Wassern (Launching oder Hull in ) mit Hindernissen

In der letzten Woche machen wir viele Kleinigkeiten am Boot fertig. Außer natürlich den Generator. Peter hat ihn zwar schon so weit es geht wieder zusammen gebaut, aber der Rest wird mit dem hoffentlich kommenden und auch passenden Teil an Bord montiert.

Charris sagt uns das wir am (Oster-)Montag ins Wasser kommen. Hier in Griechenland ist erst Anfang Mai Ostern. Darum ist es für uns auch eine ganz normale Zeit.

Freitags fahren wir mit Eelko noch mal zum Edelstahlschweißer um die letzten Teile für die Davids zu holen. Danach folgt der letzte Großeinkauf mit dem Auto. So können wir uns gut mit den schweren Teilen eindecken.

Die Fahrt in die Stadt geht immer über die Berge und wir sind fast 45 Minuten unterwegs. Wir fahren durch die verbrannte Gegend von Edipsos/Loudra in der im August 21, 24 Dörfer und der Großteil der Natur und Felder, abgebrannt ist. Die verbrannten Bäume stehen immer noch wie ein Mahnmal. Doch die Winde schmeißen die Bäume immer mehr um, oder wird in manchen Teilen das verbrannte Holz aus den Wäldern geholt. Die Feuerwalze scheuchte so schnell über die Insel das die meisten der auf 52 000 Hektar Wald und Ackerland gewachsenen Bäume nur vielleicht 1 cm tief verbrannt sind. Aus dem Rest könnte man echt noch was machen. Aber es sind so so viele. Die Menschen sind überfordert und sicher auch noch traumatisiert.

Das Buschwerk der unteren Etage ist schon wieder schön grün. Der Frühling bringt nun auch viel blühendes zu Tage. Es wird immer bunter. Nur die Bäume fehlen!

Am Sonntag gehen auch zwei Französische Boote ins Wasser die uns Samstags zum Grillen einladen. Es wird ein ganz netter Mittag und Nachmittag😉

Die Verständigung läuft über Französisch, Englisch, Deutsch und Händen und Füßen und ist kein Problem. Es macht riesen Spaß.

Mit leichten Füßen machen wir uns zu letzten kleinen Arbeiten auf den Heimweg und genießen einen schönen Abend auf unserem fliegenden Boot.

Sonntags stehen wir früh auf um die beiden französischen Boote zu verabschieden und bald fange ich an zu kochen. In dieser Zeit wird unser Boot schon auf den Anhänger gestellt damit es morgen früh schnell ins Wasser gehen kann. Abends haben wir Amanda (NZ) und Paul ( UK) und natürlich Eelko (NL) zum Essen eingeladen. Liebe Menschen die zu Freunden geworden sind.

Ich koche, da wir jetzt die Sonne dafür haben und ich kein Gas verbrauchen muss.

Wir verbringen alle einen wunderschönen und feuchtfröhlichen Abend miteinander der sehr unterhaltsam und lustig ist. Der Abschied fällt immer schwerer!

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker. Launching Tag!

Peter saust noch mit dem Roller ganz schnell ins Dorf und holt frisches Brot. Dann frühstücken wir gemütlich und warten darauf das der Radlader aufheult und warm läuft.

Wir verabschieden uns von allen. Evangelis (Senior), Charris (Junior) und Efgenia die Seniorchefin.

Und von unseren neuen Freunden natürlich auch.

Es geht kaum Wind also perfekt für unser Vorhaben.

Sicher werden wir ins Wasser bugsiert. Die beiden machen das sehr genau und professionell. Um halb zehn schwimmen wir.

Der Motor läuft und das Kühlwasser spritzt fröhlich so wie es soll.

Unter Deck ist alles dicht! Also los: Charris lässt uns los, Evangelis gibt uns einen Schucker, und schon gleiten wir rückwärts aus dem Trailer ins tiefe Wasser.

Ein lautes Hupen und winken und schon nehmen wir Kurs auf unser heutiges Ziel.

Kaum sind wir auf dem Wasser werden wir von zwei sehr großen und auf uns zu preschenden Delfinen begrüßt. Sie verlassen uns sehr schnell wieder aber dieses Begrüssungskomitee war wirklich magisch.

Beim einschalten unserer Instrumente kommt dann der große Schreck.

