Santa Maria di Leuca, Gallipoli und Ciro Marina

Wir bleiben etwas in Leuca und kommen langsam in Italien an. Die Stadt wird geprägt durch viele alte Jugendstil Villen. Keine gleicht der anderen. Da hier das Meer sehr felsig ist gab es im Mittelalter für jedes dieser Häuser ein Badehaus in dem der Besitzer ohne der Sonne ausgesetzt zu sein (denn Blässe war modern) und mit frei geräumten Wasserzugang, das baden genießen konnte.

Auf dem Kap Punta Meliso ist schon von weitem der 102m hohe Leuchtturm zu sehen an dem auch die Basilika Santa Maria zu finden ist. Von hier geht auf den Spuren des heiligen Petrus ein Pilgerweg nach Rom los, der auch fleißig genutzt wird. Wir sehen einige Pilger.

Hier oben endet auch das größte Aquädukt Europas (Aquädukte Pugliese) das Apulien und Kampanien schon im Mittelalter mit Wasser versorgte, in einer schönen Kaskade, die aber leider kein Wasser hatte. Komplett trocken😥

Karin, Peter und ich wandern noch zum südlichsten Punkt des Stiefelabsatzes den Punta Ristola und genießen die Aussicht auf die vielen Grotten an dieser Felsigen Küste.

Unseren letzten Abend sitzen wir bei einem Aperol mit Blick auf den Hafen. Denn es geht weiter nach Gallipoli mit hoffentlich gutem Segelwind.

Da wir leider doch aufkreuzen müssen kommen wir recht spät an. Im Hafen werden vier verschiedene Marinas angezeigt und ich bin etwas überfordert wo ich mich jetzt melden muss. Am Ende funke ich in den Hafen und jemand winkt uns zu unseren Platz. Da es recht spät ist bleiben wir an Bord und genießen den Abend zu dritt.

Doch Tags drauf geht es in die Stadt. Wir lassen uns durch enge Gassen dieser wunderbar alten Stadt treiben. Diese Hafenstadt liegt auf der Westseite Apuliens auf der Halbinsel Salento im Golf von Tarent und gilt als Perle. (Perla dello Ionica)

Das kann ich nur bestätigen es ist echt schön hier. So sagt ja auch der Name. Gallipoli = Schöne Stadt.

Es ist noch ruhig im Jahr und so können wir auch etwas die Einheimischen genießen.

Dann kommt aber leider der Abschied von Karin. Sie steigt hier wieder in den Zug und fährt über manche Stationen zurück nach Deutschland. Schön das du da warst. Wir haben es sehr genossen und du hast es super gemeistert.

Sie geht am frühen morgen von Bord und winkt uns noch nach wie wir uns auf den Weg nach Ciro, auf der anderen Seite des Golfes von Tarent, machen.

Komm gut heim liebe Karin🖐.

Auf der Überfahrt sehe ich einige Wasserschildkröten die sich auf den Weg nach Westen gemacht haben. Gesehen habe ich sechs. Es werden aber sicherlich mehr gewesen sein. Vielleicht hatte diese Aufbruchsstimmung ja etwas mit dem gestrigen Blut-Vollmond zu tun. Ich weiß es leider nicht.

Außerdem kamen uns immer wieder Delfine besuchen die einen kurzen Weg mit unserer Bugwelle gespielt haben. Das war wieder richtig magisch. Ich werde mich wohl nie an diesen Tieren sattsehen können.

Der Hafen von Ciro ist das beste was uns zu diesem Zeitpunkt passieren konnte. Denn es war Sturm und Gewitter gemeldet und der Hafen ist von einer fast 20 m hohen Schutzmauer umgeben. Besser ging es nicht. Wir waren sicher wie in Abrahams Schoß. Hier müssen wir etwas bleiben bis alles durchgezogen ist.

Die Stadt ist eine ehrliche Arbeiterstadt. Nichts besonderes aber uns hat es gut gefallen. Hier konnten wir gut einkaufen, haben eine tolle Wanderung gemacht und sind lecker essen gegangen. Die beste Margarita für auf die Hand für unbeschreibliche 1,20€. Unfassbar! 😃

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Autor: Tina

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. (Mark Twain)

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