„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.
(Mark Twain)
Als wir nichts mehr zu essen haben ( bei dem Gedanken könnten wir immer noch eine Weile überleben🤣) segeln wir weiter.
Wir segeln in die große Navarino Bucht bei Pylos ans Festland und verbringen dort einige Tage in verschiedenen Ecken der riesigen Bucht. Hier kann man in ruhigen Ecken ankern oder legt sich vor die Stadt und kann alle Besorgungen machen. Was wir natürlich auch tun. Außerdem mieten wir ein Auto für einen Tag und fahren in die Umgebung und besichtigen den berühmten Nestor Palast, gehen etwas wandern und genießen in den Bergen die alte Chora.
Wanderung Navarino Bucht
Wir sind in der Nähe von Kalamata. Somit ist jede Ecke von Olivenbäumen in Beschlag genommen. Wunderschöne Täler mit teilweise ur-uralten Bäumen.
Grab vom NestorNestor Palast
Irgendwann geht es dann weiter nach Kyparissia.
Auf nach Kyparissi/Ausgang Navarino Bucht
Diesen Hafen kennen wir schon. Hier gibt es nichts besonderes und dennoch bleiben wir etwas. In einem Cafe erfahren wir das in den Bergen am Abend ein Weinfestival stattfindet. Peter erzählt begeistert unserem Französischen Nachbarn davon die sich dann auch begeistert an uns hängen und mitgehen.
Wir ordern also ein Taxi und fahren hoch ich die beeindruckende Berglandschaft zu der Stelle wo das Weinfestival sein soll. Als wir dort ankommen stellt es sich heraus das es ein Open Air Konzert auf dem Gipfel eines Berges an einem alten mykenischen Grab ist.
Nette BegegnungOlivenbaum TalKonzert, wunderschön
Es gibt zwar kein Wein und kein Zuessen, aber wir haben an einem herrlichen Ort ein wunderschönes Konzert mit einer bezaubernden Kulisse. Um halb zwölf sind wir wieder am Hafen.
Durstig und hungrig🤪. Aber wir trinken noch ein großes Bier mit unseren französischen Nachbarn und das ist ja bekanntlich auch eine Mahlzeit.😉
Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den beiden und machen uns auf den Weg über Katakolon nach Zakynthos in die Lagana Bucht vor Keri. Denn bald kommt Lukas mit seiner Familie für zwei Monate an Bord und wir haben noch einiges vor zu bereiten.
Nun sind wir raus aus der windreichen Ägäis und ich bin auch ganz froh drum. Es war bisher ein sehr anstrengendes windreiches Jahr und ich hoffe hier im ionischen Meer auf etwas angenehmere Winde zu stoßen.
Wir liegen in einer Bucht vor dem westlichen Finger und kommen einfach nur an. Wir genießen die Ruhe mit sehr viel Zeit. Hier bleiben wir ein paar Tage, wandern zum alten Leuchtturm und hoffen ein Kri Kri zu sehen. Diese sind eine wilde Urform der Ziegen und wurden hier ausgesetzt zum Erhalt aber auch zum Vergnügen. Denn diese unbewohnte Insel nimmt ein Jagt-Verein in Anspruch. Der kontrolliert den Bestand und sagt an wann dort gejagt werden darf.
Von diesem Horizont sind wir gekommen
Eigentlich darf man nicht auf die Insel aber es wird geduldet das man zum Leuchtturm wandert.
Morgens starten wir recht früh damit es noch nicht so heiß ist bleiben aber noch etwas an einem deuten Boot hängen.
Dann aber los! Es ist ein schöner Natur Weg über die Insel hoch zum Leuchtturm. Erst im Schatten niedriger Bäume und dann mit offener Sicht.
Der Leuchtturm ist beeindruckend. Sehr alt und stellenweise auch schon eingestürzt. Die alte Technik wurde vor kurzem erst auf Solartechnik umgestellt. Nun ist eine sehr starke winzige LED Lampe an einer kleinen Batteriebank angeschlossen die wiederum von ein paar Solarpaneelen gespeist wird und über einen Dämmerungsschalter eingeschaltet wird. Klasse wie wenig man braucht.
Moderne Solarplatten…...bestücken die moderne Batteriebank…Das alte Uhrwerk…und diese kleine LED-Birne
Peter inspiziert alles ganz genau. Leben tut hier niemand mehr, nur die Jäger scheinen es als Unterschlupf zu nutzen. Aber früher gab es hier Leben. Entweder vom Leuchtturm Wärter oder von Soldaten.
Auf dem Rückweg zum Boot sehen wir das die Deutschen ablegen. Es soll 20 kn Wind geben und sie flüchten zum Festland. Ich merke das uns die Ägäis abgehärtet hat. Wir finden 20 kn hier sehr sicher und bleiben noch.
Abends entdecken wir dann sogar einen Kri Kri und genießen den majestätischen Anblick.
Hier auf dem Bild sieht man wie gut sie getarnt sind
Es ist toll hier einige Tage zu bleiben und zur Ruhe zu kommen. Wir erledigen einige kleine Arbeiten am Boot wie Unterwasserschiff putzen, eine Seite des Rumpfes putzen, Edelstahl reinigen, Dinghi-Motor-Ölwechsel da ja noch Salzwasser drin ist, Davids (da wo das Schlauchboot dran hängt) verbessern, am Ruder war ein Geräusch das wir kontrollieren müssen (waren Gott sei Dank nur Muscheln), Wasserfilter vom Wassermacher kontrollieren, Blog schreiben, Büro machen aber auch schwimmen gehen und lesen.
Als wir keine frischen Nahrungsmittel mehr haben wollen wir ans Festland segeln da wir einkaufen müssen. Leider müssen wir unseren ersten Kurs auf der Westseite der Insel abbrechen weil wir sehr hohe Wellen und 25kn Wind direkt auf die Nase haben.
Wir drehen ab und segeln an der Leeseite vorbei was viel angenehmer ist, machen Wasser und ankern vor der Steilküste der Peloponnes. Wir können hier zwar nicht einkaufen aber das ist nicht schlimm. Wir haben eh vergessen das heute Sonntag 🤣.
