Im letzten Jahr haben wir beschlossen das es an der Zeit ist Griechenland zu verlassen. Es ist ein tolles Land mit wunderbaren Menschen und einer abwechslungsreichen Natur und wir haben es sehr genossen!!!!
Nun soll es aber nach 2 1/2 Jahren langsam Richtung Westen gehen.
Ich werde es mal versuchen zu zeigen wie die Planung hier an Bord funktioniert und ich das dritte Jahr auf dem Wasser angehe.
Über das Jahr 24 haben wir schon des öfteren überlegt und diskutiert und uns Gedanken über das nächste Jahr gemacht. Segeln wir die Adria hoch bis Venedig und auf der Ostseite des Stiefels wieder runter? Oder gehen wir von Korfu um den Stiefelfuß herum und genießen Süditalien mit seinen Inseln?
Es ging hin und her und wir waren etwas hilflos bei unserer Entscheidung. Irgendwann habe ich dann gesagt:“ Ok. Wir überlegen jetzt einfach jeder für sich. Und daheim, um Weihnachten herum, sprechen wir darüber und entscheiden uns.“
Für mich war es übers Jahr wichtig die Erfahrungen anderer Segler anzunehmen und ich denke beim Peter war es auch so. Und außerdem ist das ein weiter Weg und alles sehr voll. Man merkt schon.
Nach unserem Gespräch um Weihnachten rum war es klar das wir unten im Süden rum gehen.
Wenn das Wetter im Frühling mitspielt möchten wir vielleicht noch Albanien , Landgestützt besuchen. Mal sehen.
Es ist glaube ich gut erkennbar das diese Grundlegende Entscheidung etwas langwierig war.
Aber nun ist sie da und die eigentliche Planungsarbeit beginnt.
Die wichtigste überhaupt ist, wo wollen wir überwintern. Denn Liegeplätze sind rar und sollten schon bald für den Winter 25/26 gebucht werden.
Dafür plane ich eine ungefähre Runde damit der Winterplatz auch gut liegt.
Das heißt, lesen , recherchieren, lesen, informieren und wieder lesen,lesen lesen…..
Jetzt sind wir Ende Februar und eine ungefähre Runde ist geplant. Und die lautet ganz grob:
Von Korfu rüber zur Italienischen Hacke, durch die Straße von Messina, über die Liparischen Inseln auf die Festlandseite wechseln, hoch bis zur Bucht von Neapel, rüber nach Süd-Sardinien dann zurück nach Sizilien auf der wir überwintern.
Die Suche nach einer Marina ist immer wieder aufregend. Ich mache Orts und Preisvergleiche und habe mich dieses Jahr für die Porto Touristico Marina di Ragusa entschieden.
Die Kommunikation funktioniert auf Englisch und hat hervorragend geklappt. Sofortige Antwort auf Fragen, das liebe ich.
Nun kann ich mich etwas zurück lehnen. Es ist immer ein gutes Gefühl wenn der Winterplatz fest gebucht ist.
Das ist die theoretische Planung. In der Praxis zeigt uns das Wetter wohin wir können und wie groß die Runde wird. Als Segler lernt man schnell mit Plan B oder auch Plan C zu arbeiten.
Gut das wir flexibel sind und es uns eigentlich überall gefällt.
Und in Griechenland habe ich schnell gelernt, das ich mir nicht einbilden kann , alles zu sehen.
Es gibt einfach zu viele schöne Orte auf dieser Welt und ich muss lernen auch an manchen vorbei zu segeln .

Italien wir kommen. 👏👏