Nach einer Woche verlassen wir Zakynthos und segeln nach Kefalonia in die tiefe Bucht der Hauptstadt Argostoli. Denn es sind wieder schwere Gewitter angesagt. Es ist eine gut geschützte Bucht. Nachdem Lukas, Anja und die Kids etwas einkaufen waren und wir wieder alle zusammen beim Essen an Bord sind, beginnt es auch schon zu schütten. Der Wind legt zu aber alles ist gut. Nachts toben um uns rum die Gewitter und es schüttet immer wieder. Wir liegen gut und ich mache mir gar keine Sorgen. Nur etwas aufmerksamer ist man doch.
Grillen im Regen
Wir bleiben noch zwei Tage in der Stadt und machen kleinere Wanderungen zu den Wassermühlen, zum Leuchtturm und zur englischen Brücke.
WassermühlenWolkenspieleLeuchtturmDie englische Brücke trennt eine Lagune vom MeerBesuch von der Aida Blue
Kefalonia ist die größte Ionische Insel und hat den imposanten Berg Ainos der uns wohl auch das schwere Wetter vom Leib gehalten hat. Wir besuchen schöne Buchten und mieten uns in der Stadt Sami ein Auto um das Inland kennen zu lernen. Die einzigartigen Pinienwälder und die bezaubernden goldenen Strände. Wir besuchen Städtchen die beim großen Erdbeben 1953 stehen geblieben sind und eine tollen Scharm verbreiten. Wir sehen wie das Meer die Farbe verändert und bewundern die venezianische Festung von Assos aus der Ferne. Wirklich traumhaft!
FiskadoOberhalb von AssosMehrfarbiges Meer🤣Wellenspiel am Myrtos Strand
Unter Kefalonia fließt ein Flusssystem das sogar tiefer wie der Meeresspiegel in den Melissani-See der Drogarati-Höhle auf die andere Seite fließt. Die Farben des unterirdischen Sees sind traumhaft da bei dem Erdbeben damals die Decke einbrach und die Sonne das Wasser tief grün bis türkis scheinen lässt.
Wir genießen es wirklich als Familie unterwegs zu sein. Wir rücken immer enger zusammen und das ist sehr schön. Lio ist schon voll und ganz angekommen, liebt es nach anfänglicher Angst im Meer zu schwimmen und ist fast nicht mehr raus zu bekommen. Oma und Opa werden im Wechsel in Beschlag genommen die ihn natürlich auch etwas verwöhnen😉.
Die kleine Liara merken wir zu Anfang gar nicht da sie noch sehr intensiv an ihrer Mutter klebt. Außer das man sie mal hört. Lukas genießt es zu segeln und immer wieder mal zu tauchen. Er ist mir ein sehr guter Lehrer und führt mich ganz langsam und behutsam dazu mit ihm zu tauchen.
Anja ist noch ganz eng mit Liara zusammen und hat leider noch nicht die Gelegenheit sich am segeln zu beteiligen. Aber das wird noch mit großer Sicherheit kommen.
Sie machen es echt gut als Eltern!
HausarbeitAbendliches relaxenSportGenießen
Am letzten Tauchspot drehe ich mit der Alina meine Runden während ein stärkeres Gewitter runter kommt und Lukas und Peter im Wasser sind. Kaum sind sie wieder an Bord nehmen wir Kurs auf Ithaka die Insel des Odysseus.
Hallo liebe Alina Community! Mein Name ist Lukas und ich bin der Sohn von Martina und Peter. Ich werde als Gastautor in den kommenden Wochen auch Beiträge veröffentlichen. Ich bin mit meiner Frau Anja und meinen Kindern Lio und Liara für 2 Monate bei meinen Eltern zu Besuch. Wir machen Elternzeit auf dem Boot.
Am 1. September starten wir mit 2 Koffern, 3 Rucksäcken und viel Vorfreude von Frankfurt aus mit Lufthansa nach Zakynthos Airport. Der Start wurde glücklicherweise auf 7:35 nach hinten verlegt. Dadurch mussten wir mit den Kids nicht zu früh am Flughafen sein. Nach einem reibungslosen Flug und netten Sitznachbarn, landen wir um kurz nach 11 Uhr Ortszeit auf Zakynthos. Mit dem Taxi fahren wir direkt bis auf die Mole, an der Alina festgemacht ist. Martina und Peter erwarten uns schon freudig und es gibt ein großes Wiedersehen und Hallo. Taschen verräumen und umziehen – Zack Urlaub.
Lio bekommt nachträglich zum Geburtstag noch eine Kleinigkeit: Ein Mini-Planschbecken und Mal-Zeug. Perfekt! Er will natürlich direkt rein und das wird sofort von den begeisterten Großeltern umgesetzt.
Den Abend verbringen wir in Zakynthos Stadt und lassen ihn bei gutem griechischen Gyros ausklingen.
Wir haben uns vorgenommen die Süd- und Westküste von Zakynthos über und unter Wasser zu erkunden. Peter ist voller Tatendrang, da er endlich mal mehr Tauchen kann. Das liegt auch an den Upgrades am Tauchkompressor, die wir von Deutschland mitgebracht haben. Wir erkunden die White Cliffs und die vielen Höhlen. Wir liegen in einsamen Buchten mit mehr oder weniger Schwell und genießen die Familienzeit. Lio ist zu beginn noch vorsichtig im Wasser, paddelt aber beim zweiten mal schon alleine mit Schwimmärmeln in der Flut. Hilfe lehnt er entschieden mit dem Ausruf: „ALLEINE!“ ab.
