2.6.-10.6.24
Wir verlassen die Kykladen mit der kleinen Insel Levitha und ihrem einzigen Bauern und segeln nach Leros in die Dodekanes. Wir sind nun in Rufweite der Türkei.

Leros hat als Verbannungsort eine traurige Tradition. Zur Diktatur gab es ein großes Internierungslager. Ab 1947 wurden hier die Kinder von kommunistischen Partisanen in „Kinderdörfern“ umerzogen und viel früher war es eine Lepra Station. Ab 1957 wurde in Lakki die größte psychiatrische Klinik Griechenlands eingerichtet in der bis zu 2700 „psychisch“ Kranke aus ganz Griechenland unter schrecklichen Bedingungen, teilweise nackt an Ketten, untergebracht wurden. Erst in den Achtzigern wurde die internationale Öffentlichkeit darauf aufmerksam und hat sich für die Menschen dort eingesetzt und die meisten enthospitalisiert. Wenn man ein wenig im Internet sucht findet man von dieser Klinik schreckliche Informationen.
Heute ist in Lakki eins der vier großen Flüchtlingslager Griechenlands und man sieht von der schrecklichen Vergangenheit nur noch eine große Ruine.
Wir machen in einer großen geschützten Bucht fest und werden gleich von einem befreundeten Segler begrüßt. Die Fahrt hierher war recht gemütlich und somit hatten wir einen langen Tag. Nach einem kleinen Spaziergang und einem Glas Wein sind wir auch früh ins Bett gefallen.



Am nächsten Morgen sind wir dann nach Lakki getrampt und die Fahrerin erzählte uns von der traurigen Vergangenheit.
Die Stadt selber hat viel von den Italienern behalten. Viele Venezianischen Häuser erkennt man. Wir schauen uns das Militär-Museum an und lernen das hier die Deutschen, Engländer und Italiener im 2. Weltkrieg gewütet haben.




Wir fahren mit dem Bus in die Mitte der Insel und wandern von einem Ort zum anderen. Aber die Hitze lässt uns das ganze abbrechen und wir sind am frühen Abend wieder an Bord. Wir schauen uns noch eine andere empfohlene Bucht mit dem Boot an und segeln dann schon bald weiter nach Kalymnos.




Uns hat diese ehemalige Schwamm Insel Kalymnos sehr gut gefallen. Die viertgrößte Insel der Dodekanes und berühmt bei allen Kletterern und Höhlenwanderern. Sehr gut ausgewiesene Klettersteige in allen Schwierigkeitsstufen. Im Frühjahr und Herbst strömen somit die Kletterer auf diese bezaubernde und authentische Insel. Wir entdecken unzählige Steinkauze die am Tag sogar aktiv sind da sie Nestpflege betreiben oder Agamen die sich sonnen. Hier verbringen wir einige Tage an einer Boje und genießen das kommen und gehen der anderen Boote und kleine Wanderungen. Wir treffen auch unsere Freunde der Lazy Lady wieder und verbringen bei der Bojen-Besitzerin in der Taverne, sehr nette Abende.










Da sich aber unser Freund Frank angemeldet hat der uns auf Rhodos besuchen will, geht es dann bald weiter nach Kos.
Wir versuchen rechtzeitig am ausgemachten Ort zu sein und lassen uns dann nicht mehr ganz so viel Zeit auf den Inseln. Damit wir ein Wetterpuffer haben.
Aber Kos hat uns tatsächlich auch nicht richtig gefesselt. Die erste Insel auf denen man Bettenburgen sieht. Sie möchte sich eben auch etwas von der Scheibe des Tourismus abschneiden. Die Insel hat im Gegensatz zu Kalymnos schöne Sandstrände die bei der Masse an Urlaubern mehr gefragt sind.



Uns gefallen die etwas kleineren Inseln besser die auch Touristisch sind aber eben in Maßen. So entscheiden wir uns Kos etwas links liegen zu lassen.
Was mir hier in den Dodekanes auffällt ist, das man nicht mehr die typischen weißen Häuser mit blauen Fensterläden sieht sondern sind es nun mehr kunterbunte Häuser. Ebenfalls sind die Kirchen in einem ganz anderen Baustil und man sieht ab und zu eine Moschee.

Daran merkt man auch das wir nur noch 5 km von der Türkei weg sind.



































































































































