


















Der wunderschön farbige und ruhige Herbst ist da. Und wir genießen es in vollen Zügen. Wir haben nun Anfang November. Die Chartersaison neigt sich dem Ende und es werden immer weniger Segelboote die man unterwegs trifft. Auch bei uns kehrt nun Ruhe ein und wir genießen die Wind ruhigen Tage in denen man immer noch gut bei 23 Grad Celsius, schwimmen kann. OK, ich bin eine kleine Pienzerin, wenn etwas Wind ist, ist es mir einfach zu kalt ( ich denke so um 25 °C) 🤣. Ich verziehe mich dann Abends lieber unter Deck und wasche mich dort.
Das Wetter ist immer noch sehr gut. Der Herbst bringt Abends den Dunst und es kommt immer mal etwas Regen. Aber über den Nachmittag läuft man noch gerne in kurzen Hosen und im T-Shirt.
Wir sind in der Gegend von Lefkas und lassen uns durch die ruhigen Buchten treiben. Treffen uns mit Seglerfreunden und beginnen die gesellige Zeit.
Langsam müssen wir uns aber organisieren wie wir es mit unserem Trocken Yard machen. Die Rouga Bay liegt wunderschön im ambrakischen Golf aber ist auch weit weg von jeglicher Zivilisation. 🤔
Unsere Lösung ist die. Wir segeln nach Lefkas Stadt und ich hole ein gemietetes Auto. Peter segelt nach Preveza und ich fahre mit dem Auto dorthin. Von Preveza fährt dann Peter in die Rouga Bay und ich segel alleine die 13 sm (24km). Das erste mal Einhandsegler. Ich bin ganz stolz das es auch bei anfänglichen 18kn Wind gut klappt.



Es ist irgendwie nach Hause kommen als ich in die Rouga Bay abbiege. Die Natur ist wunderbar und die Flamingos sind auch schon wieder da.
An Land ist das Hallo sehr groß und wir genießen es sehr alle wieder zu sehen und verabreden uns natürlich zum Yanis auf ein Wein.
Wir liegen noch zwei Tage im Wasser, machen die ersten Wintervorbereitungen und dann ruft uns auch schon Wolfgang an das wir Nachmittags rauskommen.
Also noch schnell die letzten Arbeiten und schon geht es los.




An Land sind wir wieder ganz schnell im Arbeitsalltag zurück. Es ist immer etwas zu tun und auch anderen zu helfen.









Neben der vielen Arbeit machen wir aber auch tolle Ausflüge ins Hinterland. Denn das Wetter ist perfekt zum wandern.
Wir fuhren zum Monument Zalongos mit dem Kloster Agios Dimitrios und kletterten über sehr viele Treppen hoch auf den 462m hohen Felsen und waren von dessen Geschichte und der Umgebung total beeindruckt.





Dieses Monument soll daran erinnern das im Jahre 1803 die Frauen aus dem Dorf Souli beschlossen von diesem Felsen singend und tanzend in die Tiefe zu springen statt von den Türken des Ali Pashas gefangen genommen zu werden.
Sie verabschiedeten sich von der traurigen Welt und dem süßen Leben,
denn es lebt kein Fisch auf dem Land
und keine Blüte im Sand,
so leben auch Souliotisses genannt nicht ohne ihre Freiheit,
wie es frei übersetzt in ihrem Gesang heißt.
Außerdem wanderten wir den Acheron Fluß entlang. Einfach traumhaft!












In der griechischen Mythologie war das Tal des Acheron der Ort, wo die Seelen der Toten wohnten. Der Fluss stellte den Weg dar, über den die Seelen der Toten zum See Acherousia geführt wurden, in dessen Tiefen sich das Reich des Hades, die Unterwelt befand. Den Eingang zum Hades bewachte ein wilder, unbarmherziger Hund mit Namen Kerveros. Dieser hatte drei Köpfe und einen Drachenschwanz. Der Fährmann Haron überbrachte die Seelen der Toten mit seinem Boot in die Unterwelt. Diese Reise war nicht umsonst, sondern es musste ein Obulus entrichtet werden. Der Obulus war eine Münze, die sich unter der Zunge der Toten befand. Aus diesem Grund wurden im antiken Griechenland die Toten entsprechend rituell beerdigt. Seelen, die den Preis der Reise nicht aufbringen konnten, waren dazu verurteilt, ewig am Ufer des Flusses umher zu wandeln.
Wir haben diese Zeit sehr genossen, aber irgendwann mussten wir dann zum Bus Richtung Heimat.



Erst fuhren wir nach Athen und hatten dort Pech das wir in einem Generalstreik geraten sind. Mit ein Paar Schwierigkeiten haben wir es aber ins Hotel geschafft. Ganz früh am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus zum Flughafen und ab nach München zum Sohnemann mit seiner Freundin. Denn dort haben wir noch etwas Zeit mit den Beiden verbracht bis es dann nach Hause ging.


