Lefkas und Preveza

Wir verlassen die schöne Vlychon – Bucht auf Lefkas um durch die fahrende Brücke nach Preveza zu segeln.

Die Fähr-Brücke soll eigentlich für eine ganze Weile geschlossen sein da die Inspektion und die anschließenden Gutachten fehlen. Als wir mit dem Auto in Lefkas waren sah ich aber das die Brücke sich für eine Fähre öffnete. Ich ging mit Lukas zur Polizei und fragte ob sie nun wieder offen sei, da sie sich ja geöffnet hatte. Der Polizist schaute mich ganz böse an und sagte:“ Nein, die Brücke habe sich nicht geöffnet!“ Ich daraufhin:“ Ich habe doch gesehen das die Fähre durch die Brücke gekommen ist.“

Der Polizist:“ Nein, es ist keine Fähre gekommen!!!“ ???? 🤔 Somit bin ich wieder davon gestapft.

Ein Vercharterter sagte Lukas auf dieselbe Frage:“ Ja, die Fähre darf durch, ich könnte ja versuchen mich an sie zu hängen und auch durch zu fahren. 🧐 Daraufhin fotografieren wir erst mal den Fahrplan der Fähre. Das probieren wir natürlich. Denn sonst müssten wir wieder zurück und um die ganze Insel herum.

So geht es nach einem gemütlichen Frühstück Richtung Lefkas Brücke. Das Wetter ist recht ruhig und wir motoren in das wunderschöne Feuchtgebiet vor Lefkas das durch eine Bojen-Straße sehr gut markiert ist.

An der Stadtmole machen wir fest und warten auf den richtigen Moment, bunkern Wasser und befreien uns nach einem Malheure von der Trippleine des Mooringseils im Bugstrahlruder.(Das ist das Seil das uns im Hafen an Ort und Stelle hält)

Dann ist der Moment gekommen. Die Fähre legt ab, wir schmeißen los und hängen uns direkt hinter sie. Diese Idee haben aber auch andere und wir müssen ein kleines Wettspiel daraus machen. Auf unserer Seite versuchen es zehn Boote😬. Aber es geht gut. Die Fährfrau hat Erbarmen und lässt alle durchfahren. 🙏 Ob das noch lange so geduldet wird glaube ich aber nicht.

Für uns ist es gut, so können wir auf den direkten Weg nach Preveza segeln. Denn von dort wollen Anja, Lukas und die Kids eine viertägige Reise an Land machen.

Der Wind ist gut aber der Schwell durch den Starkwind vor Albanien recht hoch. Anja geht es nicht gut aber es ist ja nicht weit und bald sind wir im Kanal vor Preveza. An der Stadtmole finden wir Platz und können uns sogar mit einer Mooringleine fest machen. Wir genießen die Stadt gehen aber am nächsten Tag in die benachbarte Bucht. Es ist einfach schöner. Hier können wir baden und haben unsere Ruhe. Uns stört es nicht mit dem Dinghi an Land zu fahren. Auf diesem Weg retten wir noch ein anderes Dinghi vor dem ertrinken.

Tags drauf fahren wir mit der Alina auf die andere Seite und Peter setzt mich und Lukas dort ab. Denn wir wollen das Mietauto vom Flughafen holen. Es ist nur ein zwanzig minütiger Spaziergang von dort und deshalb kein Problem. Peter fährt zurück in die Bucht und ankert mit Anja wieder an der gleichen Stelle. Wir sind bald wieder mit dem Auto bei den anderen.

Nun kann Anja, Lukas, Lio und Liara gemütlich am nächsten Tag zu ihrem Landausflug starten.

Ich bemerke das ein Englisches Schiff dem Land etwas zu nahe gekommen ist und sich festgefahren hat. Da ich glaubte das sie selber frei kommen wartete ich noch etwas bis ich es den anderen sagte. Peter und ich fahren mit dem Dinghi rüber. Auf dem Weg dorthin schlage ich meine Idee mit dem Spifall vor.

Wir fragen den Engländer ob er Hilfe braucht , was er dankend bejaht. Wir lassen uns das Spifall geben (ein Seil das bis zur Mastspitze geht) und versuchen im rechten Winkel das Boot etwas auf die Seite zu legen. Nach zwei, drei Minuten ist es geschafft. Das Boot ist wieder frei und wir haben einen Engländer glücklich gemacht.

Als die vier von Bord sind wittmen wir uns kleinen Arbeiten und segeln nach Vonitsa. Wir genießen den Ambrakischen Golf und segeln mit Delfin Begleitung zurück nach Preveza an die Stadtmole.

Dort tanken wir Wasser und legen uns dann aber wieder in die Bucht und warten auf Lukas der mit seiner Familie und tollen Erlebnissen auch bald wieder an Bord ist.

Unsere Grobe Route


Nachdem der letzte Blog über unser gemeinsames Leben an Bord ging, wollen wir uns der geographischen Route nochmal etwas widmen. In Zakynthos angekommen, über Kefalonia geht es nun nach ca. 2,5 Wochen nach Ithaki. Dort verholen wir uns sicher mit Landleinen in einer so kleinen Bucht, das es zwangsläufig auch eine einsame Bucht ist, denn mehr Platz als für die „Dicke Lady“, so wird Alina liebevoll an Bord genannt, bietet diese Bucht beim besten Willen nicht. Hier lassen wir die Seele baumeln. Lesen, schnorcheln, baden, tauchen und entspannen.

