Wir haben bis zum römischen Hafen Ostia 80 sm zu segeln und nicht ganz einfaches Wetter.
Aber wir starten heute da der Wind sich sonst gegen uns drehen wird, und wir es dann besonders schwer haben. Die Wellen sind etwas anstrengend und der Wind nimmt auf der ersten Etappe auch gehörig zu. Aber da er mehr von hinten kommt sind 26 kn nicht ganz so schlimm.
Bald realisieren wir das wir bei diesen Wellen und Winden am Festland nicht frei ankern können. Es gibt nur einen Hafen auf unserem Weg und das ist die Marina Nettuno.
Wir funken kurz vor dem Hafen rein und haben Glück, wir dürfen kommen. Auch dieser Hafen ist wie viele etwas am Eingang versandet . Schon eine Seemeile vor dem Hafen sind nur noch 6m unterm Kiel. Schon etwas gruselig. Aber wir schaffen die Einfahrt ohne Probleme und der Mann vom Tower leitet uns in einem perfekten und gut verständlichen Englisch auf unseren Platz. Das ist erwähnenswert da dies leider kaum vorkommt.😉.

Nachdem ich uns angemeldet und bezahlt habe lernen wir erst mal unsere Umgebung kennen.
Nettuno hat eine sehr schöne aber auch sehr kleine Altstadt direkt am Hafen. Es gibt riesige und zig Kilometerlange Strände. Diese Gegend ist den nicht so betuchten Italienern vorbehalten.
Leider ist das meiste in der Neustadt schon etwas runtergekommen und ich vermute auch das hier Nachts die Gangs unterwegs sind.
Für uns ist aber alles super! Wir können duschen, haben eine tolle kleine Altstadt, wir können einkaufen und uns vor dem kommenden Starkwind verstecken. Einfach perfekt.Wir erledigen kleine Dinge und kommen mit unserem Italienischen Nachbarn Roberto nett ins Gespräch.
Nach zwei Tagen geht es aber weiter denn unser Ziel ist ja der Hafen Porto Touristico di Roma.
Wir kommen gut voran und der Wind passt auch. Da wir immer etwas Zeitpuffer einkalkulieren sind wir natürlich etwas zu früh und segeln an der Tiber-Mündung vorbei zu einem toten Hafen.




Das große Hafenbecken existiert aber sonst auch nichts. Für uns ist das egal denn uns genügt dieser Schutz auf gut haltendem Sand. Wir bleiben zwei wunderbar ruhige Nächte und fahren dann in unseren gebuchten Hafen. Denn es soll Sauwetter geben. Viel Wind mit Gewittern. Und in ein paar Tagen wollen wir auch David und Nina am Bolsener See besuchen.
Hier im Hafen haben wir seid sehr langer Zeit auch mal wieder eine tolle Begegnung mit deutschen Seglern die hier ihren festen Liegeplatz haben. Wir freunden uns an und Peters Wissen über vieles wird gern gesehen und auch genutzt.😀 Er geht voll darin auf und genießt dies sichtlich.
Isolde und Hans haben auch ein Auge wenn wir zu David fahren. Das ist schon sehr beruhigend denn bei diesen Winden ist auch hier im Hafen von Rom ganz schön Bewegung.


Hier sieht man einige Boote mit Jugendlichen und einer Nonne oder einem Abt. In Rom ist ein großes Jugend Treffen mit Messe die vom Papst gehalten wird. Die Boote kommen meist auf ihrer Pilgerreise von Frankreich und haben schon eine gehörige Strecke hinter sich gebracht.
Wir verbringen die Abende mit Isolde, Hans und den Kindern. Aber dann heißt es, das Auto holen und auf nach Bolsena.