Während der Große die Freuden des Wassers genießt verbringt die Kleine Maus die meiste Zeit mit schlafen in der Trage an Mamas Bauch.
In Agios Nikolaos im Norden Zakynthos’ gehen wir an eine Boje und erkunden am nächsten Tag die Insel mit dem Auto.
Hier unsere Impressionen von Zakynthos:
Tauchen in der Keri Cave
Das nächste Ziel ist Kefalonia und (hoffentlich) einsame Buchten.
Bis nächste Woche.
Grüße aus der Elternzeit, oder wie manche es nennen: Urlaub!
Nach einer angenehmen Überfahrt vom Festland kommen wir in der großen Bucht von Lagana auf Zakynthos an und legen uns vor den kleinen Ort Keri ins Ankerfeld.
Wir suchen uns immer Sandfelder denn wir wollen unseren Anker nicht ins Poseidonia-Gras legen. Dort findet die Fischbrut Schutz und auch die Jungfische können sich dort verstecken. Diese riesige Bucht ist ein Nationalpark. Hier legt von Mai bis August die unechte Karettschildkröte ihre Eier in tiefen Mulden in den Sand und die Sonne brütet sie aus.
Doch wir sind ziemlich schockiert. Wahnsinnig viele kleine Boote die man mieten kann schießen hier durch die Gegend. Auch in Bereichen wo es eigentlich nicht getan werden soll. Aber die Bucht ist auch in drei Teile eingeteilt. Nur in einen relativ kleinen Bereich darf niemand rein.
Wir lassen uns in dieser Bucht viel Zeit denn wir genießen das ankommen, faulenzen ein paar Tage, schauen uns die berühmten Höhlen von Keri an, lernen andere Segler kennen und bereiten das Boot für Lukas, Anja, Lio und Liara vor.
Keri-Höhlenunerträgliche HitzeBlutmondRelingsnetz-MontageFertig🤣Die ersten Gewitter melden sich anNachts schüttet es wie aus Eimern
Ich habe Relingsnetz besorgt das wir komplett außen herum legen.
Als wir damit fertig sind segeln wir gemütlich an der Westküste nach Zakynthos Stadt und liegen einige Zeit vorm Hafen vor Anker. Es ist ziemlich rollig da viele Boote vorbei fahren aber in der Nacht ist es eigentlich ruhig.
Wir schauen uns in der Stadt um und gehen bald wieder Anker auf Richtung Norden und schauen uns etwas um. So kennen wir uns etwas aus wenn Lukas kommt und wissen was machbar ist.
Zakynthos von oben
Ein paar Tage vor ihrer Ankunft segeln wir wieder nach Zakynthos Stadt und suchen uns einen Platz in der Marina. Dort müssen wir auch zwei heftige Gewitter abwettern.
Beim ersten Gewitter retten wir an einem verlassenen Catamaran den Rest des Vorsegels das aber leider schon zerrissen ist. Es war nicht gut gesichert und hat sich komplett gelöst und heftig geschlagen. Dabei ist es kaputt gegangen. Peter, ich und ein Australischer Segler gehen an Bord und retten den Rest.
zerstörtes SegelVon Land an den weißen Klippen
Wir liegen Gott sei Dank sehr sicher.
Beim zweiten Gewitter, das noch heftiger ist, helfen wir zwei anderen Booten sich an einen besseren Ort zu verlegen. Das eine lag ziemlich am Eingang des Hafens und schlug immer wieder heftig an die Mole.
Das zweite setzte mit dem Kiel immer wieder auf Grund da das Wasser fast um einen Meter im Sturm gesunken war. Beide sind tiefer in den Hafen und lagen bald sicher. Die Segler Gemeinschaft hat wieder mal gut funktioniert!
Dann hieß es nur noch warten. Wir waren sehr aufgeregt und konnten es gar nicht mehr abwarten bis die vier endlich mit dem Taxi im Hafen ankamen. Es war ein sehr schöner Moment die kleine Familie zu sehen denn die Jüngste hatten wir bisher nur auf Bildern kennen gelernt und konnten sie nun live erleben.
Jetzt beginnt für uns ein wahres Abenteuer. 2 Monate auf kleinstem Raum mit zwei Kleinkindern und ihren Eltern. Ich wünsche uns allen viel Geduld und Nachsicht und besonders viel Kraft und hoffe das wir uns nach dieser Zeit immer noch gerne sehen😊.
Als wir nichts mehr zu essen haben ( bei dem Gedanken könnten wir immer noch eine Weile überleben🤣) segeln wir weiter.
Wir segeln in die große Navarino Bucht bei Pylos ans Festland und verbringen dort einige Tage in verschiedenen Ecken der riesigen Bucht. Hier kann man in ruhigen Ecken ankern oder legt sich vor die Stadt und kann alle Besorgungen machen. Was wir natürlich auch tun. Außerdem mieten wir ein Auto für einen Tag und fahren in die Umgebung und besichtigen den berühmten Nestor Palast, gehen etwas wandern und genießen in den Bergen die alte Chora.
Wanderung Navarino Bucht
Wir sind in der Nähe von Kalamata. Somit ist jede Ecke von Olivenbäumen in Beschlag genommen. Wunderschöne Täler mit teilweise ur-uralten Bäumen.
Grab vom NestorNestor Palast
Irgendwann geht es dann weiter nach Kyparissia.
Auf nach Kyparissi/Ausgang Navarino Bucht
Diesen Hafen kennen wir schon. Hier gibt es nichts besonderes und dennoch bleiben wir etwas. In einem Cafe erfahren wir das in den Bergen am Abend ein Weinfestival stattfindet. Peter erzählt begeistert unserem Französischen Nachbarn davon die sich dann auch begeistert an uns hängen und mitgehen.