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Auf Ithaki besuchen wir auch die Hauptstadt Varti. Eine große Bucht in der annähernd 200 Boote geankert haben. Und wir mitten drin.

Mitten in der Nacht frischte der Wind plötzlich auf und wurde zu bedrohlichen Gewitterböen. Innerhalb weniger Minuten kam leben in die Bucht. Peter und ich hängten in Windeseile die Wäsche am Geräteträger ab und legten diese unter Deck wieder aus. Plötzlich sagte Peter: „Boa schau mal da.“ und wir blickten nach draußen wo unser Solar- Paneel gerade eine Nahtoderfahrung mit dem Heck eines Katamarans machte. Er muss es ungelogen nur um Zentimeter verfehlt hatten oder wie Peter es ausdrückte: „ Wir konnten das weiße in den Augen unsrer Feinde sehen.“

Nach der Nacht segelten wir inmitten von gut einhundert Standgenbooten als einzige Segler wieder aus der Bucht heraus. Die Boote tanzten über die Wellen wie schwärme von Moskitos in der Luft. Es war wirklich unglaublich was für eine Anzahl an Booten in eine Bucht passen.


Nach Ithaki besuchten wir Atokos, den Schweinestrand und verbrachten einen Tag bei den wild/zahmen Wildschweinen am Strand. Lio war ganz begeistert und die gefräßigen Tiere schwammen bis zu den Booten wenn dort mit Essen gelockt wurde. Lukas konnte es sich nicht nehmen lassen sich an einem schwimmenden Eber festzuhalten und mitziehen zu lassen, doch als dieser ein Warnendes grunzen von sich gab, zog sich unser Schweinereiter wieder zurück.

Schweinebucht


Nach Atokos ging es nach Kalamos. Auch hier verbrachten wir einige Tage in einer sehr schönen Bucht und während Lukas und ich mit den Kindern zum 7 km entfernten Hafen wanderten, segelten Martina und Peter das Boot dorthin. Nachdem wir den örtlichen Bäcker unsicher gemacht hatten und auch die Tavernen nicht verschont geblieben sind, führte unser Weg uns nach Arkoudi. Eine kleine Insel mit noch kleineren Buchten und einer herrlichen Ruhe.


Von Arkoudi ging es nach Meganisi zu einer Bucht, die mit Steilwänden umgeben ist. Eine atemberaubende Atmosphäre mit noch atemberaubenderem Wasser. Zum Glück ist die mitgebrachte Drohne in der Lage diese einzigartige Kulisse festzuhalten. Einfach nur ein toller Ort.

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Von der Südseite Meganisi geht es dann auch schon weiter auf die Südseite von Lefkada um einen ausgiebigen Tauchtag zu machen. Unterwasser entdeckten Lukas und ich unsere lang ersehnten „Nudibranches“ also Nacktschnecken die munter an den Steinen umherschleichen. Auch die Röhrenwürmer machten die sonst so triste Einöde unter Wasser etwas bunter. Während des zweiten Tauchgangs, den Peter und Lukas absolvierten, wurde der Schwell über Wasser unerträglich. Also legten Martina und ich unter Frauenpower ab. Gnädigerweise sammelten wir die Jungs auch wieder ein und zusammen flüchteten wir uns nach Vasiliki. Dort blieben wir jedoch nur eine Nacht.

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Von Vasiliki ging es dann weiter in den Norden von Meganisi. Hier machten wie zur Abwechslung mal nicht das Wasser, sondern das Land unsicher und aßen das beste Pita- Gyros das wir bisher in Griechenland gegessen hatten. Martin und Peter besuchten noch alte Freunde die sie bei ihrem letzten Stopp auf Meganisi kennen gelernt hatten und nach dem Land, machten Peter und Lukas dann auch das Wasser unsicher.

Nach Meganisi segelten wir in die tiefe Bucht von Nidri um dort den Starkwind abzuwettern. Das gab uns die Möglichkeit den örtlichen Wasserfall zu erkunden. Leider führte dieser keinen einzigen Tropfen Wasser. Doch die anschließende Wanderung mit Blick über die Bucht von Nidri und ihren vielen Inseln entschädigte uns mehr als genug. Per Auto fuhren wir auch nach Lefkas- Stadt und schlenderten dort durch die kleinen, bunten Gassen. Eine wirklich schöne Altstadt.

Auf dem Weg zum Wasserfall
Aussicht über Nidri

Soweit unsere bisherige Route als 6er- Crew. Weiter geht es beim nächsten mal mit unser wirklich spannenden durchfahrt durch die gesperrte Brücke bei Lefkas.

