Antiparos, Schionousa, Koufonisi

19.5.24-26.5.24

Die kleinen Kykladen von denen ich noch nie gehört hatte.

Neben Paros liegt die kleine Insel Delos die ein Hotspot der Antike ist und mit Tempel und Figuren damals das religiöse Zentrum Griechenlands darstellte und heute tausende Touristen anzieht.

Wir haben sie links liegen lassen und sind gleich nach Antiparos in eine wunderschöne große Bucht gesegelt. Dort steht der große Apollo Tempel den man erst vor kurzem(1993) entdeckt hat und immer noch weitere Teile entdeckt und restauriert. Es wird nun schon vermutet das er noch älter wie Delos ist. Wir konnten leider nicht hin da es geschlossen war, haben es aber sehr aus der Entfernung genossen.

Endlich ist die Wassertemperatur knapp über 20 °C und auch ich kann mich zu sehr kurzem schwimmen aufraffen. Aber auch nur um zu duschen.😋

Peter beginnt die Griffe für die Backskisten zu montieren. Wir versuchen immer kleine Arbeiten zu erledigen und alles was uns auffällt auch gleich zu richten. Wie zuhause. Am Haus ist auch immer etwas zu tun.

Plötzlich ruft uns jemand, ich springe nach draußen und sehe das die SY Sunny neben uns anhält.

Wir freuen uns sehr die beiden die wir letztes Jahr in den Sporaden kennengelernt haben, wieder zu sehen. Als sie kurz drauf in der Ferne fest sind fahren wir mit dem Dinghi rüber und begrüßen die beiden. Wir verabreden uns für den Abend den wir dann auch total genießen.

Es ist einfach toll wenn man bekannte Gesichter wieder trifft.

Uns zieht es aber am nächsten Tag weiter denn der Wind soll passen. Ich lege unter Segel ab und es toll diese schöne Bucht gemütlich an mir vorbei ziehen zu lassen und die zweite Tasse Kaffee zu genießen.

Keine 2 Stunden später ist der Wind schon wieder so stark das wir das Segel gehörig verkleinern müssen. Wir gehen ins 2. Reff. Während ich segel macht der Peter unten Wasser und füllt den Wassertank und meine Trinkflaschen wieder auf. Wir trinken das Wassermacher Wasser sehr gerne. Es schmeckt sehr gut. Die fehlenden Mineralien füllen wir durch etwas Saft auf und es gibt in jedem Lokal erst mal eine Flasche Wasser wenn man sich hinsetzt. Bis jetzt haben wir noch keinen Mangel festgestellt.

Die nächste Insel auf der wir zwei Tage verweilen ist Schionousa. Die Magie dieser Insel ist wunderbar. Als wenn die Zeit auf dieser kleinen Kykladeninsel stehen geblieben wäre. Es gibt nur zwei Orte. Die Hauptstadt (Chora) auf dem Berg und ein sehr kleiner charmanter Hafen. Wir erwandern beides und lieben diese Insel auf Anhieb. Eine sehr authentische griechische Insel auf der die Zeit wohl stehen geblieben ist.

Aber leider müssen wir weiter. Der Wind zwingt uns dazu.

Wir sind sehr früh unterwegs, treffen auf zwei Delfin-Mütter mit ihren Jungen. Es ist immer wieder wundervoll diese Tiere zu treffen und uns ist auch bewusst das dies ein riesen Privileg ist und bestimmt nicht selbstverständlich. Unsere Welt ist sooo schön.🥰

Bald liegen wir in einer karibischen Bucht auf Koufonisi. Das Wasser ist wahnsinnig in den Farben. Der Wind ist recht stark aber der Halt ist sehr gut.

