Wieder im Wasser

Wir sind fertig mit allen was wichtig war und auch mit manchen Verbesserungen. Ein letztes Treffen bei Yanis in der Taverne mit allen vom Yard, war sehr schön aber auch Kopfweh trächtig.

Sonntags machen wir noch einen Ausflug aufs Festland und besuchen eine Antike Stätte die Odysseus als Eingang zur Unterwelt gesehen hat. Da der Acheron mit seinen Nebenflüssen hier zusammen in den Boden floß und den Lauf unterirdisch fortsetzte. Dies zeigte den Weg der Toten in den Hardes und ermöglichte den Eintritt zur Unterwelt.

Die Toten wurden bei den alten Griechen als Schatten gesehen befreit von ihrem Körper und in der Lage in die Zukunft zu sehen. Gleichzeitig zeichneten sie sich als gewissenlos und rachsüchtig aus so das der Kontakt mit den Lebenden nicht ungefährlich war. Trotzdem versuchten die Lebenden die Gabe der Vorhersage auszunutzen.

Dieses Nekromonteios liegt oben auf einem Hügel in wunderbarer Natur mit tollen Ausblick.

Heute, Dienstag geht es ins Wasser. Ich fülle den Wassertank, mache nochmal das Deck sauber und schon sehe ich wie Assen den Trailer und den Radlader fertig macht um uns zu wassern.

Ich bin wie immer wahnsinnig aufgeregt und renne rum als hätte ich „Hummeln im Ar…“

Das aufnehmen der Alina auf den Trailer geht wie immer sehr ruhig und konzentriert von statten.

Immer wenn ein Boot ins Wasser kommt laufen alle zusammen. Das ist auch sehr schön. Wir verabschieden uns von allen. Schade das wir euch nicht mehr sehen. Alice und Jörg mit eurem tollen Holzboot, Walter der sein altes GFK Boot polieren kann so das es wie neu aussieht und auch vorher nicht aufhört. Außerdem liebe ich deinen trockenen NRW Humor der mich an meine Heimat erinnert. Macht es gut Angi und Andi, Georg, Gerhard, Wolfgang, Susann, Assen und Susanne.

Wir werden uns wohl leider nicht mehr wiedersehen. Aber so ist das mit Freunden einer kurzen Wegstrecke.

👏👏👏👏👏 Wir sind im Wasser. Wie wunderbar ist das denn. Keine Leiter mehr klettern um auf die Toilette zu gehen. Wasser das wir plätschern hören, der andere Blickwinkel aufs Land.

Alle die am Steg standen gehen wieder an ihre Schiffe zur Arbeit und aus unserem Leben.

Ein trauriges Gefühl.

Wir genießen es sehr im Wasser zu sein auch wenn das Wetter noch nicht so toll ist. Abends paddeln wir noch mal zu Yanis Taverne um etwas zu trinken und uns zu verabschieden.

Die erste Nacht ist wie immer für mich etwas schlaflos. Neue Geräusche plagen mich etwas. Der Wind im Rigg, das Wasser das plätschert und die Angst das etwas nicht dicht ist.

Das erste mal vorne den Sternenhimmel genießen❤

Aber morgens schwimmen wir tatsächlich noch und alles ist gut 🙏

Wir stehen früh auf um zu starten. Der Wind ist natürlich noch recht schwach aber wir segeln ganz langsam dahin. Ein perfekter Anfang denn ich brauche noch etwas bis mir die Segelbeine gewachsen sind. Manchmal habe ich ein mulmiges Gefühl. Zum Beispiel in der kleinen Toilette wenn es eng ist. Aber ich weiß ja das es bald vorbei.

Wir sind am späten Nachmittag in Preveza und gehen Abends mit Freunden von der SY Hoppetosse, Karin und Michael in der Stadt spazieren.

Die beiden haben ungefähr den gleichen Weg dieses Jahr. Gehen nur später ins Wasser. Vielleicht treffen wir uns im Winter auf Sizilien. Das wäre schön.

Allen anderen wünsche ich eine tolle und unfallfreie Saison und natürlich immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Der normale Frühjahrs Wahnsinn

Wir sind voll im Flow! Das Wetter wird langsam besser aber Nachts ist es noch sehr kalt. Es graupelt sogar. Aber diese kalte Luft frisst für einen kurzen Zeitraum die Luftfeuchtigkeit und wir können bald mit dem finalen Anstrich am Kiel loslegen.

Bis dorthin passiert aber noch einiges andere.

