Und immer wieder Generator…

Seid drei Wochen sind wir im Wasser. Die ersten fast zwei Wochen haben wir auf den Zylinderkopf gewartet, den ich nach langem suchen ĂŒber Bulgarien in Deutschland gefunden habe. Die Lieferung hat etwas Geduld gekostet, dann aber doch sehr gut geklappt. Peter hat bis dorthin sehr viel Arbeit in den Generator gesteckt. Hat alles penibel sauber gemacht. Alle KanĂ€le die zur KĂŒhlung dienen, waren komplett mit Salz und steinhartem Schmodder zu. Es war eine heiden Arbeit. Ich habe ihm geholfen wo ich konnte.

Als wir dann im Wasser waren haben wir uns vom Werft Leben erholt und sind erst mal in der NĂ€he geblieben.

Am 9.4. haben wir uns dann vor der Werft an die Boje gehÀngt und von dort weiter gewartet. Es war sehr starker Wind und wir konnten leider nicht an Land.

Das Wetter ist immer noch sehr unbestĂ€ndig. An einem Tag kommt der Wind aus allen Richtungen von stĂŒrmisch zu windstill.

Am 10. starre ich vom Boot den ganzen Tag auf den Weg ob ein Kurierfahrzeug kommt. Abends bin ich total zermĂŒrbt. Wir fahren mit dem Dinghi an Land um auf andere Gedanken zu kommen.

Dort treffen sich dann auch die anderen Segler zum Sundowner und die bauen mich auf ihre lustige Art wieder auf. Danke!⛔❀

Am nĂ€chsten Morgen gehen wir frĂŒh an Land und helfen Segler Freunden ihren Mast zu stellen.

Irgendwann kommt der Ruf von Charris, Alina ich glaube ich habe euer PĂ€ckchen.

Jaaaaa. Endlich! Es ist unser PĂ€ckchen. Die Freude ist riesengroß und alle feiern es mit.

Peter packt es natĂŒrlich gleich aus und bestĂ€tigt schnell das es das richtige ist. Klasse jetzt kann es endlich weiter gehen.👏

Gleich am nĂ€chsten Morgen segeln wir weiter Richtung SĂŒden und Peter nutzt jede Gelegenheit in der Vorkabine die zur Werkstatt umgemodelt wurde, den Generator wieder zusammen zu bauen.

Ich muss ihn manchmal zwingen aufzuhören, denn er wĂŒrde sonst kein Ende finden.

Bald ist der Moment da wo wir den Generator wieder an seine alte Stelle im Motorraum bugsieren mĂŒssen. Das sind knapp 100kg die bewegt werden mĂŒssen.

Aber mit viel Grips und Muckies wird auch das geschafft. Dann wird von Peter wieder alles angeschlossen was fast einen halben Tag Zeit braucht.

Beim ersten Startversuch bekommt er kein Sprit, Fehler erkannt und behoben. Dann gibt es noch einige Undichtigkeiten die von Peter auch mĂŒhevoll beseitigt werden. Immer mit dem Kopf im Motorraum auf engstem Raum. Ich bewundere seinen Biss. Auch wenn ihm zwischendrin als die Zweifel kommen, er beißt sich durch.

Und heute in der Bucht mit wieder mal Starkwind hat er es geschafft. Alles ist dicht und der Generator lÀuft wieder.

Nun wĂŒnsche ich mir fĂŒr Peter das er auch sehr stabil lĂ€uft, damit sich die ganze Arbeit, den Generator general zu ĂŒberholen, auch gelohnt hat.

Heute den 21.4. feiern wir dies bestimmt erst einmal mit einem Schnaps.😉😀

Impressionen von unterwegs

Heute ist der 19.4. und wir sind seid dem 1.4. im Wasser. Wir mussten aber noch bis zum 11.4. auf unser Ersatzteil fĂŒr den Generator warten.

Die Warterei war nicht schön aber wir haben das beste daraus gemacht und sind gegenĂŒber an die Inseln und nach Loudra zu den heißen Quellen.

Die Geschichte des Generators kommt noch wenn sie dann beendet ist.

Wir können noch nicht das tuen was wir gerne wollen da das Wetter schon eine Weile wie eine Waschmaschine ist. Der Wind kommt aus allen Richtungen und das an einem Tag. Entweder nichts oder gleich sehr sehr viel. Nicht berechenbar und somit auch nichts richtig planbar. Aus Plan A wird Plan B und doch noch zu Plan C den man erst suchen muss.

