Auf nach Griechenland

Sigrid ist von uns gegangen und nun machen wir uns auf dem Weg zurück zur Alina.

Wir sind ziemlich kaputt von den vielen traurigen Emotionen und nutzen jede Gelegenheit auf der langen Reise etwas zur Ruhe zu kommen. Gut das wir bei der Anreise nach Griechenland schon genau wissen wo wir hin müssen.

Die Anreise nach Frankfurt ist ohne nennenswerte Störungen da wir auf jeden Fall eine S-Bahn früher nehmen. Das Vertrauen an die deutsche Bahn ist einfach nicht mehr gegeben 😏.

Wir sind dadurch natürlich viel zu früh am Flughafen und können noch die Flughafen Haute Cuisine bei MC Donalds geniessen.😂

Pünktlich in Athen angekommen fahren wir mit dem Bus zu unserer Unterkunft mitten in die Stadt.

Es zieht uns noch kurz in die Gassen um etwas zu essen und den Wachwechsel beim unbekannten Soldaten zu sehen ,doch es geht nicht lange und wir liegen total zerschlagen im Bett.

Am nächsten Morgen lassen wir uns noch bis um 13Uhr treiben bis der Bus vom Busbahnhof nach Lefkas geht.

Eine sechs Stunden lange Fahrt liegt vor uns und wir genießen den Ausblick und die kurzen Nickerchen.

Rio Brücke über den Golf von Korinth

Unterwegs melde ich mich bei unseren Autovermieter Panos und wir treffen uns am Busbahnhof in Lefkas. Er ist mit seinem Sohn gekommen und steht schon wartend dort. Es ist fast so als wenn uns ein guter Freund abholt.

Wir bringen ihn heim, machen die Papiere fertig und los geht es Richtung Ambrakischen Golf zur Alina.

Auf dem Weg gehen wir schon mal groß einkaufen und dann aber schnell nach Hause zur Alina.

Es ist spät als wir ankommen. Wir richten nur kurz das Bett und schon liegen wir drin.

Es ist alles trocken im Boot. Alina scheint den Winter gut überstanden zu haben.

Dachten wir zumindest. Wir werden in den nächsten Tagen eines besseren belehrt.

Aber dies später.

Brrr ist das kalt! ❄🌨

In Deutschland ist es schöner 🤣

Tschüss

Wir haben von der besten Schwiegermutter die ich mir wünschen konnte, Abschied nehmen müssen.

Ich hätte mit Ihr Pferde stehlen können!

Ich freue mich das ich ein kleiner Teil von deinem Leben sein durfte.

Tschüss, mach’s gut, und misch alle da oben schön auf.

„Wie schön, dass es dich gab
Freundin, für viele Jahre.
Offenes Ohr für meine Sorgen.
Tröstende Worte, in Kummer und Leid.
Einigkeit.
Lachen und glücklich sein.
Viele Dinge gemeinsam erleben.
Auseinandersetzung –
und das Wissen:
Du bist immer für mich da.
Ich vermisse dich!
Tod, grüße sie von mir.“

Annette Andersen

Jetzt können wir schon sagen:“ Nächste Woche geht es los!“

Die Aufregung steigt und die letzten, sehr intensiven zwei Wochen beginnen. Wir haben das schönste Wetter und es beginnt in den Fingern zu jucken.

Pakete sind gepackt die wir bald losschicken werden.

Zwischen drin noch mal geschwind ein Zimmer saniert.

Und dann nur noch Familie und Freunde genießen.

Was geht in mir vor?

Na, ich kann es nicht so richtig beschreiben. Ich freue mich auf Alina und hoffe das über Winter alles gut gegangen ist. Keine Sturm oder Wasserschäden sind. Ich freue mich auf die Leute dort und dieses unbefangene Leben. Ich freue mich aber besonders auf die Natur dort, diesen wunderschönen Frühling. Die Ruhe die wieder einkehrt. Die Zweisamkeit. Nur wir im jetzt und hier.

