Angekommen!

Nun sind wir raus aus der windreichen ÄgĂ€is und ich bin auch ganz froh drum. Es war bisher ein sehr anstrengendes windreiches Jahr und ich hoffe hier im ionischen Meer auf etwas angenehmere Winde zu stoßen.

Wir liegen in einer Bucht vor dem westlichen Finger und kommen einfach nur an. Wir genießen die Ruhe mit sehr viel Zeit. Hier bleiben wir ein paar Tage, wandern zum alten Leuchtturm und hoffen ein Kri Kri zu sehen. Diese sind eine wilde Urform der Ziegen und wurden hier ausgesetzt zum Erhalt aber auch zum VergnĂŒgen. Denn diese unbewohnte Insel nimmt ein Jagt-Verein in Anspruch. Der kontrolliert den Bestand und sagt an wann dort gejagt werden darf.

Eigentlich darf man nicht auf die Insel aber es wird geduldet das man zum Leuchtturm wandert.

Morgens starten wir recht frĂŒh damit es noch nicht so heiß ist bleiben aber noch etwas an einem deuten Boot hĂ€ngen.

Dann aber los! Es ist ein schöner Natur Weg ĂŒber die Insel hoch zum Leuchtturm. Erst im Schatten niedriger BĂ€ume und dann mit offener Sicht.

Der Leuchtturm ist beeindruckend. Sehr alt und stellenweise auch schon eingestĂŒrzt. Die alte Technik wurde vor kurzem erst auf Solartechnik umgestellt. Nun ist eine sehr starke winzige LED Lampe an einer kleinen Batteriebank angeschlossen die wiederum von ein paar Solarpaneelen gespeist wird und ĂŒber einen DĂ€mmerungsschalter eingeschaltet wird. Klasse wie wenig man braucht.

Moderne Solarplatten….

Peter inspiziert alles ganz genau. Leben tut hier niemand mehr, nur die JĂ€ger scheinen es als Unterschlupf zu nutzen. Aber frĂŒher gab es hier Leben. Entweder vom Leuchtturm WĂ€rter oder von Soldaten.

Auf dem RĂŒckweg zum Boot sehen wir das die Deutschen ablegen. Es soll 20 kn Wind geben und sie flĂŒchten zum Festland. Ich merke das uns die ÄgĂ€is abgehĂ€rtet hat. Wir finden 20 kn hier sehr sicher und bleiben noch.

Abends entdecken wir dann sogar einen Kri Kri und genießen den majestĂ€tischen Anblick.

Es ist toll hier einige Tage zu bleiben und zur Ruhe zu kommen. Wir erledigen einige kleine Arbeiten am Boot wie Unterwasserschiff putzen, eine Seite des Rumpfes putzen, Edelstahl reinigen, Dinghi-Motor-Ölwechsel da ja noch Salzwasser drin ist, Davids (da wo das Schlauchboot dran hĂ€ngt) verbessern, am Ruder war ein GerĂ€usch das wir kontrollieren mĂŒssen (waren Gott sei Dank nur Muscheln), Wasserfilter vom Wassermacher kontrollieren, Blog schreiben, BĂŒro machen aber auch schwimmen gehen und lesen.

Als wir keine frischen Nahrungsmittel mehr haben wollen wir ans Festland segeln da wir einkaufen mĂŒssen. Leider mĂŒssen wir unseren ersten Kurs auf der Westseite der Insel abbrechen weil wir sehr hohe Wellen und 25kn Wind direkt auf die Nase haben.

Wir drehen ab und segeln an der Leeseite vorbei was viel angenehmer ist, machen Wasser und ankern vor der SteilkĂŒste der Peloponnes. Wir können hier zwar nicht einkaufen aber das ist nicht schlimm. Wir haben eh vergessen das heute Sonntag đŸ€Ł.

Manchmal vergisst man einfach die Zeit!

Wir kreuzen unseren Weg von 2023

30.7.-4.8.24

Wir starten unseren Weg von der Insel Kythira Abends um fĂŒnf um ĂŒber Nacht zu unserem Ziel auf den westlichen Finger der Peloponnes zu segeln. Wir erwarten drehende Winde aber nicht sehr stark und es ist leider der beste Moment. Denn sonst mĂŒssen wir noch fast eine Woche bleiben da der Wind wieder sehr stark werden soll.

Wir setzen in der Bucht schon das volle Groß und haben aber nicht bedacht das es um die Insel immer stark blĂ€st. Wir kĂ€mpfen die erste Zeit mit Starkwind der uns aber auch mit ĂŒber 9 Knoten dahin fliegen lĂ€sst. Kaum haben wir etwas Abstand zur Insel wird es auch wieder weniger und mein Muffen sausen normalisiert sich. Es ist schöner Wind und wir kommen gut voran. Peter legt sich frĂŒh hin und ich kĂ€mpfe mit dem immer weniger werdenden Wind. Bald kommen wir an eine stark befahrene Schifffahrtsstraße und ich hole bei sehr wenig Wind das Vorsegel ein und mache den Motor an. Noch erkennt man die riesigen Schiffe mit dem Restlicht aber bald ist es auch schon stockdunkel und man erkennt nur noch winzige Fahrlichter. Außer die Cruiser, die sind wie ein Tannenbaum hell erleuchtet.đŸ€Ł

Gott sei Dank haben wir AIS. Das ist ein System, da können wir auf unserem Bildschirm alle Schiffe sehen die AIS haben. Ich kann schauen wie sie heißen, wie schnell sie sind und wie nah sie uns maximal kommen. Schon sehr praktisch. Und die anderen sehen uns natĂŒrlich auch.

Auf dem Bildschirm sehe ich die Dichte der Schiffe durch die wir durch mĂŒssen. Wirklich gruselig und es erfordert eine 100 % ige Aufmerksamkeit. Erst fahre ich etwas Zick Zack und gebe dann fast Vollgas um im kĂŒrzesten Winkel ĂŒber die Straße zu queren. Ich war echt froh als ich durch war und sich alles etwas entspannt hat.

Die Fahr ist gespickt mit Manövern. Segel hoch, Segel runter, Motor an, Motor aus, In die Richtung kreuzen in die andere Richtung kreuzen. Sehr anstrengend. Auch fĂŒr den der unten liegt und schlafen will. Denn alles ist ziemlich laut und so hat der Ruhende auch keine Ruhe.

