Auf ans Festland

Wir haben bis zum römischen Hafen Ostia 80 sm zu segeln und nicht ganz einfaches Wetter.

Aber wir starten heute da der Wind sich sonst gegen uns drehen wird, und wir es dann besonders schwer haben. Die Wellen sind etwas anstrengend und der Wind nimmt auf der ersten Etappe auch gehörig zu. Aber da er mehr von hinten kommt sind 26 kn nicht ganz so schlimm.

Bald realisieren wir das wir bei diesen Wellen und Winden am Festland nicht frei ankern können. Es gibt nur einen Hafen auf unserem Weg und das ist die Marina Nettuno.

Wir funken kurz vor dem Hafen rein und haben Glück, wir dürfen kommen. Auch dieser Hafen ist wie viele etwas am Eingang versandet . Schon eine Seemeile vor dem Hafen sind nur noch 6m unterm Kiel. Schon etwas gruselig. Aber wir schaffen die Einfahrt ohne Probleme und der Mann vom Tower leitet uns in einem perfekten und gut verständlichen Englisch auf unseren Platz. Das ist erwähnenswert da dies leider kaum vorkommt.😉.

Marina Nettuno

Nachdem ich uns angemeldet und bezahlt habe lernen wir erst mal unsere Umgebung kennen.

Nettuno hat eine sehr schöne aber auch sehr kleine Altstadt direkt am Hafen. Es gibt riesige und zig Kilometerlange Strände. Diese Gegend ist den nicht so betuchten Italienern vorbehalten.

Leider ist das meiste in der Neustadt schon etwas runtergekommen und ich vermute auch das hier Nachts die Gangs unterwegs sind.

Für uns ist aber alles super! Wir können duschen, haben eine tolle kleine Altstadt, wir können einkaufen und uns vor dem kommenden Starkwind verstecken. Einfach perfekt.Wir erledigen kleine Dinge und kommen mit unserem Italienischen Nachbarn Roberto nett ins Gespräch.

Nach zwei Tagen geht es aber weiter denn unser Ziel ist ja der Hafen Porto Touristico di Roma.

Wir kommen gut voran und der Wind passt auch. Da wir immer etwas Zeitpuffer einkalkulieren sind wir natürlich etwas zu früh und segeln an der Tiber-Mündung vorbei zu einem toten Hafen.

Das große Hafenbecken existiert aber sonst auch nichts. Für uns ist das egal denn uns genügt dieser Schutz auf gut haltendem Sand. Wir bleiben zwei wunderbar ruhige Nächte und fahren dann in unseren gebuchten Hafen. Denn es soll Sauwetter geben. Viel Wind mit Gewittern. Und in ein paar Tagen wollen wir auch David und Nina am Bolsener See besuchen.

Hier im Hafen haben wir seid sehr langer Zeit auch mal wieder eine tolle Begegnung mit deutschen Seglern die hier ihren festen Liegeplatz haben. Wir freunden uns an und Peters Wissen über vieles wird gern gesehen und auch genutzt.😀 Er geht voll darin auf und genießt dies sichtlich.

Isolde und Hans haben auch ein Auge wenn wir zu David fahren. Das ist schon sehr beruhigend denn bei diesen Winden ist auch hier im Hafen von Rom ganz schön Bewegung.

Hier sieht man einige Boote mit Jugendlichen und einer Nonne oder einem Abt. In Rom ist ein großes Jugend Treffen mit Messe die vom Papst gehalten wird. Die Boote kommen meist auf ihrer Pilgerreise von Frankreich und haben schon eine gehörige Strecke hinter sich gebracht.

Wir verbringen die Abende mit Isolde, Hans und den Kindern. Aber dann heißt es, das Auto holen und auf nach Bolsena.

Ponza

Die Lieblingsinsel der Römer gilt außerhalb Italiens als Geheimtipp. Sie gehört auch zu den Pontischen Inseln und ist einfach mit seinen weißen Steilküsten und türkisblauem, kristallklarem Wasser nicht ohne Grund in den Sommermonaten seeeehr gut besucht.

Die Inselhauptstadt ist in dieser Zeit auch gut besucht und man kann schön zwischen den pastellfarbenen Häusern spazieren gehen. Vielleicht sieht man ja einen Promi😉.

In Italien sind einfach schnelle Motorboote beliebt die gerne durch das volle Ankerfeld sausen und so sollte man nicht auf die Idee kommen zwischen fünf und acht Uhr sein Beiboot ins Wasser zu lassen und mit dem Motor zu bestücken. Denn dann herrscht „Rushour“ und es gibt wahnsinnige Wellen. Ähnlich wie an der Amalfiküste. Den Fehler haben wir einmal gemacht und es ist nur nichts passiert weil wir uns akrobatisch verrenkt haben. 🤣 Aber wenn man es weiß gewöhnt man sich so langsam daran.