Kreta die Größte

12.7.-27.7.24

Nach unserer bisher längsten Strecke am Stück (97sm) sind wir in der Bucht vor Sitia angekommen und fallen nach einem leckeren Fisch Snack todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen funken wir den Hafen an und bekommen einen Platz zugewiesen. Nachdem wir sicher fest sind machen wir erst mal klar Schiff und kommen an.

Der Ort ist sehr nett und wir genießen die vielen Restaurants und Cafés. Hier in Griechenland findet das abendliche Leben meist im luftigen Hafen statt. Hier entfliehen viele Einwohner der Hitze im Ort.

Nach etwas suchen finden wir auch noch einen Skooter den wir leihen können. Kreta ist voll in Touristischer Hand und ein Flieger nach dem anderen landet. Wir hören viel deutsch.

Auf unserer Tour erleben wir ein recht grünes Land mit sehr, sehr vielen Oliven Plantagen die mit tausenden Kilometern Tröpfchen Bewässerung vernetzt sind. Ich übertreibe nicht. Es ist echt enorm!

Unterwegs entdecken wir eine riesige Geisterstadt. Ehemals schöne Ferienhäuser die an Leute verkauft wurden. Kein Haus gleicht dem anderen mit toller Poollandschaft , Läden, Apotheke und was man sich im Alter sonst noch wünscht. Nachdem irgendjemand mit dem Geld abgehauen ist und sich niemand mehr zuständig fühlt verkommt alles. Einzelne Häuser sind in dieser Ruinenstadt noch bewohnt. Denn viele Rentner haben ihr gesamtes Geld in ein Häuschen gesteckt und müssen nun so elendig leben. Traurig oder?!

Kreta ist die größte griechische Insel und zählt auch zu der sonnigsten Perle des Mittelmeeres. Sie hat einiges zu bieten. Eine abwechslungsreiche Natur, die wir hier im Osten der Insel in Form des Palmen Tals von Vai finden und natürlich auch überall die wunderschönen Strände die uns aber jetzt nicht so arg locken. Und auch besondere antike Paläste wie Knossos die tausende von Besucher anzieht.

Uns interessieren eigentlich die Wanderrouten mehr, die es hier reichlich gibt.

Durch die zerklüfteten Berge, kann man zahlreiche tolle Schluchten erwandern die zwar meist kein Wasser mehr führen ( warum wohl, ich sage nur Tröpfchen Bewässerung) aber dennoch spektakulär sind.

Wir haben uns die etwas unbekanntere Richi Schlucht ausgewählt und sind sehr früh aufgestanden damit es nicht so heiß ist.

Leider ist Peter auf halber Strecke runter in die Schlucht aufgefallen das eventuell das Benzin nicht reicht um später den enorm steilen Weg zu zweit wieder hoch zu fahren.

Also haben wir uns getrennt. Peter ist weiter gelaufen und ich bin wieder hoch auf die Hauptstraße und habe die nächste Tankstelle gesucht und getankt.

Dann ging es den steilen Weg wieder runter. Oft gefühlt eine 45% Neigung/Steigung. Die Griechen lieben den direkten Weg 😉. Serpentinen werden überbewertet 🤣.Das haben wir im ganzen Land festgestellt.

Peter wartet schon am Einstig der Schlucht und wir steigen auch sofort in Kretas GEO-Park ein.

Eine wundervolle Wanderung und am Ende werden wir mit einem Rinnsal Wasserfall belohnt.

Nachdem wir den Osten erlebt haben segeln wir weiter. Ich lege ab und wir nehmen Kurs auf die Lepra-Insel Spinalonga. Der Wind ist wieder enorm. In den Hafen von Agios Nikolaos können wir leider nicht. Alles voll mit Langzeitliegern. In die Lagune können wir bei diesem Wind auch nicht🤔 .

Also legen wir uns in eine relativ sichere Bucht und machen den Wassermacher wieder an. Den mussten wir wegen des hohen Wellengangs ausmachen da er durch die Schräglage immer wieder Luft zog. Und das ist nicht so gut.

Hier bleiben wir eine Nacht und einen Tag denn es ist nicht sehr angenehm. Wir brauchen hier auf Kreta einfach einen Hafen da es immer viel Wind aus Nord hat und wir auf der Nordseite sind. Deshalb diese Seite weil es auf der Südseite gar nichts gibt. Komisch aber so ist es.

Bei der letzten langen Strecke sind wir bei Sonnenaufgang los und haben gemerkt das dies doof ist da man durchs kreuzen dann eventuell im dunkeln ankommt. Nun machen wir es anders und fahren Abends um sieben los um im Sonnenaufgang an zu kommen. Das heißt, unsere erste Nachtfahrt mit Schichten. Da wir wieder gegen an müssen legen wir die Wenden so das es bei Schichtwechsel passiert wenn beide an Deck sind. Mit Schwimmwesten bestückt und eingepickt geht es durch die Nacht.

Es klappt sehr gut und um Zehn sind wir im riesen Fähr und Cruiser Hafen von Heraklion, der Hauptstadt von Kreta. Es gibt keinen Platz für uns, what 😨.

Der Altstadthafen ist voll mit Profi-Day Sailor und außerhalb ist soviel Schwell durch die Fähren das es für uns an der Mauer zu gefährlich ist.

