Angekommen am nördlichen Teil des Ebro Deltas im Golf de l’Ampolla. Wir trauen uns nicht in die Lagune La Blanya zu fahren da es dort nur einen paar Meter breiten Streifen mit 2,50m geben soll. Eben, „geben soll“, das war uns mit knapp 2m dann doch zu wage. Wir erkunden die Lagune einfach mit dem Dingi. Sehen viele Vögel, Fische und Krebse.
Hier ist es wunderschön. Eine traumhafte Atmosphäre.




Die Halbinsel besteht aus einem schmalen Untiefen System und Wanderdünen und ist ein wichtiges Brutgebiet für Seevögel. Darum sehen wir auch sehr viele junge Flamingos die noch unscheinbar grau sind. Außerdem pausieren hier sehr viele wandernde Zugvögel die hier einen wunderbaren gedeckten Tisch vorfinden. Wir sehen sehr viele Formationsflüge von verschiedenen Vögeln die sich wohl auch hier zusammenfinden. Abends wenn sie ihre Rundflüge starten, oder eben Richtung Süden fliegen, sieht es einfach toll aus.

Es ist überall sehr flach. Wir ankern auf 4m und sind noch fast eine Seemeile vom Ufer weg. Die Angler waten durch das Wasser das ihnen nur bis zu den Knien geht obwohl sie ein ganzes Stück vom Land weg sind.
Wir fahren mit dem Dingi in die Lagune die gefüllt ist mit Austern und Mies Muscheln Zuchtstationen. In der Lagune befindet sich auch ein sehr schönes Restaurant von einem Muschel Farm Besitzer. Das Mirador Badia in dem wir natürlich einkehren. Es kann nur mit einem Boot angefahren werden und hat so einen besonderen Flair.

Peter bestellt Austern und genießt sie morgens um halb elf. Für mich ist das definitiv für Muscheln zu früh😬🤣.



Wir melden uns für Abends an und haben dort leckere Muscheln und einen traumhaften Sonnenuntergang mit den vielen Vögeln die sich einen Schlafplatz auf den Balken suchen.




Die Leute hier sind fantastisch freundlich. Jedes mal wenn sie an der Alina vorbei sausen, ist ein großes “Hallo“ und winken. Echt süß!
Und dann kommt unsere letzte Tagesetappe der Saison. Wir segeln auf die Südseite des Ebro Deltas und verbringen darin noch einige Tage bevor es nur ein paar Seemeilen nach La Rapita geht. Wir nehmen schon das Vorsegel runter da wieder eine Regen und Unwetterfront kommt und es jetzt trocken ist und noch kein Wind.


Im sechsten Jahr an Bord schaffen wir es zum ersten mal ohne Diskussionen korrekt zu falten und sind nach einer halben Stunde ohne Hexenschuss fertig 👏👏👏👏👏.
Manchmal ist es doch besser, auf Frau zu hören😉.
Wir erkunden das ganze Delta und sind super geschützt bei dem kommenden Wetter da auch hier eine riesige Landzunge mit Feuchtgebiet zum Meer ist und die Wellen sich gar nicht aufbauen können.






















Es ist einfach wahnsinnig friedlich hier. Ich kann mich gar nicht satt sehen. Zwischen drin beginnen wir schon langsam mit den Arbeiten die am Ende der Saison eben anfallen.
Das Ebro Delta ist das zweitgrößte Delta nach dem Nil Delta im Mittelmeer und liegt nur 5m über dem Meeresspiegel. Es ist sehr fruchtbar und darum wird hier sehr viel Reis und Gemüse angebaut. Außerdem gibt es eine große Saline und den größten Fischereihafen in La Rapita den ich je gesehen habe. Denn Fischen und Schalentiere ist eine wichtige Einnahmequelle.
Ein drittel des Deltas gehört zu Nationalpark und dient eben den bis zu 400 verschiedenen Vogelarten. Paradies eines jeden Ornithologen😁.
Wir kommen hier in diesem Paradies richtig zur Ruhe. Denn wir haben dieses Jahr wieder eine lange Strecke von fast 2000sm gemacht und viele Unwetter erlebt. Und die nächsten sind schon wieder unterwegs.



Nun brauchen wir nur noch zum Krantermin, ca. 3 sm fahren und sind an Land.