Wir besuchen je nach Wind verschiedene Buchten, segeln rüber auf die kleine Nachbarinsel Palmarola und wieder zurück nach Ponza.

Wir beobachten Helikopter die den Besuch auf die Megayachten bringen und Abends schauen wir uns die Leute beim flanieren an. Natürlich immer „bella Figura“.

Man merkt schon, wir lassen uns Zeit denn wir wollen uns mit David und Nina auf dem Festland treffen. Darauf freuen wir uns schon sehr. Landurlaub! Mal weg vom Boot ist auch sehr schön und natürlich die Familie.

Es war lange nicht klar ob es klappt. Ob wir einen Hafenplatz finden der dann auch noch bezahlbar ist. Aber ich habe durch einen Tipp, in Ostia Glück. Der Yachthafen von Rom hat ein Plätzchen für uns. Im Tiber wäre es sicher auch noch gegangen aber dort ist es am Eingang sehr flach und das wollten wir dann nicht.

Ich frage sogar noch zwei Tage früher an und bekomme Platz. Denn es soll Sturm geben und so sind wir dann froh dort sein zu können.

Aber bis dort sind es noch 80 Seemeilen und so machen wir uns dann auf den Weg.

P.S. Als Peter den kleinen Anker geborgen hatte war er total heiß und fand beim schnorcheln noch mal einen Anker. Als er dann runter tauchte und am Anker zog, erkannte er das an seinem Anker noch ein Schiff hang. So hat er ihn lieber unter gelassen. 😂🤣 Wir haben uns noch den ganzen Abend darüber amüsiert.😀

Gaeta,

ist für uns zuerst einmal ein Zufluchtsort denn über Ventotene geht ein Starkwind Feld und wir suchen einen Ort der uns etwas Schutz bietet. Das bedeutet 30 Seemeilen Richtung Festland segeln. Diese Strecke ist etwas besonderes für uns denn wir sehen zwei junge Finnwale. Erst denken wir, es ist ein verloren gegangener Container und das Wasserblasen wird durch die Wellen verursacht. Aber dann können wir es genau erkennen. Einfach magisch. Die Tiere sind eine ganze Weile an der Wasseroberfläche und lassen sich einfach treiben. Als aber ein Motorboot angerauscht kommt tauchen sie ab und wir sehen die großen Fluken wie sie vor dem Abtauchen in die Höhe gehen. Echt ein Wow-Moment. Mit Walen habe ich hier nun gar nicht gerechnet aber scheinbar gibt es in dieser Gegend ein Schutzgebiet. Außerdem sehen wir viele jagende Tunfische die von unserem Köder aber leider nichts wissen wollen😥.Und am Ende des Tages besuchen uns noch Delfine. Was für ein Segeltag.

Wir haben vorher noch nie etwas von Gaeta gehört und sind schon beeindruckt als wir an diesem riesen Felsen vorbeisegeln auf dem das Castello Angioino-Aragonese steht.

Gaeta liegt genau zwischen Rom und Neapel und wir können uns dort vor dem Hafen in die Bucht legen. Dieser Bereich bietet uns genügend Schutz. Wir nutzen die Zeit und gehen mal wieder größer einkaufen, können in der Marina die Waschmaschinen nutzen und mal die Bettwäsche und die Handtücher durch waschen. Alles wird mal wieder klar Schiff gemacht.

Abends sind wir dann in der Stadt unterwegs denn dann werden die Temperaturen langsam erträglich.

Im mittelalterlichen Stadtkern lassen wir uns über viele Treppen und engen Gassen hoch zur Kirche San Francesco treiben. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über den Golf von Gaeta.

Unten im Hafenviertel steht der Dom von Gaeta mit seinem charakteristischen Glockenturm.Die Altstadt ist sehr lebendig und wir genießen es sehr hier zu sein.

An einem Tag wandern wir den Monte Orlando rauf. Wir wollten wegen der Hitze eigentlich früh los aber es wurde doch wieder zwölf Uhr🤣.

Dort oben liegt eine der schönsten Sehenswürdigkeiten, die Montagna Spaccata = gespaltener Berg. Der Legende nach soll sich der Fels bei der Kreuzigung Christi gespalten haben. Dort liegt nun die Wallfahrtskirche aus dem 15. Jahrhundert und ist ein bekanntes Pilgerziel. Zur Grotta del Turco geht es über Treppen zu einer wunderschönen Meeresgrotte. Aber leider haben wir Pech und es ist alles zu.

Also wandern wir weiter zum Mausoleum auf dem Gipfel, das aber leider wegen Restaurationsarbeiten zu ist 😏. Irgendwie haben wir Pech.

Über einen schönen Weg laufen wir zurück in die Stadt, genießen ein Eis und gehen an Bord kochen. Wir sehen mal wieder ein Löschflugzeug, denn im Umland von Gaeta brennt es. Aber er schafft es bis Sonnenuntergang, und das Feuer ist aus.

Da der Wind uns immer noch zu stark ist, bleiben wir noch etwas und besuchen das Castello.

