Das Leben auf der Trockenmarina

Die Werft liegt in der Nähe von Vonitsa und doch sehr weit weg. Man fährt am Ambrakischen Golf entlang in das sehr einsame Bergdörfchen Paliampela. Dies bedeutet “Alter Weinberg.“ Kurz danach geht es nach einer Tankstelle einen kleinen Weg links ab, der Richtung Golf führt. Berg auf und wieder hinunter , immer einsamer werdend führt die Straße mit sehr vielen Löchern langsam hinunter zum Wasser. Rechts und links blühen eine Vielfalt von Pflanzen. Schaf Wiesen, Zäune auf denen Wildschweinhäute hängen, Nussplantagen, Pinienwäldchen, Olivenhaine und kleine Weinberge ziehen sich entlang des langen einsamen Weges. Weit weg von jeglicher Zivilisation kommt man langsam ( weil schnell geht es eh nicht wegen der Löcher 😉 ) zur wunderschönen Rouga Bay.

Rechts eine Lagune mit Flamingos, Pelikanen und Eisvogel, geradeaus ein einfaches Fischlokal an einem schönen Kiesstrand und links ab geht es zur unserer Werft.

Ein ganz schmaler Schotterweg bei dem ich beim ersten mal mit unserem Bus, dachte:“ Oh Gott wir rutschen da gleich mit dem Auto rein ins Meer!“

Der Platz liegt direkt zwischen einer Schafs wiese und einem schnuckeligen Obstgarten mit Häuschen. Das ist aber wohl nur im Sommer bewohnt.

Auf unserem Platz stehen wohl so um die 40 – 50 Boote. Manche schon etwas vergessen und andere die liebevoll abgedeckt auf die kommende Saison warten.

Als wir hier ankamen haben wir auch sofort Anschluss gefunden, das wohl auch daran liegt weil wir auf dem Weg zum Klo liegen 🙂 . Es gibt den einen der schon seid fünf Jahren mit fünf :-0 Hunden auf einem kleinen Boot an einer Boje hängt und selber meint das er vor lauter Bewugs am Rumpf eh nicht mehr weg kann. Und den anderen, der schon seid elf Jahren mit seinem Boot hier auf der Werft steht.

Es gibt aber auch ein Pärchen das seid kurzem angekommen ist um ihr Boot für die neue Saison fertig zu machen.. Und dann wir.

Mit allen kommen wir sehr gut aus und man hilft sich wie man nur kann. Nicht alle ohne Eigennutz-Gedanken 😉 .

Die Nächte sind noch sehr eisig und in den Bergen sieht man viel Schnee. Morgens springen wir erst mal zur Heizung, machen sie an und dann noch mal schnell ins warme Bett bis es draußen erträglich wird. Am Anfang hat es sehr viel geregnet aber das wird nun besser. Und tagsüber wird es auch langsam warm. Aber nur kurz denn gegen fünf wird es zunehmend kälter.

Der erste der aufsteht macht Kaffee. Ganz normal mit einem Wasserkocher und aufgießen. Denn hier haben wir ja noch Landstrom.

Nach einem kurzen Frühstück geht es auch schon mit der Arbeit los. Aber immer erst mal die Leiter runter. Denn unser Wohnraum schwebt in der Luft und wir müssen immer erst einen Stockwerk die Leiter runter klettern. Auch wenn wir zur Toilette müssen. Das nervt manchmal. Besonders wenn es regnet.

Mit dem kochen wechseln wir uns ab. Manchmal gehen wir auch zu Yanis ins Fischrestaurant und lassen dort den Tag ausklingen.

Ein sehr einfaches Lokal aber sauber und ausgesprochen lecker. Die Leute hier haben in der Regel drei Jobs um über die Runden zu kommen. Yanis hat das Restaurant, ist Bauer und auch Fischer und trotzdem lebt er in einem runtergekommenen Wohnwagen neben dem Restaurant. Alle sind sehr gastfreundlich. Auch wenn man nur etwas trinken will, steht nach kurzer Zeit ein Schmankerl vor einem.