Wir ordern also ein Taxi und fahren hoch ich die beeindruckende Berglandschaft zu der Stelle wo das Weinfestival sein soll. Als wir dort ankommen stellt es sich heraus das es ein Open Air Konzert auf dem Gipfel eines Berges an einem alten mykenischen Grab ist.
Nette BegegnungOlivenbaum TalKonzert, wunderschön
Es gibt zwar kein Wein und kein Zuessen, aber wir haben an einem herrlichen Ort ein wunderschönes Konzert mit einer bezaubernden Kulisse. Um halb zwölf sind wir wieder am Hafen.
Durstig und hungrig🤪. Aber wir trinken noch ein großes Bier mit unseren französischen Nachbarn und das ist ja bekanntlich auch eine Mahlzeit.😉
Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den beiden und machen uns auf den Weg über Katakolon nach Zakynthos in die Lagana Bucht vor Keri. Denn bald kommt Lukas mit seiner Familie für zwei Monate an Bord und wir haben noch einiges vor zu bereiten.
Nun sind wir raus aus der windreichen Ägäis und ich bin auch ganz froh drum. Es war bisher ein sehr anstrengendes windreiches Jahr und ich hoffe hier im ionischen Meer auf etwas angenehmere Winde zu stoßen.
Wir liegen in einer Bucht vor dem westlichen Finger und kommen einfach nur an. Wir genießen die Ruhe mit sehr viel Zeit. Hier bleiben wir ein paar Tage, wandern zum alten Leuchtturm und hoffen ein Kri Kri zu sehen. Diese sind eine wilde Urform der Ziegen und wurden hier ausgesetzt zum Erhalt aber auch zum Vergnügen. Denn diese unbewohnte Insel nimmt ein Jagt-Verein in Anspruch. Der kontrolliert den Bestand und sagt an wann dort gejagt werden darf.
Von diesem Horizont sind wir gekommen
Eigentlich darf man nicht auf die Insel aber es wird geduldet das man zum Leuchtturm wandert.
Morgens starten wir recht früh damit es noch nicht so heiß ist bleiben aber noch etwas an einem deuten Boot hängen.
Dann aber los! Es ist ein schöner Natur Weg über die Insel hoch zum Leuchtturm. Erst im Schatten niedriger Bäume und dann mit offener Sicht.
Der Leuchtturm ist beeindruckend. Sehr alt und stellenweise auch schon eingestürzt. Die alte Technik wurde vor kurzem erst auf Solartechnik umgestellt. Nun ist eine sehr starke winzige LED Lampe an einer kleinen Batteriebank angeschlossen die wiederum von ein paar Solarpaneelen gespeist wird und über einen Dämmerungsschalter eingeschaltet wird. Klasse wie wenig man braucht.
Moderne Solarplatten…...bestücken die moderne Batteriebank…Das alte Uhrwerk…und diese kleine LED-Birne
Peter inspiziert alles ganz genau. Leben tut hier niemand mehr, nur die Jäger scheinen es als Unterschlupf zu nutzen. Aber früher gab es hier Leben. Entweder vom Leuchtturm Wärter oder von Soldaten.
Auf dem Rückweg zum Boot sehen wir das die Deutschen ablegen. Es soll 20 kn Wind geben und sie flüchten zum Festland. Ich merke das uns die Ägäis abgehärtet hat. Wir finden 20 kn hier sehr sicher und bleiben noch.
Abends entdecken wir dann sogar einen Kri Kri und genießen den majestätischen Anblick.
Hier auf dem Bild sieht man wie gut sie getarnt sind
Es ist toll hier einige Tage zu bleiben und zur Ruhe zu kommen. Wir erledigen einige kleine Arbeiten am Boot wie Unterwasserschiff putzen, eine Seite des Rumpfes putzen, Edelstahl reinigen, Dinghi-Motor-Ölwechsel da ja noch Salzwasser drin ist, Davids (da wo das Schlauchboot dran hängt) verbessern, am Ruder war ein Geräusch das wir kontrollieren müssen (waren Gott sei Dank nur Muscheln), Wasserfilter vom Wassermacher kontrollieren, Blog schreiben, Büro machen aber auch schwimmen gehen und lesen.
Als wir keine frischen Nahrungsmittel mehr haben wollen wir ans Festland segeln da wir einkaufen müssen. Leider müssen wir unseren ersten Kurs auf der Westseite der Insel abbrechen weil wir sehr hohe Wellen und 25kn Wind direkt auf die Nase haben.
Wir drehen ab und segeln an der Leeseite vorbei was viel angenehmer ist, machen Wasser und ankern vor der Steilküste der Peloponnes. Wir können hier zwar nicht einkaufen aber das ist nicht schlimm. Wir haben eh vergessen das heute Sonntag 🤣.
Wir starten unseren Weg von der Insel Kythira Abends um fünf um über Nacht zu unserem Ziel auf den westlichen Finger der Peloponnes zu segeln. Wir erwarten drehende Winde aber nicht sehr stark und es ist leider der beste Moment. Denn sonst müssen wir noch fast eine Woche bleiben da der Wind wieder sehr stark werden soll.