Darum möchte ich heute nur ein paar BildeindrĂŒcke bringen. NĂ€chstes mal wieder ausfĂŒhrlicher mit besseren Wind.đŸ€žđŸ–

Wassern (Launching oder Hull in ) mit Hindernissen

In der letzten Woche machen wir viele Kleinigkeiten am Boot fertig. Außer natĂŒrlich den Generator. Peter hat ihn zwar schon so weit es geht wieder zusammen gebaut, aber der Rest wird mit dem hoffentlich kommenden und auch passenden Teil an Bord montiert.

Charris sagt uns das wir am (Oster-)Montag ins Wasser kommen. Hier in Griechenland ist erst Anfang Mai Ostern. Darum ist es fĂŒr uns auch eine ganz normale Zeit.

Freitags fahren wir mit Eelko noch mal zum Edelstahlschweißer um die letzten Teile fĂŒr die Davids zu holen. Danach folgt der letzte Großeinkauf mit dem Auto. So können wir uns gut mit den schweren Teilen eindecken.

Die Fahrt in die Stadt geht immer ĂŒber die Berge und wir sind fast 45 Minuten unterwegs. Wir fahren durch die verbrannte Gegend von Edipsos/Loudra in der im August 21, 24 Dörfer und der Großteil der Natur und Felder, abgebrannt ist. Die verbrannten BĂ€ume stehen immer noch wie ein Mahnmal. Doch die Winde schmeißen die BĂ€ume immer mehr um, oder wird in manchen Teilen das verbrannte Holz aus den WĂ€ldern geholt. Die Feuerwalze scheuchte so schnell ĂŒber die Insel das die meisten der auf 52 000 Hektar Wald und Ackerland gewachsenen BĂ€ume nur vielleicht 1 cm tief verbrannt sind. Aus dem Rest könnte man echt noch was machen. Aber es sind so so viele. Die Menschen sind ĂŒberfordert und sicher auch noch traumatisiert.

Das Buschwerk der unteren Etage ist schon wieder schön grĂŒn. Der FrĂŒhling bringt nun auch viel blĂŒhendes zu Tage. Es wird immer bunter. Nur die BĂ€ume fehlen!

Am Sonntag gehen auch zwei Französische Boote ins Wasser die uns Samstags zum Grillen einladen. Es wird ein ganz netter Mittag und Nachmittag😉

Die VerstĂ€ndigung lĂ€uft ĂŒber Französisch, Englisch, Deutsch und HĂ€nden und FĂŒĂŸen und ist kein Problem. Es macht riesen Spaß.

Mit leichten FĂŒĂŸen machen wir uns zu letzten kleinen Arbeiten auf den Heimweg und genießen einen schönen Abend auf unserem fliegenden Boot.

Sonntags stehen wir frĂŒh auf um die beiden französischen Boote zu verabschieden und bald fange ich an zu kochen. In dieser Zeit wird unser Boot schon auf den AnhĂ€nger gestellt damit es morgen frĂŒh schnell ins Wasser gehen kann. Abends haben wir Amanda (NZ) und Paul ( UK) und natĂŒrlich Eelko (NL) zum Essen eingeladen. Liebe Menschen die zu Freunden geworden sind.

Ich koche, da wir jetzt die Sonne dafĂŒr haben und ich kein Gas verbrauchen muss.

Wir verbringen alle einen wunderschönen und feuchtfröhlichen Abend miteinander der sehr unterhaltsam und lustig ist. Der Abschied fÀllt immer schwerer!

Am nÀchsten Morgen klingelt der Wecker. Launching Tag!

Peter saust noch mit dem Roller ganz schnell ins Dorf und holt frisches Brot. Dann frĂŒhstĂŒcken wir gemĂŒtlich und warten darauf das der Radlader aufheult und warm lĂ€uft.

Wir verabschieden uns von allen. Evangelis (Senior), Charris (Junior) und Efgenia die Seniorchefin.

Und von unseren neuen Freunden natĂŒrlich auch.

Es geht kaum Wind also perfekt fĂŒr unser Vorhaben.

Sicher werden wir ins Wasser bugsiert. Die beiden machen das sehr genau und professionell. Um halb zehn schwimmen wir.

