Wir segeln gemütlich Richtung Winterhafen.


Das Wetter ist gerade sehr schön ruhig und so können wir uns sogar vor dem Capo Bianco und der Türkischen Treppe über Nacht vor Anker legen. Das ist hier selten so genießen wir es auch ganz bewusst hier sein zu können.
Die Türkische Treppe soll so heißen, weil sarazenische Piraten, die von den normalen Leuten „ Türken“ genannt wurden, sich hier nach ihren Überfällen im Windschatten verankert und versteckt haben. Eine andere Theorie ist, weil dieser weiße Mergel sehr an das türkische Pamukkale erinnert. Man weiß es nicht!🙂.










Die Nacht vor Anker ist nicht mehr ganz so ruhig aber am Morgen fahren wir trotzdem recht früh an Land um diesen schönen Ort alleine zu genießen. Es ist wirklich traumhaft dieser Kreideweiße Felsen. Ein besonderer Ort!
Doch dann geht es weiter. Wir wollen nach Empedocle in den Hafen um in das Tal der Tempel zu gehen.
Im Hafen ist es wirklich sehr eng und nur zwei bis drei Plätze frei. Aber wir quetschen uns in eine 2,5m Bucht mit unseren 4,40m rein und liegen zwischen einem Forschungsschiff mit Sonargerät und einem großen Motorboot wie in Abrahams Schoß. Leider haben wir uns bei dieser Aktion einen Kratzer in die Solarplatte geholt. Was für ein Mist!
Giuseppe der Hafenmeister erklärt alles ganz nett: „Es gibt keine Toilette, da müsst ihr ins Fährterminal. Es gibt eine Dusche hier an meiner Hütte auf der Außenseite die könnt ihr nutzen.“ Die ist aber für alle ersichtlich😂.
Im Terminal leihen wir uns einen Elektroroller und fahren zum Tal der Tempel. Ein wirklich besonderer Ort. Dieser Ort zeigt die Überreste der Stadt Akragas, eine der bedeutendsten antiken griechischen Städte auf Sizilien. Es gibt noch viele Tempel zu sehen die die damalige Größe der Macht und die kulturelle Hochblüte zeigen. Diese größte antike Städte im Mittelmeerbereich ist noch in sehr gutem Zustand.









Wir lassen uns sehr viel Zeit und genießen es sehr.
Empedocle ist eine normale Arbeiter Stadt. Ich sage dazu immer:“Eine ehrliche Stadt.“
Touristen verirren sich selten hierher. Und wenn doch welche mit der Fähre kommen, fahren sie nur zum Tal der Tempel.







Der Hafen wurde nach einem Philosophen benannt der für seine Theorie der Elemente: Erde,Wasser,Luft und Feuer bekannt ist und auch später den Schriftsteller Andrea Camillerie, inspirierte. Ihn findet man als Graffiti an mancher Hauswand.
Nach drei Nächten verlassen wir den Hafen und segeln nach Licata. Wir segeln durch, da die Wellen einen Ankerstopp nicht erlauben.


Licata ist eine alte gewachsene Stadt mit einer Burg und einem modernen Hafen. Hier überwintern auch sehr viele Segler und wir kommen, kaum angelegt, in den Genuss einer aktiven Seglercommunity. Wir werden gleich zur Happy Our eingeladen🤣.
Unterwegs haben wir schon sehr viele Segler getroffen. Und wenn man gefragt hat: „Wo überwintert Ihr?“
Wurde sehr oft gesagt: „Licata“!
Manchmal hatten wir schon das Gefühl das wir in Marina di Ragusa alleine sein werden. Wir werden sehen😊.
Die Stadt ist sehr schön und wir wandern zwei Tage in ihr herum. Abends genießen wir die Gesellschaft anderer Segler.









Aber dann kommt unser letzter Törn in dieser Saison.
Auf geht es zur Marina di Ragusa.