Wir setzen in der Bucht schon das volle Groß und haben aber nicht bedacht das es um die Insel immer stark bläst. Wir kämpfen die erste Zeit mit Starkwind der uns aber auch mit über 9 Knoten dahin fliegen lässt. Kaum haben wir etwas Abstand zur Insel wird es auch wieder weniger und mein Muffen sausen normalisiert sich. Es ist schöner Wind und wir kommen gut voran. Peter legt sich früh hin und ich kämpfe mit dem immer weniger werdenden Wind. Bald kommen wir an eine stark befahrene Schifffahrtsstraße und ich hole bei sehr wenig Wind das Vorsegel ein und mache den Motor an. Noch erkennt man die riesigen Schiffe mit dem Restlicht aber bald ist es auch schon stockdunkel und man erkennt nur noch winzige Fahrlichter. Außer die Cruiser, die sind wie ein Tannenbaum hell erleuchtet.🤣
Gott sei Dank haben wir AIS. Das ist ein System, da können wir auf unserem Bildschirm alle Schiffe sehen die AIS haben. Ich kann schauen wie sie heißen, wie schnell sie sind und wie nah sie uns maximal kommen. Schon sehr praktisch. Und die anderen sehen uns natürlich auch.
Auf dem Bildschirm sehe ich die Dichte der Schiffe durch die wir durch müssen. Wirklich gruselig und es erfordert eine 100 % ige Aufmerksamkeit. Erst fahre ich etwas Zick Zack und gebe dann fast Vollgas um im kürzesten Winkel über die Straße zu queren. Ich war echt froh als ich durch war und sich alles etwas entspannt hat.
Die Fahr ist gespickt mit Manövern. Segel hoch, Segel runter, Motor an, Motor aus, In die Richtung kreuzen in die andere Richtung kreuzen. Sehr anstrengend. Auch für den der unten liegt und schlafen will. Denn alles ist ziemlich laut und so hat der Ruhende auch keine Ruhe.
Um eins gebe ich an Peter ab. Ich bin kaputt und kann nicht mehr. Auch er kämpft in den nächsten Stunden mit dem schwankenden Wind. Um sechs übernehme ich wieder und Peter legt sich noch mal hin. Um neun kommen wir dann auf der Insel Schiza vor der Peloponnes an.
Dies ist eine militärische Insel die für Flugzeuge als Ziel dient. (Heute denke ich nur noch digital im Anflug) In einer Bucht liegt ein Schiffswrack das zu Schießübungen genutzt wurde. In dieser Bucht frühstücken wir erst mal und gehen dann das Wrack erschnorcheln. Man kann gut sehen das es wirklich mal beschossen wurde. Schon etwas Angsteinflößend. Die Natur nimmt es immer mehr ein und einige Rote Feuerfische haben hier ihr Zuhause. Es sind tolle Farben die wir unter Wasser sehen. Aber nun schnell weg nicht das wir noch beschossen werden🤪
Ich drängel schon bald auf die nächste Insel Sapienza, unserem eigentlichen Ziel, zu segeln um zur Ruhe zu kommen. Denn irgendwie fühle ich mich hier beobachtet.
In der Bucht Port Longos bleiben wir erst mal ein paar Tage und genießen es wieder an der Peloponnes zu sein.
Leider gibt es zu diesem Blog keine Bilder. Denn das meiste war ja Nachts. 😉⛵
Wir stehen um fünf auf und trinken gemütlich Kaffee, machen alles klar und los geht es.
Natürlich mache ich kein Wetter 😉 aber eben das Wetter Routing. Da es am Anfang kein, oder wenig Wind geben soll ist mein Plan, das wir erst so 10 Meilen direkt raus motoren. Dann soll der Wind kommen und wir haben für die restlichen 65 sm einen guten Winkel zum Wind und können segeln. Und mein Plan geht auch super gut auf. 🙏 Der Wind nimmt immer mehr zu und wir fliegen unserem Ziel entgegen. Um 16 Uhr werfen wir auf der Insel Kythera die der Peloponnes vorgelagert ist, den Anker. Auf dem Weg hat noch ein kleiner Thunfisch gebissen, es wäre perfekt für uns gewesen. Aber ein kurzer Moment bevor das Gaffe ihn aufspießen konnte, ist er davon gekommen. Peter war bitter enttäuscht, hat immer wieder vor sich hin geflucht und sich geärgert.
Der Anker sitzt in Kapsali sofort sehr gut. Wir genießen den Abend und gehen früh ins Bett. Der erste Tag an einem neuen Ort bleiben wir gerne erst mal an Bord um alles um uns herum zu beobachten. Beim Frühstück kommt ziemlich Wind auf und wir bemerken das ein Belgisches Boot auf Drift geht. Es sieht danach aus als wenn der Skipper noch schläft. Darum machen wir unser Dinghi fertig und Peter saust rüber um ihn zu wecken. Denn die Felsküste ist nicht mehr weit entfernt. Peter klopft an den Rumpf und ruft. Der verschlafene Kopf kommt raus, brummelt so etwas wie.“Och ne, nicht schon wieder!“
Er lässt sich noch ziemlich Zeit, nimmt den Anker hoch und verschwindet dann. Ein komischer Kauz.
Die Böen sind sehr stark, wir legen mehr Kette und nehmen das Reitgewicht dazu. So ist alles sicher. Bei einer starken Böe schlägt unser Dinghi um. Der Motor ist im Wasser. Ich reagiere schnell und kann es sofort wieder umdrehen. Aber Salzwasser und ein Motor vertragen sich gar nicht. Peter macht sofort alles frei vom Salzwasser und startet mehrmals bis er wieder läuft.
Im Öl wird auch Wasser sein aber das können wir jetzt bei dem Wind nicht machen. Wir verschieben es.
