
Wir verlassen Kalamos nach einem frühen und kaltem schwimmen, und kreuzen raus mit dem Ziel Messalonghi am Golf von Korinth. Wir bauen auf dieser Strecke das Paragsegel auf. Wir wissen noch nicht genau wo, für alle Rollen und Leinen, der beste Platz ist, aber das werden wir mit der Zeit schon lernen. Es dauert nicht mehr so lange bis er steht, und ein wenig wackelig ist er noch. Aber man merkt jetzt schon was für ein Gewinn es ist ihn zu haben. Danke Friedel!


Aber es dauert nicht lange und wir haben den typischen Winddreher des Ionischen Meeres. Wir drehen ab und fahren in die Bucht Spilia auf halber Strecke nach Messalonghi. Kurz vorher briest es plötzlich auf 19kn hoch und die Wellen( die noch schlimmer sind) gehen auf 1,5m hoch.
Also den Para wieder runter, was bei 13 Knoten Wind auch keinen Spaß macht. Es schaukelt ziemlich vorne an Deck. Peter turnt am Vordeck rum und ich bin am Ruder und habe vier Leinen in der Hand. :-0 Den Bergeschlauch über das Segel ziehen, dann fällt es automatisch zusammen, alle Stricke vorne ordnen, dann die Luke der Vorderkabine aufgemacht und mit der langen Wurst rein damit. Luke zu , Affe tot 🙂 . Hat alles gut geklappt.
Messalonghi kann es nicht werden das schaffen wir bei diesem starken Wind auf die Nase nicht. So ist das eben beim segeln, die Pläne richten sich nach dem Wind. Wir steuen eine geschützte Bucht in der Nsis Petalas an.



In der Bucht ist es relativ sicher. Aber es kommen mal wieder Gewitter auf. Irgendwie hört das nicht auf. Wir legen auf 5m Tiefe 35m Kette das ist gut und sicher. Als wir fest sind merken wir erst mal das Peters Angelschnur noch draußen war und die sich natürlich um den Propeller gewickelt hat als wir geankert haben und Rückwärts gefahren sind. Oh Mist. Also holt Peter sein Tauchzeug raus und befreit uns recht schnell von der Leine. Dann erst mal ankommen und essen. War ein anstrengender Tag mit 24 nautischen Meilen. Abends wird um uns rum wieder alles schwarz. Aber es zieht Gott sei Dank vorbei. Morgens fahren wir noch zu eine Felssteilwand mit Höhle. Ein sehr steiler Weg geht hoch den der Peter erklimmt.


Ich sehe mir die, ich glaube Wanderfalken an die die Dohlen von ihrem Nest fern halten wollen, an. Hier gibt es auch noch andere Greife. Echt schön an zu schauen.
Zurück am Boot wird alles klar gemacht und wir legen ab. Wenig Wind am Morgen. Im Eingang vom Golf von Korinth können wir wieder den Para setzen und bis kurz vor der langen Einfahrt von Messolonghi auch benutzen. Echt toll.


Zur Stadt führt ein langer Kanal durch eine Lagunenwelt gesäumt mit echt schönen Fischerhäusern. Manche vergessen und andere wieder liebevoll aufgebaut zu Ferienhäuser. Denn Fische gibt es ja kaum noch.
Wir ankern im Hafenbecken und genießen noch den späten Abend. Hier bleiben wir drei Nächte da wir uns wieder mit allem zum Leben bestücken müssen. Segler schreiben von einer unattraktiven Stadt. Aber sie ist ab der Kirche echt süß mit vielen kleinen Gassen und alten Häusern.




Die Stadt heißt auch: „Stadt der Helden“, ein heiliger Ort, eine wasserreiche Naturidylle, unzählige Vögel und Fische und das Symbol des nationalen Revolutionsgeistes.
Ich weiß jetzt nicht wie viel ich erklären soll, ich möchte nicht das es langweilig wird. Ihr könnt es ja mal im Kommentar sagen ob ich in die Orte tiefer eintauchen soll.
Wir genießen es mal wieder länger an einem Ort zu sein. Erledigen kleine Arbeiten, ich mache das deutsche Büro und schreibe vielleicht etwas oder gehe schwimmen. So langsam wird das Wasser erträglich.
Es war bisher noch sehr kalt. Das liegt daran das das Wasser hier sehr tief ist und durch den sehr starken Wind noch durchwühlt wird.
Die drei Tage gehen schnell vorbei, und schon machen wir uns wieder auf den Weg.
Hallo Liebe Mama,
ich finde es spannend mehr über die Irte zu erfahren. Aber nicht unbedingt die Geschichte der Orte sondern vielmehr was sie für euch bedeuten und was ihr von den Orten gelernt habt oder welche Erfahrungen ihr sammeln konnte oder ob sie euch vielleicht eine neue Perspektive gegeben haben 🙂
Hab euch lieb
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kuss
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