Wir merken nun immer mehr das hier die Saison beginnt. Die Bucht ist schon recht voll was aber nicht unangenehm ist. Auch andere möchten die schönen Flecken dieser Erde entdecken😉

Wir bleiben hier zwei Nächte und genießen das kommen und gehen der verschiedenen Boote, die Farben des Wassers und die zerklüfteten Felsen mit den vielen Höhlen. Leider können wir dort nicht schnorcheln da der Wind zu stark und auflandig ist. Aber wir wandern über die Insel in die Stadt.

Dann nervt mich aber bald der laute Wind und das rollende Boot und so rege ich an hoch nach Naxos in eine geschützte Bucht zu gehen um dort den zunehmenden Wind abzuwettern.

Ja ich weiß, es ist immer wieder das Thema Wind. Aber der ist hier in den Kykladen auch sehr dominant und wir können das leider nicht umgehen.🤪

Aktuell sind wir sehr nah an der türkischen Grenze. Und ohne es zu merken hat der Türke unser Datenvolumen vom Router gefressen da ich es nicht schaffe um zu stellen😏.

Somit ist es nicht immer Sonntag wenn was kommt, sondern nur dann wenn ich in einer Taverne mit Wifi bin. Sorry!

Unser Generator ist Schrott

Im Herbst, beim ersten Mal laufen lassen, haben wir gemerkt das der Generator heiß wird. Kaum waren wir auf dem Boatyard hat Peter den Generator zerlegt und wir haben in Deutschland die benötigten Teile bestellt und mitgenommen.

Sieht so noch ganz gut aus

Die ersten Tage haben wir alles gesäubert. Alle Kühlgänge waren total zu. Das Gerät wurde wohl nie mit Süßwasser gespült.

Als dies soweit fertig war hat sich Peter um den dazugehörigen Dieselmotor gekümmert. Auch dort, alles zu!!

Beim säubern hat er dann festgestellt das der Zylinderkopf durch ist. Das ist ein Schock.

Denn nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden das es den Motorhersteller nicht mehr gibt.

Trotzdem habe ich den Vertreter des Fischer Panda in Athen angeschrieben. Schnell kam die Antwort. Es tut ihnen sehr leid aber sie können nichts besorgen da es nicht mehr produziert wird.

Die beiden die ich in Deutschland angeschrieben habe, lassen mit ihrer Antwort noch immer auf sich warten. Wir kommen also nicht weiter.

Wenn sich nichts ergibt ist das ein riesen Posten der auf uns zu kommt. Nicht nur das wir schon Teile gekauft haben sondern ein neuer kostet bald 10000€. Und das nur um den Tauch Kompressor zu betätigen?! Na ich weiß nicht.

OK. Vielleicht noch als Strom Backup falls tagelang keine Sonne scheint.

Drückt die Daumen.

Deutschland hat nach Tagen endlich geantwortet. Es gibt nichts mehr!

Der Schock ist groß und hat eine Weile an uns genagt. Nach ein paar Tagen dachte ich mir warum frage ich nicht noch andere Länder an?

Gedacht, getan. Ich habe Rumänien, Kroatien, Mazedonien und Bulgarien angeschrieben.

Nur Bulgarien hat geantwortet und uns an eine Deutsche Adresse vermittelt. Nachdem diese Adresse erklärt hat das es nichts mehr gibt, hat sie uns weiter vermittelt.

Dies ist eine Firma die alles von Farymann aufgekauft hat. Also schnell noch eine Mail dorthin gesendet.

Am gleichen Tag kommt die Antwort, rufen Sie mich an vielleicht kann ich helfen.

Das haben wir getan und es stellte sich raus das er auch ganze Geräte der Bundeswehr abgekauft hat. Er baut den Zylinderkopf ab und schickt uns Fotos.

Ist das wahr oder träume ich?! Die Bilder kommen schnell und Peter gibt grünes Licht. Eine sehr freundliche Person bringt es sehr schnell auf den Weg zu uns und sendet sogar noch das Werkstatthandbuch mit. Kann das alles wahr sein oder sind wir einem Betrüger aufgesessen?