Ich mache an diesem Morgen noch Büro, denn wir sind am Monatsende und es muss die Steuer gemacht werden. Peter repariert etwas am Dinghi. Aber unser Highlight heute ist die Segnung von unseren Enkeln Lio und Liara. Wir können über YouTube direkt dabei sein und es miterleben. Echt schön die heutigen Möglichkeiten. Es ist eine schöne Zeremonie.
Danach räumen wir hoch motiviert die Vorkabine auf, machen Schränke leer und misten für die 4 Hacks ordentlich aus. Denn sie kommen ja bald. Wir freuen uns total.
Abends erkunden wir den Ort, gehen etwas essen und ich nutze das Internet fürs Büro. Es wird noch für den nächsten Tag ein Skooter (Motorroller) klar gemacht aber dann ist es Zeit ins Bett zu gehen.
Wir lassen uns mit dem Roller am nächsten Tag treiben. Entdecken durch Zufall eine tolle Höhle mit Kapelle und Fledermäusen. Fahren in ein schönes Bergdorf mit vielen Wassermühlen. Aber es ist sehr traurig. Seid vier Jahren hat der ehemals Wasserreiche Fluss kein Wasser mehr. Die Mühlen stehen still und die Gänse hecheln neben einer kleinen Pfütze. Wir laufen noch etwas am trockenen Fluss entlang brechen aber ab da es sehr traurig ist.
FelsenkircheFledermäuseeine alte Englische BrückeDas schöne Bergdorf ……ohne WasserDie berühmten Wasserfälle……ohne WasserSuper schöner KüstenortWieder daheim. Das Ankerfeld ist voll geworden
Danach geht es noch an die Küste runter an einen ganz bezaubernden Ort. Eine kleine Felsenbucht, wunderschön angelegt wo die Kinder die Klippen runter springen. Glasklares Wasser. Traumhaft schön. Am Boot zurück müssen wir erst mal etwas Ankerarbeit machen. Der Wind hat gedreht und abgenommen und die Bucht ist voller geworden. Also bauen wir das Reitgewicht ab und holen mal 10 m Kette rein um niemanden auf die Pelle zu rücken.
Zum Sonnenuntergang fahren wir hoch zur Chora und ihrer Festung und genießen die Athmosphäre. Sie ist sehr weitläufig und schön hergerichtet. In der Chora suchen wir uns einen netten Platz und beobachten das bunte Treiben. Denn hier beginnt das Leben und Treiben mit dem Sonnenuntergang. Denn da ist es einfach kühl. Die Alten stellen irgendwo ihre Stühle zusammen und gallern und die Kinder spielen auf einen Zentralen Platz zusammen. Es ist überall im Land das gleiche.
Festung und Chora
Am nächsten Morgen wandern wir noch zur Felsenkirche Argios Ioannis (Heiliger Johannes). Bestaunen die tolle Aussicht und unterhalten uns mit dem Wärter. Es hängen uralte Ikonen.
Bei der großen Hitze halten wir Siesta und gehen schwimmen bevor wir uns am frühen Abend für die weite Überfahrt zur Peloponnes fertig machen. Wird sicher etwas anstrengend da drehende Winde zu erwarten sind und eine stark befahrene Schifffahrtsstraße muss gekreuzt werden. Aber wird schon klappen. Ziel ist der westlichste Finger der Peleponnes.
Nach unserer bisher längsten Strecke am Stück (97sm) sind wir in der Bucht vor Sitia angekommen und fallen nach einem leckeren Fisch Snack todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen funken wir den Hafen an und bekommen einen Platz zugewiesen. Nachdem wir sicher fest sind machen wir erst mal klar Schiff und kommen an.
Der Ort ist sehr nett und wir genießen die vielen Restaurants und Cafés. Hier in Griechenland findet das abendliche Leben meist im luftigen Hafen statt. Hier entfliehen viele Einwohner der Hitze im Ort.
Nach etwas suchen finden wir auch noch einen Skooter den wir leihen können. Kreta ist voll in Touristischer Hand und ein Flieger nach dem anderen landet. Wir hören viel deutsch.
Auf unserer Tour erleben wir ein recht grünes Land mit sehr, sehr vielen Oliven Plantagen die mit tausenden Kilometern Tröpfchen Bewässerung vernetzt sind. Ich übertreibe nicht. Es ist echt enorm!
Ohne WorteGrünes Kreta, lauter Olivenbäume
Unterwegs entdecken wir eine riesige Geisterstadt. Ehemals schöne Ferienhäuser die an Leute verkauft wurden. Kein Haus gleicht dem anderen mit toller Poollandschaft , Läden, Apotheke und was man sich im Alter sonst noch wünscht. Nachdem irgendjemand mit dem Geld abgehauen ist und sich niemand mehr zuständig fühlt verkommt alles. Einzelne Häuser sind in dieser Ruinenstadt noch bewohnt. Denn viele Rentner haben ihr gesamtes Geld in ein Häuschen gesteckt und müssen nun so elendig leben. Traurig oder?!
Village, die verlassene Stadt
Kreta ist die größte griechische Insel und zählt auch zu der sonnigsten Perle des Mittelmeeres. Sie hat einiges zu bieten. Eine abwechslungsreiche Natur, die wir hier im Osten der Insel in Form des Palmen Tals von Vai finden und natürlich auch überall die wunderschönen Strände die uns aber jetzt nicht so arg locken. Und auch besondere antike Paläste wie Knossos die tausende von Besucher anzieht.
Tal der PalmenUnterwegs
Uns interessieren eigentlich die Wanderrouten mehr, die es hier reichlich gibt.
