Der Ausstellungsraum hat sich in eine kleine schmucke Werkstatt verwandelt. Irgendwie hat es etwas von Wohnzimmer.
Jeder zweite meinte während der Umbauphase:“ Hier könnte man glatt einziehen.“
Das sind wir nun auch. Nur halt mit der Werkstatt. Sogar der kleine Holder passt noch durch die Türe. Größeres geht dann bald nicht mehr.
In der alten Werkstatt läuft aber auch noch so einiges. Gestern haben wir ein Gerüst gestellt um nun die letzte Wand zu schließen. Hätte ich heute auch sehr gerne gemacht. Aber leider kam eine Wurzelbehandlung an einem sehr schmerzenden Zahn von mir dazwischen. Wand bauen wäre mir lieber gewesen 😉 . Dann halt morgen. Mal sehen.
Endlich ist es geschafft. Der letzte Raum ist fertig. Nämlich der , in dem die Werkstatt weiter bestehen soll. Zumindest so lang der Senior es will. Danach sehen wir weiter.
Bei unmenschlicher Hitze habe ich unseren alten Korkparkett verlegt damit es auch im Winter von unten angenehm warm ist. Da er schon mal verlegt war, war es um einiges mehr Arbeit da ich alle Fugen säubern oder reparieren musste. Während ich am verlegen war wurde hinter mir schon fleißig eingeräumt. Sie können es nicht abwarten.:-) Ich glaube jeder genießt diese Veränderung.
Hey Papa. Siehst du euren alten Ofen. Hier darf er wieder etwas tun. Danke dafür!
Nun ist auch der Ausstellungsraum leer. Hier soll ja dann der Rest unserer kleinen Werkstatt entstehen. Zuerst um dem Senior noch einen Wirkungsbereich zur Verfügung zu stellen und später dann für uns privat und für kleine Aufträge wenn wir dann mal Zuhause sind.
Die Stahlträger werden grünIn dieser Ecke kommt Mama + Papas Holzofen.
Ich habe nun auch angefangen zu weißeln. Der Raum wird super hell und ist bestimmt herrlich darin zu arbeiten. mal sehen wie es wird.
Nachdem ich das letzte mal etwas rumgejammert habe war es aber auch gleich wieder gut. Sorry dafür. Aber auch das gehört dazu. Ich werde gerade nur etwas ungeduldig.
Peter hat den Ausstellungsraum nun schon ganz leer geräumt und beginnt mit dem Durchbruch der Tür, die zu den Büros führt. Wenn der Durchbruch fertig ist kommt mein Part. Verputzen, reinigen und streichen und eventuell den Korkboden verlegen.
Dieser Raum wird dann für uns als Werkstatt bleiben damit der Senior noch etwas arbeiten kann.
Momentan passiert nicht viel. Ich bringe hier an den Gebäuden so einiges auf Vordermann. Es ist in unserer Abwesenheit nicht sehr viel gemacht worden.
Es ist sehr anstrengend aber gibt auch ein gutes Gefühl.
Peter ist voll im Frühjahrs Stress. Es ist nun viel zu tun.
Vom Segel habe ich noch nichts gehört und im Energiemanagment ist der Peter noch dran. Angebote laufen. Mal sehen was es gibt.
Ich muss das vom letzten mal wohl aufklären. Bin mehrmals geschockt darauf angesprochen worden.
Nein unsere Pläne haben sich nicht geändert. Nur wie ich kurz erwähnt habe versuchen wir es dem Senior gerecht zu machen und zermürben uns das Gehirn wie wir sinnvoll für ihn eine Werkstatt gestalten.
Nun stand für uns alles fest und am Samstag kam von ihm die Aussage: Für mich braucht ihr keine Werkstatt einrichten. Ich bin dann 81 Jahre alt, ich werde dann nichts mehr machen. Das könnt ihr auch vermieten.“
Wow! Wir sind total überrascht und in dem Moment auch überfordert. Uns fällt das Gesicht runter.
Die ganze bisherige Planung ist hinfällig.
Uns geht am Sonntag viel durch den Kopf. Aber das hätten wir gar nicht gebraucht denn am Montag war dies schon wieder vergessen. Er will doch eine Werkstatt!
Es wäre schön wenn es dann irgendwann auch feststeht! Denn das Wirrwar der Gefühle und der tausend Gedanken sind schon sehr belastend!
Wie geht es eigentlich gerade in unserem Geschäft weiter?
Irgendwie ist es dieses Jahr sehr viel ruhiger. Wir haben zu tun aber es ist sehr viel weniger als sonst die Jahre. Hat es mit Corona zu tun? Oder mit dem schrecklichen Krieg in der Ukraine? Ich weiß es nicht aber eigentlich glaube ich es nicht. Es ist wohl eher der Grund dass die Leute nicht richtig zuhören.
Peter erzählte und erzählt den Kunden dass wir im Winter 22 aufhören werden. Aber wir glauben dass die Kunden im letzten Jahr nur bis zum Wort Winter zugehört haben und das Jahr gar nicht mehr hörbar war. Sie waren einfach zu geschockt. Manche bestätigen auch diese Annahme.
Außerdem sind sehr viele falsche Gerüchte im Umlauf die an den Haaren herbeigezogen sind.
Oft heißt es am Telefon:“ Ach ihr seid ja doch noch da, Gott sei Dank! dann komme ich mit meinem Mäher.“
So wird es um einiges ruhiger und wir, beziehungsweise der Peter räumt weiter die Werkstatt aus.