Denn wir mussten das Geld natürlich per Vorkasse schicken. Ich glaube nicht, aber wer weiß das schon.

Drückt die Daumen das alles klappt und nicht so lange dauert.

Das Leben auf dem Boat Yard

Dieses mal habe ich eine Weile gebraucht bis ich mich wieder an dieses Leben gewöhnt habe.

Viele Annehmlichkeiten vom normalen Landleben gibt es nicht mehr. Es ist nasskalt und windig. Die ganze Zeit die Heizung laufen lassen, tun wir nicht. Nur Morgens und Abends. Morgens ist es so. Der erste der wach ist springt in Windeseilen aus dem kuschelig warmen Bett, und macht die Heizung an. Dann schnell wieder ins warme Bett🤣. Eine halbe Stunde später stehen wir dann auf und frühstücken. Unsere Batterieleistung ist gut und wir können mit dem Wasserkocher unser Kaffeewasser machen.

Die Toilettengänge sind etwas blöd. Das muss gut kalkuliert werden😋. Denn wir müssen ja erst die Leiter runter und rüber zur Toilette laufen. Und das egal wie das Wetter ist. Wie früher mit dem Plumpsklo auf dem Hof.

Mit meinem Knie geht das schon sehr gut und ich habe nur noch manchmal schlechte Tage. Ich denke wenn es wärmer wird, wird auch das besser.

Wir haben schon sehr viel gemacht und die Tage vergehen ohne Sonntag und Feiertage. Auf dem Yard vergessen wir das einfach. Wir müssen uns wieder zwingen.

Fast alle must to do sind erledigt. Und ich mache schon Dinge die gar nicht auf meiner Liste stehen. Zum Beispiel in den Bädern und der Küche das Silikon erneuern.

Zwischen drin hat Peter immer wieder anderen geholfen und wir waren deswegen des öfteren Abends lecker auswärts essen. Auch hatten wir so die Möglichkeit mit im Auto zu sitzen und einen Ausflug zu den heißen Quellen nach Loudra zu machen.

Das hat meinen alten Knochen richtig gut getan.

Die Zeit auf dem Boat Yard ist immer sehr intensiv und anstrengend. Aber es macht auch Spaß.

Nun einfach mal ein paar Bilder von unseren Arbeiten.

Und vieles vergessen zu fotografieren.

Davids verbessert(da hängt das Dinghi dran), Backskisten (Stauraum) verbessert, Wassermacher Ventil eingebaut, am Unterwasserschiff ein paar Stellen erneuert, Funkgerät korrekt eingestellt und dann unser Generator. Das ist eine lange Geschichte und noch nicht vorbei. Da schreibe ich mal extra rüber.

Wir hatten aber auch ein paar schöne Freizeitmomente:

4.3.-12.3. Zurück auf dem Boatyard

Nachdem an den letzten Tagen in Deutschland noch viel auf uns eingeprasselt ist und wir sehr viel mit dem Auszug vom Senior und dem Einzug der neuen Mieter zu tun hatten, kehrte dann nun etwas Ruhe ein.

Kaum saßen wir am Bahnhof viel einiges von uns ab. Und als die Lautsprecherdurchsage kam: „Der ICE ….aus Kassel hält heute nicht in Wiesloch. Es tut uns Leid.“ ähh what?

War es uns eigentlich egal. Denn wir hatten genug Zeit eingerechnet. Ein kurzer Blick aufs Handy und die neue Verbindung stand. Wir haben in Mannheim sogar noch unseren Anschlusszug bekommen.

Am Flughafen lief alles wie geschmiert und das wenige Übergepäck war auch kein Problem.

In Athen war es eine richtige Rückkehr. Ich kannte mich aus und wusste wo ich das Busticket für in die Stadt kaufen konnte und auch wo die Haltestelle ist. Das war total stressfrei und angenehm.