Um eins gebe ich an Peter ab. Ich bin kaputt und kann nicht mehr. Auch er kĂ€mpft in den nĂ€chsten Stunden mit dem schwankenden Wind. Um sechs ĂŒbernehme ich wieder und Peter legt sich noch mal hin. Um neun kommen wir dann auf der Insel Schiza vor der Peloponnes an.

Dies ist eine militĂ€rische Insel die fĂŒr Flugzeuge als Ziel dient. (Heute denke ich nur noch digital im Anflug) In einer Bucht liegt ein Schiffswrack das zu SchieĂŸĂŒbungen genutzt wurde. In dieser Bucht frĂŒhstĂŒcken wir erst mal und gehen dann das Wrack erschnorcheln. Man kann gut sehen das es wirklich mal beschossen wurde. Schon etwas AngsteinflĂ¶ĂŸend. Die Natur nimmt es immer mehr ein und einige Rote Feuerfische haben hier ihr Zuhause. Es sind tolle Farben die wir unter Wasser sehen. Aber nun schnell weg nicht das wir noch beschossen werdenđŸ€Ș

Ich drĂ€ngel schon bald auf die nĂ€chste Insel Sapienza, unserem eigentlichen Ziel, zu segeln um zur Ruhe zu kommen. Denn irgendwie fĂŒhle ich mich hier beobachtet.

In der Bucht Port Longos bleiben wir erst mal ein paar Tage und genießen es wieder an der Peloponnes zu sein.

Leider gibt es zu diesem Blog keine Bilder. Denn das meiste war ja Nachts. đŸ˜‰â›”

Wir verlassen Kreta

Wir stehen um fĂŒnf auf und trinken gemĂŒtlich Kaffee, machen alles klar und los geht es.

NatĂŒrlich mache ich kein Wetter 😉 aber eben das Wetter Routing. Da es am Anfang kein, oder wenig Wind geben soll ist mein Plan, das wir erst so 10 Meilen direkt raus motoren. Dann soll der Wind kommen und wir haben fĂŒr die restlichen 65 sm einen guten Winkel zum Wind und können segeln. Und mein Plan geht auch super gut auf. 🙏 Der Wind nimmt immer mehr zu und wir fliegen unserem Ziel entgegen. Um 16 Uhr werfen wir auf der Insel Kythera die der Peloponnes vorgelagert ist, den Anker. Auf dem Weg hat noch ein kleiner Thunfisch gebissen, es wĂ€re perfekt fĂŒr uns gewesen. Aber ein kurzer Moment bevor das Gaffe ihn aufspießen konnte, ist er davon gekommen. Peter war bitter enttĂ€uscht, hat immer wieder vor sich hin geflucht und sich geĂ€rgert.

Der Anker sitzt in Kapsali sofort sehr gut. Wir genießen den Abend und gehen frĂŒh ins Bett. Der erste Tag an einem neuen Ort bleiben wir gerne erst mal an Bord um alles um uns herum zu beobachten. Beim FrĂŒhstĂŒck kommt ziemlich Wind auf und wir bemerken das ein Belgisches Boot auf Drift geht. Es sieht danach aus als wenn der Skipper noch schlĂ€ft. Darum machen wir unser Dinghi fertig und Peter saust rĂŒber um ihn zu wecken. Denn die FelskĂŒste ist nicht mehr weit entfernt. Peter klopft an den Rumpf und ruft. Der verschlafene Kopf kommt raus, brummelt so etwas wie.“Och ne, nicht schon wieder!“

Er lÀsst sich noch ziemlich Zeit, nimmt den Anker hoch und verschwindet dann. Ein komischer Kauz.

Die Böen sind sehr stark, wir legen mehr Kette und nehmen das Reitgewicht dazu. So ist alles sicher. Bei einer starken Böe schlÀgt unser Dinghi um. Der Motor ist im Wasser. Ich reagiere schnell und kann es sofort wieder umdrehen. Aber Salzwasser und ein Motor vertragen sich gar nicht. Peter macht sofort alles frei vom Salzwasser und startet mehrmals bis er wieder lÀuft.

Im Öl wird auch Wasser sein aber das können wir jetzt bei dem Wind nicht machen. Wir verschieben es.

Ich mache an diesem Morgen noch BĂŒro, denn wir sind am Monatsende und es muss die Steuer gemacht werden. Peter repariert etwas am Dinghi. Aber unser Highlight heute ist die Segnung von unseren Enkeln Lio und Liara. Wir können ĂŒber YouTube direkt dabei sein und es miterleben. Echt schön die heutigen Möglichkeiten. Es ist eine schöne Zeremonie.

Danach rĂ€umen wir hoch motiviert die Vorkabine auf, machen SchrĂ€nke leer und misten fĂŒr die 4 Hacks ordentlich aus. Denn sie kommen ja bald. Wir freuen uns total.

Abends erkunden wir den Ort, gehen etwas essen und ich nutze das Internet fĂŒrs BĂŒro. Es wird noch fĂŒr den nĂ€chsten Tag ein Skooter (Motorroller) klar gemacht aber dann ist es Zeit ins Bett zu gehen.

Wir lassen uns mit dem Roller am nĂ€chsten Tag treiben. Entdecken durch Zufall eine tolle Höhle mit Kapelle und FledermĂ€usen. Fahren in ein schönes Bergdorf mit vielen WassermĂŒhlen. Aber es ist sehr traurig. Seid vier Jahren hat der ehemals Wasserreiche Fluss kein Wasser mehr. Die MĂŒhlen stehen still und die GĂ€nse hecheln neben einer kleinen PfĂŒtze. Wir laufen noch etwas am trockenen Fluss entlang brechen aber ab da es sehr traurig ist.

Danach geht es noch an die KĂŒste runter an einen ganz bezaubernden Ort. Eine kleine Felsenbucht, wunderschön angelegt wo die Kinder die Klippen runter springen. Glasklares Wasser. Traumhaft schön. Am Boot zurĂŒck mĂŒssen wir erst mal etwas Ankerarbeit machen. Der Wind hat gedreht und abgenommen und die Bucht ist voller geworden. Also bauen wir das Reitgewicht ab und holen mal 10 m Kette rein um niemanden auf die Pelle zu rĂŒcken.

Zum Sonnenuntergang fahren wir hoch zur Chora und ihrer Festung und genießen die AthmosphĂ€re. Sie ist sehr weitlĂ€ufig und schön hergerichtet. In der Chora suchen wir uns einen netten Platz und beobachten das bunte Treiben. Denn hier beginnt das Leben und Treiben mit dem Sonnenuntergang. Denn da ist es einfach kĂŒhl. Die Alten stellen irgendwo ihre StĂŒhle zusammen und gallern und die Kinder spielen auf einen Zentralen Platz zusammen. Es ist ĂŒberall im Land das gleiche.