Der Tiefenmesser geht nicht 😮

Das ist das wichtigste Instrument an Bord. Oh Gott! 😱

Ich werde natürlich innerlich gleich etwas panisch. Mein Darm rumort. Viele Gedanken huschen durch meinen Kopf.

Da ich schon die ganze Zeit am Ruder bin bleibe ich auch dort und Peter geht auf die Suche. Kriecht durch die engsten Winkel um den Kabeln zu folgen und ich versuche den Unmengen an Netzbojen auszuweichen. Das Wasser ist total ruhig und es geht kein Lüftchen. Trotzdem ist mir etwas mulmig. Das kenne ich von mir gar nicht! Wir haben 10 Seemeilen vor uns, etwa 2 Stunden.

So lange haben wir Zeit den Fehler zu finden. Um mich abzulenken, spiele ich etwas am Plotter rum. Für mich ist das heute total komisch auf dem Wasser zu sein. Ich muss mich echt erst dran gewöhnen.

3 Seemeilen vor der Bucht rufe ich ganz laut, Peter es geht wieder. Was hast du gemacht?

Die Antwort:“Nichts, habe ich gemacht!“

Der arme Peter ist anderthalb Stunden überall rum gekrochen und hat alle Kontakte geprüft und mit Kontaktspray behandelt. Dabei hat er es einfach geschafft!👏👏👏

Mir fällt ein riesen Stein vom Herzen. Nun haben wir in der Bucht die sichere Tiefenangabe zum ankern. Und es kann nichts passieren.

Eine halbe Stunde später fällt der Anker in Sand auf 8m Tiefe und hält bombenfest.

Jetzt erst mal ankommen 😊

Ein seltener Sonntag

Wir zelebrieren einmal einen Sonntag und wollen wandern gehen.

Wir verabreden uns Sonntags mit Eelko zu einer Wanderung von den Drymonds Waterfals 605 Höhenmeter, auf den Gipfel des „ trockenen Berges“, 977 hm.

Schon die Fahrt dorthin ist nicht ohne. Die Straße ist nach den Unwettern vom Sept. 23 immer noch in katastrophalem Zustand. Für ein kleines Dorf und ein Kloster wird erst mal nur das notwendigste repariert.

Wir starten vom Parkplatz des Wasserfalls mit noch einem gut ausgebauten Weg bis zum ersten Plateau auf dem eine kleine Hütte und eine Schaukel steht. Ich denke vor dem Feuer gab es mehr.

Der erste Teil ist geprägt von einem bizarren und doch irgendwie schönem allerdings verbrannten Wald. Überall beginnt es langsam zu blühen. Es ist traumhaft. Auch deshalb weil wir mal vom Boad Yard wegkommen. Ich mache mir etwas Sorgen ob ich es mit meinem Knie schaffe. Sind ja keine 3 Monate seid der OP vergangen. Aber ich will es einfach probieren. Ich merke bald das es nach oben kein Problem wird.

Nach dem Plateau hört der ausgebaute Weg auf und wir folgen nur noch Pfaden die stetig nach oben gehen.

Wir können uns nicht satt sehen. Es ist einfach sehr schön.

Weiter oben ist auch der Wald vom Feuer verschont worden. Überall stehen dicht die Pinien (Mediterrane Kiefer) die durch Buchen und Eichen mal aufgelockert werden. Es herrscht sofort eine andere Stimmung, andere Luft. Ich sehe Wildspuren, höre viele Vögel im Frühlingstaumel. Ganz anders wie unten. Ein wundervoller alter Wald der ahnen lässt wie es vor dem großen Feuer 21 auf Euböa war.

Nach 2 Std. sind wir oben und genießen die atemberaubende Sicht in alle Richtungen., essen etwas und ruhen uns aus bevor wir uns wieder auf den Weg nach unten machen.

Der Weg nach unten ist für mich um einiges schwerer da die Beugung im rechten Knie noch fehlt.

Aber mit den Wanderstöcken schaffe ich es. Nur unten angekommen geht nichts mehr. Ich will nur noch sitzen 😋

Peter läuft noch den kurzen Abstecher zum Wasserfall. Ich will einfach nicht mehr.

Auf dem Heimweg halten wir noch kurz am Kloster an in der Hoffnung es gibt vielleicht einen Kaffee. Aber leider nicht. Also halten wir in dem kleinen Dorf und essen dort in einem ganz gemütlichen Taverne. Der Abschluss von einem ganz tollen Tag.