Wir haben uns für die erste Nacht ein B&B in der Stadt genommen, was sehr gut war.

Dieses war extra in der Nähe der Bushaltestelle und der Metro so das wir mit unserem Gepäck nur kurze Wege hatten.

Nach einem leckeren Mal sind wir früh ins Bett. Reisen ist einfach immer wieder anstrengend.

Am nächsten Tag sind wir mit der Metro zum Bahnhof und von dort nach Chalkida auf Euböa (Evro).

Der öffentliche Verkehr läuft hier eigentlich ganz gut und ist auch recht günstig. Für ca. 100km Bahn haben wir pro Nase 5,50€ bezahlt.

In Chalkida hat uns ein Freund vom Boatyard abgeholt. Das ist sehr nett denn es sind nochmal 85km durch die Berge. Unterwegs noch kurz einkaufen.

Aber dann hatten wir es geschafft und standen vor unserer Alina. Außen war alles in Ordnung und auch als wir reinkamen gab es keinen feuchten Muff oder sonstige Überraschungen. GOTT SEI DANK, ALLES GUT!!

Dann hieß es erst mal sich wieder einrichten und die Einkaufssachen verräumen. Denn wenn wir das Boot verlassen werden alle Polster hochgestellt und alle Schränke geöffnet, damit alles gut belüftet wird.

Als es dunkel wird sind wir dann auch fertig und gönnen uns ein leckeres Ankunftsbier.

Hier herrscht noch der Winter. Es ist noch recht kalt und regnerisch. Auf den Bergen am Festland liegt noch dick der Schnee. Auch die Frühlingsblüher verstecken sich noch denn der Wind ist recht stark.

Am nächsten Tag beginnen wir mit unseren Arbeiten. Die größte ist unser Generator. Den haben wir nie gebraucht aber bei einem Test festgestellt das er heiß wird. Er wird nicht richtig gekühlt.

Peter nimmt ihn total auseinander und stellt fest das dieses Problem wohl auch schon lange vor uns war.

Alles wird am Generator gut gereinigt und plangeschliffen. Eine Wahnsinns Arbeit! Als der Generator fertig ist schaut er auch auf den dazugehörigen Dieselmotor. Der sieht nicht besser aus.

Alles ist zu und konnte nicht mehr gekühlt werden. Im Zylinder sieht man leichte Riefen. Aber das geht noch. Und dann der Schock. Der Zylinderkopf ist durchgerostet. Abbruch, und was nun?

Währenddessen laufen auch andere Arbeiten. Schöne Arbeiten! Wir ziehen die Segel hoch und sehen die Arbeit des Segelmachers, die sehr gut gelungen ist.

Dieser Segelmacher bringt auch unser neues Bimini und die Sprayhood. Sehr schön!! Danke Dimitris!

So nah liegt negatives und positives beieinander. Jetzt müssen wir erst mal wegen dem Generator recherchieren.

Peter ist auch viel bei den zwei anderen Seglern und hilft dort. Diese sind extra gekommen und gehen am Wochenende wieder. Das hält bei uns einiges auf, aber das ist ok.

Der Countdown beginnt

Am Montag geht es zurück nach Griechenland und der Stress beginnt.

Alles soll noch fertig werden und jeden wollen wir noch mal besuchen.

Heute ist sogar das Dachfenster gekommen und Peter muss es noch bei der Sigrid einbauen.

Das Wetter passt, also los.

Die Wohnung vom Senior ist auch noch nicht ganz leer und am Samstag ist die Übergabe.

Wird schon. Einfach positv denken.🤣

Die Abende sind voll um noch liebe Freunde zu treffen.

Es ist ziemlich viel, aber ok.

Wir werden schon fertig werden.

Resümee nach diesem Winter zu Hause.

Für mich war es sehr gut und wichtig nach Hause zu kommen. Und wir haben hier erlebt, das es auch für alle anderen wichtig war. Besonders für die direkte Familie.