Wir starten unseren Weg von der Insel Kythira Abends um fünf um über Nacht zu unserem Ziel auf den westlichen Finger der Peloponnes zu segeln. Wir erwarten drehende Winde aber nicht sehr stark und es ist leider der beste Moment. Denn sonst müssen wir noch fast eine Woche bleiben da der Wind wieder sehr stark werden soll.
Wir setzen in der Bucht schon das volle Groß und haben aber nicht bedacht das es um die Insel immer stark bläst. Wir kämpfen die erste Zeit mit Starkwind der uns aber auch mit über 9 Knoten dahin fliegen lässt. Kaum haben wir etwas Abstand zur Insel wird es auch wieder weniger und mein Muffen sausen normalisiert sich. Es ist schöner Wind und wir kommen gut voran. Peter legt sich früh hin und ich kämpfe mit dem immer weniger werdenden Wind. Bald kommen wir an eine stark befahrene Schifffahrtsstraße und ich hole bei sehr wenig Wind das Vorsegel ein und mache den Motor an. Noch erkennt man die riesigen Schiffe mit dem Restlicht aber bald ist es auch schon stockdunkel und man erkennt nur noch winzige Fahrlichter. Außer die Cruiser, die sind wie ein Tannenbaum hell erleuchtet.🤣
Gott sei Dank haben wir AIS. Das ist ein System, da können wir auf unserem Bildschirm alle Schiffe sehen die AIS haben. Ich kann schauen wie sie heißen, wie schnell sie sind und wie nah sie uns maximal kommen. Schon sehr praktisch. Und die anderen sehen uns natürlich auch.
Auf dem Bildschirm sehe ich die Dichte der Schiffe durch die wir durch müssen. Wirklich gruselig und es erfordert eine 100 % ige Aufmerksamkeit. Erst fahre ich etwas Zick Zack und gebe dann fast Vollgas um im kürzesten Winkel über die Straße zu queren. Ich war echt froh als ich durch war und sich alles etwas entspannt hat.
Die Fahr ist gespickt mit Manövern. Segel hoch, Segel runter, Motor an, Motor aus, In die Richtung kreuzen in die andere Richtung kreuzen. Sehr anstrengend. Auch für den der unten liegt und schlafen will. Denn alles ist ziemlich laut und so hat der Ruhende auch keine Ruhe.
Um eins gebe ich an Peter ab. Ich bin kaputt und kann nicht mehr. Auch er kämpft in den nächsten Stunden mit dem schwankenden Wind. Um sechs übernehme ich wieder und Peter legt sich noch mal hin. Um neun kommen wir dann auf der Insel Schiza vor der Peloponnes an.
Dies ist eine militärische Insel die für Flugzeuge als Ziel dient. (Heute denke ich nur noch digital im Anflug) In einer Bucht liegt ein Schiffswrack das zu Schießübungen genutzt wurde. In dieser Bucht frühstücken wir erst mal und gehen dann das Wrack erschnorcheln. Man kann gut sehen das es wirklich mal beschossen wurde. Schon etwas Angsteinflößend. Die Natur nimmt es immer mehr ein und einige Rote Feuerfische haben hier ihr Zuhause. Es sind tolle Farben die wir unter Wasser sehen. Aber nun schnell weg nicht das wir noch beschossen werden🤪
Ich drängel schon bald auf die nächste Insel Sapienza, unserem eigentlichen Ziel, zu segeln um zur Ruhe zu kommen. Denn irgendwie fühle ich mich hier beobachtet.
In der Bucht Port Longos bleiben wir erst mal ein paar Tage und genießen es wieder an der Peloponnes zu sein.
Leider gibt es zu diesem Blog keine Bilder. Denn das meiste war ja Nachts. 😉⛵
Wir stehen um fünf auf und trinken gemütlich Kaffee, machen alles klar und los geht es.
Natürlich mache ich kein Wetter 😉 aber eben das Wetter Routing. Da es am Anfang kein, oder wenig Wind geben soll ist mein Plan, das wir erst so 10 Meilen direkt raus motoren. Dann soll der Wind kommen und wir haben für die restlichen 65 sm einen guten Winkel zum Wind und können segeln. Und mein Plan geht auch super gut auf. 🙏 Der Wind nimmt immer mehr zu und wir fliegen unserem Ziel entgegen. Um 16 Uhr werfen wir auf der Insel Kythera die der Peloponnes vorgelagert ist, den Anker. Auf dem Weg hat noch ein kleiner Thunfisch gebissen, es wäre perfekt für uns gewesen. Aber ein kurzer Moment bevor das Gaffe ihn aufspießen konnte, ist er davon gekommen. Peter war bitter enttäuscht, hat immer wieder vor sich hin geflucht und sich geärgert.
Der Anker sitzt in Kapsali sofort sehr gut. Wir genießen den Abend und gehen früh ins Bett. Der erste Tag an einem neuen Ort bleiben wir gerne erst mal an Bord um alles um uns herum zu beobachten. Beim Frühstück kommt ziemlich Wind auf und wir bemerken das ein Belgisches Boot auf Drift geht. Es sieht danach aus als wenn der Skipper noch schläft. Darum machen wir unser Dinghi fertig und Peter saust rüber um ihn zu wecken. Denn die Felsküste ist nicht mehr weit entfernt. Peter klopft an den Rumpf und ruft. Der verschlafene Kopf kommt raus, brummelt so etwas wie.“Och ne, nicht schon wieder!“
Er lässt sich noch ziemlich Zeit, nimmt den Anker hoch und verschwindet dann. Ein komischer Kauz.
Die Böen sind sehr stark, wir legen mehr Kette und nehmen das Reitgewicht dazu. So ist alles sicher. Bei einer starken Böe schlägt unser Dinghi um. Der Motor ist im Wasser. Ich reagiere schnell und kann es sofort wieder umdrehen. Aber Salzwasser und ein Motor vertragen sich gar nicht. Peter macht sofort alles frei vom Salzwasser und startet mehrmals bis er wieder läuft.
Im Öl wird auch Wasser sein aber das können wir jetzt bei dem Wind nicht machen. Wir verschieben es.
