Rückweg

17.10.-28.10.23

Ein komischer Titel ich weiß. Aber so fühlt es sich an, denn hier waren wir schon. Es ist toll an Orte zu kommen die man schon kennt oder zumindest dran vorbei gekommen ist. Wir wollen uns am 26.10. an unserem Winterplatz von dem befreundeten Ehepaar der SY Uenuku, verabschieden und gemeinsam essen gehen. Also müssen wir schon jetzt das richtige Wetterfenster abwarten um wieder in in den Dhiavlos zu fahren. Das ist die Straße zwischen Festland und Euböa. Wir haben zwar noch 10 Tage Zeit aber wenn das Wetterfenster nicht passt können wir es auch verpassen.

Unterwegs verbringen wir noch etwas Zeit auf Skopelos bis wir rüber segeln nach Skiathos. Hier wollen wir auf den passenden Wind warten.

Auch auf diesen beiden ABBA-Inseln hat das Unwetter von Anfang September ganz schön gewütet.

Die Fußgängerzone war ein reißender Schlammfluß und hat sehr viel zerstört. Der Norden der Insel ist kaum noch zugänglich. Sehr traurig das zu sehen. 😦 Überall riecht es immer noch nach Kanal.

Da Südwind ist müssen wir warten weil sonst der Wind direkt von vorne käme. Darum beschließen wir in den Norden der Insel zu segeln um eine Höhle zu erschnorcheln. Das geht bei Nordwind nicht. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest das ein guter Nordwind herrscht der in der Bucht nicht spürbar, und auch nicht gemeldet war. Wir schauen uns an und beschließen spontan Kurs auf Euböa zu nehmen.

Das war eine sehr gute Entscheidung. Denn die nächsten Tage wäre es nicht mehr gegangen 😉

Auf dem Weg nach Limni treffen wir wieder auf einen bekannten Segler. Helfen ihm bei einen technischen Problem und segeln über verschiedene Stopps nach Limni.

Da dort wieder zuviel Wind aus Süden kommt und wir nicht an die Boje vor dem Boad Yard können, gehen wir nach Limni in den ganz kleinen und engen Hafen. Dort liegen wir sicher und können Abends mit der SY Uenuku schön essen gehen.

Der nächste Tag ist noch sehr heftig und wir bleiben im Hafen aber dann bekommen wir den Anruf mit der Nachricht, das wir an die Boje kommen sollen, denn wir werden rausgeholt. Ohhhh. Die Aufregung ist sehr groß. Wir machen alles fertig und ich fahre rüber zum Yard und auch direkt auf den Trailer.

Nun sind wir nach 2320 Seemeilen = 4296,64 km wieder auf dem Trockenen.

Jetzt haben wir genug Zeit alles fertig zu machen, denn am 10.11. geht es nach München. Dort feiern wir den 30 igsten Geburtstag des Sohnemannes. 🙂

Ich freue mich wie wahnsinnig auf Zuhause.

Wir überfahren unsere Tack Linie vom Juli

8.-16.10.23

Nun ist der Moment gekommen an dem wir zu schon bekannten Inseln segeln. Der Kreis schließt sich.

Schirmmeduse auf Peristerie

Das wird mir auf der kleinen Insel Peristerie klar, denn hier waren wir schon mal. Doch hier können wir wieder mal nicht lange bleiben. Der Wind der kommen soll vertreibt uns auf die Insel Alonnisos.

Wir verkrümeln uns nach Steni Vala und lernen wieder mal nette Leute kennen. Die Taverne hat auch noch auf. Das ist momentan nicht selbstverständlich. Vieles ist mittlerweile geschlossen. Es kehrt Ruhe ein in die sonst so Touristische Ecke. Wir genießen das sehr.

Wir bleiben etwas hier und machen auch eine schöne Wanderung zur Höhe hoch und durch Olivenhainen. Wir sehen viele Alpenveilchen und Meereszwiebeln. Wunderschön!

Wanderung+Meereszwiebeln

Der nächste Stopp ist die Bucht Votsi. Dort legen wir uns mit Landleinen an die Steilküste und sind für das was kommt sehr sicher.

Ich fühle mich in den Anlegemanövern immer sicherer und verliere auch immer mehr die Angst etwas falsch zu machen. Die Manöver sind schon richtig eingespielt und es klappt fast immer ohne Worte.

Peter schrieb ins Logbuch: „Tja, Tina wird immer besser und bald braucht sie mich gar nicht mehr, außer zum spülen!“

🙂 So ist das natürlich nicht, aber ich bin schon stolz drauf.

Wir nutzen nach dem festmachen und ankern, sofort den Tag und fahren mit dem Dinghi einige kleine Höhlen ab da es am nächsten Tag zu hohe Wellen haben wird.

Eine tolle Exkursion. Aber leider sehen wir keine seltenen Mönchsrobben. 😦

Am ersten heftigen Windtag bleiben wir gerne beim Boot um zu sehen das alles gut fest ist. Wir machen die normale Bordarbeit und ich mache noch das Baiertaler Büro. Bei einem Spaziergang haben wir Glück und können für den nächsten Tag noch einen Roller bekommen. Denn nach der Saison ist das nicht so einfach.

