Ich habe immer gedacht,die Zeit wäre ein Dieb, die mir alles stiehlt, was ich liebe.
Aber jetzt weiß ich, dass sie gibt bevor sie nimmt.
Jeder Tag ist ein Geschenk.
Jede Stunde
Jede Minute
Jede Sekunde
Alice im Wunderland

Ich habe immer gedacht,die Zeit wäre ein Dieb, die mir alles stiehlt, was ich liebe.
Aber jetzt weiß ich, dass sie gibt bevor sie nimmt.
Jeder Tag ist ein Geschenk.
Jede Stunde
Jede Minute
Jede Sekunde
Alice im Wunderland

Wir verlassen die schöne Vlychon – Bucht auf Lefkas um durch die fahrende Brücke nach Preveza zu segeln.
Die Fähr-Brücke soll eigentlich für eine ganze Weile geschlossen sein da die Inspektion und die anschließenden Gutachten fehlen. Als wir mit dem Auto in Lefkas waren sah ich aber das die Brücke sich für eine Fähre öffnete. Ich ging mit Lukas zur Polizei und fragte ob sie nun wieder offen sei, da sie sich ja geöffnet hatte. Der Polizist schaute mich ganz böse an und sagte:“ Nein, die Brücke habe sich nicht geöffnet!“ Ich daraufhin:“ Ich habe doch gesehen das die Fähre durch die Brücke gekommen ist.“
Der Polizist:“ Nein, es ist keine Fähre gekommen!!!“ ???? 🤔 Somit bin ich wieder davon gestapft.
Ein Vercharterter sagte Lukas auf dieselbe Frage:“ Ja, die Fähre darf durch, ich könnte ja versuchen mich an sie zu hängen und auch durch zu fahren. 🧐 Daraufhin fotografieren wir erst mal den Fahrplan der Fähre. Das probieren wir natürlich. Denn sonst müssten wir wieder zurück und um die ganze Insel herum.
So geht es nach einem gemütlichen Frühstück Richtung Lefkas Brücke. Das Wetter ist recht ruhig und wir motoren in das wunderschöne Feuchtgebiet vor Lefkas das durch eine Bojen-Straße sehr gut markiert ist.









An der Stadtmole machen wir fest und warten auf den richtigen Moment, bunkern Wasser und befreien uns nach einem Malheure von der Trippleine des Mooringseils im Bugstrahlruder.(Das ist das Seil das uns im Hafen an Ort und Stelle hält)

Dann ist der Moment gekommen. Die Fähre legt ab, wir schmeißen los und hängen uns direkt hinter sie. Diese Idee haben aber auch andere und wir müssen ein kleines Wettspiel daraus machen. Auf unserer Seite versuchen es zehn Boote😬. Aber es geht gut. Die Fährfrau hat Erbarmen und lässt alle durchfahren. 🙏 Ob das noch lange so geduldet wird glaube ich aber nicht.
Für uns ist es gut, so können wir auf den direkten Weg nach Preveza segeln. Denn von dort wollen Anja, Lukas und die Kids eine viertägige Reise an Land machen.
Der Wind ist gut aber der Schwell durch den Starkwind vor Albanien recht hoch. Anja geht es nicht gut aber es ist ja nicht weit und bald sind wir im Kanal vor Preveza. An der Stadtmole finden wir Platz und können uns sogar mit einer Mooringleine fest machen. Wir genießen die Stadt gehen aber am nächsten Tag in die benachbarte Bucht. Es ist einfach schöner. Hier können wir baden und haben unsere Ruhe. Uns stört es nicht mit dem Dinghi an Land zu fahren. Auf diesem Weg retten wir noch ein anderes Dinghi vor dem ertrinken.

Tags drauf fahren wir mit der Alina auf die andere Seite und Peter setzt mich und Lukas dort ab. Denn wir wollen das Mietauto vom Flughafen holen. Es ist nur ein zwanzig minütiger Spaziergang von dort und deshalb kein Problem. Peter fährt zurück in die Bucht und ankert mit Anja wieder an der gleichen Stelle. Wir sind bald wieder mit dem Auto bei den anderen.
Nun kann Anja, Lukas, Lio und Liara gemütlich am nächsten Tag zu ihrem Landausflug starten.
Ich bemerke das ein Englisches Schiff dem Land etwas zu nahe gekommen ist und sich festgefahren hat. Da ich glaubte das sie selber frei kommen wartete ich noch etwas bis ich es den anderen sagte. Peter und ich fahren mit dem Dinghi rüber. Auf dem Weg dorthin schlage ich meine Idee mit dem Spifall vor.
Wir fragen den Engländer ob er Hilfe braucht , was er dankend bejaht. Wir lassen uns das Spifall geben (ein Seil das bis zur Mastspitze geht) und versuchen im rechten Winkel das Boot etwas auf die Seite zu legen. Nach zwei, drei Minuten ist es geschafft. Das Boot ist wieder frei und wir haben einen Engländer glücklich gemacht.