Durch die zerklüfteten Berge, kann man zahlreiche tolle Schluchten erwandern die zwar meist kein Wasser mehr führen ( warum wohl, ich sage nur Tröpfchen Bewässerung) aber dennoch spektakulär sind.
Wir haben uns die etwas unbekanntere Richi Schlucht ausgewählt und sind sehr früh aufgestanden damit es nicht so heiß ist.
Leider ist Peter auf halber Strecke runter in die Schlucht aufgefallen das eventuell das Benzin nicht reicht um später den enorm steilen Weg zu zweit wieder hoch zu fahren.
Also haben wir uns getrennt. Peter ist weiter gelaufen und ich bin wieder hoch auf die Hauptstraße und habe die nächste Tankstelle gesucht und getankt.
Dann ging es den steilen Weg wieder runter. Oft gefühlt eine 45% Neigung/Steigung. Die Griechen lieben den direkten Weg 😉. Serpentinen werden überbewertet 🤣.Das haben wir im ganzen Land festgestellt.
Peter wartet schon am Einstig der Schlucht und wir steigen auch sofort in Kretas GEO-Park ein.
Endlich wieder grün um unsEine tolle Wanderung
Eine wundervolle Wanderung und am Ende werden wir mit einem Rinnsal Wasserfall belohnt.
Nachdem wir den Osten erlebt haben segeln wir weiter. Ich lege ab und wir nehmen Kurs auf die Lepra-Insel Spinalonga. Der Wind ist wieder enorm. In den Hafen von Agios Nikolaos können wir leider nicht. Alles voll mit Langzeitliegern. In die Lagune können wir bei diesem Wind auch nicht🤔 .
Also legen wir uns in eine relativ sichere Bucht und machen den Wassermacher wieder an. Den mussten wir wegen des hohen Wellengangs ausmachen da er durch die Schräglage immer wieder Luft zog. Und das ist nicht so gut.
Hier bleiben wir eine Nacht und einen Tag denn es ist nicht sehr angenehm. Wir brauchen hier auf Kreta einfach einen Hafen da es immer viel Wind aus Nord hat und wir auf der Nordseite sind. Deshalb diese Seite weil es auf der Südseite gar nichts gibt. Komisch aber so ist es.
Mit viel Wind durch die Nacht
Bei der letzten langen Strecke sind wir bei Sonnenaufgang los und haben gemerkt das dies doof ist da man durchs kreuzen dann eventuell im dunkeln ankommt. Nun machen wir es anders und fahren Abends um sieben los um im Sonnenaufgang an zu kommen. Das heißt, unsere erste Nachtfahrt mit Schichten. Da wir wieder gegen an müssen legen wir die Wenden so das es bei Schichtwechsel passiert wenn beide an Deck sind. Mit Schwimmwesten bestückt und eingepickt geht es durch die Nacht.
Eine rasante Fahrt, die Schwimmweste kommt bei Dunkelheit😊
Es klappt sehr gut und um Zehn sind wir im riesen Fähr und Cruiser Hafen von Heraklion, der Hauptstadt von Kreta. Es gibt keinen Platz für uns, what 😨.
Der Altstadthafen ist voll mit Profi-Day Sailor und außerhalb ist soviel Schwell durch die Fähren das es für uns an der Mauer zu gefährlich ist.
Wir machen notdürftig an der Mole des Pilot Bootes fest und ich versuche über mehrere Stationen, Hafen Polizei, Hafen Behörde und Gesamthafen Orts Behörde und und… einen besseren Platz zu bekommen. Eine Beamtin der Stadt hat dann wohl Mitleid und gibt uns einen Platz im Venezianischen Altstadt Hafen von einem Boot das ein paar Tage nicht im Hafen ist. Gott sei Dank. Direkt neben der Venezianischen Festung. Traumhaft schön und Wind sicher👍
Beim Pfeil lagen wirAm Abend kommen alle Day-Sailor wieder heim
Nun machen wir die Hauptstadt unsicher. Erst mal mit dem roten Sightseeingtour Bus und dann zu Fuß.
Red Bus
Wir besuchen einen riesen Bauernmarkt und fühlen uns wie im Schlaraffenland. Voll bepackt mit frischem Obst und Gemüse fahren wir mit dem Bus zurück. Die Stadt bietet alles was man sich nur wünschen kann.
Die Profis aus dem Hafen verschwinden mehrmals täglich Richtung der kleinen Insel Dia und Abends um halb neun müssen alle wieder da sein da dieser riesige Hafen wegen der Fähren geschlossen wird. Wahnsinn, oder!?
Und wir dachten als wir morgens Heraklion anliefen es fände eine Regatta statt. Dabei waren es nur diese 30 Profis auf ihrer Tour🤣.
Die Stadt selber ist nicht sehr schön da sie im Krieg total zerbombt wurde. Einzelne alte Häuser sieht man. Und eine der berühmten Kretischen Hochzeiten mit über 2000 Gästen erleben wir am Rande mit.
Keine schöne StadtNur vereinzelt schöne alte GebäudeKretische Hochzeit/TrauzeugenDer Bräutigam wartetDie Hochzeiten gehen über mehrere Tage
Nach ein paar Tagen müssen wir dann wieder los da der Liegeplatz wieder gebraucht wird. Wir fahren zur Insel Dia rüber die die Day Sailor auch ansteuern, aber erst nachdem sie dort aufbrechen.😉 Eine einsame Insel auf der mal eine wunderschöne Taverne stand. Wege waren angelegt zu einem Sonnenuntergangs-Aussichtspunkt, Zisternen und Steg. Ein Traum ist geplatzt und die Anlage seid 20 Jahren verwaist. Echt schade. Was mag passiert sein?
