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Ich muss das vom letzten mal wohl aufklären. Bin mehrmals geschockt darauf angesprochen worden.

Nein unsere Pläne haben sich nicht geändert. Nur wie ich kurz erwähnt habe versuchen wir es dem Senior gerecht zu machen und zermürben uns das Gehirn wie wir sinnvoll für ihn eine Werkstatt gestalten.

Nun stand für uns alles fest und am Samstag kam von ihm die Aussage: Für mich braucht ihr keine Werkstatt einrichten. Ich bin dann 81 Jahre alt, ich werde dann nichts mehr machen. Das könnt ihr auch vermieten.“

Wow! Wir sind total überrascht und in dem Moment auch überfordert. Uns fällt das Gesicht runter.

Die ganze bisherige Planung ist hinfällig.

Uns geht am Sonntag viel durch den Kopf. Aber das hätten wir gar nicht gebraucht denn am Montag war dies schon wieder vergessen. Er will doch eine Werkstatt!

Es wäre schön wenn es dann irgendwann auch feststeht! Denn das Wirrwar der Gefühle und der tausend Gedanken sind schon sehr belastend!

Mal was anderes!

Wie geht es eigentlich gerade in unserem Geschäft weiter?

Irgendwie ist es dieses Jahr sehr viel ruhiger. Wir haben zu tun aber es ist sehr viel weniger als sonst die Jahre. Hat es mit Corona zu tun? Oder mit dem schrecklichen Krieg in der Ukraine? Ich weiß es nicht aber  eigentlich glaube ich es nicht. Es ist wohl eher der Grund dass die Leute nicht richtig zuhören.

Peter erzählte und erzählt  den Kunden dass  wir im Winter 22 aufhören werden. Aber wir glauben dass  die Kunden im letzten  Jahr nur bis zum Wort Winter zugehört haben und  das Jahr gar nicht mehr hörbar war. Sie waren einfach zu geschockt. Manche bestätigen auch diese Annahme.

Außerdem sind sehr viele falsche Gerüchte im Umlauf die an den Haaren herbeigezogen sind.

Oft heißt es am Telefon:“ Ach ihr seid ja doch noch da, Gott sei Dank! dann komme ich mit meinem Mäher.“

So wird es um einiges ruhiger und wir, beziehungsweise der Peter räumt weiter die Werkstatt aus.

Der Ausstellungsraum ist nun auch so gut wie, leer. Hier wollen wir die Werkstatt für den Senior gestalten. Klein aber fein damit er mit seinen 80 Jahren noch was machen kann wenn er will.

Ob es das Richtige ist bezweifele ich, aber wir wollen ihm die Möglichkeit geben und haben auch schon sehr viel Gehirnschmalz verwendet um dies sinnvoll zu gestalten.

Nun hat sich aber heute etwas geändert das unsere Gestaltungspläne total umwirft. Das wird nicht das letzte Mal sein!

Das heißt für uns, wieder auf Anfang und aufs Neue planen.

Ne ne. Keine Angst aufs Boot geht es immer noch 🙂

Matratze selber zuschneiden

Nach ganz kurzer Recherche habe ich beschlossen unsere neuen Matratzen für das Boot selber passend zu schneiden. Maßanfertigung ist mir dann doch zu teuer und sooo schwer kann es nach meinen naiven Überlegungen ja eigentlich nicht sein. Am Boot habe ich Maße genommen und weiß also genau wie es werden soll.

Nun muss ich erst mal Matratzen kaufen. Das hasse ich!! Matratzen und Fliesen sind die schlimmsten Dinge beim kaufen. Es gibt gefühlte Trilliarden Möglichkeiten. 😮 Schrecklich!

Es soll eine Federkern Matratze sein da diese sich am besten Durchlüften was bei Hitze ja nicht schlecht ist.

Die Matratzen sind schnell gefunden, oh Wunder. Bei meiner fange ich gleich an aber Peter soll erst mal drauf schlafen denn er ist bei der Härte ein wenig Diva 🙂

Als er grünes Licht gibt fange ich auch an seiner an.

Von so zu so soll es werden.

Erst mal den Bezug wegnehmen und darunter den, na ich nenne es mal Strumpf. Nun liegt nur der äußere Schaumstoff vor mir. Ich male die Maße der Länge und der Seitenteile darauf, nehme mein schärfstes und längste Messer aus der Küche und kürze alles um 4cm und nehme die Ecken der Seite weg.