So um fünf oder sechs machen wir Feierabend und gehen erst mal duschen. Die sind in einen Container gebaut, einfach aber ok.

Kochen können wir noch mit Strom. Nur das Brot backe ich mit Gas dann wird es knuspriger. Unser Bad können wir zum Zähneputzen nutzen, für den Rest müssen wir zum Container. Denn die Öffnungen des Bads gehen unten raus. Das wäre ja nicht sehr schön.

Sonntags ist Ruhetag und wir nehmen uns in der Gegend verschiedene Sehenswürdigkeiten vor. Und nutzen auch gerne das Internet in einem Café.

Die Landschaft ist hier echt toll. Es ist total grün auf der Ionischen Seite da hier der Regen hängen bleibt.

Momentan explodiert die Natur. Überall blüht es. Es ist einfach traumhaft. Ein toller Frühling.

Peter nutzt jede Gelegenheit um Zitronen und Orangen zu stibitzen. 🙂

Rumpf die zweite Woche

Nach einer Woche ist der Rumpf abgekratzt, alle Borddurchlässe ausgebaut ( was wirklich sehr viel Arbeit war, denn man musste innen alle plan machen damit die neuen am Ende gut aufliegen und abdichten)

Viel Zeit brauchen wir auch beim organisieren der Neuteile. Denn wir müssen auch immer ganz rüber fahren nach Lefkas. Das ist ein weiter Weg. Aber wir haben gute Geschäfte ausgemacht. Was nicht da ist wird besorgt. Echt Klasse!

Peter hat auch die Schraube mit Hilfe eines Nachbarn ausgebaut um später besser streichen zu können und um sie ganz blank zu schleifen.

Nun sind wir schon dabei das Unterwasserschiff zu schleifen. Es geht stetig voran. Auch wenn meine Mama fragt ob wir jemals zum Urlaub kommen? 🙂

Mir ist es gestern leider ins Kreutz gefahren. Ich muss jetzt etwas langsam machen. In dieser Zeit mache ich halt am Polster weiter. Auch dort geht es voran. Nur noch zwei fehlen dann ist die Sitzbank fertig.

Der Primer ist auch schon da den wir unter das Coppercoad streichen wollen. Und Nachbarn freuen sich schon wenn sie uns helfen dürfen.

Also es läuft!

Letzten Sonntag haben wir uns die Nikopolis in Preveza angeschaut. Die Siegesstadt von König Augustus. Eine riesen Fläche. Dort haben mal 320000 tausend Menschen gewohnt. Echt beeindruckend.

Hier gehen wir Abends gerne um die Bucht spazieren und genießen die tollen Sonnenuntergänge.

Weiter können wir leider nicht laufen. Denn hier gibt es sehr viele freilaufenden Hunde die klipp und klar ihr Revier verteidigen. Denen will man nicht begegnen.

Wir sind die Tage mal über die Landzunge mit dem Auto bis zur Fischfabrik gefahren. Dort haben uns, sprich das Auto, fünf Hunde angefallen und überall ins Auto gebissen. Wir haben gemacht das wir wieder weg kommen. Das war ein Schock.

Dann bleiben wir lieber in der Rouga Bucht.

Hier ist es ja auch sehr schön. Flamingos, Pelikane , Eisvogel und vieles mehr.

Was will man mehr.

Nun machen wir stetig weiter und warten auf unser Wetterfenster. Wir brauchen 5 trockene Tage mit max. 60% Luftfeuchte.

Über nächste Woche könnte es soweit sein. Mal sehen. Bis dann haben wir noch genug zu tun.

Angekommen in der Rouga Bay

Kaum sind wir da legen wir auch schon los. Erst mal das Boot wieder wohnlich machen. Denn wenn man lange weg ist werden alle Schränke geöffnet, die Matratzen hochgelegt…..