Ich mache an diesem Morgen noch Büro, denn wir sind am Monatsende und es muss die Steuer gemacht werden. Peter repariert etwas am Dinghi. Aber unser Highlight heute ist die Segnung von unseren Enkeln Lio und Liara. Wir können über YouTube direkt dabei sein und es miterleben. Echt schön die heutigen Möglichkeiten. Es ist eine schöne Zeremonie.
Danach räumen wir hoch motiviert die Vorkabine auf, machen Schränke leer und misten für die 4 Hacks ordentlich aus. Denn sie kommen ja bald. Wir freuen uns total.
Abends erkunden wir den Ort, gehen etwas essen und ich nutze das Internet fürs Büro. Es wird noch für den nächsten Tag ein Skooter (Motorroller) klar gemacht aber dann ist es Zeit ins Bett zu gehen.
Wir lassen uns mit dem Roller am nächsten Tag treiben. Entdecken durch Zufall eine tolle Höhle mit Kapelle und Fledermäusen. Fahren in ein schönes Bergdorf mit vielen Wassermühlen. Aber es ist sehr traurig. Seid vier Jahren hat der ehemals Wasserreiche Fluss kein Wasser mehr. Die Mühlen stehen still und die Gänse hecheln neben einer kleinen Pfütze. Wir laufen noch etwas am trockenen Fluss entlang brechen aber ab da es sehr traurig ist.
FelsenkircheFledermäuseeine alte Englische BrückeDas schöne Bergdorf ……ohne WasserDie berühmten Wasserfälle……ohne WasserSuper schöner KüstenortWieder daheim. Das Ankerfeld ist voll geworden
Danach geht es noch an die Küste runter an einen ganz bezaubernden Ort. Eine kleine Felsenbucht, wunderschön angelegt wo die Kinder die Klippen runter springen. Glasklares Wasser. Traumhaft schön. Am Boot zurück müssen wir erst mal etwas Ankerarbeit machen. Der Wind hat gedreht und abgenommen und die Bucht ist voller geworden. Also bauen wir das Reitgewicht ab und holen mal 10 m Kette rein um niemanden auf die Pelle zu rücken.
Zum Sonnenuntergang fahren wir hoch zur Chora und ihrer Festung und genießen die Athmosphäre. Sie ist sehr weitläufig und schön hergerichtet. In der Chora suchen wir uns einen netten Platz und beobachten das bunte Treiben. Denn hier beginnt das Leben und Treiben mit dem Sonnenuntergang. Denn da ist es einfach kühl. Die Alten stellen irgendwo ihre Stühle zusammen und gallern und die Kinder spielen auf einen Zentralen Platz zusammen. Es ist überall im Land das gleiche.
Festung und Chora
Am nächsten Morgen wandern wir noch zur Felsenkirche Argios Ioannis (Heiliger Johannes). Bestaunen die tolle Aussicht und unterhalten uns mit dem Wärter. Es hängen uralte Ikonen.
Bei der großen Hitze halten wir Siesta und gehen schwimmen bevor wir uns am frühen Abend für die weite Überfahrt zur Peloponnes fertig machen. Wird sicher etwas anstrengend da drehende Winde zu erwarten sind und eine stark befahrene Schifffahrtsstraße muss gekreuzt werden. Aber wird schon klappen. Ziel ist der westlichste Finger der Peleponnes.
Nach unserer bisher längsten Strecke am Stück (97sm) sind wir in der Bucht vor Sitia angekommen und fallen nach einem leckeren Fisch Snack todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen funken wir den Hafen an und bekommen einen Platz zugewiesen. Nachdem wir sicher fest sind machen wir erst mal klar Schiff und kommen an.
Der Ort ist sehr nett und wir genießen die vielen Restaurants und Cafés. Hier in Griechenland findet das abendliche Leben meist im luftigen Hafen statt. Hier entfliehen viele Einwohner der Hitze im Ort.
Nach etwas suchen finden wir auch noch einen Skooter den wir leihen können. Kreta ist voll in Touristischer Hand und ein Flieger nach dem anderen landet. Wir hören viel deutsch.
Auf unserer Tour erleben wir ein recht grünes Land mit sehr, sehr vielen Oliven Plantagen die mit tausenden Kilometern Tröpfchen Bewässerung vernetzt sind. Ich übertreibe nicht. Es ist echt enorm!
Ohne WorteGrünes Kreta, lauter Olivenbäume
Unterwegs entdecken wir eine riesige Geisterstadt. Ehemals schöne Ferienhäuser die an Leute verkauft wurden. Kein Haus gleicht dem anderen mit toller Poollandschaft , Läden, Apotheke und was man sich im Alter sonst noch wünscht. Nachdem irgendjemand mit dem Geld abgehauen ist und sich niemand mehr zuständig fühlt verkommt alles. Einzelne Häuser sind in dieser Ruinenstadt noch bewohnt. Denn viele Rentner haben ihr gesamtes Geld in ein Häuschen gesteckt und müssen nun so elendig leben. Traurig oder?!
Village, die verlassene Stadt
Kreta ist die größte griechische Insel und zählt auch zu der sonnigsten Perle des Mittelmeeres. Sie hat einiges zu bieten. Eine abwechslungsreiche Natur, die wir hier im Osten der Insel in Form des Palmen Tals von Vai finden und natürlich auch überall die wunderschönen Strände die uns aber jetzt nicht so arg locken. Und auch besondere antike Paläste wie Knossos die tausende von Besucher anzieht.
Tal der PalmenUnterwegs
Uns interessieren eigentlich die Wanderrouten mehr, die es hier reichlich gibt.
Durch die zerklüfteten Berge, kann man zahlreiche tolle Schluchten erwandern die zwar meist kein Wasser mehr führen ( warum wohl, ich sage nur Tröpfchen Bewässerung) aber dennoch spektakulär sind.
Wir haben uns die etwas unbekanntere Richi Schlucht ausgewählt und sind sehr früh aufgestanden damit es nicht so heiß ist.
Leider ist Peter auf halber Strecke runter in die Schlucht aufgefallen das eventuell das Benzin nicht reicht um später den enorm steilen Weg zu zweit wieder hoch zu fahren.
