hat es ziemlich in sich. Der Wind pfeift wie verrückt und die Gewitter kommen von Norditalien runter gerauscht. Ziemlich ungemütlich für Mitte Mai und so verlängern wir noch einen Tag in Marina di Ciro und machen eine Wanderung in die Felder bis zum Leuchtturm raus. Die Gegend wird vom Weinbau geprägt und ist echt schön. Zwischendurch müssen wir uns unterstellen da mal wieder ein sehr starker Regenguss durch geht.




Schade das wir nicht ins Inland können denn in Ciro gibt es kein Auto zu mieten.
Als die Gewitter durch sind geht es weiter Richtung Westen. Wir starten zum Sonnenaufgang denn wir wollen bis La Castello und das ist ein gehöriges Stück. Wieder werden wir von Delfinen verabschiedet die uns kurz begleiten. Der Wind passt gut und wir kommen gut voran. Aber kaum sind wir um das Cap Colonna mit seinen Gasplattformen gesegelt schläft der Wind ein und wir müssen den Rest motoren.


Das macht nie Spaß den Motor an zuschmeißen aber muss manchmal sein. Denn hier gibt es leider nichts wo man hin könnte.
In La Castello können wir durch den starken Schwell gar nicht an Land und segeln auch morgens nach einer sehr ungemütlichen Nacht gleich weiter auf die andere Seite der großen Bucht.

Es herrscht Südwind und wir müssen leider gegen an kreuzen. Der Wind legt auch immer mehr zu und die Wellen werden immer ungemütlicher. Wir legen uns vor Porto Badolato in gut haltenden Sand. Wir werden bis um elf noch gut durchgeschüttelt aber dann beruhigt es sich und wir können bei glattem Wasser und wünderschönem Halbmond gut schlafen.
Der Hafen ist schon seid Jahren versandet und es entsteht bereits ein neuer Wald. Das ist hier an der Sohle Italiens ein echtes Problem. Italien hat mal eine Zeit lang versucht hier Häfen zu etablieren um den Yacht Tourismus zu fördern. Aber die Natur ist hier stärker und lässt die Häfen durch die Winde und Strömungen schnell wieder versanden. Einige Häfen wurden aufgegeben und bei anderen steht immer ein Bagger um es regelmäßig wieder frei zu machen.
Auch hier gehen wir nicht an Land und lassen es aber morgens etwas ruhiger angehen. Wir waschen Wäsche und lassen später bei der Fahrt den Wassermacher laufen. Leider dreht der Wind so das wir ihn direkt auf die Nasen haben und die Wellen und der Wind werden immer stärker. Wir haben uns den Hafen Roccella Ionica ausgesucht um sicher zu liegen. Leider ist die Einfahrt etwas versandet und ich frage erst mal an ob die Einfahrt bei diesen Bedingungen möglich ist.
Die Antwort war: „Ja, kein Problem nur links halten“. Ok !
Wir sind gut reingekommen und hatten keine Probleme. Nun konnten wir mal etwas zur Ruhe kommen. Aber leider nur sehr kurz. Der Wind soll am sehr frühen Morgen drehen und uns zur Straße von Messina schieben. Somit sind wir morgens um zwei durch die enge Einfahrt im dunkeln und noch bei wahnsinnigen Wellen wieder aus den Hafen raus. Das war ein Fehler denn in einem tiefen Wellental saßen wir plötzlich auf dem Sand. Oh Graus!! Nach Vollgas und zwei weiteren Wellen waren wir wieder frei und konnten unsere Fahrt wieder aufnehmen. Was für ein Schreck. Das brauche ich nun wirklich nicht. (Wir haben später alles gecheckt, es ist nichts passiert). Wieder haben wir was gelernt. Das passiert uns nicht nochmal!!!
Und das schlimme, der angesagte Wind ist auch noch nicht da. Wir müssen drei Stunden gegen hohe Wellen fahren bis endlich der Wind dreht und wir den Para nutzen können.
Dann ist eine ganze Weile schönes segeln angesagt bis der Wind und die Wellen wieder zu stark werden.
Und wieder! holen wir den Para etwas zu spät ein und haben dadurch einige Probleme ihn runter zu bekommen da sich das Bergeseil an der Saling verheddert hat.






Aber irgendwann schaffen wir es und der Para ist unten und meine Nerven am Ende. Aber nun ist es auch Gott sei Dank nicht mehr weit bis zum nächsten Hafen Porto Bolaro. In diesem Paradies ruhen wir uns erst mal aus bis das Wetter passt um durch die Straße von Messina zu fahren.