8.5.-18.5.24
Drei wunderschöne Kykladen Inseln und keine ist annähernd gleich. Nur die Landschaft ähnelt sich sehr.
Wir liegen in einer gut geschützten Bucht auf Syros und müssen wieder mal einen Wind von 40 kn abwettern.
Der Anker liegt gut und tief eingegraben im Sand und somit sind wir sicher. Aber die Lautstärke des Windes ist sehr anstrengend. Und so flüchten wir an einem Tag von Bord, fahren mit dem Dinghi ans Land und mit dem Bus in die Hauptstadt. Die Busfahrt ist richtig angenehm. Wir sehen viel vom Insel Innern. Getreide, Gemüse was man so braucht wächst hier. Aber es ist alles schon sehr trocken. Es hat im Winter kaum geregnet und somit herrscht hier schön die Brandgefahr „orange“.





Syros, die edle. Wenn man durch die Hauptstadt läuft, könnte man fast meinen in Italien zu sein. Es ist gut zu sehen das die Venezianer eine ganze Zeit auf der Insel geherrscht haben. Die typischen venezianischen Villen und Kuppelbauten. Wunderschöne alte Gebäude. Die Stadt Emourpoli ist auch Uni-Stadt und somit gibt es sehr viel junge Leute und nette kleine Cafés .




Wir lernen auch wieder ganz nette Segler kennen mit denen wir gerne Zeit verbringen. Aber die beiden segeln früher los und haben ein anderes Ziel wie wir und somit trennen sich wieder unsere Wege. Schade, es war schön mit euch Ingrid und Gerd.
Peter mag unbedingt nach Mykonos. Ich eigentlich nicht da ich nun wirklich keine Partygängerin bin. Aber wie heißt es: „In guten wie in schlechten Zeiten“, 😁
Mykonos steht für Traumstrände und Party. Sie ist vielleicht die berühmteste und bekannt für ihr pulsierendes Nachtleben. Und so kommt es natürlich auch das hier 3 große Cruiser in der Bucht liegen, wir keinen Platz ( trotz Anmeldung per Mail) im Hafen bekommen, und das teuerste Bier, 0,330ml für 12 € in unserem Leben trinken. Schon um neun tanzen leicht bekleidete Urlauber auf den Tischen und wir machen uns von klein Venedig davon und laufen durch schöne enge Gassen in denen die teuersten Lable und Galerien, ihre Ware anbieten und die Preise sogar in München ein Schnäppchen wären.




Wir sind spät gekommen und haben in einer etwas entfernten Bucht eine Boje ergattert die allerdings 50€ kosten soll. Abends kam niemand und morgens sind wir schon bei Sonnenaufgang geflüchtet und so war sie kostenlos.😉
Unser nächstes Ziel sollte Naxos sein. Aber die über 3m hohen Wellen lassen uns die Richtung etwas angenehm ändern und wir steuern Paros an.








Wir legen uns nach einer anstrengenden Fahrt in die Bucht der Hauptstadt, wir möchten einen Wäsche Tag einlegen. Denn hier hat es eine Münz Wäscherei und so können wir die ganze Bettwäsche und unsere Handtücher waschen. Dafür ist unsere Waschmaschine zu klein.
Paros ist wunderschön und eine richtige Postkarteninsel. Weiß blaue kleine Fischerdörfer und ein wildes Hinterland.
Wir ordern für den nächsten Tag einen Roller und fahren über die Insel, besuchen die Chora Lefkes und schlendern durch die engen Gassen. Ein Besuch der alten Minen in denen der berühmte fast durchsichtige Marmor abgebaut wurde steht auch noch auf dem Plan. Daraus wurde der Tempel von Delphi und Delos gebaut und auch die berühmte Venus von Milos oder die Nike von Samuthraki.




Abends kommen wir mit tausend Eindrücken wieder an Bord und lassen den Tag ausklingen.
Der nächste Tag ist diesig und schwül. Wir wollen um die große Bucht wandern. Aber plötzlich ist von jetzt und in die nächste Sekunde ein Windwechsel von nichts auf 35kn und ein Dreher um 180°.
Die Boote werden in die Ankerkette katapultiert, legen sich auf die Seite und drehen sich um 180°. Dann pendeln sie es aus und alles ist wieder gut. Das war echt gruselig. Wir warten noch etwas und gehen dann später wandern. Kann ja sein das noch was kommt. Aber alles bleibt ruhig.
Auch hier findet man Ähnlichkeiten zu Mykonos. Nur viel sympathischer und entspannter.
Und immer wieder die bezaubernden weißen Häuschen mit den blauen Fensterläden.


PS. Etwas spät. Aber manchmal habe ich kein Internet wenn es einfach zu einsam ist.