Der Motor lĂ€uft und das KĂŒhlwasser spritzt fröhlich so wie es soll.

Unter Deck ist alles dicht! Also los: Charris lĂ€sst uns los, Evangelis gibt uns einen Schucker, und schon gleiten wir rĂŒckwĂ€rts aus dem Trailer ins tiefe Wasser.

Ein lautes Hupen und winken und schon nehmen wir Kurs auf unser heutiges Ziel.

Kaum sind wir auf dem Wasser werden wir von zwei sehr großen und auf uns zu preschenden Delfinen begrĂŒĂŸt. Sie verlassen uns sehr schnell wieder aber dieses BegrĂŒssungskomitee war wirklich magisch.

Beim einschalten unserer Instrumente kommt dann der große Schreck.

Der Tiefenmesser geht nicht 😼

Das ist das wichtigste Instrument an Bord. Oh Gott! đŸ˜±

Ich werde natĂŒrlich innerlich gleich etwas panisch. Mein Darm rumort. Viele Gedanken huschen durch meinen Kopf.

Da ich schon die ganze Zeit am Ruder bin bleibe ich auch dort und Peter geht auf die Suche. Kriecht durch die engsten Winkel um den Kabeln zu folgen und ich versuche den Unmengen an Netzbojen auszuweichen. Das Wasser ist total ruhig und es geht kein LĂŒftchen. Trotzdem ist mir etwas mulmig. Das kenne ich von mir gar nicht! Wir haben 10 Seemeilen vor uns, etwa 2 Stunden.

So lange haben wir Zeit den Fehler zu finden. Um mich abzulenken, spiele ich etwas am Plotter rum. FĂŒr mich ist das heute total komisch auf dem Wasser zu sein. Ich muss mich echt erst dran gewöhnen.

3 Seemeilen vor der Bucht rufe ich ganz laut, Peter es geht wieder. Was hast du gemacht?

Die Antwort:“Nichts, habe ich gemacht!“

Der arme Peter ist anderthalb Stunden ĂŒberall rum gekrochen und hat alle Kontakte geprĂŒft und mit Kontaktspray behandelt. Dabei hat er es einfach geschafft!👏👏👏

Mir fÀllt ein riesen Stein vom Herzen. Nun haben wir in der Bucht die sichere Tiefenangabe zum ankern. Und es kann nichts passieren.

Eine halbe Stunde spÀter fÀllt der Anker in Sand auf 8m Tiefe und hÀlt bombenfest.

Jetzt erst mal ankommen 😊

Ein seltener Sonntag

Wir zelebrieren einmal einen Sonntag und wollen wandern gehen.

Wir verabreden uns Sonntags mit Eelko zu einer Wanderung von den Drymonds Waterfals 605 Höhenmeter, auf den Gipfel des „ trockenen Berges“, 977 hm.

Schon die Fahrt dorthin ist nicht ohne. Die Straße ist nach den Unwettern vom Sept. 23 immer noch in katastrophalem Zustand. FĂŒr ein kleines Dorf und ein Kloster wird erst mal nur das notwendigste repariert.

Wir starten vom Parkplatz des Wasserfalls mit noch einem gut ausgebauten Weg bis zum ersten Plateau auf dem eine kleine HĂŒtte und eine Schaukel steht. Ich denke vor dem Feuer gab es mehr.

Der erste Teil ist geprĂ€gt von einem bizarren und doch irgendwie schönem allerdings verbrannten Wald. Überall beginnt es langsam zu blĂŒhen. Es ist traumhaft. Auch deshalb weil wir mal vom Boad Yard wegkommen. Ich mache mir etwas Sorgen ob ich es mit meinem Knie schaffe. Sind ja keine 3 Monate seid der OP vergangen. Aber ich will es einfach probieren. Ich merke bald das es nach oben kein Problem wird.

Nach dem Plateau hört der ausgebaute Weg auf und wir folgen nur noch Pfaden die stetig nach oben gehen.

Wir können uns nicht satt sehen. Es ist einfach sehr schön.

Weiter oben ist auch der Wald vom Feuer verschont worden. Überall stehen dicht die Pinien (Mediterrane Kiefer) die durch Buchen und Eichen mal aufgelockert werden. Es herrscht sofort eine andere Stimmung, andere Luft. Ich sehe Wildspuren, höre viele Vögel im FrĂŒhlingstaumel. Ganz anders wie unten. Ein wundervoller alter Wald der ahnen lĂ€sst wie es vor dem großen Feuer 21 auf Euböa war.