Also haben wir uns getrennt. Peter ist weiter gelaufen und ich bin wieder hoch auf die Hauptstraße und habe die nächste Tankstelle gesucht und getankt.
Dann ging es den steilen Weg wieder runter. Oft gefühlt eine 45% Neigung/Steigung. Die Griechen lieben den direkten Weg 😉. Serpentinen werden überbewertet 🤣.Das haben wir im ganzen Land festgestellt.
Peter wartet schon am Einstig der Schlucht und wir steigen auch sofort in Kretas GEO-Park ein.
Endlich wieder grün um unsEine tolle Wanderung
Eine wundervolle Wanderung und am Ende werden wir mit einem Rinnsal Wasserfall belohnt.
Nachdem wir den Osten erlebt haben segeln wir weiter. Ich lege ab und wir nehmen Kurs auf die Lepra-Insel Spinalonga. Der Wind ist wieder enorm. In den Hafen von Agios Nikolaos können wir leider nicht. Alles voll mit Langzeitliegern. In die Lagune können wir bei diesem Wind auch nicht🤔 .
Also legen wir uns in eine relativ sichere Bucht und machen den Wassermacher wieder an. Den mussten wir wegen des hohen Wellengangs ausmachen da er durch die Schräglage immer wieder Luft zog. Und das ist nicht so gut.
Hier bleiben wir eine Nacht und einen Tag denn es ist nicht sehr angenehm. Wir brauchen hier auf Kreta einfach einen Hafen da es immer viel Wind aus Nord hat und wir auf der Nordseite sind. Deshalb diese Seite weil es auf der Südseite gar nichts gibt. Komisch aber so ist es.
Mit viel Wind durch die Nacht
Bei der letzten langen Strecke sind wir bei Sonnenaufgang los und haben gemerkt das dies doof ist da man durchs kreuzen dann eventuell im dunkeln ankommt. Nun machen wir es anders und fahren Abends um sieben los um im Sonnenaufgang an zu kommen. Das heißt, unsere erste Nachtfahrt mit Schichten. Da wir wieder gegen an müssen legen wir die Wenden so das es bei Schichtwechsel passiert wenn beide an Deck sind. Mit Schwimmwesten bestückt und eingepickt geht es durch die Nacht.
Eine rasante Fahrt, die Schwimmweste kommt bei Dunkelheit😊
Es klappt sehr gut und um Zehn sind wir im riesen Fähr und Cruiser Hafen von Heraklion, der Hauptstadt von Kreta. Es gibt keinen Platz für uns, what 😨.
Der Altstadthafen ist voll mit Profi-Day Sailor und außerhalb ist soviel Schwell durch die Fähren das es für uns an der Mauer zu gefährlich ist.
Wir machen notdürftig an der Mole des Pilot Bootes fest und ich versuche über mehrere Stationen, Hafen Polizei, Hafen Behörde und Gesamthafen Orts Behörde und und… einen besseren Platz zu bekommen. Eine Beamtin der Stadt hat dann wohl Mitleid und gibt uns einen Platz im Venezianischen Altstadt Hafen von einem Boot das ein paar Tage nicht im Hafen ist. Gott sei Dank. Direkt neben der Venezianischen Festung. Traumhaft schön und Wind sicher👍
Beim Pfeil lagen wirAm Abend kommen alle Day-Sailor wieder heim
Nun machen wir die Hauptstadt unsicher. Erst mal mit dem roten Sightseeingtour Bus und dann zu Fuß.
Red Bus
Wir besuchen einen riesen Bauernmarkt und fühlen uns wie im Schlaraffenland. Voll bepackt mit frischem Obst und Gemüse fahren wir mit dem Bus zurück. Die Stadt bietet alles was man sich nur wünschen kann.
Die Profis aus dem Hafen verschwinden mehrmals täglich Richtung der kleinen Insel Dia und Abends um halb neun müssen alle wieder da sein da dieser riesige Hafen wegen der Fähren geschlossen wird. Wahnsinn, oder!?
Und wir dachten als wir morgens Heraklion anliefen es fände eine Regatta statt. Dabei waren es nur diese 30 Profis auf ihrer Tour🤣.
Die Stadt selber ist nicht sehr schön da sie im Krieg total zerbombt wurde. Einzelne alte Häuser sieht man. Und eine der berühmten Kretischen Hochzeiten mit über 2000 Gästen erleben wir am Rande mit.
Keine schöne StadtNur vereinzelt schöne alte GebäudeKretische Hochzeit/TrauzeugenDer Bräutigam wartetDie Hochzeiten gehen über mehrere Tage
Nach ein paar Tagen müssen wir dann wieder los da der Liegeplatz wieder gebraucht wird. Wir fahren zur Insel Dia rüber die die Day Sailor auch ansteuern, aber erst nachdem sie dort aufbrechen.😉 Eine einsame Insel auf der mal eine wunderschöne Taverne stand. Wege waren angelegt zu einem Sonnenuntergangs-Aussichtspunkt, Zisternen und Steg. Ein Traum ist geplatzt und die Anlage seid 20 Jahren verwaist. Echt schade. Was mag passiert sein?
Abschied von Heraklionalle Profis segeln Heim und wir kommen auf Dia an😉Blick von Dia nach HeraklionUnd wir sind fast allein. Nur ein paar FischerAlte TaverneMachen die einsamen Inseln langsam verrückt?🤣
Am nächsten Morgen bringt unser Stegnachbar aus Heraklion eine 1,5l Flasche Raki und eine Flasche Olivenöl, da Peter ihm bei einer Kleinigkeit geholfen hat. Ein echt netter Kerl!
Der nächste Stopp ist Rethimnon etwas westlich. Hier wollen wir eigentlich noch mal einen fahrbaren Untersatz mieten und uns umschauen. Aber wir lernen sehr nette Neuseeländer kennen und bleiben in der Stadt hängen. Die Stadt ist sehr schön und hat einen alten Stadtkern durch den wir uns treiben lassen. Abends grillen wir mit unseren Bootsnachbarn und erledigen die Bootswäsche in einer super Laundry. Bettwäsche des Gastes und mehr. Muss für die neuen Gäste die bald kommen, alles schön sauber sein😊.