Abschied von Heraklionalle Profis segeln Heim und wir kommen auf Dia an😉Blick von Dia nach HeraklionUnd wir sind fast allein. Nur ein paar FischerAlte TaverneMachen die einsamen Inseln langsam verrückt?🤣
Am nächsten Morgen bringt unser Stegnachbar aus Heraklion eine 1,5l Flasche Raki und eine Flasche Olivenöl, da Peter ihm bei einer Kleinigkeit geholfen hat. Ein echt netter Kerl!
Der nächste Stopp ist Rethimnon etwas westlich. Hier wollen wir eigentlich noch mal einen fahrbaren Untersatz mieten und uns umschauen. Aber wir lernen sehr nette Neuseeländer kennen und bleiben in der Stadt hängen. Die Stadt ist sehr schön und hat einen alten Stadtkern durch den wir uns treiben lassen. Abends grillen wir mit unseren Bootsnachbarn und erledigen die Bootswäsche in einer super Laundry. Bettwäsche des Gastes und mehr. Muss für die neuen Gäste die bald kommen, alles schön sauber sein😊.
Arbeit ist angesagtHochzeitstag und Papas Geburtstag
Wir haben unseren Liegeplatz nur begrenzt und es war uns dieses mal einfach wichtiger den Kontakt zu pflegen, aber nun müssen wir leider weiter und da es keinen Hafen mehr gibt suchen wir uns eine Bucht. Ganz in den Westen zu den berühmten Stränden können wir leider nicht wegen des starken Westwindes. Also ab in eine Bucht für den Absprung Richtung Peloponnes.
Morgen früh geht es Richtung Peleponnes
Fazit:
Eine wirklich tolle Insel aber zu wenig sichere Plätze für Segler. Für uns der falsche Zeitraum. Denn zum Wandern muss man im Frühjahr oder Herbst kommen. Vielleicht machen wir das nächstes Frühjahr. 😊
Wegen des starken Nordwindes verstecken wir uns ganz unten auf der Südseite von Naxos in eine wunderschöne tiefe und einsame Bucht. 30Km bis zum nächsten Ort in dem man was einkaufen könnte. Echt herrlich. Außer einem kleinen Kiosk und ein paar einsamen Ferienhäusern ist hier nichts. Wir verankern uns sicher mit Landleine und können so mit einem ruhigen Gefühl zu einer Wanderung aufbrechen. Hier ist die älteste Akropolis Griechenlands, die wir uns natürlich ansehen wollen. Über alte Ziegenwege machen wir uns auf den Weg. Vorher melden wir uns aber am Kiosk zum Essen an. Das freut die Besitzer sehr denn wir sind hier die einzigen. Wir bleiben drei Tage hier und genießen es sehr. Die Besitzerin des Kiosk ist so lieb und bringt uns Brot aus dem Dorf mit.
Wenn es dunkel wird hört man nur noch Schafe und Ziegen. Wir lieben solche einsamen Ecken.
Unser nächster Stopp soll Amorgos sein. Wir ankern aber noch mal für 3-4 Stunden auf der Nachbarinsel Koufonisi da der Wellengang der sich die letzten Tage aufbauen konnte noch enorm ist und der Wind sich auch noch nicht wirklich gelegt hat. Wir warten etwas ab und machen uns mit gutem Rest Wind dann auf dem Weg nach Amorgos.
Diese Insel wird für uns einer der Highlights in den Kykladen.
Erst mal müssen wir uns nach der einsamen Zeit wieder mit Frisch Sachen bestücken aber danach erkunden wir die Insel.
Amorgos ist eine reine Felseninsel mit zwei hohen Bergen bis 700m hoch. Auf der Südseite fallen die Klippen bis zu 300m in die Tiefe und genau dort liegt in dieser Klippe das berühmte Felsenkloster Chozoviotissa. Früher war es nicht weiß gestrichen und wurde somit nie von Piraten oder anderen kriegerischen Völker, eingenommen. Heute leuchtet es wunderschön weiß in den Felsen. Wir fahren von unserer Bucht auf der Nordseite mit dem Bus über die Insel bis unterhalb des Klosters. Wir wandern zum Kloster hoch und genießen dort für eine kurze Zeit eine tolle Atmosphäre mit Klosterschnaps😃
Von dort geht es erst runter und dann wandern wir hoch auf den Berg zur traumhaft schönen Chora mit ihren Windmühlen.
Hier ist es sehr ruhig denn Amorgos liegt abseits der Touristenströme. Hier hin verirren sich nur die Rucksack Touristen und Wanderer. Denn die Wanderwege sind sehr gut ausgezeichnet. Auch wir nehmen nach erkunden der Chora und dem Besuch in einem kleinen Museum, einen dieser tollen Wanderwege zurück in unsere Bucht. Echt herrlich.
Bald wechseln wir für kurze Zeit in eine Bucht mit Wrack an dem der Peter schnorcheln will. Auf Amorgos wurde auch an dieser Stelle der Film „Im Rausch der Tiefe“ oder „Deep blue “ gedreht und ist für sein tief blaues Wasser berühmt. Dies ist auch die Insel der Harpun Taucher.
Als Peter wieder aus den Tiefen des Wassers rauskommt wechseln wir in den östliche Hafen nach Amorgos und werfen den Anker im Hafenbecken. Allerdings mit Trippleine (= Boje die mit einer Leine am Anker befestigt ist) denn hier soll der Boden mit vielerlei Leinen und Ketten verseucht sein. Und so bekommt man im schlimmsten Fall den Anker wieder frei.