Am nÀchsten Morgen wandern wir noch zur Felsenkirche Argios Ioannis (Heiliger Johannes). Bestaunen die tolle Aussicht und unterhalten uns mit dem WÀrter. Es hÀngen uralte Ikonen.

Bei der großen Hitze halten wir Siesta und gehen schwimmen bevor wir uns am frĂŒhen Abend fĂŒr die weite Überfahrt zur Peloponnes fertig machen. Wird sicher etwas anstrengend da drehende Winde zu erwarten sind und eine stark befahrene Schifffahrtsstraße muss gekreuzt werden. Aber wird schon klappen. Ziel ist der westlichste Finger der Peleponnes.

Bis dann!🖐

Kreta die GrĂ¶ĂŸte

12.7.-27.7.24

Nach unserer bisher lĂ€ngsten Strecke am StĂŒck (97sm) sind wir in der Bucht vor Sitia angekommen und fallen nach einem leckeren Fisch Snack todmĂŒde ins Bett. Am nĂ€chsten Morgen funken wir den Hafen an und bekommen einen Platz zugewiesen. Nachdem wir sicher fest sind machen wir erst mal klar Schiff und kommen an.

Der Ort ist sehr nett und wir genießen die vielen Restaurants und CafĂ©s. Hier in Griechenland findet das abendliche Leben meist im luftigen Hafen statt. Hier entfliehen viele Einwohner der Hitze im Ort.

Nach etwas suchen finden wir auch noch einen Skooter den wir leihen können. Kreta ist voll in Touristischer Hand und ein Flieger nach dem anderen landet. Wir hören viel deutsch.

Auf unserer Tour erleben wir ein recht grĂŒnes Land mit sehr, sehr vielen Oliven Plantagen die mit tausenden Kilometern Tröpfchen BewĂ€sserung vernetzt sind. Ich ĂŒbertreibe nicht. Es ist echt enorm!

Unterwegs entdecken wir eine riesige Geisterstadt. Ehemals schöne FerienhĂ€user die an Leute verkauft wurden. Kein Haus gleicht dem anderen mit toller Poollandschaft , LĂ€den, Apotheke und was man sich im Alter sonst noch wĂŒnscht. Nachdem irgendjemand mit dem Geld abgehauen ist und sich niemand mehr zustĂ€ndig fĂŒhlt verkommt alles. Einzelne HĂ€user sind in dieser Ruinenstadt noch bewohnt. Denn viele Rentner haben ihr gesamtes Geld in ein HĂ€uschen gesteckt und mĂŒssen nun so elendig leben. Traurig oder?!

Kreta ist die grĂ¶ĂŸte griechische Insel und zĂ€hlt auch zu der sonnigsten Perle des Mittelmeeres. Sie hat einiges zu bieten. Eine abwechslungsreiche Natur, die wir hier im Osten der Insel in Form des Palmen Tals von Vai finden und natĂŒrlich auch ĂŒberall die wunderschönen StrĂ€nde die uns aber jetzt nicht so arg locken. Und auch besondere antike PalĂ€ste wie Knossos die tausende von Besucher anzieht.

Uns interessieren eigentlich die Wanderrouten mehr, die es hier reichlich gibt.

Durch die zerklĂŒfteten Berge, kann man zahlreiche tolle Schluchten erwandern die zwar meist kein Wasser mehr fĂŒhren ( warum wohl, ich sage nur Tröpfchen BewĂ€sserung) aber dennoch spektakulĂ€r sind.

Wir haben uns die etwas unbekanntere Richi Schlucht ausgewĂ€hlt und sind sehr frĂŒh aufgestanden damit es nicht so heiß ist.

Leider ist Peter auf halber Strecke runter in die Schlucht aufgefallen das eventuell das Benzin nicht reicht um spÀter den enorm steilen Weg zu zweit wieder hoch zu fahren.

Also haben wir uns getrennt. Peter ist weiter gelaufen und ich bin wieder hoch auf die Hauptstraße und habe die nĂ€chste Tankstelle gesucht und getankt.

Dann ging es den steilen Weg wieder runter. Oft gefĂŒhlt eine 45% Neigung/Steigung. Die Griechen lieben den direkten Weg 😉. Serpentinen werden ĂŒberbewertet đŸ€Ł.Das haben wir im ganzen Land festgestellt.

Peter wartet schon am Einstig der Schlucht und wir steigen auch sofort in Kretas GEO-Park ein.

Eine wundervolle Wanderung und am Ende werden wir mit einem Rinnsal Wasserfall belohnt.

Nachdem wir den Osten erlebt haben segeln wir weiter. Ich lege ab und wir nehmen Kurs auf die Lepra-Insel Spinalonga. Der Wind ist wieder enorm. In den Hafen von Agios Nikolaos können wir leider nicht. Alles voll mit Langzeitliegern. In die Lagune können wir bei diesem Wind auch nichtđŸ€” .

Also legen wir uns in eine relativ sichere Bucht und machen den Wassermacher wieder an. Den mussten wir wegen des hohen Wellengangs ausmachen da er durch die SchrÀglage immer wieder Luft zog. Und das ist nicht so gut.

Hier bleiben wir eine Nacht und einen Tag denn es ist nicht sehr angenehm. Wir brauchen hier auf Kreta einfach einen Hafen da es immer viel Wind aus Nord hat und wir auf der Nordseite sind. Deshalb diese Seite weil es auf der SĂŒdseite gar nichts gibt. Komisch aber so ist es.

Bei der letzten langen Strecke sind wir bei Sonnenaufgang los und haben gemerkt das dies doof ist da man durchs kreuzen dann eventuell im dunkeln ankommt. Nun machen wir es anders und fahren Abends um sieben los um im Sonnenaufgang an zu kommen. Das heißt, unsere erste Nachtfahrt mit Schichten. Da wir wieder gegen an mĂŒssen legen wir die Wenden so das es bei Schichtwechsel passiert wenn beide an Deck sind. Mit Schwimmwesten bestĂŒckt und eingepickt geht es durch die Nacht.

Es klappt sehr gut und um Zehn sind wir im riesen FĂ€hr und Cruiser Hafen von Heraklion, der Hauptstadt von Kreta. Es gibt keinen Platz fĂŒr uns, what 😹.