Wieder bei der Alina, möchte ich nur noch die Beine hochlegen und mich nicht mehr bewegen🙃.

Unser Generator ist Schrott

Im Herbst, beim ersten Mal laufen lassen, haben wir gemerkt das der Generator heiß wird. Kaum waren wir auf dem Boatyard hat Peter den Generator zerlegt und wir haben in Deutschland die benötigten Teile bestellt und mitgenommen.

Sieht so noch ganz gut aus

Die ersten Tage haben wir alles gesäubert. Alle Kühlgänge waren total zu. Das Gerät wurde wohl nie mit Süßwasser gespült.

Als dies soweit fertig war hat sich Peter um den dazugehörigen Dieselmotor gekümmert. Auch dort, alles zu!!

Beim säubern hat er dann festgestellt das der Zylinderkopf durch ist. Das ist ein Schock.

Denn nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden das es den Motorhersteller nicht mehr gibt.

Trotzdem habe ich den Vertreter des Fischer Panda in Athen angeschrieben. Schnell kam die Antwort. Es tut ihnen sehr leid aber sie können nichts besorgen da es nicht mehr produziert wird.

Die beiden die ich in Deutschland angeschrieben habe, lassen mit ihrer Antwort noch immer auf sich warten. Wir kommen also nicht weiter.

Wenn sich nichts ergibt ist das ein riesen Posten der auf uns zu kommt. Nicht nur das wir schon Teile gekauft haben sondern ein neuer kostet bald 10000€. Und das nur um den Tauch Kompressor zu betätigen?! Na ich weiß nicht.

OK. Vielleicht noch als Strom Backup falls tagelang keine Sonne scheint.

Drückt die Daumen.

Deutschland hat nach Tagen endlich geantwortet. Es gibt nichts mehr!

Der Schock ist groß und hat eine Weile an uns genagt. Nach ein paar Tagen dachte ich mir warum frage ich nicht noch andere Länder an?

Gedacht, getan. Ich habe Rumänien, Kroatien, Mazedonien und Bulgarien angeschrieben.

Nur Bulgarien hat geantwortet und uns an eine Deutsche Adresse vermittelt. Nachdem diese Adresse erklärt hat das es nichts mehr gibt, hat sie uns weiter vermittelt.

Dies ist eine Firma die alles von Farymann aufgekauft hat. Also schnell noch eine Mail dorthin gesendet.

Am gleichen Tag kommt die Antwort, rufen Sie mich an vielleicht kann ich helfen.

Das haben wir getan und es stellte sich raus das er auch ganze Geräte der Bundeswehr abgekauft hat. Er baut den Zylinderkopf ab und schickt uns Fotos.

Ist das wahr oder träume ich?! Die Bilder kommen schnell und Peter gibt grünes Licht. Eine sehr freundliche Person bringt es sehr schnell auf den Weg zu uns und sendet sogar noch das Werkstatthandbuch mit. Kann das alles wahr sein oder sind wir einem Betrüger aufgesessen?

Denn wir mussten das Geld natürlich per Vorkasse schicken. Ich glaube nicht, aber wer weiß das schon.

Drückt die Daumen das alles klappt und nicht so lange dauert.

Das Leben auf dem Boat Yard

Dieses mal habe ich eine Weile gebraucht bis ich mich wieder an dieses Leben gewöhnt habe.

Viele Annehmlichkeiten vom normalen Landleben gibt es nicht mehr. Es ist nasskalt und windig. Die ganze Zeit die Heizung laufen lassen, tun wir nicht. Nur Morgens und Abends. Morgens ist es so. Der erste der wach ist springt in Windeseilen aus dem kuschelig warmen Bett, und macht die Heizung an. Dann schnell wieder ins warme Bett🤣. Eine halbe Stunde später stehen wir dann auf und frühstücken. Unsere Batterieleistung ist gut und wir können mit dem Wasserkocher unser Kaffeewasser machen.

Die Toilettengänge sind etwas blöd. Das muss gut kalkuliert werden😋. Denn wir müssen ja erst die Leiter runter und rüber zur Toilette laufen. Und das egal wie das Wetter ist. Wie früher mit dem Plumpsklo auf dem Hof.

Mit meinem Knie geht das schon sehr gut und ich habe nur noch manchmal schlechte Tage. Ich denke wenn es wärmer wird, wird auch das besser.