Also fahren wir am nächsten Tag über die Insel und schauen uns die Chora an, wandern zum Sunset Aussichtspunkt und fahren auf die einsame Nordseite die aber auch ziemlich viel von den Unwettern Anfang September abbekommen hat. Dort fahren wir einen heftigen Offroad Weg die Berge hinunter und haben prompt auch abends noch einen Plattfuß. Also lasse ich den Peter an unserem Sonnenuntergangsplatz zurück und fahre vorsichtig runter in die Stadt zur Tankstelle. Fülle Luft auf ,( beim wegfahren sehe ich das dort dann das Licht ausging-Glück gehabt!) und fahre wieder hoch zur Chora und hole den Peter.

Wir beschließen noch mal mit dem Boot in den einsamen Norden von Alonnisos zu fahren und den Fjord dort zu genießen bevor es wieder zurück in die andere Bucht geht. Denn es kommt schon wieder Starkwind.

Wir bleiben noch ein paar Tage, lernen andere Segler kennen und genießen den Eisvogel der in der Steilwand lebt und auch dort jagt und lauschen gerne der Zwergeule die nach Sonnenuntergang nonstop ruft.

Aber dann wird es Zeit weiter zu segeln.

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Skyros

29.9.-6.10.23

Wir haben einen wunderbaren Segeltag nach Skyros rüber. In den 10 Stunden können wir fast die ganze Zeit den Parasailor nutzen und machen gute Fahrt.

Unterwegs produzieren wir mit dem Wassermacher frisches Wasser und lassen auch gleich zwei Waschmaschinen laufen. Wir nutzen die langen Fahrten immer zum Wasser machen, da unterwegs das sauberste Wasser ist und unsere Filter nicht so schnell verschmutzt sind. Die Wäsche ist unterwegs auch sehr schnell trocken. Auch die normale Haus/Schiffsarbeit wie, durchsaugen oder Bäder putzen, machen wir sehr gerne unterwegs. Somit haben wir am neuen Ort alle Zeit der Welt und können auf Entdecker Tour gehen 😉

Skyros: Zitat: Schlicht, authentisch und gastfreundlich.

Seid der Bronzezeit als Handelsrouten Stützpunkt sehr wichtig da sie ziemlich in der Mitte der Ägäis liegt. Leider auch deswegen immer schon als Militärbasis wichtig.

Wir laufen einen geschlossenen Hafen in der Mitte der Insel an, der nicht genutzt wird. Außer von ein paar Fischerbooten. Riesen groß, aber verlassen weil draußen Felsen in der Nähe der Einfahrt liegen, die als gefährlich gelten. Wir hatten gar keine Probleme damit aber es ist auch wirklich nur bei ruhigem Wetter zu empfehlen. „Speedy Gonzales“, ist natürlich schon da. 🙂

Am nächsten Tag laufen und trampen wir zur Chora. Das ist die Hauptstadt die selber keinen Hafen hat und auf dem Berg mit einer tollen Festung, liegt. Wir lassen uns durch die Stadt immer weiter nach oben treiben bis wir auf der Festung ankommen und die beiden anderen Segler treffen.

Gemeinsam ziehen wir weiter und teilen uns dann ein Taxi zurück zum Boot.

In der Nacht kommt Wind auf und wir merken warum dieser Hafen als gefährlich gilt. Es bilden sich immer höhere Wellen. Um 4 Uhr kann ich nicht mehr schlafen weil die Wellen laut an den Rumpf schlagen. Wir entschließen uns direkt bei Sonnenaufgang den Hafen zu verlassen um sicher aus der gefährlichen Einfahrt raus zu kommen. Das klappt auch problemlos und wir sehen das auch kurz darauf die Ramba den Hafen verlässt.

Hier trennen sich leider wieder unsere Wege. Die beiden segeln ans Festland und wir segeln in den einsamen und wilden Süden von Skyros der komplett zum Naturschutzgebiet NATURA 2000 gehört und trocken-karg und manchmal grün bewaldet ist.

Wir liegen in völliger Einsamkeit in einer tollen Bucht und genießen es den Eleonore Falken bei der Jagt zu beobachten. Außerdem sieht man Schafe und Ziegen sonst nichts. 🙂 Die endemischen Zwergpferde sehen wir leider nicht.

Wir versuchen eine Wanderung zu unternehmen, hören aber plötzlich immer wieder Schüsse von Jägern und entscheiden uns lieber wieder zurück zum Boot zu gehen. Man muss die Ziegen und Schafe eindämmen da sie alles wegfressen.

Am nächsten Tag haben wir wieder einen Starkwind Tag von bis zu 40kn Wind. Wir sind aber gut fest, kein Problem. Der Wind ist schon recht kalt also verkrümeln wir uns unter Deck und machen groß reine.

Die nächste Station ist der einzige Hafen von Skyros auf der Nordseite. Sehr nobel hier, das hatten wir in Griechenland noch nie.

Wir leihen uns einen Roller um den Norden der Insel zu erkunden und genießen diese Insel sehr.

Jeden Abend kommt eine Fähre in den Hafen die mit dem Lied “Also sprach Zarathrusta“, begrüßt wird, echt Klasse.

Nach weiteren zwei Tagen haben wir ein gutes Wetterfenster und wir segeln nach einer Woche Skyros weiter nach Peristerie.

Plötzlich ist der Herbst da

20.-29.9.23

Die Nächte werden kühler und morgens ist das Boot oft nass. Ein bekanntes Zeichen das der Herbst schon voll da ist. Über Tag ist es noch wunderbar warm aber das Wasser hier im Nordosten Griechenlands ist schon sehr kalt. Ich gehe nicht mehr gerne baden und zum duschen muss ich mich Abends ganz schön überwinden. Ja ich weiß, ich bin ein Warm Duscher 🙂

Als der Wind nachgelassen hat machen wir uns auf den Weg Richtung Süden. Nach Limnos.