Die Matratze hat einen dicken Schaumstoffrahmen. Den nehme ich weg und ebenfalls die Federn bis zum Maß und dann noch die Breite des Rahmens. Denn der soll ja wieder hin.

Das ist mit den Federn schon ein wenig Gefriemel aber es geht leichter wie gedacht. Wenn alles passend ist klebe ich es an manchen Stellen mit Heißkleber. Das geht recht gut, ich habe es vorher am Abfall ausprobiert. Dann ziehe ich die Matratze wieder mit dem Strumpf und dem Schoner an.

Ja ja, das war es noch lange nicht! Das war nur der leichte Teil!

Nun muss der Schoner passend gemacht werden. Dieser hat aber einen Reißverschluss außen herum den ich so gut es geht erhalten will. Das kostet ganz schön Überlegungskünste. Zumindest für mich. Für Profis bestimmt nicht.

Ich entferne an der geschnittenen Seite mit 1cm Reserve den Reißverschluss vom Deckel, markiere den Boden und schneide dort weg was nun zu viel ist. Nähe alles so zusammen das ich auf dieser Seite den Reißverschluss schließen kann, fixiere dies mit Heißkleber damit es sich nicht mehr öffnet, setze den Reißverschluss neu an und kann den Rest des Schoners schließen. An den Ecken improvisiere ich etwas aber da kommt ja eh ein Laken rüber.

Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Und es war bis auf ein paar Dinge auch kein Hexenwerk. Ich würde sagen mit etwas Handwerklichem Geschick gut machbar.

So sehen sie fertig aus 🙂

Ich bin sehr zufrieden. Jetzt müssen sie nur noch passen.

Liste…

Wir arbeiten immer noch an unserer Liste.

Die richtigen Borddurchlässe sind ja Gott sei Dank schon da.

Als nächstes kommt der Coppercoat. Na was ist das denn, wäre eine gute Frage!

Hier die Antwort. Im Wasser leben viele Organismen wie Algen, Schnecken , Muscheln und viele andere Kleinlebewesen die sich gerne ans Unterwasserschiff festhaken um ein schönes neues Zuhause zu finden oder eben von A nach B zu kommen. Das Trampen der Meeresorganismen 🙂

Um eben dieses zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen streicht man das Unterwasserschiff mit einem Antifouling der etwas in sich trägt was die Algen und diese Tierchen nicht mögen.

Aus Umweltschutz Gründen fallen die effektiven Mittel alle weg. Was auch gut so ist!!!!

Die Mittel die noch erlaubt sind, sind aber nicht sehr lange wirksam und müssen eigentlich jedes Jahr erneuert werden. Das heißt Schiff an Land und loslegen.

Das ist nicht billig und wahnsinnig viel Arbeit.

Wie wir wissen wird im Bio Anbau Kupfer als Fungizid also Pilzmittel verwendet. So ist es auch im Maritimen Bereich. Dieses Mittel nennt sich eben Coppercoat. Das ist ein 99%ig reines Kupfer das mit Epoxyd angerührt, und auf das Unterwasserschiff gestrichen wird.

Nach dem Trocknen wird noch mal alles angeschliffen damit das Kupfer offen liegt. Dieses Kupfer hält dann Algen und Kleintiere im besten Fall ab sich fest zu setzen. Das soll dann mehrere Jahre halten. Somit muss man nicht jedes Jahr an Land. So die Theorie. Wie die Praxis aussieht werden wir sehen.

Das wollen wir machen bevor es endgültig ins Wasser geht und von hier ist es einfacher dies zu besorgen. Ich habe dies auch gleich angeleiert denn man kann ja nie wissen wie es mit der Lieferung aussieht und die Preise steigen auch immer höher.

Das Coppercoat ist auch angekommen.

Epxy+Härter+Kupfer

Wieder etwas zum abhaken. Klasse

Liste abarbeiten!

Nun beginnt das besorgen. Auf unserer Liste sind einige wichtige Dinge die wir so schnell wie möglich abarbeiten müssen da wir nie wissen wie lange die Lieferzeit ist.

Das sind als aller erstes die Borddurchlässe.