Wir haben schon sehr viel gemacht und die Tage vergehen ohne Sonntag und Feiertage. Auf dem Yard vergessen wir das einfach. Wir müssen uns wieder zwingen.

Fast alle must to do sind erledigt. Und ich mache schon Dinge die gar nicht auf meiner Liste stehen. Zum Beispiel in den Bädern und der Küche das Silikon erneuern.

Zwischen drin hat Peter immer wieder anderen geholfen und wir waren deswegen des öfteren Abends lecker auswärts essen. Auch hatten wir so die Möglichkeit mit im Auto zu sitzen und einen Ausflug zu den heißen Quellen nach Loudra zu machen.

Das hat meinen alten Knochen richtig gut getan.

Die Zeit auf dem Boat Yard ist immer sehr intensiv und anstrengend. Aber es macht auch Spaß.

Nun einfach mal ein paar Bilder von unseren Arbeiten.

Und vieles vergessen zu fotografieren.

Davids verbessert(da hängt das Dinghi dran), Backskisten (Stauraum) verbessert, Wassermacher Ventil eingebaut, am Unterwasserschiff ein paar Stellen erneuert, Funkgerät korrekt eingestellt und dann unser Generator. Das ist eine lange Geschichte und noch nicht vorbei. Da schreibe ich mal extra rüber.

Wir hatten aber auch ein paar schöne Freizeitmomente:

4.3.-12.3. Zurück auf dem Boatyard

Nachdem an den letzten Tagen in Deutschland noch viel auf uns eingeprasselt ist und wir sehr viel mit dem Auszug vom Senior und dem Einzug der neuen Mieter zu tun hatten, kehrte dann nun etwas Ruhe ein.

Kaum saßen wir am Bahnhof viel einiges von uns ab. Und als die Lautsprecherdurchsage kam: „Der ICE ….aus Kassel hält heute nicht in Wiesloch. Es tut uns Leid.“ ähh what?

War es uns eigentlich egal. Denn wir hatten genug Zeit eingerechnet. Ein kurzer Blick aufs Handy und die neue Verbindung stand. Wir haben in Mannheim sogar noch unseren Anschlusszug bekommen.

Am Flughafen lief alles wie geschmiert und das wenige Übergepäck war auch kein Problem.

In Athen war es eine richtige Rückkehr. Ich kannte mich aus und wusste wo ich das Busticket für in die Stadt kaufen konnte und auch wo die Haltestelle ist. Das war total stressfrei und angenehm.

Wir haben uns für die erste Nacht ein B&B in der Stadt genommen, was sehr gut war.

Dieses war extra in der Nähe der Bushaltestelle und der Metro so das wir mit unserem Gepäck nur kurze Wege hatten.

Nach einem leckeren Mal sind wir früh ins Bett. Reisen ist einfach immer wieder anstrengend.

Am nächsten Tag sind wir mit der Metro zum Bahnhof und von dort nach Chalkida auf Euböa (Evro).

Der öffentliche Verkehr läuft hier eigentlich ganz gut und ist auch recht günstig. Für ca. 100km Bahn haben wir pro Nase 5,50€ bezahlt.

In Chalkida hat uns ein Freund vom Boatyard abgeholt. Das ist sehr nett denn es sind nochmal 85km durch die Berge. Unterwegs noch kurz einkaufen.

Aber dann hatten wir es geschafft und standen vor unserer Alina. Außen war alles in Ordnung und auch als wir reinkamen gab es keinen feuchten Muff oder sonstige Überraschungen. GOTT SEI DANK, ALLES GUT!!

Dann hieß es erst mal sich wieder einrichten und die Einkaufssachen verräumen. Denn wenn wir das Boot verlassen werden alle Polster hochgestellt und alle Schränke geöffnet, damit alles gut belüftet wird.

Als es dunkel wird sind wir dann auch fertig und gönnen uns ein leckeres Ankunftsbier.

Hier herrscht noch der Winter. Es ist noch recht kalt und regnerisch. Auf den Bergen am Festland liegt noch dick der Schnee. Auch die Frühlingsblüher verstecken sich noch denn der Wind ist recht stark.

Am nächsten Tag beginnen wir mit unseren Arbeiten. Die größte ist unser Generator. Den haben wir nie gebraucht aber bei einem Test festgestellt das er heiß wird. Er wird nicht richtig gekühlt.

