Zakynthos oder auch Zante

Nach einer angenehmen Überfahrt vom Festland kommen wir in der großen Bucht von Lagana auf Zakynthos an und legen uns vor den kleinen Ort Keri ins Ankerfeld.

Wir suchen uns immer Sandfelder denn wir wollen unseren Anker nicht ins Poseidonia-Gras legen. Dort findet die Fischbrut Schutz und auch die Jungfische können sich dort verstecken. Diese riesige Bucht ist ein Nationalpark. Hier legt von Mai bis August die unechte Karettschildkröte ihre Eier in tiefen Mulden in den Sand und die Sonne brütet sie aus.

Doch wir sind ziemlich schockiert. Wahnsinnig viele kleine Boote die man mieten kann schießen hier durch die Gegend. Auch in Bereichen wo es eigentlich nicht getan werden soll. Aber die Bucht ist auch in drei Teile eingeteilt. Nur in einen relativ kleinen Bereich darf niemand rein.

Wir lassen uns in dieser Bucht viel Zeit denn wir genießen das ankommen, faulenzen ein paar Tage, schauen uns die berühmten Höhlen von Keri an, lernen andere Segler kennen und bereiten das Boot für Lukas, Anja, Lio und Liara vor.

Ich habe Relingsnetz besorgt das wir komplett außen herum legen.

Als wir damit fertig sind segeln wir gemütlich an der Westküste nach Zakynthos Stadt und liegen einige Zeit vorm Hafen vor Anker. Es ist ziemlich rollig da viele Boote vorbei fahren aber in der Nacht ist es eigentlich ruhig.

Wir schauen uns in der Stadt um und gehen bald wieder Anker auf Richtung Norden und schauen uns etwas um. So kennen wir uns etwas aus wenn Lukas kommt und wissen was machbar ist.

Ein paar Tage vor ihrer Ankunft segeln wir wieder nach Zakynthos Stadt und suchen uns einen Platz in der Marina. Dort müssen wir auch zwei heftige Gewitter abwettern.

Beim ersten Gewitter retten wir an einem verlassenen Catamaran den Rest des Vorsegels das aber leider schon zerrissen ist. Es war nicht gut gesichert und hat sich komplett gelöst und heftig geschlagen. Dabei ist es kaputt gegangen. Peter, ich und ein Australischer Segler gehen an Bord und retten den Rest.

Wir liegen Gott sei Dank sehr sicher.

Beim zweiten Gewitter, das noch heftiger ist, helfen wir zwei anderen Booten sich an einen besseren Ort zu verlegen. Das eine lag ziemlich am Eingang des Hafens und schlug immer wieder heftig an die Mole.

Das zweite setzte mit dem Kiel immer wieder auf Grund da das Wasser fast um einen Meter im Sturm gesunken war. Beide sind tiefer in den Hafen und lagen bald sicher. Die Segler Gemeinschaft hat wieder mal gut funktioniert!

Dann hieß es nur noch warten. Wir waren sehr aufgeregt und konnten es gar nicht mehr abwarten bis die vier endlich mit dem Taxi im Hafen ankamen. Es war ein sehr schöner Moment die kleine Familie zu sehen denn die Jüngste hatten wir bisher nur auf Bildern kennen gelernt und konnten sie nun live erleben.

Jetzt beginnt für uns ein wahres Abenteuer. 2 Monate auf kleinstem Raum mit zwei Kleinkindern und ihren Eltern. Ich wünsche uns allen viel Geduld und Nachsicht und besonders viel Kraft und hoffe das wir uns nach dieser Zeit immer noch gerne sehen😊.

Drückt uns die Daumen.

Avatar von Unbekannt

Autor: Tina

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. (Mark Twain)

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