Auf nach Korfu

Wir starten ganz frĂŒh am Morgen Richtung Korfu. Es ist der letzte Tag mit SĂŒdwind dann soll sich der Wind drehen. Durch den Kanal von Preveza Motoren wir noch, aber kaum sind wir um die letzte Fahrwasserboje setzen wir die Segel mit dem Ziel bis in den nördlichen Teil von Paxos zu kommen.

Antipaxos und Paxos haben wir im Herbst intensiv mit Anja, Lukas, Lio und Liara besucht. Darum soll es nur ein kleiner Zwischenstopp sein.

Wir hatten die ganze Woche von SĂŒden kommend einen Sturm der die Adria hoch pfiff. Hier am Rande ist es vom Wind machbar aber die Wellen von den Tagelangen Starkwinden sind enorm.

Ich schĂ€tze 3-4m hohe Wellen. Aber sehr langgezogen. Sie fĂŒhlten sich wie Atlantikwellen an. Die Wellen kommen von SĂŒdwest. Dazu kommt ein sportlicher Wind aus SĂŒdost. Durch ihn sind wir sehr schnell unterwegs allerdings bringt er auch eine neue Windwelle von SĂŒdost.

Diese Kabbel Welle macht die Überfahrt ziemlich ungemĂŒtlich aber nicht desto trotz rasen wir unserem Ziel, Gaios auf Paxos entgegen. Um die Mittagszeit entscheiden wir uns ganz hoch in den Norden von Paxos zu segeln da wir gut in der Zeit liegen. Kurz vor dem Ziel mĂŒssen wir noch einen schnellen Kreis segeln da eine FĂ€hre nicht einsieht ihren Kurs leicht zu Ă€ndern. Auch wenn sie es mĂŒsste pochen wir lieber nicht auf unser Recht als Segler Vorfahrt zu haben.😉 So kommen wir halt eine halbe Stunde spĂ€ter in Lakka an. Es ist noch recht ruhig hier. Da es draußen ungemĂŒtlich ist gehen wir auch gar nicht an Land sondern genießen den Rest Tag an Bord.

Am nĂ€chsten Morgen ist um halb zehn der gewĂŒnschte Wind da und wir segeln nach Korfu. Nach zwei Stunden ist der Wind weg und kommt auch nicht mehr wieder. Also Motoren wir den Rest nach Petriti und legen uns hier in die Bucht.

Ein netter kleiner Ort mit der grĂ¶ĂŸten Fischfangflotte Korfus. Nun wird ein Gang zurĂŒckgenommen. Wir verbringen hier die Ostertage.

Ostern auf Korfu wird prĂ€chtig und einzigartig gefeiert, wobei alte venezianische und orthodoxe BrĂ€uche vereint werden. In der Karwoche wird gefastet, Andachten und die Erwartung der Auferstehung gefeiert. Dies zieht tausende Menschen in die Stadt und wir beschließen lieber hier im beschaulichen Dorf zu bleiben. So geht es weiter.

Am Karfreitag wird mit Prozessionen der Schrein Christi durch die Straßen getragen.

Am Ostersamstag ist eine Prozession zu Ehren des Schutzpatrons der Insel, des heiligen Spyridon der die Insel vor der Pest bewahrt hat. Um 11 finden sich tausende von Menschen zur „ersten Auferstehungsfeier“ im Altstadtviertel ein. Ein großes Spektakel bei dem mit Wasser gefĂŒllte TongefĂ€ĂŸe auf der Straße zertrĂŒmmert werden. Ein alter Brauch der von den Venezianern ĂŒbernommen wurde. Diese pflegten am Neujahrstag alte GegenstĂ€nde aus dem Fenster zu werfen, auf dass das neue Jahr, Neue bringe.

Am Abend trifft man sich zur zweiten Auferstehungsfeier zur heiligen Messe. Kurz vor Mitternacht verkĂŒndet der Priester „Christos Anesti“ und ein Feuerwerk verkĂŒndet den Höhepunkt.

Ostersonntag in der frĂŒh, ziehen alle Kirchengemeinden mit den Ikonen der Auferstehung durch die Hauptstraßen. Die UmzĂŒge werden von SchĂŒlern und Studenten und den Chören und Marschkapellen begleitet und enden gegen 10 Uhr. Der Nachmittag gehört der Familie, ĂŒberall werden LĂ€mmer gegrillt und es wird zu Ehren der Auferstehung Jesu ausgelassen gefeiert.

Hier im Dorf gibt es all das auch, aber eben entsprechend kleiner und ruhiger.

Wir, gehen auf eine Wanderung und erkunden das Dorf in beide Richtungen, lernen nette Leute kennen und genießen die Ruhe die nun auch langsam uns zur Ruhe bringt.

Auch wenn wir noch einiges am Boot gemacht haben. 😃