Nach 2 Std. sind wir oben und genießen die atemberaubende Sicht in alle Richtungen., essen etwas und ruhen uns aus bevor wir uns wieder auf den Weg nach unten machen.

Der Weg nach unten ist fĂŒr mich um einiges schwerer da die Beugung im rechten Knie noch fehlt.

Aber mit den Wanderstöcken schaffe ich es. Nur unten angekommen geht nichts mehr. Ich will nur noch sitzen 😋

Peter lÀuft noch den kurzen Abstecher zum Wasserfall. Ich will einfach nicht mehr.

Auf dem Heimweg halten wir noch kurz am Kloster an in der Hoffnung es gibt vielleicht einen Kaffee. Aber leider nicht. Also halten wir in dem kleinen Dorf und essen dort in einem ganz gemĂŒtlichen Taverne. Der Abschluss von einem ganz tollen Tag.

Wieder bei der Alina, möchte ich nur noch die Beine hochlegen und mich nicht mehr bewegen🙃.

Unser Generator ist Schrott

Im Herbst, beim ersten Mal laufen lassen, haben wir gemerkt das der Generator heiß wird. Kaum waren wir auf dem Boatyard hat Peter den Generator zerlegt und wir haben in Deutschland die benötigten Teile bestellt und mitgenommen.

Sieht so noch ganz gut aus

Die ersten Tage haben wir alles gesĂ€ubert. Alle KĂŒhlgĂ€nge waren total zu. Das GerĂ€t wurde wohl nie mit SĂŒĂŸwasser gespĂŒlt.

Als dies soweit fertig war hat sich Peter um den dazugehörigen Dieselmotor gekĂŒmmert. Auch dort, alles zu!!

Beim sÀubern hat er dann festgestellt das der Zylinderkopf durch ist. Das ist ein Schock.

Denn nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden das es den Motorhersteller nicht mehr gibt.

Trotzdem habe ich den Vertreter des Fischer Panda in Athen angeschrieben. Schnell kam die Antwort. Es tut ihnen sehr leid aber sie können nichts besorgen da es nicht mehr produziert wird.

Die beiden die ich in Deutschland angeschrieben habe, lassen mit ihrer Antwort noch immer auf sich warten. Wir kommen also nicht weiter.

Wenn sich nichts ergibt ist das ein riesen Posten der auf uns zu kommt. Nicht nur das wir schon Teile gekauft haben sondern ein neuer kostet bald 10000€. Und das nur um den Tauch Kompressor zu betĂ€tigen?! Na ich weiß nicht.

OK. Vielleicht noch als Strom Backup falls tagelang keine Sonne scheint.

DrĂŒckt die Daumen.

Deutschland hat nach Tagen endlich geantwortet. Es gibt nichts mehr!

Der Schock ist groß und hat eine Weile an uns genagt. Nach ein paar Tagen dachte ich mir warum frage ich nicht noch andere LĂ€nder an?

Gedacht, getan. Ich habe RumÀnien, Kroatien, Mazedonien und Bulgarien angeschrieben.

Nur Bulgarien hat geantwortet und uns an eine Deutsche Adresse vermittelt. Nachdem diese Adresse erklÀrt hat das es nichts mehr gibt, hat sie uns weiter vermittelt.

Dies ist eine Firma die alles von Farymann aufgekauft hat. Also schnell noch eine Mail dorthin gesendet.

Am gleichen Tag kommt die Antwort, rufen Sie mich an vielleicht kann ich helfen.

Das haben wir getan und es stellte sich raus das er auch ganze GerÀte der Bundeswehr abgekauft hat. Er baut den Zylinderkopf ab und schickt uns Fotos.

Ist das wahr oder trĂ€ume ich?! Die Bilder kommen schnell und Peter gibt grĂŒnes Licht. Eine sehr freundliche Person bringt es sehr schnell auf den Weg zu uns und sendet sogar noch das Werkstatthandbuch mit. Kann das alles wahr sein oder sind wir einem BetrĂŒger aufgesessen?

Denn wir mussten das Geld natĂŒrlich per Vorkasse schicken. Ich glaube nicht, aber wer weiß das schon.