Wir machen notdürftig an der Mole des Pilot Bootes fest und ich versuche über mehrere Stationen, Hafen Polizei, Hafen Behörde und Gesamthafen Orts Behörde und und… einen besseren Platz zu bekommen. Eine Beamtin der Stadt hat dann wohl Mitleid und gibt uns einen Platz im Venezianischen Altstadt Hafen von einem Boot das ein paar Tage nicht im Hafen ist. Gott sei Dank. Direkt neben der Venezianischen Festung. Traumhaft schön und Wind sicher👍

Nun machen wir die Hauptstadt unsicher. Erst mal mit dem roten Sightseeingtour Bus und dann zu Fuß.

Wir besuchen einen riesen Bauernmarkt und fühlen uns wie im Schlaraffenland. Voll bepackt mit frischem Obst und Gemüse fahren wir mit dem Bus zurück. Die Stadt bietet alles was man sich nur wünschen kann.

Die Profis aus dem Hafen verschwinden mehrmals täglich Richtung der kleinen Insel Dia und Abends um halb neun müssen alle wieder da sein da dieser riesige Hafen wegen der Fähren geschlossen wird. Wahnsinn, oder!?

Und wir dachten als wir morgens Heraklion anliefen es fände eine Regatta statt. Dabei waren es nur diese 30 Profis auf ihrer Tour🤣.

Die Stadt selber ist nicht sehr schön da sie im Krieg total zerbombt wurde. Einzelne alte Häuser sieht man. Und eine der berühmten Kretischen Hochzeiten mit über 2000 Gästen erleben wir am Rande mit.

Nach ein paar Tagen müssen wir dann wieder los da der Liegeplatz wieder gebraucht wird. Wir fahren zur Insel Dia rüber die die Day Sailor auch ansteuern, aber erst nachdem sie dort aufbrechen.😉 Eine einsame Insel auf der mal eine wunderschöne Taverne stand. Wege waren angelegt zu einem Sonnenuntergangs-Aussichtspunkt, Zisternen und Steg. Ein Traum ist geplatzt und die Anlage seid 20 Jahren verwaist. Echt schade. Was mag passiert sein?

Am nächsten Morgen bringt unser Stegnachbar aus Heraklion eine 1,5l Flasche Raki und eine Flasche Olivenöl, da Peter ihm bei einer Kleinigkeit geholfen hat. Ein echt netter Kerl!

Der nächste Stopp ist Rethimnon etwas westlich. Hier wollen wir eigentlich noch mal einen fahrbaren Untersatz mieten und uns umschauen. Aber wir lernen sehr nette Neuseeländer kennen und bleiben in der Stadt hängen. Die Stadt ist sehr schön und hat einen alten Stadtkern durch den wir uns treiben lassen. Abends grillen wir mit unseren Bootsnachbarn und erledigen die Bootswäsche in einer super Laundry. Bettwäsche des Gastes und mehr. Muss für die neuen Gäste die bald kommen, alles schön sauber sein😊.

Wir haben unseren Liegeplatz nur begrenzt und es war uns dieses mal einfach wichtiger den Kontakt zu pflegen, aber nun müssen wir leider weiter und da es keinen Hafen mehr gibt suchen wir uns eine Bucht. Ganz in den Westen zu den berühmten Stränden können wir leider nicht wegen des starken Westwindes. Also ab in eine Bucht für den Absprung Richtung Peloponnes.

Fazit:

Eine wirklich tolle Insel aber zu wenig sichere Plätze für Segler. Für uns der falsche Zeitraum. Denn zum Wandern muss man im Frühjahr oder Herbst kommen. Vielleicht machen wir das nächstes Frühjahr. 😊

Etwas naiv 😏

Ich habe die Runde dieses Jahr schon ziemlich naiv gewählt. Das merke ich immer mehr. Von Euböa in die Kykladen und von dort in die Dodekanes bis Rhodos über Kreta wieder nach Zakynthos. Hört sich rundum gut an, aber….

Denn mit Rhodos, Karpathos und Kreta befinden wir uns an der Windreichsten Ecke der Aegais, der Ausgang des Melthimi ins restliche Mittelmeer. Und zwischen den großen Inseln Rhodos und Kreta muss dieser Wind irgendwie durch. Und das mit den hohen Bergen. Auf Kreta allein ein 2500m hoher. Aber von vorne.

Nachdem wir unseren lieben Freund am Flughafen abgesetzt haben, sind wir noch auf einige sehenswerte Plätze gestoßen.

Eine Festung auf der wir an ihrer Kapelle einen total romantischen Heiratsantrag erleben durften.

Rosenblätter am Boden der Kniefall, Tränen, das Ja und romantische Musik dabei. Natürlich schauen wir aus einer respektvollen Entfernung zu😊

Der Ort in den Bergen den Mussolini nach einem Südtiroler Bergdorf hat nachbauen lassen und natürlich sein Haus in den Bergen das aber mittlerweile total zerfallen ist. Und einiges andere.