Kurz gesagt , es sieht chaotisch aus.

Das ist schnell erledigt und wir gehen erst mal in den Ort einen Kaffee trinken und einkaufen.

Heute gönnen wir uns auch ein leckeres Restaurant. Wir sind noch immer von der Anreise gestern kaputt. Ok. Es waren ja auch knapp 19 Stunden.

Am nächsten Tag (Donnerstag) legen wir los. Ich beginne das Unterwasserschiff abzukratzen. Eine Schw…-Arbeit!

Ich am Vormittag und Peter den Nachmittag. So teilen wir es auf.

Nachmittags kümmere ich mich um das Internet. Ich kämpfe 2 Stunden aber dann klappt es. 🙂

Sonntags haben wir uns fest vorgenommen das wir nichts tun. Also schlafen wir lange aus, lesen und machen einen kleinen Ausflug ins Café um das Internet zu nutzen. Denn wir müssen noch einiges recherchieren. Denn beim abkratzen haben wir beschlossen doch noch einen Primer unter das Coppercoad zu machen. Spazieren gehen wir aber auch noch. 🙂

Die Woche ist eigentlich immer gleich. Der eine kratzt morgens, der andere Nachmittags. Wenn ich nicht kratze beziehe ich die Polster neu. Eine heiden Arbeit. Aber drei sind schon fertig.

Peter kümmert sich während seiner kratz freien Zeit um die Borddurchlässe die wir neu machen wollen.

Immer wieder schauen andere Schiffsbesitzer vorbei, trösten uns, motivieren uns oder holen Tipps für einiges. Die Gemeinschaft ist sehr nett. Wenn wir einkaufen fahren nehmen wir immer jemanden mit der kein Auto hat und dieser zeigt uns die richtigen Geschäfte wo wir alles finden.

Ein geben und nehmen. Echt praktisch.

So haben wir auch einen Laden gefunden der uns den richtigen Primer besorgen kann, und da unsere Rettungsinsel zu alt, nämlich 22 Jahre ist, auch den Laden bei dem wir eine neue bestellen können.

Für die technischen Einkäufe fahren wir bis Lefkas. Denn dort bekommt man einfach alles. Auch wenn es fast 30 km sind.

Heute ist Freitag. Es ist also schon eine Woche vorbei. Wir sind fast fertig mit dem kratzen. Morgen noch und dann müsste es gut sein.

Mir tut alles weh, und Blasen habe ich mir auch geschafft. Heute morgen musste ich pausieren. Ich konnte mich einfach nicht aufraffen. Aber Nachmittags war ich wieder da.

Peter ist besonders fleißig! Heute hat er auch wieder eine Doppelschicht gemacht.

Jetzt ist halb acht Abends und es zieht uns schon Richtung Bett. Noch etwas kämpfen aber um neun ist es auf der Alina sehr ruhig.

Noch ein kurzes Wort zum Wetter: Regen, Regen Wind und Kälte hatten wir bisher. Ab und zu kam die Sonne raus aber sehr selten. Es wird langsam wärmer aber die Heizung brauchen wir morgens noch. Gut das wir unter dem Boot gearbeitet haben sonst wäre es mit dem vielen Regen nicht gegangen.

Nun wünsche ich das der Frühling auch nach Deutschland kommt.

Wir verlassen Deutschland 1.3.23

Die Koffer sind gepackt, also ich meine zum dritten Mal! Immer wieder fällt uns ein das wir das eine oder das andere Gerät wieder rausholen müssen. Ich sage nur Akkus!

Die Wohnung ist gerichtet. Es kann los gehen.

Die Koffer sind Rand voll, mehr geht nicht! 2x etwas mehr 🙂 als 23kg, 2x Handgepäck 8kg oder etwas mehr und ein rappel volles persönliches Täschchen.

