Landurlaub

Wir haben am Römer Flughafen ein Auto gemietet und lassen unsere Alina im Yachthafen von Rom zurück. Hannes und Isolde ein deutsches Seglerpaar hat bei diesen Winden und Gewittern ein Auge auf Sie. So können wir uns ohne Bedenken auf den Weg zu Nina und David auf den Campingplatz am Bolsener Vulkansee machen.

Eigentlich könnten wir in zwei Stunden dort sein. Aber wir lassen uns über die kleinen Sträßchen einfach treiben sehen immer mal wieder Gruppen von Jugendlichen die auf dem Weg nach Rom sind, picknicken auf einer Kuhweide und schauen uns die Klosterherberge der Pilgernden an.

Am Nachmittag sind wir bei David und Nina in Val di Lago und freuen uns sehr auf unsere gemeinsame Zeit.

Wir besuchen schöne alte Orte wie Pitigliano, Orvieto und Bolsena die auf Tuffsteinfelsen gebaut sind, und lassen uns durch die Gassen treiben. Gehen lecker zusammen essen und genießen aber auch gemeinsam den See und ihre Freunde dort am Campingplatz.

Am letzten Tag ist eine Weinverkostung mit Besichtigung gebucht auf die wir uns schon sehr freuen.

Das Weingut liegt oberhalb vom Bolsener See mit traumhaften Blick zum Lago. Das Weingut Villa Caviciana wurde dort von den Deutschen Fritz und Mocca Metzler aufgebaut und im Jahr 2022 an einem non Profit Verein (Fai-Fondo per L’Ambiente Italiano) anvertraut.

Ein wunderbarer Ort.

Dort wurden wir auch von einem Heiratsantrag von David an Nina, überrascht. Es ist wunderschön mit anzusehen und des öfteren sind meine Augen auch voll von Tränen weil ich mit ihnen so glücklich bin. David hat alles wunderbar geplant und trifft mit allem tief in Ninas Herz. Sie sagt ja! 😀🙏 Nächstes Jahr dürfen wir eine Hochzeit feiern.🙏

Es ist ein wundervoller Ort für einen Antrag, besser geht es nicht.

Nachdem die letzten Flaschen im Garten des Weingutes geleert sind fahren wir zum Campingplatz zurück und feiern dort mit Freunden und Pizza bis tief in die Nacht.

Für uns geht es nach drei Tagen schon wieder zurück. Schade eigentlich denn hier die Gegend ist wunderschön und ich hätte noch etwas bleiben können. Aber so ist es eben. Wenn es am schönsten ist….

Am Hafen wieder angekommen verbringen wir noch viel Zeit mit Hannes und Isolde, gehen mit dem Auto nochmal groß einkaufen und müssen uns dann auch schon von allen verabschieden.

Der Wind passt, es geht rüber nach Sardinien. Die Wellen sind etwas hoch aber es geht und ist machbar. Wir haben nun fast hundert vierzig Seemeilen vor uns. Die längste Etappe bisher.

Über Tag wechseln wir uns am Ruder ab, so wie es gerade passt. In der Nacht teilen wir die Nachtwache auf jeweils vier Stunden ein. Ich segle bis ein Uhr Morgens und Peter bis um sechs. Danach bin ich wieder dran und Peter kann sich nochmal hinlegen. Nach seiner Pause frühstücken wir gemeinsam und der Rest der Strecke geht wieder im Wechsel.

Vier/fünf Stunden finden wir gut in der Nacht so kann jeder mal richtig zur Ruhe kommen und eventuell richtig schlafen. Was bei diesen klatschenden Wellen allerdings etwas schwierig war.

Nach 32 Std. kommen wir an und müssen erst mal eine Weile einen Ankerplatz suchen da alles voll ist.

Aber dann heißt es ankommen und erst mal ausruhen.