Die neuen Batterien sind da und können montiert werden. Das erste Mal essen wir draußen 😃🙏

und genießen diese einsame Bucht am Abend.

Peter arbeitet am Fäkalien Tank weiter und am Tag X fange ich an das Coppercoat zu mischen.

Wir streichen es sechs mal und hoffen das nun alles klappt.

In den Phasen zwischen den Anstrichen richte ich das Beiboot und blase es auf. Wir montieren die letzten Seile z. B. für das Großsegel. Für die letzten zwei neuen Seile muss der Peter in den Mast.

Das machen wir aber erst als der Kiel fertig ist.

Die neuen Seile werden an die alten Seile genäht und so kann man ganz einfach die neuen Seile durch den Mast ziehen. Damit wir sicher sind das es über die richtigen Rollen an der Mastspitze geht ziehe ich den Peter hoch und er kann alles kontrollieren wenn ich die Seile durchziehe.😉

Diese Aktion ist ratz fatz fertig. Es hat alles super funktioniert was an einem Boot eigentlich nicht die Regel ist😉.

Es ist immer noch sehr kalt hier aber über Tag wird es immer schöner. Die Stimmung hier in der Bucht ist einfach wunderbar Frühlingshaft.

Der nächste große Schritt ist nun das anschleifen vom alten Coppercoat um das Kupfer neu zu aktivieren und den neuen Kiel um es das erste Mal zu aktivieren. Peter macht die großen Flächen und ich kümmere mich um die kleinen Sachen die nur von Hand gehen.

Eigentlich sind wir mit allem fertig. Ich habe sogar noch den Rumpf gewienert und Peter macht schon Final wieder seinen Schrank, denn der Tank ist auch fertig.

Ins Wasser geht es aber erst am Dienstag und darauf freuen wir uns schon ganz dolle. Morgen wollen wir mal einen Ausflug machen. Dies ist in der Arbeitsphase zu kurz gekommen.

Dafür haben wir immer wieder Segelfreunde getroffen was auch sehr schön ist.

Ich melde mich vom Wasser wieder 🖐

Lieber Besuch und böse Überraschungen

Wir sind voll im Boatyard Leben angekommen und starten auch sofort mit unseren Arbeiten. Die beiden großen Sachen die wir machen müssen sind das Kiel und der Abwassertank. Den möchten wir tauschen da der alte in den Schweißnähten undicht war. Edelstahl eben.

Erst mal sind aber die Menschen hier wichtig und wir begrüßen alte und neue Gesichter die wir auch Abends bei Yanis Taverne treffen.

Da hier ziemliches Sauwetter ist suchen wir uns erst mal die Arbeit im Innern. Wir hatten im Herbst plötzlich Rost im Frischwasser und dem wollten wir mal auf dem Grund gehen bevor wir den Tank wieder befüllen. So war dies unsere erste Arbeit. Nach dem öffnen des Deckels kam auch gleich die Miesere in Sicht. Die UV-Lampen zur Bakterienabtötung haben sich aufgelöst😨.

Das Metall der Lampe war total verrostet. 1,5 Jahre sind sie drin und schon sind 500€ am A…! Das gibt es doch nicht!! Wir machen mühevoll die Tanks und die Leitungen sauber damit wir wieder frisches Wasser tanken können. Das ärgert mich sehr und ich nehme Kontakt mit der Firma auf. Sie wollen die Lampen sehen. Also bringe ich sie zur Post bezahle noch mal 30 € und kann jetzt nur hoffen das was zurück kommt.

Als wir so in unserer Arbeit sind stehen plötzlich Tanja und Michael mit ihrem Camper vor unserer Alina. Mit den beiden hatten wir zuhause eigentlich nicht viel zu tun. Man kannte sich aber hatte andere Anlaufpunkte.

Hier haben wir ein paar tolle Tage gemeinsam verbracht. Viel geredet und gelacht, zusammen gekocht und den Unabhängigkeits-Tag erlebt. Die Zeit war sehr intensiv und sie sind uns als Freunde ans Herz gewachsen.

Abschiedsbild von Tanja und Michael
Unabhängigkeitstag in Prevesa

Als wir einmal zusammen im Ort essen waren kamen wir recht spät nach Hause und die Alina hat uns mit einem Alarm-Ton empfangen. Schnell haben wir festgestellt das es der Gas Alarm ist. Dann kommt die böse Überraschung. Zwei unserer drei anderthalb Jahre alten Verbraucherbatterien kochen! Das heißt ein innerer Kurzschluss. Eine davon ist kochend heiß und schon aufgeblasen und an manchen Stellen auch offen. Die zweite die direkt daneben war ist auch sehr heiß.