Zurück am Hafen geben wir das Auto nach einem Einkauf ab, verabschieden uns von den Marineros und segeln am nächsten Tag an Rhodos vorbei weiter Richtung Westen. Am Ende der Insel müssen wir zwei Tage warten um das nächste Stück Richtung Karpathos weiter segeln zu können.

Auf diesem Teil ist die See sehr kabbelige, da der Untergrund von 500-700m auf 50m rauf geht und an dieser Engstelle auch immer starker Wind ist. Da ich das Wetter mache entscheide ich mich für einen etwas ruhigeren Tag. Doch ist der Wind nicht wie gemeldet und wir müssen sogar 2 Stunden Motoren. Wir sehen eine riesige Delfin Herde an uns vorbei sausen. Ein absolut magischer Moment.

Der neue Hafen auf Karpathos ist leider mit lauter Bootsleichen voll. Also legen wir uns in den unruhigen alten Hafen der sehr kabbelig ist. Da aber in den nächsten Tagen wieder ein Sturm gemeldet wird legen wir uns lieber in eine sichere Bucht. Dort müssen wir vier Tage warten bis der Sturm vorbei ist und können nur zweimal kurz an Land. Etwas anstrengend und manchmal auch etwas langweilig. Aber auch das geht rum.

In dieser Zeit geht hier die Regatta Aegaen 600 vorbei. Durch den Sturm die schnellste in ihrer Geschichte und aber auch mit sehr vielen Ausfällen wie zerrissene Segel. Die wir durch das Fernglas auch teilweise sehen können.

Da warten wir lieber in der Bucht das ganze ab.

Da der Wind am südlichen Ende immer sehr stark ist und wir gegen an müssen, entscheiden wir uns die lange Insel hoch im Norden zu umrunden um nach Kreta einen bessere Winkel zum Wind zu bekommen. Dadurch sehen wir noch zwei ganz nette Orte. Die Stadt Dhiafani und oben kurz vorm Kap eine schöne einsame Bucht von der wir dann den Absprung nach Kreta wagen wollen. Aber erst schauen wir uns noch den alten minoischen Ort mit dem Dinghi in der Nachbarbucht an. Sehr beeindruckend. So waren wir eine ganze Woche auf der Insel Karpathos bis es weiter gehen kann.

Diesmal haben wir einen Tag gewählt an dem starker aber machbarer Wind angesagt wurde. Wir stehen morgens um vier auf, machen langsam alles segelfertig und frühstücken.

So früh weil wir ja noch ums Kap müssen, da ist der Wind noch nicht ganz so heftig. Und weil es eine weite Strecke ist.

Bei Sonnenaufgang runden wir das Kap. Die Welle die von den vielen Wind starken Tagen noch steht ist, enorm. Jeder Schritt ist ein Kraftakt und wir bewegen uns draußen nur mit der Life-Line, eingepickt. Brote schmieren oder anderes unter Deck ist eine Herausforderung und hinterlässt einige blaue Flecken. Peter hat die Angel draußen an der sich plötzlich etwas tut. Er schaut schon gar nicht mehr auf die Angel da wir noch nie einen Biss hatten. Also mache ich ihn darauf aufmerksam. Nach kurzem Kampf ist die Leine gerissen.

Peter geht sofort hoch motiviert wieder unter Deck und bestückt die Angel neu. Und tatsächlich, keine halbe Stunde später ist wieder ein Biss. Peter an der Angel und ich am Ruder. Ich hole das Vorsegel ein damit wir langsamer werden und falle ab. Peter kämpft und hat nach einer halben Stunde Kampf einen wunderschönen Bigeye Yellowfinn Tune an Bord. Ich setzte wieder Segel und Peter zerlegt den Fisch bei diesem starken Wellengang.

Abends um elf kommen wir endlich auf Kreta an. Die letzten 2 Stunden waren mit 30 kn noch sehr heftig. Aber wir haben es geschafft. Nachdem der Anker sicher eingegraben ist , verschwindet Peter sofort in die Küche und keine fünf Minuten später riecht es nach leckerem Fisch.🤣

Sonnenuntergang vor Kreta. Um elf sitzt der Anker

Symi, Rhodos und lieben Besuch

15.6.-30.6.24

Symi ist die absolute „Muss sein Insel“ von Peter. Also ist es klar das wir da hin segeln. Die Überfahrt ist etwas heftig und es wird auch noch mehr Wind gemeldet.

Also suchen wir uns auf Symi eine sicher Bucht. Die erste Wahl ist leider schon voll so weichen wir in eine kleine Bucht aus die wir Hardanger nennen. Sie umschließt sich mit 150-200m hohen Felswänden. Wir ankern mit sehr viel Kette und Reitgewicht und zusätzlichen Landleinen denn heute Nacht soll es richtig kacheln. Auf den Weg hier hin haben wir in den Fallböen schon 40kn gelesen und fliegendes Wasser gesehen also sind wir gewarnt und machen es besonders sorgfältig.

Während wir noch arbeiten kommt noch ein amerikanischer Katamaran rein und macht sich auch mit 2 Ankern sicher fest.