Der Wind ist weniger aber die hohen Melthimi Wellen sind noch da. Es ist etwas unangenehm aber ich freue mich das wir uns wieder Richtung Süden bewegen.

Nach 10 Std. kommen wir in Limnos an und treffen wieder auf die SY Uenuku. Die Freude ist groß und Regine verwöhnt uns zur Ankunft mit Leckereien. Es ist ein schöner Hafen über dem die größte Festung Griechenlands thront. Wir verwöhnen uns Abends mit Pizza und Lasagne beim Blick auf den Berg Arthos und fallen dann aber früh tot ins Bett.

Die nächsten Tage verbringen wir mit der SY Uenuku (maorisch für Regenbogen) in einsamen Buchten und genießen die Zeit mit gemeinsamen Abenden an Bord bis uns dann leider wieder der Weg trennt. Wir gehen zurück in den Hafen da wieder 😦 Melthimi kommt und die Uenuku segelt dem Melthimi nach Lesbos davon.

Wir hängen dann einige Tage im Hafen fest. Was aber gar nicht schlimm ist denn die Stadt mit der Festung ist echt schön. Wir versorgen uns wieder mit allem, leihen ein Auto ( ein Nachbar schaut auf unsere Alina) um die Insel zu erkunden und umwandern die Bucht zur Agia Maria.

Dann geht es aber endlich weiter. Der Wind lässt nach und wir verlassen mit drei anderen Booten den Hafen um auf die nächste Insel im Süden zu segeln. Wir haben Gott sei Dank beim Anker hoch holen keine Probleme. Andere fangen sich leider eine alte Ankerkette oder Leine ein und haben ganz schön zu kämpfen um sie wieder los zu bekommen.

Auch ein Spanisches Boot, die SY Ramba VI verlässt mit uns den Hafen. Ist aber um einiges schneller als wir, da es nur die Hälfte wiegt und schmaler ist. Für uns ist das kein Problem, wir sind gerne etwas gemütlicher unterwegs. Dafür nimmt die Ramba auf Efstratios im kleinen Hafen uns die Leinen ab. Das ist sehr nett. Wir verabreden uns um acht in der einzigen Taverne und laufen bis dahin über der Stadt in der Bucht umher und gehen ins Museum der Demokratie.

Es stellt sich raus das Efstratios eine Gefängnisinsel war für ins Exil geschickter Griechen. Es gab einige dieser Inseln auf denen die Verurteilten einfach abgeladen wurden und sie sich dann selber versorgen sollten. Das hört sich einfacher an als es war. Viele Menschen starben nur weil sie der damaligen Regierung störten. Es gab auch 5000 Frauen mit vielen Kindern.

Die letzten wurden tatsächlich erst 1974 befreit.

Abends treffen wir dann Carmen und Raphael in der Taverne und lernen die Madriter näher kennen. Sehr nette Leute. Wir haben einen schönen Abend. Die beiden gehen auch am nächsten Morgen weiter nach Skyros.

Wir starten bei Sonnenaufgang und können fast die ganze Zeit wieder mal den Para nutzen. Immer wieder schön anzusehen. Die Ramba startet etwas später. Natürlich überholen sie uns unterwegs und bekommen den Spitznamen“Speedy Gonzales“. 🙂

Samothraki

12.9.-20.9.23

Die kleine Familie ist fort, das Boot wieder aufgeräumt also geht es über Thassos nach:

Samothraki-Die Insel der Ziegen

Ein Segler sagte uns:“Wenn ihr nach Limnos segelt dürft ihr aber nicht Samothraki auslassen. Eine tolle Insel und sie liegt doch fast auf dem Weg.“

Wir hatten noch nichts von ihr gehört. Aber als ich mich informiert habe, wurde ich sehr neugierig.

Also auf nach Samothraki.

Sie ist ein echter Geheimtipp in Nordgriechenland.

Von hier stammt die berühmte Skulptur Nike die aber nur original im Louvre zu bewundern ist.

Samothraki ist wunderschön mit ihrer wilden Natur. Das Gebirge auf ihr ist das höchste der Ägäis mit 1611 m und voll mit tollen Naturwundern. Besonders die Wasserfälle und deren Felspools die den Ursprung hoch oben im Gebirge haben, laden zum schwimmen ein. Aber eiskalt brrrr.

Auf der Insel leben 100 000 Ziegen. Das sind mehr als 30 pro Einwohner. Sie fressen die ganze Insel kahl und müssen deshalb eingedämmt werden. Das heißt für uns, leckeren Ziegenbraten 😉

Die Nike ist nicht mehr da aber dafür tolle Ausgrabungen die aussagen das Poseidon von hier den Trojanischen Krieg beobachtet haben soll.

Wir starten also früh von Thassos und haben auch eine ganze Weile guten Wind. Aber 2 Stunden müssen wir dann doch gegen die hohen Wellen motoren.

Der Hafen ist recht gut geschützt und wir machen längsseits an der Mole fest. Die SY Uenuku ist auch schon da. Sie ist eine Stunde vor uns von Thassos los und nimmt jetzt gerne die Seile an.

Das ist immer sehr schön wenn das jemand tut denn es ist alles viel einfacher und entspannter. Wir helfen auch immer gerne bei anderen Seglern. Wir finden das gehört sich einfach so.