Als die vier von Bord sind wittmen wir uns kleinen Arbeiten und segeln nach Vonitsa. Wir genießen den Ambrakischen Golf und segeln mit Delfin Begleitung zurück nach Preveza an die Stadtmole.



Dort tanken wir Wasser und legen uns dann aber wieder in die Bucht und warten auf Lukas der mit seiner Familie und tollen Erlebnissen auch bald wieder an Bord ist.

Nachdem der letzte Blog über unser gemeinsames Leben an Bord ging, wollen wir uns der geographischen Route nochmal etwas widmen. In Zakynthos angekommen, über Kefalonia geht es nun nach ca. 2,5 Wochen nach Ithaki. Dort verholen wir uns sicher mit Landleinen in einer so kleinen Bucht, das es zwangsläufig auch eine einsame Bucht ist, denn mehr Platz als für die „Dicke Lady“, so wird Alina liebevoll an Bord genannt, bietet diese Bucht beim besten Willen nicht. Hier lassen wir die Seele baumeln. Lesen, schnorcheln, baden, tauchen und entspannen.


Auf Ithaki besuchen wir auch die Hauptstadt Varti. Eine große Bucht in der annähernd 200 Boote geankert haben. Und wir mitten drin.
Mitten in der Nacht frischte der Wind plötzlich auf und wurde zu bedrohlichen Gewitterböen. Innerhalb weniger Minuten kam leben in die Bucht. Peter und ich hängten in Windeseile die Wäsche am Geräteträger ab und legten diese unter Deck wieder aus. Plötzlich sagte Peter: „Boa schau mal da.“ und wir blickten nach draußen wo unser Solar- Paneel gerade eine Nahtoderfahrung mit dem Heck eines Katamarans machte. Er muss es ungelogen nur um Zentimeter verfehlt hatten oder wie Peter es ausdrückte: „ Wir konnten das weiße in den Augen unsrer Feinde sehen.“
Nach der Nacht segelten wir inmitten von gut einhundert Standgenbooten als einzige Segler wieder aus der Bucht heraus. Die Boote tanzten über die Wellen wie schwärme von Moskitos in der Luft. Es war wirklich unglaublich was für eine Anzahl an Booten in eine Bucht passen.

Nach Ithaki besuchten wir Atokos, den Schweinestrand und verbrachten einen Tag bei den wild/zahmen Wildschweinen am Strand. Lio war ganz begeistert und die gefräßigen Tiere schwammen bis zu den Booten wenn dort mit Essen gelockt wurde. Lukas konnte es sich nicht nehmen lassen sich an einem schwimmenden Eber festzuhalten und mitziehen zu lassen, doch als dieser ein Warnendes grunzen von sich gab, zog sich unser Schweinereiter wieder zurück.

Nach Atokos ging es nach Kalamos. Auch hier verbrachten wir einige Tage in einer sehr schönen Bucht und während Lukas und ich mit den Kindern zum 7 km entfernten Hafen wanderten, segelten Martina und Peter das Boot dorthin. Nachdem wir den örtlichen Bäcker unsicher gemacht hatten und auch die Tavernen nicht verschont geblieben sind, führte unser Weg uns nach Arkoudi. Eine kleine Insel mit noch kleineren Buchten und einer herrlichen Ruhe.

Von Arkoudi ging es nach Meganisi zu einer Bucht, die mit Steilwänden umgeben ist. Eine atemberaubende Atmosphäre mit noch atemberaubenderem Wasser. Zum Glück ist die mitgebrachte Drohne in der Lage diese einzigartige Kulisse festzuhalten. Einfach nur ein toller Ort.

Von der Südseite Meganisi geht es dann auch schon weiter auf die Südseite von Lefkada um einen ausgiebigen Tauchtag zu machen. Unterwasser entdeckten Lukas und ich unsere lang ersehnten „Nudibranches“ also Nacktschnecken die munter an den Steinen umherschleichen. Auch die Röhrenwürmer machten die sonst so triste Einöde unter Wasser etwas bunter. Während des zweiten Tauchgangs, den Peter und Lukas absolvierten, wurde der Schwell über Wasser unerträglich. Also legten Martina und ich unter Frauenpower ab. Gnädigerweise sammelten wir die Jungs auch wieder ein und zusammen flüchteten wir uns nach Vasiliki. Dort blieben wir jedoch nur eine Nacht.