Wir sprechen später noch miteinander und machen den Funkkanal 68 aus um in Kontakt zu sein falls was ist. Peter und ich schauen bis spät Filme, kontrollieren immer alles und gehen als es ruhiger wird ins Bett. Bei beiden Booten ist alles gut geblieben. Wir genießen die Bucht noch einen Tag und segeln dann am nächsten Tag in die Stadt Symi. Sie liegt ganz toll in einer tiefen Bucht und es ist sehr beeindruckend was hier alles für Megayachten fest machen.

Wir legen uns in eine kleine Bucht vor der Stadt. Es ist dort nicht einfach zu ankern da es gleich 20m tief ist. Einmal müssen wir uns umlegen da wir slippen aber dann ist es gut.

In der Stadt fragt sich Peter durch, da er doch die Tränen Allahs (Weihrauch) finden will. Dies ist doch der Grund warum er auf diese Insel wollte. Doch erklärte man ihm bald das dies die falsche Insel ist🙁. Die richtige Insel heißt Chios und liegt nördlich von Samos. Nicht schlimm aber schade.

Abends wird es auch in dieser Bucht wieder sehr eng. Zwei türkische Katamarane legen sich ziemlich dicht auf uns. Und wie soll es auch anders sein, morgens hat der Wind gedreht und einer der beiden berührt uns fast vorne am Anker.

Peter geht vor und sagt während er mit der Hand das Boot fern hält, ganz ruhig:“Das ist aber nun doch zu eng, oder!?“ Kleinlaut gibt der Skipper dem Peter recht und macht sich von dannen. 😀

Nach der Stadt schauen wir uns noch die Klosterbucht auf Symi an und bleiben etwas.

Hier ist dann auch die Geschichte mit dem Gewitter passiert die ich schon in Worte gefasst habe.

Dann heißt es bald, auf nach Rhodos denn am Samstag kommt der Frank. Wir legen in der Rhodos Marina mit perfektem Service an, machen klar Schiff, bringen unsere Bettwäsche und Handtücher zur Wäscherei, ordern ein Auto um Frank vom Flughafen ab zu holen und bummeln durch die eindrucksvolle Altstadt von Rhodos. Eine bekannte Crew schenkt uns ihr übrig gebliebenes Essen🙏 und somit brauchen wir gar nicht mehr so viel einkaufen. Eine andere Crew bucht Peter als Taxi zum Lidl und so haben wir die Hälfte des Auto-Geldes wieder drin😉. Ein perfekter Tag denn Abends ist dann Frank an Bord und wir verbringen ihn auch dort ganz gemütlich.

Am nächsten Morgen starten wir dann nach Symi und zeigen Frank die zwei Orte wo wir schon waren und Pedi eine weitere Bucht von der wir dann mit dem Bus in die Stadt gefahren sind. Weitaus angenehmer wie in der tiefen Bucht zu ankern. Chalki können wir leider nicht machen weil der Wind wieder mal was anderes will. Wir sind also schon Mittwochs Abends wieder vor der Altstadt von Rhodos vor Anker und genießen auch mit Frank die Stadt. Donnerstags segeln wir noch Richtung Lindos , gehen baden und sind Abends wieder in der Marina. Wir ordern noch ein Auto für Freitags und machen eine tolle Tour über die Insel.

Abends noch Käptains-Dinnerr und am Samstag Morgen müssen wir leider schon wieder Abschied nehmen. War schön das du da warst. Bis denne

Ein aktiver Vulkan

Nisyros hat mit ihrer Vulkan -Athmosphäre, der idyllischen Unbekanntheit und ihrer Schönheit uns voll in ihren Bann genommen.

Es ist eine runde Insel die im Zentrum ihren Krater mit den größten aktiven Fumarolen der Welt in der Caldera hat. Es gibt nur drei Orte und einen Hafen. Buchten zum anlegen gibt es nicht. Man findet wilde schwarze von Bimssteinen übersäte Strände und nur wenige Touristen. Außer die Tagestouristen der anderen Insel die sich den Vulkan anschauen wollen.

Eine Legende besagt:

-Nisyros entstand durch den Kampf der Giganten. Als der Meeresgott Poseidon bemerkte das der besiegte Polyvotis ängstlich die Ägäis durchschreitet um sich zu retten, fand er ihn bei Kos, schnitt mit seinem Dreizack ein Stück von Kos ab, wirft es nach ihm und erschlägt ihn damit.

So entstand Nisyros und Polyvotis sendet mit jedem Atemzug aus den tiefen der Insel seine Seufzer aus dem Vulkan auf die Erde.- Schön nicht🙂.

Wir mieten uns ein Auto und erkunden die Insel. Nicht nur der Vulkan ist beeindruckend sondern auch Flora und Fauna. Sehr steil und im Inneren eine grüne Oase. Diese Insel hat uns sehr beeindruckt.

Die süßeste griechische Insel von der wir noch nie gehört haben.

Über Tilos segeln wir weiter nach Chalki.

Eine kleine Insel nördlich von Rhodos. Wir legen uns in eine schöne und sichere Bucht und genießen erst mal die Ankunft. Abends laufen wir über die Anhöhe in die Stadt die wirklich sehr schön bunt ist. Kleine Tavernen am Hafen, Fischer die ihre Langleinen mit Krabben bestücken und andere die bei einem Frappe‘ sich unterhalten. Eine schöne Atmosphäre. Wir genießen bei einem Glas Wein die abendliche Beleuchtung des Ortes und machen uns dann auf den Weg zurück.