Der Altstadthafen ist voll mit Profi-Day Sailor und außerhalb ist soviel Schwell durch die FĂ€hren das es fĂŒr uns an der Mauer zu gefĂ€hrlich ist.

Wir machen notdĂŒrftig an der Mole des Pilot Bootes fest und ich versuche ĂŒber mehrere Stationen, Hafen Polizei, Hafen Behörde und Gesamthafen Orts Behörde und und
 einen besseren Platz zu bekommen. Eine Beamtin der Stadt hat dann wohl Mitleid und gibt uns einen Platz im Venezianischen Altstadt Hafen von einem Boot das ein paar Tage nicht im Hafen ist. Gott sei Dank. Direkt neben der Venezianischen Festung. Traumhaft schön und Wind sicher👍

Nun machen wir die Hauptstadt unsicher. Erst mal mit dem roten Sightseeingtour Bus und dann zu Fuß.

Wir besuchen einen riesen Bauernmarkt und fĂŒhlen uns wie im Schlaraffenland. Voll bepackt mit frischem Obst und GemĂŒse fahren wir mit dem Bus zurĂŒck. Die Stadt bietet alles was man sich nur wĂŒnschen kann.

Die Profis aus dem Hafen verschwinden mehrmals tĂ€glich Richtung der kleinen Insel Dia und Abends um halb neun mĂŒssen alle wieder da sein da dieser riesige Hafen wegen der FĂ€hren geschlossen wird. Wahnsinn, oder!?

Und wir dachten als wir morgens Heraklion anliefen es fĂ€nde eine Regatta statt. Dabei waren es nur diese 30 Profis auf ihrer TourđŸ€Ł.

Die Stadt selber ist nicht sehr schön da sie im Krieg total zerbombt wurde. Einzelne alte HĂ€user sieht man. Und eine der berĂŒhmten Kretischen Hochzeiten mit ĂŒber 2000 GĂ€sten erleben wir am Rande mit.

Nach ein paar Tagen mĂŒssen wir dann wieder los da der Liegeplatz wieder gebraucht wird. Wir fahren zur Insel Dia rĂŒber die die Day Sailor auch ansteuern, aber erst nachdem sie dort aufbrechen.😉 Eine einsame Insel auf der mal eine wunderschöne Taverne stand. Wege waren angelegt zu einem Sonnenuntergangs-Aussichtspunkt, Zisternen und Steg. Ein Traum ist geplatzt und die Anlage seid 20 Jahren verwaist. Echt schade. Was mag passiert sein?

Am nÀchsten Morgen bringt unser Stegnachbar aus Heraklion eine 1,5l Flasche Raki und eine Flasche Olivenöl, da Peter ihm bei einer Kleinigkeit geholfen hat. Ein echt netter Kerl!

Der nĂ€chste Stopp ist Rethimnon etwas westlich. Hier wollen wir eigentlich noch mal einen fahrbaren Untersatz mieten und uns umschauen. Aber wir lernen sehr nette NeuseelĂ€nder kennen und bleiben in der Stadt hĂ€ngen. Die Stadt ist sehr schön und hat einen alten Stadtkern durch den wir uns treiben lassen. Abends grillen wir mit unseren Bootsnachbarn und erledigen die BootswĂ€sche in einer super Laundry. BettwĂ€sche des Gastes und mehr. Muss fĂŒr die neuen GĂ€ste die bald kommen, alles schön sauber sein😊.

Wir haben unseren Liegeplatz nur begrenzt und es war uns dieses mal einfach wichtiger den Kontakt zu pflegen, aber nun mĂŒssen wir leider weiter und da es keinen Hafen mehr gibt suchen wir uns eine Bucht. Ganz in den Westen zu den berĂŒhmten StrĂ€nden können wir leider nicht wegen des starken Westwindes. Also ab in eine Bucht fĂŒr den Absprung Richtung Peloponnes.

Fazit:

Eine wirklich tolle Insel aber zu wenig sichere PlĂ€tze fĂŒr Segler. FĂŒr uns der falsche Zeitraum. Denn zum Wandern muss man im FrĂŒhjahr oder Herbst kommen. Vielleicht machen wir das nĂ€chstes FrĂŒhjahr. 😊

Naxos + Amorgos+ Levitha

bis 2.6.24

Wegen des starken Nordwindes verstecken wir uns ganz unten auf der SĂŒdseite von Naxos in eine wunderschöne tiefe und einsame Bucht. 30Km bis zum nĂ€chsten Ort in dem man was einkaufen könnte. Echt herrlich. Außer einem kleinen Kiosk und ein paar einsamen FerienhĂ€usern ist hier nichts. Wir verankern uns sicher mit Landleine und können so mit einem ruhigen GefĂŒhl zu einer Wanderung aufbrechen. Hier ist die Ă€lteste Akropolis Griechenlands, die wir uns natĂŒrlich ansehen wollen. Über alte Ziegenwege machen wir uns auf den Weg. Vorher melden wir uns aber am Kiosk zum Essen an. Das freut die Besitzer sehr denn wir sind hier die einzigen. Wir bleiben drei Tage hier und genießen es sehr. Die Besitzerin des Kiosk ist so lieb und bringt uns Brot aus dem Dorf mit.

Wenn es dunkel wird hört man nur noch Schafe und Ziegen. Wir lieben solche einsamen Ecken.

Unser nĂ€chster Stopp soll Amorgos sein. Wir ankern aber noch mal fĂŒr 3-4 Stunden auf der Nachbarinsel Koufonisi da der Wellengang der sich die letzten Tage aufbauen konnte noch enorm ist und der Wind sich auch noch nicht wirklich gelegt hat. Wir warten etwas ab und machen uns mit gutem Rest Wind dann auf dem Weg nach Amorgos.

Diese Insel wird fĂŒr uns einer der Highlights in den Kykladen.

Erst mal mĂŒssen wir uns nach der einsamen Zeit wieder mit Frisch Sachen bestĂŒcken aber danach erkunden wir die Insel.

