedeutendsten Kunst-StĂ€dten. Wir lassen uns einfach durch den Ort treiben und genieĂen es sehr.
Ragusa IblaFaszinierende Barocke Fratzen an den BalkonenDer DomErntezeit. Mmmmh
Plötzlich ist der Moment gekommen das wir an die Abreise denken mĂŒssen. Wir beschlieĂen mit dem Zug zu fahren und noch einige Tage in Rom zu bleiben. Und darauf freuen wir uns sehr.
GeschÀftiges Treiben in der NachbarschaftImmer wieder RegenFast alle PlÀtze sind schon voll.
Die Zeit hier ist rasend schnell vorbei gegangen, mit lustigen Abenden und wertvollen Begegnungen. Habt einen schönen Winter, bis bald.
Das Wetter ist gerade sehr schön ruhig und so können wir uns sogar vor dem Capo Bianco und der TĂŒrkischen Treppe ĂŒber Nacht vor Anker legen. Das ist hier selten so genieĂen wir es auch ganz bewusst hier sein zu können.
Die TĂŒrkische Treppe soll so heiĂen, weil sarazenische Piraten, die von den normalen Leuten â TĂŒrkenâ genannt wurden, sich hier nach ihren ĂberfĂ€llen im Windschatten verankert und versteckt haben. Eine andere Theorie ist, weil dieser weiĂe Mergel sehr an das tĂŒrkische Pamukkale erinnert. Man weiĂ es nicht!đ.
TĂŒrkisch TreppeAlina im Hintergrund
Die Nacht vor Anker ist nicht mehr ganz so ruhig aber am Morgen fahren wir trotzdem recht frĂŒh an Land um diesen schönen Ort alleine zu genieĂen. Es ist wirklich traumhaft dieser KreideweiĂe Felsen. Ein besonderer Ort!
Doch dann geht es weiter. Wir wollen nach Empedocle in den Hafen um in das Tal der Tempel zu gehen.
Im Hafen ist es wirklich sehr eng und nur zwei bis drei PlĂ€tze frei. Aber wir quetschen uns in eine 2,5m Bucht mit unseren 4,40m rein und liegen zwischen einem Forschungsschiff mit SonargerĂ€t und einem groĂen Motorboot wie in Abrahams SchoĂ. Leider haben wir uns bei dieser Aktion einen Kratzer in die Solarplatte geholt. Was fĂŒr ein Mist!
Giuseppe der Hafenmeister erklĂ€rt alles ganz nett: âEs gibt keine Toilette, da mĂŒsst ihr ins FĂ€hrterminal. Es gibt eine Dusche hier an meiner HĂŒtte auf der AuĂenseite die könnt ihr nutzen.â Die ist aber fĂŒr alle ersichtlichđ.
Im Terminal leihen wir uns einen Elektroroller und fahren zum Tal der Tempel. Ein wirklich besonderer Ort. Dieser Ort zeigt die Ăberreste der Stadt Akragas, eine der bedeutendsten antiken griechischen StĂ€dte auf Sizilien. Es gibt noch viele Tempel zu sehen die die damalige GröĂe der Macht und die kulturelle HochblĂŒte zeigen. Diese gröĂte antike StĂ€dte im Mittelmeerbereich ist noch in sehr gutem Zustand.
Antike trifft NeuzeitIkarus in voller PrachtPeter in der Gruft
Wir lassen uns sehr viel Zeit und genieĂen es sehr.
Empedocle ist eine normale Arbeiter Stadt. Ich sage dazu immer:âEine ehrliche Stadt.â
Touristen verirren sich selten hierher. Und wenn doch welche mit der FĂ€hre kommen, fahren sie nur zum Tal der Tempel.
Andrea CamillieriAn Schlechtwetter Tagen wird auch mal geschrubbt
Der Hafen wurde nach einem Philosophen benannt der fĂŒr seine Theorie der Elemente: Erde,Wasser,Luft und Feuer bekannt ist und auch spĂ€ter den Schriftsteller Andrea Camillerie, inspirierte. Ihn findet man als Graffiti an mancher Hauswand.
Nach drei NĂ€chten verlassen wir den Hafen und segeln nach Licata. Wir segeln durch, da die Wellen einen Ankerstopp nicht erlauben.
Gelbflossen MakreleFriedhof von Licata
Licata ist eine alte gewachsene Stadt mit einer Burg und einem modernen Hafen. Hier ĂŒberwintern auch sehr viele Segler und wir kommen, kaum angelegt, in den Genuss einer aktiven Seglercommunity. Wir werden gleich zur Happy Our eingeladenđ€Ł.