DrĂŒckt die Daumen das alles klappt und nicht so lange dauert.

Das Leben auf dem Boat Yard

Dieses mal habe ich eine Weile gebraucht bis ich mich wieder an dieses Leben gewöhnt habe.

Viele Annehmlichkeiten vom normalen Landleben gibt es nicht mehr. Es ist nasskalt und windig. Die ganze Zeit die Heizung laufen lassen, tun wir nicht. Nur Morgens und Abends. Morgens ist es so. Der erste der wach ist springt in Windeseilen aus dem kuschelig warmen Bett, und macht die Heizung an. Dann schnell wieder ins warme BettđŸ€Ł. Eine halbe Stunde spĂ€ter stehen wir dann auf und frĂŒhstĂŒcken. Unsere Batterieleistung ist gut und wir können mit dem Wasserkocher unser Kaffeewasser machen.

Die ToilettengĂ€nge sind etwas blöd. Das muss gut kalkuliert werden😋. Denn wir mĂŒssen ja erst die Leiter runter und rĂŒber zur Toilette laufen. Und das egal wie das Wetter ist. Wie frĂŒher mit dem Plumpsklo auf dem Hof.

Mit meinem Knie geht das schon sehr gut und ich habe nur noch manchmal schlechte Tage. Ich denke wenn es wÀrmer wird, wird auch das besser.

Wir haben schon sehr viel gemacht und die Tage vergehen ohne Sonntag und Feiertage. Auf dem Yard vergessen wir das einfach. Wir mĂŒssen uns wieder zwingen.

Fast alle must to do sind erledigt. Und ich mache schon Dinge die gar nicht auf meiner Liste stehen. Zum Beispiel in den BĂ€dern und der KĂŒche das Silikon erneuern.

Zwischen drin hat Peter immer wieder anderen geholfen und wir waren deswegen des öfteren Abends lecker auswĂ€rts essen. Auch hatten wir so die Möglichkeit mit im Auto zu sitzen und einen Ausflug zu den heißen Quellen nach Loudra zu machen.

Das hat meinen alten Knochen richtig gut getan.

Die Zeit auf dem Boat Yard ist immer sehr intensiv und anstrengend. Aber es macht auch Spaß.

Nun einfach mal ein paar Bilder von unseren Arbeiten.

Und vieles vergessen zu fotografieren.

Davids verbessert(da hĂ€ngt das Dinghi dran), Backskisten (Stauraum) verbessert, Wassermacher Ventil eingebaut, am Unterwasserschiff ein paar Stellen erneuert, FunkgerĂ€t korrekt eingestellt und dann unser Generator. Das ist eine lange Geschichte und noch nicht vorbei. Da schreibe ich mal extra rĂŒber.

Wir hatten aber auch ein paar schöne Freizeitmomente:

4.3.-12.3. ZurĂŒck auf dem Boatyard

Nachdem an den letzten Tagen in Deutschland noch viel auf uns eingeprasselt ist und wir sehr viel mit dem Auszug vom Senior und dem Einzug der neuen Mieter zu tun hatten, kehrte dann nun etwas Ruhe ein.

Kaum saßen wir am Bahnhof viel einiges von uns ab. Und als die Lautsprecherdurchsage kam: „Der ICE 
.aus Kassel hĂ€lt heute nicht in Wiesloch. Es tut uns Leid.“ Ă€hh what?

War es uns eigentlich egal. Denn wir hatten genug Zeit eingerechnet. Ein kurzer Blick aufs Handy und die neue Verbindung stand. Wir haben in Mannheim sogar noch unseren Anschlusszug bekommen.

Am Flughafen lief alles wie geschmiert und das wenige ÜbergepĂ€ck war auch kein Problem.

In Athen war es eine richtige RĂŒckkehr. Ich kannte mich aus und wusste wo ich das Busticket fĂŒr in die Stadt kaufen konnte und auch wo die Haltestelle ist. Das war total stressfrei und angenehm.

Wir haben uns fĂŒr die erste Nacht ein B&B in der Stadt genommen, was sehr gut war.

Dieses war extra in der NÀhe der Bushaltestelle und der Metro so das wir mit unserem GepÀck nur kurze Wege hatten.

Nach einem leckeren Mal sind wir frĂŒh ins Bett. Reisen ist einfach immer wieder anstrengend.