Wir genießen einen Strandspaziergang und die Stadt am Abend, trinken einen Sundowner auf unserer „Terrasse“ und machen dann alles für die Nacht fertig.
Das heißt das wir jederzeit im Notfall Anker auf gehen können. Dinghi hoch nehmen und alles ist weg geräumt.
Außerdem wollen wir eh am nächsten Morgen auf die kleine Kykladen Insel Levitha.
Die Überfahrt wird angenehm. Am Ende etwas ruppig aber wir freuen uns auf den Bauern mit seinen Bojen. Dort liegen wir dann mit anderen in einer kleinen Bucht. Die Boje ist frei wenn man beim Bauern isst. Das tun wir natürlich und genießen diese kleine Insel für ein paar Tage.
Drei wunderschöne Kykladen Inseln und keine ist annähernd gleich. Nur die Landschaft ähnelt sich sehr.
Wir liegen in einer gut geschützten Bucht auf Syros und müssen wieder mal einen Wind von 40 kn abwettern.
Der Anker liegt gut und tief eingegraben im Sand und somit sind wir sicher. Aber die Lautstärke des Windes ist sehr anstrengend. Und so flüchten wir an einem Tag von Bord, fahren mit dem Dinghi ans Land und mit dem Bus in die Hauptstadt. Die Busfahrt ist richtig angenehm. Wir sehen viel vom Insel Innern. Getreide, Gemüse was man so braucht wächst hier. Aber es ist alles schon sehr trocken. Es hat im Winter kaum geregnet und somit herrscht hier schön die Brandgefahr „orange“.
Syros, die edle. Wenn man durch die Hauptstadt läuft, könnte man fast meinen in Italien zu sein. Es ist gut zu sehen das die Venezianer eine ganze Zeit auf der Insel geherrscht haben. Die typischen venezianischen Villen und Kuppelbauten. Wunderschöne alte Gebäude. Die Stadt Emourpoli ist auch Uni-Stadt und somit gibt es sehr viel junge Leute und nette kleine Cafés .
Wir lernen auch wieder ganz nette Segler kennen mit denen wir gerne Zeit verbringen. Aber die beiden segeln früher los und haben ein anderes Ziel wie wir und somit trennen sich wieder unsere Wege. Schade, es war schön mit euch Ingrid und Gerd.
Peter mag unbedingt nach Mykonos. Ich eigentlich nicht da ich nun wirklich keine Partygängerin bin. Aber wie heißt es: „In guten wie in schlechten Zeiten“, 😁
Mykonos steht für Traumstrände und Party. Sie ist vielleicht die berühmteste und bekannt für ihr pulsierendes Nachtleben. Und so kommt es natürlich auch das hier 3 große Cruiser in der Bucht liegen, wir keinen Platz ( trotz Anmeldung per Mail) im Hafen bekommen, und das teuerste Bier, 0,330ml für 12 € in unserem Leben trinken. Schon um neun tanzen leicht bekleidete Urlauber auf den Tischen und wir machen uns von klein Venedig davon und laufen durch schöne enge Gassen in denen die teuersten Lable und Galerien, ihre Ware anbieten und die Preise sogar in München ein Schnäppchen wären.
Hier genießen wir das Bier Tröpfchenweise🤣
Wir sind spät gekommen und haben in einer etwas entfernten Bucht eine Boje ergattert die allerdings 50€ kosten soll. Abends kam niemand und morgens sind wir schon bei Sonnenaufgang geflüchtet und so war sie kostenlos.😉
Unser nächstes Ziel sollte Naxos sein. Aber die über 3m hohen Wellen lassen uns die Richtung etwas angenehm ändern und wir steuern Paros an.
Waschtag
Wir legen uns nach einer anstrengenden Fahrt in die Bucht der Hauptstadt, wir möchten einen Wäsche Tag einlegen. Denn hier hat es eine Münz Wäscherei und so können wir die ganze Bettwäsche und unsere Handtücher waschen. Dafür ist unsere Waschmaschine zu klein.
Paros ist wunderschön und eine richtige Postkarteninsel. Weiß blaue kleine Fischerdörfer und ein wildes Hinterland.
Wir ordern für den nächsten Tag einen Roller und fahren über die Insel, besuchen die Chora Lefkes und schlendern durch die engen Gassen. Ein Besuch der alten Minen in denen der berühmte fast durchsichtige Marmor abgebaut wurde steht auch noch auf dem Plan. Daraus wurde der Tempel von Delphi und Delos gebaut und auch die berühmte Venus von Milos oder die Nike von Samuthraki.
Abends kommen wir mit tausend Eindrücken wieder an Bord und lassen den Tag ausklingen.
Der nächste Tag ist diesig und schwül. Wir wollen um die große Bucht wandern. Aber plötzlich ist von jetzt und in die nächste Sekunde ein Windwechsel von nichts auf 35kn und ein Dreher um 180°.
Die Boote werden in die Ankerkette katapultiert, legen sich auf die Seite und drehen sich um 180°. Dann pendeln sie es aus und alles ist wieder gut. Das war echt gruselig. Wir warten noch etwas und gehen dann später wandern. Kann ja sein das noch was kommt. Aber alles bleibt ruhig.
Auch hier findet man Ähnlichkeiten zu Mykonos. Nur viel sympathischer und entspannter.
Und immer wieder die bezaubernden weißen Häuschen mit den blauen Fensterläden.
PS. Etwas spät. Aber manchmal habe ich kein Internet wenn es einfach zu einsam ist.