Der liebe Sohnemann fährt uns nach Wiesloch und wir steigen nach einem sehr kurzen aber emotionalen Abschied in den ICE nach Mainz und dann nach Frankfurt.

Erst mal einen Kaffee, denn wir haben ganz schön zu schleppen. Die Fahrt ist ereignislos. Der Umstieg in Mainz klappt super.. Ich nehme die 8kg , oder eher 10kg Taschen und Peter schleppt sich mit den Koffern einen ab. Aber überall wo wir es brauchen sind auf der ganzen reise Kofferwägen oder kurze Wege.

Wir fliegen Lufthansa und können somit direkt am Bahnhof die Koffer aufgeben. Echt Klasse!! Warum haben wir das vorher noch nie gemacht. Dort können wir mit dem Automaten das Gepäck aufgeben oder eher machen das für uns zwei ganz goldige kleine Knubbels von Lufthansa.

Die erste Hürde. Aussage: „Die sind aber zu schwer“!!! Darauf ich: „ Oh Gott, echt?! Ich hatte alles gewogen aber wir ziehen nach Griechenland und man hat einfach zuuu viiiiel Zeugs“.

Dann ging es hin und her und es stellte sich raus das er auch Grieche ist. Wir erzählten ein wenig von unseren Plänen und schwub die schwub nach einem Schulterblick ob es auch niemand sieht, war unser schweres Gepäck eingecheckt und wir über glücklich sie weg zu haben.

Nun schnell durch den Zoll denn es ist noch recht ruhig am Flughafen.

Es gibt ein neues Verfahren. Nichts mehr raus legen sondern es geht einen anderen Weg wenn sie meinen etwas zu sehen.

Natüüürlich waren unsere dabei! Das ganze Akku Zeugs!

Die nette Frau vom Zoll meint:“ Oh, die sind aber schwer, was ist denn da alles drin“?

Da ich gelernt habe einfach das zu sagen was es auch ist, nämlich das wir ins Ausland ziehen, rief sieh nur: „Echt? Klasse! Oh ja, da sammelt sich viel an!“

Kurz die Reißverschlüsse aufgemacht und gleich wieder zu. „ Gute Reise wünsche ich!“

Yippie, wir sind durch. Jetzt erst mal entspannen bis Athen.

Denn dort angekommen, kommt der harte Teil.

Ab zum Bus der uns zum Intercity Busbahnhof fährt. Den haben wir dann auch gleich gefunden und sitzen schnell drin. Denn wir haben auch nicht groß Zeit zu trödeln. Denn der Überlandbus nach Preveza fährt um acht und der ist heute der letzte. Nach einer Stunde durch Randbezirke von Athen, sind wir da.

Ein riesiger Busbahnhof, mit vielleicht 50 Bussen. Nun den richtigen finden. Stress kommt auf da wir ihn nicht finden. Ein anderer Busfahrer der nach Lefkas fährt hätte uns sogar mitgenommen und unterwegs raus gelassen. Er wartet bis Peter das Ticket gekauft hat. Hätte längst schon losfahren müssen! Peter kommt angerannt und sagt das unser Bus noch kommt.

Ich bedanke mich bei dem Busfahrer für das Warten und sein Angebot. Echt wahnsinnig nett die Griechen.

Jetzt haben wir sogar noch Zeit uns Essen und Trinken zu holen.

Bald sitzen wir auf dem nach Preveza im Bus und trinken unser Ankunfts-Bier. Jetzt haben wir 5 Stunden Zeit uns auszuruhen.

Um 1.15Uhr sich wir an unserer Unterkunft, fallen tot ins Bett!

Am nächsten Morgen nehmen wir ein Taxi zur Autovermietung, bekommen es pünktlich am Flughafen und können nun zum Boot fahren.

Entlich sind wir da!!!

Es ist alles in Ordnung. Es sieht genauso aus wie im Oktober verlassen.

