Wir gehen früh raus und verlassen Licarta. Bis Marina di Ragusa gibt es keine Möglichkeit mehr zu ankern und so wollen wir mit einem Schlag dorthin. Es ist ruhiges Wetter und wir müssen am Anfang noch motoren. Später geht eine Weile das Segel hoch. Der angesagte Wind kommt leider nicht und so nehmen wir die Segel wieder runter.
Wir kommen an Öl oder Gasplattformen vorbei die scheinbar nicht mehr betrieben werden. Zumindest habe ich keine Informationen darüber gefunden.

Unterwegs machen wir das letzte mal mit unserem Wassermacher, Wasser, und wintern ihn danach ein. Dies muss man tun damit sich keine Mikrorganismen bilden. Und da wir ja bald im Hafen sind machen wir dies lieber hier draußen.
Unterwegs werden wir von einem einzelnen sehr großen Delfin mehrere Stunden begleitet. Er hat sich scheinbar in Alina verknallt😃.


Er kuschelt sich immer wieder an den Rumpf und schlägt auch mal mit seiner Flosse an unser Unterwasserschiff so das es im inneren des Bootes richtig knallt. Irgendwie erinnert dies an die Orca – Attacken an der Portugiesischen Küste.😮
Als wir der Küste wieder näher kommen und die ersten Netze im Wasser liegen verschwindet Flipper wieder. Schade, war sehr schön ihn zu beobachten.
In der letzten Stunde vor der Ankunft kommt dann endlich der gemeldete Wind. Doch jetzt wollen wir auch nicht mehr. Ich melde uns über Funk in der Marina an und wir können direkt rein fahren. Ein Marinerio im Dingi zeigt uns unseren Platz und Peter fährt ohne Probleme in die Lücke.
Wir machen gemütlich fest und kommen erst mal an, trinken unser verdientes Anlege-Bier das jetzt am Ende der Saison besonders gut schmeckt. Es ist toll nach 1900sm (=3500km) ohne Verletzungen im sicheren Hafen angekommen zu sein!!!!
Nun ab zum Hafenbüro, uns anmelden, den Rest bezahlen und gemütlich zu unserer Alina zurück schlendern. Unterwegs sagen wir noch kurz „Hallo“ bei der Petit Jolie.
Am nächsten Tag fangen schon die ersten Arbeiten an denn es soll windig und gewittrig werden. So nutzen wir den windstillen Tag und ziehen das Vorsegel raus damit ich es mit Süßwasser abspritzen kann. Während es dann so vor sich hin trocknet ziehe ich Peter in die Mastspitze.



Denn unser Fall (Leine) um den Para hoch zu ziehen ist aufgescheuert und wir müssen kontrollieren warum das so ist. Es ist Gott sei Dank nicht gerissen doch wir müssen uns leider ein neues besorgen was wir aber erst im Frühjahr in den Mast ziehen werden. Bei der Kontrolle wurden keine scharfen Kanten gefunden. Peter vermutet das es sich mal an einer oberen Maststufe verhangen hat und es deswegen angescheuert ist. Aber super! Keine weiteren Schäden! So kann ich ihn wieder runter lassen.
Jetzt kommt das schlimmste überhaupt.
Vorsegel runter lassen und an Deck falten. Da es ein riesen Lappen ist, ist dies ziemlich anstrengend. Doch wir schaffen es ohne Scheidungsandrohungen 🤣👍.
Ab in den Segelsack und in die Vorschiffskabine. So kann bei den Winterwinden nichts passieren.



Danach ist aber Feierabend und wir machen unseren ersten Ausflug in die Nachbarschaft des Hafens. Echt schön hier!