Arbeit ist angesagtHochzeitstag und Papas Geburtstag
Wir haben unseren Liegeplatz nur begrenzt und es war uns dieses mal einfach wichtiger den Kontakt zu pflegen, aber nun müssen wir leider weiter und da es keinen Hafen mehr gibt suchen wir uns eine Bucht. Ganz in den Westen zu den berühmten Stränden können wir leider nicht wegen des starken Westwindes. Also ab in eine Bucht für den Absprung Richtung Peloponnes.
Morgen früh geht es Richtung Peleponnes
Fazit:
Eine wirklich tolle Insel aber zu wenig sichere Plätze für Segler. Für uns der falsche Zeitraum. Denn zum Wandern muss man im Frühjahr oder Herbst kommen. Vielleicht machen wir das nächstes Frühjahr. 😊
Ich habe die Runde dieses Jahr schon ziemlich naiv gewählt. Das merke ich immer mehr. Von Euböa in die Kykladen und von dort in die Dodekanes bis Rhodos über Kreta wieder nach Zakynthos. Hört sich rundum gut an, aber….
Denn mit Rhodos, Karpathos und Kreta befinden wir uns an der Windreichsten Ecke der Aegais, der Ausgang des Melthimi ins restliche Mittelmeer. Und zwischen den großen Inseln Rhodos und Kreta muss dieser Wind irgendwie durch. Und das mit den hohen Bergen. Auf Kreta allein ein 2500m hoher. Aber von vorne.
Nachdem wir unseren lieben Freund am Flughafen abgesetzt haben, sind wir noch auf einige sehenswerte Plätze gestoßen.
Ja, Griechenland..wir fühlen uns hier sehr wohlAkropolis LindosWir warten auf ein Windfenster um nach Karpathos zu segeln
Eine Festung auf der wir an ihrer Kapelle einen total romantischen Heiratsantrag erleben durften.
Rosenblätter am Boden der Kniefall, Tränen, das Ja und romantische Musik dabei. Natürlich schauen wir aus einer respektvollen Entfernung zu😊
Die Kirchen haben immer den besten AusblickHier lief der Heiratsantrag
Der Ort in den Bergen den Mussolini nach einem Südtiroler Bergdorf hat nachbauen lassen und natürlich sein Haus in den Bergen das aber mittlerweile total zerfallen ist. Und einiges andere.
Mussolinis Stadt….…und Villa
Zurück am Hafen geben wir das Auto nach einem Einkauf ab, verabschieden uns von den Marineros und segeln am nächsten Tag an Rhodos vorbei weiter Richtung Westen. Am Ende der Insel müssen wir zwei Tage warten um das nächste Stück Richtung Karpathos weiter segeln zu können.
frühes aufstehennoch etwas müde
Auf diesem Teil ist die See sehr kabbelige, da der Untergrund von 500-700m auf 50m rauf geht und an dieser Engstelle auch immer starker Wind ist. Da ich das Wetter mache entscheide ich mich für einen etwas ruhigeren Tag. Doch ist der Wind nicht wie gemeldet und wir müssen sogar 2 Stunden Motoren. Wir sehen eine riesige Delfin Herde an uns vorbei sausen. Ein absolut magischer Moment.
Magischer Moment
Der neue Hafen auf Karpathos ist leider mit lauter Bootsleichen voll. Also legen wir uns in den unruhigen alten Hafen der sehr kabbelig ist. Da aber in den nächsten Tagen wieder ein Sturm gemeldet wird legen wir uns lieber in eine sichere Bucht. Dort müssen wir vier Tage warten bis der Sturm vorbei ist und können nur zweimal kurz an Land. Etwas anstrengend und manchmal auch etwas langweilig. Aber auch das geht rum.
über 40 kn Windwir warten
In dieser Zeit geht hier die Regatta Aegaen 600 vorbei. Durch den Sturm die schnellste in ihrer Geschichte und aber auch mit sehr vielen Ausfällen wie zerrissene Segel. Die wir durch das Fernglas auch teilweise sehen können.
Da warten wir lieber in der Bucht das ganze ab.
Da der Wind am südlichen Ende immer sehr stark ist und wir gegen an müssen, entscheiden wir uns die lange Insel hoch im Norden zu umrunden um nach Kreta einen bessere Winkel zum Wind zu bekommen. Dadurch sehen wir noch zwei ganz nette Orte. Die Stadt Dhiafani und oben kurz vorm Kap eine schöne einsame Bucht von der wir dann den Absprung nach Kreta wagen wollen. Aber erst schauen wir uns noch den alten minoischen Ort mit dem Dinghi in der Nachbarbucht an. Sehr beeindruckend. So waren wir eine ganze Woche auf der Insel Karpathos bis es weiter gehen kann.
Dhiafanieinsame Bucht oben am Kap
Diesmal haben wir einen Tag gewählt an dem starker aber machbarer Wind angesagt wurde. Wir stehen morgens um vier auf, machen langsam alles segelfertig und frühstücken.
So früh weil wir ja noch ums Kap müssen, da ist der Wind noch nicht ganz so heftig. Und weil es eine weite Strecke ist.
Bei Sonnenaufgang runden wir das Kap. Die Welle die von den vielen Wind starken Tagen noch steht ist, enorm. Jeder Schritt ist ein Kraftakt und wir bewegen uns draußen nur mit der Life-Line, eingepickt. Brote schmieren oder anderes unter Deck ist eine Herausforderung und hinterlässt einige blaue Flecken. Peter hat die Angel draußen an der sich plötzlich etwas tut. Er schaut schon gar nicht mehr auf die Angel da wir noch nie einen Biss hatten. Also mache ich ihn darauf aufmerksam. Nach kurzem Kampf ist die Leine gerissen.
Peter geht sofort hoch motiviert wieder unter Deck und bestückt die Angel neu. Und tatsächlich, keine halbe Stunde später ist wieder ein Biss. Peter an der Angel und ich am Ruder. Ich hole das Vorsegel ein damit wir langsamer werden und falle ab. Peter kämpft und hat nach einer halben Stunde Kampf einen wunderschönen Bigeye Yellowfinn Tune an Bord. Ich setzte wieder Segel und Peter zerlegt den Fisch bei diesem starken Wellengang.