Von Vasiliki ging es dann weiter in den Norden von Meganisi. Hier machten wie zur Abwechslung mal nicht das Wasser, sondern das Land unsicher und aßen das beste Pita- Gyros das wir bisher in Griechenland gegessen hatten. Martin und Peter besuchten noch alte Freunde die sie bei ihrem letzten Stopp auf Meganisi kennen gelernt hatten und nach dem Land, machten Peter und Lukas dann auch das Wasser unsicher.



Nach Meganisi segelten wir in die tiefe Bucht von Nidri um dort den Starkwind abzuwettern. Das gab uns die Möglichkeit den örtlichen Wasserfall zu erkunden. Leider führte dieser keinen einzigen Tropfen Wasser. Doch die anschließende Wanderung mit Blick über die Bucht von Nidri und ihren vielen Inseln entschädigte uns mehr als genug. Per Auto fuhren wir auch nach Lefkas- Stadt und schlenderten dort durch die kleinen, bunten Gassen. Eine wirklich schöne Altstadt.




Soweit unsere bisherige Route als 6er- Crew. Weiter geht es beim nächsten mal mit unser wirklich spannenden durchfahrt durch die gesperrte Brücke bei Lefkas.
Heute schreibt jeder wie sie/er es nach einem Monat an Bord, empfindet.
Endlich wieder segeln und den ganzen Tag mit der Familie verbringen. Morgens weckt uns Lio zwar schon früher als uns lieb ist, aber es mach an jedem Tag wieder Spaß aufzustehen und das Bootleben zu starten. Morgens schwimmen so oft es geht. In der Bordküche für alle kochen und mit dem Kleinen im Wasser planschen. Wir haben alle etwas gebraucht, bis wir uns auf einen gemeinsamen Rhythmus eingespielt haben und jeder sich soweit angepasst hat, dass es für die anderen auch ein schönes Miteinander ist. Ich genieße die Segelarbeit und das Endecken der verschiedenen Orte. Mal eine einsame Bucht und mal ein verträumtes Städtchen. Ich versuche so oft es geht das Apnoe-Tauchen zu trainieren und suche immer wieder nach Tauchplätzen für das Gerätetauchen. Mit Martina hat es auch gut geklappt, die ersten Tauchübungen und -gänge zu machen. An Board kommt die Zeit zu viert leider etwas zu kurz, dafür hat jeder auch mal Zeit für sich alleine. Wir planen aktuell einen kurzen Landtrip (4 Tage) nur zu viert und danach lassen wir den zweiten Monat an Board ausklingen. Anja und ich sprechen immer wieder über unseren (meinen) Plan, auch eine Weltumsegelung zu machen. Das freut mich dann sehr und wir träumen etwas zu zweit.
Lukas







Boatlife bedeutet für mich alltägliche Dinge weit weg von Zuhause vor traumhaften Kulissen zu machen. Haare schneiden in einer einsamen Bucht, oder kochen mit Blick auf eine Steilwand. Es bedeutet Lio nicht durch spazieren gehen müde zu machen, sondern mit Schwimmflügeln zum Strand zu schwimmen. Es ist eine intensive Zeit mit unsrer Tochter Liara da ihr Bruder Lio mittlerweile an den Großeltern klebt wie ein „babbets Gutzel“ (klebriges Bonbon) und sich diese wirklich liebevoll und mit großem Einsatz um ihn kümmern. Es bleibt mehr Zeit zum kuscheln, lesen, oder schwimmen. Der Tierpark wird durch wilde Schweine und Ziegen am Strand ersetzt und die tägliche Sporteinheit wird bei dem gewackel nicht nur zum Kraft-, sondern auch zum Balanceakt. Einen kleinen Wirbelwind auf so engem Raum zu haben bedeutet, noch mehr als zuhause, aufräumen, aufräumen und aufräumen. Irgendwie ist vieles gleich und doch völlig anders. Es macht Spaß, es ist anstrengend und manchmal, gerade in der Mittagsschlafzeit von Lio, auch sehr friedlich.
Anja








