Wir verlassen Korfu,

und segeln zu den vorgelagerten kleinen Inseln Erikousa und Othonoi. Dies soll unser Absprung nach Italien sein.

Die Fahrt dorthin führt uns durch die Engstelle von Korfu und Albanien. Wir haben etwas Strömung gegen uns aber der Wind passt und wir können ohne besonderen Vorkommnisse dort hindurch segeln. Wir sehen auf der Nordwestseite von Korfu noch die wunderschöne Steilküste die immer kleiner wird und langsam im Dunst verschwindet. Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir auf Erikousa an und lassen in gutem sandigen Ankergrund den Anker fallen.

Erikousa ist die nördlichste Insel des ionischen Meeres. Ihr Name kommt von dem Busch „Reiki“ der auf der ganzen Insel wächst und im Oktober die Insel mit seiner lila Farbe umhüllt. Die Insel ist eine versteckte Perle auf der man wunderbar entspannen kann. Es gibt einen kleinen Supermarkt der zu einem Restaurant gehört und auch gleichzeitig der Postmann ist, da er morgens zur einzig kommenden Fähre geht und seine Ware holt und eben auch die Post mitbringt.. Er ist hier der Mittelpunkt des Dorfes da es auch zu dieser Jahreszeit noch nichts anderes gibt. Die Leute sind außerordentlich nett. Eigentlich muss man Männer sagen, denn Frauen von der Insel sieht man nicht. Vielleicht ein, zwei Alte.

Wir genießen das Ankunftsbier und lassen den Abend an Bord ausklingen. Die Abendstimmung ist wunderschön und wir genießen es sehr.

Am nächsten Tag begeben wir uns auf eine Wanderung über die Insel. Es ist traumhaft und erinnert vom Bewugs her an Skandinavien. Das Reiki erinnert etwas an Heidekraut, wächst nur etwas höher.

Wir umrunden die Insel und gehen später zu Leonidis lecker und authentisch essen.

Als der Wind passt wechseln wir auf die kleine diapontische Nachbarinsel Othonoi.

Sie ist die größte und westlichste Insel dieser Inselgruppe. Nach Othonoi geht man um der Zivilisation zu entkommen und mit den freundlichen Bewohnern eine ruhige Zeit zu erleben. Nach der griechischen Mythologie hat hier die Nymphe Calypso Odysseus sieben Jahre lang gefangen gehalten. Othoni ist sehr grün und gebirgig und die Küstenlinie ist reich an tollen Felsformationen die zum tauchen einladen. Aber dafür ist das Wasser mit seinen knapp 16°C einfach noch zu kalt.🤣

Wir legen uns in die kleine geschützte Bucht Ammos und warten hier auf den Passenden Wind rüber nach Italien. Natürlich gehen wir auch hier wandern und erleben die tolle Natur auf dem Weg zum Leuchtturm.

Wir bereiten hier in der Bucht das Parasegel vor und nähen den Bergeschlauch an einer kleinen Stelle. Die Leinen werden in Ruhe verlegt und wir sind bereit für die Überfahrt.

Ich bin sehr aufgeregt. Wir sind zwar schon weiter gesegelt und auch über Nacht aber nun geht es über die Adria in ein anderes Land. Und das ist schon ein anderes Kaliber. Natürlich nur emotional denn denn wir wechseln ja auch die See.😉 . Wir segeln von der Ionischen See in die Adria. Das macht irgendwie viel aus.

Denn dann ist es soweit. Ich sehe ein gutes Wetterfenster um nach Italien zu segeln. Wir stehen kurz vor sechs auf, trinken einen schnellen Kaffee und auf gehts.

Italien wir kommen.

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Autor: Tina

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. (Mark Twain)

2 Kommentare zu „Wir verlassen Korfu,“

  1. Wie schön beschrieben. Die Natur hat ihre eigene Sprache – und wenn man achtsam wandert, öffnet sich ein Raum voller Wunder. Das Bild, das das Reiki wie Heidenkraut wirkt, nur höher gewachsen hat etwas Zauberhaftes. Mit Fernreiki lässt sich dieses Gefühl sicher noch vertiefen.

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