Amorgos ist eine reine Felseninsel mit zwei hohen Bergen bis 700m hoch. Auf der SĂŒdseite fallen die Klippen bis zu 300m in die Tiefe und genau dort liegt in dieser Klippe das berĂŒhmte Felsenkloster Chozoviotissa. FrĂŒher war es nicht weiß gestrichen und wurde somit nie von Piraten oder anderen kriegerischen Völker, eingenommen. Heute leuchtet es wunderschön weiß in den Felsen. Wir fahren von unserer Bucht auf der Nordseite mit dem Bus ĂŒber die Insel bis unterhalb des Klosters. Wir wandern zum Kloster hoch und genießen dort fĂŒr eine kurze Zeit eine tolle AtmosphĂ€re mit Klosterschnaps😃

Von dort geht es erst runter und dann wandern wir hoch auf den Berg zur traumhaft schönen Chora mit ihren WindmĂŒhlen.

Hier ist es sehr ruhig denn Amorgos liegt abseits der Touristenströme. Hier hin verirren sich nur die Rucksack Touristen und Wanderer. Denn die Wanderwege sind sehr gut ausgezeichnet. Auch wir nehmen nach erkunden der Chora und dem Besuch in einem kleinen Museum, einen dieser tollen Wanderwege zurĂŒck in unsere Bucht. Echt herrlich.

Bald wechseln wir fĂŒr kurze Zeit in eine Bucht mit Wrack an dem der Peter schnorcheln will. Auf Amorgos wurde auch an dieser Stelle der Film „Im Rausch der Tiefe“ oder „Deep blue “ gedreht und ist fĂŒr sein tief blaues Wasser berĂŒhmt. Dies ist auch die Insel der Harpun Taucher.

Als Peter wieder aus den Tiefen des Wassers rauskommt wechseln wir in den östliche Hafen nach Amorgos und werfen den Anker im Hafenbecken. Allerdings mit Trippleine (= Boje die mit einer Leine am Anker befestigt ist) denn hier soll der Boden mit vielerlei Leinen und Ketten verseucht sein. Und so bekommt man im schlimmsten Fall den Anker wieder frei.

Wir genießen einen Strandspaziergang und die Stadt am Abend, trinken einen Sundowner auf unserer „Terrasse“ und machen dann alles fĂŒr die Nacht fertig.

Das heißt das wir jederzeit im Notfall Anker auf gehen können. Dinghi hoch nehmen und alles ist weg gerĂ€umt.

Außerdem wollen wir eh am nĂ€chsten Morgen auf die kleine Kykladen Insel Levitha.

Die Überfahrt wird angenehm. Am Ende etwas ruppig aber wir freuen uns auf den Bauern mit seinen Bojen. Dort liegen wir dann mit anderen in einer kleinen Bucht. Die Boje ist frei wenn man beim Bauern isst. Das tun wir natĂŒrlich und genießen diese kleine Insel fĂŒr ein paar Tage.

Syros, Mykonos und Paros

8.5.-18.5.24

Drei wunderschöne Kykladen Inseln und keine ist annÀhernd gleich. Nur die Landschaft Àhnelt sich sehr.

Wir liegen in einer gut geschĂŒtzten Bucht auf Syros und mĂŒssen wieder mal einen Wind von 40 kn abwettern.

Der Anker liegt gut und tief eingegraben im Sand und somit sind wir sicher. Aber die LautstĂ€rke des Windes ist sehr anstrengend. Und so flĂŒchten wir an einem Tag von Bord, fahren mit dem Dinghi ans Land und mit dem Bus in die Hauptstadt. Die Busfahrt ist richtig angenehm. Wir sehen viel vom Insel Innern. Getreide, GemĂŒse was man so braucht wĂ€chst hier. Aber es ist alles schon sehr trocken. Es hat im Winter kaum geregnet und somit herrscht hier schön die Brandgefahr „orange“.

Syros, die edle. Wenn man durch die Hauptstadt lÀuft, könnte man fast meinen in Italien zu sein. Es ist gut zu sehen das die Venezianer eine ganze Zeit auf der Insel geherrscht haben. Die typischen venezianischen Villen und Kuppelbauten. Wunderschöne alte GebÀude. Die Stadt Emourpoli ist auch Uni-Stadt und somit gibt es sehr viel junge Leute und nette kleine Cafés .

Wir lernen auch wieder ganz nette Segler kennen mit denen wir gerne Zeit verbringen. Aber die beiden segeln frĂŒher los und haben ein anderes Ziel wie wir und somit trennen sich wieder unsere Wege. Schade, es war schön mit euch Ingrid und Gerd.

Peter mag unbedingt nach Mykonos. Ich eigentlich nicht da ich nun wirklich keine PartygĂ€ngerin bin. Aber wie heißt es: „In guten wie in schlechten Zeiten“, 😁

Mykonos steht fĂŒr TraumstrĂ€nde und Party. Sie ist vielleicht die berĂŒhmteste und bekannt fĂŒr ihr pulsierendes Nachtleben. Und so kommt es natĂŒrlich auch das hier 3 große Cruiser in der Bucht liegen, wir keinen Platz ( trotz Anmeldung per Mail) im Hafen bekommen, und das teuerste Bier, 0,330ml fĂŒr 12 € in unserem Leben trinken. Schon um neun tanzen leicht bekleidete Urlauber auf den Tischen und wir machen uns von klein Venedig davon und laufen durch schöne enge Gassen in denen die teuersten Lable und Galerien, ihre Ware anbieten und die Preise sogar in MĂŒnchen ein SchnĂ€ppchen wĂ€ren.

Wir sind spĂ€t gekommen und haben in einer etwas entfernten Bucht eine Boje ergattert die allerdings 50€ kosten soll. Abends kam niemand und morgens sind wir schon bei Sonnenaufgang geflĂŒchtet und so war sie kostenlos.😉

Unser nĂ€chstes Ziel sollte Naxos sein. Aber die ĂŒber 3m hohen Wellen lassen uns die Richtung etwas angenehm Ă€ndern und wir steuern Paros an.

Wir legen uns nach einer anstrengenden Fahrt in die Bucht der Hauptstadt, wir möchten einen WĂ€sche Tag einlegen. Denn hier hat es eine MĂŒnz WĂ€scherei und so können wir die ganze BettwĂ€sche und unsere HandtĂŒcher waschen. DafĂŒr ist unsere Waschmaschine zu klein.

Paros ist wunderschön und eine richtige Postkarteninsel. Weiß blaue kleine Fischerdörfer und ein wildes Hinterland.

Wir ordern fĂŒr den nĂ€chsten Tag einen Roller und fahren ĂŒber die Insel, besuchen die Chora Lefkes und schlendern durch die engen Gassen. Ein Besuch der alten Minen in denen der berĂŒhmte fast durchsichtige Marmor abgebaut wurde steht auch noch auf dem Plan. Daraus wurde der Tempel von Delphi und Delos gebaut und auch die berĂŒhmte Venus von Milos oder die Nike von Samuthraki.