Es geht los

3.10.22

Unser Lift-In Termin ist um 10.30. Wir stehen um sieben auf. Es ist noch dunkel und kalt. Dies ist einfach nicht unsere Zeit.

Nach dem Frühstück geht Peter das defekte Seeventil kaufen und wir warten auf den Kran. Der ist pünktlich und wir werden ohne Stress und Hektik ins Wasser gelassen.

Wir kontrollieren alle Seeventile und die frisch gemachten Borddurchlässe. Alles dicht!

Nach dem tanken in Preveza fahren wir bei absoluter Windstille und glatter See in den Ambrakischen Golf Richtung neuer Marina.

Irgendwann kommt etwas Wind. Aber da wir das Segel wieder weggeräumt haben motoren wir den Rest auch noch. Die See wird richtig kibbelig. Es läuft die Strömung gegen den Wind. Schaumkronen bilden sich, aber alles ist gut um 14 Uhr sind wir in der Rougar Bucht beim Hainzl und schmeißen den Anker.

Unser neues Zuhause

Das Dinghi berührt das erste mal das Wasser und Peter saust strahlend durch die Gegend 🙂

Wir melden uns beim Hainzl an und spazieren noch über das Gelände um manchen Leuten „Hallo“ zu sagen.

Wieder an Bord beginnen wir schon für den Winter alles einzupacken. Bei den Fendern lassen wir die Luft raus und können so alle vorne am Ankerkasten verstauen.

Die Winschen werden verpackt und am Mast auch einige Leinen. Am Vorsegel wickel ich die Genua-Einhol- Leine ganz auf den Furler und packe alles gut ein.

Wir sind für morgen wenn es wieder raus geht, gut vorbereitet.

Nun genießen wir die einzigen Urlaubsmomente mit schwimmen, lesen und chillen.

Ein freier Tag

2.10.22

Na nicht ganz. Am Vormittag räumen wir noch etwas auf. Außerdem stand neben dem Container wieder mal was brauchbares 🙂

Ein alter Windgenerator. Den könnten wir doch als Projekt für Lukas mit nach Hause nehmen, meint Peter.

Kaum ausgesprochen bugsieren wir den Flattermann unter Deck. Gar nicht so einfach das Ding ist ziemlich schwer. Bin mal gespannt. Er soll laut Zettel noch funktionieren. Wir werden sehen.

Mit dem Fahrrad fahren wir noch über das ganze Gelände und finden noch so manches.

Uns fällt dann noch ein das wir die Seeventile alle bewegen und kontrollieren wollten. Das tuen wir jetzt auch und prompt hat der Peter einen Hebel in der Hand. So ein Mist! Müssen wir gleich morgen früh besorgen. Dann ist aber endlich Feierabend.

Wir essen eine Kleinigkeit und wandern durch die Marina zur Lagune. Endlich etwas Natur und das Wasser.

Danach gehen wir zum Abschied noch mal lecker essen

Letztes Bild unserer Marinestraße K

Die letzte Nacht in dieser riesigen Trocken Marina bricht an

Angekommen und gleich losgelegt!

Als wir gestern angekommen waren haben wir auch gleich den Wassertank gefüllt. Das hätten wir vielleicht nicht sofort nach der anstrengenden Fahrt machen sollen. Sondern erst mal eine Nacht schlafen. Denn wir haben vergessen den Wasserablass Hahn zu zu machen. Der war offen da wir ja das Boot im März Winterfest gemacht haben und dort den letzten Rest Wasser aus den Leitungen gezogen haben.

Sorry. Aber so eine Schei….!

Über Nacht ist also das Wasser was wir getankt haben komplett in die Bilge gelaufen. Das ist der tiefste Ort im Schiff. Also haben wir erst mal einen dreiviertel Tag gebraucht um wieder alles raus zu pumpen und von Hand heraus zu schöpfen. Bis wieder alles trocken war hat es ganz schön gedauert. Wir haben über die nächsten Tage immer wieder den Heißlüfter drin laufen lassen um die Feuchtigkeit wieder raus zu bringen.