Stolz wie OskarWir haben lange was davon mmmmmh
Abends um elf kommen wir endlich auf Kreta an. Die letzten 2 Stunden waren mit 30 kn noch sehr heftig. Aber wir haben es geschafft. Nachdem der Anker sicher eingegraben ist , verschwindet Peter sofort in die Küche und keine fünf Minuten später riecht es nach leckerem Fisch.🤣
Symi ist die absolute „Muss sein Insel“ von Peter. Also ist es klar das wir da hin segeln. Die Überfahrt ist etwas heftig und es wird auch noch mehr Wind gemeldet.
Also suchen wir uns auf Symi eine sicher Bucht. Die erste Wahl ist leider schon voll so weichen wir in eine kleine Bucht aus die wir Hardanger nennen. Sie umschließt sich mit 150-200m hohen Felswänden. Wir ankern mit sehr viel Kette und Reitgewicht und zusätzlichen Landleinen denn heute Nacht soll es richtig kacheln. Auf den Weg hier hin haben wir in den Fallböen schon 40kn gelesen und fliegendes Wasser gesehen also sind wir gewarnt und machen es besonders sorgfältig.
Fallböen sind enormDie Höhe kommt leider nicht rüberSonnenaufgang
Während wir noch arbeiten kommt noch ein amerikanischer Katamaran rein und macht sich auch mit 2 Ankern sicher fest.
Wir sprechen später noch miteinander und machen den Funkkanal 68 aus um in Kontakt zu sein falls was ist. Peter und ich schauen bis spät Filme, kontrollieren immer alles und gehen als es ruhiger wird ins Bett. Bei beiden Booten ist alles gut geblieben. Wir genießen die Bucht noch einen Tag und segeln dann am nächsten Tag in die Stadt Symi. Sie liegt ganz toll in einer tiefen Bucht und es ist sehr beeindruckend was hier alles für Megayachten fest machen.
Wir legen uns in eine kleine Bucht vor der Stadt. Es ist dort nicht einfach zu ankern da es gleich 20m tief ist. Einmal müssen wir uns umlegen da wir slippen aber dann ist es gut.
In der Stadt fragt sich Peter durch, da er doch die Tränen Allahs (Weihrauch) finden will. Dies ist doch der Grund warum er auf diese Insel wollte. Doch erklärte man ihm bald das dies die falsche Insel ist🙁. Die richtige Insel heißt Chios und liegt nördlich von Samos. Nicht schlimm aber schade.
Abends wird es auch in dieser Bucht wieder sehr eng. Zwei türkische Katamarane legen sich ziemlich dicht auf uns. Und wie soll es auch anders sein, morgens hat der Wind gedreht und einer der beiden berührt uns fast vorne am Anker.
Peter geht vor und sagt während er mit der Hand das Boot fern hält, ganz ruhig:“Das ist aber nun doch zu eng, oder!?“ Kleinlaut gibt der Skipper dem Peter recht und macht sich von dannen. 😀
Nach der Stadt schauen wir uns noch die Klosterbucht auf Symi an und bleiben etwas.
2. größtes Kloster Griechenlands
Hier ist dann auch die Geschichte mit dem Gewitter passiert die ich schon in Worte gefasst habe.
Dann heißt es bald, auf nach Rhodos denn am Samstag kommt der Frank. Wir legen in der Rhodos Marina mit perfektem Service an, machen klar Schiff, bringen unsere Bettwäsche und Handtücher zur Wäscherei, ordern ein Auto um Frank vom Flughafen ab zu holen und bummeln durch die eindrucksvolle Altstadt von Rhodos. Eine bekannte Crew schenkt uns ihr übrig gebliebenes Essen🙏 und somit brauchen wir gar nicht mehr so viel einkaufen. Eine andere Crew bucht Peter als Taxi zum Lidl und so haben wir die Hälfte des Auto-Geldes wieder drin😉. Ein perfekter Tag denn Abends ist dann Frank an Bord und wir verbringen ihn auch dort ganz gemütlich.
Am nächsten Morgen starten wir dann nach Symi und zeigen Frank die zwei Orte wo wir schon waren und Pedi eine weitere Bucht von der wir dann mit dem Bus in die Stadt gefahren sind. Weitaus angenehmer wie in der tiefen Bucht zu ankern. Chalki können wir leider nicht machen weil der Wind wieder mal was anderes will. Wir sind also schon Mittwochs Abends wieder vor der Altstadt von Rhodos vor Anker und genießen auch mit Frank die Stadt. Donnerstags segeln wir noch Richtung Lindos , gehen baden und sind Abends wieder in der Marina. Wir ordern noch ein Auto für Freitags und machen eine tolle Tour über die Insel.
Peters GeburtstagHardangerSymi Stadt….…………..…………….KlosterAnkern mit Blick auf die Altstadt RhodosButterfly TalLindosLindosLetzter Abend mit lecker Kapitäns-Dinner in RhodosSchön das du da warst😊
Abends noch Käptains-Dinnerr und am Samstag Morgen müssen wir leider schon wieder Abschied nehmen. War schön das du da warst. Bis denne
Nisyros hat mit ihrer Vulkan -Athmosphäre, der idyllischen Unbekanntheit und ihrer Schönheit uns voll in ihren Bann genommen.
Es ist eine runde Insel die im Zentrum ihren Krater mit den größten aktiven Fumarolen der Welt in der Caldera hat. Es gibt nur drei Orte und einen Hafen. Buchten zum anlegen gibt es nicht. Man findet wilde schwarze von Bimssteinen übersäte Strände und nur wenige Touristen. Außer die Tagestouristen der anderen Insel die sich den Vulkan anschauen wollen.
Eine Legende besagt:
-Nisyros entstand durch den Kampf der Giganten. Als der Meeresgott Poseidon bemerkte das der besiegte Polyvotis ängstlich die Ägäis durchschreitet um sich zu retten, fand er ihn bei Kos, schnitt mit seinem Dreizack ein Stück von Kos ab, wirft es nach ihm und erschlägt ihn damit.
