Wir verlassen die schöne Vlychon – Bucht auf Lefkas um durch die fahrende Brücke nach Preveza zu segeln.
Die Fähr-Brücke soll eigentlich für eine ganze Weile geschlossen sein da die Inspektion und die anschließenden Gutachten fehlen. Als wir mit dem Auto in Lefkas waren sah ich aber das die Brücke sich für eine Fähre öffnete. Ich ging mit Lukas zur Polizei und fragte ob sie nun wieder offen sei, da sie sich ja geöffnet hatte. Der Polizist schaute mich ganz böse an und sagte:“ Nein, die Brücke habe sich nicht geöffnet!“ Ich daraufhin:“ Ich habe doch gesehen das die Fähre durch die Brücke gekommen ist.“
Der Polizist:“ Nein, es ist keine Fähre gekommen!!!“ ???? 🤔 Somit bin ich wieder davon gestapft.
Ein Vercharterter sagte Lukas auf dieselbe Frage:“ Ja, die Fähre darf durch, ich könnte ja versuchen mich an sie zu hängen und auch durch zu fahren. 🧐 Daraufhin fotografieren wir erst mal den Fahrplan der Fähre. Das probieren wir natürlich. Denn sonst müssten wir wieder zurück und um die ganze Insel herum.
So geht es nach einem gemütlichen Frühstück Richtung Lefkas Brücke. Das Wetter ist recht ruhig und wir motoren in das wunderschöne Feuchtgebiet vor Lefkas das durch eine Bojen-Straße sehr gut markiert ist.









An der Stadtmole machen wir fest und warten auf den richtigen Moment, bunkern Wasser und befreien uns nach einem Malheure von der Trippleine des Mooringseils im Bugstrahlruder.(Das ist das Seil das uns im Hafen an Ort und Stelle hält)

Dann ist der Moment gekommen. Die Fähre legt ab, wir schmeißen los und hängen uns direkt hinter sie. Diese Idee haben aber auch andere und wir müssen ein kleines Wettspiel daraus machen. Auf unserer Seite versuchen es zehn Boote😬. Aber es geht gut. Die Fährfrau hat Erbarmen und lässt alle durchfahren. 🙏 Ob das noch lange so geduldet wird glaube ich aber nicht.
Für uns ist es gut, so können wir auf den direkten Weg nach Preveza segeln. Denn von dort wollen Anja, Lukas und die Kids eine viertägige Reise an Land machen.
Der Wind ist gut aber der Schwell durch den Starkwind vor Albanien recht hoch. Anja geht es nicht gut aber es ist ja nicht weit und bald sind wir im Kanal vor Preveza. An der Stadtmole finden wir Platz und können uns sogar mit einer Mooringleine fest machen. Wir genießen die Stadt gehen aber am nächsten Tag in die benachbarte Bucht. Es ist einfach schöner. Hier können wir baden und haben unsere Ruhe. Uns stört es nicht mit dem Dinghi an Land zu fahren. Auf diesem Weg retten wir noch ein anderes Dinghi vor dem ertrinken.

Tags drauf fahren wir mit der Alina auf die andere Seite und Peter setzt mich und Lukas dort ab. Denn wir wollen das Mietauto vom Flughafen holen. Es ist nur ein zwanzig minütiger Spaziergang von dort und deshalb kein Problem. Peter fährt zurück in die Bucht und ankert mit Anja wieder an der gleichen Stelle. Wir sind bald wieder mit dem Auto bei den anderen.
Nun kann Anja, Lukas, Lio und Liara gemütlich am nächsten Tag zu ihrem Landausflug starten.
Ich bemerke das ein Englisches Schiff dem Land etwas zu nahe gekommen ist und sich festgefahren hat. Da ich glaubte das sie selber frei kommen wartete ich noch etwas bis ich es den anderen sagte. Peter und ich fahren mit dem Dinghi rüber. Auf dem Weg dorthin schlage ich meine Idee mit dem Spifall vor.
Wir fragen den Engländer ob er Hilfe braucht , was er dankend bejaht. Wir lassen uns das Spifall geben (ein Seil das bis zur Mastspitze geht) und versuchen im rechten Winkel das Boot etwas auf die Seite zu legen. Nach zwei, drei Minuten ist es geschafft. Das Boot ist wieder frei und wir haben einen Engländer glücklich gemacht.

Als die vier von Bord sind wittmen wir uns kleinen Arbeiten und segeln nach Vonitsa. Wir genießen den Ambrakischen Golf und segeln mit Delfin Begleitung zurück nach Preveza an die Stadtmole.



Dort tanken wir Wasser und legen uns dann aber wieder in die Bucht und warten auf Lukas der mit seiner Familie und tollen Erlebnissen auch bald wieder an Bord ist.