Das mit dem Gewinde ist der Borddurchlass

Ohne sie können wir nicht ins Wasser denn es klaffen zwei sehr große Löcher im Boden.

Das nächste ist Coppercoat. Mit dem wollen wir das Unterwasserschiff streichen damit wir sehr lange Ruhe haben.

Das Vorsegel und das Solar mit allen Bestandteilen. Das wirkt nicht sehr viel aber es können riesen Hürden auftauchen.

So bei den Borddurchlässen. Niemand weiß was es für eine Firma ist und wo ich es besorgen kann.

Ich maile mit jemanden in Holland der jemanden kennt…..

Und ich schreibe nochmal an Schöchl mit einer anderen Mailadresse. Und siehe da ich bekomme sofort Antwort. Sie verweisen mich an einen Österreichischen Yachtelektroniker der mit ihrem Hause zusammen arbeitet. Bilder werden hin geschickt, Angaben zum Boot und viele Fragen beantwortet. Bald kommt dann die Mail: „Es können nur die und die Durchlässe sein“.

Wow, ein Lichtblick? Kann es sein das ich es geschafft habe? Ich entscheide diese zu bezahlen damit sie losgeschickt werden. Hoffentlich sind sie es. Das Bangen beginnt.

In der Zwischenzeit habe ich Kontakt mit den Segelmachern aufgenommen und den Vordruck der Abmessungen hin gemailt. Nachdem alle Fragen beantwortet sind haben wir das Segel in Auftrag gegeben. Das kann ich jetzt schon mal abhaken.

Das Coppercoat frage ich bei der Firma an. Nach einem netten Telefonat ist auch das abgehakt.

Aber was ist mit den Borddurchlässen? Ich bin so aufgeregt als der Peter Mittags mit einem Päckchen hoch zum Essen kommt.

Ich mache es gleich auf, hole die alten und schaue genau. Wir können es fast nicht glauben, es sind die Richtigen. Uns fällt ein riesiger Stein von der Seele. Gott sei Dank. Das wäre sonst noch schwierig geworden.

Nun nur noch die Solargeschichte mit seinen Komponenten.

Ach was ich noch vergessen habe. Wir haben für den Herbst auch eine Zusage vom Stahlbauer in Vonitsa der unseren Geräteträger für das Solar bauen soll.

Irgendwie läuft alles.

Ich kann es gar nicht fassen!

Heimfahrt

Unsere Fähre wurde ja gestrichen. Somit mussten wir umbuchen und eine morgens um 0.30Uhr nehmen. Eine etwas unmenschliche Uhrzeit aber man kann ja dann schlafen.

Da wir um drei Nachmittags mit allem fertig sind packen wir alles ein und fahren gemütlich nach Ighumenitsa auf Höhe von Korfu wo der Fährhafen ist.

Wir genießen die Fahrt durch eine tolle Natur. Sehr bergig mit schönen Tälern in denen immer wieder Gehöfte mit prall gefüllten leuchtend orangen ( denn kurz vor der Ernte) Orangenbäumen sind. Auch die Zitronenbäume sind berstend voll. Überall sind orange und gelb leuchtende Punkte in der Gegend. Neben dran leuchten die Frühblüher wie Ginster und andere. Echt schön, man merkt den kommenden Frühling.

Unterwegs fahren wir einfach mal die steile Küste runter in eine wunderschöne Bucht und trinken Kaffee. Der Besitzer unterhält sich nett mit uns. Ich merke an ihm wie die Gastronomie sich auf die baldige und hoffentlich gute Saison freut. Alles steht in den Startlöchern. Die ersten Flieger kommen aus England und dann folgt am 9.4. Deutschland.

Ighumenitsa ist ein schönes Städtchen und wir genießen dort die Zeit mit bummeln und lecker essen gehen. Bis wir dann zum einchecken der Fähre zum Terminal fahren.

Wir müssen noch eine halbe Stunde warten bis es los geht und bekommen dann gesagt das uns das

Europäische digitale Passagier-Lokalisierung-Formulare (dPLF)

fehlt.

OH nein nicht schon wieder!! Deutschland verlangt es doch gar nicht mehr 😮

Aber der nette Mann erklärt uns das es Italien noch haben will.

Ok. Also gut. Raus aus der Schlange und das Handy geschnappt. Gut das ich seid kurzem mobiles Internet habe. Was machen die, die kein Handy haben?!