So entstand Nisyros und Polyvotis sendet mit jedem Atemzug aus den tiefen der Insel seine Seufzer aus dem Vulkan auf die Erde.- Schön nicht🙂.
Wir mieten uns ein Auto und erkunden die Insel. Nicht nur der Vulkan ist beeindruckend sondern auch Flora und Fauna. Sehr steil und im Inneren eine grüne Oase. Diese Insel hat uns sehr beeindruckt.
Die größte Fumarole, überall kommt Schwefel aus dem BodenWir stehen mitten drauf. Hoffentlich bleibt er ruhig😀Kleine Flußläufe aber kein ThermalwasserWunderschöne CalderaIn der Caldera gedeihen die Bäume sehr gutNikita,mit UNESCO-KulturerbeNatürliche SaunaHauptstadt Mandrakimit Burg
Die süßeste griechische Insel von der wir noch nie gehört haben.
Über Tilos segeln wir weiter nach Chalki.
Eine kleine Insel nördlich von Rhodos. Wir legen uns in eine schöne und sichere Bucht und genießen erst mal die Ankunft. Abends laufen wir über die Anhöhe in die Stadt die wirklich sehr schön bunt ist. Kleine Tavernen am Hafen, Fischer die ihre Langleinen mit Krabben bestücken und andere die bei einem Frappe‘ sich unterhalten. Eine schöne Atmosphäre. Wir genießen bei einem Glas Wein die abendliche Beleuchtung des Ortes und machen uns dann auf den Weg zurück.
Morgens gehen wir Anker auf zur Nachbarinsel Alimia die in Spuckweite ist. Dort genießt Peter einen Tauchgang am Wrack und ich bin mit dem SUP unterwegs an Land zu einer Erkundungstour durch eine deutsche Kaserne des 2. Weltkrieges. Nachmittags geht es zurück zur Bucht.
Kurz drauf kommt ein Charterboot in die Bucht und der Skipper ruft rüber, :“ Hallo, bist du Martina, ich habe euch auf Navily gesehen?!“
Navily ist eine App in der Buchten und Häfen von Seglern beschrieben werden. Echt praktisch zur Planung. Ich wusste gar nicht das man mich sieht. Ist aber echt nett. Der Skipper schwimmt später zu uns und wir unterhalten uns nett bei einem Bier. So Begegnungen lieben wir.
Sie verlassen aber bald wieder die Bucht denn sie wollen in den Hafen.
Kaum sind sie weg dreht in der Bucht der Wind und nimmt auch gehörig zu. Also müssen auch wir die Bucht verlassen und uns in die Bucht mit dem Hafen verholen. Das ist etwas schwierig weil es dort sehr tief ist und in den Hafen wollen wir nicht. Irgendwann sind wir dann vor Anker, genießen dieses Lichtermeer des Ortes und gehen ins Bett. Morgens früh merke ich während Peter beim Bäcker ist das wir slippen. Also Motor an und alles fertig machen und auf Peter warten. Kaum ist er da wird das Dinghi verräumt und wir starten zur nächsten Insel.
Wir verlassen die Kykladen mit der kleinen Insel Levitha und ihrem einzigen Bauern und segeln nach Leros in die Dodekanes. Wir sind nun in Rufweite der Türkei.
Hier an der türkischen Grenze werden wir immer wieder vom Militär beobachtet
Leros hat als Verbannungsort eine traurige Tradition. Zur Diktatur gab es ein großes Internierungslager. Ab 1947 wurden hier die Kinder von kommunistischen Partisanen in „Kinderdörfern“ umerzogen und viel früher war es eine Lepra Station. Ab 1957 wurde in Lakki die größte psychiatrische Klinik Griechenlands eingerichtet in der bis zu 2700 „psychisch“ Kranke aus ganz Griechenland unter schrecklichen Bedingungen, teilweise nackt an Ketten, untergebracht wurden. Erst in den Achtzigern wurde die internationale Öffentlichkeit darauf aufmerksam und hat sich für die Menschen dort eingesetzt und die meisten enthospitalisiert. Wenn man ein wenig im Internet sucht findet man von dieser Klinik schreckliche Informationen.
Heute ist in Lakki eins der vier großen Flüchtlingslager Griechenlands und man sieht von der schrecklichen Vergangenheit nur noch eine große Ruine.
Wir machen in einer großen geschützten Bucht fest und werden gleich von einem befreundeten Segler begrüßt. Die Fahrt hierher war recht gemütlich und somit hatten wir einen langen Tag. Nach einem kleinen Spaziergang und einem Glas Wein sind wir auch früh ins Bett gefallen.
Die große BuchtTrinkwasserentnahme-stelle
Am nächsten Morgen sind wir dann nach Lakki getrampt und die Fahrerin erzählte uns von der traurigen Vergangenheit.
Die Stadt selber hat viel von den Italienern behalten. Viele Venezianischen Häuser erkennt man. Wir schauen uns das Militär-Museum an und lernen das hier die Deutschen, Engländer und Italiener im 2. Weltkrieg gewütet haben.
Militär Museum im BunkerMit den Busverbindungen klappt es in GR recht gut
Wir fahren mit dem Bus in die Mitte der Insel und wandern von einem Ort zum anderen. Aber die Hitze lässt uns das ganze abbrechen und wir sind am frühen Abend wieder an Bord. Wir schauen uns noch eine andere empfohlene Bucht mit dem Boot an und segeln dann schon bald weiter nach Kalymnos.
Endstation unserer Wanderungdie andere BuchtWir lassen den Abend ausklingen
Uns hat diese ehemalige Schwamm Insel Kalymnos sehr gut gefallen. Die viertgrößte Insel der Dodekanes und berühmt bei allen Kletterern und Höhlenwanderern. Sehr gut ausgewiesene Klettersteige in allen Schwierigkeitsstufen. Im Frühjahr und Herbst strömen somit die Kletterer auf diese bezaubernde und authentische Insel. Wir entdecken unzählige Steinkauze die am Tag sogar aktiv sind da sie Nestpflege betreiben oder Agamen die sich sonnen. Hier verbringen wir einige Tage an einer Boje und genießen das kommen und gehen der anderen Boote und kleine Wanderungen. Wir treffen auch unsere Freunde der Lazy Lady wieder und verbringen bei der Bojen-Besitzerin in der Taverne, sehr nette Abende.