Abends kommen wir mit tausend EindrĂŒcken wieder an Bord und lassen den Tag ausklingen.

Der nĂ€chste Tag ist diesig und schwĂŒl. Wir wollen um die große Bucht wandern. Aber plötzlich ist von jetzt und in die nĂ€chste Sekunde ein Windwechsel von nichts auf 35kn und ein Dreher um 180°.

Die Boote werden in die Ankerkette katapultiert, legen sich auf die Seite und drehen sich um 180°. Dann pendeln sie es aus und alles ist wieder gut. Das war echt gruselig. Wir warten noch etwas und gehen dann spÀter wandern. Kann ja sein das noch was kommt. Aber alles bleibt ruhig.

Auch hier findet man Ähnlichkeiten zu Mykonos. Nur viel sympathischer und entspannter.

Und immer wieder die bezaubernden weißen HĂ€uschen mit den blauen FensterlĂ€den.

PS. Etwas spÀt. Aber manchmal habe ich kein Internet wenn es einfach zu einsam ist.

Wir tauchen in die Kykladen ein

1.5.-8.5.24

Die Kykladen Inseln sind der Inbegriff fĂŒr weiße HĂ€user mit blauen FensterlĂ€den. Und natĂŒrlich Unmengen weißer Kirchen mit blauen DĂ€chern.
Jeder hat ein Bild von Santorini oder Mykonos . Und ja so sehen fast alle Orte auf den Kykladen aus die wir bisher besucht haben. Wenn man durch die weiß gekalkten Gassen lĂ€uft spĂŒrt man die Schönheit und das besondere der Kykladen.
Als wir vom Festland gekommen sind haben wir erst mal die Insel Kea angesteuert. Sie ist voll in Athener Hand, da es nicht sehr weit weg ist. Viele Athener haben hier ein Ferienhaus.
Wir gehen mit Alina an die Stadtmole da wieder mal Starkwind😏 gemeldet ist, und hoffen das es dort sicher ist. Das anlegen ist kein Problem obwohl es schon fast voll ist.
Abends gehen wir gerne noch etwas wandern und können oberhalb des Ortes auf den Hafen schauen und sehen das ein Boot mehrfach wieder ablegt und versucht wieder anzulegen.


Das verursacht bei uns ein komisches GefĂŒhl đŸ€”und wir wandern umgehend wieder zurĂŒck.
Der Wind ist noch stĂ€rker geworden und bei dem Boot hat der Anker nicht gehalten. Kaum ist dieses Boot wieder sicher fest, sehen wir das auch unser Anker nicht hĂ€lt. Wir fragen noch schnell einen Österreicher ob er unsere Leinen annimmt wenn wir wieder anlegen und gehen raus und holen den Anker wieder ein. Aber auch der Österreicher muss ablegen weil er slippt (=Anker hĂ€lt nicht).
Wir legen den Anker neu mit fast 70m Kette und sind dann sicher fest.
Der Österreicher kĂ€mpft noch bis er mir zuruft auf Kanal 68 das FunkgerĂ€t anzumachen. Dort sagt er mir das er seinen Anker verloren hat, der am Ende nicht gut befestigt war. Er wĂŒrde versuchen seinen Ersatzanker zu werfen. Ich bleibe derweil am Funk auf Standby. Es ist mittlerweile zehn Uhr Abends und der Wind ist sehr stark.
Fast zwei Stunden kĂ€mpft er, aber der Anker will nicht halten. Wir empfehlen ihm trotz auflandigem Wind, lĂ€ngsseits an die Mole zu gehen. Wir wĂŒrden ihm auch noch Fender zum ab polstern geben.
Er hat eine unruhige Nacht aber ist wenigstens fest. Peter sagt ihm das er am nĂ€chsten Morgen nach dem Anker tauchen kann, was ihn sehr glĂŒcklich macht.

Gesagt getan. Am nÀchsten Morgen geht Peter in seine Tauchkluft und sucht den Anker den er auch schnell findet.

Ich leite den Österreicher ĂŒber Funk an Peter heran damit er die Ankerkette wieder ans Boot befestigen kann. Alles geht gut und er zieht seines Weges wieder davon.

Wir ziehen nach dieser Aktion los und erkunden die Insel Kea mit dem Roller. Sehr bergig mit vielen MĂŒhlen. Eine atemberaubend schöne Landschaft mit wunderschönen StrĂ€nden und smaragd- grĂŒnem Wasser. Tolle uralte Wanderwege unter schönen alten Eichen.Eine wunderschöne Chora und der berĂŒhmte BeschĂŒtzer, der „Löwe von Kea „ der mehr als 3000 Jahre alt ist.

Hier beginnt gerade das griechische Osterfest und wir können die Prozessionen vom Boot aus verfolgen.

Traditionell wird hier zu Ostern ein rotes Ei im Hefezopf eingebacken

Samstags wird die Auferstehungsfeier groß mit Feuerwerk gefeiert.
Am Ostermontag geht es dann weiter nach Kythnos.
Wir verabschieden uns von allen und los geht es.

Die Winde hier sind um den Inseln nicht so einfach zu besegeln. Sie drehen in kĂŒrzester Zeit, werden von starkem zu schwachen Wind, und die Wellen kommen von allen Seiten.
Das heißt wir haben kurz schönen Segelwind und dann reicht er plötzlich nicht mehr um gegen die Wellen anzukommen. Also muss leider der Motor ran.
Am Nachmittag liegen wir in einer tollen Doppelbucht auf Kythnos und ruhen uns erst mal aus.
Zum Sonnenuntergang wandern wir zu einer kleinen Kapelle und genießen dann einen ruhigen Abend.

Die folgende Nacht ist endlich mal wieder super ruhig. Wir können also sehr gut schlafen und am nÀchsten Tag einige kleine Arbeiten erledigen. Am spÀten Nachmittag geht es dann zur nÀchsten Stadt.

Denn wir mĂŒssen einkaufen.
Morgends drauf geht es dann weiter.

Herzlich willkommen auf dieser wunderschönen Welt die wir fĂŒr dich beschĂŒtzen mĂŒssen.

Unser neuer Familienzuwachs đŸ„°

Wind , viel Wind und Sturm

Ich fĂŒhle mich schon das ganze FrĂŒhjahr wie in einer Waschmaschine.