Das passiert uns hoffentlich nicht mehr. Mache für in den März wenn wir wieder hier sind einen riesen Zettel 🙂

In den folgenden Tagen arbeiten wir sehr viel. Wir sehen eigentlich nur unser Boot und die Sanitären Einrichtungen. Abends gehen wir auch mal essen, aber das ist auch hier im Hafen.

Ja was haben wir bisher gemacht?

Als erstes bin ich an die Borddurchlässe gegangen, damit diese fiesen großen Löcher im Boden des Schiffes wieder geschlossen werden. Es hat sehr gut geklappt. Nochmal sauber geschliffen, Aktivator drauf getan und dann hat Peter sie gut mit Sika von außen eingeklebt. Am nächsten Tag dann das gleiche von innen. Fertig! Wenn wir ins Wasser kommen sehen wir ob alles dicht ist.

Das nächste war es in den Mast zu gehen und die Lampen auf LED zu wechseln und alles zu kontrollieren.

Ein schwieriges Unterfangen. Die erste Winsch am Mast war fast fest. Abbruch! Zu gefährlich!!

Die zweite Winsch noch schlimmer. Die dritte ging dann. Ich habe aber trotzdem tausend Ängste erlebt bis ich den Peter wieder unten hatte. Winschen sind die Rollen über die die Taue der Segel laufen. Das kann man dann mit Kurbeln machen oder wie bei uns auch elektrisch.

Für uns heißt es, alle Winschen warten und reinigen!!!!!

Am heutigen Tag machen wir aber erst noch das Vorsegel dran um zu schauen ob das neue Segel passt.

Und es passt! Wunderbar.

Während Peter den Hauptkasten vom Victron Strom System einbaut schrubbe ich das Deck von anderthalb Jahren Dreck sauber. Eine wahnsinnige Arbeit. Darum gehen wir heute auch Essen.

Am nächsten Tag gehen wir an die Winsch Wartung. Um an die erste ran zu kommen müssen wir die Decke unseres Schlafzimmers demontieren. Da die Schrauben durch die Decke gehen.

Wir machen von jedem Schritt der Demontage Bilder damit wir beim Zusammenbau keine Probleme bekommen. Wir schaffen so an diesem Tag zwei Stück. Allein die Reinigung von allen Teilen dauert je Winsch zwei Stunden. Uraltes verharztes und festes Fett hat alles unbrauchbar gemacht. Danach laufen sie wie neu. Da wurde viele Jahre nichts mehr gemacht.

Nach einem frühen Abendessen packt uns noch mal die Arbeitswut. Peter macht den Dinghi Motor flott und ich räume und verstaue und schmeiß immer noch einiges vom Voreigner weg. Und finden so auch einen guten Platz für meine Eismaschine. 🙂

Es wird immer mehr zu unserem Boot.

Um an die eine Winsch zu kommen müssen wir in unserem Zimmer die Decke abschrauben

Endlich geht es weiter! Wir fahren nach Griechenland!

Das warten hat nun ein Ende. Es ist Freitag der 21.9.22 . Wir packen den Rest in den Bus und machen uns auf den Weg nach München.

Denn wir nutzen die Gelegenheit und besuchen David und Nina und gehen gemeinsam essen. Wir treffen uns auf dem Oktoberfest. Ich habe es gewusst, dieses Fest ist nicht meins.

Ist mir einfach zu voll!!

Der Abend mit den beiden ist sehr schön und wir genießen es sehr, gehen aber auch bald schlafen.

Früh um sechs geht es wieder raus. David steht mit auf und macht uns einen leckeren Kaffee und kurz drauf sind wir unterwegs.

