Es wird….

So langsam sieht man wie es werden soll. Jede freie Minute, oder auch keine freie Minute, arbeiten wir in der Halle. Die Abteilung wird immer erkennbarer.

Auch wenn mir alles weh tut, bin ich froh wie weit wir schon sind. Die Fräsen sind schon umgestellt, vieles hat der Peter schon an der Elektrik gemacht. Denn wenn eine Maschine einen neuen Platz bekommt braucht diese auch einen neuen Starkstrom Anschluss. Ebenfalls sind die Deckenlampen auch schon am neuen Platz und strahlen diesen wunderbar hell aus. Nun ist „nur noch“ die Schweißecke dran. Dort muss aber auch noch einiges ausgemistet werden.

Die Holzvertäfelung die hauptsächlich ich gemacht habe, ist bis oben fertig. Die Friemelei  an der Decke war sehr, sehr Zeitintensiv und ich musste immer auf einem sehr hohen und wackeligen Gerüst rumturnen. Wenn man aber wirklich will geht fast alles.

Ich muss aber auch sagen dass ich sehr froh war, dass gestern Sonntag war. So konnten wir uns schön ausruhen und abends in die Sauna gehen. Das tat den alten Knochen wirklich gut.

Jetzt aber mal ein paar Bilder.

So sieht eine fertige Ecke aus. Das ist die Seite vom Landschaftsgärtner
So sieht es von der Anderen Seite aus.

Hier sieht man schon die fertige Seite mit den Drehbänken, Schleifbock, Bohrer, Säge etc. Dies ist dann die metallverarbeitende Ecke.

Das sieht man wenn man vom Hof reinkommt. Jeder stutzt erst mal und fragt was los ist. Die rechte Seite ist noch offen wie man sieht. Aber die schließe ich noch diese Woche.

Und das alles im laufenden Betrieb. Es ist zwar Wetterbedingt ruhiger aber trotzdem eine Herausvorderung. Peter gibt alles!

Der Umbau schreitet vorran

Ich weiß, es zieht sich und es passiert nicht sehr viel. Außer dass wir immer noch umbauen. Die Ständer stehen nun alle, das Feintuning geht voran und ich beginne mit dem verplanken.

Es wäre für mich nun auch mal an der Zeit euch zu fragen was ihr denn so wissen möchtet. Vielleicht kann ich auch etwas besser machen. Ich bin da etwas unsicher da ich noch nie einen Blog geschrieben habe.

Schreibt doch mal im Kommentar an mich. Würde mich ganz doll freuen.

Fragen, Tipps und Tricks oder alles was ihr auf dem Herzen habt.

Dafür setze ich dann nächste Woche auch wieder ein paar Bilder des Fortschritts rein 😉

Peter räumt….

Peter räumt, mistet aus, plant wo was hin kommt und ist total motiviert. Er strahlt von innen raus. Ich merke wie es ihm Spaß macht.

Ich habe versucht ihm zu helfen. Aber es endete schon nach 5 Minuten in Diskussionen. Ich habe sofort gemerkt: „ Stopp“! Hier muss ich ihn in Ruhe lassen. Das ist jetzt wirklich sein alleiniger Part.

Er muss schon genug mit dem Senior kämpfen. Peter Junior schmeißt es in die Schrott-Tonne und Peter Senior holt so manches wieder raus 🙂

Gestern hat Peter schon einen etwas überladenen Bus zum Schrotti gebracht und der erste schwere Stein ist schon mal abgefallen. Es ist noch viel zu tun aber es wird schon lichter.

Heute hat uns jemand die ganzen Altgeräte abgeholt. Ein Bus plus Anhänger platzte aus allen Nähten. Herrlich, noch mehr Platz um manche Sachen zwecks Umbaus erst mal zwischen zu lagern. Aber irgendwie mache ich mir auch Sorgen, der war total überladen und hat einen sehr langen Weg.

Das gibt nun Platz

Das ist mal eine grobe Skizze der Aufteilung.

Büro, Lager beim Büro, Ausstellungsraum und das Lager im 1. Stock behalten wir für uns. Die Einteilung stimmt nicht ganz, es ist nur eine Skizze. Die rote Linie zeigt die Ständer die man auf den nachfolgenden Bildern sieht.

Fertige Ständer kommend vom Hoftor
Dahinten wird fleißig ausgemistet!

Komme mir zurzeit etwas hilflos vor. Aber wenn die beiden mit dem Ausmisten fertig sind geht es auch für mich weiter. Noch mehr Ständer bauen und alles verplanken . Das aber ein andermal.

Warten!

Ich muss jetzt aufpassen dass ich nicht zu ungeduldig werde.

Alina ist weit weg und wir können nicht hin. Die Herbststürme ziehen über Griechenland und ich schaue ständig in die Wetterberichte wie es in Preveza aussieht.