Unterwegs haben wir schon sehr viele Segler getroffen. Und wenn man gefragt hat: âWo ĂŒberwintert Ihr?â
Wurde sehr oft gesagt: âLicataâ!
Manchmal hatten wir schon das GefĂŒhl das wir in Marina di Ragusa alleine sein werden. Wir werden sehenđ.
Die Stadt ist sehr schön und wir wandern zwei Tage in ihr herum. Abends genieĂen wir die Gesellschaft anderer Segler.
Aber dann kommt unser letzter Törn in dieser Saison.
Wir kommen auf dem schönen Sizilien an und segeln an der SĂŒdkĂŒste vorbei. Einige sagten zu uns, âSegelt nicht an der SĂŒdkĂŒste vorbei, da ist nichts , geht nördlich vorbei nach Ragusa da ist es viel schöner!â
Wir lassen uns aber nicht beirren denn fĂŒr die SĂŒdseite passt auch einfach der Wind. Wir können so wunderbar segeln wie schon lange nicht mehr. Es macht richtig SpaĂ! Kaum Welle und mĂ€Ăiger Wind. Richtiges Kaffee-segeln, herrlich!
Weil es so herrlich ist machen wir auch gleich einmal 40sm. Wir kommen spÀt bei Porto Palo an.
Eigentlich wollten wir vor den Tempeln von Selinunt ankern aber dort ist es einfach zu unruhig und wir mĂŒssen uns neben dem Hafen etwas verstecken. Rein können wir nicht da er zu flach ist und somit den Fischern vorbehalten.
Einer der vielen Tempel
Selinunt ist ein alter Handelsposten aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. mit einigen Tempeln und einem Marktplatz. Es gilt als gröĂtes ArchĂ€ologische Areal Europas und gehört zu den bedeutendsten griechischen Tempeln in Sizilien. Das gesamte Areal/Land ist das gröĂte der Welt ( aber hier ist ja nichtsđ€Ł). Von Wasser her ist es schon sehr schön anzuschauen aber wir entscheiden uns an einer anderen StĂ€tte uns in die Geschichte zu stĂŒrzen. Denn hier können wir das Boot nicht gut alleine lassen. Schade, aber so ist es nun mal manchmal.
Wir segeln weiter nach Sciacca und bleiben dort fĂŒr vier NĂ€chte. Erst legen wir uns vor die Klippen und haben einen traumhaften Abend an Bord mit einem wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Die Nacht ist sehr ruhig aber wir legen uns wegen kommenden Wetters recht frĂŒh in den Hafen von Sciacca. Das war auch gut so denn kaum sind wir fest geht der Wind los. Roberto der Hafenmeister ist sehr nett (wie alle hier!!) und erklĂ€rt uns alles genau. Wir machen das Schiff mal wieder sauber, gehen einkaufen und Abends ruft Roberto beim Roller Vermieter an der uns dann abholt und uns einen Roller vermietet. Wow, was fĂŒr ein Service.
Traumhafter Abend
Sciacca ist eine Hafenstadt und ein Thermalbad. AuĂerdem ist die ganze Gegend sehr Landwirtschaftlich geprĂ€gt und gilt als bedeutendste Weinbauregion Siziliens. Unter den Arabern und den Normannen entstand die heutige Stadt mit der Stadtmauer und dem Kastell.
Die ThermalbÀder sind in wunderbaren alten GebÀuden, die aber leider alle zu sind da es politische Querelen gibt, wie man uns erklÀrt hat.
Der Monte San Calogero oder auch Monte Kronio genannt mit dem unvollendeten Hotel Grande San Calogero ist die höchste Erhebung der Stadt und dort fahren wir auch gleich mal mit dem Scooter hin und schauen uns um.
Hotel
Der ganze Berg ist ein Komplex von HypogĂ€ums (unter der Erde liegend), in der Luft und DĂ€mpfe in thermischen PhĂ€nomenen zirkulieren. In diesen Höhlen sind 38°C und mehr das ganze Jahr zugegen. Die fĂŒnf Haupthöhlen gehen als Labyrinth durch den ganzen Berg und der Dampf kommt an einigen Stellen zu Tage. Die Menschen gingen mit ihren Leiden in die Höhlen da diese warmen DĂ€mpfe wunderbare Linderung brachte.
Aber wie gesagt es ist leider alles zu.
Abends lassen wir uns noch in der Stadt treiben.
Zickzack-TreppeFischereiflotte
Am nÀchsten Tag fahren wir mit dem Roller ins Hinterland zu der wunderschönen Bergstadt
Caltabellotta mit der normannischen Burg Sibilla.