Wir fliegen des öfteren raus und brauchen eine Stunde bis wir dann eingecheckt sind. Ich war ziemlich genervt.

In Ighumenitsa darf nur der Fahrer aufs Gelände fahren und es wird auch richtig im Fahrzeug nach illegalen Personen geschaut. Ich werde wie am Flughafen beim rein laufen durchleuchtet. Alles ist total abgeriegelt. Ganz anders wie in Ancona/Italien. Man ist auf dem kompletten Gelände eingezäunt und kann auch nicht mehr raus.

Wir genießen die Zeit bis die Fähre kommt und suchen uns nach dem befahren der Fähre einen schönen Schlafplatz. Schauen uns noch eine Weile das beladen an, trinken unser letztes Bier und hauen uns in die Schlafsäcke. Die Fahrt ist unspektakulär. Es sind nur Trucker an Bord . Alles ist schön ruhig.

In Ancona angekommen gehen wir gleich auf die Autobahn Richtung Heimat. In Südtirol können wir dann erst mal nicht mehr und schlafen hinten im Bus unterhalb eines Weinberges erst mal ein paar Stunden. Nach einem leckeren Kaffee im Ort geht es dann durch bis nach Hause.

Auch wenn jetzt noch 2 Stunden Stau waren kann man sagen das alles super geklappt hat.

Jetzt erst mal ausruhen.

Ja ,ja. Nur mal eben…


Wir haben viel geschafft in den zehn Tagen. Der Wassermacher ist drin! Das war das größte Projekt vor dem wir auch am meisten Bammel gehabt haben. Der Peter hat es super gemeistert und wir haben fast alles dabei gehabt was wir brauchten. Es waren wenige Teile die fehlten aber das ist immer ein Problem in einem fremden Land in dem eine andere Sprache gesprochen wird. Aber es hat geklappt, auch wenn wir lange suchen und mit Händen und Füßen erklären mussten. Das gute dabei ist das wir dann auch mal raus aus unserem Boots-Keller gekommen sind.
Wenn ich Peter nicht zu helfen konnte habe ich andere Projekte gemacht. Zum Beispiel habe ich in den Räumen schon alles auf LED umgestellt. Draußen hat es leider nicht geklappt da ich eine falsche Fassungsart gekauft habe das muss ich jetzt von daheim organisieren.
Letzten Sommer habe ich auch gesehen das im Bimini (das ist das Dach aus Soff über dem Ruderstand) am Reisverschluss etwas ausgerissen war. Ich habe extra die Nähmaschine mitgebracht und diese Naht repariert und andere verstärkt.
Als das mit den Borddurchlässen passiert ist habe ich sehr lange recherchiert um festzustellen dass es gar nicht so einfach ist einfach neu zu bestellen. Bei einem 20 Jahre alten Boot gibt es wohl so manches nicht mehr. Ich habe an Schöchl geschrieben, das ist die Werft die das Boot gebaut hat, aber sie antwortet einfach nicht. Hier in den Bootsläden kennen sie die Marke nicht und heben nur die Schultern. Das muss ich auch auf zuhause verschieben. Peter hat an den Löchern alles schön eben gemacht und ich habe alles mit Bilgenfarbe gestrichen. Wenn wir das nächste mal da sind und wir welche bekommen haben geht das alles sehr flott mit dem Einbau. Aber wir müssen sie erst mal bekommen!

Nun zeige ich einfach mal ein paar Bilder von dem fertigen Wassermacher. Und versuche zu erklären wie er funktioniert.