Auch auf die Arbeit die uns auf Alina erwartet. Aber ich freue mich besonders auf den Moment wenn es wieder ins Wasser geht und wir uns Richtung Italien aufmachen. Ein neues Land, neue „Lebensmusik“, neue Geräusche und Gerüche eine neue Kultur.

Aber erst mal haben wir noch etwas zu tun. Wir müssen uns wieder als Team zusammenraufen und jeder seine Rolle finden.

Aber da mache ich mir keine Sorgen.

Nächstes Wochenende werde ich keinen Bericht schreiben. Sondern erst wenn wir angekommen sind.

Ich möchte jetzt noch jede Minute genießen.

Also bis in Griechenland. 👋

Unser Plan 2025

Im letzten Jahr haben wir beschlossen das es an der Zeit ist Griechenland zu verlassen. Es ist ein tolles Land mit wunderbaren Menschen und einer abwechslungsreichen Natur und wir haben es sehr genossen!!!!

Nun soll es aber nach 2 1/2 Jahren langsam Richtung Westen gehen.

Ich werde es mal versuchen zu zeigen wie die Planung hier an Bord funktioniert und ich das dritte Jahr auf dem Wasser angehe.

Über das Jahr 24 haben wir schon des öfteren überlegt und diskutiert und uns Gedanken über das nächste Jahr gemacht. Segeln wir die Adria hoch bis Venedig und auf der Ostseite des Stiefels wieder runter? Oder gehen wir von Korfu um den Stiefelfuß herum und genießen Süditalien mit seinen Inseln?

Es ging hin und her und wir waren etwas hilflos bei unserer Entscheidung. Irgendwann habe ich dann gesagt:“ Ok. Wir überlegen jetzt einfach jeder für sich. Und daheim, um Weihnachten herum, sprechen wir darüber und entscheiden uns.“

Für mich war es übers Jahr wichtig die Erfahrungen anderer Segler anzunehmen und ich denke beim Peter war es auch so. Und außerdem ist das ein weiter Weg und alles sehr voll. Man merkt schon.

Nach unserem Gespräch um Weihnachten rum war es klar das wir unten im Süden rum gehen.

Wenn das Wetter im Frühling mitspielt möchten wir vielleicht noch Albanien , Landgestützt besuchen. Mal sehen.

Es ist glaube ich gut erkennbar das diese Grundlegende Entscheidung etwas langwierig war.

Aber nun ist sie da und die eigentliche Planungsarbeit beginnt.

Die wichtigste überhaupt ist, wo wollen wir überwintern. Denn Liegeplätze sind rar und sollten schon bald für den Winter 25/26 gebucht werden.

Dafür plane ich eine ungefähre Runde damit der Winterplatz auch gut liegt.

Das heißt, lesen , recherchieren, lesen, informieren und wieder lesen,lesen lesen…..

Jetzt sind wir Ende Februar und eine ungefähre Runde ist geplant. Und die lautet ganz grob:

Von Korfu rüber zur Italienischen Hacke, durch die Straße von Messina, über die Liparischen Inseln auf die Festlandseite wechseln, hoch bis zur Bucht von Neapel, rüber nach Süd-Sardinien dann zurück nach Sizilien auf der wir überwintern.

Die Suche nach einer Marina ist immer wieder aufregend. Ich mache Orts und Preisvergleiche und habe mich dieses Jahr für die Porto Touristico Marina di Ragusa entschieden.

Die Kommunikation funktioniert auf Englisch und hat hervorragend geklappt. Sofortige Antwort auf Fragen, das liebe ich.

Nun kann ich mich etwas zurück lehnen. Es ist immer ein gutes Gefühl wenn der Winterplatz fest gebucht ist.

Das ist die theoretische Planung. In der Praxis zeigt uns das Wetter wohin wir können und wie groß die Runde wird. Als Segler lernt man schnell mit Plan B oder auch Plan C zu arbeiten.

Gut das wir flexibel sind und es uns eigentlich überall gefällt.

Und in Griechenland habe ich schnell gelernt, das ich mir nicht einbilden kann , alles zu sehen.

Es gibt einfach zu viele schöne Orte auf dieser Welt und ich muss lernen auch an manchen vorbei zu segeln .

Italien wir kommen. 👏👏