Nach dem „Umbau“ von Alina zum Familienboot fühlen sich alle nach der Eingewöhnung wohl an Bord. Lio als „Kapitän“ weckt die Mannschaft und mit einem nonstop Programm geht es rasant durch den Tag. Für alte Opas ist es schon eine Herausforderung mit zu halten. Schwimmen, spielen, tauchen, segeln, und immer wuselt es zwischen den Füßen. Nach kurzer Zeit, wird man aber entspannter, wenn Lio auf dem Boot oder im Hafen turnt. Die Enkel so nah und intensiv mit den Eltern zu erleben, freut mich riesig und ist ein großes Geschenk. Wir fahren Buchten an, die wir zu zweit nicht besucht hätten, kochen außergewöhnliche Gerichte, lachen gemeinsam wenn Lio mit Sport macht und gehen am Abend ins kalte Wasser, weil er sich beim Schwimmen austoben will. Kurz gesagt vieles ist anders aber richtig schön. Tja Großeltern sein ist kein Kindergeburtstag. Liara macht in dieser kurzen Zeit eine Entwicklung durch, dass ich staune. Sie ist am Lachen und brabbeln und planscht sogar mit uns im Wasser. Ich bin dankbar, dass sich Anja und Lukas dafür entschieden haben die Elternzeit hier an Bord zu verbringen und freue mich schon auf den kommenden Monat und vielleicht ein nächstes Mal.
Peter
Es ist schon eine riesen Umstellung. Nicht nur der enge Raum sondern auch nach dreißig Jahren,😱(sooo lange schon?), zwei Kleinkinder 24/7 um die Ohren zu haben. Aber ich muss sagen ich möchte keine Sekunde dieser intensiven Zeit missen. Ja, es liegen immer irgendwo volle Windeln herrum, ja die Kleine kotzt in jedes Eck ( am Ende machen wir einfach alle einen großen Bootsputz😉), ja es liegen immer tausend Sachen herum die aufgeräumt sein sollten, ja unser bisherige Tagesablauf ist passe’ und wir richten uns mit jeder Körperzelle nach den Kindern und ja es ist manchmal sehr anstrengend. Aber soooo nah werden wir unseren Enkeln wohl nie wieder sein. Und ich genieße es auch sehr, besonders Lio etwas zu verwöhnen. Die Eltern mögen es mir verzeihen🙏.
Der Bordalltag wird natürlich von den beiden bestimmt. Wann geschlafen wird und wann getobt wird. Beim Rest hat sich nicht viel geändert. Es muss nur viel mehr eingekauft werden, es gibt feste Essenszeiten, wir produzieren viel mehr Müll der gemanagt werden muss und wir machen neuerdings einen Essensplan. Der Wasserverbrauch ist natürlich enorm gestiegen und wir müssen bei jeder Gelegenheit Wasser machen auch wenn manchmal nicht die Sonnenenergie zur Verfügung steht. Energie wird natürlich auch viel mehr verbraucht da einiges geladen werden muss. Aber bisher hat es noch gut geklappt. Doch je später es in den Herbst geht desto enger könnte es werden.
An Bord klappt es also sehr gut zu sechst.
Nun sind wir ein paar Tage alleine da die Vier einen Viertägigen Ausflug machen. Wir machen in der Zeit kleinere Reparaturen und genießen andere Segler bei einem Essen oder einem Bier.
Dafür hatten wir nun doch keine Zeit in diesem Monat 🤣 doch hier das ist jetzt viel wichtiger!! Martina














9.9.24-15.9.24
Nach einer Woche verlassen wir Zakynthos und segeln nach Kefalonia in die tiefe Bucht der Hauptstadt Argostoli. Denn es sind wieder schwere Gewitter angesagt. Es ist eine gut geschützte Bucht. Nachdem Lukas, Anja und die Kids etwas einkaufen waren und wir wieder alle zusammen beim Essen an Bord sind, beginnt es auch schon zu schütten. Der Wind legt zu aber alles ist gut. Nachts toben um uns rum die Gewitter und es schüttet immer wieder. Wir liegen gut und ich mache mir gar keine Sorgen. Nur etwas aufmerksamer ist man doch.



Wir bleiben noch zwei Tage in der Stadt und machen kleinere Wanderungen zu den Wassermühlen, zum Leuchtturm und zur englischen Brücke.