NatĂŒrlich weiß ich das wir in der windreichen ÄgĂ€is unterwegs sind. Aber es kann schon sehr anstrengend sein und hat mir des öfteren ganz schön viel Respekt vermittelt.

Bisher war es so das ich eigentlich nicht richtig zur Ruhe gekommen bin.

Mehrmals am Tag das Wetter checken und jedes mal sagt es was anderes. Wo sollen wir uns da vor dem kommenden Starkwind verkrĂŒmeln wenn wir nicht wissen aus welcher Richtung er dann nun kommt oder er in der Nacht mehrmals die Richtung Ă€ndert. Echt anstrengend. Aber das haben wir ja so gewollt🙃.

Nun bewegen wir uns in den Kykladen und hier ist der Wind nicht weniger geworden, aber hier kommt er meist aus Nord oder auch mal aus SĂŒd. Aus dem SĂŒden bringt er leider den Saharastaub mit 😏.

Der ĂŒbliche Sommerwind der hier im Juli und August weht, ist der berĂŒhmte und auch berĂŒchtigte Meltemi der immer vom Norden weht und meist sehr stark ist. Durch unsere KlimaverĂ€nderung fĂ€ngt er oft sogar viel frĂŒher im Jahr an. Denn der Meltemi hĂ€ngt stark von den Tagestemperaturen ab. In den heißesten Stunden des Tages, weht er am stĂ€rksten und lĂ€sst gegen Abend etwas nach.

Wir hatten ihn sogar schon des öfteren jetzt im Mai mit StĂ€rken von ĂŒber 40 kn. Dann verkrĂŒmeln wir uns in eine sichere Bucht und warten ab bis es ruhiger wird. Auch wenn ich weiß das die Bucht sicher ist bleibt doch wĂ€hrend des Sturmes eine gewisse Anspannung. Dieses und der schreiend laute Wind im Rigg (=Mast+das was ihn hĂ€lt) kann einen schon zermĂŒrben.

Von diesen Momenten habe ich leider kein Bild. Erstens habe ich mit mir dann genug zu tun und zweitens kommt es auf Bildern nicht rĂŒber.

Zwischen den Inseln kann man die WindstÀrke meist verdoppeln und muss deshalb dort sehr aufpassen und vorbereitet sein. Sprich, wir machen vorher schon das Segel-Kleid kleiner.

Auf manchen Inseln soll man nur ankern wenn man ein starkes Ankergeschirr hat. Das haben wir Gott sei Dank.

Diese Tipps stehen in RevierfĂŒhrern die wir natĂŒrlich auch in unsere Planung einbeziehen.

Jetzt habe ich den Eindruck das sich das Wetter etwas beruhigt. Es ist noch kĂŒhl und regnerisch, aber auch mit Sonne dazwischen. Die Winde sind zur Zeit OK und machbar.

So können wir endlich auch die verschiedenen Inseln erkunden.

Aber dazu beim nÀchsten mal mehr.

Aktueller Nachtrag:

Gestern liegen wir in einer sicheren Bucht von Paros. Es ist sehr schwĂŒl und gewittrig. Nahezu kein Wind. Wir wollen an Land zu einer Wanderung aufbrechen. Auf einmal das:

Von einer Sekunde zur anderen dreht der Wind um 180* und steigt genauso schnell von 5 auf 36 kn.

Die Boote werden voll in den Anker nach vorne geschmettert, legen sich dann auf die Seite und drehen den Bug wieder in den Wind. Fliegendes Wasser ist unterwegs.

Leicht beÀngstigend. Unser Anker hÀlt aber bombig. Keine Gefahr.

Da kann man nun etwas nachfĂŒhlen was vor zwei Jahren in Italien passiert ist. Dort war es noch stĂ€rker und das Resultat war, viele Boote lagen am Strand oder auf Felsen.😔

Bei uns war dann nichts mehr, und wir konnten spĂ€ter zu unserer Wanderung aufbrechen.👍

Schöne ?? und Reiche von Griechenland

Wir erleben ein komplett anderes Griechenland, wie das, welches wir bisher erleben durften und lieben.

Um David und Nina empfangen zu können mussten wir Wetterbedingt auf der Westseite von Attika ziemlich hoch nach Athen segeln. Denn keine Marina vorher hatte Platz.

Diese war etwas ab vom Schuss aber im Zentrum des ehemaligen Olympischen Wasserparks von 2006. Auf diesem ehemaligen SportgelÀnde und auf einem ehemaligen Athener Flughafen wird nun der riesige Ellinikon Experience Park gebaut. Wirkt etwas wie das amerikanische Silicon Valley.

Die Zwei kommen mit dem Bus vom Flughafen zur Marina. Die Bushaltestelle ist nur 10 Gehminuten von uns weg. Wir laufen Ihnen entgegen und freuen uns riesig als sie uns schon entgegen kommen. Auch die Zwei strahlen ĂŒber das ganze Gesicht. Nun werden sie das erste mal die Alina sehen. Beide sind begeistert und fĂŒhlen sich glaube ich von der ersten Minute an wohl.

Sie richten sich ein, wir erklĂ€ren alles und Nina stellt fest, das es nichts anders ist wie in einem Wohnmobil. SpĂ€ter laufen wir drei eine Stunde in die Stadt und wollen etwas einkaufen. Apperol und Sekt 😀. Ich bin etwas ĂŒberfordert. Die totale Großstadt mit allen LĂ€den die es bei uns in D auch gibt. Das bin ich von den Inseln gar nicht gewöhnt. ZurĂŒck fahren wir mit dem Bus, denn es war schon etwas weit.

An Bord wird erst mal gekocht und lecker gegessen. Danach schmeiße ich die Eismaschine an und wir genießen den Abend bei einem oder zwei Aperol Spritz.

Das Wetter ist hier auf der Westseite auch nicht so toll. Wir haben sehr viel Wind. Ich schlage vor am nĂ€chsten Tag nur einen Segelschlag vor Athen zu machen und spĂ€ter in eine sichere Bucht zu flĂŒchten bevor der Wind wieder ĂŒber 30 kn geht.

Gesagt getan. Wir segeln sportlich raus und machen drei Stunden spĂ€ter, am frĂŒhen Nachmittag in der Bucht „Ormos Vouliagmenis“ wieder unter Anker fest. Beide sind seefest und können den kleinen Törn auch genießen.

Wir genießen den Nachmittag an Bord auch wenn die Alina ziemlich am Anker zerrt.