So schnell vergeht die Zeit

Immer ist etwas anderes. Als wir die Borddurchlässe am Echolot und am Tempogeber aus dem Rumpf zerren geht eine Bodenhülse kaputt. Es ist alles dick mit Sikaflex verklebt und bedarf etwas Gewalt bei der Entfernung. Das eine bricht dabei leider. Kein Problem denken wir kaufen wir halt zwei neue. Aber es ist nicht ganz so einfach. Das Boot ist jetzt zwanzig Jahre alt und die Bodenhülsen sind hier nicht zu bekommen. Das werden wir von zu Hause aus managen und im Zweifel selber welche drehen
Die Borddurchlässe werden fertig vorbereitet das wir dann im Sommer nur die Hülsen einkleben müssen. Der Grund das es nicht dicht war ist dadurch entstanden das sie nicht sauber aufliegen konnten. Das hat Peter jetzt alles gemacht. Einige Lagen GFK mit Epoxid übernander drauf gelegt und alles plan geschliffen. Eine riesen Sauerei. Dieser feine Staub ist überall. Ich hatte aber alles sehr gut abgeklebt und somit blieb alles im Vorschiff das allerdings dann mehrmals geputzt werden musste.
Die Löcher im Boden sehen schon etwas beängstigend aus, aber ich weiß das es beim nächsten mal Ruck Zuck gemacht ist.
Heute haben wir noch alles für ein neues Vorsegel vermessen und Peter ist gerade mit dem Fahrrad unterwegs und schaut sich verschiedene Geräteträger an um Ideen zu sammeln und sich einen Plan zu machen. Den Tisch für hinten hat er auch schon auf dem Papier geplant.
Ich habe heute mal alles aufgeräumt da wir gleich Besuch von einem Seglerpärchen bekommen und natürlich weil es morgen Abend schon wieder Richtung Heimat geht. Unsere Fähre wurde am 18. Abends um halb acht, gestrichen. Wir mussten umbuchen auf morgens um halb eins. Ist aber nicht schlimm da wir ja fast alles geschafft haben was wir wollten.
Jetzt müssen wir morgen eigentlich nur noch alles für die Abreise fest machen. Lebensmittel mitnehmen, Löcher im Rumpf zustopfen damit keine Vögel im Boot nisten, Polster hoch und Schränke auf damit alles gut durchlüftet ist.
Gestern sind wir bei schönstem Wetter noch etwas Fahrrad gefahren und haben uns ein Feuchtgebiet hier angeschaut in dem Es sogar Flamingos und Pelikane gibt. Da es wegen dem Flughafen nicht mehr weiter ging haben wir spontan beschlossen noch mit dem Auto rüber nach Lefkas zu fahren. Das war sehr schön mal was anderes zu sehen. Die Stadt ist noch richtig im Winterschlaf alles ganz ruhig ein ganz anderer Flair als im Sommer.
Nun sehen wir uns schon bald wieder zuhause.

Fahrradtour an der Marina
Lefkas

Schon eine Woche auf dem Trockendock


Bei Ankunft war alles in Ordnung. Die Winterplane liegt noch bombenfest auf dem hinteren Teil des Bootes. Natürlich ist alles ziemlich mit Winterdreck bedeckt. Aber das kümmert uns jetzt nicht denn wir haben anderes zu tuen.
Wir richten uns erst mal ein und machen es uns gemütlich. Alle Schränke waren auf und die Polster stehen in den Raum damit es alles gut durchlüftet wird.
Lebensmittel rein, etwas essen und dann tot ins Bett fallen. Die erste Nacht habe ich nicht so gut geschlafen. Fremde Geräusche und überall klappert es vom Wind.
Wir fangen gleich am nächsten Tag an. Es ist Montag, die Arbeitswoche beginnt.
Es ist erst mal sehr viel Denkarbeit gefragt. Wie legen wir den Wassermacher damit alles seine Richtigkeit hat und für uns auch praktikabel ist. Peter ist ganz schön angespannt und konzentriert. Ich arbeite ihm zu und mache die Holzarbeiten wenn sie anfallen. Wir kommen nur zum einkaufen oder zum besorgen fehlender Teile raus. Sonst sitzen wir im Keller unseres Bootes 🙂
Zwischen drin fahren wir zum Steel Design um abzuklären wie wir es mit dem Geräteträger machen. Der Typ ist sehr locker und im Herbst hat er Zeit dafür.
Dann geht es zurück zum Boot. Der Regen ist jetzt weg aber die Kälte hätten wir nicht erwartet. In den Bergen wandert der Schnee immer tiefer in die Täler. Bei uns ist nichts. Am Tag ist es kurz angenehm aber schon am frühen Nachmittag zieht es an. Die Heizer laufen den ganzen Abend und besonders morgens zum aufstehen springt einer von uns beiden aus dem Bett und macht den Heizer an. Dann erst mal wieder ins Bett und warten bis es erträglich ist um auf zu stehen.
So geht es die ganze Woche. Freitags wollen wir feiern, da wir wirklich sehr weit gekommen sind, eigendlich fast fertig, und gehen vor zur Marina um etwas zu essen. Es ist eiskalt aber sehr herzlich. Ich glaube die Griechen haben keine Heizung. Dieser Restaurant Besuch wird etwas kürzer als gedacht war aber trotzdem sehr schön.
Heute ist Samstag der 12.3. und wir sind fertig mit dem Wassermacher. Leider können wir ihn nicht ausprobieren und so fühlt es sich irgendwie nicht richtig fertig an. Das machen wir dann im Sommer im Wasser.
Sofort fangen wir mit dem nächsten Projekt an. Im Sommer hatten wir Wassereinbruch am Echolot das kurzer Hand mit Rettungspaste abgedichtet wurde.
Nun machen wir es aber richtig. Der Echolot muss raus und richtig verlegt werden und weil es so viel Spass macht (Ironie) machen wir nebendran den Tempogeber ebenfalls neu. Der Boden muss begradigt werden damit wir es wieder sauber dicht kriegen.
Davon aber später.
Mir tut nach der ersten Woche alles weh. Es ist anstrengend in die tiefsten und engsten Löcher zu krabbeln aber es macht auch Spaß. Abends fallen wir früh ins Bett weil wir total kaputt sind.
Morgen treffen wir uns aber mal mit anderen Seglern zum Kaffee. Es ist ja dann auch Sonntag, da dürfen wir das mal.
Am Montag geht es weiter.