Kaum sind wir fest werden wir schon ausgesprochen freundlich vom örtlichen Roller Vermieter begrüßt. Das hatten wir so auch noch nicht :-). Sehr geschäftstüchtig aber echt nett.

Abends genießen wir von der Strandmauer die Delfine die hier scheinbar ihr Revier haben.

Sie schwimmen am Strand auf und ab.

Am nächsten Tag soll es noch relativ ruhig sein also machen wir einen Segeltörn um die Insel in eine schöne Bucht. Schöne Sandstrände und kleine Buchten zieren die Südseite. Peter geht schön schnorcheln und ich genieße es von Bord. Denn ich bin noch etwas angeschlagen von einer Erkältung.

Wir bekommen von anderen Seglern weitere Tipps was wir uns unbedingt anschauen sollen.

Da hören wir gerne zu und ordern bei dem netten Roller Vermieter gleich drei Roller. Die SY Uenuku auf einen und wir jeweils einen.

Am nächsten Morgen geht es los. Denn zum segeln ist es draußen zu wild.

Als erstes fahren wir nach Chora hoch der eigentlichen alten Hauptstadt. Wir schlendern durch dieses gemütliche und echt schöne Bergdorf.

Von hier fahren wir zur Ausgrabungsstätte der Nike und wandern über das riesige Gelände. Dort sehen wir einige Frauen in weiß gekleidet die dort meditieren. Venus-Anbeterinnen.

Die Insel ist auch ein Treffpunkt der Hippies. Man trifft sie überall und sie bringen einfach einen schönen Flair auf diese Insel.

Nach sehr viel Geschichte brauchen wir jetzt erst mal eine Stärkung beim Ziegenwirt. Dort essen wir hervorragend bei sehr netten Wirtsleuten die lange in Deutschland gelebt haben.

Gefühlt hat hier jeder vierte in der Nähe von Stuttgart gearbeitet. :-).

Dann halten wir am Zugang zum Wasserfall an. Es sind zwei Kilometer zum ersten Wasserfall am Fluss entlang. Wir laufen durch wundervollen alten Baumbestand. Ich kann mich gar nicht satt sehen. Es ist traumhaft. Und immer wieder trifft man auf Hippies die am Wasser sitzen und diese Atmosphäre genießen.

Am Wasserfall angekommen springen wir in den wirklich eiskalten Felspool. Bleiben noch eine Weile da und wandern dann zurück.

Abschluß machen wir zum Sonnenuntergang auf der Molenmauer und sehen wie ein ca. 2m großer Thunfisch beim jagen frei aus dem Wasser springt. Echt unglaublich.

Die Uenuku zieht am nächsten Morgen schon zur nächsten Insel. Aber wir haben beschlossen noch zu bleiben und die große Wanderung zum obersten Wasserfall zu machen.

Also leihen wir uns noch mal einen Roller und Fahren zum Anfang. Wir erleben eine tolle Natur und genießen die Einsamkeit denn wir treffen nach dem ersten Wasserfall bis oben niemanden mehr. Zum Abschluss noch etwas Musik mit den Hippies am unteren Pool machen und zurück geht es mit müden Knochen.

Die nächsten 2 Tage bleiben wir noch Windbedingt hier und helfen anderen die es trotz starken Melthimi probiert haben, :-0 ihr zerfetztes Vorsegel zu bergen.

OH Gott

Wir sind froh das wir uns fürs bleiben entschieden haben. Aber dann kommt auch für uns der Moment weiter zu Segel und diese ruhige, freundliche, alternative, grüne und hohe Insel zu verlassen.

Der nordwestlichste Teil unserer Reise

Wir sind auf Thassos eine Insel der nördlichen Sporaden. Sie ist sehr hoch, vulkanischen Ursprungs und kreisrund. Sie gilt als grüner Smaragd Griechenlands da sie sehr bewaldet ist. Leider hat auch hier in den letzten Jahren das Feuer viel von den schönen alten Wäldern, weggefressen.

Thassos ist außerdem berühmt wegen seines weißen Marmors, Honigs, Oliven und der Schafe. Aber auch sehr stark im Tourismus.

Sie ist sehr schön aber auch durch die Kreisrunde Form sehr anstrengend für Segler. Wir haben des öfteren schnell eine Bucht verlassen müssen da der Schwell herein kam oder eben der Wind. Das ändert sich hier fast im Stundentakt.

Um sicher die Insel mit dem Roller zu erkunden, sind wir in den Hafen gefahren und haben uns dort fest gemacht. Wir umrunden die Insel mit dem Roller und finden viele tolle Plätze.

Irgendwann geht es dann weiter in Richtung Westen da wir ja unsere Gastwirte Vasu und Georges treffen wollen. Unterwegs verdunkelt sich der Himmel von den Rauchschwaden der Feuer in unserer Nähe. Es sieht sehr bedrohlich aus. Aber wir schaffen es der Wolke davon zu segeln.

Über verschiedene Buchten kommen wir dem Hafen wo wir uns treffen wollen immer Näher.

Aber diesen Hafen können wir nicht nehmen da die Einfahrt vollkommen versandet ist und wir nicht rein können. Also geht es nach Stavros am nordwestlichsten Teil von Chalkidiki.

Hier verbringen wir ein paar Tage. Wir sind die Attraktion des Hafens. Denn hierher verirrt sich wohl sehr selten ein Segler. Wir haben auch schon geraume Zeit keine mehr gesehen.

Wir genießen die Stadt. Sehr voll mit Touristen aus dem Balkan da dieser ja auch nicht weit weg ist.