Der eine Teil wird heute von der Gardia Finanzia als Seeschule verwendet. Den anderen Teil besichtigen wir. Ein Teil gab es schon seid dem 6.-7. Jahrhundert und wurde über die vielen Jahrhunderte ständig erweitert oder umgebaut.

Von 1881 – 1990 !! wurde es als Militärgefängnis für Kriegsdienstverweigerer und politische Häftlinge benutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden hier auch die beiden Nazioffiziere Walter Reder, der für das Massaker von Marzabote verantwortlich war und Herbert Kappler der federführend beim Massenmord in Rom von 335 Menschen war, eingesperrt.

Den beiden ging es aber nicht schlecht, sie hatten ein Apartment und andere Häftlinge die für sie arbeiten mussten. Obwohl sie ein vielfaches an Lebenslang bekommen hatten, kamen sie Mitte der siebziger frei und konnten in ihre Heimat zurück. Man munkelt es ist Geld geflossen damit sie diese Privilegien haben können.

Da wird mir ganz schlecht und ich habe mich als Deutsche bei diesen Äußerungen echt nicht wohl gefühlt. Schlimm kann ich nur sagen!

Danach lassen wir uns wieder durch die Altstadt treiben.

Nach ein paar Tagen geht es dann aber weiter denn der Wind stimmt für Ponza.

Auf nach Ischia und Procida

Capri haben wir ausgelassen denn wir hatten keine Lust auf diese immens überlaufene Insel.

Es ist eine schöne Überfahrt die wir sehr genießen. In Ischia habe ich im Hafen angefragt und auch einen Platz bekommen. Das gönnen wir uns mal denn Peter hat Geburtstag. Es ist wahnsinnig heiß, über 40°C und wir warten bis zum Abend bevor wir an Land gehen.

Es ist ein sehr netter, kleiner Hafen mit einem großen Fähraufkommen. Die Boote schwanken sehr stark wenn wieder eine Fähre kommt. Aber wir sind so zwischen den Nachbarbooten eingequetscht das uns nichts passieren kann🤣.Die Stadt ist sehr nett und wir gehen lecker essen.

Eigentlich wollten wir nur einen Tag hier bleiben aber mein Handy hat den Geist aufgegeben und wir suchen jemanden der es reparieren kann. Aber leider gibt es keine Hoffnung mehr.

Der Laden hat auch kein gebrauchtes I Phone . Wir überlegen was wir tun, denn mein Handy ist äußerst wichtig zur Törnplanung, um Wetterdaten abzurufen, Ankerplätze zu finden und mit Häfen zu kommunizieren. Einfach in allem! Die Kommunikation mit dem Ladenbesitzer läuft auch über das Handy. Allerdings seins.😉 Denn die wenigsten Italiener können Englisch.

Er kann uns leider nicht weiter helfen. Dann kommt mir die Idee ob es eventuell in Neapel ein gebrauchtes Handy gibt. Kaum ausgesprochen sitzt er schon am Computer und sagt uns ein paar Minuten später das es morgen früh da sein kann. Der Preis ist ok und somit kann ich am nächsten Morgen das neue Handy holen. Im Hafen konnten wir auch bleiben,also alles perfekt.

Wir nutzen die gewonnene Zeit in der Stadt und fahren mit dem öffentlichen Bus über die ganze Insel und steigen aus wo es uns gefällt.

Als dies alles erledigt ist verlegen wir uns ein Stück weiter direkt neben das Castello Aragonese.

Ischia ist eine Vulkaninsel, die größte im Golf von Neapel, und besitzt unzählige Thermalquellen und Schlammbäder. Im Park von Aragonese gab es in der Vergangenheit viele Wasserläufe und Becken an denen man vorbeischlendern konnte. Nun sind alle trocken und ich vermute das die vielen Hotels das Thermalwasser für ihren Spa Bereich nutzen und diese Quellen nicht mehr im Park ankommen.

Auch an unserem Ankerplatz steigen überall Luftblasen aus dem Grund denn Ischia hat noch zwei aktive Vulkankrater.

Wir genießen den Ankerplatz sehr und das kommen und gehen der Boote. Denn es ist Wochenende und ein Filmfestival beginnt im Castell.

Dann besuchen wir noch St. Angelo ein netter Ort an dem wohl Angela Merkel des öfteren Urlaub gemacht hat. Außerdem waren auch sonst sehr viele Prominente gerne auf dieser Insel. Zum Beispiel Charly Chaplin, JFK, Elisabeth Taylor und einige mehr.

Wir legen uns neben die Stadt und besuchen mit dem SUP ein Thermalbad direkt am Wasser.