Es geht los!

Am 4.3. ist es soweit. Mit einem vollgepackten Renault Bus geht es los. Ich weiß nicht wie wir das alles aufs Boot bekommen aber der Bus ist gut bestückt. Über allem liegt eine große Matratze auf der wir bei Bedarf schlafen können. Ob das über alle Grenzen ohne Probleme geht weiß ich noch nicht . Bin schon sehr aufgeregt. Wir fahren Richtung Süden. Es geht über München da wir unseren Sohn mit seiner Freundin besuchen möchten. Wir verbringen dort einen schönen Tag und fahren nach einem leckeren Italian Restaurant gemütlich Abends weiter Richtung Süden.

Es geht über Österreich und Italien bis zum Fährhafen nach Ancona ohne irgendwelche Probleme. Die Grenzen sind gar nicht besetzt. Trotz Corona geht es frei durch. Wunderbar!

Es hat alles super geklappt. Nur im Fährgebiet ist es etwas unübersichtlich. Ich sehe nicht sofort wo wir hin müssen. Sind wohl doch etwas müde. Wir legen uns 2 Stunden hinten in den Bus denn der Parkplatz beim Checkin ist noch zu. Als wir dann um halb acht dort ankommen sehen wir das wir erst um elf einchecken können. Also heißt es warten. Peter kann noch schlafen aber ich bin zu sehr aufgeregt denn ich weiß immer noch nicht ob ich alles richtig gemacht habe.
Das warten ist sehr anstrengend aber um elf haben wir endlich das Ticket in der Hand. Nun kann auch ich entspannen. Wir fahren zum richtigen Fähranleger und ruhen uns erst mal aus. Es ist ja genug Zeit, denn die Fähre geht erst Abends um halb acht.
Unser Warteplatz ist toll. Wir liegen hinten im Bus, die Seitentüre ist auf und können aufs Wasser schauen.

Es füllt sich immer mehr. Verschiedene Fähren kommen und bald ist auch unsere dabei.

Es ist echt spannend wie alle Fahrzeuge hinein gepuzzelt werden. Als auch wir unseren Platz haben, suchen wir uns eine ruhige Ecke in der wir unsere Luftmatratze plazieren um später dort zu schlafen.
Aber erst mal schön essen und eine leckere Flasche Wein!

Ich habe in unserer Ecke auch sehr gut geschlafen. Peter leider nicht so da er seine Iso Matte vergessen hat.

Aber auch er fand Ruhe.

Nach 20 Stunden sind wir dann nach einer entspannten Überfahrt in Igumenitsa angekommen und mussten nur noch eine Stunde mit dem Auto nach Preveza fahren.

Unterwegs geht langsam die Sonne unter. Herrlich unterwegs. Eine wirklich schöne Natur.

Um sechs sind wir am Boot, machen alles zum schlafen klar und fahren nach Preveza zu einem sehr netten Abendessen.