Am ausgemachten Tag, stehen sie plötzlich vor unserem Boot. Vasu und Georges. Ein großes „Hallo“. Wir freuen uns total. Nach einem Kaffee in der Stadt legen wir mit den beiden ab und segeln etwa eine Stunde bei gutem Wind raus. Georges fühlt sich am Ruder pudelwohl und genießt es in vollen Zügen. 🙂 Vasu ist etwas zurückhaltend, genießt es aber auch. Dann legen wir eine Angelrunde ein und Georges ist total enttäuscht das er nichts fängt. Wie soll er auch. Das Mittelmeer ist nahezu leer.

Wir können auf dem Rückweg einem Gewitter davon segeln und legen bei 20kn wieder sicher im Hafen an. Das war ein toller Tag mit euch beiden und ich habe es sehr genossen bekannte Gesichter von Zuhause bei mir zu haben.

Am nächsten Tag machen wir eine tolle Wanderung in die Berge durch uralte Wälder. 850 Höhenmeter und 12km Länge. Es war sehr anstrengend da es auch wieder sehr heiß war aber wunderbar.

Fast am Ende treffen wir Waldarbeiter die uns mit Händen und Füßen erklären, das man hier wegen der Brandgefahr gar nicht wandern darf. Denn das ist der Zeitraum in dem es bei Kavala und im Grenzbereich zur Türkei sehr stark brennt.

Das ist nicht weit weg. Aber es geht alles gut und wir sind bald wieder sicher an Bord.

Morgens drauf ist vor unserem Boot Markttag und wir können alles einkaufen was wir brauchen. Nun leihen wir uns noch 😉 in einer Baustelle in der Nähe einen langen Schlauch und können somit das Boot von der Brandasche und vom Salz befreien und unseren Tank auffüllen.

Am nächsten Morgen legen wir ab und segeln mit einem Halt in einer großen Bucht Richtung Kavala. In der Bucht fährt Peter morgens zu den Fischern rüber und fragt nach Fisch.

Dieser greift mit Schaufelhänden zweimal in einen Behälter und füllt zu einem drittel unseren Eimer, und das für 5€.

An Bord sehe ich dann das auch einige Baby Tunfische dabei sind. Sehr traurig. Die Netze sind viel zu kleinmaschig.

Dann geht es Anker auf nach Kavala. Denn am 2.9. kommen Anja,Lukas und Lio für zehn Tage zu Besuch. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich total auf einen Teil meiner Familie.

Wir wagen den wilden Ritt

7.8.-15.8.23

Wir warten auf einen guten Moment, um den dritten Finger von Chalkidiki zu umrunden.

Das Wetter, sprich der Wind passt einfach nicht. Der Melthimi weht und will einfach nicht nachlassen.

Grün ist ok, aber orange und besonders rot, ist zu viel Wind

Es macht ja nichts da es hier sehr schön ist. Aber wir wollen doch Vasu und Georges unsere Wirtsleute vom Ort treffen. Darum müssen wir langsam den Schritt wagen. Beim ersten Versuch sind draußen zu hohe Wellen und zu wenig Wind. Mit diesem Wind kommen wir nicht gegen an. Wir entscheiden abzubrechen.

Am nächsten Tag probieren wir es wieder. Wir entscheiden um elf spontan Anker auf zu nehmen. Die Wellen sind weniger und der Wind ist um einiges mehr. Wir kommen gut gegen die Wellen voran. Ich habe nur etwas Angst wenn wir auf der anderen Seite von Arthos sind. Denn der Melthimi wütet immer noch und es werden bestimmt hohe Wellen sein.

Am Anfang haben wir recht schnell bis 22kn Wind und kommen somit schon gut voran. Um Arthos rum sieht man sehr viele Klöster. Es wird auch viel gebaut. Wir schauen uns das alles mit dem Fernglas an, da wir dort ja nicht erwünscht sind.

Am Kap vorne ist der Wind eine Weile ganz weg. Aber nur bis er dann so richtig losbricht.

So lange es hell ist kochen wir etwas und stellen dann die Segel auf die Nachtfahrt ein. Der Wind hat noch zugelegt. Aber viel schlimmer sind die Wellen. Die normalen alten Wellen aus Osten und die neuen Windwellen aus Westen. Das gibt furchtbare Kibbelwellen von 5m Höhen. Es ist kaum auszuhalten. Aber da müssen wir nun durch. Wir stellen für die Nacht die Segel ins 2. Reff (=wir verkleinern das Segel) ziehen uns Wetterfest an und legen auch die Schwimmwesten an. Das ist ein Muss bei diesen Bedingungen und der Dunkelheit. Manchmal kommt ein Brecher sogar bis zu uns in die Plicht (=Ruderstand). Ich bin total angespannt und von Schlaf also keine Rede. Zwischen drin hole ich mal die Mundharmonika und spiele etwas um uns wach zu halten und um mich etwas abzulenken. Als ich meine Schicht antrete habe ich kein Auge zugemacht. Peter bleibt auch wach. Wir legen den Kurs auf Thassos. Gegen Mitternacht sehen wir auch erste Lichter und das beruhigt schon etwas. Denn vorher haben wir nichts gesehen außer in der Ferne Wetterleuchten. Dies hat mir aber nur mehr Anspannung eingebracht. Um eins geht Peter runter, schaut auf die Karte und sucht zum Wind die passende Bucht aus.