Als erstes reiße ich alle Fenster auf um das Gas los zu werden und dann bugsieren wir ganz vorsichtig die Batterien von Bord.

Peter schafft die 60kg schweren Batterien an Deck und dort befördern wir sie mit einem Seilzug nach unten. Denn wir stehen ja immer noch auf Stelzen.

Um halb eins in der Nacht sind wir fertig und fallen erst mal tot ins Bett.

Am nächsten Tag fängt das überlegen an. Was machen wir? Wir brauchen neue Batterien und das recht zügig. Bleiben wir bei AGM oder wechseln wir jetzt auf Lithium?

Wir entscheiden uns zu wechseln und holen in Lefkas einige Angebote ein. Gleichzeitig korrespondiere ich mit der Firma bei der wir die Batterien gekauft haben. Wir sollen sie auf ihre Kosten zuschicken. Eine Transportfirma ist schnell gefunden und ab mit ihnen nach Volos.

Wir bestellen die neuen Batterien in einem Autoladen und sparen uns so den Maritimen Aufschlag 😉.

Natürlich geht auch in dieser Zeit die Arbeit weiter. Von Tanja und Michel haben wir uns leider schon verabschieden müssen und so läuft hier wieder der normale Arbeitsalltag ab.

Wenn das Wetter passt arbeite ich am Kiel. Alles muss runter da sich unter der Farbe Oxid bildet und die Farbe abplatzen lässt. Eine heiden Arbeit und ich hoffe das wir dann Ruhe haben.

Nachdem es Blank ist streiche ich es zweimal mit einem Zweikomponenten Epoxid und muss nun darauf warten das sich ein Wetter Fenster für das Coppercoad bildet. Das ist dann die endgültige Kupferbeschichtung.. Aber das Wetterfenster lässt auf sich warten. Es regnet sehr viel.

Sauwetter

Peter beschäftigt sich mit dem Tankeinbau. Da muss einiges umgebaut werden. Eine Heiden Arbeit die er perfekt ausarbeitet. Zwischendrin kommen unsere lang ersehnten Pakete aus Deutschland an und wir haben kurz etwas von Weihnachten.

Die Treppe wird rutschfest gemacht und es gibt auch mal einen kleinen Spaziergang in den wundervollen Frühling hier in der Rouga Bay. Alles blüht und die Flamingos und Pelikane sind auch wieder da.

Ab und zu treffen wir uns mit Segler Freunden die immer mehr eintrudeln.

Auf nach Griechenland

Sigrid ist von uns gegangen und nun machen wir uns auf dem Weg zurück zur Alina.

Wir sind ziemlich kaputt von den vielen traurigen Emotionen und nutzen jede Gelegenheit auf der langen Reise etwas zur Ruhe zu kommen. Gut das wir bei der Anreise nach Griechenland schon genau wissen wo wir hin müssen.

Die Anreise nach Frankfurt ist ohne nennenswerte Störungen da wir auf jeden Fall eine S-Bahn früher nehmen. Das Vertrauen an die deutsche Bahn ist einfach nicht mehr gegeben 😏.

Wir sind dadurch natürlich viel zu früh am Flughafen und können noch die Flughafen Haute Cuisine bei MC Donalds geniessen.😂

Pünktlich in Athen angekommen fahren wir mit dem Bus zu unserer Unterkunft mitten in die Stadt.

Es zieht uns noch kurz in die Gassen um etwas zu essen und den Wachwechsel beim unbekannten Soldaten zu sehen ,doch es geht nicht lange und wir liegen total zerschlagen im Bett.

Am nächsten Morgen lassen wir uns noch bis um 13Uhr treiben bis der Bus vom Busbahnhof nach Lefkas geht.

Eine sechs Stunden lange Fahrt liegt vor uns und wir genießen den Ausblick und die kurzen Nickerchen.

Rio Brücke über den Golf von Korinth

Unterwegs melde ich mich bei unseren Autovermieter Panos und wir treffen uns am Busbahnhof in Lefkas. Er ist mit seinem Sohn gekommen und steht schon wartend dort. Es ist fast so als wenn uns ein guter Freund abholt.

Wir bringen ihn heim, machen die Papiere fertig und los geht es Richtung Ambrakischen Golf zur Alina.

Auf dem Weg gehen wir schon mal groß einkaufen und dann aber schnell nach Hause zur Alina.

Es ist spät als wir ankommen. Wir richten nur kurz das Bett und schon liegen wir drin.