Ich mag keine Minute missen. Jaaa, ok. Die OP hätte ich nicht gebraucht. Aber ich freue mich jetzt um so mehr auf schöne Wanderungen ohne Schmerzen.

Es ist viel passiert hier, es gibt massive Änderungen und es war gut das wir alles organisieren konnten.

Nun freue ich mich auf Alina und hoffe das dort alles in Ordnung ist.🖐

Nicht mehr lange!

Mitte November ging es nach Deutschland und nun sind wir kurz davor wieder nach Griechenland zu gehen.

Die Zeit ist rasend schnell vorbei gegangen und wir haben Familie und Freunde sehr genossen.

Anfang Dezember wurde mir gesagt das mein Knie nicht zu retten ist und ich ein neues Knie brauche. Die Stationen bis zur OP waren sehr kurz und so hatte ich am 5.1.24 schon den OP-Termin.

Ich habe kurz überlegt ob es nicht eventuell mit der Reha zu kurz ist aber dann beschlossen das 8 Wochen reichen (müssen).

Wir haben die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel intensiv mit der Familie und den Freunden verbracht und ich will diese Pause vom segeln auch nicht missen. Diese Zeit war für mich sehr wichtig. Ich habe kaum an Alina gedacht nur immer wieder mal das Wetter dort gecheckt. Ich hatte nie Angst um sie da ich wusste es ist jemand dort der nach dem Rechten schaut.

Also konnte ich mich ganz auf das Knie konzentrieren und mich in ein paar Wochen auf tolle und Schmerzfreie Wanderungen freuen.

Es gibt zwei OP-Arten. Einmal die Teilprothese auch Schlitten genannt, die nicht ganz so umfangreich ist und auch schneller überstanden ist. Oder eben das komplette Knie, sprich Knie TEP oder Knieendoprothese. Für eine Teilprothese war mein Knie schon zu kaputt. Ich mache da ja auch schon viele Jahre mit herum. Also musste bei mir die Knie -TEP gemacht werden.

Da ist der Eingriff größer und die Genesung etwas langwieriger. Es geht etwas langsam aber stetig bergauf. Es gibt gute Tage und schlechte Tage aber ich muss halt Geduld haben und immer trainieren um wieder in die komplette Beugung zu kommen. Das mache ich auch.

Aber nun Schluss mit diesem Thema.

In zwei Wochen geht es zurück nach Griechenland. Jeden Abend ist etwas anderes. Denn alle Lieben wollen uns noch mal sehen. ❤❤ Der Terminkalender ist voll.

Nun muss Peter noch den Umzug seines Vaters stemmen, das ist echt krass. Und ich kann leider nicht helfen.

Die Koffer mit Teilen für Alina sind schon eine Weile gepackt um zu schauen ob wir alles unter bekommen oder auch was schicken müssen. Es ist knapp aber es langt. 😂

Jetzt genießen wir noch die restliche Zeit mit dem ganzen Herzen.

Ich melde mich mit einem Liedtext zurück

Weil sich Träumen lohnt

Träume kommen und gehen und bleiben

wie Wellen auf dem Meer.

Manchmal werden sie Wirklichkeit

nur dran glauben fällt oft schwer.

Was sie uns dann sagen wollen

können wir erst nicht verstehen.

Was wir wirklich haben wollen

haben sie schon längst gesehen.

Es ist ernüchternd, schon zu wissen

die meisten Chancen sind verteilt.

Denn die Vernunft hat kein Gewissen

macht selbst vor Liebe niemals halt.

Es bleibt die Antwort auf die Frage

die in deinem Herzen wohnt.

Weil sich träumen lohnt

Weil sich träumen lohnt …

Träume sind wie Wegebereiter, in eigener Mission.

Spinnen unsere Fäden weiter von der Erde bis zum Mond.

Verführen uns mit Leichtigkeit, weil für sich nichts unmöglich scheint.

