Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende,

und wir haben wieder viele schöne Ecken mit einfach wundervollen Menschen, in Griechenland erleben dürfen.

Wir haben eine schöne Runde durch die Ägais gemacht die dieses Jahr geprägt war von schon früh angefangenen starken Winden. Wir mussten oft in Buchten Tagelang warten um Stürmen aus dem Weg zu gehen. In dieser Zeit konnten wir auch oft das Boot nicht verlassen da es zu unsicher erschien. Was auch etwas hat, wenn man Zeit genug hat. Und das haben wir, denn wie es die Neuseeländer formulieren, sind wir :“Rich in Time“. Auf deutsch . „Zeitmillionäre“. 🙂

Unsere Route 2024

Die Agäis gilt als Wiege der minoischen Kultur und des antiken Griechenlands. Es herrschten aber auch die Perser, Römer, Byzantiner, Genuesen, Venezianer und Osmanen.

Diese Vielfalt der Kulturen begegnete uns täglich. Denn Griechenland ist reich an Altertümern die aber leider teilweise verfallen da es einfach zu viele gibt.

Die Inseln der Kykladen und der Dodekanes sind sehr trocken und somit haben wir wenig grün im Sommer erleben dürfen. Das hat mir zwischen drin sehr gefehlt und auch zu schaffen gemacht.

Doch jede Insel ist oder hat etwas besonderes. Santorin haben wir ganz bewusst ausgelassen da wir die unbekannteren und ruhigeren Inseln erleben wollten.

Und außerdem haben wir Mykonos erlebt. Ein 0.3 er Bier 12€ und schon am Nachmittag halb nackte Tanzende und volltrunkene Leute auf den Tischen :-0 . Das sind nicht wir, also haben wir es einfach weggelassen.

Wenn mich jemand fragt welche die schönste Insel war kann ich es gar nicht beantworten. Es hat jede besuchte Insel etwas besonderes gehabt.

Wir haben tolle Menschen aus aller Welt kennen gelernt und dadurch wird mein Englisch auch immer besser. Langsam aber stetig 🙂

Als wir dann Ende August wieder ins ionische Meer abgebogen sind hat es mich sehr gefreut. Wir kannten schon vom letzten Jahr einige schöne Ecken und so war es irgendwie wie nach Hause kommen.

Die Inseln sind hier wieder grün da der wenige Regen der aus Norden oder Westen kommt, hier gerne abregnet.

Ab September war die Zeit etwas geprägt von schweren Gewittern die auch Stürme mitgebracht haben. Aber wir hatten Glück, wir waren immer am richtigen Ort um dies sicher zu überstehen. Andere hatten leider nicht so viel Glück.

In dieser Zeit der Familie haben wir einen anderen Rhythmus eingenommen und die Familie bestimmen lassen was und wohin.

Manchmal musste ich etwas bremsen da meine Erfahrung mit dem Wetter doch erkennbar höher war. Aber oft habe ich auch nichts gesagt und eine unruhige Nacht in einer Traum-Bucht erlebt, in der wir zwei bei diesen Bedingungen nie reingegangen wären. Aber ehrlich, dann hätten wir auch manches wunderschöne verpasst!

Wir haben nach Verabschieden der Familie diese Region noch sehr genossen und den Herbst ganz toll erlebt.

Nun sind wir zuhause in Deutschland und genießen es warm und trocken in einer gemütlichen Wohnung den Winter mit Freunden und Familie zu erleben.

Der Opa als Nikolaus

Und darum möchte ich mich bei euch auch für dieses Jahr verabschieden.

Es kehrt Ruhe ein um uns. Habt alle eine tolle Adventszeit. Genießt die Weihnachtszeit und einen guten Rutsch.

Tschüß bis 2025

Es wird ruhig im Ionischen Meer

Der wunderschön farbige und ruhige Herbst ist da. Und wir genießen es in vollen Zügen. Wir haben nun Anfang November. Die Chartersaison neigt sich dem Ende und es werden immer weniger Segelboote die man unterwegs trifft. Auch bei uns kehrt nun Ruhe ein und wir genießen die Wind ruhigen Tage in denen man immer noch gut bei 23 Grad Celsius, schwimmen kann. OK, ich bin eine kleine Pienzerin, wenn etwas Wind ist, ist es mir einfach zu kalt ( ich denke so um 25 °C) 🤣. Ich verziehe mich dann Abends lieber unter Deck und wasche mich dort.