Caltaboletta
Auf kleinen, seeehr schlechten StraĂen fahren wir durch wunderbar gepflegtes Landwirtschaftliches Gebiet. Mandeln, die jetzt bald geerntet werden, Oliven, Wein, Zitrus, Getreide und vieles mehr. Wirklich schön hier. Wir genieĂen es sehr!
Die Stadt Sciacca ist es echt wert das man sich dort etwas Zeit nimmt. Das haben wir auch gemacht und sogar noch etwas verlÀngert.
In dieser Gegend gibt es auch eine nette Legende.
Es geht um eine tragische Liebe einer Sicilianerin und einem Mauren wĂ€hrend der arabischen Herrschaft. Er verspricht ihr die ewige Liebe und sie erfĂ€hrt das er in seiner Heimat Frau und Kinder hat. Somit köpft sie ihn im Schlaf und pflanzt in seinem Kopf Basilikum das hervorragend gedeiht. Und so kann man in der ganzen Gegend die auch bekannt fĂŒr ihre Keramik ist, diese Porzellan Köpfe kaufen. In allen erdenklichen Formen, Farben und GröĂen.
Wir genieĂen die Stadt sehr aber irgendwann muss es dann mal weiter gehen.
Nach einem abschlieĂenden Spaziergang am Abend verlassen wir nach den Gewittern bei Sonnenaufgang Sardinien.
Abschied nehmen von Sardinien
Mit zwei weiteren Booten haben wir am Nachmittag verschiedene Ideen des Startzeitpunktes diskutiert. Wir segeln als letzte Richtung Sizilien. Die Petite Jolie und die Cutty Sark segeln schon am Abend los. Zu diesem Zeitpunkt ist es uns noch zu gewittrig. Wir haben lieber noch die Nacht abgewartet.
Es heiĂt also, um fĂŒnf raus aus dem Bett und los gehts. Ca.155sm (248km) in 28 Std.
Vor Sonnenaufgang sind wir unterwegsKaum ist die Sonne da kommt der Para raus
Die Bedingungen sind gut. Nicht zu hohe Wellen und Wind fast von hinten der nicht zu stark ist.
Peter hat sich wieder hingelegt und ich bin ins dunkle gesegelt. Als die Sonne aufgegangen ist habe ich ihn geweckt und wir haben zusammen den Para (Leichtsegel) gesetzt.
Mit dem Segel machen wir gute Fahrt. So kann es bis zum Schluss weitergehen, was es aber leider nicht tut. Am Ende des Tages mĂŒssen wir leider motoren. Die Wellen sind zu hoch, der Wind zu schwach und so ist der Para immer wieder zusammen gefallen. Das geht zu sehr aufs Material und so haben wir ihn wieder runter genommen. Zum Trost hat Peter kurz vor Sonnenuntergang noch eine Goldmakrele gefangen. Dies hat uns sehr gefreut .
Eine GoldmakreleDas erste Licht in der NachtLand in Sicht!
Durch die Nacht haben wir uns wie schon am Tag immer abgewechselt. Die meiste Zeit ist es ruhig. Nur als wir Sizilien immer nÀher kommen, werden auch die Schiffskontakte hÀufiger. Peter muss auch mal mit einem Kreuzfahrtschiff funken da es nicht ersichtlich ist wie es an uns vorbeifahren will. Aber nach einem netten GesprÀch ist alles geklÀrt und es kann ohne weitere Vorkommnisse weiter gehen.
Gegen Morgen habe ich etwas Geschwindigkeit raus genommen damit wir im hellen ankommen. Denn in einem Revier in dem man noch nie war ist es so viel sicherer.
Um halb acht haben wir unseren Anker auf der Insel Favignana in einer Bucht dieses Ăgadischen Archipels direkt vor Sizilien, fallen lassen.
Jetzt erst mal schlafen und dann erkunden wir ĂŒber die nĂ€chsten Tage diese Insel.
In dieser Bucht liegen wirAlter römischer HafenFavigniana, ein schönes StÀdtchen
Diese Insel war bekannt fĂŒr seine Geschichte des Thunfischfangs, der traditionell durch die Mattanza durchgefĂŒhrt wurde. Die Tiere wurden durch ein Labyrinth von Netzen zwischen MĂ€rz und Juni in die sogenannte Todeskammer getrieben wo sie dann mit Enterhaken herausgeholt wurden. Ein riesen Massaker! Dann kamen die Tiere in die Tonnara di Favignana (Thunfischfabrik) der Familie Florio, wo sie in Konserven gefĂŒllt wurden. Sie galt bis in die 1990iger Jahre als die gröĂte Fabrik des Mittelmeeres und ist heute ein sehenswertes Museum.