Wirklich sehr schön. Bis zu 90°C kommen aus dem Boden und man kann in verschiedenen Becken seine Temperatur wählen. An dem Ort wo es aus dem Boden kommt liegen ein Netz Eier und Kartoffeln die der angrenzende Wirt wohl für seine Küche nutzt😃

Peter genießt das heiße Wasser und ich genieße ein kaltes Getränk🤣

Am nächsten Tag verlassen wir Ischia, segeln nach Procida und legen uns in eine Bucht. Dort wandern wir von diesem netten Ort über die Insel. Es ist Wochenende und in der Bucht herrscht Chaos. Eng an eng liegen die Bötchen. Das ist nichts für meine Nerven. Ich werde fast Wahnsinnig.

Aber Abends ist der Spuk zu Ende und es kehrt Ruhe ein die wir sehr genießen.

Nach ein paar Tagen geht es für uns dann weiter Richtung Pontinische Inseln.

Neapel

Wir legen uns in die große Bucht direkt vor die Altstadt und neben das Castel dell’ Ovo.

Mir ist schon etwas mulmig vor dieser riesigen Stadt. Sie ist mit fast einer Millionen Einwohner die drittgrößte von Italien und wir liegen mit unserer kleinen Alina direkt davor.

Erst mal müssen wir versuchen an Land zu kommen das ist hier in Italien ja leider nicht so einfach.

Wir fahren mit dem Dingi in den Yachthafen und werden erst mal freundlich verjagt. Privat!

Also fahren wir an eine Mauer die nach Stadthafen aussieht. Hier kann aber auch jeder hin!

Aber uns bleibt gar nichts übrig und wir müssen dieses Risiko in Kauf nehmen.

Wir lassen uns treiben. Erst an der Promenade mit seinen Straßenmusikern und dann biegen wir in die Stadt ab.

Diese ist wirklich sehenswert. Lebendig und etwas chaotisch aber liebenswert. Hier leben die einfachen Leute die stolz auf ihren Fußballverein sind der zum 4. mal Meister wurde. Und sie zeigen auch überall das sie Maradona und ihre Stars, vergöttern.

Überall hängt noch der Festschmuck

In ihrer lebendigen Atmosphäre hat Neapel auch eine lange Geschichte und viele Sehenswürdigkeiten.

Wir lassen uns durch das Centrum Storico treiben das zum UNESCO_Weltkulturerbe gehört, wandern die Himmelsleiter hoch zum Castel Sant’ Elmo und genießen auf dem Weg nach unten eine selbstgemachte Zitronenlimonade und dann die Altstadt.

Wir schauen in die Galleria Umberto und sind von der Baukunst total geflasht.

Wir kommen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei wie das Castel Nuovo, das Teatro di San Carlo und die Basilika San Francesco mit seinem großen Platz davor.

Neapel hat seinen Reiz und viel Energie. Mir hat es sehr gut gefallen da sie sehr ehrlich wirkt.

Am ersten Tag war auch alles gut als wir zum Dingi zurück kamen.

Nur am zweiten Tag hatte man uns an einem Teil des Bodens die Luft abgelassen. Aber das waren wohl eher spielende Kinder vermute ich.

Wir genießen die Stadt sehr und sind aber dann auch froh weiter zu ziehen. Nun ist das Wochenende vorbei und man kann es wagen nach Ischia zu segeln. Denn am Wochenende ist es wie überall brutal voll.

PS.

Leider sind ein paar Bilder verloren gegangen denn mein Handy ist leider doch kaputt gegangen. Von wegen wasserdich 😥

Amalfiküste

In Agropoli freuen wir uns auf unseren Besuch. Ute, Elia und Jochen kommen an Bord und wollen uns eine Woche begleiten. Ich mache mir lange Gedanken welche Route wohl am besten ist da hier in Italien die Strecken immer recht lang sind.

Wir entscheiden uns darauf rüber zur Amalfiküste zu segeln denn das wäre eine lange Strecke am Anfang mit sehr ruhigen Bedingungen und dann wären es kürzere Etappen die Küste entlang.

Aber leider zeigt sich schon unterwegs das der Besuch nicht Seefest ist. Da steckt man nicht drin und es kann leider jeden erwischen. Auf der Fahrt über den Golf von Salerno können wir einiges noch durch Ablenkung minimieren aber angekommen an der Amalfiküste leider nicht mehr.

Hier ist es aber auch extrem. Hunderte Boote fahren die Küste rauf und runter und verursachen durch ihr Tempo hohe Wellen die uns meistens am Anker von der Seite erwischen. Und das ist sehr unangenehm. Auch für uns ist das nicht schön denn die Italiener lieben Motorboote und schnelles fahren. Und es ist auch noch Wochenende. Es kommt also alles zusammen.

Die Mädels gehen von Bord an den Strand und überlegen was sie machen wollen. Wieder an Bord ist die Entscheidung gefallen. Sie verlassen uns leider wieder, müssen aber noch eine Nacht aushalten bis sie im Hafen von Arechi wieder an Land gehen. Sie haben eine nette Unterkunft in den Bergen gefunden und werden sogar am Hafen abgeholt, genießt jetzt die gemeinsamen Tage.