Morgens gehen wir Anker auf zur Nachbarinsel Alimia die in Spuckweite ist. Dort genießt Peter einen Tauchgang am Wrack und ich bin mit dem SUP unterwegs an Land zu einer Erkundungstour durch eine deutsche Kaserne des 2. Weltkrieges. Nachmittags geht es zurück zur Bucht.

Kurz drauf kommt ein Charterboot in die Bucht und der Skipper ruft rüber, :“ Hallo, bist du Martina, ich habe euch auf Navily gesehen?!“

Navily ist eine App in der Buchten und Häfen von Seglern beschrieben werden. Echt praktisch zur Planung. Ich wusste gar nicht das man mich sieht. Ist aber echt nett. Der Skipper schwimmt später zu uns und wir unterhalten uns nett bei einem Bier. So Begegnungen lieben wir.

Sie verlassen aber bald wieder die Bucht denn sie wollen in den Hafen.

Kaum sind sie weg dreht in der Bucht der Wind und nimmt auch gehörig zu. Also müssen auch wir die Bucht verlassen und uns in die Bucht mit dem Hafen verholen. Das ist etwas schwierig weil es dort sehr tief ist und in den Hafen wollen wir nicht. Irgendwann sind wir dann vor Anker, genießen dieses Lichtermeer des Ortes und gehen ins Bett. Morgens früh merke ich während Peter beim Bäcker ist das wir slippen. Also Motor an und alles fertig machen und auf Peter warten. Kaum ist er da wird das Dinghi verräumt und wir starten zur nächsten Insel.

Wir erreichen die Dodekanes

2.6.-10.6.24

Wir verlassen die Kykladen mit der kleinen Insel Levitha und ihrem einzigen Bauern und segeln nach Leros in die Dodekanes. Wir sind nun in Rufweite der Türkei.

Leros hat als Verbannungsort eine traurige Tradition. Zur Diktatur gab es ein großes Internierungslager. Ab 1947 wurden hier die Kinder von kommunistischen Partisanen in „Kinderdörfern“ umerzogen und viel früher war es eine Lepra Station. Ab 1957 wurde in Lakki die größte psychiatrische Klinik Griechenlands eingerichtet in der bis zu 2700 „psychisch“ Kranke aus ganz Griechenland unter schrecklichen Bedingungen, teilweise nackt an Ketten, untergebracht wurden. Erst in den Achtzigern wurde die internationale Öffentlichkeit darauf aufmerksam und hat sich für die Menschen dort eingesetzt und die meisten enthospitalisiert. Wenn man ein wenig im Internet sucht findet man von dieser Klinik schreckliche Informationen.

Heute ist in Lakki eins der vier großen Flüchtlingslager Griechenlands und man sieht von der schrecklichen Vergangenheit nur noch eine große Ruine.

Wir machen in einer großen geschützten Bucht fest und werden gleich von einem befreundeten Segler begrüßt. Die Fahrt hierher war recht gemütlich und somit hatten wir einen langen Tag. Nach einem kleinen Spaziergang und einem Glas Wein sind wir auch früh ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen sind wir dann nach Lakki getrampt und die Fahrerin erzählte uns von der traurigen Vergangenheit.

Die Stadt selber hat viel von den Italienern behalten. Viele Venezianischen Häuser erkennt man. Wir schauen uns das Militär-Museum an und lernen das hier die Deutschen, Engländer und Italiener im 2. Weltkrieg gewütet haben.

Wir fahren mit dem Bus in die Mitte der Insel und wandern von einem Ort zum anderen. Aber die Hitze lässt uns das ganze abbrechen und wir sind am frühen Abend wieder an Bord. Wir schauen uns noch eine andere empfohlene Bucht mit dem Boot an und segeln dann schon bald weiter nach Kalymnos.

Uns hat diese ehemalige Schwamm Insel Kalymnos sehr gut gefallen. Die viertgrößte Insel der Dodekanes und berühmt bei allen Kletterern und Höhlenwanderern. Sehr gut ausgewiesene Klettersteige in allen Schwierigkeitsstufen. Im Frühjahr und Herbst strömen somit die Kletterer auf diese bezaubernde und authentische Insel. Wir entdecken unzählige Steinkauze die am Tag sogar aktiv sind da sie Nestpflege betreiben oder Agamen die sich sonnen. Hier verbringen wir einige Tage an einer Boje und genießen das kommen und gehen der anderen Boote und kleine Wanderungen. Wir treffen auch unsere Freunde der Lazy Lady wieder und verbringen bei der Bojen-Besitzerin in der Taverne, sehr nette Abende.

Da sich aber unser Freund Frank angemeldet hat der uns auf Rhodos besuchen will, geht es dann bald weiter nach Kos.

Wir versuchen rechtzeitig am ausgemachten Ort zu sein und lassen uns dann nicht mehr ganz so viel Zeit auf den Inseln. Damit wir ein Wetterpuffer haben.

