Vor so einer Etappe bin ich immer sehr angespannt. Seid Tagen schaue ich mir verschiedene Wettermodelle an. Und in diesen beobachte ich was sich entwickelt in Wind, Welle und Strömung.
Jedes Wettermodell ist natürlich etwas anders und die Entscheidung nun los zu segeln liegt am Ende natürlich an uns. Diesmal helfen uns bei der Entscheidung, Nina und David die sich für den 4.6. bei uns anmelden. Treffpunkt Cagliari😮.
Also fackeln wir nicht lange.
Das Wetter passt einigermaßen.
Los gehts.



Wir starten kurz nach Sonnenaufgang. Der Wind kommt erst später und so entscheiden wir die ersten Stunden direkt nach Westen zu steuern um dann mit dem Kommenden Westwind nach Norden abzudrehen und mit einem netten Halbwind Richtung Ziel zu segeln.
Die Zeit vergeht eigentlich rasend schnell. Wir hängen ziemlich viel herrum da die letzte Nacht durch aufkommende Wellen nicht besonders erholsam war.
Lesen, schlafen, essen, kleine Arbeiten die noch zu machen sind. Ich muss noch das Moskitonetz fertig nähen und eine Birne in der Vorschiff Kabine wechseln. Wie zuhause. Immer etwas zu tun.
Nach 6 Stunden wechseln wir den Kurs Richtung Norden. Der Wind ist moderat und wir haben kaum Welle. Somit sind wir echt schnell und haben eine 50%ige Ausbeute. Der Wind dreht immer wieder etwas und wir haben viel Segelarbeiten. Abends haben wir die Hälfte und es ist schön mit diesem Wissen ins Bett zu gehen.
Ich übernehme die erste Wache. Wir haben uns angewöhnt, das einfach jeder so lange macht wie es geht und weckt dann den anderen zur Übergabe. Das passt bei uns sehr gut in unseren Rhythmus.
Ich segel also bis um eins. Dabei erlebe ich einen tollen Sonnenuntergang und einen traumhaften Blutmond Aufgang. Wunderschön!
Um eins wecke ich Peter, da ich nicht mehr kann und lege mich in die Messe um zu schlafen. Um sechs übernehme ich wieder und wir frühstücken gemeinsam.
Danach legt Peter sich wieder hin.
In der Endphase nimmt der Wind immer weiter zu und die Wellen sind nun auch sehr hoch. Bis drei Meter. Nicht sehr angenehm. Gut das wir beide nicht Seekrank werden. Der Wind dreht immer mehr auf die Nase. Übersetzt heißt das. Es wird immer ungemütlicher.
Zwei Stunden vor dem Ziel haben wir die Nase voll und stampfen mit dem Motor direkt in die Bucht von Villasimius. 154.1 Seemeilen in 31 Std.
Geht schneller aber wir sind sehr zufrieden. Nun erst mal ankommen, aufräumen (Nach so einer Überfahrt sieht es immer aus wie S…),essen und dann mal ablegen.
Am nächsten Tag gehen wir nach Cagliari in die Marina del Sol. Machen das Schiff sauber und gehen einkaufen denn nun heißt es Familienzeit.








Es ist nur über ein verlängertes Wochenende, leider.
So segeln wir im Golf von Cagliari, wechseln die Bucht wegen Feuerquallen, bewundern wahnsinnige Rennmaschinen (Luna Rossa) auf dem Wasser nur mit Wind angetrieben und gehen echt lecker essen.















Dafür hat sich der relativ spontan an gefühlte Start, wirklich gelohnt.
Schön das ihr da wart und bis zum nächsten mal.😘😘
Kaum sind die beiden unterwegs geht es auch für uns weiter nach Carlaforte
PS. Diesmal haben wir bei der Überfahrt leider keinen Fisch gefangen😔