Es läuft sehr gut. Wir sind schnell in Salzburg. Dort ist es zwar sehr voll da es nun Berufsverkehr ist aber es ist gar kein Problem.

Mittags sind wir schon auf Höhe von Zagreb und gehen dort in einem kleinen Ort zu Mittag essen.

Der Wirt ist goldig. Erst wirkt er als wenn er uns fressen will und fünf Minuten später erzählt er seine Geschichte und lässt uns nicht gehen bevor der Beifahrer nicht einen Kräuter getrunken hat. Das ist eine sehr nette Begegnung.

40km vor Belgrad in Sremska Mitrovica suchen wir uns eine Unterkunft.

Auf der Suche nach einer Unterkunft

Wir brauchen bald 3 Std. um etwas zu finden. Alles ist voll. Das ist uns eine Lehre. Morgen Abend fangen wir früher an. Da ich immer wieder Google fragen musste ist auch mein Auslands Soll von max. 60 € voll. Ich bin total geschockt. So viel Geld. Aber wir sind halt in Serbien das nicht zur EU zählt. Das ist man einfach nicht mehr gewöhnt. Ich habe daraus gelernt ;-). Wird sobald nicht mehr passieren.

Das Zimmer ist super.. Hoher Standard . Aber es gab eben nichts mehr anderes.

Um halb neun morgens geht es weiter. Wir fahren quer durch Serbien. Es wirkt wie die Nahrungsquelle des Balkans. Ein Getreide, Gemüse oder Obstfeld neben dem anderen. Alles ist eben und wirkt wie die riesige Rheinebene.

Wir fahren noch durch das kleine Mazedonien und kurz hinter der Grenze in Griechenland suchen wir uns die nächste Unterkunft. Mazedonien ist wunderschön bergig. Ein Gegensatz zu tausend Kilometern Feldern in Serbien und Kroatien.

Der Ort in Griechenland ist klein und arm. Wir finden sehr schnell eine sehr einfache Unterkunft von einem zahnlosen Alten. Sie ist in Ordnung . Wir gehen nett essen und dann früh ins Bett.

Am morgen finden wir ein kleines Cafe‘, frühstücken und machen uns dann auf zur letzten Etappe.

Später ist es nochmal stressig. Unser Tank ist fast leer und alle Tankstellen die wir sehen gibt es nicht mehr.

Kurz vor Ende klappt es dann doch noch. Und wir können ganz entspannt nach Preveza fahren und erst mal einen Ankunfts- Cafe‘ trinken.

Aber wir nehmen uns nicht viel Zeit denn Alina ruft uns. Wir wollen sie endlich sehen.

Als wir in die Marina rein fahren ist es wie nach Hause kommen. Wir sehen sie sofort und freuen uns das alles in Ordnung ist.

Gleich kommen unsere Sachen hoch und werden verstaut. Auch die Matratzen werden schon gewechselt. Und wir freuen uns das sie perfekt passen. Nun noch lecker Essen gehen und dann ab ins Bett auf unsere neuen Matratzen. Gute Nacht. Das haben wir uns verdient! :*

Wir wollen zu ALINA!

Da es mit dem Umbau in der Werkstatt gut voran geht beschäftige ich mich langsam  mit der Reise ins schöne Griechenland.

Wir müssen etwas mit dem Termin jonglieren, da wir noch auf einer Hochzeit eingeladen sind und noch ein Konzert des Musikvereins ansteht. Peter sagt zwar immer dass der Termin egal ist und er im Konzert ersetzbar wäre. Aber ich habe immer gemerkt dass er dies mit Bauchweh sagt. Irgendwann war klar, er spielt doch mit, da die andere Tuba beruflich wegzieht. Ich glaube er  ist ganz froh drum dass es so entschieden wird.

Jetzt aber endlich steht der Termin fest.  Ich maile an die Marina und bitte um einen „Lift in“ Termin am 3.10.22. Nach ein paar e-Mails hin und her, wird mir der Termin bestätigt.