Es ist alles trocken im Boot. Alina scheint den Winter gut überstanden zu haben.

Dachten wir zumindest. Wir werden in den nächsten Tagen eines besseren belehrt.

Aber dies später.

Brrr ist das kalt! ❄🌨

In Deutschland ist es schöner 🤣

Jetzt können wir schon sagen:“ Nächste Woche geht es los!“

Die Aufregung steigt und die letzten, sehr intensiven zwei Wochen beginnen. Wir haben das schönste Wetter und es beginnt in den Fingern zu jucken.

Pakete sind gepackt die wir bald losschicken werden.

Zwischen drin noch mal geschwind ein Zimmer saniert.

Und dann nur noch Familie und Freunde genießen.

Was geht in mir vor?

Na, ich kann es nicht so richtig beschreiben. Ich freue mich auf Alina und hoffe das über Winter alles gut gegangen ist. Keine Sturm oder Wasserschäden sind. Ich freue mich auf die Leute dort und dieses unbefangene Leben. Ich freue mich aber besonders auf die Natur dort, diesen wunderschönen Frühling. Die Ruhe die wieder einkehrt. Die Zweisamkeit. Nur wir im jetzt und hier.

Auch auf die Arbeit die uns auf Alina erwartet. Aber ich freue mich besonders auf den Moment wenn es wieder ins Wasser geht und wir uns Richtung Italien aufmachen. Ein neues Land, neue „Lebensmusik“, neue Geräusche und Gerüche eine neue Kultur.

Aber erst mal haben wir noch etwas zu tun. Wir müssen uns wieder als Team zusammenraufen und jeder seine Rolle finden.

Aber da mache ich mir keine Sorgen.

Nächstes Wochenende werde ich keinen Bericht schreiben. Sondern erst wenn wir angekommen sind.

Ich möchte jetzt noch jede Minute genießen.

Also bis in Griechenland. 👋

An tausend Sachen müssen wir denken

Wir sind nun 2 Monate zu Hause und haben nicht nur Familie und Freunde getroffen sondern auch schon viel geplant und besorgt.

Ich habe ein kleines Heft in dem ich über das Jahr immer alles reinschreibe was in der Winterpause zu reparieren oder verbessern ist und was ich zuhause besorgen muss.

Denn es gehen übers Jahr wie bei einem Eigenheim an Land auch, immer mal etwas kaputt oder wir haben eine Idee der Verbesserung.

So haben wir schon viele kleine Dinge bestellt die wir dieses Jahr schicken möchten. Da ist schon eine ganze Menge zusammen gekommen.

Ein ganz großer Posten sind Leinen die wir austauschen möchten. Wir haben letztes Jahr schon einen Teil getauscht und dieses Jahr haben wir auf der Boot den Rest bestellt.

Dies ist ein großer Posten der von der Firma direkt nach Griechenland geschickt wird. Bin gespannt und hoffe auch, das alles klappt. Leider kann ich dazu kein Bild zeigen.

Wir haben aber auf der Boot einen ganz wichtigen Punkt erledigt und das waren neue Schwimmwesten die uns gut passen. Das hatten wir bisher nicht. Also Westen hatten wir natürlich schon. Die sind allerdings vom Voreigner und wir empfinden sie als sehr unbequem.

Dies ist aber ein sehr wichtiger Punkt. Sie müssen bequem sein damit man sie auch gerne länger anzieht.

Wir konnten einige Marken ausprobieren was nur auf der Boot Messe geht. Dort hatten wir dann den direkten Vergleich und konnten für uns die besten auswählen.

Nächste Woche werde ich mal unser gesammeltes Zeug von der Liste auseinander klabüstern und schauen wie viel Pakete ich senden muss 😋

Nebenbei suche ich schon für den nächsten Winter einen Liegeplatz denn da muss man früh genug ran gehen um überhaupt einen Liegeplatz zu bekommen.

Wie ich da ran gehe erkläre ich nächstes mal genauer

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende,

und wir haben wieder viele schöne Ecken mit einfach wundervollen Menschen, in Griechenland erleben dürfen.

Wir haben eine schöne Runde durch die Ägais gemacht die dieses Jahr geprägt war von schon früh angefangenen starken Winden. Wir mussten oft in Buchten Tagelang warten um Stürmen aus dem Weg zu gehen. In dieser Zeit konnten wir auch oft das Boot nicht verlassen da es zu unsicher erschien. Was auch etwas hat, wenn man Zeit genug hat. Und das haben wir, denn wie es die Neuseeländer formulieren, sind wir :“Rich in Time“. Auf deutsch . „Zeitmillionäre“. 🙂

Unsere Route 2024

Die Agäis gilt als Wiege der minoischen Kultur und des antiken Griechenlands. Es herrschten aber auch die Perser, Römer, Byzantiner, Genuesen, Venezianer und Osmanen.