Aber Kos hat uns tatsächlich auch nicht richtig gefesselt. Die erste Insel auf denen man Bettenburgen sieht. Sie möchte sich eben auch etwas von der Scheibe des Tourismus abschneiden. Die Insel hat im Gegensatz zu Kalymnos schöne Sandstrände die bei der Masse an Urlaubern mehr gefragt sind.

Uns gefallen die etwas kleineren Inseln besser die auch Touristisch sind aber eben in Maßen. So entscheiden wir uns Kos etwas links liegen zu lassen.

Was mir hier in den Dodekanes auffällt ist, das man nicht mehr die typischen weißen Häuser mit blauen Fensterläden sieht sondern sind es nun mehr kunterbunte Häuser. Ebenfalls sind die Kirchen in einem ganz anderen Baustil und man sieht ab und zu eine Moschee.

Daran merkt man auch das wir nur noch 5 km von der Türkei weg sind.

An eine liebe Wiener Crew da draußen

Da ich euch nicht anders erreichen kann, sage ich es eben hier.

Ich finde es toll das ihr eure Lebensmittel und die Getränke nicht in den Müll geschmissen habt. Denn so sind wir auch gestrickt.

Nicht nur das Ressourcen geschont werden sondern auch weil nun unser Kühlschrank rappel voll ist und wir heute einen leckeren Wein auf euch trinken können.

Habt eine gute Zeit und bleibt wie ihr seid. Vielleicht treffen wir und irgendwo mal wieder.

Ganz liebe Grüße.

Fortsetzung

Es ist nun schon halb elf und stockdunkel. Bei jedem Blitz kann ich sehen das alle Boote ständig anders stehen da andauernd der Gewitterwind aus einer anderen Richtung weht. Peter ist noch an Bord und ich sehe um uns einige Positionslichter, das mir sagt das Boote unterwegs sind.

Neben uns lagen zwei Türkische Boote die im Päckchen lagen. Das heißt sie haben sich zusammen gebunden.

Nun bei diesem Gewitter mussten sie sich ja schnell lösen, was aber nicht ging da sich ihre Anker zusammengeknotet hatten.

Und Alina mitten drin in diesem Dilemma.

Als es sich etwas entspannt hatte kam Peter mit dem Dinghi angesaust um mir zu sagen das ich schnell bezahlen soll.

Er war ziemlich aufgewühlt und sauste erst mal wieder zurück zum Boot um mir fürs zahlen etwas Zeit zu geben und dort auf zu passen.

Bald war ich auch wieder an Bord. Das Gewitter hatte sich dann auch beruhigt. Wir haben noch mal alles kontrolliert. Die Türken haben sich in der Bucht verteilt und wir konnten ins Bett gehen.

Schlafen konnte ich nach alledem nicht besonders gut und eines habe ich daraus gelernt, das wir bei solchen Wetteranzeichen immer gemeinsam an Bord zurück gehen.

Auch wenn der Tisch noch voll steht. Das muss in diesem Moment egal sein!!

Ein aktueller Moment

Wir sitzen im Restaurant in der Klosterbucht von Symi.

Ich nutzt hier das Internet um endlich unseren Blog hoch zu laden und etwas Büro zu machen. Danach wollen wir eigentlich um die Bucht wandern.

Plötzlich sind wir mit weiteren zwei Tischen in einem intensiven Gespräch. Wir sagen unsere Wanderung ab und genießen lieber diese Begegnung.

In diesem Gespräch merken wir aber nicht das ein Gewitter heranzieht. Wir haben Wein bestellt und einen griechischen Salat. Alles steht auf dem Tisch. Die ersten Tropfen fallen. Blitze leuchten auf.

Der Donner lässt uns hören das das Gewitter schon sehr nah ist.

Wir haben bei der Hitze natürlich alle Fenster auf.

Die Nachbar-Tische verschwinden auf ihre Boote. Was machen wir mit unserem vollen Tisch.

Peter schlägt vor zum Schiff zu paddeln und alles dicht zu machen. Ich bleibe hier.

Natürlich hat er sein Handy bei mir gelassen so können wir uns nicht erreichen. Was jetzt?

Nachdem er eine Weile weg ist merkt man das sich das Gewitter verzieht. Gott sei Dank gab es keinen Böenkragen. Zumindest bis jetzt.

Es ist ein komisches Gefühl nicht mit Peter bei dieser Gefahr an Bord zu sein sondern hier, handlungsunfähig in diesem Lokal zu sitzen und ab zu warten wie das Gewitter weiter zieht.

In diesem Moment sehe ich das unser Nachbar Anker auf genommen hat. Warum?? Ich mache mir Sorgen. Sind sie uns zu nahe gekommen?

Ich weiß es nicht und das macht mich etwas unruhig.

Gut das Peter an Bord ist. Ihm vertraue ich Alina zu 100% an.

Der Regen lässt langsam nach. Ab und zu donnert es noch und Blitze leuchten auf.

Um Alina sind Boote unterwegs. Ich sehe es an den Lichtern. Ich fühle mich total hilflos.