Schade für euch, aber das kann jedem so gehen. Es war aber auch sehr heftig!

Wir segeln dann wieder die Amalfiküste entlang und legen uns in Minori an die Boje. Ein sehr netter Ort neben Amalfi. Der Ort ist sehr schön ruhig und wir können mit dem Bus ins überlaufene Amalfi fahren. Es sind nur 10 Minuten die aber ein paar graue Haare verursachen denn die Straße ist sehr eng und der Bus saust nur so dahin.

Als wir in die Stadt laufen entdecken wir die drei Baiertaler und erkunden somit zusammen das Städtchen Amalfi mit seiner tollen Kathedrale und dem besonderen Zitronensorbet.

Nachdem wir uns Abends wieder getrennt haben gehen wir wieder mit dem Bus zurück nach Minori.

Wir wollen noch etwas trinken und lernen dabei die Amerikaner Carmela und Mark kennen die wir auf ihrer Linda Lee schon ein paar mal gesehen haben.

Es wird ein sehr netter Abend und wir alle bemerken erst auf dem Wassertaxi zu unseren Booten das es ziemlich wild in der Bucht zugeht. Die Boote hüpfen so das wir kaum übersteigen können.

Die Nacht wird sehr unruhig und wir gehen recht früh am Morgen von der Boje weg.

Wir fahren die Amalfiküste entlang um die Landzunge von Sorrento herum und genießen den Anblick der Amalfi Küste. Auf der anderen Seite suchen wir eine ruhige Bucht in der wir erst mal etwas bleiben.

Das Problem hier in Italien für uns Segler ist das ans Land kommen. Jeder Strandabschnitt ist ein Lido und somit privat. Da dürfen wir nicht anlanden. Die Häfen wollen es in der Regel auch nicht.

Also was tun.

Da wir eine Wanderung machen wollen beschließen wir an Land zu schwimmen . Wir stecken alles in wasserfeste Säcke und dann los. Das klappt sehr gut und wir haben eine schöne Zeit an Land.

Das zurückschwimmen ist gegen den Wind etwas anstrengender, geht aber auch gut, nur merke ich das in die eine Tasche mit dem Handy Wasser eingedrungen ist. So ein Mist! Ich spüle es gleich mit Süßwasser und trockne es gut. Noch mache ich mir keine Sorgen. Es funktioniert noch alles👍

Am nächsten Morgen beschließen wir nach Neapel zu segeln da der Wind gut dafür ist.

Da wir im Winter mit dem Zug nach Hause fahren, lassen wir Sorrent mit Pompei jetzt aus und machen es dann wenn es kühler ist.

Also auf in die Großstadt Neapel.

Festland Italien

Tropea bis Agropoli

Nach dem Erlebnissen der Vulkane legen wir uns in die Nähe von Tropea in die Bucht. Eine wunderschöne alte Stadt die auf den Felsklippen gebaut ist. Hier bleiben wir etwas und verlegen uns Tags drauf nochmal näher zur Stadt.

Wir fahren mit dem Dinghi in den Hafen, machen dort fest und wandern zur Oberstadt zu einem Supermarkt. Es ist ziemlich weit aber uns tut diese Bewegung gut.

Als wir zurückkommen ist unser Dinghi weg! Der Schreck ist sehr groß, wir sind geschockt. Wir fragen einen jungen Mann in der Nähe ob er was gesehen hat. Er vermutet mit einem verschmitzten Lächeln, das es der Hafenmeister bestimmt geholt hat. Wir sollen mal zum Hafenbüro gehen und dort fragen. Das Büro ist auf der ganz anderen Seite des großen Hafens und wir müssen einen weiten Weg dorthin zurücklegen.

Im Büro bestätigen sie, das sie das Schlauchboot haben und belehren uns das man nicht einfach in den Hafen darf, der wäre Privat. Wir müssen 25 € dafür bezahlen.Ich erkläre das es ja nur kurz, und wir nur einkaufen waren. Er drückt noch mal ein Auge zu und lässt uns springen.

Abends machen wir es dann korrekt. Wir funken rein und fragen an und bezahlen unseren Betrag und können so ohne schlechtes Gewissen die Stadt genießen.

Hier ist die rote Zwiebel berühmt (Cipolle) und wir müssen natürlich ein Gericht mit dieser Knolle essen 🤣.

Eine tolle Stadt mit der vorgelagerten Kirche Santa Maria dell’Isola.

Tags drauf geht es weiter.

Wir bewegen uns die Kalabrische Küste hoch, essen das berühmte Tartufo-Eis in Pizzo, und wollen Richtung Maratea zur schwebenden Madonna auf dem Berg.

Doch bei einem Zwischenstopp bei Torre Sant Nicola, einem tollen Felsbogen, müssen wir Nachts flüchten da sich in die enge Bucht noch ein Pole gelegt hat und plötzlich wahnsinniger Schwell in die Bucht kommt.

