Wieder im Wasser

Wir sind fertig mit allen was wichtig war und auch mit manchen Verbesserungen. Ein letztes Treffen bei Yanis in der Taverne mit allen vom Yard, war sehr schön aber auch Kopfweh trächtig.

Sonntags machen wir noch einen Ausflug aufs Festland und besuchen eine Antike Stätte die Odysseus als Eingang zur Unterwelt gesehen hat. Da der Acheron mit seinen Nebenflüssen hier zusammen in den Boden floß und den Lauf unterirdisch fortsetzte. Dies zeigte den Weg der Toten in den Hardes und ermöglichte den Eintritt zur Unterwelt.

Die Toten wurden bei den alten Griechen als Schatten gesehen befreit von ihrem Körper und in der Lage in die Zukunft zu sehen. Gleichzeitig zeichneten sie sich als gewissenlos und rachsüchtig aus so das der Kontakt mit den Lebenden nicht ungefährlich war. Trotzdem versuchten die Lebenden die Gabe der Vorhersage auszunutzen.

Dieses Nekromonteios liegt oben auf einem Hügel in wunderbarer Natur mit tollen Ausblick.

Heute, Dienstag geht es ins Wasser. Ich fülle den Wassertank, mache nochmal das Deck sauber und schon sehe ich wie Assen den Trailer und den Radlader fertig macht um uns zu wassern.

Ich bin wie immer wahnsinnig aufgeregt und renne rum als hätte ich „Hummeln im Ar…“

Das aufnehmen der Alina auf den Trailer geht wie immer sehr ruhig und konzentriert von statten.

Immer wenn ein Boot ins Wasser kommt laufen alle zusammen. Das ist auch sehr schön. Wir verabschieden uns von allen. Schade das wir euch nicht mehr sehen. Alice und Jörg mit eurem tollen Holzboot, Walter der sein altes GFK Boot polieren kann so das es wie neu aussieht und auch vorher nicht aufhört. Außerdem liebe ich deinen trockenen NRW Humor der mich an meine Heimat erinnert. Macht es gut Angi und Andi, Georg, Gerhard, Wolfgang, Susann, Assen und Susanne.

Wir werden uns wohl leider nicht mehr wiedersehen. Aber so ist das mit Freunden einer kurzen Wegstrecke.

👏👏👏👏👏 Wir sind im Wasser. Wie wunderbar ist das denn. Keine Leiter mehr klettern um auf die Toilette zu gehen. Wasser das wir plätschern hören, der andere Blickwinkel aufs Land.

Alle die am Steg standen gehen wieder an ihre Schiffe zur Arbeit und aus unserem Leben.

Ein trauriges Gefühl.

Wir genießen es sehr im Wasser zu sein auch wenn das Wetter noch nicht so toll ist. Abends paddeln wir noch mal zu Yanis Taverne um etwas zu trinken und uns zu verabschieden.

Die erste Nacht ist wie immer für mich etwas schlaflos. Neue Geräusche plagen mich etwas. Der Wind im Rigg, das Wasser das plätschert und die Angst das etwas nicht dicht ist.

Das erste mal vorne den Sternenhimmel genießen❤

Aber morgens schwimmen wir tatsächlich noch und alles ist gut 🙏

Wir stehen früh auf um zu starten. Der Wind ist natürlich noch recht schwach aber wir segeln ganz langsam dahin. Ein perfekter Anfang denn ich brauche noch etwas bis mir die Segelbeine gewachsen sind. Manchmal habe ich ein mulmiges Gefühl. Zum Beispiel in der kleinen Toilette wenn es eng ist. Aber ich weiß ja das es bald vorbei.

Wir sind am späten Nachmittag in Preveza und gehen Abends mit Freunden von der SY Hoppetosse, Karin und Michael in der Stadt spazieren.

Die beiden haben ungefähr den gleichen Weg dieses Jahr. Gehen nur später ins Wasser. Vielleicht treffen wir uns im Winter auf Sizilien. Das wäre schön.

Allen anderen wünsche ich eine tolle und unfallfreie Saison und natürlich immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Avatar von Unbekannt

Autor: Tina

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. (Mark Twain)

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