Das Wetter ist immer noch sehr gut. Der Herbst bringt Abends den Dunst und es kommt immer mal etwas Regen. Aber über den Nachmittag läuft man noch gerne in kurzen Hosen und im T-Shirt.

Wir sind in der Gegend von Lefkas und lassen uns durch die ruhigen Buchten treiben. Treffen uns mit Seglerfreunden und beginnen die gesellige Zeit.

Langsam müssen wir uns aber organisieren wie wir es mit unserem Trocken Yard machen. Die Rouga Bay liegt wunderschön im ambrakischen Golf aber ist auch weit weg von jeglicher Zivilisation. 🤔

Unsere Lösung ist die. Wir segeln nach Lefkas Stadt und ich hole ein gemietetes Auto. Peter segelt nach Preveza und ich fahre mit dem Auto dorthin. Von Preveza fährt dann Peter in die Rouga Bay und ich segel alleine die 13 sm (24km). Das erste mal Einhandsegler. Ich bin ganz stolz das es auch bei anfänglichen 18kn Wind gut klappt.

Es ist irgendwie nach Hause kommen als ich in die Rouga Bay abbiege. Die Natur ist wunderbar und die Flamingos sind auch schon wieder da.

An Land ist das Hallo sehr groß und wir genießen es sehr alle wieder zu sehen und verabreden uns natürlich zum Yanis auf ein Wein.

Wir liegen noch zwei Tage im Wasser, machen die ersten Wintervorbereitungen und dann ruft uns auch schon Wolfgang an das wir Nachmittags rauskommen.

Also noch schnell die letzten Arbeiten und schon geht es los.

An Land sind wir wieder ganz schnell im Arbeitsalltag zurück. Es ist immer etwas zu tun und auch anderen zu helfen.

Neben der vielen Arbeit machen wir aber auch tolle Ausflüge ins Hinterland. Denn das Wetter ist perfekt zum wandern.

Wir fuhren zum Monument Zalongos mit dem Kloster Agios Dimitrios und kletterten über sehr viele Treppen hoch auf den 462m hohen Felsen und waren von dessen Geschichte und der Umgebung total beeindruckt.

Dieses Monument soll daran erinnern das im Jahre 1803 die Frauen aus dem Dorf Souli beschlossen von diesem Felsen singend und tanzend in die Tiefe zu springen statt von den Türken des Ali Pashas gefangen genommen zu werden.

Sie verabschiedeten sich von der traurigen Welt und dem süßen Leben,

denn es lebt kein Fisch auf dem Land

und keine Blüte im Sand,

so leben auch Souliotisses genannt nicht ohne ihre Freiheit,

wie es frei übersetzt in ihrem Gesang heißt.

Außerdem wanderten wir den Acheron Fluß entlang. Einfach traumhaft!

In der griechischen Mythologie war das Tal des Acheron der Ort, wo die Seelen der Toten wohnten. Der Fluss stellte den Weg dar, über den die Seelen der Toten zum See Acherousia geführt wurden, in dessen Tiefen sich das Reich des Hades, die Unterwelt befand. Den Eingang zum Hades bewachte ein wilder, unbarmherziger Hund mit Namen Kerveros. Dieser hatte drei Köpfe und einen Drachenschwanz. Der Fährmann Haron überbrachte die Seelen der Toten mit seinem Boot in die Unterwelt. Diese Reise war nicht umsonst, sondern es musste ein Obulus entrichtet werden. Der Obulus war eine Münze, die sich unter der Zunge der Toten befand. Aus diesem Grund wurden im antiken Griechenland die Toten entsprechend rituell beerdigt. Seelen, die den Preis der Reise nicht aufbringen konnten, waren dazu verurteilt, ewig am Ufer des Flusses umher zu wandeln.

Wir haben diese Zeit sehr genossen, aber irgendwann mussten wir dann zum Bus Richtung Heimat.

Erst fuhren wir nach Athen und hatten dort Pech das wir in einem Generalstreik geraten sind. Mit ein Paar Schwierigkeiten haben wir es aber ins Hotel geschafft. Ganz früh am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus zum Flughafen und ab nach München zum Sohnemann mit seiner Freundin. Denn dort haben wir noch etwas Zeit mit den Beiden verbracht bis es dann nach Hause ging.