Liegt sie noch sicher? Ist mit ihr alles in Ordnung?

Das Warten kann schon doof sein. Aber die Vorfreude aufs nächste Mal vor Ort steigt dadurch auch.

Die Abteilung der Werkstatt in zwei Teilen nimmt Formen an. Die meisten Stützständer stehen schon. Peter war der Metaller der alles zusammen geschweißt hat und ich die gerne mit Holz arbeitet habe den Ständern die Holzplanken verpasst. An diesen werden dann die OSB- Platten geschraubt. Gemeinsam haben wir sie dann hochgewuchtet und Peter hat sie an den Stahlstreben am Dach befestigt und ich mit Betonschrauben am Boden. Diese Zusammenarbeit im Team hat mir richtig Spaß gemacht.

Aber nun heißt es erst mal Material ausmisten  um den zuerst vermieteten Teil leer zu räumen. Das wird denke ich die meiste Arbeit. Das besonders schlimme daran ist das ich dabei nicht helfen kann. Denn ich würde wohl mehr wegschmeißen als mein lieber Peter. Ich kann mich wohl von Dingen besser trennen als er. 🙂

P.S. Beim nächsten Mal werde ich mal ein paar Bilder zum Verständnis machen.

Der nächste Schritt!

Wir fangen an die Werkstatt zu teilen um im Winter den ersten Mieter rein zu nehmen.

2021 ist aber kein normales Jahr um spontan etwas zu bauen oder,  um zu bauen. Die Materialbeschaffung ist etwas schwierig da lange Mangel herrschte. Nun gibt es wieder etwas, aber die Preise haben sich in der knappen Zeit verdoppelt und bleiben stetig auf diesem hohen Niveau. Ich glaube auch nicht dass sie wieder runter gehen.

Wir haben das kompensiert in dem wir auch gebrauchtes Material verwenden. Ist ja auch viel nachhaltiger. Zwar mehr Arbeit, aber dadurch das wir es selber machen kostet es eben auch nicht mehr.

Die OSB Platten musste ich leider im Baumarkt holen. Zwei Paletten die ich mit zwei Fahrten holen konnte. Etwas mühselig aber es ging.

Die Grundkonstruktion bildet ein gebrauchtes Schwerlast Regal, das sehr lange unbeachtet auf einem Gelände rumlag. Aber der Dampfstrahler wird es richten.

Nun haben wir diese Woche an einem Abrisshaus genügend (hoffentlich), Dachsparren geholt. Die vielen Nägel habe ich schon alle raus gezogen so dass wir sie halbieren können um die richtige Stärke zu erlangen die wir brauchen. Das war ein ziemlicher Akt. Ich war patschnass geschwitzt. Und das mit meinem Hexenschuss.

Aber nun ist auch dies erledigt.

Jetzt haben wir das ganze Material und müssen nur noch loslegen!

Aussteigen, wie machen wir das?

Das Thema, wie Regeln wir alles da wir selbstständig sind, ist wohl das schwierigste.

Das erste was wir getan haben ist, uns von unserem Haus zu trennen. Das war wohl bisher das schwierigste.

Denn dieses Haus war vollkommen auf uns zugeschnitten.

Ein Haus von um die 1900, das wir selbst umgebaut haben, Wärme vom Dach, große Zisterne für Klo und Waschmaschine und im Winter heizen mit einer Hexe auf der man  auch kochen kann.

Wenn wir im Sommer im Hof saßen, kam vom Peter oft der Satz:“ Nein, das Haus können wir nicht verkaufen, es ist einfach zu schön hier!

Als dann unser Sohn auf Haus Suche war, haben wir zugeschlagen.

Dies ist unser erstes Standbein für die Reise.

Wir zogen in die alte Wohnung an unserer  Werkstatt. Das war im März 2020.

Heute anderthalb Jahre danach habe ich immer noch ein wenig Heimweh. Aber es ist toll wie die beiden dem Haus ihren Stempel aufdrücken und den Riesen Platz als Pärchen WG optimal nutzen.

Dann habe ich angefangen in den Versicherungen aufzuräumen. Dort war einiges was noch mit den Kindern lief und manches was wir gar nicht mehr wussten das wir es überhaupt haben. Und manches war viel zu teuer.

Ich habe ziemlich viel gekündigt oder umstrukturiert so dass jede Menge Einsparungen entstanden.

So, das nächste das nun kommt ist die Werkstatt mit seinem Haus in dem wir jetzt auch wohnen.

In der Werkstatt ist auch noch der Senior mit 80 Jahren, tätig. An ihn müssen wir auch denken. Er wohnt auch in der unteren Wohnung des Hauses.

Erst war der Gedanke alles zu verkaufen. Davon sind wir aber abgekommen.