Wir wurden wie ein Ping-Pong Ball hin und her geschmissen. Um halb eins in der Nacht haben wir uns entschieden zu flüchten. Es war untragbar. Draußen haben wir erst überlegt wie es weiter geht. Uns bleibt keine Wahl wir müssen über Nacht langsam über diese große Bucht segeln damit wir auf der anderen Seite im hellen ankommen. Gesagt getan!

Da ich hellwach bin habe ich Peter ins Bett geschickt und bin in die Nacht gesegelt. Auch aus der Ferne kann man in der Nacht die schwebende Madonna von Maratea sehr gut sehen.

Irgendwann höre ich immer wieder lautes prusten. Im Mondschein bemerke ich das uns eine große Gruppe Delfine ( die Alina) in die Mitte genommen haben. Fast so als würden wir dazugehören. Total magisch aber auch etwas gruselig. Als der Wind weg ist und ich den Motor anmache, verschwinden die Tiere und ich sehe sie nicht mehr.

Kurz vor Sonnenaufgang wecke ich Peter und gehe selber ins Bett. Um sieben sind wir in dem kleinen Ort Scario. Werfen den Anker und gehen erst mal schlafen.

Ein wirklich netter Ort. Schade das wir nicht noch was bleiben können aber am 13.6. müssen wir in Agropoli sein. Denn wir bekommen Besuch. Und das ist nicht mehr lange hin so das wir schon genau planen müssen.

Doch Palinuro bleiben wir noch etwas in der „ Guten Schlaf“ Bucht. Denn diese ist wirklich toll zum schnorcheln und wir können super schlafen. Wir wandern zum Ort, sind mit dem SUP unterwegs und geniessen eine neue Seglerbekanntschaft.

Aber bald müssen wir los um nach Agropoli zu segeln.

Die Vulkaninseln Vulkano, Lipari , Panarea und der Stromboli

Die Fahrt zu den Äolischen Inseln ist sehr ruhig und wir freuen uns über diese angenehme Überfahrt. Wir machen auf Vulcano an der Boje fest denn wir wollen unser Ankergeschirr nicht in dieses vermehrt schwefelhaltige Wasser werfen. Das würde dem Metall gar nicht gut tun. Hier ist es beeindruckend. Die Erde ist schwarz, überall brodelt es und es gibt sogar ein Schwefelbad. Wir machen einen Spaziergang durch den Ort und bleiben bei einem Gitarren spielenden Wirt etwas hängen.

Am nächsten Morgen gehen wir früh raus denn wir wollen den Vulkan erklimmen. Später ist es uns zu heiß und unser Plan erweist sich als sehr gut. Denn eine Ampel 🤣erklärt uns das über Mittag die Begehung untersagt ist. Aber natürlich halten sich die wenigsten daran.

Ein wunderbares Erlebnis. Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen.

An Bord vespern wir nach der Wanderung und gehen Abends eine Pizza essen.

Am nächsten Tag leihen wir uns einen Roller und fahren zu einer Schlucht um diese zu erwandern. Aber bald merken wir das der Weg weiter und anstrengender als gedacht ist und wir dafür viel zu spät gestartet sind. Unser Fehler! Also Abbruch. Wir düsen noch etwas über die kleine Insel und lassen dann den Abend an Bord ausklingen.

Am nächsten Morgen starten wir nach Lipari. Die Hauptinsel dieser Gruppe. Eine schnuckelige Stadt in der wir uns etwas treiben lassen.

Wir sind im Hafen da es der Wind so bestimmt hat und genießen unsere Nachbarn aus München und eine warme Dusche ☺.

Tags drauf besuchen das große Archälogische Museum und schauen uns Keramik der letzen 6000 Jahren an. Echt beeindruckend diese lange Geschichte der Inseln. Als wir genug von Scherben haben, sind wir noch mal durch die schöne Stadt gewandert und dann zurück zum Boot gelaufen.

Mittags passt der Wind und wir machen auf dem Weg zum Strombili noch mal in Panarea in einer Bucht neben dem Punta Milazzese fest um die Siedlung aus der Bronzezeit zu erwandern. Von hier stammen auch sehr viele Funde aus dem Museum.

Aber dann kam der Höhepunkt der Inseln. Nämlich der Stromboli. Dieser kleine daueraktive Vulkan ist seid Menschengedenken ein Mythos. Dieser Feuer spuckende Berg ist 924 m hoch aber vom Meeresgrund ist er um die 3000 m und somit nur 500m niedriger als der Ätna. Bereits seit 2300 Jahren ist der Vulkan dauernd tätig was ihm seinen Spitznamen „Leuchtfeuer des Mittelmeers“ einbrachte. In der Antike navigierten die Seefahrer nach dem feuerspeienden Berg der seit der Römerzeit alle 20 Minuten ausbricht.

Wir starten um zwei Uhr Morgens um kurz vor Sonnenaufgang dort zu sein. Denn im Dunkeln kann man die Lava sehr gut sehen. Die „Pupse“ mit Rauch sieht man auch von weitem.