Kefalonia ist die größte Ionische Insel und hat den imposanten Berg Ainos der uns wohl auch das schwere Wetter vom Leib gehalten hat. Wir besuchen schöne Buchten und mieten uns in der Stadt Sami ein Auto um das Inland kennen zu lernen. Die einzigartigen Pinienwälder und die bezaubernden goldenen Strände. Wir besuchen Städtchen die beim großen Erdbeben 1953 stehen geblieben sind und eine tollen Scharm verbreiten. Wir sehen wie das Meer die Farbe verändert und bewundern die venezianische Festung von Assos aus der Ferne. Wirklich traumhaft!













Unter Kefalonia fließt ein Flusssystem das sogar tiefer wie der Meeresspiegel in den Melissani-See der Drogarati-Höhle auf die andere Seite fließt. Die Farben des unterirdischen Sees sind traumhaft da bei dem Erdbeben damals die Decke einbrach und die Sonne das Wasser tief grün bis türkis scheinen lässt.



Wir genießen es wirklich als Familie unterwegs zu sein. Wir rücken immer enger zusammen und das ist sehr schön. Lio ist schon voll und ganz angekommen, liebt es nach anfänglicher Angst im Meer zu schwimmen und ist fast nicht mehr raus zu bekommen. Oma und Opa werden im Wechsel in Beschlag genommen die ihn natürlich auch etwas verwöhnen😉.
Die kleine Liara merken wir zu Anfang gar nicht da sie noch sehr intensiv an ihrer Mutter klebt. Außer das man sie mal hört. Lukas genießt es zu segeln und immer wieder mal zu tauchen. Er ist mir ein sehr guter Lehrer und führt mich ganz langsam und behutsam dazu mit ihm zu tauchen.




Anja ist noch ganz eng mit Liara zusammen und hat leider noch nicht die Gelegenheit sich am segeln zu beteiligen. Aber das wird noch mit großer Sicherheit kommen.
Sie machen es echt gut als Eltern!




Am letzten Tauchspot drehe ich mit der Alina meine Runden während ein stärkeres Gewitter runter kommt und Lukas und Peter im Wasser sind. Kaum sind sie wieder an Bord nehmen wir Kurs auf Ithaka die Insel des Odysseus.
Noch ein paar Gutzeln




Hallo liebe Alina Community! Mein Name ist Lukas und ich bin der Sohn von Martina und Peter. Ich werde als Gastautor in den kommenden Wochen auch Beiträge veröffentlichen. Ich bin mit meiner Frau Anja und meinen Kindern Lio und Liara für 2 Monate bei meinen Eltern zu Besuch. Wir machen Elternzeit auf dem Boot.
Am 1. September starten wir mit 2 Koffern, 3 Rucksäcken und viel Vorfreude von Frankfurt aus mit Lufthansa nach Zakynthos Airport. Der Start wurde glücklicherweise auf 7:35 nach hinten verlegt. Dadurch mussten wir mit den Kids nicht zu früh am Flughafen sein. Nach einem reibungslosen Flug und netten Sitznachbarn, landen wir um kurz nach 11 Uhr Ortszeit auf Zakynthos. Mit dem Taxi fahren wir direkt bis auf die Mole, an der Alina festgemacht ist. Martina und Peter erwarten uns schon freudig und es gibt ein großes Wiedersehen und Hallo. Taschen verräumen und umziehen – Zack Urlaub.
Lio bekommt nachträglich zum Geburtstag noch eine Kleinigkeit: Ein Mini-Planschbecken und Mal-Zeug. Perfekt! Er will natürlich direkt rein und das wird sofort von den begeisterten Großeltern umgesetzt.

Den Abend verbringen wir in Zakynthos Stadt und lassen ihn bei gutem griechischen Gyros ausklingen.
Wir haben uns vorgenommen die Süd- und Westküste von Zakynthos über und unter Wasser zu erkunden. Peter ist voller Tatendrang, da er endlich mal mehr Tauchen kann. Das liegt auch an den Upgrades am Tauchkompressor, die wir von Deutschland mitgebracht haben. Wir erkunden die White Cliffs und die vielen Höhlen. Wir liegen in einsamen Buchten mit mehr oder weniger Schwell und genießen die Familienzeit. Lio ist zu beginn noch vorsichtig im Wasser, paddelt aber beim zweiten mal schon alleine mit Schwimmärmeln in der Flut. Hilfe lehnt er entschieden mit dem Ausruf: „ALLEINE!“ ab.