Es ist Rabenschwarze Nacht als wir in die Bucht reinfahren. Ganz vorsichtig denn im dunkeln ist es echt schwer die Entfernungen richtig einzuschätzen. Ich leuchte mit der Taschenlampe die Bucht ab und wir werfen in sicherer Entfernung vom Land und anderen Booten, den Anker.

Nach einem Anlegebier und etwas runterkommen dann um zwei ab ins Bett.

Sicher angekommen

Bei Morgengrauen werden wir durch lautes Brüllen von dem Schimpfwort „Malaka“ und mit der Faust auf unseren Rumpf geweckt. Ein alter Fischer mit seinem kleinen Boot ist fuchsteufelswild weil wir unseren Anker über seine Netzboje gelegt haben. Die hatte ich mit der Lampe nicht gesehen.

Wir holen den Anker hoch, die Leine ist frei und es ist auch nichts kaputt gegangen. Der Fischer holt das Netz ein und rudert immer noch laut schimpfend bis ans Land. 🙂

Wir ankern um und legen uns wieder schlafen.

Es ist eine sehr schöne Bucht. Von Land her ziemlich voll. Aber das interessiert uns ja nicht. Erst am späten Nachmittag gehen wir an Land und erkunden die Halbinsel. Diese stellt sich als antiker Steinbruch raus, auf der schon vor mehr als 1500 Jahren der berühmte weiße Marmor abgebaut wurde.

Echt wunderschön hier.

Als wir zurückkommen sehen wir das der Wind um 180° gedreht hat und Alina nun Richtung Strand liegt. An Bord erkennen wir das nur noch 3m unter uns sind. Also Anker auf und in eine sichere Bucht wechseln. Eigentlich wollen wir in den Hafen von Thassos aber unterwegs finden wir eine schöne Bucht in der wir dann sogar länger bleiben.

Die nächsten zwei Wochen mache ich hier im Blog eine Pause. Denn unser Sohn mit seiner kleinen Familie kommt zu Besuch. Und da möchte ich jede Minute genießen. 😉

( Hier noch die Übersetzung des Schimpfwortes: Malaka=Wichser, Sorry)

Die drei Finger von Chalkidiki

1.8.-10.8.23

Nun sind wir wieder auf Skiathos in den Sporaden und warten auf ein Wetterfenster um rüber auf die Finger bei Thessaloniki zu segeln. Unterwegs zeigt es sich das leider weniger Wind wie gemeldet ist und irgendwann ist er dann auch ganz weg. Also müssen wir leider den Rest motoren. Das ist nicht schön aber manchmal ist es eben so. Wir kommen an einem kleinen Fischerhafen an der ersten Fingerspitze an und können sicher fest machen.

Nea Skioni erster Finger

Wir entscheiden uns dagegen bis hinten nach Thessaloniki rein zu segeln sondern überspringen diesen Finger (Kassandra) und segeln in den größten Naturhafen von Griechenland auf dem zweiten Finger (Sithonia). In der Bucht ist es zu tief und der Anker will nicht fassen. Also machen wir an einer alten Mole in Porto Koufo fest die viel zu hoch ist und überall Stahl rausschaut.

Hier bleiben wir ein paar Nächte. Wir schauen uns gleich um ob man ein Auto oder Roller mieten kann. Aber leider gibt es in diesem kleinen Ort nichts. Ein junger Mann erklärt uns das es nur in Marmaras Vermietungen gibt. Also steigen wir am nächsten Tag in den Bus und fahren in die Stadt. Das Büro ist leider dauerhaft geschlossen aber wir können alles über das Telefon klären und haben am Abend schon ein Auto um zurück zum Boot zu fahren.

Am nächsten Morgen starten wir unsere Rundreise über den mittleren Finger.

Er ist sehr bergig und hat tolle Wandermöglichkeiten. Die können wir wegen der anhaltenden Hitze aber leider nicht laufen. Wir besuchen eine Geisterstadt. Straßen und die Infrastruktur wurden über eine riesige Fläche schon erschlossen. Aber dann ist alles gestoppt worden. Wir wissen nicht warum und es ist auch schon eine ganze Weile her. Es ist auch nicht zu verstehen, denn in der Nähe sind wunderschöne Strandbuchten die an die Seychellen erinnern.

Wir halten immer wieder an und schauen uns verschiedene Orte an. Der Finger ist echt sehr schön.

Abends sind wir wieder an Bord und genießen die lauten Angler und die gefräßigen Mücken die durch alle Netze kommen 😉

Am nächsten Morgen nutzen wir erst mal das Auto um Benzin für das Dinghi zu holen denn heute Abend geben wir es ja schon ab.

Dann machen wir uns auf den Weg zum ersten Finger ( Kassandra). Dieser ist ganz anders, landwirtschaftlich geprägt. Wir wollen zur Hauptstadt die in der Mitte des Landes liegt. Man merkt das das Leben an der Küste stattfindet. Eine sterbende Stadt. Sehr viel Leerstand.

Irgendwo hatte ich diese Erklärung mal gelesen. Auf Kassandra sind die Feier Meilen für die Jugend. Hier trifft man sich, lernt sich lieben und zeugt Kinder. Auf Sithonia gehen dann diese Familien in Urlaub die sich auf Kassandra gefunden haben.:-)

Abends geben wir das Auto wieder ab. Alles klappt wunderbar. Nach anfänglichem Zweifel klappt es dann auch mit dem Bus.

Warten auf den Bus der dann doch noch kommt

Es ist spät als wir wieder an Bord sind.