Am nÀchsten Tag sind wir mit der Metro zum Bahnhof und von dort nach Chalkida auf Euböa (Evro).

Der öffentliche Verkehr lĂ€uft hier eigentlich ganz gut und ist auch recht gĂŒnstig. FĂŒr ca. 100km Bahn haben wir pro Nase 5,50€ bezahlt.

In Chalkida hat uns ein Freund vom Boatyard abgeholt. Das ist sehr nett denn es sind nochmal 85km durch die Berge. Unterwegs noch kurz einkaufen.

Aber dann hatten wir es geschafft und standen vor unserer Alina. Außen war alles in Ordnung und auch als wir reinkamen gab es keinen feuchten Muff oder sonstige Überraschungen. GOTT SEI DANK, ALLES GUT!!

Dann hieß es erst mal sich wieder einrichten und die Einkaufssachen verrĂ€umen. Denn wenn wir das Boot verlassen werden alle Polster hochgestellt und alle SchrĂ€nke geöffnet, damit alles gut belĂŒftet wird.

Als es dunkel wird sind wir dann auch fertig und gönnen uns ein leckeres Ankunftsbier.

Hier herrscht noch der Winter. Es ist noch recht kalt und regnerisch. Auf den Bergen am Festland liegt noch dick der Schnee. Auch die FrĂŒhlingsblĂŒher verstecken sich noch denn der Wind ist recht stark.

Am nĂ€chsten Tag beginnen wir mit unseren Arbeiten. Die grĂ¶ĂŸte ist unser Generator. Den haben wir nie gebraucht aber bei einem Test festgestellt das er heiß wird. Er wird nicht richtig gekĂŒhlt.

Peter nimmt ihn total auseinander und stellt fest das dieses Problem wohl auch schon lange vor uns war.

Alles wird am Generator gut gereinigt und plangeschliffen. Eine Wahnsinns Arbeit! Als der Generator fertig ist schaut er auch auf den dazugehörigen Dieselmotor. Der sieht nicht besser aus.

Alles ist zu und konnte nicht mehr gekĂŒhlt werden. Im Zylinder sieht man leichte Riefen. Aber das geht noch. Und dann der Schock. Der Zylinderkopf ist durchgerostet. Abbruch, und was nun?

WÀhrenddessen laufen auch andere Arbeiten. Schöne Arbeiten! Wir ziehen die Segel hoch und sehen die Arbeit des Segelmachers, die sehr gut gelungen ist.

Dieser Segelmacher bringt auch unser neues Bimini und die Sprayhood. Sehr schön!! Danke Dimitris!

So nah liegt negatives und positives beieinander. Jetzt mĂŒssen wir erst mal wegen dem Generator recherchieren.

Peter ist auch viel bei den zwei anderen Seglern und hilft dort. Diese sind extra gekommen und gehen am Wochenende wieder. Das hÀlt bei uns einiges auf, aber das ist ok.

Der Countdown beginnt

Am Montag geht es zurĂŒck nach Griechenland und der Stress beginnt.

Alles soll noch fertig werden und jeden wollen wir noch mal besuchen.

Heute ist sogar das Dachfenster gekommen und Peter muss es noch bei der Sigrid einbauen.

Das Wetter passt, also los.

Die Wohnung vom Senior ist auch noch nicht ganz leer und am Samstag ist die Übergabe.

Wird schon. Einfach positv denken.đŸ€Ł

Die Abende sind voll um noch liebe Freunde zu treffen.

Es ist ziemlich viel, aber ok.

Wir werden schon fertig werden.

ResĂŒmee nach diesem Winter zu Hause.

FĂŒr mich war es sehr gut und wichtig nach Hause zu kommen. Und wir haben hier erlebt, das es auch fĂŒr alle anderen wichtig war. Besonders fĂŒr die direkte Familie.

Ich mag keine Minute missen. Jaaa, ok. Die OP hÀtte ich nicht gebraucht. Aber ich freue mich jetzt um so mehr auf schöne Wanderungen ohne Schmerzen.

Es ist viel passiert hier, es gibt massive Änderungen und es war gut das wir alles organisieren konnten.

Nun freue ich mich auf Alina und hoffe das dort alles in Ordnung ist.🖐

Nicht mehr lange!

Mitte November ging es nach Deutschland und nun sind wir kurz davor wieder nach Griechenland zu gehen.