Diese Vielfalt der Kulturen begegnete uns täglich. Denn Griechenland ist reich an Altertümern die aber leider teilweise verfallen da es einfach zu viele gibt.

Die Inseln der Kykladen und der Dodekanes sind sehr trocken und somit haben wir wenig grün im Sommer erleben dürfen. Das hat mir zwischen drin sehr gefehlt und auch zu schaffen gemacht.

Doch jede Insel ist oder hat etwas besonderes. Santorin haben wir ganz bewusst ausgelassen da wir die unbekannteren und ruhigeren Inseln erleben wollten.

Und außerdem haben wir Mykonos erlebt. Ein 0.3 er Bier 12€ und schon am Nachmittag halb nackte Tanzende und volltrunkene Leute auf den Tischen :-0 . Das sind nicht wir, also haben wir es einfach weggelassen.

Wenn mich jemand fragt welche die schönste Insel war kann ich es gar nicht beantworten. Es hat jede besuchte Insel etwas besonderes gehabt.

Wir haben tolle Menschen aus aller Welt kennen gelernt und dadurch wird mein Englisch auch immer besser. Langsam aber stetig 🙂

Als wir dann Ende August wieder ins ionische Meer abgebogen sind hat es mich sehr gefreut. Wir kannten schon vom letzten Jahr einige schöne Ecken und so war es irgendwie wie nach Hause kommen.

Die Inseln sind hier wieder grün da der wenige Regen der aus Norden oder Westen kommt, hier gerne abregnet.

Ab September war die Zeit etwas geprägt von schweren Gewittern die auch Stürme mitgebracht haben. Aber wir hatten Glück, wir waren immer am richtigen Ort um dies sicher zu überstehen. Andere hatten leider nicht so viel Glück.

In dieser Zeit der Familie haben wir einen anderen Rhythmus eingenommen und die Familie bestimmen lassen was und wohin.

Manchmal musste ich etwas bremsen da meine Erfahrung mit dem Wetter doch erkennbar höher war. Aber oft habe ich auch nichts gesagt und eine unruhige Nacht in einer Traum-Bucht erlebt, in der wir zwei bei diesen Bedingungen nie reingegangen wären. Aber ehrlich, dann hätten wir auch manches wunderschöne verpasst!

Wir haben nach Verabschieden der Familie diese Region noch sehr genossen und den Herbst ganz toll erlebt.

Nun sind wir zuhause in Deutschland und genießen es warm und trocken in einer gemütlichen Wohnung den Winter mit Freunden und Familie zu erleben.

Der Opa als Nikolaus

Und darum möchte ich mich bei euch auch für dieses Jahr verabschieden.

Es kehrt Ruhe ein um uns. Habt alle eine tolle Adventszeit. Genießt die Weihnachtszeit und einen guten Rutsch.

Tschüß bis 2025

Es wird ruhig im Ionischen Meer

Der wunderschön farbige und ruhige Herbst ist da. Und wir genießen es in vollen Zügen. Wir haben nun Anfang November. Die Chartersaison neigt sich dem Ende und es werden immer weniger Segelboote die man unterwegs trifft. Auch bei uns kehrt nun Ruhe ein und wir genießen die Wind ruhigen Tage in denen man immer noch gut bei 23 Grad Celsius, schwimmen kann. OK, ich bin eine kleine Pienzerin, wenn etwas Wind ist, ist es mir einfach zu kalt ( ich denke so um 25 °C) 🤣. Ich verziehe mich dann Abends lieber unter Deck und wasche mich dort.

Das Wetter ist immer noch sehr gut. Der Herbst bringt Abends den Dunst und es kommt immer mal etwas Regen. Aber über den Nachmittag läuft man noch gerne in kurzen Hosen und im T-Shirt.

Wir sind in der Gegend von Lefkas und lassen uns durch die ruhigen Buchten treiben. Treffen uns mit Seglerfreunden und beginnen die gesellige Zeit.

