Die Fahrt zu den Äolischen Inseln ist sehr ruhig und wir freuen uns über diese angenehme Überfahrt. Wir machen auf Vulcano an der Boje fest denn wir wollen unser Ankergeschirr nicht in dieses vermehrt schwefelhaltige Wasser werfen. Das würde dem Metall gar nicht gut tun. Hier ist es beeindruckend. Die Erde ist schwarz, überall brodelt es und es gibt sogar ein Schwefelbad. Wir machen einen Spaziergang durch den Ort und bleiben bei einem Gitarren spielenden Wirt etwas hängen.





Am nächsten Morgen gehen wir früh raus denn wir wollen den Vulkan erklimmen. Später ist es uns zu heiß und unser Plan erweist sich als sehr gut. Denn eine Ampel 🤣erklärt uns das über Mittag die Begehung untersagt ist. Aber natürlich halten sich die wenigsten daran.
Ein wunderbares Erlebnis. Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen.













An Bord vespern wir nach der Wanderung und gehen Abends eine Pizza essen.
Am nächsten Tag leihen wir uns einen Roller und fahren zu einer Schlucht um diese zu erwandern. Aber bald merken wir das der Weg weiter und anstrengender als gedacht ist und wir dafür viel zu spät gestartet sind. Unser Fehler! Also Abbruch. Wir düsen noch etwas über die kleine Insel und lassen dann den Abend an Bord ausklingen.


Am nächsten Morgen starten wir nach Lipari. Die Hauptinsel dieser Gruppe. Eine schnuckelige Stadt in der wir uns etwas treiben lassen.
Wir sind im Hafen da es der Wind so bestimmt hat und genießen unsere Nachbarn aus München und eine warme Dusche ☺.
Tags drauf besuchen das große Archälogische Museum und schauen uns Keramik der letzen 6000 Jahren an. Echt beeindruckend diese lange Geschichte der Inseln. Als wir genug von Scherben haben, sind wir noch mal durch die schöne Stadt gewandert und dann zurück zum Boot gelaufen.




Mittags passt der Wind und wir machen auf dem Weg zum Strombili noch mal in Panarea in einer Bucht neben dem Punta Milazzese fest um die Siedlung aus der Bronzezeit zu erwandern. Von hier stammen auch sehr viele Funde aus dem Museum.






Aber dann kam der Höhepunkt der Inseln. Nämlich der Stromboli. Dieser kleine daueraktive Vulkan ist seid Menschengedenken ein Mythos. Dieser Feuer spuckende Berg ist 924 m hoch aber vom Meeresgrund ist er um die 3000 m und somit nur 500m niedriger als der Ätna. Bereits seit 2300 Jahren ist der Vulkan dauernd tätig was ihm seinen Spitznamen „Leuchtfeuer des Mittelmeers“ einbrachte. In der Antike navigierten die Seefahrer nach dem feuerspeienden Berg der seit der Römerzeit alle 20 Minuten ausbricht.
Wir starten um zwei Uhr Morgens um kurz vor Sonnenaufgang dort zu sein. Denn im Dunkeln kann man die Lava sehr gut sehen. Die „Pupse“ mit Rauch sieht man auch von weitem.



Wir lassen uns eine ganze Stunde vor der Sperrzone treiben, hören das Grummeln und sehen das Feuer. Echt beeindruckend.
Aber dann wird es Zeit weiter zu segeln denn wir haben noch einen weiten Weg bis zum Festland.
Auf diesem Weg sehen wir das der Ätna Feuer spuckt. Eine hohe Rauchwolke ist zu sehen und später sehen wir sogar den pyroklastischen Strom.



Aber das ist Gottseidank ein gutes Stück entfernt.