Peter nimmt ihn total auseinander und stellt fest das dieses Problem wohl auch schon lange vor uns war.

Alles wird am Generator gut gereinigt und plangeschliffen. Eine Wahnsinns Arbeit! Als der Generator fertig ist schaut er auch auf den dazugehörigen Dieselmotor. Der sieht nicht besser aus.

Alles ist zu und konnte nicht mehr gekühlt werden. Im Zylinder sieht man leichte Riefen. Aber das geht noch. Und dann der Schock. Der Zylinderkopf ist durchgerostet. Abbruch, und was nun?

Währenddessen laufen auch andere Arbeiten. Schöne Arbeiten! Wir ziehen die Segel hoch und sehen die Arbeit des Segelmachers, die sehr gut gelungen ist.

Dieser Segelmacher bringt auch unser neues Bimini und die Sprayhood. Sehr schön!! Danke Dimitris!

So nah liegt negatives und positives beieinander. Jetzt müssen wir erst mal wegen dem Generator recherchieren.

Peter ist auch viel bei den zwei anderen Seglern und hilft dort. Diese sind extra gekommen und gehen am Wochenende wieder. Das hält bei uns einiges auf, aber das ist ok.

Der Countdown beginnt

Am Montag geht es zurück nach Griechenland und der Stress beginnt.

Alles soll noch fertig werden und jeden wollen wir noch mal besuchen.

Heute ist sogar das Dachfenster gekommen und Peter muss es noch bei der Sigrid einbauen.

Das Wetter passt, also los.

Die Wohnung vom Senior ist auch noch nicht ganz leer und am Samstag ist die Übergabe.

Wird schon. Einfach positv denken.🤣

Die Abende sind voll um noch liebe Freunde zu treffen.

Es ist ziemlich viel, aber ok.

Wir werden schon fertig werden.

Resümee nach diesem Winter zu Hause.

Für mich war es sehr gut und wichtig nach Hause zu kommen. Und wir haben hier erlebt, das es auch für alle anderen wichtig war. Besonders für die direkte Familie.

Ich mag keine Minute missen. Jaaa, ok. Die OP hätte ich nicht gebraucht. Aber ich freue mich jetzt um so mehr auf schöne Wanderungen ohne Schmerzen.

Es ist viel passiert hier, es gibt massive Änderungen und es war gut das wir alles organisieren konnten.

Nun freue ich mich auf Alina und hoffe das dort alles in Ordnung ist.🖐

Nicht mehr lange!

Mitte November ging es nach Deutschland und nun sind wir kurz davor wieder nach Griechenland zu gehen.

Die Zeit ist rasend schnell vorbei gegangen und wir haben Familie und Freunde sehr genossen.

Anfang Dezember wurde mir gesagt das mein Knie nicht zu retten ist und ich ein neues Knie brauche. Die Stationen bis zur OP waren sehr kurz und so hatte ich am 5.1.24 schon den OP-Termin.

Ich habe kurz überlegt ob es nicht eventuell mit der Reha zu kurz ist aber dann beschlossen das 8 Wochen reichen (müssen).

Wir haben die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel intensiv mit der Familie und den Freunden verbracht und ich will diese Pause vom segeln auch nicht missen. Diese Zeit war für mich sehr wichtig. Ich habe kaum an Alina gedacht nur immer wieder mal das Wetter dort gecheckt. Ich hatte nie Angst um sie da ich wusste es ist jemand dort der nach dem Rechten schaut.

Also konnte ich mich ganz auf das Knie konzentrieren und mich in ein paar Wochen auf tolle und Schmerzfreie Wanderungen freuen.

Es gibt zwei OP-Arten. Einmal die Teilprothese auch Schlitten genannt, die nicht ganz so umfangreich ist und auch schneller überstanden ist. Oder eben das komplette Knie, sprich Knie TEP oder Knieendoprothese. Für eine Teilprothese war mein Knie schon zu kaputt. Ich mache da ja auch schon viele Jahre mit herum. Also musste bei mir die Knie -TEP gemacht werden.

Da ist der Eingriff größer und die Genesung etwas langwieriger. Es geht etwas langsam aber stetig bergauf. Es gibt gute Tage und schlechte Tage aber ich muss halt Geduld haben und immer trainieren um wieder in die komplette Beugung zu kommen. Das mache ich auch.