Während der Große die Freuden des Wassers genießt verbringt die Kleine Maus die meiste Zeit mit schlafen in der Trage an Mamas Bauch.
In Agios Nikolaos im Norden Zakynthos’ gehen wir an eine Boje und erkunden am nächsten Tag die Insel mit dem Auto.
Hier unsere Impressionen von Zakynthos:










Das nächste Ziel ist Kefalonia und (hoffentlich) einsame Buchten.
Bis nächste Woche.
Grüße aus der Elternzeit, oder wie manche es nennen: Urlaub!
Nach einer angenehmen Überfahrt vom Festland kommen wir in der großen Bucht von Lagana auf Zakynthos an und legen uns vor den kleinen Ort Keri ins Ankerfeld.



Wir suchen uns immer Sandfelder denn wir wollen unseren Anker nicht ins Poseidonia-Gras legen. Dort findet die Fischbrut Schutz und auch die Jungfische können sich dort verstecken. Diese riesige Bucht ist ein Nationalpark. Hier legt von Mai bis August die unechte Karettschildkröte ihre Eier in tiefen Mulden in den Sand und die Sonne brütet sie aus.
Doch wir sind ziemlich schockiert. Wahnsinnig viele kleine Boote die man mieten kann schießen hier durch die Gegend. Auch in Bereichen wo es eigentlich nicht getan werden soll. Aber die Bucht ist auch in drei Teile eingeteilt. Nur in einen relativ kleinen Bereich darf niemand rein.
Wir lassen uns in dieser Bucht viel Zeit denn wir genießen das ankommen, faulenzen ein paar Tage, schauen uns die berühmten Höhlen von Keri an, lernen andere Segler kennen und bereiten das Boot für Lukas, Anja, Lio und Liara vor.














Ich habe Relingsnetz besorgt das wir komplett außen herum legen.
Als wir damit fertig sind segeln wir gemütlich an der Westküste nach Zakynthos Stadt und liegen einige Zeit vorm Hafen vor Anker. Es ist ziemlich rollig da viele Boote vorbei fahren aber in der Nacht ist es eigentlich ruhig.
Wir schauen uns in der Stadt um und gehen bald wieder Anker auf Richtung Norden und schauen uns etwas um. So kennen wir uns etwas aus wenn Lukas kommt und wissen was machbar ist.



Ein paar Tage vor ihrer Ankunft segeln wir wieder nach Zakynthos Stadt und suchen uns einen Platz in der Marina. Dort müssen wir auch zwei heftige Gewitter abwettern.
Beim ersten Gewitter retten wir an einem verlassenen Catamaran den Rest des Vorsegels das aber leider schon zerrissen ist. Es war nicht gut gesichert und hat sich komplett gelöst und heftig geschlagen. Dabei ist es kaputt gegangen. Peter, ich und ein Australischer Segler gehen an Bord und retten den Rest.



Wir liegen Gott sei Dank sehr sicher.
Beim zweiten Gewitter, das noch heftiger ist, helfen wir zwei anderen Booten sich an einen besseren Ort zu verlegen. Das eine lag ziemlich am Eingang des Hafens und schlug immer wieder heftig an die Mole.
Das zweite setzte mit dem Kiel immer wieder auf Grund da das Wasser fast um einen Meter im Sturm gesunken war. Beide sind tiefer in den Hafen und lagen bald sicher. Die Segler Gemeinschaft hat wieder mal gut funktioniert!
Dann hieß es nur noch warten. Wir waren sehr aufgeregt und konnten es gar nicht mehr abwarten bis die vier endlich mit dem Taxi im Hafen ankamen. Es war ein sehr schöner Moment die kleine Familie zu sehen denn die Jüngste hatten wir bisher nur auf Bildern kennen gelernt und konnten sie nun live erleben.
Jetzt beginnt für uns ein wahres Abenteuer. 2 Monate auf kleinstem Raum mit zwei Kleinkindern und ihren Eltern. Ich wünsche uns allen viel Geduld und Nachsicht und besonders viel Kraft und hoffe das wir uns nach dieser Zeit immer noch gerne sehen😊.
Drückt uns die Daumen.
Als wir nichts mehr zu essen haben ( bei dem Gedanken könnten wir immer noch eine Weile überleben🤣) segeln wir weiter.
Wir segeln in die große Navarino Bucht bei Pylos ans Festland und verbringen dort einige Tage in verschiedenen Ecken der riesigen Bucht. Hier kann man in ruhigen Ecken ankern oder legt sich vor die Stadt und kann alle Besorgungen machen. Was wir natürlich auch tun. Außerdem mieten wir ein Auto für einen Tag und fahren in die Umgebung und besichtigen den berühmten Nestor Palast, gehen etwas wandern und genießen in den Bergen die alte Chora.