Bojenfeld KalymnosWilde und einsame NaturZiege besucht SteinkauzAgameJa wo ist denn der Kauz?Rote Bojen essen bei der Taverne Ilia und weiße bei der Taverne Kalidonis
Da sich aber unser Freund Frank angemeldet hat der uns auf Rhodos besuchen will, geht es dann bald weiter nach Kos.
Wir versuchen rechtzeitig am ausgemachten Ort zu sein und lassen uns dann nicht mehr ganz so viel Zeit auf den Inseln. Damit wir ein Wetterpuffer haben.
Aber Kos hat uns tatsächlich auch nicht richtig gefesselt. Die erste Insel auf denen man Bettenburgen sieht. Sie möchte sich eben auch etwas von der Scheibe des Tourismus abschneiden. Die Insel hat im Gegensatz zu Kalymnos schöne Sandstrände die bei der Masse an Urlaubern mehr gefragt sind.
KosWasserschildkrötennest
Uns gefallen die etwas kleineren Inseln besser die auch Touristisch sind aber eben in Maßen. So entscheiden wir uns Kos etwas links liegen zu lassen.
Was mir hier in den Dodekanes auffällt ist, das man nicht mehr die typischen weißen Häuser mit blauen Fensterläden sieht sondern sind es nun mehr kunterbunte Häuser. Ebenfalls sind die Kirchen in einem ganz anderen Baustil und man sieht ab und zu eine Moschee.
Ganz anderer Baustil
Daran merkt man auch das wir nur noch 5 km von der Türkei weg sind.
Wegen des starken Nordwindes verstecken wir uns ganz unten auf der Südseite von Naxos in eine wunderschöne tiefe und einsame Bucht. 30Km bis zum nächsten Ort in dem man was einkaufen könnte. Echt herrlich. Außer einem kleinen Kiosk und ein paar einsamen Ferienhäusern ist hier nichts. Wir verankern uns sicher mit Landleine und können so mit einem ruhigen Gefühl zu einer Wanderung aufbrechen. Hier ist die älteste Akropolis Griechenlands, die wir uns natürlich ansehen wollen. Über alte Ziegenwege machen wir uns auf den Weg. Vorher melden wir uns aber am Kiosk zum Essen an. Das freut die Besitzer sehr denn wir sind hier die einzigen. Wir bleiben drei Tage hier und genießen es sehr. Die Besitzerin des Kiosk ist so lieb und bringt uns Brot aus dem Dorf mit.
Wenn es dunkel wird hört man nur noch Schafe und Ziegen. Wir lieben solche einsamen Ecken.
Unser nächster Stopp soll Amorgos sein. Wir ankern aber noch mal für 3-4 Stunden auf der Nachbarinsel Koufonisi da der Wellengang der sich die letzten Tage aufbauen konnte noch enorm ist und der Wind sich auch noch nicht wirklich gelegt hat. Wir warten etwas ab und machen uns mit gutem Rest Wind dann auf dem Weg nach Amorgos.
Diese Insel wird für uns einer der Highlights in den Kykladen.
Erst mal müssen wir uns nach der einsamen Zeit wieder mit Frisch Sachen bestücken aber danach erkunden wir die Insel.
Amorgos ist eine reine Felseninsel mit zwei hohen Bergen bis 700m hoch. Auf der Südseite fallen die Klippen bis zu 300m in die Tiefe und genau dort liegt in dieser Klippe das berühmte Felsenkloster Chozoviotissa. Früher war es nicht weiß gestrichen und wurde somit nie von Piraten oder anderen kriegerischen Völker, eingenommen. Heute leuchtet es wunderschön weiß in den Felsen. Wir fahren von unserer Bucht auf der Nordseite mit dem Bus über die Insel bis unterhalb des Klosters. Wir wandern zum Kloster hoch und genießen dort für eine kurze Zeit eine tolle Atmosphäre mit Klosterschnaps😃
Von dort geht es erst runter und dann wandern wir hoch auf den Berg zur traumhaft schönen Chora mit ihren Windmühlen.
Hier ist es sehr ruhig denn Amorgos liegt abseits der Touristenströme. Hier hin verirren sich nur die Rucksack Touristen und Wanderer. Denn die Wanderwege sind sehr gut ausgezeichnet. Auch wir nehmen nach erkunden der Chora und dem Besuch in einem kleinen Museum, einen dieser tollen Wanderwege zurück in unsere Bucht. Echt herrlich.
Bald wechseln wir für kurze Zeit in eine Bucht mit Wrack an dem der Peter schnorcheln will. Auf Amorgos wurde auch an dieser Stelle der Film „Im Rausch der Tiefe“ oder „Deep blue “ gedreht und ist für sein tief blaues Wasser berühmt. Dies ist auch die Insel der Harpun Taucher.
Als Peter wieder aus den Tiefen des Wassers rauskommt wechseln wir in den östliche Hafen nach Amorgos und werfen den Anker im Hafenbecken. Allerdings mit Trippleine (= Boje die mit einer Leine am Anker befestigt ist) denn hier soll der Boden mit vielerlei Leinen und Ketten verseucht sein. Und so bekommt man im schlimmsten Fall den Anker wieder frei.
Wir genießen einen Strandspaziergang und die Stadt am Abend, trinken einen Sundowner auf unserer „Terrasse“ und machen dann alles für die Nacht fertig.
Das heißt das wir jederzeit im Notfall Anker auf gehen können. Dinghi hoch nehmen und alles ist weg geräumt.
Außerdem wollen wir eh am nächsten Morgen auf die kleine Kykladen Insel Levitha.
Die Überfahrt wird angenehm. Am Ende etwas ruppig aber wir freuen uns auf den Bauern mit seinen Bojen. Dort liegen wir dann mit anderen in einer kleinen Bucht. Die Boje ist frei wenn man beim Bauern isst. Das tun wir natürlich und genießen diese kleine Insel für ein paar Tage.