Tonno MuseumDas ist das letzte BeckenDie Mattanza beginntDosen werden gefĂŒlltMit diesen Booten wird gearbeitetMit Ankern werden die Netze am Grund gehaltenDurchs Labyrinth ins letzte Becken
Heute gibt es die Mattanza hier nicht mehr, sondern es werden Schleppnetze verwendet die auch nicht besser sind. Das Mittelmeer ist leider völlig ĂŒberfischt.
FĂŒr uns ist dies alles sehr interessant, wenn es auch traurig ist.
Wir genieĂen die Zeit hier sehr, lernen neue Segler kennen und segeln dann auch bald weiter zur SĂŒdseite Siziliens.
Mit drei Booten unterwegsSchönes segeln, so könnte es immer sein!
Wir sind sehr gespannt obwohl wir gehört haben das es auf dieser Seite nichts geben soll. Die erste Bucht ist auf jeden Fall schon einmal sehr schön, auch wenn es etwas unruhig ist.
Wir bewegen uns langsam Richtung SĂŒden. GeschĂŒtzte Buchten gibt es leider nicht so viel und da das Wetter sehr unbestĂ€ndig und gewittrig ist, gehen wir dann doch ab und zu in einen Hafen.
Inselchen vor NavareseBewegungsmelder reparierenArbatax
Diese gibt es nicht so oft da die KĂŒstenlandschaft eher eine Mischung aus SandstrĂ€nden ( Wie die berĂŒhmte Costa Rei) und kleinen Felsbuchten mit dem Sarrabus Gebirge im Hintergrund, ist.
Im Hinterland gibt es immer wieder Binnenseen die von den vorbeiziehenden Vögeln Richtung SĂŒden gerne fĂŒr eine Pause genutzt werden. Zur Zeit sieht man einige Flamingos aber auch vorbeiziehende weiĂe Reiher. Ein untrĂŒgliches Zeichen das der Herbst nun anfĂ€ngt.
Nachdem wir bei einer sehr ungemĂŒtlichen Ăberfahrt mit sehr hoher Welle und zu wenig Wind, 2/3 des GroĂsegels als StĂŒtze drauĂen gelassen haben, haben wir uns einen etwa 1,5m langen Riss eingefangen. Also fragen wir im Hafen Corallo an ob wir kommen dĂŒrfen. Es geht klar und wir legen bei 22kn Seitenwind an. Alles klappt super!
So ein Mist
Hier lernen wir ganz liebe Menschen von der SY Joy kennen mit denen wir sehr viel schöne Zeit verbringen.
Als wir dann irgendwann einmal starten um weiter zu kommen, kommt auch noch Jörg von der SY Fitou dazu.
Auch dies wird ein harter Ritt und wir haben bald ohne GroĂsegel keine Chance mehr da gegen anzukommen und mĂŒssen leider mit dem Motor weiter stampfen. Wir haben alle drei das gleiche Ziel. Eine relativ gut geschĂŒtzte Bucht am Ende der Costa Rei. Kaum angekommen bereiten wir alles vor um unser Segel zu nĂ€hen.
Wir wollen gerade anfangen da kommt eine Nachricht der Fitou. âIhr habt doch Tauchsachen, oder?! Könnt ihr mir helfen, mein Anker hĂ€ngt zwischen Felsen und kommt nicht mehr hoch. Der hat sich total verklemmt.â
Also NÀhzeug wieder weg und die Tauchsachen zusammen suchen. Etwas Àrgerlich aber wir helfen ja gerne.
Mich macht ein nahes Boot immer etwas unruhig und ich kann nicht gut schlafen. Denn man weiĂ ja nie. Aber nach Ansprache korrigiert er etwas und daraufhin ist es eigentlich gut.
Peter braucht mit der lieben Hilfe von Bine, die schwimmend die OberflÀche sichert und Anweisungen von Peter unter Wasser weitergibt, mehr als eine Stunde. Doch dann ist der Anker frei und die Fitou kann sich einen besseren Platz suchen. Leider etwas nah an uns, aber gut.
Nach dieser Nacht segeln wir ums sĂŒdöstliche Cap Sardiniens in die Bucht Carbonara vor der Stadt Villasimius. Die anderen beiden segeln weiter nach Caligiari, so können wir hier in Ruhe den ganzen Tag das Segel nĂ€hen. Es klappt sehr gut und wir sind bald ein eingespieltes Team mit der Nadel. Jeder auf einer Seite und die Nadel annehmen und zurĂŒck fĂŒhren.