Wir werden also am 23.9. starten und erst den David in München besuchen. Wir werden die Strecke dieses Mal komplett fahren und keine Fähre nehmen.  Wir wollen lieber gemütlich über zwei oder drei Nächte durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Nordmazedonien nach Griechenland fahren.

Ja, es wird sicherlich ziemlich anstrengend aber es wird  auch das letzte Mal mit dem Auto sein.

Der Bus ist wieder voll mit Material das wir gesammelt haben wie zum Beispiel unser Energie Management mit Solarpanelen, die Matratzen, das Coppercoad, das Tauchequipment, das Segel  und vieles mehr.

In Zukunft reisen wir dann nur noch mit kleinem Gepäck.

Vielleicht nehmen wir uns ja auch etwas Zeit und schauen uns genauer um

Matratze selber zuschneiden

Nach ganz kurzer Recherche habe ich beschlossen unsere neuen Matratzen für das Boot selber passend zu schneiden. Maßanfertigung ist mir dann doch zu teuer und sooo schwer kann es nach meinen naiven Überlegungen ja eigentlich nicht sein. Am Boot habe ich Maße genommen und weiß also genau wie es werden soll.

Nun muss ich erst mal Matratzen kaufen. Das hasse ich!! Matratzen und Fliesen sind die schlimmsten Dinge beim kaufen. Es gibt gefühlte Trilliarden Möglichkeiten. 😮 Schrecklich!

Es soll eine Federkern Matratze sein da diese sich am besten Durchlüften was bei Hitze ja nicht schlecht ist.

Die Matratzen sind schnell gefunden, oh Wunder. Bei meiner fange ich gleich an aber Peter soll erst mal drauf schlafen denn er ist bei der Härte ein wenig Diva 🙂

Als er grünes Licht gibt fange ich auch an seiner an.

Von so zu so soll es werden.

Erst mal den Bezug wegnehmen und darunter den, na ich nenne es mal Strumpf. Nun liegt nur der äußere Schaumstoff vor mir. Ich male die Maße der Länge und der Seitenteile darauf, nehme mein schärfstes und längste Messer aus der Küche und kürze alles um 4cm und nehme die Ecken der Seite weg.

Die Matratze hat einen dicken Schaumstoffrahmen. Den nehme ich weg und ebenfalls die Federn bis zum Maß und dann noch die Breite des Rahmens. Denn der soll ja wieder hin.

Das ist mit den Federn schon ein wenig Gefriemel aber es geht leichter wie gedacht. Wenn alles passend ist klebe ich es an manchen Stellen mit Heißkleber. Das geht recht gut, ich habe es vorher am Abfall ausprobiert. Dann ziehe ich die Matratze wieder mit dem Strumpf und dem Schoner an.

Ja ja, das war es noch lange nicht! Das war nur der leichte Teil!

Nun muss der Schoner passend gemacht werden. Dieser hat aber einen Reißverschluss außen herum den ich so gut es geht erhalten will. Das kostet ganz schön Überlegungskünste. Zumindest für mich. Für Profis bestimmt nicht.

Ich entferne an der geschnittenen Seite mit 1cm Reserve den Reißverschluss vom Deckel, markiere den Boden und schneide dort weg was nun zu viel ist. Nähe alles so zusammen das ich auf dieser Seite den Reißverschluss schließen kann, fixiere dies mit Heißkleber damit es sich nicht mehr öffnet, setze den Reißverschluss neu an und kann den Rest des Schoners schließen. An den Ecken improvisiere ich etwas aber da kommt ja eh ein Laken rüber.

Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Und es war bis auf ein paar Dinge auch kein Hexenwerk. Ich würde sagen mit etwas Handwerklichem Geschick gut machbar.

So sehen sie fertig aus 🙂

Ich bin sehr zufrieden. Jetzt müssen sie nur noch passen.