Aber nun Schluss mit diesem Thema.

In zwei Wochen geht es zurück nach Griechenland. Jeden Abend ist etwas anderes. Denn alle Lieben wollen uns noch mal sehen. ❤❤ Der Terminkalender ist voll.

Nun muss Peter noch den Umzug seines Vaters stemmen, das ist echt krass. Und ich kann leider nicht helfen.

Die Koffer mit Teilen für Alina sind schon eine Weile gepackt um zu schauen ob wir alles unter bekommen oder auch was schicken müssen. Es ist knapp aber es langt. 😂

Jetzt genießen wir noch die restliche Zeit mit dem ganzen Herzen.

Unsere Route 2023 und mein Rèsume‘

https://maps.app.goo.gl/GyKsMfLGJS2jJ9zq7?g_st=org. (Wenn ihr die Liste ganz nach unten scrollt könnt ihr alle Punkte sehen wo wir waren)

Es fing mit einem Traum an und wurde zu einem Ziel auf das wir hin gearbeitet und gelebt haben.

Und hat sich mein/unser Traum erfüllt?

Ja! Wir sind mit unserem Boot auf dem Wasser und leben unseren Traum!

Erst mal mussten wir das Boot kennen und vertrauen lernen. Und auch wir mussten lernen uns seglerisch zu vertrauen. Auch die Enge auf dem Boot ist zu Anfang nicht immer einfach gewesen.

Nun, nach über acht Monaten ist unsere kleine Alina für uns riesengroß geworden obwohl wir die Kabine vorne in der Spitze noch nicht mal nutzen. In Wirklichkeit braucht man gar nicht viel Platz!

Es gab aber auch Momente wo ich gerne alles hingeschmissen hätte. Wo mir alles zu viel war!

Das war die Zeit als wir noch nicht unser Gleichgewicht gefunden hatten. Wir hetzten von einem Spot zum nächsten um an einem bestimmten Datum ganz oben im Norden zu sein. Das ist nicht der Traum von mir. Mein Traum ist es, Land und Leute kennen zu lernen und das Segeln als fahrbaren Untersatz zu nutzen. Wir haben wunderschöne Orte kennengelernt aber keine Zeit sie richtig einzuatmen und zu genießen.

Mitte August waren wir dann am Treffpunkt und konnten von dort an den Gang raus nehmen.

Wir haben fortan wunderbare Orte kennengelernt und konnten sie auch tief in uns einatmen. Wir hatten nun Zeit an einem Ort die Natur zu genießen in all ihren Facetten. Die Stille die schon fast weh tat zu erfahren und die absolute Dunkelheit an einsamen Orten zu genießen.

In diesen Momenten habe ich gespürt das ich hier richtig bin. Ja ich lebe meinen Traum!

Oft war es mir mulmig wenn wieder mal ein Sturm angesagt war. Und das waren echt nicht wenige. Aber wir haben beim festmachen an der Mole oder beim ankern mit Landleine uns so lange abgesichert bis wir uns sicher waren das wir so den Sturm überstehen können. Alina ist ein starkes Boot mit super Ankergeschirr und ich konnte immer gut schlafen und mich auf sie verlassen.

Beim segeln spüre ich es besonders wie ich der Natur ausgeliefert bin.Ich fühlte mich manchmal so hilflos da ich das Wetter nicht beeinflussen kann. Wir haben uns einfach (na ja, einfach war es nicht immer) dem Wetter mit unserem Verhalten angepasst, darauf reagiert, gehandelt. Indem wir den Kurs gewechselt haben, das Segel angepasst wurde, aus einer Bucht geflüchtet sind oder mehr Festmacher Leinen befestigt wurden. Es war nach einem der vielen Starkwind-Phasen immer wieder toll zu erkennen das wir die Kontrolle durch unser Wissen behalten haben. Es war schön zu erleben das wir in schwierigen Situationen gut zusammen arbeiten. Und es hat mich auch etwas stolz gemacht das ich alles machen kann. Denn wir sind der Meinung das jeder von uns alles alleine schaffen muss falls der andere mal nicht kann. Und das funktioniert echt gut! Ich habe in diesem Jahr sehr viel dazu gelernt!

Segeln ist eine komplexe Situation und wir mussten oft durch sehr schnelles handeln reagieren da es sonst schnell gefährlich werden kann. Und das haben wir geschafft was mich sehr freut und Stolz macht.