Nach sechs Stunden sind wir mit einer sehr guten Naht fertig und können das Segel noch vor Sonnenuntergang wieder aufziehen. Wir beide sind super glĂŒcklich das wir das geschafft haben.
In der Nacht dreht der Wind auf auflandig und es wird sehr ungemĂŒtlich. So starten wir schon bei Sonnenaufgang nach Cagliari und treffen dort wieder auf SY Joy und SY Fitou.
Die weiĂen Klippen vor CagliariCagliari, Einfahrt in den Hafen
ist wirklich eine schöne Insel. Wir bewegen uns langsam Richtung SĂŒden und besuchen verschiedene Buchten. So wie es der Wind zulĂ€sst. Und wir besuchen das ehemals kleinste Königreich der Welt. Die Insel Tavolara liegt vor der Bucht von Olbia und erinnert an einen schlafenden Drachen der jedes Schiff durch seine beeindruckende GröĂe begrĂŒĂt. FĂŒr Wanderer und Kletterer ein Paradies aber leider nicht im August da es viel zu heiĂ dafĂŒr ist. Wir ĂŒberqueren die Bucht von Olbia und legen uns vor diese schöne Insel, machen einen schönen Spaziergang und essen Abends im Restaurant des letzten Nachfahren des Königs von Tavolara. Es leben nur noch elf Personen in dieser Mini-Monarchie die schon seid 1962 nicht mehr anerkannt ist. Aber eigentlich existiert sie immer noch, denn Italien hat diese 6km lange Insel offiziell nie einverleibt.
Wie ein schlafender Drache
Die Insel genieĂt es auf jeden Fall mit dieser PopularitĂ€t.
Wie ĂŒberall ist es ĂŒber Tag sehr voll und am Abend wird es wunderschön. Nach einem kleinen Tanz am Strand fahren wir wieder zu unserer Alina und verlassen diese schöne Insel am nĂ€chsten Morgen da das Wetter schlechter werden soll.
Und tatsĂ€chlich. Auf Tavolara setzt sich ein Wolkenhut und fĂŒr die Einheimischen ist klar das es bei diesem eindeutigen Zeichen, Regen gibt.
Wir sind aber inzwischen in einer sicheren Bucht und können diesen Stark Regen gut ab wettern. Nach dem einkaufen und einer kleinen Wanderung die KĂŒste entlang geht es nach ein paar Tagen auch schon weiter.
Tavolara bei SonnenaufgangSchöne WanderungFÀhren können einem sehr nah kommen
Wir wollen in einen Hafen und suchen uns la Caletta aus. Wir lernen nette HollÀnder kennen die hier permanent leben und verbringen mit Esther und Clemens zwei tolle Abende. Erleben einen Sardischen Abend mit Tanz und gutem Essen und leihen uns ein Auto um das Inland kennen zu lernen.
TurmbesteigungTrinken muss man auch malđ
Hier ist Sardinien schön wild mit hohen Bergen und einem Tal der Bauern. Wir besuchen eine Tropfsteinhöhle mit dem gröĂten Stalagmiten Europas (37m) fahren durch die Berge, besichtigen ein altes Grab des Urvolkes von Sardinien und eine schöne Burg mit toller Aussicht.
Nach zwei Tagen geht es weiter Richtung SĂŒden und wir besuchen verschiedene Buchten und erkunden unsere eigene kleine Tropfsteinhöhle in der Cala Luna.
wir gehen an LandCala Lunaeine Wurzel sucht sich den Weg durch eine Wasseraderunsere kleine HöhleEinkaufs-Transport
Ich wĂŒrde sagen sehr viel schöner als die berĂŒhmte blaue Grotta.
Hier ist das Höhlenlabyrinth 18km bis ins Inland erforscht. Aber man vermutet das es noch viele km mehr sind und sich tief ins Gebirge zieht. Auch die groĂe Tropfsteinhöhle Ispinigoli, in der wir waren, gehört zu diesem Labyrinth.
Am Morgen stehen wir extra frĂŒh auf um die Höhlen von Cala Luna alleine zu erleben und zeigen dem französischen PĂ€rchen Carolin und Daniele noch unsere Höhle mit dem Dingi. Sie sind begeistert von dieser traumhaften kleinen Tropfsteinhöhle.
ZurĂŒck an Bord, bekommen wir ekelhaften Schwell auf die Seite und Alina schwankt wie verrĂŒckt. So lichten wir einfach den Anker und segeln weiter nach SĂŒden.