Langsam müssen wir uns aber organisieren wie wir es mit unserem Trocken Yard machen. Die Rouga Bay liegt wunderschön im ambrakischen Golf aber ist auch weit weg von jeglicher Zivilisation. 🤔

Unsere Lösung ist die. Wir segeln nach Lefkas Stadt und ich hole ein gemietetes Auto. Peter segelt nach Preveza und ich fahre mit dem Auto dorthin. Von Preveza fährt dann Peter in die Rouga Bay und ich segel alleine die 13 sm (24km). Das erste mal Einhandsegler. Ich bin ganz stolz das es auch bei anfänglichen 18kn Wind gut klappt.

Es ist irgendwie nach Hause kommen als ich in die Rouga Bay abbiege. Die Natur ist wunderbar und die Flamingos sind auch schon wieder da.

An Land ist das Hallo sehr groß und wir genießen es sehr alle wieder zu sehen und verabreden uns natürlich zum Yanis auf ein Wein.

Wir liegen noch zwei Tage im Wasser, machen die ersten Wintervorbereitungen und dann ruft uns auch schon Wolfgang an das wir Nachmittags rauskommen.

Also noch schnell die letzten Arbeiten und schon geht es los.

An Land sind wir wieder ganz schnell im Arbeitsalltag zurück. Es ist immer etwas zu tun und auch anderen zu helfen.

Neben der vielen Arbeit machen wir aber auch tolle Ausflüge ins Hinterland. Denn das Wetter ist perfekt zum wandern.

Wir fuhren zum Monument Zalongos mit dem Kloster Agios Dimitrios und kletterten über sehr viele Treppen hoch auf den 462m hohen Felsen und waren von dessen Geschichte und der Umgebung total beeindruckt.

Dieses Monument soll daran erinnern das im Jahre 1803 die Frauen aus dem Dorf Souli beschlossen von diesem Felsen singend und tanzend in die Tiefe zu springen statt von den Türken des Ali Pashas gefangen genommen zu werden.

Sie verabschiedeten sich von der traurigen Welt und dem süßen Leben,

denn es lebt kein Fisch auf dem Land

und keine Blüte im Sand,

so leben auch Souliotisses genannt nicht ohne ihre Freiheit,

wie es frei übersetzt in ihrem Gesang heißt.

Außerdem wanderten wir den Acheron Fluß entlang. Einfach traumhaft!

In der griechischen Mythologie war das Tal des Acheron der Ort, wo die Seelen der Toten wohnten. Der Fluss stellte den Weg dar, über den die Seelen der Toten zum See Acherousia geführt wurden, in dessen Tiefen sich das Reich des Hades, die Unterwelt befand. Den Eingang zum Hades bewachte ein wilder, unbarmherziger Hund mit Namen Kerveros. Dieser hatte drei Köpfe und einen Drachenschwanz. Der Fährmann Haron überbrachte die Seelen der Toten mit seinem Boot in die Unterwelt. Diese Reise war nicht umsonst, sondern es musste ein Obulus entrichtet werden. Der Obulus war eine Münze, die sich unter der Zunge der Toten befand. Aus diesem Grund wurden im antiken Griechenland die Toten entsprechend rituell beerdigt. Seelen, die den Preis der Reise nicht aufbringen konnten, waren dazu verurteilt, ewig am Ufer des Flusses umher zu wandeln.

Wir haben diese Zeit sehr genossen, aber irgendwann mussten wir dann zum Bus Richtung Heimat.

Erst fuhren wir nach Athen und hatten dort Pech das wir in einem Generalstreik geraten sind. Mit ein Paar Schwierigkeiten haben wir es aber ins Hotel geschafft. Ganz früh am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus zum Flughafen und ab nach München zum Sohnemann mit seiner Freundin. Denn dort haben wir noch etwas Zeit mit den Beiden verbracht bis es dann nach Hause ging.

Das Ionische Meer

Ich muss sagen ich habe die Ionischen Inseln sehr genossen. Jede Insel ist auf ihre Weise einzigartig.

Für mich ist es sehr schön, da es wieder grün ist und es tolle alte Wälder gibt in die man schöne Wanderungen machen kann.

In den Kykladen und Dodekanes war es mir einfach zu karg. Es sind auch wunderschöne Inseln dabei, aber hier habe ich gemerkt wie arg mir die grüne Natur gefehlt hat.

Wir besuchen einige Ionische Inseln und genießen die angenehmeren Winde. Ja, es ist mancher Orts sehr voll. Aber wir haben es immer wieder geschafft einsame Buchten für uns alleine zu haben. Denn uns war es nie zu viel, das Boot mit teilweise 70m Kette und bis zu drei Landleinen sicher fest zu machen. So konnten wir eindrucksvolle und wilde Natur erleben.