Neben der tollen Natur haben wir auch tolle Menschen kennengelernt. Vor allem natürlich Segler mit spannenden und interessanten Geschichten hinter ihrem Lebensmodell. Alle waren total unterschiedlich aber auch irgendwie doch nicht. Denn das segeln hat uns alle verbunden. Ich bin froh um jede Person die ich kennengelernt habe.

Die Griechen sind toll. Super freundlich und herzlich mit dem Herz an der richtigen Stelle. Und wir waren sehr oft von der Ehrlichkeit begeistert. Es ist wirklich perfekt von hier unseren Traum zu starten.

Ein Segler der schon um die ganze Welt gesegelt ist, hat es mal so gesagt. „Ich habe alles gesehen. Aber hier gehe ich nicht mehr weg denn hier ist es am schönsten!“

Das können wir noch nicht beurteilen. Wir können aber schon sagen das dieses Land viele wunderschöne Ecken hat. Es sind einfach zu viele Inseln und wir haben viele noch nicht gesehen. Darum haben wir beschlossen noch ein Jahr hier in Griechenland dran zu hängen und dann erst weiter durchs Mittelmeer zu ziehen.

Also das heißt,es geht weiter!!!!!!!

„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren.“ (Vincent van Gogh)

Auf dem Trockenen

29.10.-7.11.23

Und alle Finger sind noch dran! Niemandem ist was ernsthaftes passiert!!!

Wir sind auf unserem Winterplatz gut angekommen und stehen sicher auf den Ständern. Nun heißt es wieder. Leiter rauf und Leiter runter. Ich versuche mal ein paar Arbeiten auf zu zählen die wir nun zu tun haben.

– Unterwasserschiff kontrollieren und an ein paar Stellen nach reinigen

– Propeller Welle sauber kratzen

– Dinghi + Sup reinigen und verstauen

– alles was Metall ist mit Süßwasser spülen damit es nicht rostet

– Rettungsring säubern

– Groß-Segel runter holen und dem Segelmacher mitgeben ((wir brauchen einen neuen Sonnenschutz)

-Vorsegel reinigen und später verpacken und unter Deck tun

-Wassermacher einwintern

– Fender unters Boot binden

– Seile mit Süßwasser spülen

– Anker ablassen

– Motor einwintern

– Wassersystem einwintern = Wasser ablassen

– alles gut reinigen

– Schränke auswaschen etc.

und noch ganz viele Kleinigkeiten. Sogar den Generator hat Peter ausgebaut, was wir erst im Frühling machen wollten, um zu schauen warum er nicht geht. Das war allein eine Heiden Arbeit da er sehr schwer ist und aus dem hintersten Eck unter Deck erst aufs Deck gehievt werden musste und wir dann mit einem selbstgebauten Kran ihn runter vom Schiff auf einen Tisch gehievt haben.

Während ich dann viele Reinigungsarbeiten gemacht habe hat Peter den Generator total zerlegt und den Schaden eingegrenzt. Er muss wohl schon sehr sehr lange undicht gewesen sein und somit wurde einiges vom Salzwasser zerfressen und die Kristalle haben das Auslass-Rohr verstopft.

Aber das schaffen wir im Frühjahr.

Drei Tage haben wir von Morgens bis Abends ohne Pause gearbeitet. Nur Abends haben wir uns mit anderen Seglern immer auf ein Boot zum Abendessen getroffen. Die Community unter den Seglern ist echt toll. Und jeder hat sich natürlich Hilfe beim Peter geholt 😉

Eine tolle Gemeinschaft, jeder bringt Essen mit, aber gegessen wird gemeinsam

Nach diesen anstrengenden ersten Tagen haben wir beschlossen nur Halbtags zu arbeiten und Nachmittags die Insel Euböa die zweitgrößte Insel Griechenlands anzuschauen. Dafür sind wir 85 km mit dem Bus in die Hauptstadt gefahren und haben dort uns ein Mietauto geholt. Die Insel ist sehr bergig und eigentlich das Motorradparadies. Wir sind 85km gefahren als wenn wir in den Alpen über die Pässe wären. Sehr kurvig und wunderschön.

Im Norden haben die Feuer von 2019 den ganzen Waldbestand vernichtet. Sehr viele Menschen haben damals ihre Existenz verloren. In einer eh nicht reichen Ecke gab es fast nichts außer Landwirtschaft wie Oliven, Pistazien, Feigen und Nüsse und Gemüse. Und dann kam das Feuer.