Neben uns hat ein großer Fischkutter fest gemacht. Lauter libysche Matrosen. Denen schenken wir unsere alten Auflagen die wir nicht mehr wollen. Diese sind überaus glücklich und legen sich gleich zum schlafen darauf . Hatten sie vorher gar keine Unterlagen? Könnte sein. So sah es zumindest aus.

Am nächsten Tag starten wir wieder und segeln ganz hinten rein zwischen dem zweiten und dritten Finger. Diese Ecke wurde uns empfohlen und stellt sich auch als wunderschön raus. Nur leider sehr voll denn hier ist die Urlaubszeit des ganzen Balkans.

Zwischen dem ersten und zweiten Finger fühlt man sich auf die Seychellen versetzt

Den dritten Finger (Arthos) dürfen wir nicht betreten. Denn dort herrscht die Arthos Mönchsrepublik. Wir müssen1 Seemeile weit von der Küste wegbleiben da ich, eine Frau, mit an Bord bin. Wäre nur ein Mann an Bord dürfte er 500m nah ran. Täglich dürfen 10 ausländische Pilger an Land aber die Bürokratie für die Erlaubnis ist enorm. Für Griechen ist es einfacher.

Da es 70nm bis Thassos sind und wir nicht anlegen dürfen müssen wir auf ein gutes Wetterfenster warten. Das ist diesmal sehr schwer. Ich fühle mich ein wenig wie in einer Falle so weit hinten drin.

Aber dann machen wir es einfach, und das wird etwas heftig. 😉

Zurück nach Volos

22.7.- 30.7.23
Da unsere Verbraucherbatterien kaputt gegangen sind müssen wir zurück nach Volos. Denn diese sind für uns sehr wichtig zum leben. Wir kochen, machen Süßwasser, waschen unsere Wäsche, betreiben den Kühlschrank und alle elektrischen Instrumente aus diesen Batterien die über Solar immer wieder gefüllt werden.
Die Motor-und Ankerbatterie sind extra und sind auch tadellos in Ordnung da sie auch noch nicht so alt sind.
Ich konnte durch einen Tipp eines anderen Seglers, alles über Telefon organisieren und somit kann es sogar sein das sie schon vor uns in Volos ankommen. Wir brauchen für diese Strecke gemütliche 3 Tage. Denn es ist eh Wochenende und da passiert ja nicht sehr viel ;-). Wir segeln bei wunderbaren leichten Winden in den Teufelskanal und in den Golf von Volos.


Wir sind mitten in einer Hitzewelle und es herrschen in der Mittagszeit oft über 40°C. Und somit entsteht über den Nachmittag immer mehr Wind. So das wir im Golf in unsere ausgewählte Bucht gar nicht rein können weil direkt von dort 23 kn Wind raus pfeifen. Also suchen wir uns einfach eine andere aus. Es ist ein winziger Hafen der uns auch mal empfohlen wurde. Sehr schön aber leider legt auch eine ganze Flotille mit acht Booten dort an.

Kottai, super schöner Hafen im Golf von Volos


Als wir fest sind erst mal bei über 40°C sofort ins Wasser. Dort der Schock. Das Wasser ist Pi….warm. In der Bucht geht auch kein Lüftchen. Unter Deck ist es in der Nacht über 30°C.


Darum legen wir am sehr frühen Morgen schon ab, denn an schlafen war nicht mehr denken, fahren ein Stück raus und baden erst mal im erfrischenden Wasser. Wir lassen uns treiben und frühstücken dort. Bei achterlichem Wind ( Wind von hinten) segeln wir mit kleinem Segel unser nächstes Ziel an und gehen unterwegs immer wieder zum abkühlen ins Wasser. Wir kommen am frühen Nachmittag in Milina an und halten erst mal Siesta. Das haben wir uns bei dieser Hitze angewöhnt und das ist auch sehr gut so.
Abends gehen wir ganz toll essen denn heute ist unser 30igster Hochzeitstag und Papas 90igster Geburtstag. Und das muss gefeiert werden.


Bei unserer letzten Etappe nach Volos sehen wir ein Feuer in der Ferne. Ich überlege ob ich es melden soll und sehe aber schon das ein Löschhubschrauber seine Arbeit beginnt.

Kleines Feuer bei Volos


Hier in Griechenland brennt es an verschiedenen Stellen. Dieses Jahr ist es auf Rhodos verheerend.
Kurz vor Volos übergebe ich das Steuer an Peter. Um uns rum sind hunderte Jollen in einer Regatta.

Da mussten wir am Rande durch :-0

Von allen Seiten schießen sie an uns vorbei. Das macht mich ganz Jeck. Wir schleppen ausnahmsweise das Dinghi mit langer Leine hinter uns her. Ich muss es sogar heranziehen weil ich Angst habe das eine Jolle die Leine erwischt 🙂
Wir machen bei 18kn an der Mole der Aegaen Service Charter fest. Diese besorgen unsere Batterien und Georges hilft auch beim fest machen. Alle sind super nett hier und der Service klappt super gut.



Abends laufen wir die riesige Promenade von Volos entlang und wissen dann auch warum hier so viel Jollen unterwegs waren.
In dieser Woche findet die Jugend-Weltmeisterschaft im Jollen segeln statt. Echt was los hier!
Wir nutzen die Zeit des Wartens gut. Peter geht einkaufen ( er läuft bei dieser Hitze zwei mal sehr weit zum Lidl) und baut die Batterien ein und ich mache Büro. Als es abends leer wird an der Mole nutzen wir einen fremden Wasserschlauch, füllen unsere Tanks auf, spritzen das Deck ab, waschen unsere Wäsche und duschen ständig. 🙂
Super gut. Als wir gerade fertig sind kommt der Besitzer wieder. Aber alles ist gut. Niemand sagt was. Denn um 23 Uhr herrschen hier noch 31°C.