Wir lassen uns eine ganze Stunde vor der Sperrzone treiben, hören das Grummeln und sehen das Feuer. Echt beeindruckend.

Aber dann wird es Zeit weiter zu segeln denn wir haben noch einen weiten Weg bis zum Festland.

Auf diesem Weg sehen wir das der Ätna Feuer spuckt. Eine hohe Rauchwolke ist zu sehen und später sehen wir sogar den pyroklastischen Strom.

Aber das ist Gottseidank ein gutes Stück entfernt.

Die Straße von Messina

Nachdem wir uns in einem winzig kleinen Hafen nach den anstrengenden Tagen der Fußsohle ausgeruht haben und das nächste schlechte Wetter an uns vorbei gezogen ist, machen wir uns auf den Weg um durch die Engstelle zwischen Sizilien und dem Stiefel zu segeln.

Ich informiere mich schon Tage vorher und bin ein bisschen ängstlich denn es soll Strudel geben und eine starke Strömung von bis zu 6-8 Knoten herrschen. Außerdem geht eine wichtige Schifffahrtsstraße mit Großschifffahrt hier durch. Alles nicht ganz ohne!

Die Meerenge ist 32km lang und an der engsten Stelle nur 3km breit. Die Durchfahrt war von je her wegen den Strömungs-und Windverhältnissen sehr schwierig.

Außerdem hausten hier schon laut Homer die beiden Ungeheuer Skylla und Charybdis die die Durchfahrt auf beiden Seiten noch mehr erschwerten. Hier kam auch Odysseus durch.

Durch die besondere Lage der Straße gab es in der Frühzeit viele Seeschlachten. Außerdem kam es in der frühen Vergangenheit immer wieder zu Brückenbauprojekten über die Meerenge, die aber nie realisiert wurden.

Auf beiden Seiten der engsten Stelle gibt es zwei 232m hohe Hochspannungs-Masten die bis 1994 noch mit einem Kabel verbunden waren. Nun laufen die Kabel im Wasser und die Masten „Pilone di Torre Faro“, stehen als Wahrzeichen und wurden erst jüngst im Juli 24 als Slackline Spektakel von Jaan Rooses genutzt der die 3,4km über die Meerenge überquerte.

Heutzutage ist die Durchfahrt etwas einfacher. Ich benutze eine App die mir genaue Strömungen anzeigt, kann das Wetter ablesen und habe eine elektronische Karte die mir auch die anderen Schiffe anzeigt.

Aber trotzdem bin ich mal wieder ziemlich nervös ☺.

Wir fahren mit der Strömung los die aber unterwegs dreht. Aber wir müssen eh motoren da der Wind direkt von vorne kommt.

Unterwegs ist es eigentlich recht unspannend. Die Strömungsfelder sind wow und die Fähren sind unheimlich. Sie sind einfach überall und man muss schon aufpassen.

Als wir dann an der engsten Stelle ankommen, sehen wir auch die ersten Schwertfisch-Fischerboote die hier kreuz und quer lang schießen.

Der Steuermann ist oben auf dem Turm und hält Ausschau nach den Schwertfischen. Die kommen im Juni/Juli hier her um zu laichen. Sie lassen sich an der Oberfläche treiben und können so von den Fischern ausgemacht werden. Alle an Bord halten Ausschau. Wird einer gesichtet , rennt ein Fischer auf den langen Ausleger (der ist dafür da, das die Fische das Boot erst recht spät bemerken), nimmt vorne den Sperr und wirft ihn auf den Fisch.

Das haben wir aber nie gesehen da die Fische noch nicht da sind und die Boote nur auf sie warten. Sie schießen unkontrolliert in der Gegend rum und wir müssen sehr aufpassen.

Die erste Nacht legen wir uns in die Bucht der schönen Stadt Scilla (Hier hat eins der Ungeheuer gewohnt) und erleben einen berühmten und traumhaften Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag gehen wir in den kleinen Hafen an die Boje da es schon ziemlich gerollt hat vor Anker und noch mehr Wind kommen soll. Wir genießen diese schöne Stadt die in die Felsen gebaut wurde.

Doch Mittags macht uns der Hafenmeister darauf aufmerksam das wir bei dem kommenden Wind nicht bleiben können. Das sei zu gefährlich. Er gibt uns einen Tipp wo wir hin können und wir starten augenblicklich.

Es geht noch mal durch die Straße ein Stück zurück in den Hafen Porto di Croce Rossa. Dieser öffnet erst zum 1.6. somit sind wir sicher und es ist auch noch kostenlos. Passt also. 😃

Hier wettern wir ab, mieten ein Auto und fahren zur verlassenen Stadt Pentidattilo, machen dort eine kleine Wanderung und lassen uns dann durch die Berge Aspromonte zurück zum Hafen treiben.