Athen hat die wenigen Löschflugzeuge benutzt um sich selber zu retten und Euböa hat man brennen lassen. Die Menschen konnten nur Richtung Wasser auf Fähren flüchten denn von Land her tobte das Feuer.

Als wir durch das riesige Gebiet fuhren waren wir unendlich traurig über diesen Anblick denn die Baumleichen stehen immer noch und zeugen von einem ehemaligen wunderbaren alten Baumbestand. Andererseits sah es so bizarr aus das es schon wieder mystisch schön wirkte.

Und dann kam dieses Jahr das Wasser und hat auf dem verbrannten Boden alles aus den steilen Hängen abgewaschen und im Tal unter Schlammlawinen vergraben. Wieder sind unzählige Existenzen vernichtet worden.

Anfang September kam das Wasser

Vieles wurde auch ins Meer gewaschen und wird bei den Herbststürmen wieder an den Strand gespült. Es ist sehr traurig wenn man ins Wasser schaut. Überall Müll!

Am 7.11. sind wir dann mit dem Auto zurück zur Hauptstadt Chalkidisch gefahren und sind von dort mit dem Zug nach Athen um dort vor dem Abflug noch ein paar Tage zu verbringen.

Eine tolle Stadt ! Aber dazu später.

Rückweg

17.10.-28.10.23

Ein komischer Titel ich weiß. Aber so fühlt es sich an, denn hier waren wir schon. Es ist toll an Orte zu kommen die man schon kennt oder zumindest dran vorbei gekommen ist. Wir wollen uns am 26.10. an unserem Winterplatz von dem befreundeten Ehepaar der SY Uenuku, verabschieden und gemeinsam essen gehen. Also müssen wir schon jetzt das richtige Wetterfenster abwarten um wieder in in den Dhiavlos zu fahren. Das ist die Straße zwischen Festland und Euböa. Wir haben zwar noch 10 Tage Zeit aber wenn das Wetterfenster nicht passt können wir es auch verpassen.

Unterwegs verbringen wir noch etwas Zeit auf Skopelos bis wir rüber segeln nach Skiathos. Hier wollen wir auf den passenden Wind warten.

Auch auf diesen beiden ABBA-Inseln hat das Unwetter von Anfang September ganz schön gewütet.

Die Fußgängerzone war ein reißender Schlammfluß und hat sehr viel zerstört. Der Norden der Insel ist kaum noch zugänglich. Sehr traurig das zu sehen. 😦 Überall riecht es immer noch nach Kanal.

Da Südwind ist müssen wir warten weil sonst der Wind direkt von vorne käme. Darum beschließen wir in den Norden der Insel zu segeln um eine Höhle zu erschnorcheln. Das geht bei Nordwind nicht. Auf dem Weg dorthin stellen wir fest das ein guter Nordwind herrscht der in der Bucht nicht spürbar, und auch nicht gemeldet war. Wir schauen uns an und beschließen spontan Kurs auf Euböa zu nehmen.

Das war eine sehr gute Entscheidung. Denn die nächsten Tage wäre es nicht mehr gegangen 😉

Auf dem Weg nach Limni treffen wir wieder auf einen bekannten Segler. Helfen ihm bei einen technischen Problem und segeln über verschiedene Stopps nach Limni.

Da dort wieder zuviel Wind aus Süden kommt und wir nicht an die Boje vor dem Boad Yard können, gehen wir nach Limni in den ganz kleinen und engen Hafen. Dort liegen wir sicher und können Abends mit der SY Uenuku schön essen gehen.

Der nächste Tag ist noch sehr heftig und wir bleiben im Hafen aber dann bekommen wir den Anruf mit der Nachricht, das wir an die Boje kommen sollen, denn wir werden rausgeholt. Ohhhh. Die Aufregung ist sehr groß. Wir machen alles fertig und ich fahre rüber zum Yard und auch direkt auf den Trailer.

Nun sind wir nach 2320 Seemeilen = 4296,64 km wieder auf dem Trockenen.

Jetzt haben wir genug Zeit alles fertig zu machen, denn am 10.11. geht es nach München. Dort feiern wir den 30 igsten Geburtstag des Sohnemannes. 🙂

Ich freue mich wie wahnsinnig auf Zuhause.