Der Ausstellungsraum ist nun auch so gut wie, leer. Hier wollen wir die Werkstatt für den Senior gestalten. Klein aber fein damit er mit seinen 80 Jahren noch was machen kann wenn er will.
Ob es das Richtige ist bezweifele ich, aber wir wollen ihm die Möglichkeit geben und haben auch schon sehr viel Gehirnschmalz verwendet um dies sinnvoll zu gestalten.
Nun hat sich aber heute etwas geändert das unsere Gestaltungspläne total umwirft. Das wird nicht das letzte Mal sein!
Das heißt für uns, wieder auf Anfang und aufs Neue planen.
Nach ganz kurzer Recherche habe ich beschlossen unsere neuen Matratzen für das Boot selber passend zu schneiden. Maßanfertigung ist mir dann doch zu teuer und sooo schwer kann es nach meinen naiven Überlegungen ja eigentlich nicht sein. Am Boot habe ich Maße genommen und weiß also genau wie es werden soll.
Da sollen sie mal reinpassen
Nun muss ich erst mal Matratzen kaufen. Das hasse ich!! Matratzen und Fliesen sind die schlimmsten Dinge beim kaufen. Es gibt gefühlte Trilliarden Möglichkeiten. 😮 Schrecklich!
Es soll eine Federkern Matratze sein da diese sich am besten Durchlüften was bei Hitze ja nicht schlecht ist.
Die Matratzen sind schnell gefunden, oh Wunder. Bei meiner fange ich gleich an aber Peter soll erst mal drauf schlafen denn er ist bei der Härte ein wenig Diva 🙂
Als er grünes Licht gibt fange ich auch an seiner an.
Von so zu so soll es werden.
Erst mal den Bezug wegnehmen und darunter den, na ich nenne es mal Strumpf. Nun liegt nur der äußere Schaumstoff vor mir. Ich male die Maße der Länge und der Seitenteile darauf, nehme mein schärfstes und längste Messer aus der Küche und kürze alles um 4cm und nehme die Ecken der Seite weg.
Die Matratze hat einen dicken Schaumstoffrahmen. Den nehme ich weg und ebenfalls die Federn bis zum Maß und dann noch die Breite des Rahmens. Denn der soll ja wieder hin.
Das ist mit den Federn schon ein wenig Gefriemel aber es geht leichter wie gedacht. Wenn alles passend ist klebe ich es an manchen Stellen mit Heißkleber. Das geht recht gut, ich habe es vorher am Abfall ausprobiert. Dann ziehe ich die Matratze wieder mit dem Strumpf und dem Schoner an.
Ja ja, das war es noch lange nicht! Das war nur der leichte Teil!
Nun muss der Schoner passend gemacht werden. Dieser hat aber einen Reißverschluss außen herum den ich so gut es geht erhalten will. Das kostet ganz schön Überlegungskünste. Zumindest für mich. Für Profis bestimmt nicht.
Ich entferne an der geschnittenen Seite mit 1cm Reserve den Reißverschluss vom Deckel, markiere den Boden und schneide dort weg was nun zu viel ist. Nähe alles so zusammen das ich auf dieser Seite den Reißverschluss schließen kann, fixiere dies mit Heißkleber damit es sich nicht mehr öffnet, setze den Reißverschluss neu an und kann den Rest des Schoners schließen. An den Ecken improvisiere ich etwas aber da kommt ja eh ein Laken rüber.
Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Und es war bis auf ein paar Dinge auch kein Hexenwerk. Ich würde sagen mit etwas Handwerklichem Geschick gut machbar.
So sehen sie fertig aus 🙂
Ich bin sehr zufrieden. Jetzt müssen sie nur noch passen.
Die richtigen Borddurchlässe sind ja Gott sei Dank schon da.
Als nächstes kommt der Coppercoat. Na was ist das denn, wäre eine gute Frage!
Hier die Antwort. Im Wasser leben viele Organismen wie Algen, Schnecken , Muscheln und viele andere Kleinlebewesen die sich gerne ans Unterwasserschiff festhaken um ein schönes neues Zuhause zu finden oder eben von A nach B zu kommen. Das Trampen der Meeresorganismen 🙂
Um eben dieses zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen streicht man das Unterwasserschiff mit einem Antifouling der etwas in sich trägt was die Algen und diese Tierchen nicht mögen.
Aus Umweltschutz Gründen fallen die effektiven Mittel alle weg. Was auch gut so ist!!!!
Die Mittel die noch erlaubt sind, sind aber nicht sehr lange wirksam und müssen eigentlich jedes Jahr erneuert werden. Das heißt Schiff an Land und loslegen.
Das ist nicht billig und wahnsinnig viel Arbeit.
Wie wir wissen wird im Bio Anbau Kupfer als Fungizid also Pilzmittel verwendet. So ist es auch im Maritimen Bereich. Dieses Mittel nennt sich eben Coppercoat. Das ist ein 99%ig reines Kupfer das mit Epoxyd angerührt, und auf das Unterwasserschiff gestrichen wird.
Nach dem Trocknen wird noch mal alles angeschliffen damit das Kupfer offen liegt. Dieses Kupfer hält dann Algen und Kleintiere im besten Fall ab sich fest zu setzen. Das soll dann mehrere Jahre halten. Somit muss man nicht jedes Jahr an Land. So die Theorie. Wie die Praxis aussieht werden wir sehen.
Das wollen wir machen bevor es endgültig ins Wasser geht und von hier ist es einfacher dies zu besorgen. Ich habe dies auch gleich angeleiert denn man kann ja nie wissen wie es mit der Lieferung aussieht und die Preise steigen auch immer höher.