Wir sind in der Nähe von Kalamata. Somit ist jede Ecke von Olivenbäumen in Beschlag genommen. Wunderschöne Täler mit teilweise ur-uralten Bäumen.




Irgendwann geht es dann weiter nach Kyparissia.

Diesen Hafen kennen wir schon. Hier gibt es nichts besonderes und dennoch bleiben wir etwas. In einem Cafe erfahren wir das in den Bergen am Abend ein Weinfestival stattfindet. Peter erzählt begeistert unserem Französischen Nachbarn davon die sich dann auch begeistert an uns hängen und mitgehen.
Wir ordern also ein Taxi und fahren hoch ich die beeindruckende Berglandschaft zu der Stelle wo das Weinfestival sein soll. Als wir dort ankommen stellt es sich heraus das es ein Open Air Konzert auf dem Gipfel eines Berges an einem alten mykenischen Grab ist.






Es gibt zwar kein Wein und kein Zuessen, aber wir haben an einem herrlichen Ort ein wunderschönes Konzert mit einer bezaubernden Kulisse. Um halb zwölf sind wir wieder am Hafen.
Durstig und hungrig🤪. Aber wir trinken noch ein großes Bier mit unseren französischen Nachbarn und das ist ja bekanntlich auch eine Mahlzeit.😉
Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den beiden und machen uns auf den Weg über Katakolon nach Zakynthos in die Lagana Bucht vor Keri. Denn bald kommt Lukas mit seiner Familie für zwei Monate an Bord und wir haben noch einiges vor zu bereiten.
Aber bis dahin haben wir noch genug Zeit
Nun sind wir raus aus der windreichen Ägäis und ich bin auch ganz froh drum. Es war bisher ein sehr anstrengendes windreiches Jahr und ich hoffe hier im ionischen Meer auf etwas angenehmere Winde zu stoßen.
Wir liegen in einer Bucht vor dem westlichen Finger und kommen einfach nur an. Wir genießen die Ruhe mit sehr viel Zeit. Hier bleiben wir ein paar Tage, wandern zum alten Leuchtturm und hoffen ein Kri Kri zu sehen. Diese sind eine wilde Urform der Ziegen und wurden hier ausgesetzt zum Erhalt aber auch zum Vergnügen. Denn diese unbewohnte Insel nimmt ein Jagt-Verein in Anspruch. Der kontrolliert den Bestand und sagt an wann dort gejagt werden darf.

Eigentlich darf man nicht auf die Insel aber es wird geduldet das man zum Leuchtturm wandert.
Morgens starten wir recht früh damit es noch nicht so heiß ist bleiben aber noch etwas an einem deuten Boot hängen.
Dann aber los! Es ist ein schöner Natur Weg über die Insel hoch zum Leuchtturm. Erst im Schatten niedriger Bäume und dann mit offener Sicht.
Der Leuchtturm ist beeindruckend. Sehr alt und stellenweise auch schon eingestürzt. Die alte Technik wurde vor kurzem erst auf Solartechnik umgestellt. Nun ist eine sehr starke winzige LED Lampe an einer kleinen Batteriebank angeschlossen die wiederum von ein paar Solarpaneelen gespeist wird und über einen Dämmerungsschalter eingeschaltet wird. Klasse wie wenig man braucht.






Peter inspiziert alles ganz genau. Leben tut hier niemand mehr, nur die Jäger scheinen es als Unterschlupf zu nutzen. Aber früher gab es hier Leben. Entweder vom Leuchtturm Wärter oder von Soldaten.
Auf dem Rückweg zum Boot sehen wir das die Deutschen ablegen. Es soll 20 kn Wind geben und sie flüchten zum Festland. Ich merke das uns die Ägäis abgehärtet hat. Wir finden 20 kn hier sehr sicher und bleiben noch.
Abends entdecken wir dann sogar einen Kri Kri und genießen den majestätischen Anblick.