Am nächsten Tag segeln wir in eine Bucht am Ausgang vom Golf von Volos und treffen uns mit anderen Seglern.

Wir verbringen dort schöne gemeinsame Tage und erleben leider auch das Feuer von Volos. Es fliegt sehr viel Asche durch die Luft und es riecht verbrannt. Sehr beklemmend. Nach einer Nacht ist die Asche im und auf dem ganzen Boot verteilt und Abends beim Essen hören wir drei wahnsinnige Detonationen.

Wir erfahren das ein Monitions Depot der Air Force in die Luft geflogen ist. Gerade mal 10km weit weg. Wirklich beängstigend! Alles hat gewackelt. Sogar auf dem Wasser. Echt krass! Man hat Angst das jede Minute auch hier ein Feuer ausbrechen kann.
Aber alles geht bei uns gut und wir verlassen den Golf gemeinsam mit einem anderen Boot und intakten Batterien mit Kurs auf die Sporaden.

Sporaden mit Hindernis

Bis 22.7.23

Auf den Spuren des Mama Mia Films. Denn wenn man nach Skiathos oder Skopelos segelt, kommt man daran gar nicht vorbei. Ein Segler empfiehlt uns den Film auf Skiathos open Air anzusehen. Das nehmen wir uns auch vor denn Peter kennt den Film noch gar nicht. Aber auf dem Weg nach Skiathos bekomme ich bei der Reservierung gesagt das es erst in vier Tagen wieder Karten gibt. Also ändern wir kurzerhand den Kurs und segeln erst nach Skopelos in eine wunderbar Fjordähnliche Bucht und bleiben dort ein paar Tage.

Wir mieten ein Quat (Schreeeeeklich auf Asphalt zu fahren:-), da es keine Roller mehr gibt, bewegen uns über der ganzen Insel und besuchen natürlich auch den berühmten Felsen mit Kapelle, aus dem Film, bei Kastri.

Echt schön hier aber auch gut besucht. Aus aller Welt kommen Besucher und wollen diese Felsen sehen. Skopelos ist sehr grün und waldig und hat einen tollen alten Kiefernbestand. Überall kleine Buchten die dann auch jetzt in der Hochsaison sehr voll sind. Aber das stört uns nicht. Wir sind eh keine Strandratten. Segler gibt es genug so das es in manchen Buchten schon mal etwas eng wird.

Wir besuchen auch die Hauptstadt Skopelos. Eine echte Perle. Kleine Gassen die verwinkelt durch den Ort führen. Wirklich schnuckelig, traumhaft schön.

Skopelos hat uns echt gut gefallen aber dann naht unser Kino Termin auf Skiathos und wir lichten den Anker aus dieser tollen Bucht und segeln bei angenehmen leichtem Wind rüber nach Skiathos. Extra langsam damit es sich lohnt Wasser zu machen, denn dies wollen wir in den Buchten wo so viel los ist nicht machen. Unterwegs ist das Wasser sauberer und unsere Filter kann man länger nutzen. Bei dieser Überfahrt riecht es unter Deck plötzlich nach faulen Eiern. Eine von den großen Verbraucherbatterien ist kaputt. Wir müssen sie abtrennen vom System.

Wir machen auf Skiathos in der großen Bucht an der Steilklippe fest und fahren Abends mit dem Dinghi in die Stadt.

Die Menschenmenge erschlägt uns fast. Abends schiebt man sich durch die Gassen. Das ist wirklich nicht meins.

Wir drehen ab und lassen uns durch leere Gassen treiben bis hoch zur Kirche.

Auf Skiathos ist ein Flughafen auf dem ständig ein Flieger Menschen herschafft die dann vielleicht mit einer Fähre auf andere Sporaden Inseln fahren. Aber die meisten bleiben hier und darum ist es auch so voll.

Am nächsten Tag schauen wir uns Abends den Film an der wirklich was hat. Besonders wenn man hier ist und alles um uns rum tanzt und mitsingt.

Aber uns ist es hier zu voll und wir segeln wieder mit kurzem Stopp auf Skopelos nach Alonnisos, die dritte Sporaden Insel. Hier legt der Wind plötzlich ziemlich zu und wir finden keine passende Bucht in der es sicher ist und noch Platz wäre. Alles, (Segler) verkriecht sich in die sicheren Löcher.

Somit segeln wir weiter bis auf die vierte Insel Peristerie und finden Platz in einer tollen Bucht.

Hier bleiben wir etwas um uns von den vielen Menschen zu erholen ;-).

Und dann geht die zweite Batterie kaputt. Nun wird es mit unserer Energie knapp und wir müssen uns etwas überlegen. Ich schreibe einem bekannten Segler der hier viel unterwegs ist und dieser gibt uns eine Telefonnummer von Castos aus Volos. Mit dem setze ich mich dann in Verbindung und nach nicht mal einem halben Tag haben wir die Zusage der Bestellung. Einziges Mango ist das wir knapp 70nm zurück segeln müssen. Denn die Batterien gibt es nur in Volos. Also müssen wir leider die Sporaden verlassen obwohl wir noch nicht auf allen waren um dorthin zu segeln.

Etwas doof, aber wir brauchen die Batterien und können es nicht ändern.

Also auf nach Volos.