Wenn in unserer Wirklichkeit, kein Ausweg übrig bleibt.

Denn für sie schließt sich keine Tür, sie geht woanders wieder auf.

Man kann die Schlüssel nie verlieren, solang man weiter an sie glaubt.

Es bleibt die Antwort auf die Frage, die in deinem Herzen wohnt.

Weil sich träumen lohnt

Weil sich träumen lohnt…

Weil sich träumen lohnt…

Weil sich träumen lohnt…

Weil sich träumen lohnt …

Es bleibt die Antwort auf die Frage, die in deinem Herzen wohnt

Weil sich träumen lohnt …

Weil sich träumen lohnt.

Gregor Meyle

Ab jetzt wieder regelmäßig.

Jahresende

Nun sind wir schon 3 Wochen zuhause. Ich genieße es sehr und hatte mich auch sehr darauf  gefreut.

Wir verbringen sehr viel Zeit mit unserer Familie und unseren Freunden. Das ist echt nach der Zeit auf dem Wasser sehr schön und auch sehr wichtig für mich. Das habe ich nun gemerkt. Ich genieße zwar die Einsamkeit der Natur und die vielen neuen Begegnungen. Doch es ist auch immer wieder sehr anstrengend und intensiv sich mit neuen Orten und Menschen zu Recht zu finden. Und alle Erlebnisse und Begegnungen haben auch wieder den Abschied zur Folge. Das ist schon ein wenig belastend.

Nun genieße ich den normalen Alltag, stürze mich ins Geschäft und regle mein Büro und versuche den Garten vor den Wintereinbruch winterfest zu machen. Das gelingt mir leider nicht ganz denn der Hexenschuss zwingt mich zum Abbruch. Mein Rücken mag das nass kalte Wetter nicht  😀.

Auch Peter genießt es. Er stürzt sich auch sofort wieder zu 100 % ins Vereinsleben und ist da wo er gebraucht wird..😃

Die Ersatzteile für unseren Generator und andere Sachen die wir noch brauchen oder wollen sind schon fast alle besorgt also kehrt auch bei uns nun die winterliche Ruhe ein und wir können die Adventszeit mit vollen Zügen genießen. Sogar mit ein wenig Schnee.

Ich verabschiede mich nun bis ins neue Jahr und wünsche allen die hier lesen eine schöne Adventszeit, traumhafte Weihnachten mit der Familie und einen feucht fröhlichen Rutsch ins neue Jahr.

Ach was mir noch einfällt.  Ich wüsste gerne ob ihr irgendwelche Fragen habt, was euch besonders interessiert. Wenn ihr es nicht über die Kommentare schreiben wollt ist hier meine Mailadresse tinahack(ät)t-online.de

Würde mich echt freuen. ✍👋

Unsere Route 2023 und mein Rèsume‘

https://maps.app.goo.gl/GyKsMfLGJS2jJ9zq7?g_st=org. (Wenn ihr die Liste ganz nach unten scrollt könnt ihr alle Punkte sehen wo wir waren)

Es fing mit einem Traum an und wurde zu einem Ziel auf das wir hin gearbeitet und gelebt haben.

Und hat sich mein/unser Traum erfüllt?

Ja! Wir sind mit unserem Boot auf dem Wasser und leben unseren Traum!

Erst mal mussten wir das Boot kennen und vertrauen lernen. Und auch wir mussten lernen uns seglerisch zu vertrauen. Auch die Enge auf dem Boot ist zu Anfang nicht immer einfach gewesen.

Nun, nach über acht Monaten ist unsere kleine Alina für uns riesengroß geworden obwohl wir die Kabine vorne in der Spitze noch nicht mal nutzen. In Wirklichkeit braucht man gar nicht viel Platz!

Es gab aber auch Momente wo ich gerne alles hingeschmissen hätte. Wo mir alles zu viel war!