Zum Ende der Elternzeit gehen wir noch in den Ambrakischen Golf und zeigen den beiden wo wir im Frühjahr 23 so lange das Refit von Alina gemacht haben.

Auf dem Törn zurück nach Preveza ist noch mal sportliches segeln angesagt und Lukas genießt es in vollen Zügen alleine nach Preveza zu kreuzen. Ich sitze vorne am Bugkorb und gebe immer das Wende -Zeichen damit wir keine Fischfarm rammen🤣. Das bräuchte ich natürlich nicht, aber wir hatten so einen Riesen Spaß.

Am Ende war es für mich doch sehr traurig denn der Abschied kam immer näher. 😥

Nun haben wir Lukas, Anja, Lio und Liara zum Bus nach Athen gebracht und sind wieder alleine.

Wir vermissen sie sehr, genießen es aber auch wieder in unserer Zweisamkeit zu sein.

Wir segeln nach Lefkas und legen uns an die Mole von GR-Charter. Es ist nicht teuer und wir können das Süßwasser nutzen. Das ist echt toll, denn diesen Luxus hatten wir wegen Wassermangel auf den Inseln, das ganze Jahr nicht. Wir schrubben das ganze Boot mit Süßwasser und machen das SUP und das Dinghi sauber. Gehen die ganze Wäsche des Besuchs in der Laundry (Wäscherei ) waschen und machen das Boot wieder für uns fertig.

Als alles wieder sauber und verräumt ist, segeln wir in eine wunderschöne und ruhige Bucht, und genießen die absolute Ruhe.

Erledigen dabei auch noch so manche Arbeit. Die Relingsnetze werden wieder abmontiert und ein Fenster wird neu eingedichtet.

Nach zwei Nächten müssen wir wieder mal etwas einkaufen und segeln nach Palairos . Wir schauen uns den kleinen Ort an und lernen andere Segler kennen.

Am nächsten Tag segeln wir gemütlich nach Meganisi rüber und verbringen dort zwei ruhige Tage. Die Saison ist zu Ende und in den Buchten sind kaum noch Segler. Allerdings sind auch fast alle Tavernen und Cafés geschlossen. Was uns aber nicht stört.

Dann geht es wieder nach Lefkas/Nidri in die große Vlychon Bucht.

Dort beginnt für uns auch der gesellige Teil mit anderen Seglern. Es ist ein Sunbeam – Treffen ( so heißt unser Schiffs-Typ) geplant. Wir sind vier Boote und haben Abends in der Taverne viel Spaß.

Es sind tolle Menschen die wir immer wieder auf unseren Reisen treffen. Diese Momente mag ich nicht missen.

Danke SY Africa, SY Xarifa und SY Seabbutical.

Unser Bordleben zu sechst

Heute schreibt jeder wie sie/er es nach einem Monat an Bord, empfindet.

Endlich wieder segeln und den ganzen Tag mit der Familie verbringen. Morgens weckt uns Lio zwar schon früher als uns lieb ist, aber es mach an jedem Tag wieder Spaß aufzustehen und das Bootleben zu starten. Morgens schwimmen so oft es geht. In der Bordküche für alle kochen und mit dem Kleinen im Wasser planschen. Wir haben alle etwas gebraucht, bis wir uns auf einen gemeinsamen Rhythmus eingespielt haben und jeder sich soweit angepasst hat, dass es für die anderen auch ein schönes Miteinander ist. Ich genieße die Segelarbeit und das Endecken der verschiedenen Orte. Mal eine einsame Bucht und mal ein verträumtes Städtchen. Ich versuche so oft es geht das Apnoe-Tauchen zu trainieren und suche immer wieder nach Tauchplätzen für das Gerätetauchen. Mit Martina hat es auch gut geklappt, die ersten Tauchübungen und -gänge zu machen. An Board kommt die Zeit zu viert leider etwas zu kurz, dafür hat jeder auch mal Zeit für sich alleine. Wir planen aktuell einen kurzen Landtrip (4 Tage) nur zu viert und danach lassen wir den zweiten Monat an Board ausklingen. Anja und ich sprechen immer wieder über unseren (meinen) Plan, auch eine Weltumsegelung zu machen. Das freut mich dann sehr und wir träumen etwas zu zweit.