Die Zeit ist rasend schnell vorbei gegangen und wir haben Familie und Freunde sehr genossen.

Anfang Dezember wurde mir gesagt das mein Knie nicht zu retten ist und ich ein neues Knie brauche. Die Stationen bis zur OP waren sehr kurz und so hatte ich am 5.1.24 schon den OP-Termin.

Ich habe kurz ĂŒberlegt ob es nicht eventuell mit der Reha zu kurz ist aber dann beschlossen das 8 Wochen reichen (mĂŒssen).

Wir haben die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel intensiv mit der Familie und den Freunden verbracht und ich will diese Pause vom segeln auch nicht missen. Diese Zeit war fĂŒr mich sehr wichtig. Ich habe kaum an Alina gedacht nur immer wieder mal das Wetter dort gecheckt. Ich hatte nie Angst um sie da ich wusste es ist jemand dort der nach dem Rechten schaut.

Also konnte ich mich ganz auf das Knie konzentrieren und mich in ein paar Wochen auf tolle und Schmerzfreie Wanderungen freuen.

Es gibt zwei OP-Arten. Einmal die Teilprothese auch Schlitten genannt, die nicht ganz so umfangreich ist und auch schneller ĂŒberstanden ist. Oder eben das komplette Knie, sprich Knie TEP oder Knieendoprothese. FĂŒr eine Teilprothese war mein Knie schon zu kaputt. Ich mache da ja auch schon viele Jahre mit herum. Also musste bei mir die Knie -TEP gemacht werden.

Da ist der Eingriff grĂ¶ĂŸer und die Genesung etwas langwieriger. Es geht etwas langsam aber stetig bergauf. Es gibt gute Tage und schlechte Tage aber ich muss halt Geduld haben und immer trainieren um wieder in die komplette Beugung zu kommen. Das mache ich auch.

Aber nun Schluss mit diesem Thema.

In zwei Wochen geht es zurĂŒck nach Griechenland. Jeden Abend ist etwas anderes. Denn alle Lieben wollen uns noch mal sehen. ❀❀ Der Terminkalender ist voll.

Nun muss Peter noch den Umzug seines Vaters stemmen, das ist echt krass. Und ich kann leider nicht helfen.

Die Koffer mit Teilen fĂŒr Alina sind schon eine Weile gepackt um zu schauen ob wir alles unter bekommen oder auch was schicken mĂŒssen. Es ist knapp aber es langt. 😂

Jetzt genießen wir noch die restliche Zeit mit dem ganzen Herzen.

Ich melde mich mit einem Liedtext zurĂŒck

Weil sich TrÀumen lohnt

TrÀume kommen und gehen und bleiben

wie Wellen auf dem Meer.

Manchmal werden sie Wirklichkeit

nur dran glauben fÀllt oft schwer.

Was sie uns dann sagen wollen

können wir erst nicht verstehen.

Was wir wirklich haben wollen

haben sie schon lÀngst gesehen.

Es ist ernĂŒchternd, schon zu wissen

die meisten Chancen sind verteilt.

Denn die Vernunft hat kein Gewissen

macht selbst vor Liebe niemals halt.

Es bleibt die Antwort auf die Frage

die in deinem Herzen wohnt.

Weil sich trÀumen lohnt

Weil sich trĂ€umen lohnt …

TrÀume sind wie Wegebereiter, in eigener Mission.

Spinnen unsere FĂ€den weiter von der Erde bis zum Mond.

VerfĂŒhren uns mit Leichtigkeit, weil fĂŒr sich nichts unmöglich scheint.

Wenn in unserer Wirklichkeit, kein Ausweg ĂŒbrig bleibt.

Denn fĂŒr sie schließt sich keine TĂŒr, sie geht woanders wieder auf.

Man kann die SchlĂŒssel nie verlieren, solang man weiter an sie glaubt.

Es bleibt die Antwort auf die Frage, die in deinem Herzen wohnt.

Weil sich trÀumen lohnt

Weil sich trĂ€umen lohnt…

Weil sich trĂ€umen lohnt…

Weil sich trĂ€umen lohnt…

Weil sich trĂ€umen lohnt …

Es bleibt die Antwort auf die Frage, die in deinem Herzen wohnt

Weil sich trĂ€umen lohnt …

Weil sich trÀumen lohnt.

Gregor Meyle

Ab jetzt wieder regelmĂ€ĂŸig.