Es ist toll hier einige Tage zu bleiben und zur Ruhe zu kommen. Wir erledigen einige kleine Arbeiten am Boot wie Unterwasserschiff putzen, eine Seite des Rumpfes putzen, Edelstahl reinigen, Dinghi-Motor-Ölwechsel da ja noch Salzwasser drin ist, Davids (da wo das Schlauchboot dran hängt) verbessern, am Ruder war ein Geräusch das wir kontrollieren müssen (waren Gott sei Dank nur Muscheln), Wasserfilter vom Wassermacher kontrollieren, Blog schreiben, Büro machen aber auch schwimmen gehen und lesen.
Als wir keine frischen Nahrungsmittel mehr haben wollen wir ans Festland segeln da wir einkaufen müssen. Leider müssen wir unseren ersten Kurs auf der Westseite der Insel abbrechen weil wir sehr hohe Wellen und 25kn Wind direkt auf die Nase haben.
Wir drehen ab und segeln an der Leeseite vorbei was viel angenehmer ist, machen Wasser und ankern vor der Steilküste der Peloponnes. Wir können hier zwar nicht einkaufen aber das ist nicht schlimm. Wir haben eh vergessen das heute Sonntag 🤣.
Manchmal vergisst man einfach die Zeit!
30.7.-4.8.24
Wir starten unseren Weg von der Insel Kythira Abends um fünf um über Nacht zu unserem Ziel auf den westlichen Finger der Peloponnes zu segeln. Wir erwarten drehende Winde aber nicht sehr stark und es ist leider der beste Moment. Denn sonst müssen wir noch fast eine Woche bleiben da der Wind wieder sehr stark werden soll.
Wir setzen in der Bucht schon das volle Groß und haben aber nicht bedacht das es um die Insel immer stark bläst. Wir kämpfen die erste Zeit mit Starkwind der uns aber auch mit über 9 Knoten dahin fliegen lässt. Kaum haben wir etwas Abstand zur Insel wird es auch wieder weniger und mein Muffen sausen normalisiert sich. Es ist schöner Wind und wir kommen gut voran. Peter legt sich früh hin und ich kämpfe mit dem immer weniger werdenden Wind. Bald kommen wir an eine stark befahrene Schifffahrtsstraße und ich hole bei sehr wenig Wind das Vorsegel ein und mache den Motor an. Noch erkennt man die riesigen Schiffe mit dem Restlicht aber bald ist es auch schon stockdunkel und man erkennt nur noch winzige Fahrlichter. Außer die Cruiser, die sind wie ein Tannenbaum hell erleuchtet.🤣
Gott sei Dank haben wir AIS. Das ist ein System, da können wir auf unserem Bildschirm alle Schiffe sehen die AIS haben. Ich kann schauen wie sie heißen, wie schnell sie sind und wie nah sie uns maximal kommen. Schon sehr praktisch. Und die anderen sehen uns natürlich auch.
Auf dem Bildschirm sehe ich die Dichte der Schiffe durch die wir durch müssen. Wirklich gruselig und es erfordert eine 100 % ige Aufmerksamkeit. Erst fahre ich etwas Zick Zack und gebe dann fast Vollgas um im kürzesten Winkel über die Straße zu queren. Ich war echt froh als ich durch war und sich alles etwas entspannt hat.
Die Fahr ist gespickt mit Manövern. Segel hoch, Segel runter, Motor an, Motor aus, In die Richtung kreuzen in die andere Richtung kreuzen. Sehr anstrengend. Auch für den der unten liegt und schlafen will. Denn alles ist ziemlich laut und so hat der Ruhende auch keine Ruhe.
Um eins gebe ich an Peter ab. Ich bin kaputt und kann nicht mehr. Auch er kämpft in den nächsten Stunden mit dem schwankenden Wind. Um sechs übernehme ich wieder und Peter legt sich noch mal hin. Um neun kommen wir dann auf der Insel Schiza vor der Peloponnes an.
Dies ist eine militärische Insel die für Flugzeuge als Ziel dient. (Heute denke ich nur noch digital im Anflug) In einer Bucht liegt ein Schiffswrack das zu Schießübungen genutzt wurde. In dieser Bucht frühstücken wir erst mal und gehen dann das Wrack erschnorcheln. Man kann gut sehen das es wirklich mal beschossen wurde. Schon etwas Angsteinflößend. Die Natur nimmt es immer mehr ein und einige Rote Feuerfische haben hier ihr Zuhause. Es sind tolle Farben die wir unter Wasser sehen. Aber nun schnell weg nicht das wir noch beschossen werden🤪
Ich drängel schon bald auf die nächste Insel Sapienza, unserem eigentlichen Ziel, zu segeln um zur Ruhe zu kommen. Denn irgendwie fühle ich mich hier beobachtet.
In der Bucht Port Longos bleiben wir erst mal ein paar Tage und genießen es wieder an der Peloponnes zu sein.

Leider gibt es zu diesem Blog keine Bilder. Denn das meiste war ja Nachts. 😉⛵