Gegen Abend gehen wir zum Essen an Land. Die Jugend hat ein nettes Lokal ausgewĂ€hlt. Schnell merkt man, das hier nichts mehr so ist wie auf den Inseln. In dieser Bucht scheint das Geld Athens unterwegs zu sein. Riesen Protz Autos, sogar ehemals schöne MĂ€dels sind in Botox gefallen. GefĂŒhlt jede Person hat Unsummen fĂŒr Schönheits-OP’s ausgegeben. Ich glaube ich konnte meinen Mund vor Entsetzen nicht mehr schließen. Ein wenig habe ich mich wie Crocodil Dundee in New York gefĂŒhlt. Und das bei so jungen Leuten.

Aber nichts desto Trotz hatten wir einen wundervollen Abend in einem hervorragenden Restaurant.

Bei sehr viel Wind kĂ€mpfen wir uns mit dem Dinghi wieder zurĂŒck an Bord. Wir spielen Kniffel und sind alle recht frĂŒh im Bett.

Am nĂ€chsten Tag ist der Wind noch sehr heftig und Nina und David beschließen nach Athen zu fahren. Dort verbringen sie einen schönen Tag. Auch wenn David leider etwas krĂ€nkelt.

Wir bleiben an Bord und halten Ankerwache.

Abends tauchen wir wieder in die Welt der Reichen ein. David hat in der Beef Bar neben dem 4 Season und dem Naxos Hotel einen Tisch reserviert. Eins der 101 besten Restaurants der Welt.

Oje, was ziehe ich an. FĂŒr diese Welt habe ich nichts. Aber dort angekommen merke ich bald das es hier total egal ist. Nicht die Kleidung ist wichtig sondern das Essen und das Ambiente.

Es wird ein klasse Abend mit wirklich leckerem Essen. Das hÀtten wir ohne die Zwei nie gemacht.

Am nÀchsten Tag können wir vormittags wieder etwas segeln. Es ist etwas heftig aber es geht.

Wir suchen uns die nĂ€chste Bucht aus die bei diesem Wind gut geschĂŒtzt ist, denn leider mĂŒssen die zwei am nĂ€chsten Tag schon wieder zurĂŒck.

Es war toll das ihr da wart, wir haben uns sehr gefreut und es auch sehr genossen mit euch.

Beim nĂ€chsten mal suchen wir uns eine ruhigere Zeit aus damit ihr auch das Meer genießen könnt.

Denn dies war durch den Wind und der Wassertemperatur von 16°C noch nicht so gegeben.

Schön das ihr da wart.

Endlich unterwegs

Endlich können wir unsere Reise beginnen und neue Orte kennenlernen. Da wir wieder durch die Engstelle Zwischen Festland und der Insel Euböa (Chalkis) mĂŒssen kommen wir auch wieder an schon bekannte Orte. Die Engstelle verbindet eine BrĂŒcke die immer zur Nachtzeit, wenn die Tide ruht, fĂŒr Segler und Boote geöffnet wird. Nachts deswegen damit der Autoverkehr am wenigsten gestört wird. Wir mĂŒssen uns am HafenbĂŒro anmelden und die Rechnung zahlen. Leider wird uns gesagt das sie heute zu bleibt, weil zu wenig Boote durch wollen. Es ist eben noch sehr frĂŒh im Jahr und man muss damit rechnen. Also machen wir uns einen schönen Abend in der Stadt und besteigen am nĂ€chsten Vormittag den Berg zur Burg hoch. Chalkis ist die Hauptstadt von Euböa und sehr umtriebig. Man bekommt alles was man braucht.

SpĂ€t Abends warten wir dann auf den Funkspruch der uns auffordert durch die BrĂŒcke zu gehen.Um halb eins fĂ€llt der Anker auf der anderen Seite und wir können ins Bett. Das ganze ist immer sehr aufregend. Laute Musik lĂ€uft aus einem Restaurant und viele Leute stehen am Rand und schauen sich diese Attraktion an.

Am nĂ€chsten Morgen segeln immer weiter Richtung SĂŒden. Das ist ein sehr gutes GefĂŒhl denn ich hoffe immer noch auf beruhigtes Wetter. Aber leider nicht. StĂ€ndig mĂŒssen wir mehrere Tage den starken Wind ab wettern. Entweder in einer Bucht vor Anker oder an einer Stadtmole.

In den Buchten sind wir ĂŒberwiegend alleine. Die wenigen Boote die schon unterwegs sind gehen lieber an eine Stadtmole.

Wir versuchen eine sichere Bucht auf der Festlandseite NÀhe Flughafen zu finden da David, unser Sohn mit seiner Freundin Nina an Bord kommen möchten.

Aber auch zu dieser Zeit sagt der Wetterbericht auf der Ostseite von Attika um die 40 kn an, was fĂŒr uns heißt wir mĂŒssen noch um Attika herum und von der Ostseite auf die Westseite wechseln.

Es ist aber kein Problem da wir genug Zeit einkalkuliert haben.

Und dann geht noch der Boiler kaputt. Gerade ist der Generator wieder fix, kommt schon das nÀchste. Ich fasse es nicht. Scheinbar ist der Heizstab mit der Anode durch. Nur haben wir leider die Wassertanks voll also ist der Wechsel ( wir haben Gott sei Dank Ersatz an Bord) nicht so einfach.

Aber Peter klemmt die Leitungen ab und findet auch fĂŒr den fehlenden 52er MaulschlĂŒssel eine Lösung. Er ist einfach ein Fass und kriegt alles hin. Echt zu bewundern!

Es ist eine Heiden Arbeit wieder in der engen Backskiste, aber nach einem halben Tag geht auch wieder der Boiler und unsere GÀste werden warmes Wasser haben können.

Denn im Meer duschen geht leider noch nicht. Dies hat erst 16 Grad. Wenn es Windstill ist schaffe ich es manchmal. Aber das war bisher nur zwei, dreimal. Peter schafft es öfter.

Ich wasche mich am Waschbecken und das ist auch gar kein Problem fĂŒr mich. Man gewöhnt sich an alles. Und außerdem verbrauche ich so wahnsinnig wenig Wasser was mich etwas stolz macht aber eigentlich nicht notwendig wĂ€re da wir ja einen Wassermacher haben und eigendlich haben wir auch eine DuscheđŸ€Ł

Auf der Westseite finden wir dann auch eine Marina die uns aufnimmt und wir liegen sicher neben Schiffen der Reichen. Hier können wir nun auf die Zwei warten. Ich freue mich schon wahnsinnig.