Wir wollen die Werkshalle vermieten. Die Mieter haben wir schon. Dies soll unser zweites Standbein werden.

Das Haus bleibt für Senior und uns.

Wenn unser monatliches  Budget nicht reicht können wir das immer noch ändern.

Das hört sich jetzt alles sehr klar an, aber das hat sehr viele schlaflose Nächte gekostet und wird es auch noch.

Jetzt werden wir als nächstes die Werkstatt teilen damit ab irgendwann im Winter 21/22 der erste Mieter einziehen kann.

So wird auch automatisch die Werkstatt verkleinert und den Kunden wird klar dass wir es ernst meinen.

Pech!

Na ja. Eigentlich hatten wir vor Anfang Oktober zu Alina zu fahren, um die gesammelte Ausrüstung hin zu bringen. 

Aber der Dinghi- Motor ist nicht wie versprochen Mitte September gekommen.

Nach Anfrage des Liefertermins wurde mir nun März 22 gesagt. Dieses Jahr ist es mit der Zuverlässichkeit der Lieferanten echt furchtbar. Oder sind wir nur von der Vergangenheit verwöhnt worden? Heute bestellen, morgen da?!

Ich bin jedenfalls enttäuscht! Wir müssen auf den Motor warten. Denn ich weiß nicht ob wir noch mal mit dem Auto hinfahren können.

Mist!

Die andere Seite ist, nun können wir hier den schönen Herbst genießen.

Reaktionen

Die Reaktion von Familie, Freunden und Kunden ist ganz unterschiedlich.

Von der Familie wird die Angst um uns ausgesprochen und die Sorge da dies doch gefährlich ist. Aber auch Neugierde wie wir das alles machen, und was wir vorhaben. Wir erklären viel damit die Angst nach lässt und die Neugierde darauf steigt. Deswegen schreibe ich auch diesen Blog damit meine Familie viel über unseren nächsten Lebensabschnitt erfährt.

Von Freunden ist die Reaktion ganz unterschiedlich. Die einen finden es sehr spannend und möchten alles genau wissen. Fragen am Ende ob sie auch mal mit segeln können. Die anderen sind traurig über unseren Entschluss da wir dann nicht mehr da sind. (Dazu möchte ich nur sagen, dass wir uns ja nicht in Luft auflösen und immer mal wieder zuhause sind.)

Von der Kundschaft kommt meistens, ach herrje, wo soll ich denn dann hingehen. Aber da kann ich nur sagen:“ Jeder ist ersetzbar.“

Bei genaueren Erklärungen ist aber in der Regel der Konsens: „ Das macht ihr genau richtig!“ Da habt ihr ja auch seit 30 Jahren drauf hin gearbeitet und gespart.

Warum?

Ja warum machen wir dies?

Hier vielleicht ein paar Antworten.                                                         

Wir sind seit wir uns kennen Selbstständig. Das heißt um die 65 Wochenarbeitsstunden und ca. 3 Wochen Urlaub im Jahr. Wenn es nach Arbeitsstunden ginge wären wir in vielen Berufen  schon Rentner.

Immer Leistungsorientiert und alles gegeben auch viel erreicht.

Für alle dagewesen und für uns selber kaum Zeit gehabt.

Einige Menschen erlebt die sich auf die Rente gefreut haben und dann schwer krank wurden und zum Teil  zu früh diese wunderbare Welt verlassen mussten.

Weil wir nächstes Jahr 55 Jahre sind und der Ausstieg eine gute Möglichkeit ist.

Nun sind die Kinder selbstverantwortlich unterwegs. Die Kosten des studierens verkraftet, das Gefühl das nun wir mal dran sind.

Die Liebe fürs reisen. Die Neugierde auf Menschen anderer Kulturen und ihren Ländern.

Zeit für uns. Nicht auf die Uhr schauen, keine Termine.

Einfach „ Zeit, Zeit, Zeit!!

Die Rückkehr zum  wesentlichen! Neues erleben, sehen, schmecken und riechen.

Back to the Roots!

Und dann natürlich das wesentliche. Wenn wir auf dem Boot sind und die Bucht verlassen, ist es, als wenn jemand einen Schalter umlegt. Es umgibt uns sofort eine angenehme Ruhe fern von allem Trubel. Alles um uns herum ist nur noch Natur. Das Wasser mit den unendlich vielen Blautönen, die Küste die an uns vorbei schwebt und uns neugierig macht, auf das was man dort entdecken kann. Das weiß der Strände die in der Ferne immer kleiner werden. Wir hören nur noch den Wind und das Wasser das mal sehr leise am Rumpf des Bootes plätschert oder aber auch ohrenbetäubend über die Reeling zischt. Dieser Wind bewegt unser Boot mal langsam und mal schnell vorwärts an neue zu entdeckende Ecken mit ihren Menschen ohne in einen Flieger steigen zu müssen.