Lukas

Boatlife bedeutet für mich alltägliche Dinge weit weg von Zuhause vor traumhaften Kulissen zu machen. Haare schneiden in einer einsamen Bucht, oder kochen mit Blick auf eine Steilwand. Es bedeutet Lio nicht durch spazieren gehen müde zu machen, sondern mit Schwimmflügeln zum Strand zu schwimmen. Es ist eine intensive Zeit mit unsrer Tochter Liara da ihr Bruder Lio mittlerweile an den Großeltern klebt wie ein „babbets Gutzel“ (klebriges Bonbon) und sich diese wirklich liebevoll und mit großem Einsatz um ihn kümmern. Es bleibt mehr Zeit zum kuscheln, lesen, oder schwimmen. Der Tierpark wird durch wilde Schweine und Ziegen am Strand ersetzt und die tägliche Sporteinheit wird bei dem gewackel nicht nur zum Kraft-, sondern auch zum Balanceakt. Einen kleinen Wirbelwind auf so engem Raum zu haben bedeutet, noch mehr als zuhause, aufräumen, aufräumen und aufräumen. Irgendwie ist vieles gleich und doch völlig anders. Es macht Spaß, es ist anstrengend und manchmal, gerade in der Mittagsschlafzeit von Lio, auch sehr friedlich.

Anja

Nach dem „Umbau“ von Alina zum Familienboot fühlen sich alle nach der Eingewöhnung wohl an Bord. Lio als „Kapitän“ weckt die Mannschaft und mit einem nonstop Programm geht es rasant durch den Tag. Für alte Opas ist es schon eine Herausforderung mit zu halten. Schwimmen, spielen, tauchen, segeln, und immer wuselt es zwischen den Füßen. Nach kurzer Zeit, wird man aber entspannter, wenn Lio auf dem Boot oder im Hafen turnt. Die Enkel so nah und intensiv mit den Eltern zu erleben, freut mich riesig und ist ein großes Geschenk. Wir fahren Buchten an, die wir zu zweit nicht besucht hätten, kochen außergewöhnliche Gerichte, lachen gemeinsam wenn Lio mit Sport macht und gehen am Abend ins kalte Wasser, weil er sich beim Schwimmen austoben will. Kurz gesagt vieles ist anders aber richtig schön. Tja Großeltern sein ist kein Kindergeburtstag. Liara macht in dieser kurzen Zeit eine Entwicklung durch, dass ich staune. Sie ist am Lachen und brabbeln und planscht sogar mit uns im Wasser. Ich bin dankbar, dass sich Anja und Lukas dafür entschieden haben die Elternzeit hier an Bord zu verbringen und freue mich schon auf den kommenden Monat und vielleicht ein nächstes Mal.

Peter

Es ist schon eine riesen Umstellung. Nicht nur der enge Raum sondern auch nach dreißig Jahren,😱(sooo lange schon?), zwei Kleinkinder 24/7 um die Ohren zu haben. Aber ich muss sagen ich möchte keine Sekunde dieser intensiven Zeit missen. Ja, es liegen immer irgendwo volle Windeln herrum, ja die Kleine kotzt in jedes Eck ( am Ende machen wir einfach alle einen großen Bootsputz😉), ja es liegen immer tausend Sachen herum die aufgeräumt sein sollten, ja unser bisherige Tagesablauf ist passe’ und wir richten uns mit jeder Körperzelle nach den Kindern und ja es ist manchmal sehr anstrengend. Aber soooo nah werden wir unseren Enkeln wohl nie wieder sein. Und ich genieße es auch sehr, besonders Lio etwas zu verwöhnen. Die Eltern mögen es mir verzeihen🙏.

Der Bordalltag wird natürlich von den beiden bestimmt. Wann geschlafen wird und wann getobt wird. Beim Rest hat sich nicht viel geändert. Es muss nur viel mehr eingekauft werden, es gibt feste Essenszeiten, wir produzieren viel mehr Müll der gemanagt werden muss und wir machen neuerdings einen Essensplan. Der Wasserverbrauch ist natürlich enorm gestiegen und wir müssen bei jeder Gelegenheit Wasser machen auch wenn manchmal nicht die Sonnenenergie zur Verfügung steht. Energie wird natürlich auch viel mehr verbraucht da einiges geladen werden muss. Aber bisher hat es noch gut geklappt. Doch je später es in den Herbst geht desto enger könnte es werden.

An Bord klappt es also sehr gut zu sechst.

Nun sind wir ein paar Tage alleine da die Vier einen Viertägigen Ausflug machen. Wir machen in der Zeit kleinere Reparaturen und genießen andere Segler bei einem Essen oder einem Bier.

Dafür hatten wir nun doch keine Zeit in diesem Monat 🤣 doch hier das ist jetzt viel wichtiger!! Martina