Das war die Zeit als wir noch nicht unser Gleichgewicht gefunden hatten. Wir hetzten von einem Spot zum nächsten um an einem bestimmten Datum ganz oben im Norden zu sein. Das ist nicht der Traum von mir. Mein Traum ist es, Land und Leute kennen zu lernen und das Segeln als fahrbaren Untersatz zu nutzen. Wir haben wunderschöne Orte kennengelernt aber keine Zeit sie richtig einzuatmen und zu genießen.

Mitte August waren wir dann am Treffpunkt und konnten von dort an den Gang raus nehmen.

Wir haben fortan wunderbare Orte kennengelernt und konnten sie auch tief in uns einatmen. Wir hatten nun Zeit an einem Ort die Natur zu genießen in all ihren Facetten. Die Stille die schon fast weh tat zu erfahren und die absolute Dunkelheit an einsamen Orten zu genießen.

In diesen Momenten habe ich gespürt das ich hier richtig bin. Ja ich lebe meinen Traum!

Oft war es mir mulmig wenn wieder mal ein Sturm angesagt war. Und das waren echt nicht wenige. Aber wir haben beim festmachen an der Mole oder beim ankern mit Landleine uns so lange abgesichert bis wir uns sicher waren das wir so den Sturm überstehen können. Alina ist ein starkes Boot mit super Ankergeschirr und ich konnte immer gut schlafen und mich auf sie verlassen.

Beim segeln spüre ich es besonders wie ich der Natur ausgeliefert bin.Ich fühlte mich manchmal so hilflos da ich das Wetter nicht beeinflussen kann. Wir haben uns einfach (na ja, einfach war es nicht immer) dem Wetter mit unserem Verhalten angepasst, darauf reagiert, gehandelt. Indem wir den Kurs gewechselt haben, das Segel angepasst wurde, aus einer Bucht geflüchtet sind oder mehr Festmacher Leinen befestigt wurden. Es war nach einem der vielen Starkwind-Phasen immer wieder toll zu erkennen das wir die Kontrolle durch unser Wissen behalten haben. Es war schön zu erleben das wir in schwierigen Situationen gut zusammen arbeiten. Und es hat mich auch etwas stolz gemacht das ich alles machen kann. Denn wir sind der Meinung das jeder von uns alles alleine schaffen muss falls der andere mal nicht kann. Und das funktioniert echt gut! Ich habe in diesem Jahr sehr viel dazu gelernt!

Segeln ist eine komplexe Situation und wir mussten oft durch sehr schnelles handeln reagieren da es sonst schnell gefährlich werden kann. Und das haben wir geschafft was mich sehr freut und Stolz macht.

Neben der tollen Natur haben wir auch tolle Menschen kennengelernt. Vor allem natürlich Segler mit spannenden und interessanten Geschichten hinter ihrem Lebensmodell. Alle waren total unterschiedlich aber auch irgendwie doch nicht. Denn das segeln hat uns alle verbunden. Ich bin froh um jede Person die ich kennengelernt habe.

Die Griechen sind toll. Super freundlich und herzlich mit dem Herz an der richtigen Stelle. Und wir waren sehr oft von der Ehrlichkeit begeistert. Es ist wirklich perfekt von hier unseren Traum zu starten.

Ein Segler der schon um die ganze Welt gesegelt ist, hat es mal so gesagt. „Ich habe alles gesehen. Aber hier gehe ich nicht mehr weg denn hier ist es am schönsten!“

Das können wir noch nicht beurteilen. Wir können aber schon sagen das dieses Land viele wunderschöne Ecken hat. Es sind einfach zu viele Inseln und wir haben viele noch nicht gesehen. Darum haben wir beschlossen noch ein Jahr hier in Griechenland dran zu hängen und dann erst weiter durchs Mittelmeer zu ziehen.

Also das heißt,es geht weiter!!!!!!!

„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren.“ (Vincent van Gogh)