Ein aktueller Moment

Wir sitzen im Restaurant in der Klosterbucht von Symi.

Ich nutzt hier das Internet um endlich unseren Blog hoch zu laden und etwas Büro zu machen. Danach wollen wir eigentlich um die Bucht wandern.

Plötzlich sind wir mit weiteren zwei Tischen in einem intensiven Gespräch. Wir sagen unsere Wanderung ab und genießen lieber diese Begegnung.

In diesem Gespräch merken wir aber nicht das ein Gewitter heranzieht. Wir haben Wein bestellt und einen griechischen Salat. Alles steht auf dem Tisch. Die ersten Tropfen fallen. Blitze leuchten auf.

Der Donner lässt uns hören das das Gewitter schon sehr nah ist.

Wir haben bei der Hitze natürlich alle Fenster auf.

Die Nachbar-Tische verschwinden auf ihre Boote. Was machen wir mit unserem vollen Tisch.

Peter schlägt vor zum Schiff zu paddeln und alles dicht zu machen. Ich bleibe hier.

Natürlich hat er sein Handy bei mir gelassen so können wir uns nicht erreichen. Was jetzt?

Nachdem er eine Weile weg ist merkt man das sich das Gewitter verzieht. Gott sei Dank gab es keinen Böenkragen. Zumindest bis jetzt.

Es ist ein komisches Gefühl nicht mit Peter bei dieser Gefahr an Bord zu sein sondern hier, handlungsunfähig in diesem Lokal zu sitzen und ab zu warten wie das Gewitter weiter zieht.

In diesem Moment sehe ich das unser Nachbar Anker auf genommen hat. Warum?? Ich mache mir Sorgen. Sind sie uns zu nahe gekommen?

Ich weiß es nicht und das macht mich etwas unruhig.

Gut das Peter an Bord ist. Ihm vertraue ich Alina zu 100% an.

Der Regen lässt langsam nach. Ab und zu donnert es noch und Blitze leuchten auf.

Um Alina sind Boote unterwegs. Ich sehe es an den Lichtern. Ich fühle mich total hilflos.

Antiparos, Schionousa, Koufonisi

19.5.24-26.5.24

Die kleinen Kykladen von denen ich noch nie gehört hatte.

Neben Paros liegt die kleine Insel Delos die ein Hotspot der Antike ist und mit Tempel und Figuren damals das religiöse Zentrum Griechenlands darstellte und heute tausende Touristen anzieht.

Wir haben sie links liegen lassen und sind gleich nach Antiparos in eine wunderschöne große Bucht gesegelt. Dort steht der große Apollo Tempel den man erst vor kurzem(1993) entdeckt hat und immer noch weitere Teile entdeckt und restauriert. Es wird nun schon vermutet das er noch älter wie Delos ist. Wir konnten leider nicht hin da es geschlossen war, haben es aber sehr aus der Entfernung genossen.

Endlich ist die Wassertemperatur knapp über 20 °C und auch ich kann mich zu sehr kurzem schwimmen aufraffen. Aber auch nur um zu duschen.😋

Peter beginnt die Griffe für die Backskisten zu montieren. Wir versuchen immer kleine Arbeiten zu erledigen und alles was uns auffällt auch gleich zu richten. Wie zuhause. Am Haus ist auch immer etwas zu tun.

Plötzlich ruft uns jemand, ich springe nach draußen und sehe das die SY Sunny neben uns anhält.

Wir freuen uns sehr die beiden die wir letztes Jahr in den Sporaden kennengelernt haben, wieder zu sehen. Als sie kurz drauf in der Ferne fest sind fahren wir mit dem Dinghi rüber und begrüßen die beiden. Wir verabreden uns für den Abend den wir dann auch total genießen.

Es ist einfach toll wenn man bekannte Gesichter wieder trifft.

Uns zieht es aber am nächsten Tag weiter denn der Wind soll passen. Ich lege unter Segel ab und es toll diese schöne Bucht gemütlich an mir vorbei ziehen zu lassen und die zweite Tasse Kaffee zu genießen.

Keine 2 Stunden später ist der Wind schon wieder so stark das wir das Segel gehörig verkleinern müssen. Wir gehen ins 2. Reff. Während ich segel macht der Peter unten Wasser und füllt den Wassertank und meine Trinkflaschen wieder auf. Wir trinken das Wassermacher Wasser sehr gerne. Es schmeckt sehr gut. Die fehlenden Mineralien füllen wir durch etwas Saft auf und es gibt in jedem Lokal erst mal eine Flasche Wasser wenn man sich hinsetzt. Bis jetzt haben wir noch keinen Mangel festgestellt.

Die nächste Insel auf der wir zwei Tage verweilen ist Schionousa. Die Magie dieser Insel ist wunderbar. Als wenn die Zeit auf dieser kleinen Kykladeninsel stehen geblieben wäre. Es gibt nur zwei Orte. Die Hauptstadt (Chora) auf dem Berg und ein sehr kleiner charmanter Hafen. Wir erwandern beides und lieben diese Insel auf Anhieb. Eine sehr authentische griechische Insel auf der die Zeit wohl stehen geblieben ist.

Aber leider müssen wir weiter. Der Wind zwingt uns dazu.

Wir sind sehr früh unterwegs, treffen auf zwei Delfin-Mütter mit ihren Jungen. Es ist immer wieder wundervoll diese Tiere zu treffen und uns ist auch bewusst das dies ein riesen Privileg ist und bestimmt nicht selbstverständlich. Unsere Welt ist sooo schön.🥰

Bald liegen wir in einer karibischen Bucht auf Koufonisi. Das Wasser ist wahnsinnig in den Farben. Der Wind ist recht stark aber der Halt ist sehr gut.

Wir merken nun immer mehr das hier die Saison beginnt. Die Bucht ist schon recht voll was aber nicht unangenehm ist. Auch andere möchten die schönen Flecken dieser Erde entdecken😉

Wir bleiben hier zwei Nächte und genießen das kommen und gehen der verschiedenen Boote, die Farben des Wassers und die zerklüfteten Felsen mit den vielen Höhlen. Leider können wir dort nicht schnorcheln da der Wind zu stark und auflandig ist. Aber wir wandern über die Insel in die Stadt.

Dann nervt mich aber bald der laute Wind und das rollende Boot und so rege ich an hoch nach Naxos in eine geschützte Bucht zu gehen um dort den zunehmenden Wind abzuwettern.

Ja ich weiß, es ist immer wieder das Thema Wind. Aber der ist hier in den Kykladen auch sehr dominant und wir können das leider nicht umgehen.🤪

Aktuell sind wir sehr nah an der türkischen Grenze. Und ohne es zu merken hat der Türke unser Datenvolumen vom Router gefressen da ich es nicht schaffe um zu stellen😏.

Somit ist es nicht immer Sonntag wenn was kommt, sondern nur dann wenn ich in einer Taverne mit Wifi bin. Sorry!