Hier oben ist es echt schön. Überall blüht der Gister. Traumhaft.

Wir kommen sogar durch ein Skigebiet, das ich hier in Süditalien nie vermutet hätte. Wunderbare alte Wälder.

Als das Wetter wieder stabil ist segeln wir Richtung Äolische (Liparische) Inseln.

Die Sohle des Italienischen Stiefels,

hat es ziemlich in sich. Der Wind pfeift wie verrückt und die Gewitter kommen von Norditalien runter gerauscht. Ziemlich ungemütlich für Mitte Mai und so verlängern wir noch einen Tag in Marina di Ciro und machen eine Wanderung in die Felder bis zum Leuchtturm raus. Die Gegend wird vom Weinbau geprägt und ist echt schön. Zwischendurch müssen wir uns unterstellen da mal wieder ein sehr starker Regenguss durch geht.

Schade das wir nicht ins Inland können denn in Ciro gibt es kein Auto zu mieten.

Als die Gewitter durch sind geht es weiter Richtung Westen. Wir starten zum Sonnenaufgang denn wir wollen bis La Castello und das ist ein gehöriges Stück. Wieder werden wir von Delfinen verabschiedet die uns kurz begleiten. Der Wind passt gut und wir kommen gut voran. Aber kaum sind wir um das Cap Colonna mit seinen Gasplattformen gesegelt schläft der Wind ein und wir müssen den Rest motoren.

Das macht nie Spaß den Motor an zuschmeißen aber muss manchmal sein. Denn hier gibt es leider nichts wo man hin könnte.

In La Castello können wir durch den starken Schwell gar nicht an Land und segeln auch morgens nach einer sehr ungemütlichen Nacht gleich weiter auf die andere Seite der großen Bucht.

Mal wieder früh raus!

Es herrscht Südwind und wir müssen leider gegen an kreuzen. Der Wind legt auch immer mehr zu und die Wellen werden immer ungemütlicher. Wir legen uns vor Porto Badolato in gut haltenden Sand. Wir werden bis um elf noch gut durchgeschüttelt aber dann beruhigt es sich und wir können bei glattem Wasser und wünderschönem Halbmond gut schlafen.

Der Hafen ist schon seid Jahren versandet und es entsteht bereits ein neuer Wald. Das ist hier an der Sohle Italiens ein echtes Problem. Italien hat mal eine Zeit lang versucht hier Häfen zu etablieren um den Yacht Tourismus zu fördern. Aber die Natur ist hier stärker und lässt die Häfen durch die Winde und Strömungen schnell wieder versanden. Einige Häfen wurden aufgegeben und bei anderen steht immer ein Bagger um es regelmäßig wieder frei zu machen.

Auch hier gehen wir nicht an Land und lassen es aber morgens etwas ruhiger angehen. Wir waschen Wäsche und lassen später bei der Fahrt den Wassermacher laufen. Leider dreht der Wind so das wir ihn direkt auf die Nasen haben und die Wellen und der Wind werden immer stärker. Wir haben uns den Hafen Roccella Ionica ausgesucht um sicher zu liegen. Leider ist die Einfahrt etwas versandet und ich frage erst mal an ob die Einfahrt bei diesen Bedingungen möglich ist.

Die Antwort war: „Ja, kein Problem nur links halten“. Ok !

Wir sind gut reingekommen und hatten keine Probleme. Nun konnten wir mal etwas zur Ruhe kommen. Aber leider nur sehr kurz. Der Wind soll am sehr frühen Morgen drehen und uns zur Straße von Messina schieben. Somit sind wir morgens um zwei durch die enge Einfahrt im dunkeln und noch bei wahnsinnigen Wellen wieder aus den Hafen raus. Das war ein Fehler denn in einem tiefen Wellental saßen wir plötzlich auf dem Sand. Oh Graus!! Nach Vollgas und zwei weiteren Wellen waren wir wieder frei und konnten unsere Fahrt wieder aufnehmen. Was für ein Schreck. Das brauche ich nun wirklich nicht. (Wir haben später alles gecheckt, es ist nichts passiert). Wieder haben wir was gelernt. Das passiert uns nicht nochmal!!!

Und das schlimme, der angesagte Wind ist auch noch nicht da. Wir müssen drei Stunden gegen hohe Wellen fahren bis endlich der Wind dreht und wir den Para nutzen können.

Dann ist eine ganze Weile schönes segeln angesagt bis der Wind und die Wellen wieder zu stark werden.

Und wieder! holen wir den Para etwas zu spät ein und haben dadurch einige Probleme ihn runter zu bekommen da sich das Bergeseil an der Saling verheddert hat.

Aber irgendwann schaffen wir es und der Para ist unten und meine Nerven am Ende. Aber nun ist es auch Gott sei Dank nicht mehr weit bis zum nächsten Hafen Porto Bolaro. In diesem Paradies ruhen wir uns erst mal aus bis das Wetter passt um durch die Straße von Messina zu fahren.